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Über das Buch:
Harry Hole ist am Ende, er vegetiert mehr, als dass er lebt, in Hongkong - zu seinem bekannten Alkoholproblem gesellen sich inzwischen noch Opiumkonsum und Spielschulden bei der Mafia. Nachdem Oslo von einem grausamen Serienmörder heimgesucht wird, versucht Kaja Solness, eine neue Kollegin, Harry zur Rückkehr und Mitarbeit zu bewegen. Erst als er erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt, willigt er ein.
Zurück in Oslo erwartet ihn nicht nur Mordfälle, die mit einer außergewöhnlichen Mordwaffe begangen wurden, sondern auch das Kompetenzgerangel zwischen dem (alten) Dezernat für Gewaltverbrechen und dem (neuen) Kriminalamt, geleitet von Mikael Bellham, dem keine Intrige und kein Trick zu schmutzig ist, um die Ermittlungserfolge auf sein Konto gehen zu lassen. So ermittelt Harry (geheim) zwischen Norwegen und Afrika (wo er auf die Mordwaffe stößt) und zwischen Freund und Feind, denn vieles ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Meine Meinung:
"Leopard" ist der achte Band um die Reihe mit Harry Hole und bei diesem Buch muss ich sagen, dass es von Vorteil ist, wenn man zumindest den Vorgängerband "Schneemann" gelesen hat. Zum einen verrät dieses Buch einiges von dem vorhergehenden Fall (was dem Leser einiges an Spannung nehmen würde, obwohl der richtige Name des Schneemanns nicht verraten wird), zum anderen fehlen dem Leser einige Zusammenhänge, warum sich zum Beispiel Katerine Bratt in einer psychiatrischen Klinik aufhält oder warum die Beziehung/der Kontakt zu Rachel und ihrem Sohn Oleg komplett abgebrochen ist.
Jo Nesbø schafft es, auf über 700 Seiten eine gut ausgearbeitete, detailreiche und komplexe Geschichte zu erzählen, bei der es dem Leser nicht langweilig wird und bei der auch der Überblick nicht verloren geht. Der Schreibstil ist angenehm, für dieses Genre sicherlich etwas gehobener, trotzdem teilweise auch etwas derb. Es gelingt ihm Stimmungen zu vermitteln, die den Leser am Geschehen teilhaben lassen und die dem ganzen eine gewisse Glaubwürdigkeit verleihen, auch hier wird das eine oder andere Klischee bemüht, aber es stört in diesem Kontext nicht. Die beschriebenen Personen und auch die Nebenhandlungen sind tragfähig, ebenfalls gut ausgearbeitet und sind nicht nur belanglose Füllinformationen. Der Plot ist gut ausgedacht, überzeugend inszeniert und kaum zu durchschauen und zieht den Leser in einen Strudel aus Gewalt, Rache, Verrat und Hass. Anfangs werden nur dem Leser einige falsche Fährten präsentiert, im Laufe der Geschichte wird aber auch Harry Hole wiederholt auf die falsche Spur gelenkt.
Auch bei diesem Buch muss man sich als Leser wieder etwas an die doch recht häufig gebrauchten norwegischen Begriffe gewöhnen. Auch die Liebesgeschichte ist erträglich und es gibt (Spoiler - alle die es noch nicht gelesen haben - nicht weiterlesen) kein Happy End.
Der Leopard hat alles, was ich mir von einem Krimi, bzw. Thriller wünsche - (glaubwürdige) Wendungen und Überraschungen, Handlung (ausführlich, da wo nötig, aber kein unnötiger Ballast), Tempo, Raffinesse und immer kombiniert mit stetig steigender Spannung.
Mein Fazit:
Wieder ein nordisches Highlight.
Ich habe mir dieses Buch privat besorgt.
"Leopard" ist der achte Fall aus der Reihe rund um den Ermittler Harry Hole.
Wieder einmal konnte mich Autor Jo Nesbø überzeugen. "Leopard" ist genauso spannend wie es auch schon der Vorgänger "Schneemann" war und Harry Hole noch immer der gleiche alte Stinkstiefel. Ein Ermittler mit menschlichen Schwächen, der in wachen Momenten mit seinem Geist glänzt und in dessen schwächeren Augenblicken man kaum glauben kann, dass so jemand bei der Polizei arbeitet.
Besonders ist in diesem Fall die Mordmethode mit den Leopoldsäpfeln. Die Beschreibungen dazu fand ich sehr interessant und für Harry Hole hatte dies den angenehmen Nebeneffekt einer Reise nach Afrika. Überhaupt ist Hole in "Leopard" außergewöhnlich viel unterwegs. Sicherlich entspricht dies nicht im Entferntesten der Realität eines Polizisten, doch dies schreibe ich der künstlerischen Freiheit des Autors zu. Faszinierend finde ich es, wie sich nach und nach alle Fäden zusammensetzen und so ein Netz an Verknüpfungen erkennbar wird.
Wieder einmal hat Jo Nesbø es geschafft, den Leser längst möglich an der Nase herumzuführen und zu überraschen. Lediglich der Titel des Buchs konnte mich diesmal nicht überzeugen. Passender wäre es gewesen, wie beim "Schneemann" den Namen zu wählen, mit dem der Mörder von der Polizei versehen wird. Das wäre in diesem Fall "Kavalier" gewesen.
Aber auch das nächste Buch wird sicherlich in meinen Händen landen und angenehme Lesestunden bereiten.
Bereits nach wenigen Seiten hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Jo Nesbø versteht jedenfalls sein Handwerk. Er schafft es immer wieder, den Leser an der Nase herumzuführen. Jedesmal wenn deutlich wird, wer der Täter sein könnte, kommt einige Seiten später die Kehrtwende. So spielt Nesbø mit Verblüffung, Verwirrung und steigender Spannung.
Es ist ein überaus komplexes und kompliziertes Geflecht, in das immer mehr Menschen hinein verwoben werden, doch es ist so gut geschrieben, dass man problemlos den Überblick behält.
Genauso wie mit den vielen Indizien verhält es sich mit der Tätersuche. Im Laufe des Buches kommen so einige Kandidaten in Frage und als Leser findet man sich da nicht nur einmal auf dem Glatteis wieder. Bis dann etwa 100 Seiten vor dem Ende wirklich alles geklärt scheint, doch dann startet es erst richtig durch zu einem furiosen Finale.
Beeindruckend fand ich, dass so einige unbedeutend erscheinende Details wie z.B. Harrys gebrochener Kiefer oder auch die zum Opiumschmuggel zweckentfremdete Plastikflasche an bestimmten Stellen noch sehr wichtig werden.
Nesbo handhabt alle großen und kleinen Einzelheiten wirklich so gekonnt, dass am Ende ein rundherum stimmiges Ganzes herauskommt.
Das Buch handelt sehr viel von Vergangenheitsbewältigung, jeder der Protagonisten hat ein persönliches Monster im Keller, mit dem er sich mehr oder weniger stark herumschlagen muß. Ein ebenfalls wichtiger Punkt befasst sich mit der Prägung eines Menschen, wie stark ein einziges Erlebnis in der Jugend sein ganzes späteres Leben beeinflussen kann. Es geht überhaupt um starke Gefühle, um Rache und Vergebung, um Abschied und Neubeginn. Und darum, wohin Haß einen Menschen treiben kann, oder was er aus Liebe bereit ist, zu tun.
Der Schreibstil liest sich ansprechend und lebendig und wartet mit Beschreibungen auf, die perfekt Stimmungen vermitteln und den Leser eine Szene direkt miterleben lassen. Die Charaktere sind in sich stimmig und mit viel psychologischem Gespür erstellt.
Im neuen Harry-Hole-Krimi von Jo Nesbø stellt sich diese Frage sehr häufig. Denn nicht nur in Ruanda sterben die Menschen gleich reihenweise - vor allem die zwangsrekrutierten Kindersoldaten - , sondern auch in Oslo und Umgebung werden diverse Mordopfer gefunden. Die Besonderheit ist das Mordwerkzeug, das zunächst nicht identifiziert werden kann.
Da die Mordkommission Oslos, die in einen internen Machtkampf mit dem Kriminalamt und dessen karrieregeilem Chef, Mikael Bellman, verwickelt ist, von einem neuen Serienmörder ausgeht, wird Kaja Sollness auf den Weg nach Hongkong geschickt, um dort den untergetauchten Harry Hole zu reaktivieren. Dies gelingt ihr nach einigen Mühen auch, so dass sich der beinahe schon sagenumwobene Kommissar an die Ermittlung machen kann.
Verwoben mit diversen familiären Problemen rund um Vater und Schwester, gelingt Harry - natürlich - die Aufklärung des Falles, wobei sich sicher nicht nur mir beim Lesen oftmals die Frage gestellt hat, ob er nicht besser daran getan hätte, in Hongkong zu bleiben.
Der achte Fall von Harry Hole ist nochmals härter und nochmals blutiger als die Vorgänger. Allerdings ist er - wie auch die anderen Bände - sehr facettenreich und gut geschrieben. In diesem Roman sind es die Verflechtungen zwischen so genannter erster und dritter Welt, der Ausbeutung der Rohstoffe des afrikanischen Kontinents und die Problematik der Kindersoldaten, die aufgegriffen werden.
Denn so friedlich, wie es immer scheint, ist Norwegen - zumindest im Krimi - nicht. Und die Bewohner der Vidda mögen zwar weit von der Hauptstadt entfernt wohnen, ab vom Schuss sind sie nicht.
Wer Nesbø liest, muss auf harten Tobak gefasst sein. Die beschriebenen Mord- und Folterwerkzeuge bzw. Methoden sind nichts für schwache Nerven. Gleichzeitig gelingt es dem 50jährigen Autor, die Spannung gleichmäßig hoch zu halten und ein gutes literarisches Niveau zu erreichen. Und auch die romantische Seite des Lesers wird befriedigt.
Was mich an Nesbø fasziniert, ist, dass es ihm gelingt, logische Wendungen in seine Fälle einzubauen - man verzweifelt beim Lesen nicht daran, dass ein Mörder z.B. gar nicht eingeführt wurde oder Indizien plötzlich umgewidmet werden.
Kein anderer Ermittler leidet so stilvoll wie er: Harry Hole ist wieder da. In seinem achten Fall „Leopard“ ist er ganz unten angekommen: er fristet sein Dasein in Hongkong, wo er von Glasnudeln und Opium lebt. Da taucht unerwartet eine neue Kollegin aus dem alten Ermittlerteam auf: Kaja Sollness hat den Auftrag, Harry wieder zurück nach Oslo zu bringen, wo er Jagd auf einen Serienmörder machen soll. Allein die Tatsache, das sein Vater schwer erkrankt im Hospital liegt vermag ihn zu überzeugen, wieder nach Hause zu fliegen. Dort angekommen muß er sich nicht nur mit den neuesten Mordfällen auseinandersetzen, sondern sich auch noch um die Zuständigkeit mit dem Kriminalamt schlagen. Bis dahin sind drei Frauen auf grauenvolle Weise ums Leben gekommen: zwei wurden mit einem sogenannten „Leopoldsapfel“ getötet, eine dritte wurde in einem alten Schwimmbad erhängt aufgefunden. Nach und nach gelingt es Harry, die Opfer miteinander in Zusammenhang zu bringen. Doch um dem Täter wirklich auf die Spur zu kommen, muss er sich seinem schlimmsten Alptraum stellen: dem Schneemann …...
Wer Harry Hole auf seinem steinigen Weg begleitet, muß wirklich hart im Nehmen sein: nicht nur seine Fälle sind außergewöhnlich, auch sein Privatleben und seine Sucht nach einem Rausch sind alles andere als einfach. Und obwohl Harry Hole eigentlich die Sorte Ermittler ist, die ich so gar nicht leiden kann, habe ich ihn trotzdem lieb gewonnen: wo seine Kollegen ihren Kummer schnöde in ihren eigenen vier Wänden im Alkohol ertränken, steht Hole zu seinem Versagen, zelebriert es geradezu. Auch die anderen Figuren entsprechen nicht den gängigen Klischees: wie auch im richtigen Leben schaut man ihnen nur vor den Kopf und ist auch hier vor Überraschungen und Enttäuschungen nicht gefeit, was aber gut zum Schreibstil und zur Handlung passt und sich nahtlos einfügt.
Wie auch schon in den Vorgänger-Romanen entwickelt Nesbo eine originelle Grundidee zu einer irrwitzigen Ereigniskette, die die Ermittler in verschiedene Teile der Welt schickt und den Leser atemlos vor Spannung zurück lässt. Hier geht es nicht um einen 08-15- who-done-it: der Autor verlangt von seinen Lesern Aufmerksamkeit und Köpfchen, ein schnelles Überfliegen geht nicht. Dafür wird man aber auch mit einem besonderen Krimi belohnt, der trotz seiner knapp 700 Seiten keine Längen kennt. Dabei legt er so viele Fährten und für uns auf so viel verschiedene Spuren, und doch ist am Ende alles anders als gedacht. Die Handlung ist spannend, der Erzählstil außergewöhnlich und der Kriminalroman (der diese Bezeichnung als einer der wenigen wirklich verdient hat) flüssig zu lesen.
Das einzige, was ich an dem Buch zu bemängeln habe, ist der Titel: der Originaltitel „Panserhjerte“ ist auf jeden Fall passender und stimmiger als der deutsche „Leopard“. Das stört das Lesevergnügen aber nicht wirklich.
Fazit: „Leopard“ ist kein Krimi für Zwischdurch, aber wer gut ausgefeilte Handlungen und keine Komplettlösungen mag, der sollte sich das Buch keinesfalls entgehen lassen.
Der Schneemann steckt ihm noch gehörig in den Knochen: Harry Hole, die „lebende Legende des Osloer Polizeipräsidiums“ ist nach Hongkong geflüchtet. Er hat Spielschulden, die Mafia ist auch nicht gut auf ihn zu sprechen. Eine erneute Mordserie in Oslo jedoch weckt in ihm wieder den alten Instinkt.
Leopard,
Nesbo versteht es eine unerträgliche Spannung mit den verschiedenen Handlungen aufzubauen und überzeugt mit sprachlicher Raffinesse. Er schockiert seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Ein unheimlichen und grausamen Anfang, fesselnd, nervenaufreibend, beklemmend, düster, rasant, einfach ein perkter Krimi.
Zum besseren Einblick würde ich schon empfehlen den Vorgänger "Schneemann" zu lesen.
Ein Muss für alle die skandinavische Krimis lieben
Intelligenz, behaupten die Intelligenten, ist die Fähigkeit, sich der Situation anzupassen. Wenn du ein Buch verkehrt in die Hand genommen hast, lerne, es verkehrt zu lesen. Wieslaw Brudzinski
Harry Hole hat sich nach seinem letzten Fall nach Hongkong abgesetzt, hat Schulden bei der Chinesen-Mafia, wird deswegen von dieser verfolgt und fristet sein Dasein in Alkohol- und Drogenexzessen. Die Ermittlerin Kaja Solness vom Kriminalamt Oslo wird nach Honkong geschickt um Hole zurück nach Norwegen zu holen, wo er in einer Mordserie ermitteln soll. Soness kann Hole schließlich zur Rückkehr überreden. In Oslo werden dann die Ermittlungen Holes von ständigen Intrigen und Machtspielen zwischen Kriminalamt und Morddezernat überschattet.
Das Buch beginnt ziemlich blutrünstig, nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete. Auch wenn man "Der Schneemann" nicht gelesen hat, findet man sich rasch mit der Handlung und den Personen zurecht. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende spannend, wenn der Autor auch oft ziemlich weit und ausführlich abschweift. Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet, ihre Charaktere gut herausgearbeitet. Ab der Mitte des Buches wird es etwas verwirrend, da ein Täter gefasst, wieder freigelassen, wieder ein anderer gefasst wird usw. usw. Mit der Zeit ein bisschen viel; weniger wäre hier wohl mehr gewesen.
Der Schreibstil ist sehr gefällig, gut lesbar, besonders die kursiv geschriebenen Einschübe (Gedankengänge des Täters) fördern die Spannung zusätzlich. Nesbø schreibt nicht nur einen Krimi, der Roman geht schon in Richtung Epos; vergleichbar mit der Trilogie von Stieg Larsson oder Mankells Wallander-Fällen. Ein Buch nicht nur mit dem klassischen „Wer ist wohl der Mörder?“-Spiel, sondern auch ein Krimi mit Niveau und gesellschaftspolitischem Hintergrund.
Die ausgefeilten Charaktere, die überraschenden Wendungen, die Schauplätze lassen das Buch zu einem Genuß werden, man kann einfach nicht aufhören zu lesen, auch wenn es gerade mal wieder sehr grausam ist.
Nachdem er schwer an der Lösung eines Falles zu knacken hatte, ist Harry Hole nach Hong Kong abgehauen. Dort hat er sich bei den Triaden keine Freunde gemacht und muss sich verstecken. Allerdings hat seine junge Kollegin Kaja keine großen Schwierigkeiten ihn aufzuspüren. Schwieriger ist es schon, ihn nach hause zu bugsieren. Erst als er erfährt, dass sein Vater todkrank ist, erklärt sich Hole bereit nach Oslo zu kommen.
Dort wartet schon ein Fall auf ihn. Drei Frauen sind grausam ermordet worden, es scheint sich um Serienmorde zu handeln. Gleichzeitig gibt es Zuständigkeitsrangeleien zwischen den einzelnen Dienststellen. Da Mikael Bellmann den Fall an sich gerissen hat, darf Hole nur heimlich ermitteln. Er tut so, als handele es sich bei seiner Ermittlung um einen ganz anderen Fall. Und so ist er seinem Kollegen oft um eine Nasenlänge voraus. Noch eine Nasenlänge voraus ist nur der Killer.
Ein spannender Krimi, der sich gut und flüssig lesen ließ. Obwohl mir Harry Hole als Ermittler eigentlich nicht so liegt, hat mich der Roman sehr gefesselt. Quer durch Europa und Afrika wird ermittelt. Der Fall ist sehr verwickelt, so dass ich den Spuren der Ermittler folgend den Täter erst relativ spät entlarvt habe. Geschickt hat der Autor die Handlungsstränge gewoben und mich aufs Glatteis geführt. Dennoch würde ich mir wünschen, dass Harry Hole zu einem gesünderen Ermittler mit einem halbwegs normalen Umfeld würde. Die Capriolen, die er macht, sind mir manchmal etwas too much.
Ein Rätsel ist für mich ungelöst geblieben: Warum wurde als Titel nicht Panzerherz gewählt, wie es die Übersetzung des Originals zu sein scheint?
Das Buch war eine freundliche Leihgabe der Stadtbücherei.
Mein erster Nesbo. Nachdem ich dieses Buch glesen hatte war ich froh zu wissen, dass es noch mehr davon gibt !
Der depressiv, drogensüchtige "Held" Harry Hole, versumpft in der düsteren Unterwelt von Hongkong.
Aber er wird gesucht, denn er wird gebraucht. Oslo wird von einer Reihe grausamer Taten erschüttert. Also macht sich die ehrgeizige, ansonsten aber etwas "farblose" Kaja auf Harry zu finden und zurück zu bringen.
Sie schafft es, aber wo bringt sie ihn hin ? Der Vater liegt im Sterben. Zwei Behörden kämpfen und dasVorrecht an dem Fall. Vieles aus seiner Vergangenheit schwappt wieder hoch, gutes und mieses.
Und dazwischen ein grausamer Mörder mit einer ungewöhnlichen Mordwaffe. Allein die Beschreibung des Werzeuges und seiner Wirkungsweise hat mich schon schaudern lassen. Und an sich waren die ersten Morde ja auch Selbstmorde, das Opfer wurde entsprechend präpariert, dann mit seiner Angst un Verzweiflung allein gelassen, so lange bis sich als eiziger Ausweg nur noch der kleine Draht zeigt, an dem das Opfer eigentlich nie ziehen sollte... aber was bleibt ihm sonst noch zu tun um diese Tortur zu beenden...
Eine krasse Story, viele Wendungen und viele Verdächtige.
Aber Harry gibt nicht auf, denkt, grübelt, setzt sich durch. Gegen alle, notfalls gegen sich selbst.
Und er schafft es das Puzzle zusammenzufügen. Trifft die richtigen Entscheidungen, auch am Ende. Sicher die Entscheidung war grausam aber die einzig logische.
Dafür das Harry das Grauen beendet wird er vom Autor kurz belohnt. Rahel. Nur kurz und auch nur zum Begräbnis des Vaters. Ein kleines Stück unerreichbar-grausames Glück.
Dies war mein erster Nesbo, aber mit Sicherheit nicht mein letzter.
„Leopard“ ist der 8. Fall rund um den Ermittler Harry Hole. Ich muss sagen, dass dieses Buch wirklich grausam beginnt. Der Leser befindet sich mit einer Person in einer ausweglosen Situation, die einem beim Lesen regelrecht die Gänsehaut über die Arme jagt.
Aber damit nicht genug mit seinen beinahe 700 Seiten hat „Leopard“ kaum ruhige Momente. Die ganze Zeit überlegt der Leser, was als nächstes passieren könnte. Das fesselt selbstverständlich und lässt immer neue (vermeintliche) Täter hervorkommen.
Ich selber sah mich schon auf dem richtigen Pfad, dann kamen allerdings die letzten 100 Seiten, die mich regelrecht fesselten und meine Theorien zugrunde richteten.
Einen kleinen Punkt der mit etwas aufgestoßen ist, sollte ich aber dennoch erwähnen. In diesem Buch werden sehr viele Anspielungen auf den Vorgänger „Schneemann“ gemacht. Ich selber habe das Buch noch nicht gelesen und fand es teilweise etwas verwirrend.
Als ich die Leseprobe zu dem Buch "Leopard" gelesen habe war ich begeistert. Gleich am Anfang so viel Spannung und offene Fragen, diese Geschichte musste ich einfach lesen. Nun wo ich mich mehrere Wochen durch das Buch gequält habe bin ich nicht mehr so begeistert. dies könnte allerdings auch an der Tatsache liegen, dass lieber Thriller als Krimis lese.
Die Geschichte und die Ideen an sich haben mir eigentlich ganz gut gefallen, der Charakter des Harry Hole als heruntergekommener Gestrandeter war mir sehr sympathisch.
Ich fand es aber schade, dass die Spannung die im Buch durchaus aufkam sofort wieder durch die langweilige Problematik der Zuständigkeit des Falles zunichte gemacht wurde. Der Ermittler Harry hat sich doch sowieso ständig über alles und jeden hinweggesetzt wozu also der Streit zwischen Kriminalamt und Morddezernat?
nach der Schneemann-Ermittlung, und zwar zwischen den Garküchen Hongkongs.
Kaja Solness spürt ihn im Auftrag von Gunnar Hagen, dem Leiter des Kriminalamtes, auf und bringt den abgewrackten Hole zurück nach Oslo, wo ein neuer Serienkiller sein Unwesen treibt. Dessen bestialische Vorgehehensweise in Verbindung mit einem Leopoldsapfel ist teilweise sehr brutal beschrieben.Man bittet Harry aufgrund seiner Serientäter-Erfahrung um Unterstützung in diesem Fall, aber auch Harry kann die Unterstützung seiner Kollegen, besonders Kajas, sehr gut gebrauchen.
Das Buch ist wieder ein toller Nesbo, ich kenne bisher nur den Vorgänger "Schneemann", auf den in diesem Buch auch häufig Bezug genommen wird, aber man kann "Leopard" auch solo verstehen. Wieder versteht es Nesbo durch Wendungen und Sichtwechsel die Spannung kontinuierlich zu steigern, überraschende Wendungen sind das Tüpfelchen auf dem I!
Das Buch hat mir gut gefallen, allerdings halte ich den "Schneemann" für einen Hauch besser. Man darf gespannt sein, ob und wie es mit Harry Hole weitergeht. Nesbo steht auf meiner Merkliste ganz oben!!
Wieder ein Roman mit Harry Hole, wieder geht es um einen Serienkiller, der gefasst werden soll. Und wieder versteht des Jo Nesbo, einen sehr spannenden Roman um eine interessante Handlung und interessante Figuren zu weben.
Nach dem Schocker am Anfang, der bei modernen Thrillern ja eigentlich fast dazugehört, bleibt der Roman durchgehend spannend bis zum Ende. Man rätselt als Leser mit, ist über immer neue Wendungen erfreut, erstaunt und gefesselt. Auch die persönliche Geschichte um Harry Hole, den man in früheren Romanen des Autors schon liebgewonnen hat, ist interessant und glaubhaft.
Im Vergleich zum "Schneemann" hat mir "Leopard" nicht ganz so gut gefallen ... Warum, kann ich nicht genau sagen - vielleicht war mir die Handlung etwas zu konstruiert? Die Ausflüge nach Afrika zu weit weg von der eigentlichen Handlung? Gut war das Buch dennoch - und spannend, was bei einem Thriller ja das Hauptargument ist.
Auf jeden Fall kann ich den Roman all jenen, die skandinavische Krimis mögen, durchaus empfehlen. Allerdings würde ich Lesern, die Nesbo und Harry Hole nicht kennen, doch raten wollen, mit einem früheren Roman einzusteigen, dann hat man mehr von der persönlichen Situation, in der sich Harry Hole in diesem Buch befindet.
Rezension zur Hörprobe:
Hongkong und Oslo; die zwei Schauplätze am Anfang des Romans. Kommissar Harry Hole ist am Ende, er hat alles hinter sich abgebrochen; die Mafia in Hongkong ist hinter ihm her. Gleichzeitig erschüttert Oslo eine Serie an Morden.
Das Hörbuch reisst einen von Anfang an in einen Strudel aus Gewalt, Rache, Verrat und Hass. Alles beginnt mit einigen sadistisch genau geplanten Morden. Harry Hole und Kommissarin Kaja Solness machen sich auf den Weg ein Phantom zu fangen, das als der Leopard alle Fäden geschickt in der Hand hält. Man meint immer mal wieder zwischendurch, dass man den Täter schon hat, aber dann wendet sich das Blatt wieder. Und die Jagd beginnt von Neuem. Es kommen noch weitere Schauplätze z.B. in Afrika vor.
Fazit: Klasse Hörbuch die Lust auf die anderen Werke von Jo Nesbø macht. Man ist vom ersten Moment an richtig in das Geschehen mit reingezogen. Manchmal muss man aber sehr genau zuhören; um die Sprünge von einer Person zur anderen mitzubekommen. Aber dass ergibt sich dann meistens sehr schnell aus der Handlung.
Eine super Alternative zum Buch. Kann man z.B. so nebenbei im Auto hören. Man möchte dann so manchesmal am liebsten weiterfahren, obwohl man schon am Ziel ist; nur um zu hören wie es weitergeht.
Harry Hole hat sich eigentlich als Ermittler verabschiedet und nach Hongkong abgesetzt, lässt sich dann aber doch in die Ermittlungen zu einem äußerst unberechenbaren und intelligenten Serienkiller hineinziehen. Die Geschichte wird überschattet von dem Clinch zwischen dem Kriminalamt und dem Morddezernat.
Das Buch beginnt gleich mit einem brutalen Mord, es ist eindeutig nichts für Zartbesaitete. Schnell ist der Leser in der Handlung drin, die Spannung bleibt von Anfang bis zum Ende erhalten. Die Hauptdarsteller sind facettenreich ausgestaltet, man findet sich schnell in die Atmosphäre des Buches ein.
Das Buch ist Teil einer Reihe, es ist der achte Band in der Reihe um Harry Hole. Vor allem zum vorhergehenden Band wird sehr viel Bezug genommen. Ich kenne die bisherigen Bände nicht und fand es manchmal etwas schwierig, mich hier zurechtzufinden. Gestört haben mich auch die vielen englischen Einstreuungen, hier hätte ich es besser gefunden, alles auf Deutsch zu lesen.
Mit seinen knapp700 Seiten ist das Buch ein ziemlicher Wälzer. Etwa ab der Mitte des Buches glaubt man, den Täter zu kennen, doch immer wieder kommt eine neue Wendung hinzu, der Täter wird verworfen, ein neuer kommt ins Visier oder ein bereits Verworfener wird wieder hervorgeholt. Mir selbst war es irgendwann zu viel mit so vielen Wendungen, da wollte ich nicht mehr mitraten. Hier wäre vielleicht weniger doch etwas mehr gewesen…
Alles in allem ist dieser Krimi dennoch ein Pageturner und hat mir viele spannende Lesestunden beschert.
Endlich mal wieder ein Buch, das auch schon vom Umfang her interessant ist - auch ein "Schnellleser" hat erstmal genug zu lesen: Jo Nesbo - "Leopard". Es ist nicht der erste Band über dem Ermittler Harry Hole, aber die Ausflüge in die Vorgeschichte sind so gestaltet, dass man diesen Band auch ohne Vorkenntnisse lesen und verstehen kann. Wobei ich schon sehr neugierig auf den vorhergehenden Band wurde.
Der Autor führt den Leser durch verschiedenen Länder, durch Gegenwart und Vergangenheit seiner handelnden Charaktere und durch den ständigen Konflikt zwischen "Gut" und "Böse". Die Charaktere sind vielschichtig, ihre Motive nicht immer klar. Die ganze Handlung ist spannend und zeiht den Leser in ihren Bann. "Leopard" ist ein Krimi der Spitzenklasse.
Zur Handlung: Harry Hole hatte nach seinem letzten Fall, den Ermittlungen in den Serienmorden des "Schneemann", einen völligen Absturz und ist in Hongkong gelandet. Er nimmt Drogen und will nie wieder als Polizist arbeiten. Zu sehr belastet ihn, was seine geliebte Rakel und ihr Sohn erleben mußten. Kaja, die junge, engagierte Polizistin, holt Harry zurück nach Norwegen. Ein Serienkiller tötet Frauen, und zuerst scheint es keinen Zusammenhang zu geben. Außerdem liegt Harrys Vater im Sterben. Es kommt zum "Duell" zwischen Harry und dem Täter - wieviele Tote wird es noch geben?
Als Harry Hole aus seinem drogen-, alkohol- und zigarettenverseuchten Loch in Hongkong gerissen wird, in dem er versucht hat, seine Erlebnisse mit dem Schneemann-Fall zu verdrängen, ist er zuerst gar nicht begeistert. Eine gewisse Kaja Solness, die er bis dato nicht mal kannte, wird dazu herab beordert, ihn wieder nach Oslo und zum Morddezernat zurückzubringen. Eine neue Mordserie plagt die norwegische Hauptstadt – der Täter wird diesmal von der Presse als „Leopard“ bezeichnet.
Ein Mord folgt dem nächsten, und einer ist grausamer als der Letzte. Schließlich lässt sich Harry überzeugen (was nicht zuletzt an seinem schwerkranken Vater liegt), mit zurück zu kommen. Schon bald findet er die erste Spur: Alle Opfer waren zur gleichen Zeit in ein und derselben Hütte in den Bergen. Doch wer war noch dort? Wie viele Opfer werden wohl noch folgen? Bald schon gibt es erste Verdächtige und erste Indizien, die jedoch auch den gewieften Ermittler nicht immer auf die richtige Spur führen. Der stetige Wettkampf, den sich das Morddezernat und das Kriminalamt liefern, macht die Arbeit nicht leichter für Harry.
Bei „Leopard“ handelt es sich mal wieder um ein Buch, dass das Lesen wirklich in jeder Hinsicht wert ist. Die Charaktere wirken realistisch und vielschichtig. Gerade Harry Hole ist ein sehr verschrobener Charakter, der dadurch aber an Glaubwürdigkeit gewinnt und den ich in mein Herz geschlossen habe. Zwar ist er direkt, manchmal ein wenig fies, und seine Abhängigkeiten gegenüber diversen Drogen lässt ihn im ersten Augenblick als eher negativ erscheinen, aber im Verlaufe des Buches hat man immer mehr die Möglichkeit, unter diese von ihm selbst geschaffene Oberfläche zu sehen und einen verletzlichen und liebenswürdigen Menschen zu entdecken. Seine stetige Liebe zu Rakel, welche ihm die Möglichkeit verbaut, sich gegenüber Kaja zu öffnen und endlich loslassen zu können, sowie sein Kampf gegen Mikael Bellman, verleihen seinem Charakter zusätzliche Tiefe. Auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet. Der Kampf Harrys mit sich selbst und mit den anderen verleiht dem Buch neben den Morden und der Ermittlung des Täters eine zusätzliche interessante und fesselnde Seite.
Die Morde an sich sind durchweg sehr grausam und bei mir kam öfters der Impuls hoch, das Buch sofort wieder zuzuschlagen. Durch die Beschreibung der einen Tat direkt zum Einstieg ist man als Leser sofort in der Handlung und gespannt – ich hatte jedoch beispielsweise die Befürchtung, dass das Buch durchweg einfach nur von Gräueltaten gespickt sein könnte und ansonsten eine flache Handlung hat. Dem war aber nicht so, im Gegenteil. Der Plot ist gut durchdacht, man selbst wird immer wieder in die Irre geleitet bei dem Versuch, dem Täter beim Lesen auf die Spur zu kommen, und die Lösung ist am Ende genauso logisch wie unerwartet.
Ich bin von diesem Buch einfach nur begeistert und gebe daher die vollen fünf Sterne mit Freuden. Ich werde mir auch „Schneemann“ nun noch besorgen und auch die weiteren Fälle von Harry Hole mitverfolgen.
Ein Serienmörder erschüttert mit grausamen Morden Oslo. Kaja Solness, Kommissarin beim Osloer Polizeipräsidium, wird beauftragt Harry Hole aus Hongkong zurück nach Norwegen zu holen. Dies gestaltet sich anfangs schwieriger als gedacht und nur das Wissen um seinen todkranken Vater lockt ihn in die Heimat zurück. Nach einiger Überredungsarbeit durch seinen Chef ist Harry bereit, zusammen mit Björn Holm und Kaja Solness anfangs verdeckt an dem Fall zu arbeiten. Verdeckt aus dem Grund, da das Kriminalamt den Fall an sich gerissen hat und dem Ministerium durch dessen Auflösung die Unfähigkeit der Mordkommission beweisen will. So gerät Harry mitten hinein in interne Intrigen, die sich auch gegen ihn richten, während seine Ermittlungen ihn bis nach Ruanda führen.
Die Jagd nach dem Schneemann haben bei Harry Hole tiefe Spuren hinterlassen. Er ist alkohol- und drogenabhängig, im Inneren zutiefst verletzt und nur mit Opium und der gelegentlichen Flucht in den Alkohol gelingt es ihm noch, seine Dämonen zu bezwingen und wenigsten ab und an noch Schlaf zu finden. Allerdings behindert dies nicht seine geniale Kombinationsgabe und so entdeckt er schnell eine erste Spur, die die Ermittlungen voranbringen.
Die Anschuldigen und Intrigen durch das Kriminalamt, hier in Person von Mikael Bellheim, begegnet Harry meist mit stoischer Ruhe und bissigen Kommentaren. Allerdings hat er aber auch keine Probleme damit, seine Ergebnisse Bellheim mitzuteilen, denn im Gegensatz zu Bellheim, der nur seine Karriere im Sinn hat, geht es Harry einzig und allein darum, den Serienmörder zu fassen, der mittlerweile immer weiter und grausamer mordet.
Neben der Figur Harry Hole überzeugen auch die weiteren Charaktere durchweg durch ihre vielschichtige, lebendige Beschreibung und einige Figuren sind so undurchsichtig gezeichnet, dass ihre Handlungen einen immer wieder überraschen und sie somit nicht vorhersehbar sind. Auch hierdurch befindet sich die Spannung durchweg auf sehr hohem Niveau.
Düster, beklemmend, grausam, melancholisch, nachdenklich, erschütternd ... so hat Jo Nesbo seinen neuesten Thriller angelegt und dies in einem Schreibstil, der dermaßen fesselnd und atmosphärisch dicht ist, dass man fast augenblicklich von der Story eingenommen ist.
Diese überrascht immer wieder und ist sehr komplex angelegt. Es sind so viele unvorhersehbare Wendungen eingebaut und Kleinigkeiten, die plötzlich an Wichtigkeit gewinnen, dass man seine Meinung in Bezug auf Täter und Motiv mehrmals im Lauf des Thrillers revidieren muss.
Jo Nesbo gelingt es durchweg, eine sehr intensive Spannung aufzubauen und seine Beschreibungen der Morde und Tatorte sind genau in dem Maß beschrieben, dass die eigene Fantasie Regie führt und einem mehr als einmal ein Schauer den Rücken herunter läuft.
Nesbø gehört wirklich zu den wenigen, die es schaffen, dass eine Serie auch nach mehr als fünf Bänden noch zulegt anstatt abzubauen. Sprachlich hebt er sich sowieso mehr als deutlich von dem ab, was wir so - großteils aus den USA - auf den Tisch bekommen. Feine Formulierungen, tiefgreifende Beschreibungen der oft sehr komplexen Emotionen seiner Protagonisten und ein Handlungsverlauf, der bis zum Schluss sehr spannend bleibt, zeichnen auch dieses Buch aus. Ein Muss für alle Fans der Harry-Hole-Reihe, die hoffentlich noch lang kein Ende nimmt!
Mit diesem Krimi ist dem Autor ein spannendes Buch gelungen, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat, wozu auch nicht zuletzt der bissige Humor beigetragen hat, durch den die Handlung nicht gar so düster ist wie bei anderen nordischen Autoren.
Der Autor: Jo Nesbo,1960 geboren,Musiker,Schriftsteller,Ökonom und nebenbei auch noch Sänger,schreibt neben Kinderbücher auch sehr erfolgreich Kriminalromane.
Das Cover: ...ist mal wieder sher passend zum Tietel des Buches ausgewählt! Das Buch wäre mir in der Buchhandlung garantiert aufgefallen!
Das Buch: Mehrere Frauen wurden auf äußerst brutale Weise getötet. Zunächst spricht man nur hinter "Vorgehaltene Hand " von einem Serientäter, doch eigendlich wissen es alle längst. Aus diesem Grund wird Kaja geschickt um Harry Hole aus Hong Kong zurück zu holen.Doch dieser lässt sich nur wiederwillig zurück bringen. Doch schon bald ist Hole wieder mitten drin in den Ermittlungen.
Jo Nesbo hat es schon mit dem "Schneemann" geschafft, mich bis zum Schluss zu fesseln;und hier ist es ihm wieder gelungen! Nesbo schafft es mal wieder seine Leser zu täuschen und zu verblüffen. Kaum das man denkt, man ahnt wer der Mörder sein könnte,da wendet sich das Blatt. Und obwohl er auch hier schon recht früh den Mörder zu erkennen gibt, bleibt es doch bis zur letzten Seite Spannungsgeladen!
Ich bin inzwischen ein echter Fan seiner Bücher und wünsche mir unbedingt mehr von ihm;gerne auch, mit dem Lieben Herrn Harry Hole ! 
In Oslo kommt es zu einer Serie aufsehenerregender Morde.
Bei der Aufklärung der Morde soll Harry Hole helfen,aber dieser ist in Hongkong untergetaucht.Doch Komissarin Kaja schafft es inn wieder zurückzubringen.
Schon bald merkt Hole, dass es nicht nur um die Lösung eines komplizierten Falles geht,sondern auch um den Machtkampf des Kriminalamtes und der Kriminalpolizei.
Das Buch hat man trotz der hohen Seitenanzahl schnell gelesen,da die Geschichte sehr fesselnd ist.
An manchen Stellen wird das Buch zwar etwas verwirrend und es war für mich manchmal schwer der (Vor-)Geschichte zufolgen,weshalb ich empfehlen würde vor "Leopard" den "Schneemann" zu lesen.
Fazit:
Ich kann "Leopard" nur weiterempfehlen.
Jo Nesbo hat einen spannenden Kimi geschrieben, der nun zu meinen Lieblingskrimis zählt.
"Der Schneemann" war schon so ein spannendes Buch. Doch hier hat sich der Autor noch einmal selbst übertroffen.
Katja Solness, Mitarbeiterin im Dezernat für Verbrechen in Norwegen, fliegt nach Hongkong. Sie hat den Auftrag Harry Hole zurückzuholen, damit er bei der Aufkärung bei Frauenmorden hilft.
Doch Harry hat nach der Aufklärung der Schneemannmordserie eine Auszeit genommen und ist wieder schwer abgestürzt. Neben dem Alkoholgenuß ist jetzt noch der Opiumkonsum hinzugekommen und er muß sich vor der chinesischen Mafia verstecken, denen er 150.000 Hongkong-Dollar schuldet.
Als Katja ihn aufspürt, ist er nicht bereit mit Ihr nach Norwegen zurückzukehren. Katja löst ihn bei der Mafia aus und bekommt seinen eibehaltenen Pass zurück. Da er immer noch nicht mitkommen will, erzählt sie ihm von der schweren Erkrankung seines Vaters.
So kehrt Harry Hole zurück und gerät zwischen zwei Fronten. Er soll als Berater für das Mordezernat arbeiten, da er ofiziell nich mehr als Kommissar tätig ist. Doch das Kriminalamt ermittelt in dem Mordfall und besteht auf ihre Zuständigkeit und will eine schnelle Klärung des Falles. Es kommt zuernsthaften Kompetenzgerange, wobei das Kriminalamt jeden Schritt der Ermittlungen von Hole zu kennen scheint. Jedes Mal wenn der Fall geklärt zu sein scheint, nimmt er wiede eine andere Wendung. Wer ist der große Unbekannte?
Auch mit seiner Vergangenheit muß Harry Hole sich auseinandersetzten. Sein Vater liegt im Sterben und es gibt viele unausgeproche Worte zwischen ihnen. Und auch die liebe kommt wie immer nich zu kurz.
Ein wirklich spannendes Buchh. Und ich hoffe auf neue Fortsetzungen von den Ermittlungen des harry Hole.
Die junge Kommissarin Kaja fliegt nach Hongkong, um ihren berühmtesten Kollegen Harry Hole nach Oslo zurück zu holen. Er soll ihnen helfen, die aufsehendste Mordserie Oslo´s zu klären. Harry wird immer tiefer in den Fall hineingezogen. Der Täter geht unheimlich grausam und perfide vor. Nach einigen Enttäuschungen führen die Spuren nach Afrika. Doch immer, wenn Harry meint, den Fall gelöst zu haben, ist alles anders als er meint.
Dieses Buch ist an Spannung kaum zu überbieten. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen, in denen geschrieben wurde, zog es mich sorort in seinen Bann. Normalerweise weiß ich recht schnell, wer der Täter ist, Doch durch die unterschiedlichen Fährten, die gelegt wurden, konnte ich mich bis auf die letzten Seiten nicht festlegen. Es war zwar ärgerlich, dass ich " Den Schneemann" nicht vorher gelesen habe, aber der Handlung konnte ich trotzdem gut folgen. Mehr noch, ich habe regelrecht mitgefiebert und gelitten.
Fazit: Das ist ein Buch, das jeder, der auf Thriller steht, gelesen haben sollte.
Meine Meinung:
Jo Nesbo hat mit Harry Hole einen faszinierenden Charakter geschaffen, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert.
Bei dem Hörbuch hat mich schon die Hörprobe gefangen genommen: sehr authentisch wird erzählt, wie sich ein Opfer in den letzten Minuten mit dem gruseligen Folterinstrument "Leopold Apfel" fühlt.
Die Story an sich ist wieder sehr spannend aufgebaut mit einigen falschen Fährten und durchgeknallten Charakteren.
Beim Hörbuch hatte ich manchmal das Gefühl, dass einige Kürzungen nicht so ganz gelungen waren.
Beim eigentlich sehr, sehr guten Sprecher Burghart Klaußner hat mich etwas gestört, welche Stimmlage/Tonlage er für Harry Hole gewählt hat. Das war mir definitiv "zu alt" - so hat es einfach auf mich gewirkt.
So funktioniert's: