
Beschreibung
The show must go on, auch wenn man einen Menschen verliert. Für Schauspieler Herbie waren die Frauen, vor allem seine eigene, immer noch wichtiger als die Bühne. Kurz vor ihrem Tod hat seine geliebte Annie eine geniale, tröstliche Idee ...
„Sind Sie berühmt? Die Leute da drüben sagen, Sie würden aussehen wie ein Schauspieler.“
„Wie welcher denn?“
„Keine Ahnung, jemand aus dem Fernsehen.“
„Na überlegen Sie mal: Wenn Sie so fragen – wie berühmt kann ich dann sein?“
Herbie sitzt spätabends in einer New Yorker Bar und versucht sich mit ein paar Wodkas zu trösten. Seine Frau Annie, Schauspielerin wie er, liegt im benachbarten Krankenhaus im Sterben. Über vierzig Jahre lang war sie seine beste Freundin, Vertraute, Beraterin, Geliebte. Gut, dass das Mädchen hinterm Tresen ihm nun ein wenig Ablenkung verschafft, immerhin sieht sie aus wie eine Madonna von Piero della Francesca.
Wie sich bald herausstellt, hat Olive – so heißt sie – selbst Ambitionen, ans Theater zu gehen. Und Herbie findet: Annie soll sie inspirieren, soll ihre Passion für ihren Beruf weitergeben. Nun nimmt das Märchen seinen Lauf, denn Annie verschafft Olive quasi in letzter Minute die weibliche Hauptrolle in Tschechows Onkel Wanja, und nicht nur das ...
Dieser smarte, auf intelligente Art gefühlvolle Roman beschreibt nichts weniger als den Sieg des Lebens über den Tod.
Autoren
Extras
Zusatzinformationen
Leseeindrücke
Selbstlose Liebe
Herbie Aaron steift durch die Nacht auf der Suche nach einem Drink in einer Bar. In seinen ewigen Selbstgesprächen – mal laut, mal leise, mal in Gedanken – führt er Streitgespräche und ausgefeilte Dialoge. In dem einzigen geöffneten Nachtclub begegnet er einer wunderschönen Barfrau, die ihm trotz Sperrstunde noch Wodka ausschenkt. Danach begibt er sich wieder zu seiner Frau. Herbie’s Ehefrau Annie liegt im Mount Sinai Krankenhaus im Sterben. Vor 38 Jahren haben sie sich kennengelernt, bei den Proben zu Mutter Courage – er noch verheiratet, sie frisch von der Schauspielschule. Nach über 20 Jahren ist der Krebs wieder ausgebrochen, vor einem Monat kam die Diagnose; unheilbar. Morgens kommt die gemeinsame Tochter Candy zu ihrem täglichen Besuch vorbei. Auch mit schlechten Nachrichten, Maurice verlässt sie nach 4 Jahren Zusammenleben. Candy ist immer für ein Drama gut, aber die Mutter kann sie dieses Mal nicht übertrumpfen… Aus der Buchbeschreibung entnehme ich, dass sich Herbie wieder und wieder in diesen Nachtclub begeben wird und Olive – die Barfrau – wiedersieht und kennen lernt. Sie wird auch Annie begegnen und von ihr lernen. Und dem Leben zum Sieg über den Tod verhelfen. Diese Leseprobe ist sehr gefühlvoll geschrieben. Die Protagonisten erobern direkt ohne Umweg mein Herz und ich fühle mit ihnen. Und trotz des drohenden Todes bin ich nicht wirklich traurig, da die Akteure so gut, so bewusst, so offen mit diesem Thema umgehen. Annie hat mit dem Leben abgeschlossen, sie will jetzt nur noch den zukünftigen Weg für ihre Lieben ein wenig bereiten und ebnen. Ich denke, dies ist ein gutes, gefühlvolles, intensives Buch über Leben und Tod, was dem Leser ans Herz greift. weiterlesen
The show must go on
Herbie und Annie sind seit fast 40 Jahren ein Paar. Sie hatten ein äußerst facettenreiches Leben im Showbusiness. Nun ist Annies Krebs wieder da und sie liegt im Sterben. Sie scheint abgeklärt auf den Tod zu warten, während Herbie mit der Situation völlig überfordert ist. Hinzu kommt noch die erwachsene Tochter Candy, die sich von Maurice trennen möchte. In einer Bar trifft Herbie eine Bedienung, die, wie man im Klappentext erfährt, noch eine wichtige Rolle einnehmen wird. Sterben und Abschied nehmen im Alter, ein ernstes Thema, das durch den Schreibstil nicht ins schwülstige abdriftet. Die Leseprobe hat mir gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass es ein interessantes Buch werden kann. weiterlesen
eine grenzenlose Liebe
Die Leseprobe handelt von einem Paar namens Herbie und Annie die seit über 30 Jahren zusammen sind. Sie haben eine erwachsene Tochter namens Candy. Das Ehepaar ist wunschlos glücklich bis eines Tages bei Annie erneut Krebs festgestellt wird. Sie hatte die Krankheit vor langer Zeit und dachte das sie niemals zurück kommen würde aber diesmal ist es so schlimm das sie daran sterben wird. Herbie ist mit der Situation so überfordert das er sich in einer Bar betrinkt und sich mit seiner Tochter am Krankenbett von Annie streitet. Annie schickt ihn daraufhin nach Hause um einen klaren Kopf zu bekommen. Herbie spaziert stundenlang durch die Gegend und wird während seiner Spaziergang für einen Obdachlosen gehalten. Trotz allem bekommt er seinen Kopf nicht frei… Es ist eine sehr traurige Liebesgeschichte da es heutzutage ja nicht allzu oft vorkommt das ein Paar so lange zusammen und dabei so glücklich ist. Hoffentlich vertragen sich Candy und Herbie wieder miteinander… weiterlesen
unrealistisch
Von dieser Leseprobe bin ich nur mäßig begeistert. Das Cover würde mich im Buchladen anlocken, aber sobald ich beim Aufschlagen dieses kleine, anstrengende Schriftbild gesehen hätte, wäre das Buch blitzschnell ins Regal zurückgestellt worden. Selbst diese kurze LP ermüdet die Augen übermäßig. Der Inhalt selbst ist ebenfalls nur mäßig spannend: die Frau liegt im Sterben, der Mann geht munter einen Trinken. Dieser Mann hat es in sich, vertraut mit etlichen Lastern dieser Welt, immer noch einen Blick für die Schönheit der Frauen, zu merkwürdigen Selbstgesprächen neigend, kommt er nicht wirklich an mich ran. Dieser Herbie ist mir zu schräg und eigentlich will ich gar nicht wissen, was er denkt und wie es ihm geht. Seine sterbende Frau ist das genaue Gegenteil, abgeklärt liegt sie anmutig zwischen den ganzen Schläuchen im Krankenhausbett und wartet wie eine Heilige auf den Tod. Nein, Annie ist in meinen Augen auch nicht autentisch. Alles in allem kein Buch, das ich mir kaufen würde. weiterlesen
So kanns kommen
„Wirst du wütend auf mich, wenn ich mich davonmache?“, fragt sie. Herbies Frau wird sterben, seine Tocher von ihrem Mann verlassen - trotzdem ist dieses Buch so geschrieben, das es Hoffnung macht. Auf der einen Seite die Probleme, auf der anderen Seite lernt Herbie eine junge Frau, eine Bedienung in einer Bar kennen und ich bin gespannt, wie sich ihr Kennenlernen weiter entwickelt. Ein Buch mit einem bis jetzt überwiegend traurigen Einhalt, das durch die Art, in der es geschrieben ist, hoffnungsvoll stimmt. weiterlesen
Rezensionen
So it goes, wie das Leben so spielt
Heute endlich veröffentliche ich meine Rezession. Ein schön gebundenes Buch mit einem Schönen Einband, das auch beim Lesen hält was die Ansicht verspricht. Es schildert die Lebensgeschichte eines Schaupspielerpaares, bei dem die Frau stirbt und der Mann weiterlebt. In einer Mischung aus aktuellem Geschehen und Rückblenden erleben wir die Geschichte von Herbie und Annie und von Olive, die neu in das Leben der beiden tritt. Eine sehr schön erzählte Geschichte eines ungewöhnlichen Paares und der Menschen, die dieses Paar umgeben, bzw. umgeben haben. Ich habe sehr genossen, dieses Buch zu lesen, einfühlsam und auch lustig erzählt. weiterlesen
Herbie versucht, seine Trauer zu verarbeiten
Gerade habe ich folgendes Buch ausgelesen: ==So it goes== Autor: Michael Tucker Verlag: Graf-Verlag ==Worum geht es in dem Buch?== Die Schauspielerin Annie wird sterben. Der Krebs ist nach vielen Jahren wieder zurückgekehrt – heftiger, als erwartet. Nun liegt sie da im Krankenhaus „Mount Sinai“ in New York und wartet auf den Tod. Ihr Mann Herbie versucht, mit dem nahenden Tod seiner Frau fertig zu werden. Wenn er nicht bei ihr am Bett sitzt, läuft er spazieren oder geht in Bars. Es ist Winter und kalt. In einer Bar lernt er Olive kennen. Olive, die eigentlich eine Gesangsausbildung hat – aber nun schon lange in einer Bar kellnert. Eigentlich möchte sie Schauspielerin werden. Herbie erzählt Annie von Olive – und Annie lädt Olive ein, an ihr Bett zu kommen. Es wird ein freundschaftliches Gespräch zwischen zwei Frauen. Annie arrangiert sich damit, dass Olive nach Annies Tod ihren Platz an der Seite von Herbie einnehmen könnte. Von Feindseligkeit ist da keine Spur – vielmehr beschafft Annie sogar noch vor ihrem Tod ihrer Rivalin eine Hauptrolle in einem Stück von Tschechow. Auch Candy taucht auf, die Tochter von Herbie und Annie, deren Beziehung zu Maurice gerade auf der Kippe steht. Wie sich das Verhältnis zwischen Herbie, Olive, Candy und Maurice nach Annies Tod entwickelt, das ist das Thema in diesem Buch. ==Ein New Yorker Roman== Der Roman erinnert mich – von der Atmosphäre her – an das Buch „Niederland“ von Joseph O’Neill, das ich vor einigen Jahren las und das mir gefallen hat. Auch dieses Buch „So it goes“ habe ich sehr gerne gelesen. Obwohl die Atmosphäre zu Anfang des Buches traurig ist, schweift dieses Buch nie in zu große Sentimentalitäten ab. Ich bewundere Annie, wie sie kurz vor ihrem Tod noch so klardenkend ist und viele Angelegenheit zu regeln scheint. Es ist großmütig von ihr, Olive als ihre Nachfolgerin an Herbies Seite zu akzeptieren. Herbie, an dessen Seite sie während 38 Jahren Ehe so viel erlebt hat. Herbie versucht, sich zu fangen. Er spürt Annie noch in dem Krankenzimmer, in dem sie vor ihrem Tod lag. Zurück in seiner Wohnung und in seinem Leben macht sich vertraut mit der Aufgabe, Olive bei ihren Schauspielbemühungen zu helfen. Aber nicht nur das ist seine Aufgabe. Er versucht auch, das Verhältnis zu seiner Tochter Candy zu klären. Immer wieder kommt das Golfspiel als Thema in dieses Buch, was mich aber nicht stört. Das Buch ist ruhig, kein Reißer, aber gut geschrieben. Im Präsens. Das ist zwar nicht der übliche Schreibstil, den man in Büchern findet – aber er macht das leserische Erlebnis näher erlebbar, finde ich. ==Mein Fazit== „So it goes“ ist ein ruhiger Roman über einen Mann, der seine Frau verloren hat und wieder seinen Platz im Leben sucht. Ein sehr tiefgründiger Roman darüber, wie man Trauer verarbeiten kann. Mir hat das gefallen. Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung. weiterlesen
gelungenes Debut
Michael Tucker erzählt von dem alten Paar Herb und Annie, beide Schauspieler und seit 40 Jahren verheiratet. Annie hat Krebs und ist sterbenskrank. In dieser Zeit trinkt Herb sehr viel und begegnet schließlich einer jungen Frau, von der er fasziniert ist und deren schauspielerisches Talent er fördern möchte. Ihr erzählt er auch von seiner langjährigen Beziehung zu seiner Frau und bittet sie um einen gemeinsamen Besuch an Annie's Krankenbett. Das Buch liest sich gut. Der Erzählstil ist einfach und trotzdem berührend. Ein Buch, das unter die Haut geht. weiterlesen
Vom Lieben, Sterben und Neuanfangen
Herb und Annie - das perfekte Paar, das sich so sehr liebt und so eins ist wird vom Schicksal getrennt. Annie stirbt und lässt Herb mit seinem Kummer, seiner Leere zurück. Doch sie wirkt über ihren Tod hinaus und verhilft Herb den Weg zurück ins Leben zu finden - auf eine wunderschöne Art und Weise. So dass am Ende nicht das Loslassen und die Trauer, sondern Liebe und Neuanfang, Versöhnung und Mut bleiben. Ein wunderbar geschriebener Roman, sehr gut übersetzt, zum Weinen und sich freuen. weiterlesen
So it Goes
"So it goes" ist ein sehr schönes Buch. Ich hatte große Erwartungen und wurde nicht enttäuscht. Der Roman regt zum Nachdenken an und ist sehr tiefgründig. Ich hatte oft einen Kloß im Hals, so nahe ging mir dieses Buch, was vielleicht auch an dem einfühlsamen Schreibstil liegt. Dieser gefiel mir übrigens sehr gut. "So it goes" ist ein Roman für Erwachsene, doch wer leichte Lektüre sucht, ist hier falsch! Trotzdem auf jeden Fall empfehlenswert und ein Must-Read. Aus diesem Grund vergebe ich auch 5 von 5 Monden an "So it goes". LG Twilight weiterlesen

