
Beschreibung
»Ein Sahnestückchen an Erzähllust – milieustark, sezierend, menschelnd, lebensklug«, schreibt die Tageszeitung Der Standard über Thomas Raab und seine Kriminalromane mit Restaurator und Menschenfreund Willibald Adrian Metzger: Sein dritter Fall liefert eine Leiche in einer höchst skurrilen Kuranstalt in der Provinz.
Durchaus mit Bewunderung für die Gründlichkeit der hiesigen Reinigungskräfte registriert Danjela Djurkovic die blitzblanken Fliesen des Kurschwimmbades. Es herrscht eine gespenstische Stille, denn außer ihr ist nur eine andere Person anwesend, die wie eine marmorne Statue am Grunde des Beckens liegt. Der Mann ist tot, daran besteht kein Zweifel. Mit seltener Gelassenheit alarmiert Danjela die Klinikleitung und schickt einen Hilferuf in Richtung ihres geliebten, eigensinnigen Willibald Adrian Metzger. Der sitzt in seiner fernen Restauratorenwerkstatt und bricht nur widerwillig in die Fremde auf. Doch bald schon nimmt ihn das Leben auf dem Land gefangen. Denn auch dort haben die Familien ihre Leichen im Keller.
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Presse
Pressestimmen
Pressestimmen zu »Der Metzger sieht rot« und »Der Metzger muss nachsitzen«:
»Thomas Raab – ein Erzähler von Format ist zu entdecken.« WAZ
»Er ist ein großartiger Erzähler, sein Krimi ein milieustarkes Stück, atmosphärisch dicht und bevölkert mit glänzend charakterisierten Figuren.« Münchner Merkur
»Spitzig, spritzig, schwarz wie ein ’Kurzer’.« Frankfurter Rundschau
»Ein Sahnestückchen an Erzähllust - milieustark, sezierend, menschelnd, lebensklug.« BÜCHER Magazin
»Ein ausgewachsener Krimi mit Atmosphäre.« Der Standard
»Es geht wieder höchlichst skurril zu in dieser als Krimi getarnten Sittengeschichte Österreichs. Aus der Spannung zwischen Hochkultur und Tumbheit schlägt der Roman viel komisches Kapital. Spannend liest er sich dennoch durchgehend.« Die Welt
Leseeindrücke
Nicht mein Fall
Schreibstil ist sehr ungwöhnlich und gewöhnungsbedürftg. Mir gefällt diese Art des Schreibens nicht. Amüsant fand ich die LP auch nicht. weiterlesen
habe sooo gelacht
Das Buch hat genau mein Humor. Ich finde die Leseprobe klasse. Ich will mehr davon. Meeehr! weiterlesen
Der MEtzger geht fremd
Humorvoll, amüsannt, witzig, fesselnd, spannend. weiterlesen
was für ein herrlicher Humor
Die Leseprobe ist göttlich! Ich habe selten so gelacht. Die Sprache ist etwas gewöhnungsbedürftig aber gerade deswegen so liebenswert. Dieses Buch hebt sich heraus und muss unbedingt gelesen werden! weiterlesen
Nicht unbedingt mein Stil
Nicht unbedingt mein Stil von Lektüre. Personen werden lediglich mit Namen vorgestellt, nicht beschrieben. Keine Möglichkeit der Person einen Charakter oder Aussehen zuzuordnen. Vielleicht kommt das ja später noch, doch dann habe ich möglicherweise ein Bild manifestiert. Situationskomik mit der Brechstange. Sprache gekünstelt. Alles in allem, nicht mein Buch. weiterlesen
Rezensionen
Unterhaltsam, und so viele tolle Sätze!
Der fremdgehende Metzger ist nicht, wie ich zuerst erwartet hatte, ein Fleischer, sondern ein Restaurator mit doppeldeutigem Namen, der wohl schon einige Kriminalfälle gelöst hat. Diesmal muss er - da seine Herzensdame Danjela, die nicht nur den extravaganten Namen, sondern auch eine eher gewöhnungsbedürftige da osteuropäisch angehauchte Sprachart hat, einen Kuraufenthalt genießen darf - fernab der Heimat ermitteln. Und hier trifft er auf alles mögliche, nur nicht auf einfache und sofort klar erkennbare Familienstrukturen. Wer auf der einen Seite mal hopp ist, ist morgen schon wieder topp, und so geht es munter nicht nur mit dem Radl bergauf und bergab im Ermittlungsdschungel, der sich in den österreichischen Alpen befindet, in dem aber kein Tiger oder Löwe zuhause ist, sondern lediglich zwei Haie im Kurhotel eigenen Aquarium. Deren Zwiegespräche sind sehr unterhaltsam, und sie helfen auch tatkräftig bei der Ermittlung mit.... Und am Ende kommt doch alles anders, als man denkt. Thomas Raab hat einen fantastischen Krimi geschrieben, der aber an manchen Stellen einfach zu langatmig und an anderen Stellen einfach eine Kurve zu viel hat. Zwischendurch war ich so verwirrt, dass ich gar nicht mehr wusste, wer nun wer ist, oder wer gerade nicht jemand anderes ist. Die Fäden haben sich aber zum Ende schön zusammengefunden, der obligatorische finale Overkill durfte auch hier nicht fehlen und am meisten sind mir die Lebensweisheiten von Metzger, Danjela und Sascha in Erinnerung geblieben. Am schönsten war jedoch: "Wenn der Himmel für einen Moment seine Pforten öffnet, regnet es Glück an den dunkelsten Stellen." Oder eben ein wunderbares Buch. weiterlesen
Raab aber nicht von Stefan
sondern Thomas heißt der gute Autor mit Vornamen................ Im dritten Metzger-Krimi lässt Raab seinen kauzigen Helden aufs Land mit seinen oft verkorksten Familienverhältnissen hinter der scheinbar frommen Fassade. Mittlerweile dürften die meisten seiner Leser den Helden kennen und ihn zu schätzen wissen. Wer ihn noch nicht kennt, sollte besser mit dem ersten Roman der Reihe "Der Metzger muss nachsitzen" beginnen. Zum Einstieg ist „Der Metzger geht fremd“ nicht wirklich geeignet, da man hier den Protagonisten nicht so wirklich kennenlernt............. Er muß sich leider einer Kur unterziehen. Metzger ist etwas nachlässig, was die Besuche betrifft. Erst als er über einen Todesfall in der Kuranstalt informiert wird, macht er sich schnell auf den Weg. Die relativ langen Strecken auf dem Land erweisen sich für den Führerscheinlosen und fahruntüchtigen Städter allerdings gleich als beträchtliche Hürde. Und es kommt, wie es kommen muss, wo der Metzger auftaucht, ist der zweite Tote nicht weit. weiterlesen
Ungewöhnlicher Krimi, der manchmal etwas gezwungen wirkt
Ein lustiger und gleichermaßen spannender Krimi - kann das gutgehen? Als ich "Föhnlage" gelesen habe, kam mir zum ersten Mal der Gedanken, dass sich eine spannende Krimihandlung und Humor nicht ausschließen müssen. Bis dahin habe ich von solcherart Krimi-Komödien nicht sehr viel gehalten, denn sie waren mir sämtlich zu albern und die Handlung blieb durch den Humor meist auf der Strecke. Wenn ich einen Krimi lesen, erwarte ich schließlich, dass das Buch spannend ist, nur funktioniert das leider nicht immer, wenn Humor mit im Spiel ist. Föhnlage belehrte mich letztendlich eines besseren und seitdem stehe ich diesem Genre offener gegenüber. Entsprechend habe ich mich auf das Buch von Thomas Raab gefreut und meine Neugierde wurde in der Leseprobe ordentlich befriedigt: Ein komisch-kauziger Hauptcharakter mit Freundin (ebenso komisch) auf Mörderjagd. Metzgers Freundin Danjela macht Urlaub in einer Kurklinik und als dort ein Mörder gefunden wird, ruft sie sofort ihren Freund zuhilfe. Dieser macht sich sofort an die Ermittlung und weiß dabei, einige mehr als komische Methoden anzuwenden, wenn er nicht gerade mit seinen eigenen (nicht ganz alltäglichen ~ oder gerade doch?) Problemen beschäftigt ist. Zuviel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, außer, dass der Fokus der Geschichte eher auf den beiden Hauptcharakteren liegt, als auf dem Mordfall (der aber auch nicht zu kurz kommt). Fest steht: Metzger und Danjela sind ein ungewöhnliches Paar: Ziemleich kauzig, etwas merkwürdig und sympathisch-exzentrisch. Das gefällt sicher nicht jedem, aber für mich machten gerade diese beiden das Buch aus. Ich muss aber zugeben: Auch ich fand die beiden manchmal etwas anstrengend und vor allem die Szenen, in denen es nicht um den Mordfall geht, ziehen sich teilweise etwas. Dort wirken die Witze dann auch eher bemüht als lustig. Dennoch ist "Der Metzger geht fremd" ein spannendes, aber vor allem erfrischend anderes Buch, das durch seine sympathischen und gleichermaßen merkwürdigen Charaktere besticht. Wer nichts gegen eine Kombination aus Krimi und Humor hat, wird sicher Gefallen daran finden. weiterlesen
Dicker, kleiner Hobbykommisar mit verrückter Freundin.
Ein wirklich komisch, lustiger und völlig anderer Krimi der besonderen Art. Kurz zur Geschichte. Die Freundin unseres Titelhelden ist auf Kur. In dieser Kuranstalt geschieht ein Mord. So fühlt sich Fr. Djurkovic völlig allein und ruft Ihren Willibald Adrian Metzger der eigentlich Restaurator ist zur Unterstützung. Allein schon die Anreise bis zum ersten Treffen von Willibalds Metzger und seiner Djurkovic ist ein besonderer Genuss. Man kann beide einfach nur gern haben. Auf dieser Anreise findet der Metzger dann noch einen Finger und das unfreiwillige Rätseln der beiden beginnt. In seiner Unterkunft findet er heraus, dass der dort untergebrachte Gast ein Verwandter des Mordopfers ist. Umso interessanter wird die Sache. Als dann in der Kuranstalt ein weiterer Mord passiert, ist die Rescherelust der Fr. Djurkovic ungebrochen. Sie steigt sogar in das Zimmer des ersten Mordopfers ein, findet ein paar Beweise und wird noch neugieriger diese auch auszuprobieren. Der Metzger unterdies freundet sich mit dem anderen Gast an und bekommt ganz unfreiwillig durch ein eigentliches Geschäft Familienanschluß an die Familie Hirzinger. Dort angekommen fügt sich plötzlich so einiges zusammen. Die Verbindung der beiden Mordopfer in der Kuranstalt zu dieser Familie Hirzinger. Er ist sich sicher, dass da noch mehr zum Vorschein kommen wird als auf den ersten Anschein er sehen kann. Ich will hier nicht verraten wie das Buch ausgeht, denn es ergibt sich noch eine völlig andere Wendung an die man am Anfang gar nicht denkt. Dieses Buch muss man lesen und dann wird man es lieben. Der Schreibstiel des Autors ist so lebensnah als kenne man die einzelnen Personen, ja man kann sie förmlich vor einem sehen. Allein die Dialoge machen Spaß. Und auch der der im Buch so tolle Akzent der Fr. Djurkovic macht dieses lesenswert. Ein rundum gelungener ganz anderer Kriminalroman. Ein Roman mit Suchtfaktor. weiterlesen
sehr ungewöhnlicher Krimi
Mein erster Eindruck nach dem Anlesen war, was ist das denn? Denn der Autor schreibt in einem wirklich seltsamen Stil, auktorial im Präsens. Auktoriale Perspektive mag ich ja grundsätzlich sehr gerne, nur im Präsens war doch sehr gewöhnungsbedürftig. Zumal auch alle Beschreibungen irgendwie seltsam wirken, nicht wie üblich bei Romanen. Zum Inhalt: Danjela Djurkovic, Freundin von Willibald Adrian Metzger, ist auf Kururlaub. Das wäre nicht weiter besonders, würde nicht auf dem Grund des Schwimmbads plötzlich ein Toter liegen. Danjela ruft also den Metzger zur Hilfe, der auch sogleich kommt. Und schon stecken beide, aber besonders der Metzger, bis zum Hals in dem Fall. Es stellt sich nämlich heraus, dass der Tote selbst so einiges an Leichen im Keller hatte. Der Metzger kommt bald schon einer wahrhaft düsteren Familiengeschichte auf die Spur, die nicht nur mit Toten gepflastert ist, sondern ihn selbst auch noch in Lebensgefahr bringt. Nachdem ich mich an den seltsamen Schreibstil gewöhnt hatte, gefiel mir der Roman ganz gut. Der Autor ist zwar nie dicht an den Figuren dran, bleibt bei allem auf ziemlicher Distanz, schafft es dann aber doch, durch wirklich gelungene Formulierungen zu überzeugen. So liest sich der Roman sehr flüssig und auch recht schnell weg. Bei der Geschichte des Opfers tun sich dann wahre Abgründe auf, die zwar beschrieben (erzählt, in Briefen gefunden, usw.) werden, aber nicht so detailliert sind, es können also auch empfindlichere Naturen ohne Weiteres zu diesem Roman greifen. Zu den Figuren muss ich allerdings sagen, dass ich Danjela ziemlich nervig fand und auch mit dem Metzger nicht besonders warmgeworden bin. Mitfiebern fiel für mich also weg. Trotzdem war das Buch ganz gut zu lesen und hat mich auch gut unterhalten. Besonders zum Ende hin wird es richtig spannend und legt ordentlich an Tempo zu. weiterlesen

