Junyper
Persönliche Daten
Meine Leseeindrücke
Leseeindruck - Der Schock
4
Da mir bereits "Der Schnitt" sehr gut gefallen hatte, bin ich mit hohen Erwartungen an diese Leseprobe rangegangen. Zum Einstieg lernt der Leser den 10jährigen Froggy kennen. Ein armer Junge, der vom Vater brutal misshandelt wird. Nichts wünscht er sich mehr als unsichtbar zu sein und sich an seienn Eltern auf ebenso brutale Weise rächen zu können. Dann gibt es einen Zeitsprung. Eine Gruppe von Freunden fährt an die südfranzösische Küste. Doch plözlich ist eine von ihnen spurlos verschwunden... Auch in diesem Buch spannt Raabe einen hohen Spannungsbogen. Insbesondere die psychologischen Aspekte scheinen wieder fein herausgearbeitet worden zu sein. Ich bin gespannt, was aus Froggy wurde und zu welche Grausamkeiten er durch seine schlimme Kindheit fähig ist. weiterlesen
Leseeindruck - Ein Wispern unter Baker Street
5
Als ein großer Fan des Autors habe ich mich sehr auf die Leseprobe gefreut. Gleich das Cover ist auffallend gestaltet und passt perfekt zu Peter Grant und seiner Arbeit. Dieser soll nun, dank seiner überaus stolzen Mutter, als "Hexenjäger" fungieren. Mit gewohnt herrlichem Humor und alten Bekannten begibt er sich auf seine Ermittlungen durch Londons Straßen. Mir haben bereits, wie erwartet, die ersten Seiten des neuen Buches von Aaronovitch sehr gut gefallen und möchte nun unbedingt mehr von Peter lesen. weiterlesen
Leseeindruck - Die schöne Philippine Welserin
4
Das Buch erzählt vom Leben der Philippine Welser und versucht die Frage zu erklären, wer ihr eines Nachts Gift in ihren Tee geschüttet hat und ihr damit offenkundig ans Leben wollte. Philippine scheint eine interessante Frau des 16. Jahrhunderts zu sein. Sie liest, schreibt, beherrscht Latein und kennt sich in der Kräuterkunde aus. Zudem geht sie mit Ferdinand II. eine unerwünschte Verbindung ein, ist sie doch aus (wenn auch gehobenem) bürgerlichen Hause und er Mitglied des Adels. Die Kapitelanfänge dieses historischen Kriminalromans sind mit wunderschönen Zeichnungen und Beschreibungen von Heilpflanzen geschmückt. Der Schreibstil wirkt gradlinig und auf die Figur der Welserin abgestimmt. weiterlesen
Leseeindruck - Die Regenbogentruppe
5
Mein Fazit möchte ich gleich vorab schreiben: Das muss ein absolut faszinierendes Buch sein! Es sollte viel mehr davon geben, viel öfter die Geschichte der Ärmsten beschrieben werden. Ich wünsche mir für den Autor, dass sein Buch möglichst oft gekauft wird und unserer Gesellschaft, dass wir uns die Augen öffnen lassen. "Die Regenbogentruppe" berichtet von dem harten Leben in Indonesien, genauer aus Belitung, wo Bildung nicht selbstverständlich ist und der Kampf ums Überleben den Alltag beherrscht. Als Leser taucht man ein in die Welt der Kinder, die so gerne lernen wollen und begreifen, dass Lernen der Weg aus der Armut sein könnte. Aus eigenen Erfahrungen erfahren wir mehr über die Zustände, die Kultur, Sorgen und Hoffnungen. Gekrönt wird mein erster Eindruck von dem herzerwärmenden Cover, das so viel Lebensfreude ausstrahlt. weiterlesen
Adieu, Sir Merivel
4
Dies ist mein erster Roman der Autorin. Das Cover lenkte gleich meine Aufmerksamkeit auf sich, da es ungewöhnlich ist und ich meine so etwas noch nicht gesehen zu haben. Die Geschichte spielt im 17. Jahrhundert Englands. Sir Merivel wird durch ein Päckchen mit seiner eigenen Vergangenehit konfrontiert. Ich finde es sehr spannend etwas vom französischen Königshof und der damaligen Zeit zu lesen. Dies verbunden mit der herrlich schnoddrigen Art von Sir Merivel scheint ein hohes Lesevergnügen zu versprechen. weiterlesen
Meine Rezensionen
Rezension - Ein Wispern unter Baker Street
5
Als in der Londoner U-Bahn ein amerikanischer Kunststudent tot aufgefunden wird und die Anzeichen von Magie nicht übersehen werden können, ist schnell klar: Constable Peter Grant muss ran! Als Polizist und Magier in Ausbildung ist er wie geschaffen für diesen Fall. Dieses Buch ist für mich, wie auch schon seine beiden Vorgänger, ein wahrer Lesegenuss! Aaronovitch gelingt es meisterhaft einen Spannungsbogen zu zeichnen und über die gesamte Länge des Buches aufrecht zu halten, wobei der herrliche britische Humor nie zu kurz kommt. Zudem erfahren wir mehr über Peter, eine außerordentlich sympathische Hauptfigur. Für mich als London-Fan ist es schön viele Details und Unbekanntes von der Stadt zu lesen. Auch wenn der Handlungsstrang in sich geschlossen ist, denke ich, dass es von Vorteil ist, wenn man die beiden vorangegangenen Bände gelesen hat. Für diese gelungene Fortsetzung, die mir ein paar Stunden beste Unterhaltung geboten hat, gebe ich die volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Leseempfehlung! weiterlesen
Rezension Die schöne Philippine Welserin
4
Brigitte Riebe erzählt in ihrem neuen Roman von der Augsburger Kaufmannstochter Philippine Welserin im 16. Jahrhundert. Anfangs wird von Philipppine berichtet, die schwer krank im Sterben liegt. Sie erinnert sich an die Zeiten, als sie sich in ihren späteren Ehemann Ferdinand II. verliebt. Es folgt die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebesbeziehung, die dem Standesdünkel trotz. Ferdinand und Philippine heiraten heimlich und nehmen viele Unannehmlichkeiten in Kauf, um beisammen sein zu können. Philippine selbst wird als "Buhlerin" bezeichnet, ihre Kinder als "Bastarde". Sie werden von Ferdinands Umfeld angefeindet und bekommen, wann immer möglich, Steine in den Weg gelegt. Doch die Welserin bleibt sich treu, führ mit Ferdinand eine harmonische Beziehung und hilft den Armen und Kranken, wo sie nur kann. Zugegeben, ich hatte mir unter einem historischen Kriminalroman etwas anderes vorgestellt. Allerdings war ich mit dem Dargebotenen auch sehr zufrieden. Die Autorin hat gekonnt recherchiert und eine gute Geschichte aus fiktiven und wirklichen Elementen geschrieben. Das Buch liest sich flüssig und begeistert durch wunderschöne Pflanzenzeichnungen (inklusive Beschreibung) vor jedem Kapitel, sowie einem ansprechenden Cover. Abgerundet wird es durch ein Nachwort der Autorin, das interessante Details liefert. weiterlesen
Die Regenbogentruppe
5
Schon nach dem Leseeindruck war ich davon überzeugt, dass dies ein besonderes Buch wird un ich wurde nicht enttäuscht. In seiner Biografie lässt uns der Autor gleich zu Anfang in seine Welt eintauchen. Es sind fremde Namen, die ich zu lesen bekomme, Städte, die ich nicht kenne. Doch durch das sanfte Zusammensetzen von Bildstücken schafft es Andrea Hirata scheinbar spielend eine genaue Vorstellung, ja sogar ein Gefühl, von seiner indonesischen Heimatinsel Belitung hervorzurufen. Nach dieser gefühlvollen Einstimmung dürfen wir die wunderbaren charaktere des Buches kennenlernen. Es sind neun Kinder, die darauf hoffen gleich ihren ersten Schultag beginnen zu dürfen. Keien Selbstverständlichkeit in diesem armen Land. Leider sind neun einer zu wenig, denn Unterricht wird erst ab einer Klassengröße von zehn abgehalten. Es ist sehr anrührend, wie die Kleinen da sitzen und immer nervöser werden, ob noch jemand kommt. Sätze wie "Bu Mus hielt nur noch mühsam die Tränen zurück. Heute war ihr erster Unterrichtstag, der Tag, an dem ihr sehnlichster Wunsch, Lehrerin zu werden, in Erfüllung gehen sollte." gehen sehr unter die Haut und verdeutlichen den Drang den Kinder etwas zu lehren, um ihnen überhaupt die Chance zu geben ihr Leben eigenständig lenken zu können. Nicht minder ist der Eifer der Kinder etwas zu lernen, denn allen ist bewusst, wie wichtig Bildung ist. So ist die Erleichterung riesengroß als schon nach der vereinbarten Frist plötzlich das zehnte Klassenmitglied auftaucht. Was auf den nächsten 270 Seiten folgt, ist eine anrührende, mitreißende und nie kitschige Geschichte aus dem Leben der Kinder. Alle (Eltern, Schüler, Lehrerin) nehmen große Anstrengungen und Unannehmlichkeiten auf sich, um den Unterricht aufrecht erhalten zu können. Gegenwind kommt aus allen Richtungen, auch vom Staat selbst. Mit jeder Seite versteht man mehr von der Dringlichkeit von Bildung, aber auch von der Kultur der Insel. Manchmal glaubte ich, den Gummigeruch in der Nase zu haben, dann wieder den Geschmack der fremdländischen Speisen im Mund. Durch den Schreibstil von Hirata konnten während des Lesens wunderbare Bilder entstehen, unterstützt durch eine Fotografie der Schule zu Beginn des Buches, sowie durch das wunderschöne Cover. Besonders berührt hat mich das Schicksal von Lintang, einem hochbegabten Schüler, der z.B. in sekundenschnelle mathematische Aufgaben lösen kann und in unserer Welt ein ganz, ganz anderes Leben vor sich gehabt hätte. Abschließend kann ich nur sagen, dass mich das Buch absolut fasziniert hat und mich darin bestärkt, dass man sich sozial engagieren und viel mehr über anderen Kulturen lesen muss. Mein Wunsch wäre es, dass Bücher wie "Die Regenbogentruppe" Schullektüre werden, um das Bewusstsein unserer Kinder zu sensibilisieren. Natürlich erhält Hirata für sein Werk die Höchstbewertung und eine uneingeschränkte Weiterempfehlung! weiterlesen
Rezension Sehet die Sünder
4
Wir tauchen ein in eine eingeschworene, französische Dorfgemeinschaft im Jahre 1440 und lernen dort das Paar Mathis und Catheline kennen. Diese sind auf der Suche nach verschwundenen Dorfmitgliedern, zudem leben die Bewohner des Dorfes in Angst und Schrecken, denn es wurden ein paar ihrer Leute tot aufgefunden. Innerhalb der Gemeinschaft entsteht Misstrauen und Ärger, könnte es doch auch einer von ihnen gewesen sein. Die Autorin versteht es auch mit diesem Buch gut zu unterhalten. Ihr Schreibstil ist leicht zu lesen und lässt kaum Langeweile aufkommen, was durch die häufigen Ortswechsel unterstützt wird. Die Figuren wirken meist lebendig. Sehr gut gefallen haben mir die Personenbeschreibung am Anfang, was das Lesen erleichtert hat, sowie das Glossar am Ende, das ausführlich eventuell unbekannte Wörter erklärt. Das Cover ist wunderschön gestaltet und findet sich in den verschnörkelten Anfangsbuchstaben der Kapitel wieder. weiterlesen
Rezension zu Wassermanns Zorn
4
Dies war mein erster Winkelmann und nach diesem Buch wohl auch nicht der letzte. Manuela Sperling kommt frisch von der Polizeischule und wird ausgerechent dem eigenbrödlerischen Hauptkomissar Stiffler zugeteilt. Dieser zeigt sich mürrisch und distanziert gegenüber der neuen Kollegin. Gleich am ersten Tag wird eine Leiche in einem Fluss gefunden, die grausam zugerichtet wurde und einen Serienmörder als Täter vermuten lässt. Stiffler scheint näheres über die Tote zu wissen. Auch das nächste Opfer wird im Wasser gefunden und auch sie hat Verbindungen zu Stiffler. Aufgrund der Fundorte erhält der Täter bald den Namen "Wassermann". Doch was treibt ihn dazu an seine Opfer so zuzurichten? Was ist die Verbindung zu Stiffler? "Wassermanns Zorn" erwies sich als wahrer Glücksgriff! Dem Autor gelang es die Spannung aufrecht zu erhalten und mich als Leser auf etliche falsche Fährten zu führen, was ein konstantes Mit- und Umdenken erforderte, um dem Täter auf der Spur zu bleiben. Das Buch war leicht zu lesen, was durch die Spannung und die Charaktere gefördert wurde. weiterlesen
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