Jetzt online: unsere neuen Subchannelseiten Historead und Spirit

Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

3

 

Veit Etzold hat sich mit seinem Debütthriller eine Menge vorgenommen und hat daher viel Material zusammengetragen. Es ist kein reiner Wirtschaftsthriller, aber auch kein reiner Kirchenthriller. Etzolds Berufserfahrungen aufgrund seiner Tätigkeiten als Unternehmensberater für ein namenhaftes Consulting Unternehmen spiegeln sich auch in diesem Thriller wider. Die Beratersprache findet sich 1:1 in einigen Dialogen wider und Leser, die dieser Sprache nicht mächtig sind, tun sich hier vielleicht etwas schwer. Erläuterungen, Fußnoten oder ein Glossar sind leider nicht vorhanden.
Einige aktuelle wirtschaftliche Themen werden jedoch sehr einfach erklärt. Die unterschiedlichen Schauplätze, die von Kapitel zu Kapitel zwischen Berlin, London, Rom und New York wechseln, machen die Handlung zusätzlich spannend, da sie verschiedene Handlungsstränge verbinden. Ausgeübte wirtschaftliche Macht in Verbindung mit kirchlicher Macht plus eine Prise Kunstkenntnisse und –verständnis weben die Handlung des grossen Tieres.
Aus meiner Sicht teils interessant, weil brandaktuelle Themen angesprochen werden und andererseits phasenweise doch zu langatmig, weil das Geflecht der unterschiedlichen Themen zu groß ist. Mein Fazit daher, lesenswürdig, aber etwas Geduld mitbringen.
1

Normalerweise breche ich nicht das Lesen eines Buches ab. Und eigentlich so gut wie nie, wenn mir die Leseprobe so gut gefallen hat, wie bei diesem Buch.

Doch nach ungefähr 100 Seiten - die sich zugegebenermaßen flüssig und schnell lesen ließen - habe ich aufgehört. Warum?

Gute Frage. Normalerweise bin ich nicht zart besaitet was Krimis oder Thriller angeht - schließlich sehe ich mir auch gerne bekannte amerikanische Krimiserien an, in denen mehr als nur einmal eine Leiche rumliegt. Gegen einige (mehrere) Szenen in diesem Buch dagegen, sind auch die schlimmsten Meisterwerke amerikanischer Kulissenbauer nichts. Meiner Meinung nach war das Buch (wie gesagt, bis ca Seite 100) nur darauf aufgebaut möglichst schaurige Opfer irgendwo zu drapieren. Mag sein, dass die Story das nötig hat, ich für meinen Teil finde jedoch auch Thriller spannend, die ohne übertriebene In-Szene-Setzung auskommen. Ein Simon Beckett beschreibt die Leichen auch sehr drastisch und sehr bildlich noch dazu. Bei seinen Büchern wurde mir jedoch nie so sehr und so oft übel wie bei dem Buch von Veit Etzold.

Mag sein, dass ich mit einer zu großen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen bin, oder tatsächlich zu zart besaitet war, als ich es las. Empfehlen werde ich es jedenfalls nicht, auch nicht an eingefleischte Thriller-Freunde.

2

 

Leider hat mich dieses Buch nicht überzeugen können. Eine Mischung aus Verschwörungs- thriller a la Brown, eine Prise Aktualität durch Wirtschaftskrise und -kriminalität … es kommt einem in diesem Buch alles irgendwie bekannt vor.
 
Im Zusammenhang mit einem alten Geheimbund stehen Morde in den höchsten Wirtschafts- kreisen. Ein gemischtes Ermittlerduo, ein Kunststudent und eine Hauptkommissarin gehen den weltweiten Taten auf den Grund. Wenig überzeugend, sehr konstruiert und mit vielen Detailfehlern in der polizeilichen Arbeit (nach Vorfinden eines lateinischen Zitats am Tatort wird dieses nicht beachtet und erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt übersetzt).
 
Der Schreibstil des Autors ist im Prinzip sehr gut. Leider nur wirkt es, als hätte er sich zu vieler Themen, die bereits behandelt wurden, angenommen, um daraus etwas zu spinnen. Eine neue, eigene Thematik wäre meiner Meinung nach besser gewesen.
3

Das neue Jahr beginnt mit einem Mord. In seinem Hotelzimmer in Berlin kommt ein Konzernchef ums Leben. Wer ihn ins Gras beißen ließ und vor allem warum, darüber rätseln die Ermittler bald. Noch mehr, als sich plötzlich bei den Aktienkursen einiges tut und sich weitere Morde ereignen. Irgendwie scheinen sie miteinander in Zusammenhang zu stehen.
Der oder die Täter verfolgen einen Plan. Hauptkommissarin Sarah Jakobs verfolgt die wenigen Spuren und entdeckt dabei Parallelen zur griechischen Mythologie. Alles scheint von langer Hand geplant. Zu ihrem Entsetzen müssen die Ermittler bald erkennen, wie groß das Ausmaß dieses Plans wirklich ist ...

Obwohl der Anfang spannend ist und mir die Idee, die griechische Mythologie mit einzuflechten, sehr gefiel, hat mich dieser Thriller nicht so recht begeistern können. Es fehlte einfach an Tempo, oft passierte seitenlang so gut wie gar nichts, wurde nur geredet oder etwas erklärt.
Gerade bei einem Thriller wünsche ich mir aber ein schnelles Erzähltempo, Spannung und Action und Dramatik. Außerdem blieben die Figuren allesamt viel zu blass, da konnte ich nicht mitfiebern.
Auch war mir das zu viel Mischmasch beim Plan der Geheimorganisation. Zu den Motiven der griechischen Mythologie mischen sich noch andere aus Kultur und Religion.
So ist es für mich ein eher leicht unterdurchschnittlicher Thriller. Der Schreibstil ist allerdings gut zu lesen, wenn auch nicht herausragend.
Ich hätte mir hier aber einfach mehr Spannung und eine größere Nähe zu den Figuren gewünscht. Denn so war mir das Schicksal von einem jeden egal.

3

 

Erster Januar: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem internationalen Konzern für Satellitentechnik, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Tags darauf stürzen die Aktienkurse in die Tiefe. Irgendjemand verdient gigantische Summen an Hills Tod.
 
Sarah Jakobs, junge Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität am LKA Berlin, wird mit den Ermittlungen betraut, als sich ein weiterer Mord ereignet. Die Opfer sind in einer rätselhaften, skulpturalen Weise angeordnet – und: Wieder handelt es sich um ranghohe Manager, wieder fehlt von den Tätern jede Spur. Bis auf eine mysteriöse Botschaft, die am Tatort hinterlassen wurde.
 
Gemeinsam mit Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, versucht die junge Kommissarin, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Einem Rätsel, das in ihr die unheilvolle Ahnung wachsen lässt, etwas Großem auf der Spur zu sein. Vielleicht etwas zu Großem. Die Spur führt über Dantes »Inferno« und den mittelalterlichen Satan zum altgriechischen Gott Kronos, Gott der Zeit und Vater des Zeus. Und zu einer uralten Vereinigung, die seit Jahrtausenden auf ihr Ziel hinarbeitet. Ein Ziel, das fast erreicht ist.
 
Der Schreibstil ist gut zu lesen, das Buch ist Spannend, aber trotzdem keine volle Punktzahl.
Ab und zu schweift der autor ein wenig zu sehr ab und neigt dazu eher unwichtiges lang wieder zu geben.
Eine gute Idee für einen großen Politthriller, klasse Thema.
Die Umsetzung ist gut, aber nicht perfekt, leider wirkt die Handlung dadurch manchmal ein wenig wirr und überladen.
Ansonsten aber wirklich gut und spannend, empfehlenswert für Liebhaber von Politthrillern.
5

Der Thriller handelt von der Übernahme der Weltherrschaft und einer uralten Verschwörungstheorie.

Am Anfang geschieht ein Mord mitten in Berlin und die LKA-Kommissarin Sahra Jacobs wird mit der Lösung des Falles betraut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten vertieft sie sich in ihre Arbeit und verfolgt eine sehr abwegige Theorie. Doch mit Unterstüztung von Vincent Wagner, ihrem Freund, kommt sie der Lösung Stück für Stück näher. Als sich die Spuren dann in London verdichten, erhalten sie noch unterstützung von Professor Stokes und Scotland Yard.

Parallel hierzu versucht "Das große Tier" neue Mitglieder für ihren Kampf mit der Kirche um die Weltherrschaft zu gewinnen. Wie sich erst sehr spät herausstellt, ist Marcus, der Bruder von Vincent, ein sehr aussichtsreicher Kandidat.

Am Ende wird der Wolf wurde zwar erlegt, das große Tier lebt jedoch weiter.

Der Autor versteht es bestens die Spannung von Kapitel zu Kapitel weiter zu steigern. Man ist förmlich gezwungen immer weiter zu lesen. Auch Details aus der Kunsthistorie oder verschiedene Sehenswürdigkeiten werden sehr genau beschrieben und sind gut recherchiert. In dem letzten Kapitel "Furor" findet die Spannung dann ihren Höhepunkt.

Fazit: Sehr gut zu lesen und daher unbedingt weiterzuempfehlen.

 

...ich habe das Buch vor einigen Tagen ausgelesen, bin mir aber immer noch nicht sicher wie ich es bewerten soll.

Durch das vor kurzem von Deutschland verhängte Verbot von Leerverkäufen fand ich es schon interessant, das genau diese skrupellose Methode der Geldvermehrung in diesem Buch thematisiert wurde.

Recht unterhaltsam war auch die Rekrutierung und Überwachung der Novizen durch die Verschwörer und die weltweite Manipulation der Finanzmärkte.

Ein grosses Manko war für mich der mythologische Teil des Buches. Die Anordnung der aufgefundenen Leichen nach Vorbildern der Kunstgeschichte und die dort versteckten Hinweise waren ein viel versprechender Anfang. Die Verknüpfung von Dantes Inferno, dem Gott Kronos und Satan war für mich anhand der angeführten *Belege* irgendwann aber nicht mehr nachvollziehbar. Ich hatte enorme Schwierigkeiten den Ausführungen - vor allem von Professor Stokes - zu folgen und habe daher zeitweise abgeschaltet. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es daran liegen könnte, das die Altphilologie nicht zu meinen Stärken gehört.

Allerdings habe ich vor langer Zeit ein Buch von Peter Watson gelesen, der seine Geschichte auf ein symbolträchtiges Gemälde gestützt hat und mich damit wirklich fesseln konnte. Ihm ist es damals gelungen mich an meinem Kenntnisstand "abzuholen".

Fazit: Das ist kein Dan Brown, aber Fans von weltumspannenden Verschwörungsgeschichten werden es trotzdem sicher gerne lesen. Für mich ist es eher ein *ganz nett*

 

Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie. James Daniel




Veit M. Etzold ist Kunsthistoriker und Medienwissenschaftler und hat dazu auch Anglistik und General Management studiert. Kein Wunder, dass er alle Aspekte mit in seinen Thriller einbauen wollte. Doch die Geschichte um die LKA-Beamtin Sarah Wagner, ihren in Kunstgeschichte promovierenden Freund Vincent Wagner, dessen als Top-Banker in London arbeitenden Bruder Marcus und den vielen vielen anderen Personen ist alles in allem überfrachtet.

Überfrachtet mit kunsthistorischen Anmerkungen, die irgendwann langweilig sind, überfrachtet mit biblischen Anspielungen, für die das gleiche gilt. Dazu kommt der Versuch, die weltweite Finanzwirtschaft, das WWW, die Finanzkrise, die bemannte Raumfahrt und vieles vieles mehr zu erklären – und in die weltumspannende Verschwörung einzubinden.

Nicht nur, dass es schwierig ist, immer nachzuvollziehen, von wem die Rede ist, da es eine große Menge an Protagonisten gibt, Etzold hat auch stilistisch nicht immer sauber gearbeitet. Da sind zum einen diverse Wiederholungen von Bildern (sei es die aus den abgeschnittenen Geschlechtsteilen entstehende Venus), die fast wortgleich innerhalb weniger Kapitel auftauchen. Da sind zum anderen die fehlenden Worte, wenn Etzold versucht, die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Sarah und Vincent zu beschreiben. So, wie er es macht, möchte ich zumindest nicht lieben.

Alles in allem finde ich "Das große Tier" wenig gelungen. Sowohl thematisch als auch sprachlich gibt es zu viele Abstriche zu machen. Dabei darf man die Rechercheleistung, die Etzold erbracht hat, sicherlich nicht unterschätzen. Aber das allein macht einen interessanten und spannenden Roman nicht aus.

 

3















Der Titel und die Aufmachung des Buches versprechen keine gute Unterhaltung. Der belanglose Titel könnte Leser abschrecken, ebenso das Cover, dennoch zählt der Inhalt des Romans und dieser lässt kaum Wünsche offen. Der Autor übernimmt einige Erzählmomente die die Romane von Dan Brown zu Beststeller machten: die Paarung von Kunstgeschichte und Kriminalität. Professor Langdon muss die Welt in 24 Stunden retten. Etzold gibt seinen Figuren etwas mehr Zeit, dennoch müssen auch sie unmögliches meistern.

Der Leser begleitet die Figuren auf eine kurze Weltreise und erfährt dabei kunsthistorische Theorien, mythologische Zusammenhänge und unklare Begriffe aus der Finanzwelt werden auf einfachsten Wege erklärt. Der Schreibstil ist frisch und mitreißend und nur an wenigen Stellen langatmig. Warum man das Buch unbedingt in das Genre des Thriller legen musste, bleibt mir unklar.

Sarah und Vincent sind die Protagonisten des Romans. Sie sind ein Liebespaar und ein neues Ermittlungsteam, welches nicht unterschiedlicher sein könnte. Vincent der Doktorand der Kunstgeschichte, Sarah die kühle Ermittlerin des LKAs. Beide suchen sie, die eine Person, die hinter allen steckt und stoßen dabei auf einen perfiden Plan, die Menschen der Welt zu kontrollieren.

Im digitalen Zeitalter sind wir alle verwundbar und kontrollierbar geworden, die natürliche Skepsis haben wir verloren und ein Plot im Roman zeigt uns wie es Enden könnte. Im Roman rettet uns Sarah und Vincent und wer tut es im wahren Leben? „Das große Tier“ ist ein Buch, das den Zahn der Zeit getroffen hat. Leider hat das Buch einige Schwachstellen und dadurch wird es kein Dan Brown werden, obwohl die Idee, die in dem Buch steckt, das Zeug dazu hätte.

 

 

 

 

4




Zwei Mächte stehen sich seit Anbeginn der Zeit gegenüber. Verfeindet seit Jahrtausenden kämpfen sie Gegeneinander. Das Gute und Das Böse.

 

In der Silvesternacht wird im Berliner Hotel Adlon der Chef eines internationalen Konzerns für Satellitentechnik  ermordet. Kriminaldirektor Winterfeld, Leiter der Mordkommission beim  LKA Berlin und Sarah Jakobs, Hauptkommissarin für organisierte Kriminalität und Wirtschaftsdelikte beim LKA Berlin, nehmen die Ermittlungen auf.

 

Der Tote, Stuart Hill, war Chef von Promethan Industries, einer hoch dotierten Firma für Computertechnik. Als in rascher Folge weitere Morde u. a. am Chef der Rechtsabteilung und am Finanzvorstand begangen werden, haben die beiden Ermittler den Mörder nicht nur in Berlin sondern auch in London zu suchen.

 

Ein gut recherchiertes und dementsprechend dicht geschriebenes Buch zu den Themen Finanzwelt, Kunstgeschichte und Mythologie. Durch die spannend  geschriebenen ersten Seiten folgt man der Geschichte sehr aufmerksam, das ist auch dringend angeraten, da die Handlungswechsel sehr schnell und häufig sind.

Ab der Hälfte des Buches wird es etwas ruhiger und flacht leider auch ein wenig ab.

Die mythologischen Eckdaten sind nicht tief genug beschrieben, sondern kratzen nur an der Oberfläche. Ich hatte dabei das Gefühl, das etwas Entscheidendes weggelassen wurde.

 

Alles in allem ein Thriller der einen ganz schön in Atem hält.




2

 

Sarah Jakobs, Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität, ermittelt in einem Mordfall, der zunächst keine Anhaltspunkte bietet. Zusammen mit ihrem Freund Vincent entspannt sich bald eine länderübergreifende Jagd im Stil von Dan Brown. Mehrere Handlungsstränge werden so miteinander verflochten, dass sie erst kurz vor dem Ende des Buches ganz entworren werden.

Zunächst gelang es mir nur schwer, in diese Geschichte hineinzukommen. Zum einen fand ich die Anzahl der Personen sehr unübersichtlich, zum anderen war mir die zugrundeliegende Wirtschaftslehre zu anstrengend zum Nachvollziehen. Mehrfach war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Lediglich die eingeflochtenen Mythen, die Sarah und Vincent innerhalb von nur einer Woche zu lösen haben, brachten mich doch immer wieder dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und bis zum Schluss durchzulesen. Mein Fazit: Zuviel Verwirrung, zuviel Wirtschaftstheorie, zuwenig Entspannung für mich.

Nun habe ich mich durchgebissen und muss meinen Eindruck bestätigen: Dieses Buch ist eindeutig nicht mein Fall.

4

Berlin, in der Silvesternacht/am Neujahrsmorgen.

Zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen der Erde: Dinge geschehen, ein Mord, eine Party, Besprechungen - Unerklärliches und Alltägliches.

Kapitel für Kapitel werden die handelnen Personen eingeführt, jedem eigener "Raum" gewidmet, und gleichzeitig durch das Bewusst-Machen der Zeit(en) künftige Zusammenhänge verdeutlicht.

Die Handlung des Buches baut sich Kapitel für Kapitel auf. Erst (scheinbar) unzusammenhängend, verwebt der Autor die einzelnen Handlungsstränge Stück für Stück miteinander. Das passiert sehr geschickt, flüssig - nach und nach -, so dass man die Möglichkeit hat, mit der fortschreitenden Handlung "mitzugehen"; nicht zuletzt, weil man sich der Logik, die sich aus ihr selbst ergibt, nicht verschließen kann (wenn man in der Lage ist, über unrealistische Details hinwegzusehen).

Wunderbar einher geht mit diesem Stil die Steigerung der Spannung. Auch in diesem Buch gibt es viel konstuiert wirkende Zusammenhänge, die aber so flüssig und fortlaufend erzählt werden, dass (ich) sie nicht als störend empfunden werden. Man kann das Buch sehr gut zur Unterhaltung lesen, sollte sich aber darüber bewusst sein, dass man gedanklich "dranbleiben" muss, um die  Personen und Handlungsstränge nicht zu verwirren und damit den Spaß am Lesen zu verlieren.

Für Freunde von Verschwörungstheorien, spannenden Krimis und dem Anspruch, während eines Buches permanent mitdenken zu wollen, ist das große Tier eine absolute Empfehlung.

5

Beim Lesen der Leseprobe war ich richtig gespannt auf das Buch, doch als ich es in den Händen hielt und weiterlesen wollte verließ mich jegliches Interesse. Es zog sich in den folgenden Seiten alles so hin und ich legte das Buch für Wochen weg, weswegen ich auch erst jetzt diese Rezension schreibe. Ich hatte auch nicht mehr vor dieses Buch noch einmal anzurühren und wollte es schon als langweilig abtun.

Doch dann war ich zu Hause und mein Vater erblickte das Buch bei mir und fragte mich ob ich in der Uni jetzt schon solche Theorien behandeln würde. Ich war im ersten Moment total verständnislos, doch dann erfuhr ich von meinem Vater das es die Theorie des Großen Tieres gibt, die unser aller Handeln lenkt. Wir die kleinen Tiere würden von einer Organisation schon seit dem Anbeginn der Zeit gesteuert: Kriege waren geplant, Intrigen, Morde und auch die derzeitige Wirtschaftskrise sei nach dieser Theorie in Wirklichkeit gewollt. Das hat mich geschockt, vor allem das niemand diese Theorie bisher komplett entkräften konnte, sie kann weder bestätigt noch von der Hand gewiesen werden und nur durch dieses geweckte Interesse habe ich beschlossen das Buch weiterzulesen.

Die nächsten Hundert Seiten waren immernoch eine leichte Qual doch da ich den Blick für das dahinter hatte konnte ich es nicht abwarten die Fäden dieser Theorie, dieses Komplotts zu finden. Auch die Characktäre Sarah, die Kommisarin und Vincent, der Geschichts-Kunststudent oder so, gefielen mir zunehmend mehr und dennoch waren viele Handlungen wie lose Fäden die sich zum Ende Knall auf Fall zusammenfügten. Das was mich am meisten fasziniert hat kann ich nicht sagen weil es zum Ende gehört, doch ich muss sagen ich finde das Buch beeindruckend und auch die Umsetzung der Theorie war zum Schluss beängstigend realistisch und glaubhaft. Auch wenn die ersten gut Hundert Seiten sehr stockend waren, muss ich sagen, mein Kompliment an den Autor für die Umsetzung des großen Tieres.

1

Die Hauptkommisarin für Wirtschaftskriminalität, Sarah Jakobs, ermittelt in einem Fall, der sich anlässt wie ein Wirtschaftskrimi. Der Chef eines internationalen Konzerns für Satellitentechnik wird am Neujahrsmorgen tot in seiner Suite aufgefunden. Daraufhin befinden sich die Aktien des Unternehmens im freien Fall und es wird vermutet, dass dies von langer Hand geplant ist, um den Konzern aufzukaufen. Als schließlich weitere einflussreiche Personen, postiert in einer merkwürdig anmutenden Szenerie, tot aufgefunden werden, läuft die Ermittlung aus dem Ruder und Jakobs ermittelt im Alleingang. Dabei bekommt sie Schützenhilfe ihres Chef und die tatkräftige Unterstützung ihrer Affäre, einem Doktoranden der Kunstgeschichte. Die Liebelei entwickelt sich während der Geschichte zu einer gefühlsduselig beschriebenen Liebe, die Etzold schließlich einfach nur noch lächerlich beschreibt.

Ich habe nach der Hälfte des Buches abgeschaltet... Etzold verliert sich in der Verstrickung von größtmöglicher Verschwörung, Liebesgeschichte und der Wiederholung platter Zitate, Sprichwörter und unglücklich gewählter Bibelstellen. Alles in Allem hab ich mich durch das Buch gequält, wobei meine Erwartungen nach der Leseprobe durchaus höher waren...

Dieser Thriller hat von allem etwas: eine spannende Story, eine vielseitige Auswahl an Charakteren, mysteriöse Verwicklungen und eine ordentliche Portion Veschwörungstheorie, eingebettet in die christliche Mythologie.
Also alles in allem also genau nach meinem Geschmack.

Zwar sind Etzolds Grundideen ein alter Hut, aber dennoch hat er sie interessant umgesetzt und interpretiert.
Die gesamte Story spielt sich innerhalb weniger Tage ab und baut, aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, chronologisch aufeinender auf:
Zum einen nimmt man mit Sarah und Vincent an den laufenden Ermittlungen teil und erfährt aus der Sicht eines, vorerst unbekannten, Geschäftsmannes von einem mysteriösen Ritual, bestehend aus drei Stufen (Somnia, Raptus, Furor). Schlussendlich erhält man durch die Augen von Tyron noch direkte Einblicke in die Machenschaften derjenigen, die für die grausamen Verbrechen verantwortlich sind, die die Ermittler in Berlin und London vor einige Rätsel stellen.

Fazit: gelungener Thriller, der zwar die bereits bestehende Theorie von 'the beast' aufgreift, bzw ausschlachtet, der aber im Detail durch intelligente Umsetzung, großartigen Stil und gute Recherche besticht. Der Autor beeindruckt mit genauer Kenntnis über Finanzwesen und bedeutende Werke der Kunstgeschichte, sowie der selbstverständlichen Verwendung von großen Zitaten der frühzeitlichen Literatur. Alles wird miteinander Verwoben zu einem spannenden Gesamtbild, welches einen am Ende ein wenig befremdet zurück lässt.

Einziges Manko: ein wenig schwache Auflösung dieses gewaltigen Konstruktes, welches über das gesamte Buch hin aufgebaut wurde. Ich fragte mich schon nach zwei Dritteln des Buches, wie der Autor da wieder herauskommen wollte. Er hat es ganz gut gelöst, alles in allem ist der Kampf zweier einzelner Personen gegen eine derartige Macht aus Geld, Einfluss und Gewaltbereitschaft bis zum letzten, allerdings ein wenig unglaubwürdig.

Dennoch ein tolles Buch!

DAS GROSSE TIER - Eine Geheimorganisation, die tausende von Jahren alt ist. Der erste Widersacher entsteht erst durch die römische Kirche. Ihren Mythos bezieht die Organisation aus der griechischen Mythologie nach HESIOD´s Theogonie, nach der der Titan Kronos seine Kinder verschlingt, die er mit Gaia, der Erde hat. Diese Kinder sind Zeus, Hera, Poseidon, Hades (Saturn) und andere. Nun könnte mich so was ja interessieren, hab ich doch schon als Junge die Geschichten um Uranos, Kronos, Zeus, Prometheus, die Illias und die Odyssee verschlungen.
Gleichermaßen bezieht sich die Organisation auf den gefallenen Engel Luzifer, den Lichtbringer, der vom Erzengel Michael in die Hölle gestoßen wurde und zu Satan wurde.

Nach tausenden Jahren will diese Organisation mit modernsten Mitteln die absolute Kontrolle über die Menschen erringen, indem sie über einen Supercomputer alle elektronischen Informationen sammelt und diese entsprechend filtert. So will sie das einzige globale Imperium werden, dass die Welt regiert. Eine Fortsetzung der Offenbarung des Johannes - der Apokalypse. Doch auch dieses Grosse TIER kommt nicht ohne Mord und Totschlag aus. Nur die Kirche Roms bietet adäquaten Widerstand UND das Landeskriminalamt Berlin, vertreten durch die Hauptkommissarin Sarah Jakobs gemeinsam mit einem englischen Professor und einem Kunststudenten. Durch Dante Allighieri´s "Göttliche Kommödie" kommen sie in ihren Ermittlungen Schritt für Schritt weiter.

Natürlich erreichen sie im letzten Moment ihr Ziel und stoßen das TIER weit zurück. Wird es sich erholen?

Vielleicht steht das mal in einem Folgeroman, den zumindest ich nicht unbedingt lesen muss. Diverse Verschwörungstheorien lassen verschiede Autoren immer konfusere Geschichten erfinden. Okay, schon einer meiner Lieblingsautoren, Peter Berling, gebraucht den Begriff des Großen Tieres im Roman "Die Kinder des Grals". Doch meint der die katholische Kirche.

Nichts desto trotz, der Thriller ist spannend und lässt einen manchmal kaum zum durchatmen kommen. Die Beschreibung der totalen Kontrolle über jegliche Computer, seien es private oder riesige Netzwerke und sämtliche Handys (Selbst Prepaid bietet keinen Schutz), gibt einem zu denken. Die Beschreibungen von wirtschaftlichen teilweise kriminellen Aktivitäten, insbesondere von Transaktionen mit Geld, Aktien über Investmentfonds oder durch sogenannte Hedgefonds versteht wohl nur der Leser, der sich von Berufs wegen ein wenig damit auskennt. Die Ausführungen dazu waren gelegentlich ermüdend. Andererseits reicht wikipedia um den Zweck dieser Hedgefonds zu verstehen, es scheint auch, dass der Autor sich vor allem da bedient hat. Dies gilt vermutlich gleichermaßen auch für HESIOD, den "ersten" griechischen" Dichter um 700 v. Chr.

Die Spannung des Buches ergibt sich aus dem Umstand, dass der Autor es schafft, den Leser immer nur stückweise erkennen zu lassen, was sich gerade abspielt. Man muss einfach weiterlesen, weil man in jedem zweiten Kapitel immer noch kein Stück weiter kommt. Auch ist nicht von Beginn an klar, wer nun welche Rolle verkörpert.
Es ist wahrhaft eine apokalyptische Vorstellung, die absolute Kontrolle über die Menschheit zu erhalten und so unmöglich kommt mir das nicht vor. Dass dies allerdings schon seit tausenden Jahren vorherbestimmt sei, nun ja.

Kein Zeitverlust: Das Lesen dieses Thrillers. Aber es wäre auch kein Verlust gewesen, es nicht zu lesen.

1

 

Wie könnte ein Werbeslogan für Etzolds Erstling „Das große Tier“ aussehen?

 

„Wirtschaftskriminalität, Kirchenverschwörung, Kunstgeschichte und eine romantische Liebesgeschichte - kaufen Sie nicht 4 Bücher, Etzold bietet Ihnen komprimiert alles in nur einem Werk!“

 

Was ist es, dass Etzold in seinem offiziell als Thriller veröffentlichen Werk „Das große Tier“ dem Leser nahe bringen möchte?

 

Auch nach mehreren Wochen der Lektüre und Nachdenkens habe ich es nicht herausfinden können. Selten habe ich mich bei einem Buch damit so schwer getan. Nur die Tatsache, dass ich es von vorablesen.de geschenkt bekommen habe, hat mich mehr schlecht als recht durchhalten lassen. 

 

Zwar konnte ich problemlos mehrere Kapitel am Stück lesen, wenn ich mich einmal dazu aufgerafft hatte, doch die Motivation, zu diesem Buch zu greifen, der absolute Sog, hat sich bis zum Ende nicht eingestellt. Dabei war die Leseprobe auf vorablesen.de derart spannend geschrieben, dass sie unerwarteterweise bei mir großes Interesse geweckt hatte. Leider schlug dies jedoch schnell ins Gegenteil um. Positiv sind mir die kurzen Kapitel mit Orts- und Zeitangabe aufgefallen, die mir die Orientierung im Roman erleichterten. Dem zuwider laufen jedoch unzählige Erzählstränge mit einer Vielzahl von Personen, die erst sehr spät zueinander finden und mich als Leserin eine lange Zeit im Dunkeln tappen lassen. Ein Personenverzeichnis hätte mir hier sicherlich weitergeholfen. 

 

Sprache und Stil des Autors gefallen mir gut, bin ich doch über keinen holprigen Satzbau, Fremdwörter oder besonders unter-/überdurchschnittliche Sprache gestolpert. Ganz im Gegenteil, wenn ich mich einmal durchringen konnte weiterzulesen, geschah dies dann außerordentlich flüssig. Auch die Beschreibungen der jeweiligen Umgebung sind Etzold gelungen, konnte ich mich stets in das Szenario einfinden und die Stimmung gut nachvollziehen.

 

Dennoch hat mich das Buch mehrere Wochen „beschäftigt“ und letzten Endes bleibt ein sehr negativer Eindruck haften. Ich denke, dass ich mich als Leserin schlichtweg mit der Intention des Autors überfordert fühle. Nach der Hälfte des Buches wußte ich immer noch nicht, was mir der Autor eigentlich sagen will. Normalerweise gefallen mir zu Beginn einer Geschichte diverse Erzählstränge, die sich irgendwann in einem Großen und Ganzen treffen, insbesondere, wenn ich selber spekulieren kann, wie sich alles entwickeln wird. Dies ist mir bei dem vorliegenden Roman zu keiner Zeit gelungen.

 

Darüber hinaus haben mich einige „Zufälle“ eklatant gestört. Wenn beispielsweise der bekannte Professor Stokes aus Oxford genau dann in Berlin ist, wenn er gebraucht wird, und kurz vor seinem Abflug noch konsultiert werden kann, um mit kryptischen Worten in sein Taxi zum Flughafen zu entweichen, fühle ich mich als Leserin nicht ernst genommen. Zum einen versucht der Autor, durch eine Kombination verschiedener, anspruchsvoller Themen den Leser zu fordern, zum anderen wird dann mit solchen Unglaubwürdigkeiten gearbeitet. 

 

Ein Roman der Gegensätze, sicherlich, doch fällt es mir als Leserin außerordentlich schwer, in einem Kapitel grausam beschriebene Morde mitzuerleben, im nächsten Kapitel dann wieder hoch fundierten Erläuterungen über die antike Mythologie sowie Dantes Inferno folgen zu müssen. Kontraste, die mir deutlich zu ausgeprägt waren, und - wie ich feststellen musste - absolut nicht meinem Geschmack entsprechen.

 

Gute Ideen sowie eine fundierte Recherche sind Herrn Etzold sicher nicht abzusprechen, aber für meinen Geschmack ist das Buch schlichtweg überfrachtet. Auf knapp 500 Seiten findet der Leser ein Konglomerat von geballtem Wissen aus Wirtschaft und Kunstgeschichte vermischt mit Verschwörungstheorien und einer Prise Liebesgeschichte vor - für einen einzelnen Roman einfach zu viel! Komplexe mythologische Verschwörungstheorien treffen auf Machenschaften in der Wirtschafts- und Finanzwelt, anspruchsvolle Kapitel treffen auf Abschnitte, die den „Thriller“ unnötig in die Länge ziehen statt Spannung zu erzeugen, dazwischen sorgen diverse Szenarien wieder gänzlich anderer Art für Verwirrung und Orientierungslosigkeit beim Leser. „Der Zauberberg“ von Thomas Mann ist für mich ein wahres Meisterwerk in seiner Komplexität und Ansammlung von Themen; „Das Große Tier“ von Etzold dagegen wirkt auf mich verworren und überladen und spricht m.E. nur einen sehr eingeschränkten Kreis von Leserinnen und Lesern an. Nach der überzeugenden Leseprobe letztendlich leider ein sehr niederschmetterndes Ergebnis. 

2

Ich habe es wirklich versucht. Aber nach etwas mehr als die Hälfte gab ich dann doch auf.

Zu viele Personen, zu viele Orte, immer mehr Handlungsstränge und der Spannungsbogen lies merklich nach. Große, beeindruckende Geschichte, die leider nicht von Etzold so umgesetzt wurde, wie sie es verdient hätte. Die langsatmigen Phasen häuften sich. Die ausführlichen Finanzberichte waren für die Handlung wichtig, für ein entspanntes Lesen am Abend eher tötlich. Stetig fragt man sich: "Wieso lese ich das überhaupt?" Und dann schimmerte auch noch die Vorhersehbarkeit durch.

Ich hatte viel mehr erwartet!

2

 

Das Buch:

Veit M. Etzold: Das große Tier

496 Seiten, Taschenbuch, KiWi

Kurzbeschreibung bei vorablesen:

Ein unheimlicher Investor, der durch Mord die Märkte bewegt … Eine digitale Welt, in der globale Vernetzung globale Kontrolle bedeutet … Und ein uralter Plan mit einem schrecklichen Ziel.

Erster Januar: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem internationalen Konzern für Satellitentechnik, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Tags darauf stürzen die Aktienkurse in die Tiefe. Irgendjemand verdient gigantische Summen an Hills Tod.

Sarah Jakobs, junge Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität am LKA Berlin, wird mit den Ermittlungen betraut, als sich ein weiterer Mord ereignet. Die Opfer sind in einer rätselhaften, skulpturalen Weise angeordnet – und: Wieder handelt es sich um ranghohe Manager, wieder fehlt von den Tätern jede Spur. Bis auf eine mysteriöse Botschaft, die am Tatort hinterlassen wurde.

Gemeinsam mit Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, versucht die junge Kommissarin, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Einem Rätsel, das in ihr die unheilvolle Ahnung wachsen lässt, etwas Großem auf der Spur zu sein. Vielleicht etwas zu Großem. Die Spur führt über Dantes »Inferno« und den mittelalterlichen Satan zum altgriechischen Gott Kronos, Gott der Zeit und Vater des Zeus. Und zu einer uralten Vereinigung, die seit Jahrtausenden auf ihr Ziel hinarbeitet. Ein Ziel, das fast erreicht ist.

Meine Meinung:

Ich habe noch nie so lange an einem Buch gelesen und muss dann doch schreiben: Ich habe abgebrochen. Bis zur Hälfte habe ich gelesen, aber jetzt geht es nicht mehr. Ich habe das Buch hier gewonnen und deswegen auch recht schnell angefangen zu lesen, um meine  Rezension zu schreiben. Aber leider bin ich überhaupt nicht in das Buch reingekommen. Am Anfang wechseln ständig die Personen und Geschichten, so dass ich unheimlich lange gebraucht habe, bis ich alle zusortierten konnte. Auch musste ich öfter zurückblättern und nachlesen. Dann beschreibt der Autor sehr ausführlich und langatmig das Finanzwesen und seine Eigenheiten. Das ist zwar für das Buch nicht schlecht, weil man sonst gar nicht in die Geschichte reinkäme, aber es macht es auch zwischendurch unwahrscheinlich langweilig. Wenn ich was über die Finanzwelt wissen will, lese ich ein Sachbuch. Wenn ich einen Thriller lese, will ich Spannung und Aktion bis zum Schluss.

Und als wenn das Thema Finanzwelt noch nicht genug wäre, kommt dann noch die Kirche ins Spiel. Gut gegen Böse. Aber nach meiner Meinung, too much. Außerdem kann ich nicht verstehen, wie man das Buch mit Büchern von Dan Brown vergleichen kann.

Ich werde das Buch jetzt nach und nach zu Ende lesen, weil ich wissen will, wie es ausgeht. Aber garantiert nicht am Stück und garantiert nicht jetzt. Jetzt will ich wieder ein gutes Buch lesen.

 

 

2

aber leider schwache Fortsetzung.

Stuart Hill, der Manager eines großen Unternehmens, wird am Neujahrsmorgen von einer unbekannten Frau im Berliner Hotel Adlon ermordet. Zuerst ist nich einmal klar, wie sie dies angestellt hat. Kurz nach Bekanntgabe des Mordes an Hill stürzen die Aktien seiner Firma in den Keller. Sarah Jakobs, Hauptkommissarin beim LKA und zuständig für Wirtschaftskriminalität wird an den Tatort gerufen, um zusammen mit ihrem früheren Mentor Winterfeld den Mord möglichst schnell aufzuklären. Gleichzeitig wird in St. Moritz einem jungen Investmentbanker durch einen sonderbaren Anruf angeboten, der Elite beizutreten. Als Beweis, dass dieses Angebot erst gemeint ist, werden auf sein Konto 5 Millionen Euro überwiesen. Er fährt nach Berlin, befolgt alle Anweisungen des anonymen Anrufers und findet kurze Zeit später in einem Bunker bei Berlin zwei Leichen, die grausig zugerichtet und als Kunstobjekte zur Schau gestellt wurden. Da weitere seltsame Hinweise am Tatort gefunden werden, bittet Sarah Jakobs ihren Freund Vincent, einen angehenden Doktor der Kunstgeschichte, um Hilfe bei der Entschlüsselung der Rätsel. Im Laufe der weiteren Ermittlungen stellt sich heraus, dass eine uralte Geheimorganisation, die Kinder des Kronos, hinter allem steckt. Letzlich spielt sich die ganze Geschichte auf mehreren Kontinenten ab; Berlin, London, New York und - wie bei solchen Verschwörungen üblich - natürlich auch Rom bzw. der Vatikan.

"Das große Tier" von Veit M. Etzold konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Am Anfang war ich noch begeistert und von der Geschichte gefesselt. Es beginnt spannend und auch das ständige Hin und Her zwischen den verschiedenen Orten und Personen war nur zuerst etwas verwirrend. Obwohl mir ziemlich schnell klar war, wer der geheimnisvolle junge Investmentbanker war, fand ich das Buch noch immer sehr ansprechend. Leider ließ meine Begeisterung aber schnell nach und ich kam mir teilweise vor, als hätte ich aus Versehen ein Sachbuch über das Finanzwesen erwischt. Die langen Passagen über Hedgefonds, Leerverkäufe, Junk Bonds, Portfoliomanagement-Gesellschaften und mehr haben mich einfach überfordert und gelangweilt. Als diese Begriffe dann etwas verschwanden, baute sich wieder Spannung auf. Leider nur für kurze Zeit, denn nun wurde mir das Ganze doch etwas zu absurd. Plötzlich fühlte ich mich, als wäre ich in einer Vorlesung über griechische Mythologie, Kunstgeschichte und die mittelalterlichen Schriften von Dante gelandet. Erst zum Ende des Buches nimmt das Ganze wieder Fahrt auf und wird auch nochmal richtig spannend.

Nach meiner Meinung hat der Autor einfach zuviel gewollt. Obwohl ich den Schreibstil sehr gut fand und mir auch die einzelnen Figuren gefielen, musste mich doch einige Male zwingen weiterzulesen und das Buch nicht einfach wegzulegen. Dieser Thriller gehört leider nicht zu den Büchern, die ich gerne weiterempfehlen würde.

3

 Somnia, Raptus, Furor – sind die drei Teile dieses Buches und die Stufen, die Kandidaten zur Aufnahme in den „Club der Bösen“ durchlaufen müssen. Am Ende müssen Sie töten um aufgenommen zu werden. Wer sind nun diese Bösen und was haben sie mit dem Mord an Stuart Hill zu tun?  Zu Beginn ist alles Unklar, doch die Polizei kommt mithilfe eines Doktoranden und eines Professors der Kunstgeschichte schließlich den Kindern des Kronos auf die Spur. Kunstvoll verbindet Etzold mehrere Themenbereiche, die die Welt gegenwärtig bewegen zu diesem Thriller.  Die Wirtschaftskrise, die Manipulation der Aktienmärkte, zwielichtige Geschäfte mit Toxic Assets und Insidergeschäften sind seit der Immobilienkrise in Spanien und den USA in allen Medien und sind hier das  Medium, das sich die „Bösen“ zunutze machen um die Weltherrschaft zu erlangen. (Als ich einem Bekannten erzählte, was ich gerade lese, meinte er, das höre sich an wie „Pinky und Brain“ für Erwachsene.)  Ihr Ziel ist die totale Kontrolle der Menschheit mithilfe eines riesigen Computernetzwerkes, dem „großen Tier“. 

Doch zurück zum Anfang: Der Leser lernt Sarah eine ehrgeizige Ermittlerin kennen, die sich einen Freund als Experten zuhilfe holt, als die Mordopfer wie makabre Kunstwerke angeordnet aufgefunden wurden. Vincent, in den sie sich im Laufe des Thrillers auch verliebt, kann helfen und sie verfolgen die Spur von Berlin nach Oxford, wo ein hochrangiger Wissenschaftler, der schon immer an einer Verschwörungstheorie dran war, weiterhilft. Sie verfolgen die Machenschaften und Hinweise der Mörder zurück bis ins neue Testament und die griechische Mythologie. Alles weißt immer wieder auf Lucifer, Satan, Saturn, Kronos,… also den Teufel bzw. das Böse hin. Als dann auch noch der Vatikan und ein hochrangiger Geistlicher ins Spiel kommen, die versuchen die Situation zu retten, erinnert das Ganze endgültig an Krimi im Stil von Dan Brown.

Die Handlung hat mehrere Orte (Berlin, London, Oxford, New York, Rom,….) und springt von einer Gruppe zur anderen (Zentrale von ICC in London, Ermittlungen von Sarah und Vincent, Vincents Bruder und die Welt der Investmentbanken, die Akteure im Vatikan,….) und immer wieder werden neue Kandidaten für das Böse angeworben, die sich jedoch auch selbst opfern um dem Bösen einhalt zu gebieten bzw. genug Willensstärke beweisen sich nicht ganz dem Bösen zu verschreiben, wie etwa Vincents Bruder Markus.

Trotz dieser vielfältigen Persönlichkeiten und Settings wirkt das Buch oft langatmig und büßt gegen Ende immer mehr an Spannung ein, da es durchschaubarer wirkt. Alle freuen sich über ein Happy End, doch darüber thront die düstere Gestalt des „Wächters“.

3

Mir hat der Thriller „ Das große Tier“ von Herrn Etzold nach der Leseprobe sehr gut gefallen. Der Thrller konnte mich leider dann doch nicht so sehr überzeugen Zwischenzeitrlich habe ich dann ein anderes Buch  gelesen und es eine Woche später erneut versucht und bin nun auch bis zum Ende gekommen.

Stuart Hill wird im Adlon in Berlin ermordet, nachdem seine Firma sehr erfolgreich war. Durch den Tod stürzen seine Aktien, und Andere profitieren davon. Sarah Jakobs ist die Hauptkommisarin für diesen Fall. Alleine kommt sie allerdings nicht klar und bittet Ihren Freund Vincent um Hilfe nachdem sich weitere Tote gefunden haben. Ein Investment Banker erhält in Dt. Moritz ein lukratives Angebot und muss dafür ein Rätsel lösen.

AlsLeser erfährt man sehr viel über das Finanzwesen und kommt dadurch gut in der Geschichte mit, auch wenn hier etwas Vorwissen sicherlich nicht schadet. Auch sehr gut sind die Orts- und Zeitangaben zu Beginn der jeweiligen Kapitel., da es sonst überhaupt nicht möglich wäre dere Handlung zu folgen. Etwas schade finde ich, dass viel geschichtliches Wissen erwartet wird und dieses fehlt mir leider.

Interessant war der Thriller aber trotzdem, und für geschichtlich interessierte Menschen ist er sicherliuch auch sehr gut geignet, für mich leider nicht ganz so.

2

Alles beginnt an Silvester - Stuart Hill, Geschäftsführer von Promethean Industries, wird in seiner Suite im Adlon umgebracht. Weitere Morde an Wirtschaftsgrößen folgen. Die Wirtschaftskommissarin Sarah Jakobs wird zu den Ermittlungen am Mordfall Stuart Hill hinzugezogen, doch bald gelangen die Ermittler an ihre Grenzen und Sarah bittet ihren Bekannten Vincent, einen angehenden Doktor der Kunstgeschichte, um Hilfe ...

Das Buch konnte mich nicht so recht begeistern – der Autor hatte außergewöhnliche und spannende Ideen, wie zum Beispiel den Tod durch einen Kuss, die Thematik rund um Kronos und das große Tier selbst. Trotzdem ist mir wenig von der Handlung im Gedächtnis geblieben, denn obwohl die Ansätze interessant waren, hat der Autor meiner Meinung nach zu viel versucht – die Verbindung aus Wirtschaft und Historie, gepaart mit Verschwörung, Mord und Liebe, ist einfach zu viel für ein Buch. Allein die Thematik rund um die Kronos-Gemeinde hätte wohl einen Roman füllen können. 

Manche Rätselherleitungen waren mir persönlich auch schlecht nachvollziehbar - ich bin zwar kein Fachmann, aber so recht konnte ich nicht glauben, dass die gegeben Hinweise ausreichen, um tatsächlich auf ein Ergebnis zu kommen. 

Alles in allem hat Veit M. Etzold ein sehr komplexes Buch geschrieben, das stellenweise leider etwas verwirrend wirkt.

4

"Das große Tier" ist ein Wirtschaftskrimi (Thriller) um Geld und vor allem um Macht. Beginnend mit dem Mord an Stuart Hill in einem Hotelzimmer in Berlin in der Silvesternacht. Der Kuss einer schönen Unbekannten bringt ihm den Tod. Durch ein Kontaktgift. Das ruft Sarah Jacobs, Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität auf den Plan. Gemeinsam mit ihrem Kollegen, Kriminaldirektor Winterfeld wird sie mit dem Fall betreut, der ungeahnte Ausmaße annimmt. Es passieren weitere Morde, deren Leichen grausam arrangiert sind und Skulpturen ähneln, dazu hinterläßt der Täter mysteriöse Botschaften. Sarah sucht Hilfe bei ihrem Freund Vincent, der Kunstgeschichte studiert. Dieser wiederum nimmt die Hilfe eines ehemaligen Professors in Anspruch. Das Geschehen verläuft rasant und an verschiedenen Schaupätzen dieser Welt. Alles in allem passiert das alles in nur 6 Tagen. Sarah und Vincent sind etwas wirklich Großem auf der Spur. Einer Geheimorganisation, die u.a. Einfluss auf Vincents Bruder Markus ausübt. Die Kapitel sind kurz gehalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Es fließen eine Menge geschichtlicher Ereignisse ein. Auch Fachbegriffe aus dem Wirtschaftsleben. Diese sind glücklicherweise sehr gut erklärt. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Sarah und Vincent können aber nur Teilerfolge erringen, den einer bleibt immer noch im Dunkeln. Der Mann, den sie den Wächter nannten.

5
 
 
 
 
Es ist die Sylvesternacht, an der ein wichtiger Manager stirbt. Ein Banker, der einen Anruf erhält der ihn zu noch mehr Macht und Geld verhelfen soll.

Licht ins Dunkle möchte die junge Kommissarin Sarah bringen, die für den Bereich Wirtschaftskriminalität zuständig ist. Anscheinend bekommt sie hier Hilfe von einem angehenden Doktoranten der Kunstgeschichte.

Ein genialer Thriller, der mich sofort gefesselt hat. Der Klappentext hat mich bereits fasziniert, da es nicht nur ein Thriller ist sonder nauch noch einen Touch von Dan Brown hat, durch den mysteriösen Geheimverbund.

Klasse geschrieben, flüssig und bildhaft erzählt. Durch die kurzen Kapitel kann man das Buch auch gut mal zwischendurch lesen, wobei ab und an dann mal der Zusammenhang schwierig wurde. Allerdings hat mit der geschichltiche Hintergrund sehr gut gefallen. So lernt man noch etwas nebenbei.

4

Das Buch spielt zwischen Berlin, London, New York und Rom.

Ein Geschäftsmann wird in Berlin ermordert, während der unkonventionellen Ermittlungen führt die Spur nach London und zu einer großen Verschwörung. Mit Sachverstand, Glück und Geschick gelingt es dem Ermittlerteam einige Rätsel zu lösen. Sie folgen einer Spur aus Blut, Macht und Angst.

Durch die vielen geschichtlichen bzw. religiösen Einschübe ließ sich das Buch nur langsam lesen. Die Geschichte hätte durch einfach gestricktere Einschübe wesenlich flüssiger gelesen werden können. Die Geschichte an Sich war spannend erzählt und die Verknüfungen gut versponnen. Die Darsteller waren gut ausgewählt und an den meisten Stellen konnte man gut mit den Charakteren mitleiden und mitfühlen.

Im Großen und Ganzen habe ich das Buch gerne gelesen, hätte mir vom Autor nur einen etwas "einfacheren" Umgang mit der Materie gewünscht.

3

... mal etwas ganz Anderes.

Eine sehr kurzweilige Geschichte, in vielen kurzen Kapiteln, die sich durch den flüssigen Schreibstil von Veit M. Etzold sehr gut liest.

Auch in diesem Buch werden parallel mehrere Handlungsstränge erzählt, die dann gekonnt zusammengeführt werden. Den Anfang bildet der Mord an einem bedeutenden Top-Manager und Konzernchef in der Silvesternacht im Hotel Adlon, der von einer geheimnisvollen Dame verübt wird.

Kommissarin Sarah Jacobs und ihr Kollege Winterfeld - der bereits vor dem Jahrewechsel prophezeit hatte, dass etwas passieren würde -  werden an den Tatort gerufen und nehmen die Ermittlungen auf. Und sie werden im Laufe der Ermittlungen feststellen müssen, dass sie da einer wahrlich großen Sache auf der Spur sind.

Eine gute Geschichte, sehr lehrreich in Bezug auf Wirtschaftsvorgänge und eine spannende Sache.

 

 

 

3

 

 
 
 
Um es gleich zu sagen: Ich habe verhältnismäßig lange gebraucht, um das Buch zu lesen. Und das lag sicher nicht an der Thematik. Ein Geheimbund, schon seit Ewigkeiten in Hintergrund aktiv, macht sich im Zeitalter der Globalisierung und Technologie diese mit Hilfe des Bankenwesens zu Nutzte, um seine Ziele zu erreichen. Denn es gibt einen Plan... Das ist der Stoff, aus dem Märchen oder guter Thriller entstehen können.
 
Silvesternacht in Berlin. Im Hotel Adlon wird Stuart Hill, der Chef eines US-Konzerns ermordet. Im vergangenen Jahr hat seine Firma Rekordgewinne eingefahren und für die Zukunft wurde Gleiches erwartet. Doch aufgrund Hills Tod stürzt der Kurs ab, wodurch Unbekannte gigantische Gewinne machen können.
Sarah Jakobs, Hauptkommissarin für Wirtschaftsdelikte ermittelt in diesem Mordfall. Als weitere Tote gefunden werden, rätselhaft ausgestellt in Form einer Rennaisance-Skulptur, wendet sie sich an ihren Freund Vincent, einen Doktoranden der Kunstgeschichte. Mit Vincents Hilfe versucht Sarah das Rätsel zu lösen und sie scheinen etwas Großem auf der Spur zu sein.
Zur gleichen Zeit erhält in St. Moritz ein noch namenloser Investment-Banker das Angebot an die „Spitze der Nahrungskette“ zu gelangen, zur „Elite“ zu gehören, wenn er nur flexibel genug ist und ein Rätsel lösen kann. Das selbe Rätsel, das auch Vincent und Sarah beschäftigt.
 
Das Buch beginnt als Wirtschaftsthriller und zum Glück werden dem Leser die Zusammenhänge des Finanzwesens nähergebracht, die nötig sind um die Geschichte zu verstehen. Doch leider sind die Erklärungen etwas trocken geraten und ich als Ahnungslose, was das Bankwesen betrifft, habe trotz Erklärungen nicht immer folgen können.
Im weiteren Verlauf kommt dann mehr und mehr die Verschwörung und deren mythologischer Hintergrund ins Spiel. Anfangs fand ich diesen Aspekt um „das große Tier“ sehr interessant, doch mit der Zeit wurde es unübersichtlich. So habe ich am Ende nicht mehr wirklich versucht mitzudenken, sondern alles einfach so hingenommen, wie es beschrieben war. Und im Allgemeinen kann ich mich durchaus für verworrene Verschwörungsgeschichten begeistern... Ich will damit nicht sagen, dass der Autor schlecht recherchiert hätte, er hat sicherlich Ahnung, wovon er schreibt. Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Als Leser, der von Dante und der Geschichte um Kronos keine Ahnung hat (und des Lateinischen nicht mächtig ist), wird man in diese Thematik geworfen und es ist trotz ausführlicher Erklärungen wie ein Sprung ins kalte Wasser - irgendwann bin ich leider untergegangen.
 
Nützlich sind die Orts- und Zeitangaben, die den Kapiteln vorangestellt sind. Denn die Handlung, die sich zwischen Silvester und dem 5. Januar abspielt, wechselt zwischen Berlin, New York, Rom und London. Die kurzen Kapitel bringen etwas Tempo in die Handlung (oder ermöglichen es, das Buch mal schnell wieder beiseite zu legen), trotzdem kommt wirkliche Spannung nur auf den letzten Seiten auf.
Von der Logik her, hatte ich manches Mal das Gefühl, der Autor muss nun eine Lösung aus dem Ärmel schütteln, damit die Geschichte weiterlaufen kann. Als Beispiel für diese Konstruktionen will ich hier nur die Auflösung des Handy-Rätsels nennen.
Aber all das ließe sich noch verschmerzen, wenn denn die Personen gut gezeichnet wären. Doch das ist leider nicht der Fall. Die meisten Personen (vor allem Sarah und Vincent) bleiben viel zu blass, einzig Tyron und vielleicht noch Marcus haben ausreichend Tiefe, um für mich interessant zu erscheinen. Andere Figuren wie der Killer „Wolf“, dessen Körper seine gefährlichste Waffe ist, hätten durchaus Potential. Das wird aber leider nicht ausgeschöpft. Gut, zwischendurch sorgt er für etwas Brutalität. Aber dann kommt da die Schreibtischtäterin Sarah aus Berlin daher, nimmt es mit ihm auf und übersteht die Begegnung unbeschadet, während die „Todesmaschine“ mit gebrochenem Fuß zurückbleibt. Nun gut.
 
Empfehlen würde ich dieses Buch nur jemandem, der neben Interesse an Verschwörungsgeschichten vor allem ein Interesse an Geschichte hat, sich von ein wenig Brutalität nicht abschrecken lässt und nicht allzu großen Wert auf die Zeichnung der Figuren legt.
 
Von mir doch noch 3 Sterne, da die Idee hinter der Geschichte gut ist. Und mir hat das Ende ohne eine wirkliche Auflösung aller Fragen gefallen. Meiner Meinung nach braucht es auch keine Fortsetzung. Denn: Manchmal ist es besser, an Märchen zu glauben, denn die Wirklichkeit muss man ertragen können...
 

... um nicht weiterlesen zu müssen...  Gemein, aber wahr. Es tut mir leid, Herr Etzold.

 

Zum Inhalt

In
Berlin wird der Chef eines internationalen Konzerns für Satellitentechnik,
Stuart Hill, ermordet aufgefunden. Sarah Jakobs, Hauptkommissarin für
Wirtschaftskriminalität ermittelt und zieht Vincent, ihren Kunstgeschichte
studierenden Freund hinzu, als weitere Leichen gefunden werden, die grotesk
angeordnet sind. Der Tod Stuart Hills, sowie die weiteren Leichen, geben den
Ermittlern Rätsel auf. Es scheinen sich viele kunstgeschichtlichen
Hintergründe, sowie religiöse Anspielungen dahinter zu verbergen, zudem es noch
eine Botschaft gibt, die schwer zu entschlüsseln ist. Vincents Bruder Marcus,
der in London mit zu den großen Playern der Wirtschaftsbosse gehört, wird in
Versuchung geführt, einem Geheimbund beizutreten. Der Geheimbund scheint
ungewöhnlich mächtig zu sein und immer zu wissen, wo sich Marcus aufhält, der
zunehmend Angst bekommt, gleichzeitig jedoch von den Millionen auf seinem Konto
und der Macht des Bundes angezogen wird. Sarah und Vincent entdecken mit Hilfe
von Vincents altem Professor immer mehr verwirrende Zusammenhänge, indem sie
Hinweise auf astrologische, kunst- und religionsgeschichtliche Hintergründe
sowie die aktuelle Wirtschaftslage finden.

Persönliches Fazit: 

Was
möglicherweise der Stoff für einen wahnsinnig aufregenden Thriller gewesen
wäre, erstickt leider in farblos bleibenden Charakteren, die trotz der Dynamik
und Dramatik der Ereignisse das Lesen des „Thrillers“ sehr erschwerten. Erst
zum Ende hin kam etwas Spannung auf. Sowohl vom „Wolf“ hätte man sich mehr
packende Dramatik gewünscht in der Schilderung seines Lebens und seiner
Fertigkeiten, als auch insgesamt einfach mehr Gefühl. Insofern ist das Buch vor
allem Menschen zu empfehlen, die gern oberflächliche Thriller mit interessantem
Hintergrund (Religion/Kunstgeschichte/Wirtschaft) lesen möchten und
emotionslose Schilderungen der Charaktere gut verkraften können.

 

 

4

Bankenkrise in Deutschland… da passt das Buch von Veit M. Etzold wie die berühmt Faust aufs Auge. Es enthält alles um einen Thriller in unserer heutigen Zeit spielen zu lassen: Internet, eine handvoll Investmentbanker, Manager, die weltweite Wirtschaft… und eine Prise Beziehung. Was das Ganze noch zusätzlich spannend macht sind die Morde und in diesem Zusammenhang die Verschwörungstheorien.

Kurz zum Buch: Alles beginnt in der Silvesternacht. Der Geschäftsführer von Promethean Industries, Stuart Hill, wird in einer Suite in einem Berliner Hotel umgebracht. Dies geschieht auf mysteriöse Art und Weise. Fast zeitgleich bekommt ein Investmentbanker, ebenfalls in der Silvesternacht (allerdings Szenenwechsel… jetzt in St. Moritz) einen sonderbaren Anruf. Er solle sich in das nächste Flugzeug setzen und sofort nach Berlin fliegen. Als Gegenleistung bekommt er noch in der gleichen Nacht 5 Mio. EUR auf seinem Konto gutgeschrieben. Für die Aufklärung am Mord von Stuart Hill wird Sarah Jakobs, eine junge und aufstrebende Hauptkommissarin, beauftragt. Gemeinsam mit einem Freund namens Vincent gerät sie in einen Strudel nicht mehr enden wollender Ereignisse. Vincent studiert Kunstgeschichte in Bremen… Warum musste Stuart Hill sterben? Was macht der Investmentbanker in Berlin? Was hat die alte Geschichte mit dem Fall zu tun? Fragen über Fragen, die im Laufe des Thrillers von Veit M. Etzold nach und nach aufgeklärt werden.

Das Buch hat alles, was ein spannender Wirtschaftsthriller benötigt: zuerst einmal den fesselnden Schreibstil. Dieser entführt den Leser an Schauplätze (fast) in der ganzen Welt, u.a. nach Deutschland, England und Amerika. Etzold schafft es vor dem Auge des Leser seine Protagonisten lebendig werden zu lassen. Nur zu gerne möchte man Sarah und ihren Freund Vincent kennen lernen… außerdem erfährt der Leser viel über die alte Geschichte: angefangen bei den Griechen, den Römern, den Christen bis hin zu Dante und Michelangelo… natürlich geht es auch um Geld… und um Glaube… und dem Glauben ans Geld…

Etzold schafft es mit seinem Werk einen kurzweiligen, packenden und spannenden Thriller zu präsentieren. Hin und wieder wird zwar die Handlung etwas schwer verständlich… dies klärt sich allerdings auf den folgenden Seiten schnell wieder und es geht rasant und spannend weiter.

So ziemlich in einem Rutsch habe ich das Buch durchgelesen und ich war begeistert. Hoffentlich gibt es bald eine Fortsetzung bzw. ein neues Buch von Veit M. Etzold, das mindestens genau so spannend ist wie „Das große Tier“. Ich würde es mir auf jeden Fall gerne holen und lesen.

Kommentare

Registrieren
& Leseeindruck
beschreiben

So funktioniert's:

  1. Leseprobe zum Buch runterladen & reinlesen
  2. Registrieren & ersten Leseeindruck verfassen
  3. Als Kritiker gratis Vorab-Exemplare erhalten
  4. Regelmäßig veröffentlichen & Top-Kritiker werden