Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

4




Nach dem Tod ihres Vaters wird Benedicta als Zwölfjährige von ihrer Stiefmutter ins Kloster Engelthal gegeben. Auch die Köchin Agnes hatte keinen Einfluss auf ihr Leben im Kloster gehabt – Sie wurde kurz nach der Geburt einfach vor dem Kloster abgelegt.

Bedingt wohl auch durch Benedictas Passion zu backen, freunden sich die beiden Mädchen im Kloster an und sind sich fortan in einem Punkt einig: Sie wollen dem Klosterleben gemeinsam entfliehen - Damit nimmt auch die Geschichte ihren Lauf.

Die Geschichte erinert stark an ein Märchen: So finden neben diversen Liebesromanzen auch Lügen, Intrigen und Morde ihren Platz in der Geschichte. Ich habe das Lesen jedoch genossen und bin dadurch nach einem Arbeitstag in Benedictas Welt „abgetaucht“.

Negativ ist allerdings anzumerken, dass ich das Cover automatisch mit einem Bild von Benedicta in Einklang gebracht habe. Anhand der Beschreibung Benedictas im Buch musste ich jedoch feststellen, das dem wohl nicht so ist – die Unterschiede sind einfach zu gravierend.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich als sehr angenehm charakterisieren und von daher lässt sich das Buch flüssig innerhalb kürzester Zeit weglesen.

Ingesamt hat das Buch jedoch das Interesse bei mir nach weiteren historischen Roman geweckt. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

3




Die junge Benedicta wird nach dem Tod ihres Vaters in ein Kloster gesteckt, damit ihre Stiefmutter frei über das Erbe verfügen kann. Doch die lebenslustige Frau ist dort völlig falsch am Platz, es sei denn, sie kann in der Küche beim Backen von Lebkuchen helfen. Als sie aus dem Kloster fliehen muss, macht sich ihre Freundin Agnes mit ihr auf den Weg nach Nürnberg. Dort, versteckt vor den Häschern des Provinzials und ihrer Stiefmutter, neiden ihr auch andere den Erfolg mit den leckeren Lebkuchen.


Eine süße und gleichzeitig blutrünstige Geschichte aus dem mittelalterlichen Nürnberg.
 
Die Autorin hat Routine beim Schreiben mittelalterlicher Romane. Flüssig geht die Geschichte von der Hand, bzw. auf den Leser über. Schnell sind sympathische und unsympathische Charaktere identifiziert und man drückt der Protagonistin die Daumen, dass alles gut wird. Aber vielleicht ist die erwähnte Routine auch Schuld daran, dass nicht der ganz große Wurf mit diesem Buch gelungen ist.
 
Für meinen Geschmack sind auf den ca. 380 Seiten zu viele Tote untergebracht, und dafür ist die Liebesgeschichte um Benedicta und zwei Brüder viel zu schmalzig. Dennoch ist das Buch eine nette Lektüre für graue Wintertage, vielleicht noch mit einem Lebkuchen als Nascherei nebenbei...

 

 

"Es gibt keine schlechten Menschen, sagte der Bär, wenn sie gut zubereitet sind." Stefano Benni

4

Benedicta, ein junges Mädchen im 14. Jahrhundert, wird von ihrer Stiefmutter ins Klosterleben gezwungen, weil ihr Vater gestorben ist und Benedicta ihr lästig ist und vor allem, weil ihr Sohn Erbe sein soll und nicht Benedicta. Also muss Benedicta ins Kloster. Dort scheint sie aber fehl am Platz und gerät immer wieder in Konflikte. Ihre beste Freundin ist auch die Köchin und keine andere Schwester. Am liebsten würde sie ausbrechen und einen jungen Mann (Julian) heiraten. Doch wie, wenn sie eine Braut Christi ist? Julian, der Benedicta sehr zu mögen scheint, überrumpelt sie mit einem Kuss. Der wird beobachtet und sofort der Oberschwester erzählt. Daraufhin dürfen sie sich eigentlich nie wiedersehen, doch nun beschließt Benedicta, endlich zu fliehen. Ihr beste Freundin kommt mit. Somit machen die drei sich auf, doch sie werden natürlich verfolgt. Julian wird angeschossen und von einem Mann mitgenommen. Benedicta glaubt, dass er tot wäre und geht mit Agatha mit, die zu ihrem Verlobten nach Nürnberg will. Agathas Verlobter ist Bäcker, sodass sie dort sich schnell nützlich machen kann und mit ihren unglaublichen Lebkuchen, mit denen sie (unerlaubterweise) schon die Klosterwelt beglückt hat, machen sie ein großes Geschäft. Julian bleibt jedoch verschwunden, stattdessen trifft Benedicta jedoch auf einen anderen Mann und verliebt sich in ihn... Später stellt er sich als Julians Bruder heraus. Für wen wird sie sich entscheiden? Lest selbst!

Es war einer der wenigen historischen Romane, die ich lese. Er hat mir sehr gut gefallen, weil er leicht geschrieben war und somit für ein paar Stunden, in denen man Erholung braucht und nach einem Buch greift, bestens geeignet. Das Einzige, was mir weniger gut gefallen hat, war, dass Benedicta so schnell Julian abgeschrieben hatte und sich neu verlieben konnte. Das ist kaum realistisch, denn sonst hat sie eigentlich nicht so naiv auf mich gewirkt. - Deswegen nur 4 Sterne statt 5.

3

Inhaltsangabe von club.de:

Nürnberg 1387 - eine der blühendsten Städte des Mittelalters, doch ein unwirtlicher Ort für eine junge Adelige, die gerade dem Kloster entflohen ist. Ihr bleibt nur eines: Sie gibt sich als Schwester ihrer Freundin aus, der ehemaligen Klosterköchin Agnes, und zieht zusammen mit ihr ins Haus von Agnes Verlobtem, einem Bäcker. Das wiederum passt dem künftigen Schwiegervater gar nicht, bis Benedicta ihm aus seinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten hilft. Ihr Geheimrezept für Lebkuchen, das sie einst im Kloster entwickelte, rettet die Bäckerei. Mit dem Erfolg ihrer köstlichen Benedicten-Lebkuchen macht sie sich jedoch auch Feinde. Und erkennt beinahe zu spät, dass einer es gut mit ihr meint ... 

Nonne Benedicta befindet sich unfreiwillig im Kloster Engelthal und darf weder in der Küche stehen und Lebkuchen backen für die Fastenzeit noch mit dem Neffen der Priorin reden, auf den sie heimlich ein Auge geworfen hat.

Es klingt ein wenig wie Aschenputtel und es entpuppt sich auch als kleines vorweihnachtliches Märchen. Eine nette Geschichte, die man gut nebenbei lesen kann. Wer allerdings etwas spannendes und nervenaufreibendes lesen möchte, der hält hier das falsche Buch in den Händen.

Zwar steckt Benedicta einen mit ihrer lebensfrohen Art an, egal in welcher Misere sie steckt, irgendeinen Ausweg findet sie immer. Aber gerade dies lässt die Geschichte eher wie ein Märchen erscheinen, als ein spannender Mittelalterkrimi. Denn wer Aschenputtel kennt, dem wird diese Geschichte auch nicht so fremd vorkommen.

Aber da der Schreibstil der Autorin sehr angenehm ist und sich das Buch flüssig lesen lässt und es so als nettes Geschichtchen zwischendurch ganz nett ist.....bekommt es von mir 3,5 Sterne.

Eure Linda Wallender

 

4

"Die Lebküchnerin" von Sybille Schroedter ist ein lesenswerter historischer Roman, der gerade in der kalten Jahreszeit den Appetit stark anregt. Außer richtigen "Weihnachtsbüchern" habe ich selten ein Buch gelesen, dass so gut in den Winter passt und für Fans historischer Romane zusammen mit einer Kiste Elisenlebkuchen (Benedikten sind auf dem Markt ja nicht zu kriegen) das ideale Weihnachtsgeschenk ergab.

Die Geschichte an sich ist nicht sonderlich aufregend und bedient sich sicherlich auch einiger Klischees, aber der Schreibstil von Sybille Schroedter hat mich dennoch von dem Buch überzeugt und gemütliche Leseabende beschert - leider allerdings nur wenige, da es im Vergleich zu anderen historischen Romanen recht dünn ist und das Ende viel zu schnell und abrupt kommt..

4

Für Fans von historischen Romanen ist "Die Lebküchnerin" von Sybille Schrödter - vor allem in der Advents- und Vorweihnachtszeit - genau das Richtige: spannend, fesselnd und unterhaltsam, aber passagenweise auch amüsant. Am Anfang geht es um ein Lebkuchenrezept und dann gibt es viele, unerwartete Entwicklungen... und man kann den Duft von Lebkuchen geradezu erahnen :-)

Der Roman ist einfach und flüssig geschrieben und sicher eine ideale Lektüre für einen kalten Winterabend!

4

 

Die Lebküchnerin
Sybille Schrödter
 
Kurzinhalt
Der historische Roman spielt im mittelalterlichen Nürnberg im Jahre 1387. Bendicta wird als junges Mädchen nach dem Tod ihres Vaters von der Stiefmutter mal eben ins Kloster "abgeschoben". Dort hat sie in Agnes, der Klosterköchin, eine Freundin gefunden. Benedicta ist das öde Klosterleben wirklich leid. Die einizge Freude die sie dort hat, ist das Backen [v.a. die köstlichen Lebkuchen]. Dann hat sie auch noch ein Auge auf den Fechtmeister Julian geworfen, der sie sofort vom Fleck weg heiraten würde, wäre sie nicht eine Nonne. Auf der Flucht wird Julian schwer von einem Pfeil verwundet und Benedicta und Agnes müssen ihn schweren Herzen zurücklassen. Sie flüchten zum Liebsten von Agnes, dem Schwarzbäcker Anselm. Doch dessen Vater ist weder von Agnes noch von Bendedicta, die sich als ihre Schwester ausgibt, besonders begeistert. Wird am Ende vielleicht doch alles gut? Und wird Benedicta ihren geliebten Julian wiedersehen?
 
Stil und Sprache
Der Schreibstil ist sehr flüssig und sehr spannend geschrieben, so versteht es das Buch den Leser bis zum Ende des Buches zu fesseln. Auch werden die Perspektiven durch gewechselt und nicht durchgehend aus Sicht der Protagonistin Benedicta geschildert.
 
Figuren

Hauptfigur ist Benedicta, die eigentlich aus adeligem Hause stammt, aber ein Nonnen-Leben fristen muss. Sie ist eine junge, ehrgeizige und sehr selbstbewusste Frau, die weiß, was sie will und es auch [meistens] bekommt. Ihre Freudin Agnes ist da eher zurückhaltender. Da sie - anders als Benedicta - keine Nonne ist kann sie ihren Herzbuben heiraten und Kinder bekommen.
Daneben gibt es zahlreiche Nebenfiguren: Die Familie um den Verlobten von Agnes, Anselm, die verfeindete Weißbäcker-Sippschaft. Und der Familienclan um den Fechtmeister Julian. Und viele andere Bewohner des schönen Nürnbergs.

Persönliche Meinung

Ich habe dieses Buch sozusagen "gefressen", an einem Tag durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Ob sich tatsächlich damals alles so zugetragen hat, wie im Buch, weiß keiner so genau. Aber das ist auch gar nicht wichtig! Ich habe mich supergut unterhalten gefühlt, habe mit Benedicta gelitten, mich mit ihr gefreut und sie auf ihrem Lebensweg ein kleines Stückchen begleitet.

 

3

Nach der Leseprobe war ich wirklich angetan. Ich hatte gleich mit der Protagonistin mitgefiebert.

Das Buch hält allerdings nicht, was es (mir) versprochen hat. Der Spannungsbogen war doch eher mittelmäßig. Als pure Liebesgeschichte gesehen war es ganz nett. Im Grunde war ja auch alles vertreten: die typischen Missverständnisse durch nicht-Ausgesprochenem, Intrigen, Tod, Liebe, Gönner, Verräter & Happy End. Ich würde es eher als eine Liebesgeschichte bezeichnen, die rein zufällig im Mittelalter spielt. Gut, für kalte Winterabende. Unterhaltend ist das Buch schon. Aber wie gesagt, zu hohe Erwartungen machen es kaputt.

Negativ empfand ich die permanenten Beschreibungen wie wirklich, wirklich, WIRKLICH toll, toll, TOLL der Lebkuchen schmeckt. Da hätte man gut einiges streichen können. Das nervt.

Dazu kommt, dass die Protagonistin im Grunde selbst die Spannungsbögen kaputtmacht. Sobald eine spannende Stelle auftauchte, kam auch schon die Protagonisten daher mit der zündenden Idee und alles war wieder gut. Gähn. Man, was ist die toll. Gähn.

2

Nürnberg 1387 – Benedicta ist ein 12jähriges Mädchen, als von ihrer Stiefmutter in das Kloster geschickt wird um das Erbe des Vater ihr nicht streitig zu machen. Dort ist Benedicta noch nie glücklich gewesen, sie ist nicht so gottesfürchtig wie sie sein sollte und auch auch ihr Gelübte, dass sie keusch ist, bricht sie. Sie macht alles, was nicht dem Leben einer Nonne entspricht. Im Kloster lernt sie dann Julian, den Fechtmeister, kennen in den sie sich sehr verliebt. Benedicta hat sich dort mit der Köchin Agnes angefreundet. Beide zusammen lieben es zusammen zu backen. So kommt es, als in der Fastenzeit keine Lebkuchen mehr hergestellt werden konnten, dass Benedicta und Agnes zusammen die Lebkuchen backen. Diese schmecken so süß und lecker, dass alle Welt von diesen Lebkuchen schwärmen. Auch Julian hat sich in Benedicta verliebt und möchte seine Muhme Leonore, die Priorin des Klosters, bitten sie heiraten zu dürfen. Doch sie verbietet es ihm und befiehlt ihm sich eine andere Braut zu suchen. Als Julian sich von Benedicta verabschieden möchte küssen sich die beiden. Doch sie werden bei ihrer Unkeuschheit erwischt und verraten. Somit nimmt die böse Geschichte ihren Lauf und das Leben von Julian, Benedicta und Agnes wird total durcheinander gebracht und Benedicta merkt sehr schnell, dass das Leben außerhalb vom Kloster ist anders als sie es sich vorgestellt hat.

Meinung:

Benedicta wirkt auf mich wie eine sehr selbstbewusste junge Frau, die weiß was sie will.  Auch, wenn die Autorin sie so darstehen lässt, als ob sie sehr unsicher ist, weiß sie trotzdem immer was sie tun muss um aus einer verzwickten Situation wieder heraus zu kommen. Obwohl sie Nonne ist und so erzogen wurde, dass sie immer die Wahrheit sagen muss, hat sie immer eine Lüge parat, die ihr oft den Kopf rettet und teilweise auch noch schlimmer in die Zw ickmühle bringt. Zusammen mit ihrer Freundin Agnes backen sie im Kloster und später auch in Nürnberg die besten Lebkuchen/ Benedicten die die Leute je gegessen haben. Es wird immer und immer wieder betont wie gut diese schmecken, dass es schon fast nervig ist wie perfekt Benedicta backen kann. Sie verhält sich teilweise viel zu ungehalten, sie weiß selten wann Schluss ist und will immer das letzte Wort haben. Ich war davon nicht sehr angetan.

Auch wurden die meisten Situationen, die sehr verfahren waren viel zu schnell gelöst immer wusste Benedicta eine sofortige Antwort oder es kam ihr  jemand zur Hilfe. Es wirkte teilweise etwas unwirklich, denn jede normale Situation könnte selten so schnell gelöst werden. Doch auch die Liebe in diesem Buch kommt nicht zu kurz. Wie ihr schon gelesen habt hatte Benedicta und Julian vor zu heiraten, doch unter besonderen Umständen, die ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, konnten sie das leider nicht machen und später verliebt Sie sich in einen anderen Mann. Irgendwie geht bei ihr alles drunter und drüber in der Liebe. Es war alles etwas nervig und hat mir nicht so gut gefallen.

Ich habe mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut gehabt, doch meine zu hohen Erwartungen haben leider dieses Buch zu nichte gemacht. Doch es ist nicht so, dass dieses Buch grausam war. Nein, dass war es wirklich nicht! Ich habe mich trotz allem sehr gut unterhalten gefühlt. Auch wenn nicht alles so war, wie ich es mir gedacht habe.

Fazit:

Alle, die ein sehr leichten historischen Roman suchen, bei dem sie nicht nachdenken müssen sind hier gerade richtig. Doch man sollte nicht mit hohen Erwartungen an diese Geschichte gehen, denn sie werden hier keinen Roman finden, der hohen Erwartungen entspricht. Sehr schade!! Doch wer weiß wie es weiter geht mit Benedicta. Im Nachwort wird von der Autorin ein zweiter Teil angekündigt.

 

http://catbooks.wordpress.com/

2

Benedicta von Altmühl wird von ihrer habgierigen und herzlosen Stiefmutter Adelheit nach dem Tod des Vaters ins Kloster Engelthal gebracht. Weil sie als Einzelkind von ihrem Vater verwöhnt und gebildet wurde, hat sie ein gesundes Selbstbewusstsein. Das macht es ihr auch nach Jahren noch unmöglich sich ins Klosterleben einzufügen.

Sie widerspricht, lässt Demut und Gehorsam vermissen, nimmt Unzulänglichkeiten bei ihren Mitschwestern kritisch wahr und leidet unter den ständigen Schikanen der Nonne Walburga.

Ihre einzigen Lichtblicke sind die Köchin Agnes mit der sie eine eine herzliche Freundschaft verbindet, die kurzen verbotenen Begegungen mit dem Fechtmeister Julian von Ehrenreit, der als Neffe der Priorin das Kloster betreten darf und die Aussicht mit Agnes Lebkuchen backen zu können.

Als Walburga Julian und Benedicta bei einem heimlichen Kuss erwischt, informiert sie den Provinzial. Den beiden jungen Leute bleibt nur die Flucht, denn die zu erwartenden Strafe wäre ausgesprochen hart ...

 

Dieser Roman spielt zwar in Nürnberg des 14. Jahrhundert und Stadtkenner werden auch vertraute Orte wie das Lochgefängnis und St. Sebaldus entdecken, aber ich würde dieses Buch nicht als historischen Roman bezeichnen. Es handelt sich doch eher um eine abenteuerliche Liebesgeschichte die kaum etwas vermissen lässt:

einen staatlichen Fechtmeister, eine Heldin die unter ihrer Stiefmutter und später dann unter einer missgünstigen Mitschwester leidet, Intrigen, Eifersucht, Missverständnisse, Mord, Flucht, Schicksalsschläge und dann ein allgemeines Happy End.

Fazit: Ein Roman mit einer recht netten Liebesgeschichte, dem aber trotz umfassender Experimente und Handlungen rund um den Lebkuchen, historischer Tiefgang fehlt.

 

 

3

auch dieses Buch hat mich überzeugt,nachdem ich die leseprobe gelesen hatte,bin ich umgehend in die Buchhandlung und hab es mir gekauft!

Es brachte mich immer wieder zum lachen.. Es ist eine leichte Geschichte für einen Historischen Roman,aber sehr gut geschrieben.

Ich werde sicher das eine oder andere Buch von der Autorin lesen wollen!

 

Daumen hoch

 

;)

4

Ich habe mir das Buch nach der Leseprobe selbst gekauft und gestern erst fertig gelesen (habe es vor Weihnachten nicht mehr geschafft - wobei es bei diesem Buch nicht auf die Weihnachtszeit ankommt).

Entgegen so mancher anderer Meinungen bin ich wirklich hin und weg von diesem Werk. Ja, ich finde dieses Buch hat die Bezeichnung WERK verdient.

Anfangs etwas holprig, bis die Geschichgte an Fahrt gewinnt, aber bis zum Schluss hin spannt sich der Bogen zu einer facettenreichen Geschichte, die einen an Benedictas Seite alle Höhen und Tiefen miterleben lässt.

Eine tolle Erzählung die für Jedermann geeignet ist!

Herzlichen Dank an Sybille Schrödter.

3

Benedicta wird als 12jährige von ihrer bösen Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben, damit sie aus dem Weg ist und keinen Anspruch auf ihr Erbe erheben kann. Doch Benedicta ist für das Klosterleben nicht geschaffen. Immer wieder fällt sie durch Aufmüpfigkeit und Ungehorsam auf. Sie hilft lieber in der Küche beim Backen von Lebkuchen als sich in ihrer Zelle dem Gebet zu widmen. So hat sie sich auch mit der Klosterköchin Agnes angefreundet. Und ihr Herz schlägt zunehmend für den Fechtmeister Florian, den Neffen der Priorin des Klosters. Doch dann eskalieren Missgunst und Verleumdung und Benedicta und Florian müssen flüchten. Auch Agnes hat sich den beiden angeschlossen. Doch auf der Flucht wird Florian schwer verletzt und ihrer Freiheit zuliebe muss Benedicta ihn zurücklassen und mit Agnes allein weiterfliehen. Die beiden Frauen gehen nach Nürnberg, denn dort ist Agnes mit einem Bäckerssohn verlobt und sie stellt ihm Benedicta als ihre Schwester Brunhild vor. Doch Benedicta ist es nicht gewohnt, sich zurückhaltend und demütig zu verhalten. Und so fällt sie schnell auf und macht sich zahlreiche Feinde während die Häscher des Klosters nicht mehr weit sind, denn die Flucht aus dem Kloster und die körperliche Sünde stehen unter harter Strafe ...

Wem diese Inhaltsbeschreibung schon kitschig und klischeehaft erscheint, der hat bereits den Kern des Buches erkannt. Benedicta fällt überall durch ihr schnelles und lautes Mundwerk auf, da sie jedem ihre Meinung sagt und manchen damit überrollt. Dass man so nicht in Deckung leben kann, wird schnell deutlich, denn sie bemüht sich auch nicht, misstrauische Charaktere zu besänftigen. In der Mitte des Buches war ich irgendwann so genervt von den beiden Einfaltspinseln Agnes und Benedicta, dass ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt hätte. Denn wer sich derart laut im Wald verhält, während er sich eigentlich auf der Flucht befindet, braucht sich nicht zu wundern. Zudem wurden mir Probleme viel zu schnell gelöst. Agnes' Verlobter ist Schwarzbäcker und ihm ist somit untersagt, Weißmehl zu benutzen. Doch wie Lebkuchen backen ohne Weißmehl? Die Lösung bietet sich in Form eines Geistesblitzes an. So wie eigentlich jede Lösung, wenn die Frauen mit ihrem Lebkuchenteig nicht weiter wissen. Dazu kommt, dass Benedicta einfach viel zu vertrauensselig ist und jedem, der halbwegs nett zu ihr ist, ihre Geschichte auf die Nase bindet. Dagegen sind die, die es nicht gut mit ihr meinen, abgrundtief böse. Die junge Frau von gegenüber, die eigentlich usprünglich Agnes' Verlobten heiraten sollte, greift sogar zu mörderischen Mitteln. Diese Wendung kam mir viel zu plötzlich, da das selbst mit dem schlechten Charakter, der der jungen Frau zugeschrieben wurde, so nicht vorhersehbar oder logisch folgend war.

Leider ist es der Autorin nicht gelungen, mich mit der Geschichte vollends zu packen und sie konnte mir keinen der Charaktere nahe bringen. Nicht einmal die verliebten Gefühle wirkten auf mich authentisch. Alles ging etwas drunter und drüber, die Geschichte hatte merkwürdige Wendungen und die Protagonistin belastete meine Nerven immer wieder. Außerdem strotzte die Geschichte vor Klischees und Kitsch. Allerdings habe ich mich auch hin und wieder unterhalten gefühlt, sodass ich dieses Buch als mittelmäßig einstufe. Vielleicht gelingt der Autorin im angedrohten zweiten Band ja eine ausgewogenere und glaubhaftere Geschichte.

3

 

Regensburg, 14. Jahrhundert: Die zwölfjährige Benedicta von Altmühl wird nach dem Tod ihres Vaters, einem wohlhabenden Tuchhändler, von ihrer Stiefmutter in das Kloster Engelthal gebracht. Dort hat sie fortan dem Herrn zu dienen, ein anspruchsloses Leben zu führen, das sie nie über die Klostermauern hinwegblicken lässt, und unter den Bösartigkeiten der Schwester Walburga zu leiden.
 
Kloster Engelthal, einige Jahre später: Benedicta ist nun eine junge Frau, hat aber nahezu gar nichts von einer gehorsamen Klosterschwester an sich. Sie macht nicht selten den Mund dann auf, wenn sie es besser lassen sollte, hat in der Köchin Agnes eine gute Freundin gefunden und backt für ihr Leben gern. Ein von ihr selbst erdachtes Rezept für süßes Brot liegt ihr besonders am Herzen, aber ausüben kann sie ihr Hobby nicht. Denn wer hätte schon je von einer von einer Nonne mit Leidenschaft fürs Backen gehört?
Eines Tages erscheint der Neffe der Priorin im Kloster. Schnell wird klar, dass Benedicta sich für den jungen Mann interessiert, und auch der Fechtmeister Julian von Ehrenreit selbst scheint etwas für sie übrig zu haben. Er bleibt nicht lange, trotzdem muss Benedicta immerzu an ihn denken.
Die Fastenzeit steht an, doch der Vorrat an Lebkuchen ist aufgebraucht, und die Mönche aus Nürnberg, die sonst für das Backen zuständig sind, liegen alle mit einem Fieber danieder. Als Priorin Leonore sich nun bei Benedicta darüber beklagt, dass sie nicht weiß, wo sie Lebkuchen herbekommen soll, ist die junge Nonne sofort Feuer und Flamme und bittet, sich selber darum kümmern zu dürfen. Zu ihrer großen Enttäuschung jedoch lehnt die Priorin diese Bitte ab.
So leicht lässt sich Benedicta aber nicht verschrecken, und als sie erfährt, dass schließlich Schwester Dietlinde für das Backen des süßen Brots zuständig ist, geht sie mit dieser einen kleinen Tausch ein. Nicht ahnend natürlich, welche Folgen das mit sich haben wird…
Sie schafft es, gemeinsam mit ihrer Freundin Agnes, der Klosterköchin, in aller Heimlichkeit die Lebkuchen herzustellen. Niemand darf erfahren, dass nicht Dietlinde, sondern sie, Benedicta, sie gebacken hat. Dann aber kommt doch noch alles raus, und als wäre das nicht genug, wird sie auch noch von der ihr ohnehin schon feindlich gesinnten Walburga bei einem Kuss mit Julian beobachtet – und daraufhin natürlich sofort bei der Priorin verpetzt. Die Untat der jungen Nonne kommt allerdings nicht nur dieser, sondern auch dem mächtigen Provinzial zu Ohren. Der entwickelt einen grausamen Plan, um die ungehorsame Klosterschwester und Fechtmeister Julian aus dem Weg zu räumen und damit den guten Ruf von Engelthal zu sichern. Benedicta bleibt nur noch die Flucht, um am Leben bleiben zu können. Begleitet von Julian und Agnes verschwindet sie mitten in der Nacht aus dem Kloster, wird dabei aber von ihrem Geliebten getrennt. Und so macht sich Benedicta allein mit ihrer Freundin auf den Weg nach Nürnberg, wo Agnes’ Verlobter bereits auf sie wartet. Eine harte Zeit kommt auf die beiden Freundinnen in der völlig fremden Stadt zu…
 
…so sollte man jedenfalls meinen. Die Wahrheit ist aber die: Protagonistin Benedicta ist nicht nur eine aus der Reihe tanzende Nonne mit außergewöhnlich großer Klappe, sondern hat auch immer sofort einen Plan parat, wenn man eigentlich meinen sollte, dass es nun keinen Ausweg mehr gibt. Anfangs ist sie noch sympathisch, weil sie anders ist als die übrigen Klosterschwestern. Das wirkt zwar unglaubwürdig, aber dazu muss auch gesagt werden, dass die Zeit in Engelthal kaum zu ertragen gewesen wäre, wäre Benedicta eine normale Nonne und nicht die aufmüpfige junge Frau, die sie eben ist.
Im Laufe der Geschichte wird sie jedoch fast schon unerträglich. Als wäre es das Normalste der Welt, mischt sie sich besserwisserisch in die Geschäfte des Bäckermeisters Crippin Heller, Vater von Anselm, Agnes Verlobtem, ein, was sich natürlich alle gefallen lassen. Benedicta hat doch immer fantastische Ideen; und sind es nicht ihre köstlichen, wohlschmeckenden, einfach zu gut mundenden Lebkuchen, die schließlich Hellers Geschäft retten?
Andere Leser mögen beim Lesen vielleicht Lust auf jenes Gebäck bekommen haben, mir wurde der Appetit aber arg versalzen. Es heißt nie einfach nur „Lebkuchen“; nein, es sind immer „köstliche“, „fantastische“, „unglaublich leckere Lebkuchen“. Und das dauernd! Warum konnte Benedicta sich bei den Zutaten nicht einfach mal vertun? Warum musste immer alles perfekt und „wohlschmeckend“ sein? Es war ja nicht gerade so, dass sie zu Beginn besonders viel Übung im Backen gehabt hätte. Trotzdem sind ihre Werke immer gelungen, von Anfang an. Und von Anfang an waren alle begeistert.
Diese Übertreibungen lassen sich größtenteils, aber nicht nur bei den Lebkuchen finden. Sind es nicht immer „prächtige Zelter“, die irgendwelche „gut aussehenden“ Männer mit sich führen? Sind es nicht immer eben jene „gut aussehenden“ Männer, die Benedicta immer dann aus der Patsche helfen, wenn sie sich ausnahmsweise mal nicht selber helfen kann? Oh, und die Häuser natürlich! Immer „prächtig“, „prächtig“, „prächtig“… Das Haus vom Gewürzhändler Berthold etwa. Als Benedicta es zum ersten Mal sieht, wird sofort beschrieben, wie „prächtig“ es doch nicht aussieht – und, nein, ich übertreibe nicht; wer mir nicht glaubt, kann es gerne nachlesen, ich gebe nur wieder, was da steht.
Natürlich darf auch Benedictas eigenes, früheres Heim nicht fehlen. Das wird als ebenfalls „prächtiges Elternhaus“ beschrieben. Und der zugelaufene Hund ist „besonders schön“.
Zu dumm nur, dass unsere liebe Nonne sich zwar mit allem auskennt, nicht selten ein talentiertes Händchen beweist und immer einen rettenden Einfall hat, der selbstverständlich nur ihr und niemand anderem zukommen kann – sie aber einen Hund nicht von einer Hündin unterscheiden kann.
Merkwürdig fehlplazierte Bildungslücke.
Dafür braucht sie einen netten Torwärter, der sie darüber aufklärt. Jener Wärter lässt auch sie, ihre Freundin Agnes und den schicken Hund in Nürnberg hinein, obwohl er das eigentlich gar nicht darf, da es innerhalb der Stadt schon genug heimatlose Straßenköter gibt. Aber völlig egal, schließlich geht es doch darum, dass Benedicta geholfen wird, damit sie ja nur bald wieder von prächtigen Häusern und von… ah, gut aussehenden Männern schwärmen kann.
Und natürlich von ihren heißgeliebten, allseits beliebten Lebkuchen.
Noch eine interessante Tatsache: Benedicta kennt jemanden, der ihr völlig umsonst alle Gewürze beschafft, die sie fürs Backen braucht. Das sind nicht gerade wenige. Doch das einzige, was dieser Jemand – Konstantin, ein „stattlicher“ junger Mann – als Gegenleistung verlangt, sind die… na… genau: Lebkuchen. Ihm läuft ja schon das Wasser im Mund zusammen, wenn er nur an das süße Brot denkt.

 

Es werden zwar Leute ermordet, aber schon erstaunlich kurze Zeit danach kümmert sich keiner mehr darum. Vielleicht liegt es daran, vielleicht auch einfach an den Personen, die sterben, dass die Morde alle miteinander so wirken, als wären sie nur in die Geschichte gebracht worden, damit ein bisschen mehr Pepp ins Spiel kommt.
Der Schreibstil ist einfach, knapp und leicht zu lesen. In den letzten hundert Seiten jedoch gibt es weniger Beschreibungen als Dialoge, als hätte Sybille Schrödter zu dem Zeitpunkt des Schreibens schon langsam die Lust daran verloren.
 
Noch etwas zum Cover des Buches, auf dem man eine Frau vor mittelalterlicher Stadtkulisse sieht. Der Hintergrund ist überwiegend in Grüntönen gehalten und soll vermutlich Nürnberg darstellen; der Name der Autorin in Braun und besonders der Titel des Buches in hervorgehobener, gelbgoldener Schrift passen besonders gut dazu.
Das Motiv im Vordergrund jedoch überhaupt nicht. Bis Benedictas Äußeres zum ersten Mal so beschrieben wurde, dass man sie sich wirklich vorstellen konnte, ist einige Zeit vergangen, und bis dahin habe ich sie mir immer so vorgestellt wie die Frau auf dem Cover. Die sieht aber keinesfalls so aus wie Benedicta. Noch dazu lässt die Qualität dieses Bildes doch etwas sehr zu wünschen übrig. Die etlichen verschwommenen Flecken, die sich vor allem auf der Haut der Frau erkennen lassen, lassen das Motiv sehr unrein und schwammig wirken.
 
Gesamtfazit: Zwei Punkte für die einfache Sprache, in der die Geschichte gehalten ist, und einen Punkt für das Buch selbst. Meiner Ansicht nach hat ein guter historischer Roman Informationen über die Zeit, in der er spielt, dem Leser näher zu bringen und sich ins Gedächtnis einzuprägen, ohne dabei wie ein Schulbuch zu wirken. Nun, ich möchte sicher nicht sagen, dass „Die Lebküchnerin“ von Sybille Schrödter wie ein Schulbuch wirkt, ganz im Gegenteil. Abgesehen davon, dass die Pegnitz sehr schmutzig ist und da allerlei unappetitliches Zeug herumschwimmt, habe ich rein gar nichts von Nürnberg oder einem der wenigen anderen Handlungsorte mitbekommen. Womit also das „historisch fundiert“ in der Inhaltsangabe auf der Rückseite gemeint ist, wird mir wohl demnach ewig ein Rätsel bleiben.

 

4

Eigentlich wollte ich ja keinen Roman mehr lesen, dessen Titel auf -in endet, zu viele schlechte Erfahrungen! Hier habe ich die Leseprobe gelesen und habe mir das Buch dann nach Erscheinen gekauft, weil mich die Probe sehr angesprochen hat. Worum geht es?

Benedicta wird nach dem Tod des Vaters gegen ihren Willen von der Stiefmutter abgeschoben ins Kloster. Natürlich gefällt es ihr nicht, nach den strengen Ordensregeln zu leben. Nur in der Küche fühlt sie sich wohl, und sie beginnt zu backen. Ein köstliches Lebkuchenrezept - Fastenspeise der Nonnen im Kloster und auch der Mönche der Umgebung - weckt die Aufmerksamkeit der Oberin und des Provinzials: Benedicta soll in großem Stil backen und das Kloster will auch auf den umliegenden Märkten verkaufen. Dumm nur, dass sich Benedicta verliebt hat: Julian, der Neffe der Priorin, hat es ihr angetan, und nach einigen Verwicklungen fliehen die beiden aus dem Kloster. Das geht natürlich nicht gut, die Flucht wird früh entdeckt, Julian getötet und Benedicta und die mit ihr geflohene Köchin Agnes schlagen sich nach Nürnberg durch zu Agnes' Verlobtem Anselm, einem Bäcker. Dort bleiben sie unerkannt, doch Benedicta droht immer die Entdeckung und damit eine harte Strafe.

Jetzt wird es noch turbulenter: Anselm sollte nach dem Willen des Vaters Crispin eigentlich Nachbarstochter Lukarde heiraten, ebenfalls Bäckerin. Julian ist nicht tot, sondern erholt sich schwer verletzt auf der väterlichen Burg. Sein Bruder Konstatin lebt als Gewürzhändler in Nürnberg, er und Benedicta lernen sich kennen und verlieben sich, Crispin stirbt (oder wird er ermordet?), und so jagt ein Schicksalsschlag den anderen, ein richtiger Wiggel, wie wir Westfalen sagen. Fast ein wenig zu viel...

Aber trotzdem liest sich das Buch schnell und hat mich bald in den Bann gezogen. Es ist flüssig geschrieben und sehr spannend, die Personen sind gut gezeichnet, wenn auch nicht klischeefrei. Alles in allem ein netter historischer Roman!

2

Die Geschichte ist ganz nett geschrieben. Nette Lektüre für die Weihnachtszeit. Ein Buch, um vielleicht mal auszuspannen und sich in die Welt des Mittelalters entfüren zu lassen. Ich glaube aber, dass dieses Buch nur wirklichen Fans solcher Geschichten Spass macht. Wie gesagt, kein absolutes Highlight, aber durchaus lesenswert.

5

Die Lebküchnerin

 

Der Eindruck den die Leseprobe bei mir hintelassen hat, wurde im Buch noch weiter verbessert.

Benedictas Geschichte erinnert Anfangs an Aschenputtel, (böse Siefmutter, Vater gesorben, Stiefgeschwister) jedoch wird Benedicta nicht als Hausmädchen behalten sondern ins Kloster abgeschoben. Dort fällt es ihr sehr schwer, sich an die dort geltenden Regeln zu halten. Zudem ist auch hinter den Mauern des Klosters dem Hass ihrer Stiefmutter in Form derer Schwester, die ebenfalls Klosterschwester ist, ausgeliefert. Benedicta verliebt sich in den Jungen Fechtmeister Julian von Ehrenreit, mit dem Sie die waghalsige Flucht aus dem Kloster wagt.

In Nürnberg beginnt sie Lebkuchen nach eigenem Rezept zu backen womit sie zur ersten Nürnberger Lebküchnerin gekührt wird.

Fazit: Für alle Fans von historischen Romanen ist dieses Buch ein wirkliches Schmankerl, spannend und detailreich geschrieben. Ich habe dieses Buch verschlungen und freue mich auf weitere Romane der Autorin.

4

In Nürnberg des 14. Jahrhunderts flieht die junge Adelige Benedicta aus dem Kloster, in das ihre Stiefmutter sie nach dem Tod ihres Vaters gesteckt hat. Fechtmeister Julian von Ehrenreit, der Neffe der Priorin, hilft ihr, zusammen mit ihrer Freundin Agnes, der Klosterköchin, bei der Flucht. Allerdings wird er bei einem Kampf verletzt und muss zurückbleiben. Die beiden müssen sich alleine zu Agnes Verlobten, dem Bäcker Anselm, durchschlagen, wo sich Benedicta als heiratswillige Schwester von Agnes ausgibt.

Nun beginnt für beide ein neues Leben. Benedicta beginnt in der Bäckerei Lebkuchen zu backen und versucht, nach und nach, ihr Rezept zu verbessern und zu verfeinern. Was ihr sehr gut gelingt, aber dadurch auch viele Neider auf den Plan ruft. Dazu kommen noch die Probleme, zu Honig und Gewürzen zu kommen, die sehr teuer sind.

Durch diese ganzen Umstände bekommt sie es plötzlich mit furchtbaren Gehässigkeiten zu tun. Und nicht zuletzt, wird sie überall gesucht, weil sie ja geflohen ist und somit das Gelübde als Nonne gebrochen hat und auch ihre Stiefmutter ist hinter ihr her. Also eine recht aufregende Geschichte, in einer Zeit, in der man nicht sehr freundlich mit den Leuten umgeht, die sich etwas zu Schulden kommen lassen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist leicht und locker zu lesen, auch wenn die Geschichte nicht sehr tiefgründig ist. Die vielen unterschiedlichen Charaktere passen wunderbar in diese mittelalterliche Zeit und das damalige Nürnberg ist sehr schön beschrieben. Es zeigt auch deutlich, dass sich in dieser Zeit jeder der nächste ist und man daher vor niemanden sicher ist. Wem kann man wirklich vertrauen? Verräter gibt es sehr viele, vor allem, wenn dabei für denjenigen etwas herausspringt.

Obwohl sich der Verlauf der Geschichte irgendwie abzeichnet, gibt es doch einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und auch eine gewissen Spannung ist vorhanden, da es ja doch eine ziemlich derbe Zeit war. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Entwicklung des Lebkuchenbackens, wie Benedicta sich bemüht immer wieder ihr Rezept zu verbessern, und diesen Fortschritt mitzuerleben, war recht interessant. Man befindet sich beim Lesen mitten in den Gerüchen und kann den Lebkuchen förmlich schmecken. Sybille Schrödter lässt ja am Ende anklingen, dass es vielleicht eine Fortsetzung gibt, darüber würde ich mich sehr freuen.

 

Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbek.)

5

Die Lebküchnerin hat mir von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Ich habe es in wenigen Tagen verschlungen.

Der Schreibstil war sehr angenehm. Das Buch lies sich sehr flüssig und schnell lesen. Außerdem fand ich es auch direkt von Beginn an spannend. Diese Spannung hält sich für mich durch das gesamte Buch.

Die Autorin schafft es außerdem mit ihrem Schreibstil das ganze Geschehen sehr lebhaft dar zu stellen. Die beschriebenen Gerüche meint man beim Lesen fast schon selber wahrzunehmen. Mit dem Backen der Lebkuchen passt das Buch hervorragend in die Vorweihnachtszeit und macht Appetit auf Lebkuchen und anderes Weihnachtsgebäck.

 




Sybille Schröters Roman „Die Lebküchnerin“ zeichnet die Geschichte der Nonne Benedicta nach. Sie bietet eine Erklärung, wie die Nürnberger Benedicten zu ihrem Namen und Aussehen gekommen sein könnten.

Sie zeichnet ein lebendiges Bild des mittelalterlichen Nürnbergs. Gerade in der Weihnachtszeit bekommt man als Leser Heißhunger auf Lebkuchen bei all den Beschreibungen der leckeren Gewürze und des duftenden Gebäcks.

 

Die junge Benedicta wird – kaum dass ihr Vater gestorben ist – von ihrer Stiefmutter in ein Kloster gesteckt. Während sich Benedicta mit einem recht kargen Leben zufrieden geben muss, lebt ihre Stiefmutter Adelheit in Saus und Braus und verprasst das Vermögen ihres verstorbenen Ehemanns.

 

Doch Benedicta hat nicht nur unter ihrer Stiefmutter zu leiden. Auch im Kloster wird sie schikaniert von der Schwester ihrer Stiefmutter. Auf der anderen Seite bringt ihre Starrköpfigkeit ihr aber auch so manchen Ärger ein. Nicht nur einmal wird sie dafür von der Priorin zu Bußen gezwungen.

 

Ihren einzigen Trost findet sie bei ihrer Freundin Agnes und dem Backen in der klösterlichen Küche – doch auch dieses Glück währt nicht lange. Denn eigentlich darf sich Benedicta gar nicht in der Küche aufhalten.

 

Als Benedicta dann auch noch ein Auge auf den jungen Fechtmeister Julian wirft, sieht sich die Priorin gezwungen zu handeln. Sie muss den guten Ruf des Klosters schützen. In einer Nacht- und Nebelaktion beschließt sie schließlich, den beiden die Flucht zu ermöglichen.

Doch bei dieser Flucht werden beide getrennt. Was mit Julian geschah, weiß Benedicta lange Zeit nicht.

Glücklicherweise floh auch Agnes, sodass sich nun die beiden Frauen in Nürnberg nun gemeinsam durchschlagen müssen. Für Agnes kein Problem, denn sie hat einen Verlobten in der Stadt. Benedicta dagegen kommt sich vor wie das fünfte Rad am Wagen.

Erst als sie in der Backstube helfen kann – und damit das Geschäft vor dem Ruin rettet – findet sie Erfüllung.

 

Doch Benedicta ist nicht gerade mit Glück gesegnet. Immer wieder erleidet sie Schicksalsschläge. Immer zu Zeitpunkten, wo sie sich gebraucht und zufrieden fühlt. Menschen, die ihre nahe stehen, werden ihr einfach so weggenommen.

Auch hier siegt ihr Dickkkopf und sie findet immer wieder einen Weg, doch noch weiterzumachen.

 

Das Buch bietet nette Unterhaltung in der eher dunklen Jahreszeit. Am besten kuschelt man sich in eine Decke, legt ein paar Plätzchen (oder Lebkuchen) bereit und taucht ein in die turbulente Geschichte der entlaufenen Nonne Benedicta.

 

4

Sybille Schrödter: Die Lebküchnerin

Piper Verlag

ISBN: 9783492254472

Erscheint am 22. Oktober

Die Autorin:

Sybille Schrödter lebt als Autorin in Hamburg. Sie war Anwältin, Kabarettistin und Sängerin, ehe sie zum Schreiben kam. Von ihr erschienen unter anderem Erzählungen und Krimis wie »Das Engelstor zur Hölle« sowie unter dem Pseudonym Tiana Faber ihr erster historischer Roman, »Die Tochter des Würfelspielers«. Zuletzt veröffentlichte sie »Die Lebküchnerin«.

Klappentext:

Nach ihrer Flucht aus dem Kloster Engelthal im Jahre 1387 finden sich die Freundinnen Benedicta und Agnes in Nürnberg wieder. Agnes zieht zu ihrem Verlobten, dem Bäcker Anselm, doch was soll aus Benedicta werden?

Agnes nimmt die Freundin mit und gibt sie als ihre heiratswillige Schwester aus. Anselms Vater ist von den beiden Frauen nicht sonderlich angetan – bis sie ihm aus einer großen Notlage helfen: Dabei greifen sie auf ein Rezept für herrlich duftende Lebkuchen zurück. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, doch mit ihm folgen Neid, Hass und tödliche Intrigen … Sybille Schrödter beherrscht das Genre meisterlich bis ins Detail: ein spannender Plot, eine dramatische Liebesgeschichte und die historische Kulisse des mittelalterlichen Nürnberg.

Persönliche Meinung:

Ich habe das Buch mit sehr großem Interesse gelesen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen: die Geschichte ist in einfacher, flüssiger, schildernder Sprache geschrieben, sodass man sehr gut größere Abschnitte des Buches auf einmal lesen kann und man auch detaillierte Vorstellungen der Personen im Kopf hat. Gleichzeitig schafft es die Autorin das gesamte Buch lang immer wieder Sannung aufzubauen, sodass man immer gespannt ist beim weiter lesen wie die ganze Geschichte enden wird. Was ich persönlich etwas unlogisch fand war, dass Benedicta ihre berühmten Lebkuchen in Nürnberg verkauft, ohne dass jemand Verdacht schöpft, dass diese von ihr kommen könnten.

Ich persönlich möchte nicht mehr zum Inhalt sagen, da ich denke, dass dieser Roman für Leute, die historische Romane mögen genau das richtige ist und diese selbst beim Lesen erfahren sollen wie die Geschichte ausgeht. Wenn die Spannung weg ist, macht das Lesen schließlich nur noch halb so viel Spaß!

 

3

Benedicta wird von ihrer Stiefmutter ins Kloster abgeschoben als ihr Vater stirbt. Dort wird sie nie glücklich doch findet sie dort eine gute Freundin. Mit dieser flieht sie als ihr keine andere Wahl bleibt. denn sie hat sich in den Neffen der Priorin verguckt und ihn geküsst. Auf der Flucht wird dieser verletzt und die beiden müssen ihn zurücklassen.

Die beiden Freundinnen kommen in Nürnberg unter wo ihre Freundin Agnes ihren Liebsten heiratet. Mit viel Eifer machen sie sich dran Lebkuchen zu backen die schon im Kloster grossen Anklang gefunden haben. Diese werden sehr gut verkauft allerdings gibt es so einige Neider. Und auch Nenedictas Stiefmutter kann erst wieder ruhig schlafen wenn diese lebendig eingemauert oder tot ist.

Am Anfang lief das Buch sehr schleppend. Die Zeit im Kloster war meiner Meinung etwas zu lang und langweilig geschrieben. Ab der Flucht wird es denn so richtig packend und man muss stets weiter lesen weil man unbedingt wissen möchte was noch alles passiert. Die Story ist wirklich gut. Das Buch habe ich an 2 Tagen durchgelesen gehabt. Allerdings ist es für mich kein historischer Roman da man viel zu weniger von der Zeit damals erfährt...

3

Die Geschichte der jungen Benedicta, die von ihrer Stiefmutter in ein Kloster gesteckt wird, sich an das dortige Leben nicht gewöhnen kann, schließlich mit Hilfe des Backens von Lebkuchen ihre Bestimmung entdeckt, sich verliebt, mit einer Freundin, der Köchin Agnes, aus dem Kloster flüchtet und denn - wiederum auf Umwegen - ihr Glück findet: flüssig erzählt für Fans historischer Romane, allerdings ohne allzu viel Tiefgang und vermutlich ohne Anspruch darauf, dass sich die Geschichte auch so hätte zutragen können . . .

Benedicta, das Mädchen aus "gutem Hause", kann sich im Kloster nicht anpassen und ihre rebellische Art - die die meisten Heldinnen historischer Romane auszeichnet - bringt sie nie wirklich in Schwierigkeiten, immer gibt es Beschützer(innen). Ich fürchte, die Zeiten waren nie so idealisiert, aber wer will schon von "echten" Schwierigkeiten lesen (vermutlich wäre sie in diesen Zeiten schlicht verhungert, beraubt und erschlagen worden oder als Hure geendet).

Ein Märchen aus alter Zeit in dem selbst die böse Stiefmutter nicht fehlt und das auf Fortsetzung hoffen darf (wie deutet doch die Autorin an: über die Verbreitung der Lebkuchen wird später zu berichten sein)  - und Benedictas Lebensweg vom begüterten Elternhaus mit väterlicher (Gewürz-)Handlung über Kloster und Backstube in das Handelshaus ihres Ehemannes kann mühelos weiter gehen.

5

Benedicta wurde von ihrer Stiefmutter Adelheit in das Kloster Engelthal gebracht, nachdem ihr Vater gestorben war. Im Kloster entdeckt sie die Liebe zum Lebkuchen-Backen und entwickelt dabei ihr eigenes Rezept, das sie wohlweislich geheim hält.

Als sie von Walburga gesehen wurde, wie sie den Neffen Julian der Priorin küsst, muss sie mit dem jungen Mann aus dem Kloster flüchten. So landet sie im Bäckershaus in Nürnberg, wo sie wieder Lebkuchen backen darf.

Im Großen und Ganzen eine runde Geschichte mit einem Happy Ending. Sie darf zum Schluss weiterhin ihre Lebkuchen backen und zudem noch den Mann heiraten, den sie wirklich liebt. Der Roman liest sich sehr gut, da auch die Sprache zwar klar, aber doch etwas altertümlich ist, was aber ganz gut in die Zeit des Mittelalters passt. Außerdem fehlt auch die Spannung im Buch nicht, da man eigentlich bis zum Schluss nicht weiß, wie das Ganze mit Benedicta enden wird.

Fazit:

Wenn man man beim Lesen der "Lebküchnerin" noch Lebkuchen naschend und heißen Tee schlürfend in die Wolldecke gekuschelt auf der Couch sitzt, dann ist die Atmosphäre perfekt. Ich habe das Buch mit Freude gelesen und würde es jedem als Weihnachtslektüre empfehlen.

4

.. ein wunderschöner Roman, passend zur Weihnachtszeit

von Sybille Schrödter
 
ISBN-13: 978-3492254472 
 
Über die Autorin:
Die Autorin Sybille Schrödter ist eigentlich Anwältin mit Schwerpunkt Strafrecht. Allerdings fand sie bald mehr Interesse an einem aktiveren Publikum, und so wechselte sie das Fach und ist seitdem als Kabarettistin, Sängerin und Autorin von Kriminalromanen und Drehbüchern tätig.
Sie trat bei verschiedensten Fernsehsendern mit ihren Kabaretteinlagen auf und erhielt 1990 den Kleinkunstpreis St. Ingbert für ihr zweites Kabarettprogramm Beim dritten Mann wird alles anders. Sie ist zudem mit der Journalistin Wiebke Lorenz oder der Autorin Nina George alias Anne West mit kabarettistischen Liederabenden unterwegs.
Ab 1995 war sie auch als Sitcom-Autorin tätig und schrieb u.a. das Drehbuch für die Comedyshow Ehecrash. Zu ihren juristischen Wurzeln fand sie zurück, als sie von 1999 bis 2004 als Autorin für die Gerichtsserie Streit um Drei für das ZDF tätig war.
Neben mehreren Sammlungen mit Kurzgeschichten hat Sybille Schrödter auch Kriminalromane veröffentlicht. Im Herbst 2009 erscheint mit Die Lebküchnerin ihr erster historischer Roman.
Sybille Schrödter lebt in Hamburg-Ottensen.
 
Kurzbeschreibung:
Nürnberg 1387 - eine der blühendsten Städte des Mittelalters, doch ein unwirtlicher Ort für eine junge Adelige, die gerade dem Kloster entflohen ist. Ihr bleibt nur eines: Sie gibt sich als Schwester ihrer Freundin aus, der ehemaligen Klosterköchin Agnes, und zieht zusammen mit ihr ins Haus von Agnes Verlobtem, einem Bäcker. Das wiederum passt dem künftigen Schwiegervater gar nicht, bis Benedicta ihm aus seinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten hilft. Ihr Geheimrezept für Lebkuchen, das sie einst im Kloster entwickelte, rettet die Bäckerei. Mit dem Erfolg ihrer köstlichen Benedicten-Lebkuchen macht sie sich jedoch auch Feinde. Und erkennt beinahe zu spät, dass einer es gut mit ihr meint ... Sybille Schrödter zeichnet lebendig und historisch fundiert ein farbenprächtiges Bild vom mittelalterlichen Nürnberg.
 
Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von der Autorin Sybille Schrödter.
Schon die Leseprobe hat mich fasziniert und ich freue mich sehr darüber, dass mir vorablesen.de es ermöglicht hat, diesen wundervollen Roman zu lesen.
 
Er spielt im 14. Jahrhundert und erzählt von der jungen Benedicta, die nach dem Tod ihres Vaters von ihrer (bösen) Stiefmutter gegen ihren Willen ins Kloster Engelthal gebracht wird. Dort hat sie es schwer, denn sie kann sich mit dem klösterlichen Leben überhaupt nicht anfreunden und weiss schon früh recht genau, dass sich ihr Leben draussen, ausserhalb von Klostermauern, befindet.
In der Köchin Agnes findet sie eine gute Freundin und zusammen entwickeln sie, als die Gelegenheit da ist, ein Rezept für äußerst wohlschmeckende Lebkuchen, die später Benedicten heissen werden.
Zu allem Unglück verliebt sich Benedicta in den jungen Fechtmeister Julian, den Neffen der Priorin Leonore. Um die beiden vor der Strafe zu schützen, verhilft ihnen Leonore zur Flucht. Dabei gesellt sich noch Agnes zu ihnen, die zu ihrem Verlobten – einem Bäcker - nach Nürnberg möchte. Unglücklicherweise wird Julian auf der Flucht verletzt und von einem zunächst fremden  Mann mitgenommen.
Die beiden Frauen schaffen es tatsächlich nach Nürnberg zu Anselm, dem Verlobten von Agnes und finden dort auch Unterschlupf.
Nach vielen Verwicklungen – einer eifersüchtigen Fast-Verlobten von Bäcker Anselm die zu allem fähig ist, dem angeblichen Tod von Julian und später dessen Rückkehr zu der Frau, der er bereits einen Antrag gemacht hatte, der Geburt von Agnes' Sohn, zwei Morden und der Verfolgung durch ihre Stiefmutter – kommt sie am Ende doch mit ihrer wirklichen Liebe, Julian's Bruder Konstantin, zusammen.
 
Mein Fazit:
 
Ich bin absoluter Fan von historischen Romanen, die im Mittelalter angesiedelt sind – noch dazu in Deutschland. Diese Geschichte hat zu 100% genau meinen Geschmack getroffen und ich habe das Buch regelrecht 'verschlungen'.
Frau Schrödter beschreibt das Mittelalter und das Leben in dieser Zeit sehr lebendig und man fühlt sich sofort hineinversetzt und hat die entsprechenden Bilder vor Augen – das Kloster, die Backstube, die Menschen und ihre Umgebung. Ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Ich würde mir eine Fortsetzung sehr wünschen …
 

 

4

Die Lebküchnerin erzählt die fiktive Geschichte, wie die Nürnberger Lebkuchen erfunden wurden, & gleichzeitig die Geschichte der jungen Benedicta, die gegen den Willen ihres verstorbenen Vaters von ihrer Stiefmutter ins Kloster gesteckt wird.

Die Geschichte war sehr spannend geschrieben & die Hauptakteurin Benedicta war mir von Anfang an sympathisch .Ich habe mit ihr mitgefiebert & mitgelitten. Personen & Schauplätze wurden von der Autorin mit viel Liebe zum Detail geschildert, so dass man sich gut in die Akteure & in die längst vergangene Zeit hineinversetzen konnte.

Der Schreibstil war flüssig & gut zu lesen. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen, vor allem deshalb, weil viele spannende Wendungen in die Geschichte eingebaut waren & ich am liebsten immer sofort gewusst hätte, wie es weitergeht.

Eine Geschichte, die ich jedem Fan von historischen Romanen ans Herz legen möchte!

4

kam mir manchenmal in die Nase. Ich habe mir daß Buch einfach kaufen müssen. Die Leseprobe fand ich schon klasse.

Benedicta wird in ein Kloster verfrachtet, weil ihre Stiefmutter an das Erbe kommen will. Dort begeistert sie die Nonnen mit dem Rezept der Lebkuchen. Nur sie kann so leckere Lebkuchen backen. Durch eine tratschende Nonne muß sie jedoch aus dem Kloster fliehen. Mit einer Freundin begibt sie sich in die Stadt. Dort hilft Benedicta dem Bäckermeister aus der Not indem sie Lebkuchen bäckt. Durch diverse Intriegen verliert sie fast alles wieder. Aber es darf soviel gesagt werden: Am Ende wird alles wieder gut.

Es ist eine richtig schöne und leichte Lektüre. Ich habe sie genossen. "Die Wanderhure" fand ich damals schon klasse. Deshalb mußte dieses Buch auch von mir gelesen werden. Wer einfach gute Unterhaltung mag, ist mit diesem Buch bestimmt nicht angeschmiert.

Der Roman war schon fast zu gut lesbar, innerhalb weniger Tage hatte ich das Buch fertiggelesen.

 

Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen und fand auch diesen interessant und gut geschrieben. Leider ist das Buch etwas kurz für meine Verhältnisse und die Geschichte war leider schon ziemlich schnell zu Ende. Die Geschichte war mitreißend, aber irgendwie ging alles ziemlich schnell und Fragen, die einen in manch andrem Buch über hunderte von Seiten geschäftigen, wurden hier bald aufgelöst. Die meisten Nebencharaktere wurden unterwegs aus dem Weg geräumt, so dass sich das Finale größtenteils auf Benedicta bezog. Das Gute an diesem Buch ist allerdings, dass nicht zu viele Charaktere vorkommen (oder bald wieder "entsorgt" werden), da das in einigen anderen Romanen oft zu Verwirrungen führt.

 

Ich würde das Buch auf jeden Fall jedem Liebhaber von historischen Romanen empfehlen. Für einen ruhigen Winterabend auf dem Sofa ist er super geeignet. Man kann sich einfach gehen lassen und muss nicht viel nachdenken, man kann die Geschichte einfach genießen.

1

Benedicta wird gegen ihren Willen von der Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben, damit diese ihr Erbe kassieren kann. Scheinbar arrangiert sie sich mit dem Leben dort, jedoch als man ihr verwehrt, in der Küche beim Backen zu helfen und außerdem ein Mann ins Spiel kommt, ist es mit ihrer Demut vorbei. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam mit der Freundin Agnes zu fliehen. Sie schlagen sich bis Nürnberg durch.

Über das Leben der damaligen Zeit zu lesen ist sehr interessant und so begleitete ich Benedicta gerne auf ihrem Weg ins Ungewisse. Jedoch fesselte und begeisterte mich der Schreibstil Sybille Schroedters nicht. Auch wenn sie einige Wendungen in die sonst so vorhersehbare Handlung einbaute, verstand die Autorin es nicht, Spannung aufzubauen. Sie wählte schlichte einfach Worte und teilweise platte Redewendungen (...ihre Blicke  verschmolzen miteinander, bis sich schließlich ihre Münder fanden ...). Auch konnte ich nicht so richtige Sympathie für Benedicta empfinden. Wirkte sie im Kloster gut erzogen, trat sie außerhalb der Mauern hochnäsig und schnippisch auf, was für mich sehr unglaubwürdig war. Mal zeigte sie sich wankelmütig, dann wieder scheinbar zielstrebig. Sie hatte nur Glück, dass die Autorin ihren Lesern die Grausamkeit der damaligen Zeit ersparen wollte, denn ich denke, dass sie mit ihrem Verhalten sehr schnell unter die Räder gekommen wäre. So aber musste Benedicta kaum ernstzunehmende Hürden überwinden, und tauchte doch mal eine Schwierigkeit auf, bewältigte sie diese im Handumdrehen.

Ich kann mir nicht denken, dass es den Frauen so leicht gemacht wurde. Alles in allem finde ich das gewählte Thema des Buches zwar hochinteressant, die Umsetzung war es aber nicht. Ich würde dieses Buch Liebhabern von historischen Romanen nicht empfehlen. Wer aber gerne leicht verdauliche, nicht gar so anspruchsvolle Literatur mag, wird hier nicht enttäuscht.

Für mich ist das Buch schnell gelesen und auch wieder vergessen.

4

Inhalt:

Benedicta lebt seit ihrem 12. Lebensjahr als Waisenkind in einem Kloster. Jedoch fühlt sie sich für die strengen Regeln des Klosterlebens nicht gemacht. Sie ist bereits 17 und in den Fechtmeister verliebt... Zusammen mit ihm und ihrer besten Freundin Agnes, der Küchenmagd wagen sie die Flucht aus den Klostermauern, wobei der Fechtmeister verletzt wird... Benedicta und Agnes versuchen sich mit dem Backen von Lebkuchen in Nürnberg durchzuschlagen, was verheerende Folgen hat, da das Backwerk Neider weckt...

Meine Meinung:

Das Buch ist ein gelungenes Werk. Der flüssige Erzählstil der Autorin lässt einen in die Geschichte eintauchen und die Welt um einen herum vergessen. Der Duft von Lebkuchen steigt einem förmlich in die Nase und die langen Abendstunden vergehen wie im Fluge :-)))))

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