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Leseeindrücke

Hier finden Sie alle Leseeindrücke zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

Therapie nötig

3

Die Leseprobe umfasst die ersten beiden Kapitel des Buches. Zunächst wird Libby Day als Protagonisten dargestellt. Bei ihr handelt es sich um eine 31-jährige Frau, die wohl als kleines Mädchen die Morde an ihrer Mutter und ihren Schwestern miterlebt haben soll. Sie gab damals bei der Polizei an, dass ihr Bruder der Täter war. Nach dieser Tragödie wurde sie innerhalb der Familie rumgereicht. Keiner konnte sich lange um sie kümmern. Was anscheinend auch an ihrem Wesen lag. Gleichzeitig spendeten aber Menschen, die von ihrem Schicksal erfuhren Geld, welches in einem Fonds angelegt wurde. Seit ihrem achtzehnten Lebensjahr hat sie davon gelebt. Nun (nach elf Jahren) ist der Fonds aufgebraucht. Libby ist eine recht kleine und kindlich gebliebene Frau, die keinen Beruf erlernt hat und scheinbar sozial recht unkompetent ist. Sie scheint die Erlebnisse nicht therapeutisch verarbeitet zu haben und legt eine recht spröde und teilweise aggressive Art an den Tag. Am Ende des Kapitels nimmt sie eine Einladung von einem jungen Mann an, der einem Mord-Club angehört. Innerhalb diese Gruppe beschäftigt man sich mit "interessanten" und spektakulären Morden. Zum 25 Jahrestages ihrer Erlebnisse soll sie Gast in diesem Club sein.Im zweiten Kapitel wird der Tag vor der Ermordung beschrieben. Hauptsächlich erfährt man aus diesem Kapitel wie die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder zueinander waren.

Insgesamt scheint es Zweifal an der Täterschaft des Bruders zu geben. Dieser Punkt scheint sie als Spannungspol durch die gesamte Geschichte zu ziehen.

Sprachlich ist der Text genauso spröde wie Libby. An einigen Stellen ist er einfach nur unangenehm. Zudem werden teilweise stark Stereotype bedient (der in schwarz gekleidete Bruder = Mörder?), die allerdings auch in die Irre führen sollen.

Fazit: Wenn man sich erst einmal an die harte Sprache gewöhnt hat, liest sich der Text recht flüssig. Die Geschichte hat das Potenzial noch sehr interessant zu werden.

Was geschah wirklich?

5

*Finstere Orte* zieht den Leser sofort in den Bann. Man liest im ersten Kapitel über die depressive Libby Day, die vor 25 Jahren mit ansehen musste, wie ihre komplette Familie ermordet worden ist. Das sie dies noch nicht überwunden hat ist verständlich.

Man taucht ein wenig in ihr Leben ein und versucht zu begreifen, was wirklich geschehen ist. Dann kommt ein Sprung in das nächste Kaptiel, welches genau vor dem Tag des Mordes spielt.

Ben, Libbys älterer Bruder und der verurteilte Mörder dieses Verbrechens verändert sich deutlich und reagiert auf freundschaftliche Versuche seiner Mutter mit Ablehnung.

Nun frage ich mich als Leserin, war er wirklich der Mörder? Was ist genau passiert? Warum wurde Libby nicht auch ermordet?

Fragen über Fragen und bisher noch keine Antworten... ich bin gespannt.

falsche erinnerungen?

4

bereits der covertext weist ja darauf hin, dass am 03. januar 1985 vielleicht nicht das geschah, was passiert zu sein scheint ...

das erste kapitel zeigt das *heute*. libby day, die einzige überlebende des amoklaufes ihres bruders, lebt einfach in den tag hinein. eigentlich lebt sie nicht, sie existiert - von den spendengeldern, welche ihr die tragödie des 03. januar 1985 einbringt. man fragt sich, warum hat sie es nicht in ein normales leben geschafft? es ist doch soviel zeit vergangen ...

ein bisschen aufklärung bringt das zweite kapitel. der tag vor der tragödie. in dem kapitel sieht man, dass libby die einzige in der familie war, die eine bindung zu ben hatte. vermutlich hat sie auch deshalb überlebt. denn warum sollte ben sie verschonen, auch, wenn sie aus dem haus geflohen ist, so hätte man eine 7jährige doch schnell eingeholt ...

eigentlich scheint die sache klar - ben hat die familie - bis auf lilly - getötet und kommt nach aussage seiner schwester ins gefängnis, wo er sich auch heute noch befindet. doch irgendjemand hat immer zweifel, ob denn wirklich alles so war oder ob die 7jährige lilly in ihrer angst, ihrer verwirrung, in dem ganzen chaos doch nicht das gesehen hat, was sie nach der tat ausgesagt hat...

ein vielversprechender leseeindruck der lust auf mehr macht - 4 sterne

Finstere Orte

4

 

Gut aufgebaute Story

Das erste Kapitel "Libby Day" beschreibt Lebenssituation und Denken aus der Perspektive der heutigen Libby, während das zweite Kapitel der Leseprobe den Leser um 25 Jahre zurückversetzt, an den Tag des Verbrechens, begangen durch Libbys Bruder Ben.

Die Story beginnt spannend, nicht zuletzt bedingt durch den geschickten Aufbau mit Perspektiven- und Zeitwechsel.

Noch sind alle Möglichkeiten offen: Hat Ben tatsächlich seine Familie umgebracht oder ist eine andere Person (vielleicht sogar Libby selbst?) für das unglaubliche Verbrechen verantwortlich?

Was in der Prärie wohl wirklich geschah?

5




Libby Day ist 31 Jahre alt, steht aber leider –wie man anhand des Alters erwarten könnte – nicht mit beiden Beinen fest im Leben. Einerseits ist das sicherlich auch Libby’s Schuld selbst, sie ist verschlossen und hat keine große Lust wirklich am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Andererseits kann sie einem aber auch Leid tun, den im Alter von 7 Jahren hatte sie eine unglaubliche Tragödie zu verwinden: Von ihrem Bruder Ben wurde sie zur Weisin gemacht. Am 2. Januar 1985 schien noch alles in Ordnung, zwar war Ben eigenwillig und in sich gekehrt wie immer, doch lebten ihre Eltern und die beiden älteren Schwestern noch. Am nächsten Tag dann waren sie tot und Ben war ihr Mörder. Das Schicksal des armen kleinen Mädchens bewegte viele Menschen und so wuchs ein 6-stelliger Spendenfonds für Libby an. Doch der ist jetzt fast verbraucht, vermutlich nimmt Libby nur deswegen das Angebot eines speziellen Clubs an, der sehr an ihrer Geschichte interessiert ist, an. Auf welche Hintergründe wird Libby treffen? Ist Ben wirklich unschuldig, wie immer mehr Menschen glauben?

Mir hat die Leseprobe zu „Finstere Orte“ sehr gut gefallen. Die Hintergründe der Handlung werden bereits durchleuchtet und tiefgründig übermittelt. Sie zeigen sowohl das Leid, das Libby ertragen musste, als auch das falsche Verhalten, das sie heute als erwachsene Frau an den Tag legt. Ich bin mir sicher, dass uns mit „Finstere Orte“ wieder ein ähnlich spannendes und gestricktes Buch wie „Cry Baby“ erwartet, mit dem Gillian Flynn bereits zu überzeugen wusste.




Wenn die Vergangenheit dich nicht loslässt ...

4







 

Obwohl es eigentlich nicht mein Buchgenre ist, hat mir der Klappentext derart angesprochen, sodass ich mich der Leseprobe angenommen habe.

 

1985 löscht der Bruder der damals 7 jährigen Lilly Day das Leben ihrer Familie aus – Leidglich sie wird davon verschont. Seither steht ihr Leben Kopf.

 

Als sie 24 Jahre später damit konfrontiert wird, dass das in einer Spendenaktion für sie gesammelte Geld gen 0 geht, überlegt sie sich, wie sie zukünftig ihren Lebensunterhalt bestreiten soll. Just in diesem Momemt erhält bekundet ein ominöser Kill-Club erneut Interesse an ihrer Geschichte.

 

Im Anschluss erhält der Leser einen Rückblick auf den Tag vor dem Drama aus Sicht der Mutter.  Ben,  Libby Bruder, befindet sich inmitten der Pubertät und seine Mutter tut sich schwer mit den damit verbundenen Aktionen.

 

Nun möchte ich gerne wissen, wie es weiter geht: Was sind Bens Beweggründe für die Tat? Wie geht es mit Libby weiter – Bringt sie sich durch den Besuch des Clubs in Gefahr? – Wird sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen?

 

Ich freue mich auf die Veröffentlichung.

 

Der große Bruder ...

4

Libby zelebriert sich selbst als unsympathische, egozentrische und kaltherzige Person. Sie hat - vor sich selbst zumindest - einen guten Grund dafür: Ihr Bruder Ben brachte die Mutter und die beiden Schwestern um, und Libby als einzige Zeugin sorgte für seine Verhaftung. So sieht es wenigstens aus, doch alles weist auf eine Überraschung hin.

Sie will nicht erwachsen werden, darauf deuten ihre geringe Körpergröße, ihr kindliches Aussehen und ihr kindisches Scheuen vor Verantwortung hin. Dass sie ein entsetzliches Trauma hat, ist klar. Doch offenbar hat sie nie etwas unternommen, um es irgendwie zu bewältigen, im Gegenteil, es dient als Entschuldigung für alles: Für ihre verkorkste Persönlichkeit, für ihre Faulheit und für ihren feindseligen Umgang mit allen Leuten.

In einer Frühstücksszene wird die Familie vorgestellt: Eine alleinerziehende Mutter mit einem pubertären Sohn und drei jüngeren Töchtern, die eine Farm zu bewirtschaften hat, die nicht genug zum Leben abwirft. Bis dahin erscheint das Zusammenleben ganz normal, denn pubertierende Kinder und ihre Eltern haben immer Probleme. Und dass sich Geschwister spinnefeind scheinen, gehört auch zum Alltag.

Geschickt hat die Autorin beide Ausgangssituationen, Libbys Gegenwart und ihre alles beherrschende Vergangenheit, nebeneinander gesetzt, so dass beide Erzählstränge beim Leser Erwartung und Spannung wecken. Wird diese Erzählweise durchgehalten, kann man ein fesselndes Lesevergnügen erwarten.

Finstere Orte

2

Die Leseprobe geht um Libby Day. Der erste Abschnitt erzälht ihr Leben mit 30 Jahren. Sie lebt von den Spenden der Leute, die ihr zukamen nachdem ihr Bruder Amok lief und den Rest der Familie asulöscht. Sie verhält sich unsympathisch, hat keine Lust zu arbeiten und versucht deswegen über andere Wege Geld zu bekommen.

Im zweiten Kapitel wird der Vortag des Amoklaufes ihres Bruders erzählt. Ihre tiefe Zuneigung zu ihrem Bruder ist nicht zu übersehen. So ist sie die einzige die ihn "erreicht" in seiner pubertären Phase.

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte könnte spannend werden. Deswegen gibt es von mir 2 Sterne!

Könnte interessant werden

2

Bei den ersten paar Seiten der Leseprobe dachte ich noch, dass ich sie wohl nicht zuende lesen würde - die Sprache gefiel mir ganz und gar nicht. Aber auf den folgenden Seiten hat sich das Interesse gesteigert, was vermutlich auch mit den Fragen zusammenhängt, die aufgeworfen werden.

Libby Day ist keine sympathische Protagonistin, was mich aber nicht verwundert - wer so traumatisiert ist, kann nicht Everybody's Darling sein. Wie es mit ihr weitergeht, interessiert mich dennoch. Außerdem würden mich die Antworten auf meine Fragen interessieren: Was genau will der "Kill Club" von Libby? Ist tatsächlich ihr Bruder der Täter? Und wenn ja, was war sein Motiv?

Die Autorin sieht auf ihrem Portraitfoto so unschuldig aus

4

aber in Wahrheit ist sie eine wirklich knallharte Thrillerautorin.

Die Protagonistin Libby hat als Kind miterlebt, wie der eigene Bruder die Familie dahingemetzelt hat. Aufgrund der Aussage des Kindes sitzt dieser nun im Gefängnis. Als einzig Überlebende wird das Mädchen von Verwandten zu Bekannten und dann wieder zu Verwandten weitergereicht.

Heute, mit über 30, lebt sie verbittert und depressiv von einem Fond, der für sie eingerichtet worden war, als das Massaker stattgefunden hatte. Nur leider ist auch jeder Fond einmal aufgebraucht. Da kommt ihr der Brief eines Unbekannten gerade recht, dieser bietet ihr Geld um an einer Veranstaltung des sogenannten "Killerclubs" teilzunehmen.

Flüssig zu lesen. Den Schreibstil würde ich schon fast als nüchtern betrachten. Bin gespannt wie es mit Libby weitergeht

 

Spannend beginnt es...

4

.... spannend scheint es weiter zu gehen.

Schade, dass die Leseprobe so schnell zu Ende war.

Wie auch schon in Cry Baby zieht uns Gilliane Flynn ganz schnell in die Handlung, an den Ort des Geschehens. Mit lebhaften Worten und bildhafter Sprache wird keine Zeile der Leseprobe langweilig und man fiebert schon von Anfang an mit. Woher kommt die Todessehnsucht von Libby Day? Warum malt sie sich ihren eigenen Selbstmord aus? Was mag da passiert sein?

Fragen, die den Leser erst mal nicht mehr los lassen. Frau Flynn weiß, wie man Leser gewinnt - und behält !

 

 

Finstere Orte

4

Was hat Libby in jener Nacht vor 25 Jahren gesehen? Ihre Erinnerungen werden in der Leseprobe deutlich geschildert. Ihr Bruder hat ihre Mutter und auch ihre beiden Schwestern umgebracht. Doch als plötzlich dieser Fremde aus dem Kill-Club auftaucht und sie um ein Treffen bittet, kommen erste Zweifel auf.

Schade, dass die Leseprobe so schnell zuende war. Gerne hätte ich mehr über die Beziehung zwischen Libby und Ben erfahren. Sie hat den Hass in ihm als erstes gesehen....

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und auch originell. Die Sätze lesen sich wie im Flug und schon ist man am Ende der Seite angelangt. Auch der sarkastische, vom Leben gezeichnete Ton in Libbys Erinnerungen gefällt mir gut. Ab und an derb, aber der Bogen wird nicht überspannt.

Libby selbst bezeichnet sich als fies, aber mal ehrlich solche dunklen Gedanken hegt doch jeder irgendwann einmal. Wir alle sind neidisch...

Die Leseprobe war gut gewählt und macht Lust auf mehr.

Nervenkitzel Pur

5

Libby Day ist die einzige Überlebende eines furchtbaren Massakers in dem ihr Bruder ihre komplette Familie auslöschte. Seid dem bekommt sie ihr Leben nicht wirklich in den Griff.

Die Leseprobe beginnt mit einem Blick auf die heutige, depressive Libby, welche sich immer noch weigert Erinnerungen an früher zuzulassen. Als Kind wurde Sie nach diesen schrecklichen Ereignissen von einem Verwandten zum nächsten gereicht. Wir begegnen einer gereizten, depressiven und egoistischen Libby Day. Jetzt mit 31 ist nun auch der Spendenfond, vom welchem Sie bis jetzt Ihr Leben bestritten hatte aufgebraucht und Libby steht vor der Frage wo Sie in Zukunft Geld herbekommen soll, bis ein Brief eines ominösen Kill-Clubs ihre Aufmerksamkeit weckt.

Anschließend bekommen folgt ein Rückblick auf den Tag vor dem damaligen Blutbad. Aus der Sicht ihrer Mutter welche mit ihrem Pupatierenden Sohn und der Gesamtsituation nicht zurecht kommt. Gänsehaut Feeling stellt sich ein, da wir ja wissen was am nächsten Tag unweigerlich folgt.

Der Text ist sehr mitreißend geschrieben und weckt die Neugier welchen einen zwingt bei Katastrophen und Mordberichten die Nachrichten laufen zu lassen und hinzusehen. Dies ist es womit der Autor spielt. Und dies tut er gekonnt, wir wollen nicht wegsehen sondern wissen was damals passiert ist und warum und was aus Libby wird.

Man merkt förmlich wie sich ein tiefer Abgrund auftut aus dem die Protagonisten nicht mehr hinaus kommen.

Ich kann es kaum erwarten mehr zu lesen.

Eine Leseprobe zum verschlingen, und wahrscheinlich auch ein selbiges Buch.

 

 

 

Lese lieber ungewöhnlich!

Finsteres Drama

4

Der Ausgangspunkt des Buches ist eigentlich nichts Neues: ein Mensch, der in seiner Kindheit ein traumatisches Ereignis erlebt hat, wird ja von vielen Thrillerautoren benutzt. Interessant hierbei, dass es sich bei dem Mörder um den eigenen Bruder handeln soll. Eine spannende Konstellation für ein Familiendrama, das recht düster und bitter daherkommt.

Ich finde den Einstieg in diesen Thriller sehr ansprechend und freue mich auf ein weiteres fesselndes Buch dieser Autorin!

finstere orte

4

der covertext für dieses buch war sehr ansprechend. kann es wirklich sein, dass ein 7jähriges mädchen den mord an seiner familie sieht, gegen ihren bruder aussagt und 25 jahre später darüber nachdenkt, ob diese nacht doch anders war, als sie es damals gesehen/ wahrgenommen hat?? gibt es sowas wie einen *knallzeugen* bei einem mord?? also habe ich erwartungsvoll die leseprobe begonnen.

das erste kapitel über libby fand ich dann aber sehr schleppend. irgendwie kam kein schwung in die geschichte, die einzige greifbare information war, dass libby quasi kein leben hat und nun auch noch ihre finanziellen mittel, welche aus spenden bestehen, zur neige gehen - quasi am ende sind.

überraschend dann das zweite kapitel!! allein die überschrift - 2. januar 1985 - ein tag vor den morden!! das überzeugt. die ganze zeit achtet man darauf, was ben macht, sagt ... ob es schon anzeichen gibt, dass er es war oder eben hinweise, dass er es vielleicht nicht war - nach dem zweiten kapitel war ich überzeugt, ich möchte wissen, was passiert ist.

einen stern abzug für den langweiligen start (ich hätte die leseprobe fast nicht zu ende gelesen) - 4 sterne für die aussicht auf einen spannenden thriller ...

Was geschah vor 25 Jahren

3

Libby Day einnert sich noch einmal an das Gemetzel, dem ihre Mutter und die ihe beiden Schwestern zum Opfer fielen. Damals war sie ein kleines 7jähriges Mädchen. Libby hatte als Zeugin ausgsagt, dass Ben, der Bruder die Tat begangen hätte. Der sitzt noch immer im Knast und Libby hat bisher ihr Leben mit Nichtstun und dem Verbraten der Spenden zugebracht, die nach der gräulichen Tat zur Unterstützung des kleinen Mädchens eingingen.

Es gibt Leute, die daran zweifeln, dass Ben die Tat begangen hat. Unklar ist auch, ob damals noch Hintermänner im Spiel waren. Nun versucht Libby das Geschehen aufzuarbeiten.

Schauen wir, was dabei rauskommt.

Ein Leben lang Opfer von damals?

3

In "Finstere Orte" geht es um ein Verbrechen, das vor 25 Jahren geschah: ein Jugendlicher tötet seine Mutter und seine zwei Schwestern, nur die siebenjährige Schwester Libby bleibt übrig. Libby kann natürlich kein normales Leben führen, sie wächst bei der Tante auf, immerhin ist sie durch Spenden und ein Buchprojekt über den Fall finanziell abgesichtert. sie scheint völlig gefühllos zu sein und ärgert sich, wenn andere Verbrechensopfer mehr Geld und Aufmerksamkeit der Medien bekommen. Sie ist schon über 30 als ihr Fonds plötzlich zur Neige geht - was soll sie jetzt tun? Eine Möglichkeit, an Geld zu kommen, ist der Besuch als Augenzeugin bei einem "Kill Club", der sich mit diversen Verbrechen beschäftigt. Wie wird es ihr dort ergehen? Kann man ein Leben lang nur "das Mädchen, das überlebte" sein?

In einem zweiten Erzählstrang springt die Geschichte in die Zeit vor dem Mord und schildert das schwierige Familienleben. Was ist wirklich passiert und warum? Hoffentlich ergeben sich hier Anworten...

Das Buch ist flott geschrieben und gut lesbar, Libbys Sarkasmus ist für mich grenzwertig. Spannend, wie es weitergeht...

Finstere Orte

4



Libby ist total verbittert und macht auch gar keinen Hehl daraus, dass sie sich vom Leben nur Schlechtes erwartet – weil sie bisher auch nur das erlebt hat. Sie ist ungesellig, faul und lebensfremd, ofensichtlich traumatisiert, aber mir doch in all ihrem Unglück sympathisch, weil sie sich ihrer Makel und Macken bewusst ist. Sie ist eine gebrochene Person, die zwar von der Berühmtheit lebt, die ihr das Familienmassaker eingebracht hat, die aber verständlicher Weise nicht mehr an die Geschehnisse von damals erinnert werden will. Es dürfte interessant werden, wie sie darauf reagiert, wenn sie als Erwachsene wieder mit der Vergangenheit und mit der Tat und dem Schicksal ihres Bruders konfrontiert wird.

Der Schreibstil gefällt mir in seiner lockeren Art sehr gut. Er passt zur Person Libbys und lässt sich sehr angenehm und unterhaltsam lesen.

Beklemmend

5

Libby lebt seit dem schrecklichen Tod ihrer Mutter und beider Schwestern, angeblich durch die Hand ihres Bruders, von Spendengeldern. Dies nun schon seit 25 Jahren. Sie wurde in der weiteren Verwandtschaft herumgereicht, aber auch ihre Tante kam nicht mit ihr zurecht. Sie hat nichts aus ihrem Leben gemacht. Nun nähert sich ihr Geld dem Ende und sie muss sich wohl oder übel langsam nach einer Verdienstmöglichkeit umschauen. Arbeiten möchte sie allerdings nicht.

Sie erhält ein Angebot über 700 Dollar für einen Auftritt in einem Kill-Club, der sich mit solch tragischen Mordfällen beschäftigt und sie nimmt an.

Szenenwechsel: Libby ist sieben Jahre alt und lebt mit Mutter und Geschwistern auf einer total verschuldeten Farm. Die Familie wirkt soweit normal. Ben, der Bruder ist ca. 16 Jahre alt und ein typischer Teenager. Mir fällt jetzt nicht direkt etwas auf, was ein Motiv sein könnte, dass ihn dazu veranlasst seine Familie umzubringen.

Libby ist dafür verantwortlich, dass ihr Bruder für den Mord an der Familie ins Gefängnis wandert. Wie die Buchbeschreibung vermuten lässt, sitzt er aber vielleicht doch unschuldig im Gefängnis. Hat sich Libby getäuscht und wird der wahre Täter gefasst?

Ich fand die Leseprobe unendlich spannend und es ist auch einmal ein ganz anderer Schreibstil. Ich möchte auf jeden Fall erfahren, wie es weitergeht.

Prärie-Massaker

3
  
Libby ist sieben als ihr Bruder die Mutter und beide Schwestern auf brutalste Art und Weise umbringt. Heute ist sie eine erwachsene Frau, die verbittert und depressiv ist. Ihre Gedanken kreisen um den Tod. Sie lebt allein und zurückgezogen in ihrem eigenen Universum. Sie ist abgestumpft und sicher, dass der Bruder der Mörder ist. Denn daran kommen von einigen Menschen Zweifel auf. Im Rückblick wird aus der Sicht von Patty, Libby´s Mutter, erzählt. Es ist der Morgen des Prärie-Massakers, so wird der Mord genannt. Eine normale Morgenszene mit 4 Kindern in unterschiedlichem Alter. Keine Spur von dem, was noch geschehen sollte..
 
Gillian Flynn schrieb mit „Finstere Orte“ einen sehr düsteren und drückenden Thriller. Die Stimmung ist sehr schwer und bis auf eine kurze Szene lässt diese Schwere auch nicht nach. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich leicht. Die Charaktere sind klar erkennbar aber für mich konnte ich noch keine Sympathie zu einer Figur herstellen. Die Spannung ist vorhanden und wird auch weiter aufgebaut. Denn warum wurde Libby nicht ermordet? Es ist im Rückblick zu merken, dass der Bruder eine besondere Zuneigung zu Libby hat. Es gibt hier ein Familiengeheimnis, so viel ist klar.

 

Düstere und spannend

4

 Eine durchaus eher düstere Stimmung vermittelt die Leseprobe, zieht mich jedoch auch gleich in ihren Bann durch die Spannung, die gleichzeitig entsteht. 

Ob Libby es schafft, die dunklen Fragen ihrer Vergangenheit zu entschlüsseln? Das möchte ich doch zu gerne wissen. Obwohl ich das Buch sicherlich nicht in eigener düsterer Stimmung lesen würde...

sehr ansprechend

4

Kann eine Frau die als siebenjährige miterleben musste wie ihr Bruder ihre gesamte Familie auslöscht ein normales Leben führen? Libby überlebt als einzige und hat keine schöne Kindheit, sie wird von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Auch als Erwachsene hat sie keinerlei Stabilität und Zukunftsaussichten in ihrem Leben.

Die Leseprobe fand ich sehr ansprechend, ich würde sehr gerne wissen wie es mit Libby und ihrer Vergangenheitsbewältigung weitergeht. 

Peng peng, hack hack, würg würg.

5

"In meinem Innern haust eine Fiesheit, so real wie ein Organ"

Ein Roman, und wenn es auch nur ein Thriller ist,
muss einfach gut sein, wenn er so anfängt.

Und tatsächlich, auch die Leseprobe geht auf diese Art weiter.

In lakonischem Ton erklärt Libby ihre Vergangenheit
Ein schreckliches Massaker geschah damals, dessen einzige Überlebende sie war.
Gerade mal sieben Jahre alt.
Und der Täter: ihr Bruder, der durch ihre Zeugenaussage seit 25 Jahren im Knast sitzt.

Klar, dass sie das Gefühl hat, dass ihr Leben schon gelaufen ist, bevor es angefangen hat.
Depressiv fristet sie ihr Leben von Spenden gut meinender Mitfühlender.
Doch jeder Spendentopf ist einmal leer. Was nun?

In einer Rückblende erfährt man mehr über die Tat damals.

Ich bin von dem Einstieg sehr angetan, mir gefällt Schreibstil und
Thema !
Ich erwarte viel Spannung, menschliche Schicksale und  witziges
Beiwerk.

Das Buchcover gefällt mir ebenfalls sehr.

 

Libby, die Bodenlose

4

Als Libby sieben war, löschte ihr Bruder durch ein Massaker die Familie aus. Sie überlebte, unterstützt durch Spenden, bei Tanten, wurde hin und her geschoben. Nun ist sie erwachsen, aber immer noch bodenlos ohne Perspektive, Lebensmut, Lebenswille, aber bald pleite. Ein normaler Lebensrythmus ist für sie noch immer unvorstellbar, eine geregelte Arbeit außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Was bleibt ihr übrig als wieder einmal ein anrüchiges Angebot gegen Cash anzunehmen, sich zur Schau stellen.

Finstere Orte in ihrer Wahrnehmung und im Herzen so erleben wir Libby in dieser Leseprobe. Anstatt ihr Leben endlich in die Hand zu nehmen, lässt sie sich erneut in das schreckliche Vergangene zurückziehen. Aber vielleicht ist es auch ein Neuanfang ohne von ihr angesteuert zu sein. Vielleicht war ihr Bruder gar nicht der Täter, vielleicht findet sie Antworten auf ihre verkorkste Kindheit. Man spekuliert, grübelt, rätselt und ist neugierig. Der Schreibstil ist einnehmend und fesselt. Ich denke es ist eines der Bücher, die man bis zum Schluß nicht aus der Hand legt. Eine spannende, interessante Story.

Auseinandersetzung mit der Vergangenheit im Kill Club....

4

Die Leseprobe hat mich wirklich sehr überrascht. Da mich der Roman "Cry Baby" von Gillian Flynn nicht gerade vom Hocker gerissen hatte, war ich zu Beginn etwas skeptisch. Doch schon nach den ersten Seiten, musste ich meine anfängliche Meinung revidieren und bin nun richtig begeistert über dieses Ausschnitt, der mit bedrückender und trockener Erzählart mit einem Hauch von Zynismus aus der Sicht von Libby Day geschildert wird.

Man lernt gleich zu Beginn an Libby`s Verhalten und ihrer negativen Gundeinstellung kennen, die in ihr aufgrund ihrer schrecklichen Vergangenheit, um genau zu sein einer Familientragödie, innewohnt. Als sie 7 Jahre alt war, hat ihr Bruder ihre Mutter und ihre beiden älteren Schwestern umgebracht. Libby die aufgrund von Spendengeldern ihr Leben bestritten hat, bekommt jedoch von ihrem Geldverwalter mitgeteilt, dass die Geldquelle ausgeschöpft ist und sie sich nun einen Beruf suchen muss. Libby kann sich jedoch nicht vorstellen tagtäglich arbeiten zu gehen, denn bereits jeden Tag kontinuierlich aufzustehen bereitet ihr Schwierigkeiten. Genau in dem Moment als sie über ihre weitere Zukunft nachdenkt, liest sie einen Brief, den sie erhalten hat. Dieser kommt von einem Lyle Wirth, der ihr für ihre Anwesenheit bei einem Treffen eines Clubs Geld anbietet. Libby ist aufgrund ihrer Geldnot interessiert und vereinbart ein Treffen mit dem unbekannten Briefeschreiber. In diesem Treffen erfährt sie , dass es sich um einen "Kill Club" handelt, deren Mitglieder sie gerne kennenlernen möchte, und mir ihr über die Vergangenheit , ihren persönlichen "Dark Room" sprechen möchten.

Danach schwankt die Handlung, und man bekommt einen Rückblick ins Jahr 1985. Man erfährt dass Ben, Libbys Bruder zu einem schwierigen Teenager herangereift ist, und seine Mutter leichte Zweifel an ihrer Erziehung hat. Mit ihren Gedanken liest der Leser, dass sie etwas unschlüssig ist, wie sie mit ihm umgehen soll. Einzig Libby vermochte es anscheinend in Ben eine Art " liebevolle Gefühlsregung" hervorzurufen. Doch bereits mit 7 Jahren spricht sie vor ihrer Familie anscheinend eine Tatsache aus: "Er hasst uns"......

Wie es letztendlich zur der grauenvollen Tat kommt und wie es mit Libbys erhaltenen Angebot dieses Clubs weitergeht, ist noch fraglich. Doch eins ist sicher, die Leseprobe hat mich richtig überzeugen können!

Eine fesselnde Geschichte

Nein, Libby ist nicht sehr sympathisch. Seit ihr Bruder den Rest ihrer Familie getötet hat, ist sie verbittert und depressiv, lebt sehr zurückgezogen. Ihre Gedanken kreisen um den Tod, sie sieht hauptsächlich das Schlechte in der Welt. Sie lebt von Spenden, gönnt gleichzeitig aber anderen diese Art der Unterstützung nicht.

Obwohl die Geschichte sehr düster beginnt und die Hauptperson alles andere als sympathisch scheint, hat mich die Geschichte doch sehr gefesselt. Es gibt Hinweise darauf, dass der Burder nicht der Mörder gewesen sein soll, das ist der klassische Krimi/Thriller. Außerdem geht Libby das Spendengeld aus, so dass sie gezwungen ist, ihre Situation zu verändern. Wird ihr das gelingen? Wie wird sie sich als Mensch weiter entwickeln?

Ein Blick zurück in die Vergangenheit zeigt eine alleinerziehende Mutter am Rande des finanziellen Ruins. Sie hat drei Töchter und einen schwierigen pubertierenden Sohn. Man erfährt, dass Libby und ihr Bruder, der Mörder, ein besonders enges Verhältnis hatten. Auch hier erwarte ich mehr Erklärungen und Hintergründe.

Alles in allem verspricht die Leseprobe eine spannende Geschichte.

 

Wird Libby ihre "finsteren Orte" erhellen?

4

Libby, die als Kind miterleben musste, wie ihre Mutter und ihre Schwestern brutal von ihrem Bruder (?) ermordet wurden, hat sich zu einer depressiven, sarkastischen jungen Frau entwickelt. Sie schottet sich von ihrer Umwelt ab und lebt in ihrer eigenen Welt. Im Rückblick lernt der Leser dann noch ihre Familie kennen, die in schwierigen Verhältnissen lebte, aber auch psychisch einige Probleme hatte.

Die Autorin versteht es eindrucksvoll, eine besonders finstere Athmosphäre zu schaffen, sie nimmt den Leser mit in die Gefühlswelt einer seelisch schwer angeschlagenen, perspektivlosen Frau. Sehr fesselnd!

Webt ein spannendes Netz für den Leser

4

Eine junge Frau, deren Mutter und ihtre zwei älteren Schwestern von ihrem Bruder ermordet wurden, als sie gerade sieben Jahre alt war. Nur sie selbst überlebte das Massaker und identifizierte den eigenen Bruder als Mörder ihrer restlichen Familie. Der sitzt seither im Gefängnis, während sie selbst im Verwandtschaftkreis herumgereicht wurde ohne je wieder Fuß zu fassen. Ihre Sicht des Lebens und von der eigenen Zukunft ist weit davon entfernt rosig zu sein. Ihr Erwachsenenleben verbrachte sie damit, von einem Fonds aus Spendengeldern zu leben, der jedoch mittlerweile ausgeschöpft ist. Sie lebt von heute auf morgen und muss sich nun Gedanken um ihre Zukunft machen...so beginnt der erste Teil der Leseprobe.

Im zweiten Teil erlebt man aus der Perspektive der Mutter die Morgenstunden des Tages vor der Tat. Hier werden die Gedanken einer Frau geschildert, die allein mit ihren vier Kindern auf einer heruntergewirtschafteten und verschuldeten Farm um das Überleben der Familie kämpft und sich trotzdem viele Gedanken um ihre Kinder macht. Besonders der 15-jährige Sohn bereitet ihr mit seinem merkwürdigen Verhalten, das sie nicht einordnen kann, Probleme. Einzig seine jüngste Schwester scheint zeitweise Zugang zu ihm zu finden....

Dieser Anfang scheint noch Einiges für die Leser bereitzuhalten...hier wird ein Netz aus einzelnen Erzählsträngen gewoben, wie es aussieht. Ich fände es sehr spannend dieses Buch weiterlesen zu können!

Da wird etwas explodieren

3

Der Einstieg ist schon mal gut: In meinem Innern haust die Fiesheit. Da weiß man gleich zu Anfang, was für ein unangenehmer Mensch die erwachsene - 31 Jahre  alte - Libby ist. Sie hat noch nie gearbeitet, nach dem gewaltsamen Tod ihrer Mutter und ihrer zwei Schwestern wurde sie bei Verwandten herumgereicht. Als sie 18 Jahre alt geworden war, konnte sie über die Spenden, die im Lauf der Jahre für das arme Waisenkind gezahlt wurden, und über deren Zinsen, verfügen. Nun sind gerade noch 982 Dollar auf dem Konto. Arbeiten? Als was? Erstens hat sie  nichts gelernt, zweitens hat sie keine Lust dazu.  Und dann kommen auch Leute, die daran zweifeln, dass ihr Bruder Mutter und Schwestern wirklich ermordet hat. Libby war die kleinste, ihr Bruder mochte sie. Libbys Aussage brachte den Bruder hinter Gitter. Bis hierin lässt Autorin Gilian Flynn Libby betont lässig erzählen, vielleicht etwas zu lässig. Dann ändert sich die Sprache, wird ernsthafter. Libby muss sich erinnern wie es als sie das jüngste Kind in der Familie war und ihr Bruder Petty als einziges männliches Wesen auf der ärmlichen Farm ziemlich genervt von Mutter und Schwestern war. Er hasst uns, sagt die kleine Libby traurig. Ja, und was geschah danach?  Da wird etwas explodieren. Man möchte es wissen.

Wie gehts weiter?????????????????

4

Seit langem mal wieder eine Leseprobe, die es mir sofort angetan hat. Schnell wird bildlich eine spannende Story abgebildet, eine resignierte und deprimierte junge Frau-noch immer gefangen in ihrer Vergangenheit- und doch ist diese nicht wirklich klar.............. Irgendein Gehemnis scheint den Tag der Ermordung der Familie zu umgeben und ich will es nun wissen! Also ganz klar-eine spitze Leseprobe

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