
Beschreibung
Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben. Bloß war ihr Tod so banal, dass Gott sich in letzter Sekunde ihrer erbarmte.
Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen – wäre da nicht der Teufel, der sich als fürsorgliche Nachbarin der gläubigen Hausfrau annimmt. Und so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen schlagen will … Der neue Bestseller aus Schweden!
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Zusatzinformationen
Leseeindrücke
Gott hat einen Plan
Schon der Tital verspricht einiges an Unterhaltung. Frau Bengtsson sorgt für Gesprächsstoff im Himmel anfänglich wird nicht klar warum. Sie und Herr Bengtsson haben früh geheiratet sind schon lange ein Paar, lange veheiratet, leben ruhig und beschaulich. Doch dann stirbt Frau Begtsson an einem Dienstag, sie ertrinkt in ihrer eigenen Badewanne gefangen von den Ansaugdüsen ihrer Massagedüsen die ihr doch wohlige Schauer zaubern sollten und sicher nicht sie abbleben lassen sollten. Nachdem sie irgendwie dann doch nicht richtig gestorben ist will sie unbedingt mit ihrem Mann darüber reden wie sie geschminkt werden will und welche Schrift sie auf ihrem Grabstein möchte und alles bis ins kleinste Detail planen. Sehr sonderbares Buch, vielleicht ist das schwedischer Humor? Irgendwie möchte ich schon wissen was denn nun genau der große Plan Gottes ist. weiterlesen
Bestimmt ein klasse Buch
Dieses Buch ist bestimmt großes klasse wenn man der Leseprobe glauben darf, die liest sich nähmlich klasse witzig und lehrreich zugeleich, ich bin ja nicht religös bin aber gespnnt wie es weiter geht, würde mich freuen dabei zu sein. weiterlesen
Schwedischer Roman mit kontroversen
Frau Bengtsson ist eine junge Hausfrau, die mit ihrem Mann ein zufriedenes Leben führt. Sie sucht sich immer wieder neue Herrausforderungen indem sie Kurse in Kalligraphie, etc besucht. Ihr Mann liest gern Zeitung und hört ihr manchmal nicht ganz so gut zu aber dann doch wieder hin wenn etwas wichtiges passiert. Eines Tages sagt sie ihm sie ist gestorben und er glaubt ihr natürlich nicht. Wie kann so etwas denn passieren und was kommt nun ? Ein Buch einem sicher etwas kontroversen Thema, sympathischem Schreibstil und einem intressanten Plot. Nach dieser kurzen Leseprobe ist man gespannt wie das Buch weitergeht. Verständlich warum es sich gut verkauft, ein Buch was auf verschiedenen Ebenen neugierig macht. Wie lebt so die typische Hausfrau im 21 Jahrhundert ? Kann man zufrieden sein wenn man kinderlos lebt ? Wie kann es sein, dass sie gestorben ist ? weiterlesen
Frau Bengtsson geht zum Teufel
Titel und Cover versprechen außergewöhnlichen Spaß. (Sein Sie hier schon gewarnt: Es gibt keinen) Die Widmung geht an Magnus, „den lustigsten Menschen“, den die Autorin kennt. Ich habe diesen Magnus schwer in Verdacht, daß er entweder a) der einzige Mensch ist, der sich nicht davor drücken konnte, das Buch zu lesen und komisch zu finden oder b) daß er aus Angst einfach über alles lacht, was die Autorin so von sich gibt. Aber zur Leseprobe – und zum Einstieg. Gott bastelt – eine DNA-Kette und ein Engel, den er Nr. 1 nennt, freut sich über diesen „Kosenamen“. Hört sich für mich verdächtig infantil an im Stil der modernen Sonntagsschule. Den beamtisch-gestelzten Schreibstil ...“Der Engel tat wie geheißen und begnügte sich mit dieser Antwort“... habe ich erst mal auf die Übersetzung geschoben – und gehofft, daß er sich später noch mal einkriegt und das Buch dann wirklich komisch wird. Duuuhhh – ganz falsche Erwartung. Es wird schlimmer. Viel schlimmer. Ab Seite 2 reiht sich Klischee an Klischee an – altjüngferlichen Kafee-Klatsch-Humor. Ich weiß nicht, wie alt die Autorin ist, oder unter welchem Stein sie gewohnt hat. Aber – der Ehemann, der sich hinter der Sportseite verbirgt und das arme Frauchen, die sich – schminkend – darüber im Selbstgespräch beklagt?! Er hört ihr seit der Jahrtausendwende nicht mehr zu, weil sie sowieso nur Banales plappert. Es geht noch weiter mit den peinlichen humorlosen 50-Jahre-Klischees. Wenn sie sich neckisch auf seinen Schoß setzt, um ihm einen Lippenstift zu erklären. Da wird Herr Bengtsson gleich ganz heiß, weil sie diesen gefährlich-rosa Lippenstift immer zu besonderen Anlässen trägt – zu Parties, oder wenn sie auf ihn wartet. Und er denkt dann an eine mystische Urlaubsliebe aus dem Osten. Wir sind auf Seite 7 und mein leichtes Unwohlsein steigert sich. Und die Hoffnung darauf, daß die Autorin sich fängt, schwindet gleich auf Seite 8. Auf der SIE immer noch über Kosmetik und plaudert und wie sie gerne als Leiche geschminkt werden möchte und er – natürlich! – nur an Sex denkt. Anschließend schwenkt Frau Bengtsson gedanklich zurück zu dem Tag, als sie IHN geheiratet hat und durch den Schleier auf ihren „schicken Bräutigam geschaut hat“. (Die 50er lassen wieder mal grüßen.) Und – es wird noch schlimmer. Wir sind auf Seite 10 und Frau Bengtsson – von der ich inzwischen überzeugt bin, daß sie bzw. die Autorin zwischen 90 und 100 sein muß – also diese Protagonistin mit altrosa umwölkten Altweibergedanken klappert jetzt tatsächlich mit ihren rosa Quasten-Pantoffeln (!!) durch die Küche. Jetzt wird es (wieder mal) 50-er verrucht. Weil sie sich darin so schick-amerikanisch fühlt, sind die Pantoffeln ihr Statussymbol und sie darf sich ein Glas Wein aus dem Karton (!!) zapfen. Es plätschert dann immer noch weiter mit ihren Gedanken zum Schminken nach dem Tod und absatzweise beamtisch-inspirierten Formulierungen zum Testament. Das Herr Bengtsson im Archivschrank in der oberen Schublade unter „Privat“ abgeheftet hat. So geht es noch eine Weile weiter, bis Frau Bengtsson sich doch noch entschließt, den verrucht-rosa Lippenstift aufzutragen und Herr Bengtsson sie ins Schlafzimmer trägt (!!), wo er nach Verrichtung seiner ehelichen Pflichten und genau sieben Minuten einschläft. Der Glückliche! Ich habe mich weiter durch die Lesprobe gequält und auf Seite 12 den ersten schrägen Ansatz gefunden. Gott zieht erstaunt eine Augenbraue hoch, weil – Frau Bengsson zweiundachtzig Stunden vor der Siebenminutennummer gestorben ist. Jetzt bin ich gespannt: Hat Herr Bengtsson mit einer Leiche .... - kommt endlich der Teufel ins Spiel?? Zu früh gefreut. Auf den nächsten Seiten plätschert er so weiter mit Frau Bengtssons ganz und gar dümmlich-langweiligen Gedankenfetzen. Mit einem Ausflug in die Gedankenwelt des Briefträgers als Quoten-Ausländer, der sich in seiner Heimat Tunesien mit dem Onkel eine klapprige Vespa (!) teilen muß und der es in Schweden bis zum tagträumenden postautofahrenden Beamten geschafft hat. Auf Seite 17 endlich bekennt die Autorin für ihre Protagonistin, daß sie ihr Fünfzigerjahredasein nicht als bedrückend oder verdummend empfindet. Und – es plätschert weiter. Die tiefsinnigen Gedanken einer Hausfrau über versteckte Flusen unter dem Schrank, ihre verkümmerten Fortpflanzungsorgane und ihrer Beliebtheit bei allen Festen. Dank ihrer gesammelten Weisheiten aus Lesezirkeln und Buchclubs- kann sie über Hollywood-Schauspielerinnen „parlieren“ und über ...“den armen jungen Werther und seine Leiden“... Auf Seite 20 – endlich! – naht die Erlösung und Frau Bengtsson macht sich daran, sich von ihrem leserquälenden Langeweilerdasein zu verabschieden. Wieder mal zu früh gefreut. Sie stirb genau so dämlich, wie sie gelebt hat. Sie ertrinkt beim Haarewaschen in der Wanne. Und das auch noch in epischer Breite über mehrere Seiten. Jetzt kommt wieder der Bibelstunden-Herrgott ins Spiel, der das tut, was das Hausfrauendummchen mit Leichtigkeit schon vor einigen Seiten hätte tun können – DEN STÖPSEL ZIEHEN! Wie bewältigt die für achtunddreißig Sekunden ertrunkene Frau Bengtsson den Schock? Sie spült sich mit fast dreihundert Liter Warmwasser die Haare aus und räumt dann auf. Machen Sie sich gefasst auf den ganz großen Schock: Sie kann ihrem lieben Gatten an diesem Abend nur ein einfaches Abendessen servieren. Es blubbert so weiter mit Hausfrauenbanalitäten bis auf Seite 29 Herr Bengtsson seine Frau beglückt. Dieses Mal ganze vierzig Minuten. Weil Samstag ist. Und am Sonntag beginnt Frau Bengtsson in kleinen, zaghaften Schrittchen mit ihrem Hass auf Gott. Zum Glück für meine geistige Gesundheit endet hier die Leseprobe. Gott-sei-Dank. Fazit: Das Buch müßte einen dringenden Hinweis enthalten auf mögliche Folgeschäden des Lesers von milder Verdummung bis kompletter Verblödung. Empfehlenswert ist es sicher für Leserinnen, die ihren IQ unbedingt senken müssen oder die verstehen wollen, warum aus ihren 50er-Jahre-Müttern/Großmüttern die Frauen werden konnten, die sie sind. weiterlesen
Gott und Teufel und zwischendrin eine witzige kleine Hausfrau
Gott kann kichern und Engel freuen sich über Kosenamen. Nebenbei ist noch eine Frau Bengtsson gestorben. Wir lernen Herrr und Frau Bengtsson kennen, als sich beide nach ihrem Tod über die Schminke der unmöglichen Bestatter unterhalten und eine 7-Minuten-Nummer schieben. Wir lernen auch noch einen Postboten kennen, der fröhlich Liedchen trällert und für die gute Hausfrau in rosa Pantöffelchen schwärmt. Nebenbei erfahren wir noch, wie die arme von hinnen zu dannen gegangen, besser geschwommen ist und lernen einen Plan kennen...einen teuflischen Plan, den sich Frau Bengtsson ausdenkt und so die Welt unseres Gottes aus den Fugen gerät. Sehr witzig und leicht geschrieben, schöne Abendlektüre mit ein bisschen Lebensphilosophie weiterlesen
Rezensionen
Nicht das Erwartete oder Beschriebene
Frau Bengtsson ist eine biedere Vorstadthausfrau mittleren Alters. Alles in ihrem Leben ist durchorganisiert und geregelt. Es wird genau nach Plan sauber gemacht, Essen gekocht. Sie ist nicht berufstätig, besucht in ihrer Freizeit aber verschiedene Kurse. Und dann eines schönen Tages passiert ein Unglück: Ihre Haare verfangen sich im Ansaugstutzen für die Massagefunktion der Badewanne und sie ertrinkt – für genau 38 Sekunden. Dann hat Gott ein Einsehen, denn der Tod war gar nicht geplant, und er erweckt sie wieder zum Leben. Frau Bengtsson kommt daraufhin ins Grübeln und beginnt, sich für das Christentum zu interessieren. Sie beginnt, die Bibel zu lesen, hat aber sofort einige Probleme damit, denn sie versteht nicht alles und ist längst nicht mit allem einverstanden, was da von Gott erzählt wird. Zum Glück hat sie ihre junge Nachbarin Rakel, die Pastorin werden will, und begibt sich gleich zu ihr und beginnt, mit ihr über die Bibel und Gott zu diskutieren. Was sie dabei nicht weiß, ist, dass Rakel zwar nach außen gläubig ist, aber selbst auch so ihre Probleme mit der Religion hat. Und nun ist auch noch der Teufel in Rakel gefahren und spricht durch sie. Dass es da zu weiteren Verwicklungen kommt, versteht sich von selbst … Das Buch erweckt den Eindruck, dass es lustig sei. Aber bis auf wenige Ausnahmen (etwa Gott, wie er Zimtschnecken bäckt, denen er sein Antlitz verleiht, damit die Gläubigen in aller Welt an ein Wunder glauben) ist dieses Buch weit davon entfernt, lustig zu sein. Stattdessen ist es vielmehr eine unorthodoxe Auseinandersetzung mit dem Christentum und auch der Kirche. Es werden viele Fragen aufgeworfen und nach Lösungen gesucht. So wird es nebenbei etwa thematisiert, dass die Kirchen außerhalb der Gottesdienste verschlossen sind aufgrund einer Anordnung der Stadtverwaltung. Hat man zu anderen Zeiten ein Anliegen, muss man sich telefonisch an den Pastor wenden. Es ist jedoch keine wirkliche ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Glauben und der Kirche, sondern es bleibt vieles unvollendet oder wird ins Lächerliche gezogen. Es werden einzelne Aspekte aufgeworfen wie etwa die Schöpfungsgeschichte mit Adam und Eva – dann wird dazu gesagt, wie man diese Geschichte verstehen könnte und von einigen Kirchenwissenschaftlern auch verstanden wird – aber dann folgt nichts weiter zu diesem Thema. Dieses Buch enthält viele interessante Ansätze und Aspekte. Ich wäre auch damit klar gekommen, wenn es eine lustige oder witzige Auseinandersetzung mit der Religion gewesen wäre. Aber daran fehlt es vollkommen. Selbst die Passage mit dem backenden Gott wird nur angerissen und ist nicht ausgearbeitet, sodass man lachen könnte oder anfängt, sich Gedanken darüber zu machen, wie irrsinnig es ist zu glauben, dass Gott Zeichen durch Zimtschnecken schicken könnte. So ist es einfach nur ein langweiliges Buch ohne jeden Inhalt, Witz oder gar eine Moral. Deswegen gibt es von mir auch absichtlich nicht mal einen Stern. weiterlesen
Wie viel Absurdität ist nötig, um die zehn Gebote zu brechen?
Zum Buch Der Roman "Frau Bengtsson geht zum Teufel" wurde von Caroline L. Jensen geschrieben und erschien 2013 im Droemer-Verlag. Persönliche Stellungnahme Ich muss gestehen, dass das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllte. Ich erwartete ein Buch, welches ironisch nach dem Sinn des Lebens trachtet und uns mit einer Prise Humor vor Augen führt, dass es so etwas nicht gibt. Im Laufe der Handlung wurde das Buch leider immer absurder und ermüdender. Mag sein, dass gerade diese Absurdität das Buch ausmacht. Meinen Geschmack hat die Autorin damit leider nicht getroffen. War das Buch anfänglich noch humorvoll und spannend, wuchs es sich schnell zu einer Aneinanderreihung von Absurditäten aus. Wollte man am Anfang noch unbedingt wissen, was Frau Bengtsson als nächstes tat, war man schlussendlich schnell ermüdet von ihren Versuchen, die zehn Gebote zu brechen, nur um Gott auf sich aufmerksam zu machen. Da hilft selbst der Witz und Humor, der Schreibstil und die liebevollen Personen der Autorin nicht, das Schlechte abzuwenden. Fazit Guter Anfang, der das Niveau leider nicht halten konnte. weiterlesen
nicht grade beeindruckend
Der Roman "Frau Bengtsson geht zum Teufel" geht um eine Hausfrau - Frau Bengtsson -, die nach ihrem eigenen Tod in der Badewanne ihre Auferstehung durch Gott erfährt. Sie ist eine einfache, typische, naive, detaillierte, penible Hausfrau. Ihre hohe Priorität liegt in der Zufriedenstellung ihres Ehemanns. Weiterhin in den Meinungen ihrer Nachbarn und in ihrem schicken und sauberen Wohnhaus. Nachdem sie das Eigenheim zu strahlender Sauberkeit gebracht und ein perfektes Essen für ihren Mann vorbereitet hat, legt sie sich wie so oft in die geräumige Badewanne. Der Tod kam beim Haare waschen. Sie tauchte mit ihrem gesamten Kopf unter Wasser, sodass sich ihre Haare in den Drüsen verfangen und sie unter Wasser ziehen. Sie strampelt und versucht sich zu befreien, aber ihr Kopf ist an dem Wannenboden wie festgesaugt. Dann schwenkt die Handlung über die Wolken und wir verfolgen eine kurze Szene von Gott mit, der sich - wie der Zufall grade will - sich just in diesem Moment Frau Bengtssons Misere anschaut. Er "rettet" sie nach 38 Sekunden und dreht die Zeit ein wenig zurück bis zu dem Zeitpunkt als sie sich die Haare eingeschäumt hat. Frau Bengtsson erinnert sich allerdings an alles und möchte nicht einfach so weiterleben wie zuvor. Sie wird nach dieser Nahtoderfahrung zunächst vollkommen religiös. Sie liest die Bibel und glaubt an die Wunder und das Schaffen des Allmächtigen. Dann fordert sie Gott heraus. Es erscheint ihr der Teufel in ihrer Nachbarin. Diese ist Theologiestudentin und eigentlich sehr gläubig, hätte sich nicht der Teufel in ihren Körper eingenistet. Dieser stachelt sie dazu an, Gott dadurch herauszufordern, indem sie es sich zum Ziel macht, alle 10 Gebote zu brechen. Frau Bengtsson wird davon überzeugt, dass Unabhängigkeit viel besser ist als Glauben. Meine Meinung: Die Idee hinter dieser Story klingt zunächst sehr vielversprechend. Meine Erwartungen waren jedoch etwas andere. Ich dachte, dass die Hauptperson immer gemeiner und fieser und mutiger wird. Allerdings hat sich ihr Wesen kein bisschen verändert und sie ist neben ihrem Handeln dieselbe sonnige Hausfrau, die sie zu Beginn ist. Die Punkte werden systematisch abgearbeitet und dabei wird die "leichteste" Variante gewählt. Fazit: Nicht komisch oder spannend, sondern einfach langweilig. weiterlesen
Einfach köstlich und ein bisschen böse
Inhalt Durch ein blödes Missgeschick ertrinkt die überzeugte Hausfrau beim dienstäglichen Bad. Trotz vollen Körpereinsatzes und Verwüstung der perfekten Ordnung schafft sie es nicht, die rettende Wasseroberfläche zu erreichen, bevor ihr die Luft ausgeht. Aber Gott ist zur Stelle und haucht ihr eine neue Portion Leben ein. Dies führt sie zu diversen Grübeleien über Gott, den Glauben, ein christliches Leben und die Bibel. Da sich ihr Mann nicht als Diskussionspartner zur Verfügung stellt, sucht sie Rat bei der Theologiestudentin Rakel. Was sie nicht weiß – der Teufel ist auf ihre Wiedergeburt aufmerksam geworden und hat von Rakel Besitz ergriffen, um Frau Bengtsson zu wirklich jeder Sünde zu verführen, die es gibt. Handlung und Gestaltung Caroline L. Jensen kreiert eine kurzweilige Geschichte, die weder vor Klischees noch theologischen Problemstellungen haltmacht. Gelungen empfinde ich, wie sich Frau Bengtsson mit ihrer Religiosität auseinandersetzt und wie sie versucht, gängige Dilemmata zu lösen. Leider nimmt sie dabei aber zu leichtgläubig und großes Hinterfragen die Ratschläge von „Rakel-Satan“ an, was ihrem sonstigen Gedankenmuster etwas widerspricht. Einige Passagen sind schon ziemlich böse geraten (Vogel, den es zerreißt; der arme Nachbar), aber nichtsdestotrotz lustig. Etwas zwiespältig sehe ich die Beschreibung der Hauptpersonen: Es bleiben auf ewig Herr und Frau Bengtsson. Das ist ein interessantes Stilmittel, schafft aber auch eine gehörige Distanz. Besonders sagt mir Gottes immer noch währende Zuneigung zu dem „gefallenen Engel“ zu, die auch andersherum gilt, auch wenn der Teufel versucht, sich das nicht einzugestehen. Es besteht also immer noch Hoffnung ;o) Fazit Ein kurzweiliges, lockeres Leseabenteuer für Zwischendurch, das immer wieder gestellte Fragen in Bezug auf Gott offensiv und mit Augenzwinkern angeht. Für alle, dich sich selbst und die Religion nicht so ernst nehmen auf alle Fälle lesenswert. weiterlesen
Vergnügliche Provinzposse
Man sollte sicherlich keine Weltliteratur erwarten, wenn man zu diesem Buch greift. Was man aber sehr wohl erwarten kann und darf, ist gute Unterhaltung mit einer gehörigen Portion bitterbösem Witz und Hintersinn. Ein wenig bekannt kam mir das alles ja vor. Eine Hausfrau wird, nach ihrem scheinbaren Ableben in der Badewanne, von Gott ins Leben zurückgeschickt. Aus lauter Zweifel fängt sie nun an, "seine" Existenz zu hinterfragen - und beginnt nun absichtlich, kräftig zu "sündigen", um ihn auf die Probe zu stellen. Dabei wird sie unterstützt vom Teufel höchstpersönlich, der in den Körper ihrer Nachbarin gefahren ist... Der ganze Stil, und der rabenschwarze Humor, lassen doch bisweilen sehr an die besten Zeiten von Arto Paasilinna denken. Der hatte ja bereits mehrfach derlei Themen behandelt, u. a. im unvergleichlichen "Wunderbaren Massenselbstmord". Doch ich finde, man sollte die Autorin nicht darauf reduzieren. Was den besonderen Reiz der "Frau Bengtsson" ausmacht, sind etliche liebevolle, kleine Details. Zuerst einmal: aus der theologischen Perspektive finde ich die behandelten Fragen durchaus reizvoll! Man muss kein Christ sein, um den Witz zu verstehen. Aber es werden durchaus hintersinnig Fragen gestellt, die nicht ohne Berechtigung sind. Die Gespräche zwischen Frau Bengtsson und ihrer Nachbarin (also dem Teufel) sind prallvoll von witzigen Momenten. Was ist Willensfreiheit? Warum hat Gott es nötig, Regeln aufzustellen? Was ist das überhaupt, "Sünde"? Besonders pikant finde ich auch die Tatsache, dass diese Nachbarin Theologiestudentin ist... Ferner hat die Autorin ein wirkliches Händchen für Nebenfiguren, ja, für Charakterisierungen überhaupt. Der leicht senile Nachbar Rubin ist einfach nur köstlich! Ebenso der ein wenig tumbe Briefträger Beggo, der aus Tunesien stammt. Und nicht zuletzt: Herr (!) Bengtsson. Ihn fand ich fast interessanter als die Heldin selbst. Ich habe sehr geschmunzelt, wie hier gekonnt eine durchschnittliche Vorstadt-Ehe aufs Korn genommen wurde! Vieles ist festgefahren, aber irgendwie liebt man sich ja doch. Was habe ich gelacht, wenn Herr Bengtsson sich mal wieder durch eine der Tiraden seiner Frau hindurch lavierte... Drittens hat die ganze Erzählung eine Meta-Ebene, die man beim Überfliegen leicht überlesen könnte. Im Grunde geht es nämlich gar nicht um Frau Bengtsson, sondern um ein Duell zwischen Gut und Böse, zwischen dem Allmächtigen und dem Leibhaftigen. Frau Bengtsson spielt dabei nur die Rolle einer Schachfigur, wobei die eigentlichen "Spieler" eine Etage höher sitzen. Das Ganze geht vielleicht ein wenig vorhersehbar aus, dennoch nicht ohne Überraschungseffekt. Zugunsten von wem? Das werde ich natürlich nicht verraten! Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Wie gesagt, sollte man es nicht allzu sehr auf den Prüfstand von Realismus oder Wahrscheinlichkeit etc. stellen. Man sollte an die Lektüre mit einer offenen, humorvollen Einstellung gehen. Dann wird man aufs Beste unterhalten. weiterlesen

