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Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

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Ake Edwardson neuestes Buch und der neueste Fall für Kommissar Erik Winter.

Ein verlassenes Auto mit Einschusslöchern auf einer Brücke, ein seltsamer Schriftsteller, ein noch seltsamerer Nachbar, ein Politiker und ein Mädchen, das vor ca. 30 Jahren verschwand. Dazu jede Menge Polizisten mit eigenen Problemen. Dies sind im Kurzen die Handlungsstränge des Kriminalromans.

Im eigentlichen Sinne ist "Toter Mann" eigentlich kein Kriminalroman, denn die kriminalistische Handlung hat eher eine Nebenrolle. Viel wichtiger ist eigentlich die psyhologische Handlung des Romans, das Beschreiben der Kommissare und Polizisten, die jeder eigene Probleme haben, mit denen sie fertig werden müssen und die ihnen manchmal über den Kopf zu wachsen scheinen. Jeder der handelnden Personen trägt eine Menge persönlichen Ballast mit sich herum. Und diese Psychologie, diese Gedankengänge, die Edwardson eindrucksvoll beschreibt und auch die Liebe in diesem Buch ist es was diesen Roman ausmacht.

Natürlich gibt es auch einen bzw. mehrere kriminalistische Handlungen, die scheinbar losgelöst voneinander spielen und am Ende doch zusammengehören. Auch das Zusammenfügen der einzelnen Handlungsstränge und Puzzleteile beschreibt Edwardson auf sehr psychologische Art. Die Gedanken der einzelnen Personen kommen in diesem Roman nie zu kurz.

Dies ist kein Roman der durch überbauschende Spannung überzeugt. Edwardson ist eher ein Meister der leisen psychologischen Spannung. Und genau durch diese überzeugt der Roman und versetzt den Leser in die Welt der handelnden Personen und regt auch etwas zum Nachdenken an.

Überraschend kommt dann allerdings der Schluss, der so gar nicht zum eher langsamen Voranschreiten der Handlung im Roman passt, da dieser einiges an Tempo zulegt und hier plötzlich der Kriminalistische Handlung die Hauptrolle spielt und die Psychologie etwas in den Hintergrund gehört.

Für Fans von Edwardson ist dieser Roman auf jeden Fall ein Muss. Ansonsten ist "Toter Mann" auf jeden Fall ein Lesegenuss, allein schon durch den Schreibstil des Autors. Ake Edwardson fesselt mit kurzen Szenenwechseln, kurzen Sätzen und einiges an wörtlicher Rede mit viel psychologischem Hintergrund.

Auch für Nicht-Schweden-Krimifans ein Lesegenuss!!

1

Ich denke, Ake-Edwardson-Krimis muss man mögen um sie zu schätzen. Ebenso sollte es helfen, die anderen Teile der Erik-Winter-Romane zu kennen. Das ist bei mir leider nicht der Fall, daher kann ich "Toter Mann" nur als alleinstehenden Roman beurteilen.

Die Geschichte spielt im Herbst in Schweden, was gleichbedeutend mit langen Nächten und undurchsichtigen (nebligen) Tagen scheint. Solch ein Wetter drückt entsprechend auf das Gemüt und es scheint so, als ob alle Figuren darunter leiden. Jeder scheint sich mehr um seine eigenen Probleme zu sorgen, als um die Lösung des vorliegenden Falls. Was eben dieser Falls sein soll ist auch lange Zeit unklar: Es gibt ein verlassenes teures Auto, von dem sein Besitzer scheinbar nichts mehr wissen will, ein Mann verschwindet, auf einen anderen wird geschossen und schließlich passiert doch noch ein Mord. Zu guter Letzt wird noch einer der ermittelnden Beamten entführt und ermordet. Die Geschichte driftet scheinbar führerlos dahin und gegen Ende stellt sich dann heraus, dass der Auslösen all dieser Ereignisse ein viele Jahre zurückliegender Mord an einem Mädchen ist, den ihr damaliger Freund nun zu rächen versucht. Die Kriminalbeamten scheinen jedoch alle miteinander im Dunkeln zu tappen und legen auch keinerlei Anzeichen dafür an den Tag, dass sie die ändern wollen. Der Fall scheint sich mehr oder weniger von alleine zu lösen, was hauptsächlich dem Bösewicht zu verdanken ist.

Zu diesem Buch sollten Durchhalteparolen mitgeliefert werden, da ausser gelegentlichen Migräneanfällen bei Erik Winter und dem blutigen Ende nicht allzu viel passiert. Aber vielleicht scheint das nur mir so, da ich keine anderen Ake-Edwardson-Bücher kenne.

3

Dies war mein erster Roman von Ake Edwardson um Kommissar Erik Winter. Das Buch beginnt mit düsteren Szenen. Ein verlassener Wagen auf einer Brücke, ein Mann der auf dem Weg zu einem Mord ist und ein weiterer Kommissar, der zufällig den verlassenen Wagen entdeckt und viele weitere Personen und Erzählstränge. Der Beginn des Buches deckte sich mit dem, was schon der erste Leseeindruck bei mir hervorgerufen hatte - Verwirrung pur. Viele komplizierte Namen und Geschichten auf einmal. Ich hatte Schwierigkeiten, das Geschehen zu ordnen. Vielleicht wäre man doch besser beraten, die vorangegangenen Romane des Autors gelesen zu haben, um die handelnden Personen besser einordnen zu können, zumal sehr intensiv auf deren Privatleben eingegangen wird. Wenn man den Faden aber erst einmal gefunden hat, wird es wirklich spannend. Die Geschichte um das vor vielen Jahren aus dem Sommerlager verschwundene Mädchen Beatrice Kolland hellt sich langsam auf und die vielen Einzelteile ergeben ein Ganzes.
Der gesamte Roman aber verbreitet eine recht düstere Stimmung und auch der Schluß des Buches hat mich etwas enttäuscht. Ich lese gerne Kriminalromane, dieser ist jedoch aufgrund des Schreibstils des Autors in meinen Augen keine "leichte Kost". Ich denke, daß es Liebhaber dieser Kriminalromane von Ake Edwardson gibt - ich persönlich gehöre leider nicht dazu.

 

5

Und wieder Nachschlag für mein Krimiherz. :) Ich freue mich immer wieder, wenn es neue Titel gibt, die ich probelesen darf, vor allem, wenn man die Autoren bisher noch nicht kannte. So ist es auch bei Ake Edwardson. Vom Klappentext alleine her, konnte ich mir noch keinen großen Reim auf die Story bilden, nach der Leseprobe wäre dieses Buch allerdings eines, das mir sehr zusagt. Ich mag die leichte lockere Schreibart, die zwar durch die schwedischen Begriffe (z.b. der Brückennahme, Ortschaften) etwas stockt, trotzdem gefällt mir das sehr, wenn reale Orte eingebunden werden.

Die Geschichte fängt harmlos an, ein Auto wird auf einer Brücke gefunden, ohne Fahrer. Es sieht nach Selbstmord aus, da die Brücke als solche bekannt ist. Doch als der Kommisar sich näher im Auto umsieht, wird daraus schnell ein Kriminalfall - eine Patronenhülse wird entdeckt. Natürlich wird nun der Eigentümer ausfindig gemacht, doch der behauptet dass sein Auto am Vorabend gestohlen wurde.

Etwas verwirrend ist nun, dass umgeschwengt wird zwischen vielen einzelnen Storys, die (noch) keinen Zusammenhang ergeben. Man landet nun beim Kommisar Winter und seiner Familie, die Story geht etwas bei ihm weiter. Er unterhält sich mit seiner Frau über die Geschichte von der Brücke, zuerst weiss man gar nicht, woher er das nun auf einmal weiss. Es klärt sich aber - er hatte den Bericht dazu gelesen.

Im nächsten Sprung ist man wieder bei dem Mann mit der Pistole in der Jackentasche. Er war ja ins Haus gekommen. Immer noch ergibt sich kein Zusammenhang zum Rest.
 

Am Buchanfang ist der ständige, in immer kürzeren Abschnitten, stattfindende Sprung zwischen den einzelnen kleinen Handlungen sehr verwirrend. Da ich die Personen im Buch bisher nicht kannte, nochetwas schwerer. Doch je weiter man im Buch vorankommt, desto mehr und besser versteht man. Das lesen wird leichter. Der Schreibsil allerdings ist auch am Anfang des Buches sehr angenehm schon.

Ich kann dieses tolle Buch jedem der Krimmis/Thriller liebt, nur emfpehlen. Die Dicke war für mich das allerbeste, denn dünne Schmöker lese ich immer so schnell aus, da macht es fast kein Spass mehr :)

 

Gruß
Mandylein

http://www.mandythoss.de/buchblog

4

Wer bei diesem Roman keine Zeit und Muße zum Lesen hat, sollte es lieber in diesem Augenblick bleiben lassen und für den Strandurlaub oder Krankenhausaufenthalt aufschieben, denn dieser Roman verlangt dem Leser ein hohes Mass an Konzentration und Aufmerksamkeit ab, um die Handlungsebenen, die nicht chronologisch erfolgen, richtig einzusortieren und letztendlich auch richtig zu verstehen. (Ich selber habe mir einen Zettel geschrieben) Wer sich aber darauf einlässt, wird nicht enttäuscht, sondern hat einen typischen, aber erstklassigen, skandinavischen Krimi, der in seiner Grundstimmung düster und dunkel ist und die Charaktere zutiefst menschlich zeichnet. Ake Edwardson hat mich wieder einmal nicht enttäuscht und ich werde ihm wohl auch bei seinem nächsten Roman treu bleiben...

2







Im November vorigen Jahres hatte ich das Glück, ein Vorableseexemplar des Buches „Toter Mann“ von Äke Edwardson zu erhalten. Circa eine Woche, nachdem ich per Email von vorablesen.de darüber informiert wurde, traf das Buch bei mir ein.

 

Den schwedischen Autor Äke Edwardson hatte ich zuvor noch nie in den Fingern. So blieb es nicht aus, dass ich mich vorab im Netz erst einmal ein bisschen über ihn informierte. Er ist ein sehr erfolgreicher schwedischer Kriminalschriftsteller und arbeitete früher als Journalist. Sein Landsmann, der von mir hochverehrte, aber leider schon verstorbene Stieg Larsson, war ein persönlicher Bekannter Edwardsons. Das Buch „Toter Mann“ gehört zu seiner Reihe um den Kriminalkommissar Winter und ist davon schon der 9. Teil.

 

Am Anfang des Buches arbeitet der Autor mit einem sehr bildhaft anschaulichen Schreibstil. Zum Spannungsaufbau nutzt er verschiedene Handlungsstränge. Diese unterscheiden sich für den Leser anfangs dadurch, dass in allen, in denen die Ermittler in ihrem jeweiligen Umfeld auftauchen, diese namentlich benannt werden. Andere Protagonisten bleiben erst einmal anonym und werden nur mit Er oder Sie benannt. Das gibt der Handlung, die relativ langsam voran schreitet, den mysteriösen Touch, der das Interesse am Weiterlesen aufrecht erhält.

 

Die Szenenwechsel finden anfangs oft nach nur jeweils kurzen Anrissen und an Stellen statt, an denen man eigentlich gern noch mehr wissen möchte. Also punktgenau gesetzt und wirkungsvoll. Später dehnt der Autor dann einzelne Handlungsstränge aus, gibt bisher anonym gebliebenen Figuren einen Namen und lässt sie damit "real" werden. Aber auch die Konfliktsituationen der Ermittler werden länger. Spätestens hier wird klar, dass die ermittelnden Protagonisten allesamt mit massiven Problemen zu kämpfen haben.

 

Und ab da kippte das Leseerlebnis für mich. Es traten unheimliche Längen auf. Das lag bei mir eindeutig an den Handlungssträngen mit den Ermittlern. Diese schon aus den anderen Teilen der Reihe bekannten Hauptfiguren, die den Lesern der vorherigen Teile der Reihe wahrscheinlich schon bekannt und sympathisch sind, haben ja eine Vorgeschichte, auf die der Autor auch immer wieder mal kurz mit Bemerkungen eingeht. Da ich persönlich aber im Vorfeld zu wenig über diese Hauptakteure wusste, konnte ich mich mit deren Problemen überhaupt nicht identifizieren. So konnte ich schwer folgen und schlief beim Lesen ständig ein. Dann kämpfte ich ca. 14 Tage ohne wirklich vorwärts zu kommen, bis ich das Buch entnervt zur Seite legte.

 

Da „Toter Mann“, wie oben erwähnt, bereits der 9. Teil einer Krimireihe des Autors mit den gleichen Protagonisten ist, möchte ich es im Moment noch nicht ganz abschreiben. Ich werde mir daher in Kürze den ersten Teil der Reihe besorgen und von vorn anfangen zu lesen. Vielleicht verstehe ich dann vieles besser und kann, wenn das Buch an der Reihe ist, auch mit „Toter Mann“ mehr anfangen.

 

Als Einsteigerbuch in die Kommissar Winter Reihe scheint mir „Toter Mann“ jedoch nicht geeignet.

 

Ullstein Buchverlage GmbH 2009
Übersetzung Angelika Kutsch
ISBN 978-3-550-08712-7
537 Seiten

Derzeit nur als gebundene Ausgabe im deutschen Buchhandel für 19,95 EUR erhältlich.

 

3

Zum Hörbuch:

Ich kämpfe mich durch die ersten Tracks... Habe Schwierigkeiten, die einzelnen Charaktere auseinanderzuhalten. Überlege, wie man diesen schwedischen Namen wohl überhaupt schreibt. Habe mich gerade eingefunden, da hüpft die Handlung wieder von einem Handlungsstrang zum andern, von einer Zeitebene in die nächste... Am liebsten würde ich ja aufgeben, geht aber nicht: Denn ich laufe gerade durch den Wald, es geht stramm bergauf. Die einzige Alternative wäre ausschalten. Nö, da höre ich mir den letzten Track einfach noch mal zum xten Mal an ;-)

Meine Geduld wird dann auch belohnt, nach einem zähen Anfang gewinnt die Handlung deutlich an Fahrt und auch das Ende finde ich recht zufriedenstellend. Trotzdem bin ich in diesem Fall ausnahmsweise mal froh über eine gekürzte Hörbuchfassung. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Mein Fazit: Geduld, Geduld! Es lohnt sich durchzuhalten: Ein solider skandinavischer Krimi, hervorragend gelesen von Boris Aljinovic.

 

2

Bei diesem Krimi habe ich mir gewünscht, dass es nur ein Krimi wäre. Leider verwendet Edwardson viel zu viel Zeit mit den Problembewältigungen der Ermittler. Das ist zum Teil doch arg langwierig. Wer Edwardson das erste Mal liest, wird es nach diesem Buch vermutlich nicht wieder tun. Das Buch läd durch die diversen Privatprobleme des Kriminal-Teams zum Überblättern ein. Das Meiste hat schließlich nichts mit dem Krimi zu tun.

Das Buch hat zwar sehr gute Ideen, aber die Umsetzung ist etwas mangelhaft. Ich hatte mir von dem Autor doch weitaus mehr erhofft. Teilweise muss man sich überwinden, das Buch weiter zu lesen. Erst in der Mitte fängt der Spannungsbogen an sich zu biegen. Da wäre ich schon fast abgesprungen.

Das Ende ist dann wiederum ganz unterhaltsam. Es fügt sich alles zusammen. Die vielen (schon fast zu viele) Puzzleteile sind stimmig.

Sehr gut empfand ich die Sichtweise des Mädchens. Im ersten Moment wirkte es auf mich zwar unpassend, zeigte sich dann aber schnell als gekonnte Zugabe für den Leser.

Das Buch war mir etwas zu "leise". Die Idee sehr gut. Die Umsetzung enttäuschend. Die Privatprobleme zu weit ausgeschöpft. Der Lektor hätte ruhig mehr streichen dürfen.

3

"Gemütliche Lesekost", dachte ich immer wieder, während ich Kommissar Erik Winters aktuellen Fall "Toter Mann" las. Denn in der Tat pendelt das Buch stets zwischen polizeilicher Puzzlearbeit und Beziehungskrisen. Auf der einen Seite erst einmal merkwürdige Schüsse auf ein Haus und auf ein Auto, ganz ohne Personenschaden und als der erste Mord geschieht, ist die Verbindung zu den vorigen Vorfällen recht gewagt. Die Ermittlungen, um einen möglichen Zusammenhang herzustellen, verlaufen dementsprechend unspektakulär, sind Rumgestochere im Finstern und beruhen oft auf Winters Intuition. Auf der anderen Seite bekommen alle Beteiligten ihren Anteil an Buchseiten, denn alle haben sie gerade Probleme, die es zu lösen gilt. Starke Schmerzen der eine, der damit unvernünftigerweise lieber leben will als etwas dagegen zu tun. Eine Freundin, die ausgerechnet jetzt wissen will, ob sie mit der Beziehung das Richtige erwischt hat, der andere. Der Dritte will ein Coming-Out, für den Vierten wäre es das Größte, wenn er seine große Liebe nochmals nur für fünf Minuten sprechen könnte.

Edwardsons Buch will irgendwie Beides, spannend und berührend sein und damit will es irgendwie zu viel für meinen Geschmack. Alleine die Gefühlsirrungen und Wirrungen in Winters Truppe sind schon fast Stoff genug für sich. Aber sie würden halt keinen Krimi ergeben, der dann zweckgemäß dazwischen geschoben wird. Dabei ist der Fall nicht unglaublich spannend, aber wirklich gut gemacht. Alle Spuren führen in den Sommer 1975, in dem ein junges Mädchen spurlos verschwand. Ein Schriftsteller will ein Buch darüber schreiben und recherchiert ein bisschen. Das kommt einem lokalen Kriminellen zu Ohren, der sich kräftig einzumischen beginnt. Was damals passiert ist, wollen plötzlich mehrere Parteien herausfinden. Edwardson klinkt dazu neben den Abschnitten, die in der heutigen Zeit spielen, immer wieder Abschnitte ein, die aus der Sicht des Mädchens erzählen, was im Juli 1975 geschehen ist.

Während sich das Puzzle dank dieser Konstruktion sehr schön auflöst, bleibt am Ende ein Überraschungseffekt übrig. Ein Ende, das letztendlich Vieles in einem neuen Licht erscheinen lässt und dennoch nicht alles bis ins Detail erklärt. Insgesamt gefiel mir der neunte Winter-Fall so gut, dass ich mir gerne einen der vorigen acht Fälle noch zu Gemüte führen werde. Und trotzdem ist er wegen seiner Gemütlichkeit kein Buch für alle Tage.

3















Dieser 9. Fall von Kommissar Winter ist nicht einfach zu beurteilen.

 

Ein leer stehendes Auto mit Einschusslöchern, ein verschwundener Politiker, ein seltsamer Schriftsteller, der ein Buch über ein vor über 30 Jahren verschwundenes Mädchen will und damit fast unfreiwillig die alten Wunden soweit wieder aufreißt, dass es auch Tote gibt…

 

Ich kenne zwar nicht komplett alle Folgen, aber bei dem Autor Ake Edwardson weiß ich, worauf ich mich einlasse. Daher würde ich dieses Buch niemandem empfehlen, der sich nicht zuvor schon einmal mit Kommissar Winter und seinen Kollegen vertraut machen konnte. Sonst verliert man doch eher die Übersicht bzw. wird mit dem speziellen Schreibstil doch eher überfordert.

 

Zusätzlich muss man in der richtigen Stimmung sein. Ansonsten zieht sich der vermeintliche Krimi doch sehr in die Länge. Der Fall an sich wird immer nur mit kleinen Häppchen gespickt und kommt nicht so schnell auf den Punkt. Orte und verdächtige Personen wiederholen sich recht häufig, ohne dass man das Gefühl hat, weiterzukommen. Dazu kommen immer wieder wiederholt reichlich private Probleme der Mitarbeiter der Polizeidirektion. Alle scheinen seltsamerweise Beziehungsprobleme zu haben, es scheint, dass der komplette Kollegenkreis eine Midlifecrisis zu bewältigen hat. Zudem plagen Winter noch heftige Kopfschmerzen, wo man aber nicht erfährt, ob dies jetzt eine Migräne ist oder was Ernsteres.     

 

Dieser „Krimi“ ist leise und geht es sehr ruhig an, melancholisch in der beginnenden dunklen Jahreszeit. Teils etwas sehr langatmig baut sich die Spannung auch erst sehr langsam ab Mitte des Buches auf, wenn man so langsam verstehen kann, wie alles zusammenhängen könnte. Und doch – das Ende bleibt ein kleines bisschen offen und hat auch nicht den großen Surprise-Effekt. Sicher nicht sein bestes Buch, zwar solide im Schema der anderen aber kein Knaller. Daher auch von mir nur 3 Sterne, da es mich als Krimi nicht ganz so überzeugt hat.

 

1

 

Wer düstere skandinavische Krimis mag und auf melancholische , mit Problemen behaftete Ermittler hofft, der dürfte bei diesem Krimi nicht enttäuscht werden.
Für mich war es das erste Buch von Ake Edwardson und „Toter Mann“ ist ein Teil einer Krimiserie, die schon etwas fortgeschritten ist. Es handelt sich hierbei um einen abgeschlossenen Fall, für den es keiner Vorkenntnisse aus vorangegangenen Teilen bedarf. Aus dieser Sicht ist es also kein Problem mittendrin einzusteigen. Was die Protagonisten und ihr Privatleben angeht, da bin ich mir nicht so sicher. Hier wäre es wahrscheinlicher ratsamer, die anderen Bände vorher gelesen zu haben. Kommissar Winter und seine Kollegen sind privat mit so viel beschäftigt und alle haben Probleme, dass diese Angelegenheiten hier sehr stark in den Mittelpunkt rücken und der eigentliche Kriminalfall eher zur Nebensache wird. Das hat mich sehr gestört. Ich hatte einstweilen das Gefühl, dass gar nicht richtig ermittelt wird. Mir hat eigentlich ein Polizeirevier als zentrale Anlaufstelle gefehlt. Ich hatte eher den Eindruck, dass hier jeder für sich ein bisschen ermittelt. Es gab keine Zusammenkünfte auf dem Revier, um die bisherigen Ermittlungsstände zu besprechen und Aufgaben neu zu verteilen. Aus dem Grunde finde ich, hat es auch lange gedauert, bis das Buch Fahrt aufgenommen hat. Mich hat das Buch daher nicht überzeugt, mich mit der Krimiserie rund um Kommissar Winter noch näher zu befassen.
3







Erik Winter hat es in diesem Roman mit einen Puzzle zu tun, dessen Teile nicht so recht zusammen passen wollen. Ein Auto wird auf einer Brücke gefunden, es wurden Schüsse darin abgegeben. Ein Autor gerät mit seinem Nachbarn in Streit, in der Nacht darauf fallen Schüsse. Der Autor meint, dass sie ihm gegolten haben. Niemand kann sich die Vorfälle erklären, auch die Beteiligten können oder wollen nichts zur Aufklärung beitragen. Alle haben etwas zu verbergen und es werden noch mehr Personen in den Fall verstrickt. Außerdem scheint ein lange zurückliegender Fall eine Rolle zu spielen. Damals ist ein junges Mädchen verschwunden. Dann passiert ein Mord und Erik Winter und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Mit dem Fall und mit ihrem Privatleben, welches bei Einigen sehr im Umbruch zu sein scheint.

 

Der Autor teilt seine Geschichte in einige Handlungsstränge auf, zwischen denen er schnell wechselt.  Die einzelnen Abschnitte sind zum Teil sehr kurz. Kurz sind teilweise auch seine Sätze, seine Protagonisten unterhalten sich in knappen Dialogen. Man muss genau mitlesen, um die Dialoge auch den Personen zuordnen zu können. Die Bezüge zu den Vorgängerbüchern halten sich in Grenzen, was angenehm ist, denn so findet man schneller in die Geschichte. Edwardson beschreibt seine Charaktere ziemlich genau, sein ganzer Stil ist detailreich, manchmal ein bisschen zu viel. Es erfordert wirklich aufmerksames Lesen, um die vielen Personen und Handlungsorte zu entwirren. Das Privatleben der Ermittler steht in diesem Roman sehr im Vordergrund und wirkt manchmal etwas weit hergeholt. Weniger ist ab und an einfach mehr. Das Ende ist nicht sehr überraschend und ich hätte es mir weniger hollywoodmäßig gewünscht.

 

Es ist schon sehr lange her, dass ich ein Buch von Ake Edwardson gelesen habe. Es hat mir schon gefallen, aber einer meiner Lieblingsautoren würde er nicht werden. So richtig gepackt hat mich das Buch nicht. Eigentlich ist es eher ein Roman, in dem ein Mord passiert. Er hat seine Längen und ist nichts zum nebenbei lesen. Manches wiederholt sich so oft, dass es ein wenig die Lesefreude schmälert.

 

5

Es ist nicht einfach der Handlung dieses Romanes zu folgen, vor alem dann nicht, wenn man mit dem Ermittlerpersonal nicht bereits aus anderes Winter-Romanen vertraut ist. aber was heißt schon "einfach"? Das Buch ist eine Herausforderung, nichts, was man mal ebenso zwischendurch ein paar Seiten liest!

Winter entfremdet sich schleichend von seiner Familie. Seine Mutter kommt zu Besuch. Der Ex seiner Schwester meldet sich. Aneta und Fredrik haben ebenfalls Beziehungsprobleme. Und Bergenhem macht sein bevorstehendes "Outing" zu schaffen. Es wird Winter in Göteborg- oder doch nicht? Zunächst sieht alles ganz anders aus. Was haben diese seltsamen Vorfälle, die Schüsse auf den Autoren, das verlassene Auto auf der Brücke, zu bedeuten? Hängen Sie zusammen? Sollen sie Winter auf eine Spur bringen, die in die Vergangenheit führt?

"Freude" stellt sich beim Lesen von "Toter Mann" nicht ein, denn die triste und absolut melancholische Stimmung des Buches und der Charaktäre überträgt sich 1:1 auf den Leser. Doch der feine literarische Stil Edwardsons sorgt für einen besonderen Lesegenuss!

Besonders das Ende des Buches hat mich lange verfolgt...

Ein Buchtipp, vor allem für all jene, die bereits mit der Krimireihe vertraut sind.

»Man sollte Bücher verbieten...« »... damit sie mehr gelesen und beachtet werden.« (Albert Camus)

3

Dies war mein erster Roman von Åke Edwardson und ich hatte mich schon auf einen düsteren skandinavischen Krimi eingestellt und auch gefreut.

Das Buch ist ein gutes Buch, es ist nur absolut ungeeignet um am Tagesende darin zu Lesen um ein wenig zu Entspannen. Für mich war es extrem schwierig am Ball zu bleiben und die einzelnen Charaktere und die verschiedenen Handlungsstränge auseinander zu halten. Vielleicht tat ich mir auch so schwer damit, da der Krimi ja aus einer Reihe stammt, wo man die anderen Teile kennen muss um den Durchblick zu behalten.

Kriminalinspektor Lars Berenhem findet ein verlassenes Auto mit Einschusslöchern im nächtlichen Göteborg auf einer Brücke. Zunächst ist alles sehr verworren. Auf wen wurde geschossen und warum?

Nach und nach lichtet sich der Nebel und Kommissar Winter und seine Kollegen können die einzelnen Puzzleteile zu einem Bild zusammenfügen.  Nach und nach stellt sich heraus, dass alle Beteiligten eine Geschichte aus der Vergangenheit verbindet.

Dazu wird die Handlung ergänzt mit den ganz privaten Problemen der Charaktere wie z.B. eine immer wieder auftretende Migräne Winters, wo man sich ständig fragen muss ob nicht etwa ein Tumor dahinter steckt.

Alles in Allem ein lesenswertes Buch, wenn es auch nicht einfach heruntergelesen werden kann, sondern der Verstand ständig gefordert wird.

4

Studium und Klausurenphase haben das Lesen des Buches sehr hinausgezögert und verlangsamt. Etwas weniger kann ich nun die Spannung im Buch beurteilen, da das Lesevergnügen häufig aussetzen musste und viele Pausen verursacht hat. Allerdings war das Buch bis zum letzten Drittel auch nicht so reizend, sodass ich es stets nach dem gelesenen Kapitel weglegen konnte.
Zuerst einmal war mir nicht bewusst, dass es sich um den 9. Teil einer Krimiserie handelt. Das steht nämlich weder in der Buchbeschreibung noch vorne bzw. im Buch, sondern nur hinten im Umschlag. Denn für mich hörte sich die Geschichte zunächst völlig losgelöst an und die dadurch erzeugte Verwirrung hatte durchaus seinen Grund. Hätte man meiner Meinung nach zudem noch irgendwo anders erwähnen können, denn wer liest schon hinten im Umschlag, bevor er das Buch kauft? Das hält denke ich auch nicht viele davon ab, das Buch zu kaufen. Allerdings hat es mich (bis ich die Bemerkung zufällig entdeckt hab) zunehmends verwirrt, da ich ständig gedacht hab: Muss ich die Person kennen? Ist sie schon vorher im Buch aufgetaucht, gab es vielleicht eine Bemerkung die ich überlesen habe? Hätte ich gewusst, dass es sich um einen Teil einer Serie handelt, hätte ich das Buch bestimmt entspannter genießen können.
Die Verwirrung liegt vermutlich auch daran, dass viele ähnliche Charaktere mit ähnlichen Problemen zu tun haben, sodass man auch mal den Überblick verliert, um wen es denn gerade geht. Leser mehrerer Bände halten die Personen bestimmt einfacher auseinander, für Neueinsteiger ist das eher schwer. Da in vielen Szenen auch zwischen Vor- und Nachnamen beider(!) Personen gewechselt wurde, war die Verwirrung teilweise noch größer. Vielleicht wäre auch ein kleines Charakterverzeichnis hilfreich gewesen?
Der häufige Wechsel zwischen Gedankenwelt und Handlungsbeschreibungen von einem außenstehenden Erzähler geschieht häufig, was das Ganze spannend und abwechslungsreich macht. Allerdings gibt es vor allem zu Beginn Monologe, bei denen nicht klar ist, von welchem Charakter diese gedacht und gesprochen werden.
Die Story hat mir aber sehr gefallen, am Anfang waren sehr viele Handlungsstränge da, die parallel verliefen und früher oder später aber erwartungsgemäß - aber nicht ohne Überraschungen - zusammenlaufen. Auch wenn die Handlung insgesamt etwas 'erdacht' aussieht, fällt das während des Lesens nicht merklich auf. Viele Nebenhandlungen werden beschrieben, bei denen man zu nicht immer weiß, ob sie für die Gesamthandlung relevant oder bloß Informationen für Leser mehrerer Bände sind. In einigen Fällen wurde es mir zu abschweifend, wenn ein Charakter völlig in seiner Gedankenwelt versinkt. An anderen Stellen hat mir widerum gefallen, dass nicht alles ausformuliert wurde und der Leser somit interpretieren kann und darf. Vor allem das Zusammenspiel der unterschiedlichen Szenen hat mich anfangs vor ein großes Rätsel gestellt, was ich dann nach und nach verstanden habe. Zum Schluss hin nimmt die Handlung immer mehr Fahrt auf und ab dort konnte ich das Buch auch kaum noch aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist sehr unterschiedlich und immer dem Erzählten angepasst, sodass häufig kurze Sätze auftauchen, die an manchen Stellen auch abgehakt wirken. Insgesamt ist es aber sehr gut lesbar, da die verschiedenen Sichten auch durch die Sprache verdeutlicht werden. Zusammenfassend: Ein spannendes Buch, was dem Leser aller Winter-Krimis noch mehr gefallen dürfte als dem Neueinsteiger. Aber trotzdem nicht weniger interessant für Neulinge, die Charaktere und Handlung lassen sich auch so sehr gut verstehen.

3

Genauso wie an den Wallander Romanen finde ich bei den Edwardson Romanen die melancholische Hintergrundstimmung sehr angenehm und lesenswert. Im Leben läuft auch nicht immer alles rund und so ergeht es auch Kommissar Erik Winter, der unter Migräneattacken zu leiden hat, den Kollegen Fredrik und Aneta, deren Beziehung an einen glimpflichen Punkt angekommen ist oder auch Lars Bergenhem, der sich von Frau und Kind trennt und mit seinem Partner zusammenzieht.

Abwechslungsreich wirken auch die sehr schnellen Szenewechsel zwischen den einzelnen Personen, die zum Teil nur zwei Seiten lang sind. Dies erfordert zumindets am Anfang, wenn die meißten Personen noch unbekannt sind, volle Aufmerksamkeit beim Lesen, da man sonst nicht mit dem Autor und seiner Geschichte mithalten kann.

Das 9. Buch um Kommissar Erik Winter beginnt mit einem verlassen aufgefundenes Auto mit Einschussloch. Bald ist klar, dass nicht nur sein Besitzer, sondern auch der ermordete Sellberg, sein Nachbar der Autor Ademar, ein Stadtbekannter Gangster names Lejon und der Politiker Richardson und seine Frau dabei eine entscheidende Rolle spielen, die alle zusammen eine gemeinsame Geschichte aus der Vergangenheit verbindet. Auch Erik Winter hat an diesem Ereignis von 1975 auf der Schäreninsel Brännö teilgenommen.

Über das ganze Buch hinweg bekommt der Leser immer kleine Teile aus dieser in der Vergangenheit spielenden Geschichte mitgeteilt und erst am Ende setzt sich das ganze Puzzleteil zusammen, was damals wirklich geschehen ist.

Während des ganzen Buches wird eine gewisse Grundspannung aufrecht erhalten, so dass ich beim Lesen nie das Gefühl hatte, keine Lust mehr zu haben weiterzulesen. Trotzdem kam ich bei diesem Krimi nur langsam voran. Das gewisse Etwas, den zündenden Spannungseffekt, dass man Ende mit offenem Mund das Buch in der Hand hält und denkt, dass hätte ich so nicht erwartet, habe ich in diesem Buch vermisst Trotzdem kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der Krimis mit der nachdenklichen Note mag, der über die Personen und ihre Handlungen nachdenkt und den wahren Hintergrund ihres Handelns nachvollzieht.

 

4

Kommissar Erik Winter hat schon eine Menge Fälle gelöst. Dieser Roman ist der 9. Teil der Reihe um ihn und wohl auch um etliche der anderen Personen, die in diesem Buch vorkommen. Da ich keine anderen Teile kenne, kann ich nicht sagen, inwieweit die hier vorkommenden Figuren und Handlungsstränge schon in den verhergehenden Büchern auftauchten.

Es beginnt mit einem verlassenen Auto auf einer Brücke. Der Wagen weist Spuren von Schüssen auf, doch eine Leiche ist nicht zu entdecken. Kurz darauf wird auf einen bekannten Autor geschossen. Auch hier gibt es zuerst keine Spur, wer der Täter sein könnte. der Autor schreibt an einem ganz besonderen Manuskript: Er arbeitet den Fall eines vor dreißig Jahren aus einem Sommerlager verschwundenen Mädchens auf. Die Ermittlungen wurden eingestellt, das Mädchen wurde nie gefunden, man geht davon aus, dass sie tot ist. Aber ob es sich um Mord oder einen tragischen Unfall handelt und wer dahinter steckt, denn sie wollte sich mit jemandem treffen, wurde nie geklärt.
Plötzlich aber scheint dieser alte Fall hochaktuell, denn wie es aussieht, gibt es da eine Verbindung zu den Schüssen auf den Autor und den verlassenen Wagen.

Erik Winter muss sich gleichzeitig aber auch mit einigen privaten Problemen herumschlagen, ebenso wie seine Kollegen. Migräne, der längere Besuch der Mutter, Beziehungen - da hat sich der Autor ein breites Spektrum ausgedacht, durch das er seine Figuren schickt. Das eine oder andere war mir dabei fast etwas zuviel des Guten. Ist ja schön, wenn Figuren Tiefe durch Konflikte bekommen, aber in diesem Buch hat so ziemlich jeder irgendein Päckchen zu tragen, auch jene, die nur als Nebenfiguren fungieren und für die eigentliche Handlung keine Rolle spielen.

Åke Edwardson schreibt gut, wenn auch manchmal ein wenig schleppend. Es dauert ein bisschen, bis die Handlung richtig in Fahrt kommt. Das liegt auch mit daran, dass zu Anfang direkt mehrere, zuerst nur parallel laufende und sich erst später verknüpfende Handlungsstränge vorgestellt werden. Auch gibt es eine sehr große Anzahl von handelnden Figuren.

Doch einmal richtig drin in der Handlung, hat mich die Geschichte sehr gefesselt. Man erfährt erst nach und nach, was vor dreißig jahren mit dem verschwundenen Mädchen war und welche Verbindung sie zu den heutigen Geschehnissen hat.

Zum Hörbuch ist zu sagen, dass es wirklich toll gelesen ist. der Sprecher hat eine sehr angenehme Stimme und liest schön deutlich, es macht Spaß, ihm zuzuhören. Weniger glücklich fand ich die kurzen Passagen mit einer Sprecherin, die den Fall des verschwundenen Mädchens betreffen. Ihre Stimme ist weniger angenehm, auch reißen diese Einsprenksel ein wenig aus der Stimmung der geschichte heraus.

Von dem Hörbuch hatte ich mir mehr erhofft. Ich habe das Buch als Hörbuch bekommen. Leider bin ich nicht über die 1. CD hinaus gekommen. Mir fällt es bei dem Hörbuch schwer, der Geschichte zu folgen. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich immer wieder und wieder die 1. CD auf Anfang gestellt habe um dann fest zu stellen, dass ich nach zwei bis drei Tracks schon wieder nicht zuhöre. Ich werde nicht gefesselt, bei diesem Vortrag. Das, was mich zu Anfang begeistert hatte - nämlich der Sprecher - das ist mir jetzt ein Dorn im Auge. Die verschiedenen Personen werden mit etwas anderen Stimmlagen gesprochen, aber zwischen drin hatte ich den Eindruck, das mind. zwei verschiedene Rollen, mit gleichen Stimmen gesprochen werden.

Das alles zusammen ist der Grund, warum ich jetzt erst einmal aufhöre das Hörbuch zu hören. Ich werde bestimmt noch einmal anfange, aber zur Zeit bin ich nicht begeistert. Deswegen erst einmal ein Stern für diesen Krimi, dem ich nicht zu folgen vermag.

1

Ich bin eigentlich ein Edwarson-Fan, aber dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

Die LP hat mir damals eigentlich ganz gut gefallen und mir wachsende Spannung versprochen, aber leider war ich von dem gesamten Buch etwas enttäuscht.

Ich fand es einfach vielzu verwirrend und musste immer wieder zurückblättern, um zu sehen was es noch mit welchen Personen auf sich hat (was hat das Mädchen jetzt hier zu suchen, wie war das mit dem Autobesitzer und was hat es eigentlich mit den Schmerzen Winters auf sich?!) Auf manche Fragen habe ich bisher immer noch keine Antwort bekommen, aber das liegt wohl eher daran, dass ich das Buch ab ca. der Mitte nur noch quer gelesen habe. Ich habe mich leider ziemlich quälen müssen. Aber ich bin mir sicher, dass es nur ein "Ausrutscher" war und das nächste Edwardson-Buch mich wieder voll überzeugt!

5

Und wieder mal ein toller Krimi aus Skandinavien!
In Ake Edwardsons "Toter Mann" laufen mehrere Handlungsstränge zusammen, sie sind alle Teil einer Geschichte, die aber erst nach und nach dem Leser bewusst wird. Ein Mord ohne Leiche, ein Attentat auf einen erfolglosen Schriftsteller, der verdächtige Nachbar wird später selbst tot aufgefunden, zudem eine Geschichte, die 30 Jahre zurückliegt, bei der ein kleines Mädchen verschwindet.... Dies alles hat scheinbar so gar nichts miteinander zu tun, doch Kommissar Erik Winter, dessen Privatleben auch immer wieder Teil dieser Story ist, löst nach und nach das Rätsel.
Alles in allem ein sehr spannend geschriebenes Buch, toller Schreibstil und auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn man (wie ich) bisher noch nichts von diesem Autor gelesen hat.

2

Was in der Hörprobe so spannend anfing, konnte mich leider nicht überzeugen. Nein, noch nicht mal überzeugen, die gekürzte Fassung bis zum Ende zu hören. Entschuldigung liebes Vorablesen-Team...

Die verschiedenen Erzählstränge, die unterschiedlichen Zeitebenen und vor allem die zahlreichen mir völlig unbekannten Figuren, machten es mir unmöglich, der Handlung wirklich zu folgen. Etliche Tracks habe ich mir mehrmals angehört, aber letztendlich habe ich nach der dritten CD aufgegeben. Schweren Herzens, denn Boris Aljinovic hätte ich noch viel länger zuhören können. Für ihn sind auch die beiden vergebenen Sterne.

Allerdings hat das Hörbuch bzw. ursprünglich die Hörprobe hier mein Interesse an den vorausgehenen Bänden geweckt, die ich mir an den langen Winterabenden vornehmen möchte. Falls mir die ersten Bände besser gefallen, werde ich diesem Hörbuch eine zweite Chance geben und eine zweite Rezi schreiben - mit ausreichend Vorwissen ist es garantiert leichter, der Handlung zu folgen. Dieses Erlebnis ist mir eine Lehre, nicht mehr die ersten Bände von Serien zu überspringen.

 

2

Fans der Krimi-Reihe um Erik Winter werden dieses Buch sicherlich mit Vergnügen verschlingen; Neueinsteiger  - so wie ich es bin - fällt der Einstieg ins Buch etwas schwerer. Mir fehlte im Buch die Spannung, also die Grundvoraussetzung für einen guten Krimi. Dabei bedarf es meiner Meinung nach noch nicht mal vieler Leichen, aber doch schon einer verständlichen und mitreißenden Geschichte. Das habe ich hier größtenteils vermisst. Dafür habe ich eine Menge aus dem Privatleben mir unbekannter Polizisten erfahren. Da haben Fans der Serie einen großen Vorteil! Trotzdem fragte ich mich die ganze Zeit, ob diese gesammelten Informationen für die Lösung des Falles entbehrlich hätten sein können und damit die Verständlichkeit des über 500 Seiten Romanes wesentlich erleichtert hätten.

 

1

Ich habe die Hörbuch-Ausgabe von "Toter Mann".

Das HB habe ich vor einigen Tagen beim Autofahren begonnen. Die ersten Kapitel waren zum größten Teil verständlich und schön erzählt. Der Sprecher, Boris Aljinovis, hat eine angenehme Stimme und er spricht die einzelnen Charaktere sehr gut und deutlich. Trotzdem bin ich leider nicht in die Geschichte reingekommen. Es kommen, meiner Meinung nach, zu viele unterschiedliche Namen, bzw. Personen vor, was mich immer wieder durcheinander gebracht hat.

Außerdem hat eine weibliche Sprecherin zwischendrin irgendeine Geschichte von einem Schwimmer (einer Schwimmerin?) erzählt, der/die auf eine einsame Insel geschwommen ist. Zumindest war das meine Interpretation der Geschichte...

Nachdem ich die erste CD also komplett gehört und teilweise auch einzelne Kapitel wiederholt habe, hab ich das Hörbuch leider abgebrochen.

Vielleicht werde ich es in einigen Wochen nochmal versuchen... Schade...

3

Dies war mein erstes Buch von Ake Edwardson und es war eigentlich genau so, wie die Leseprobe es angedeutet hat. Typische Skandinavische Thriller-Stimmung, düster, etwas bedrückend und trist.

Am Anfang war wirklich alles ziemlich unübersichtlich, da viele Leute vorgestellt wurden und viel über ihr Privatleben berichtet wurde. Die ganze Handlung zog sich am Anfang etwas hin...aber nach und nach wurde es doch schon spannend und gegen Ende wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ich kann abschließend sagen, dass der Edwardson zwar wohl nicht zu meinem Lieblingsautor wird, ich mir aber durchaus vorstellen kann, nochmal etwas von ihm zu lesen. Wer typische skandinavische Thriller mag, ist hier auf jeden Fall richtig!

3

Dies war mein erstes Buch von Ake Edwardson.

Die Geschichte beginnt mit einem auf einer Brücke verlassen aufgefundenen Auto, welches Schusslöcher aufweist.

Es wirken sehr viele verschiedene Personen mit, sodass man am Anfang des Buches fast überfordert ist, den Überblick zu behalten. Auch werden viele private Probleme von Nebenpersonen, wie z.B. Halders unnötig geschildert. Erst ab Mitte des Buchs wird es wirklich interessant und allmählich fügen sich die Puzzleteile ineinander. Das Ende war sehr aufschlussreich und spannend.

Dennoch würde ich so schnell kein Buch mehr von Herrn Edwardson in die Hand nehmen, da es doch sehr schwer zu lesen war.

3

Kurzbeschreibung:

 
Ein verlassener Wagen im nächtlichen Göteborg, Schüsse auf einen bekannten Autor - nichts scheint zusammenzupassen. Doch Kommissar Erik Winter spürt, dass ein mächtiger Gegner ihn belauert. Sind diese Vorfälle Köder, die ihn auf eine bestimmte Spur locken? Oder geniale Ablenkungsmanöver? Immer tiefer gerät Winter in ein verzweigtes Netz aus Lügen und Intrigen, das ihn weit in die Vergangenheit zurückführt. Dann geschieht ein Mord und Winter muss von vorn anfangen. Noch längst hat er nicht überall Licht ins Dunkel gebracht, da fordert ihn sein Gegner zum Showdown.
 
Der Autor:
 
Åke Edwardson, Jahrgang 1953, lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Göteborg. „Toter Mann“ ist der 9. Band einer erfolgreichen Krimiserie um Kommissar Erik Winter.
 
Die Sprecher:
 
Boris Aljinovic, geboren 1967, spielt seit 2001 im Berliner "Tatort". 2007 wurde er mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Bester Interpret ausgezeichnet.
 
Antje Westermann, geboren 1971, ist im Theater, im Fernsehen und im Kino zu sehen. 2001 gewann sie den Deutschen Filmpreis.
 
Zum Hörbuch:
 
Boris Aljinovic schafft es das Hörbuch mit seiner facettenreichen Stimme zu tragen und den verschiedenen Personen und der Geschichte gerecht zu werden. Einzig die Stimmlage an den Stellen, in denen Erik Winter sehr ruhig und getragen, ja fast gelangweilt und lethargisch, spricht, empfand ich als ein kleines bisschen unnatürlich. 
Antje Westermanns Stimme fand ich sehr passend. Ihr gelingt es wirklich gut die Gefühle des verschwundenen Mädchens und die Atmosphäre zu transportieren.
 
Der Einstieg in das Hörbuch war für mich nicht sehr einfach. Zum einen war da die für mich ungewohnte schwedische Aussprache von Namen und Orten. Zum anderen wurden viele Personen vorgestellt und einige Handlungsstränge eröffnet. Beides zusammen führte dazu, dass ich mich sehr konzentrieren musste und dennoch manchmal unsicher war, auch alles richtig verstanden und zugeordnet zu haben.
 
Die Story insgesamt ist komplex und verlangt ständige Aufmerksamkeit des Hörers. Deshalb ist dies nicht unbedingt ein Hörbuch für Nebenbei, da häufig Perspektiv-, Zeit- und Ortswechsel stattfinden.     
Die aufgebaute Spannung ist nicht direkt, sondern eher subtil. Langsam fügt sich immer mehr zusammen und nach und nach entsteht ein Bild des Ganzen. Dies geschieht durch eine durchaus stimmungsvolle Sprache, die auch dazu beiträgt, dass man das Hörbuch interessiert weiterhört.
 
Das Ende ist etwas plötzlich und wirkt insgesamt etwas aufgesetzt. Fragen bleiben am Ende zwar nicht direkt offen, aber dennoch hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit über die Zusammenhänge gewünscht.   
 
Insgesamt ist „Toter Mann“ definitiv kein 08/15 Krimi und zu empfehlen, wenn man Zeit und Muße hat, um dem Hörbuch auch wirklich gerecht werden zu können.
2

Zu Beginn ergänzende Informationen zum Hörbuch:

Sprecher: Boris Aljinovic und Antje Westermann
5 CDs, insgesamt 371 Minuten
gekürzte Lesung

 

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Hörbuch halten soll... Boris Aljinovic ist ein klasse Leser. Die Aussprache der schwedischen Namen ist in meinen Ohren super (bis auf das eine oder andere mal das rollende R in Erik, klingt zu englisch), so dass beim Hörer keine Irritationen auftreten, denn der Hörer braucht die volle Konzentration für das Geschehen. Im ersten Teil (damit meine ich die 1. CD) treten viele Personen auf, viele Namen, die es gilt auch zu behalten und sie der späteren Handlung auch wieder zuordnen zu können. Dank Aljinovic fiel es mir nicht ganz so schwer, wie ich anfangs befürchtet hatte, als die Einführung neuer Namen scheinbar kein Ende nahm.

Im Prinzip ist dies ein Krimi, wie ich ihn liebe: Lauter kleine Handlungstränge, die sich später zu einem Ganzen fügen und die Vergangenheit holt selbst den Komissar ein! Mit der Vergangenheit ist das Verschwinden eines jungen Mädchens vor rund 20 Jahren im Sommerlager gemeint. Der Hörer bekommt häppchenweise aus der Ich-Perspektive dess Mädchens von Antje Westermann erzählt, was damals passiert ist. Schade allerdings, und das ist nicht Edwardson anzukreiden, sondern dem Verlag. Antje Westermann wird als Leserin auf den ersten Blick nicht erwähnt.

Hmm, und nun mein größtest Problem: ich habe das Ende nicht wirklich verstanden! Auch nach mehrmaligen Wiederholen der letzten Titel nicht. Da war dann die Konzentration weg und ich habe es aufgegeben. Oder ich habe es verstanden, fand es dann aber im Vergleich zur aufgebauten Spannung einfach zu banal... zur Klärung sollte ich mir mal das Buch zu Rate ziehen, geschrieben Worte sind manchmal doch etwas hilfreicher!

 

 

 

5




Endlich einmal war es wieder soweit und ich durfte nun den 9. Fall von Kommissar Erik Winter lesen.

Das Buch wurde aus verschiedenen Perspektiven beschrieben, was das Ganze zu Anfang recht unübersichtlich machte. Man wusste schließlich nicht, was für eine Rolle jeder spielte. Man wusste lediglich, dass ein verlassenes Auto auf einer Brücke gefunden wurde und Schüsse in diesem Fahrzeug abgegeben wurden. Langsam setzte sich alles zusammen und so kam immer mehr Licht ins Dunkel.

Ich gebe ja zu, ich bin ich Fan von Ake  Edwardson und seinem Erik Winter. Deswegen hatte dieses Buch etwas von einem „Klassentreffen“ für mich. Aber es hat sich wirklich gelohnt es zu lesen, weil es von Seite zu Seite spannender und fesselnder wurde. Ich habe nur immer bedauert, dass der Tag nur 24 Stunden hat und ich nicht jede Minute weiterlesen konnte.

Für mich sehr empfehlenswert, ich steh halt auf diese „trockene“ Schreibweise.




3

Das Hörbuch hatte einen langwierigen bzw. langweiligen Start über die ersten 3 CD´s. Es forderte die volle Konzentration, man kann es nicht nebenbei zur Entspannung hören. Am Anfang erscheinen unterschiedliche Handlungsstränge, die erst am Ende spannend miteinander verknüpft werden. Mir waren es am Anfang für ein Hörbuch einfach zu viele verschiedene Handlungsstränge, die sehr schwer verständlich waren. Ich brauchte fast 2 CD´s um überhaupt einmal mir selbst einen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Szenarien klar zu machen. Was ich gut am Hörbuch fand, waren die zwei Leser, da sie Abwechslung rein brachten und durch die korrekte Aussprache der schwedischen Namen glänzten. Nicht so gut fand ich, dass die Lautstärke der Leser so stark variierte, dass man immer wieder nachregeln musste.

Es war das erste Mal, dass ich ich von Ake Edwardson überhaupt etwas gehört habe. Ich bin nach diesem Hörbuch unschlüssig, ob ich dem Autor noch eine Chance lasse.

4

Ein verlassener Wagen im nächtlichen Göteborg, Schüsse auf einen bekannten Autor -- nichts scheint zusammenzupassen. Doch Kommissar Erik Winter spürt, dass ein mächtiger Gegner ihn belauert. Sind diese Vorfälle Köder, die ihn auf eine bestimmte Spur locken? Oder geniale Ablenkungsmanöver? Immer tiefer gerät Winter in ein verzweigtes Netz aus Lügen und Intrigen, das ihn weit in die Vergangenheit zurückführt. Dann geschieht ein Mord und Winter muss von vorn anfangen. Noch längst hat er nicht überall Licht ins Dunkel gebracht, da fordert ihn sein Gegner zum Showdown.

 

Zu Beginn ist Ake Edwardsons Buch meiner Meinung nach sehr Verwirrend für den Leser, was für Leser die die Bücher des Schriftstellers nicht kennen schnell dazu führen kann, dass der Leser die Lust am lesen der Buches verliert und dieses eigentlich tolle Buch zur Seite legt.

Für Fans von Skandinavischen Kriminal-Autoren, ist dieses Buch ein Fest.. auch wenn es am Anfang recht verwirrend ist und das Lesen sich dadurch in die Länge zieht. Circa ab der hälfte des Buches lichten sich dann die einzelnen Handlungsstränge des Buches und die Spannung hält den Leser gefangen und der Leser hat den Wunsch Kommisar Eric Winter bei seinen Ermittlungen zu unterstützen.

 

Alles in allem ein Anspruchsvolles und sehr tolles Buch!

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