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Leseeindrücke

Hier finden Sie alle Leseeindrücke zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

Seltsam

2

Seltsamer Stil, irgendwie abgehoben, weit weg von den Protagonisten. Da fällt es dem Leser schwer, sich hinein zu versetzen.

DIe Story klang spannend, aber die Umsetzung war es leider nicht. Zu wenig Beschreibungen im Detail, zu viele Sprünge in der Handlung.

Vielleicht entwickelt es sich noch, mir gefiel die LP jedenfalls nicht.

Story nein, Sprache ja

3

 Vorweg: der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist zwar etwas anders als gewöhnlich, aber das macht die Sache gerade so interessant. Er beschreibt detailliert, aber nicht zu detailliert. Kurz und knapp, aber dennoch verirrend, aber schnell wieder zu sich zurückkehrend. Interessant. 

Die Grundidee ist auch in Ordnung, also jemand, der aus seinem gesellschaftlichen Status fliehen möchte etc, aber sobald es angefangen hat in der Fabrik, hat es mir gar nicht mehr gefallen.

Du hast keine Chance, nutze sie...

Der 20jährige Isaac will aus seiner wenig zukunftsträchtigen Lebenssituation ausbrechen um später ein anderes Leben führen zu können, als es in seinem,  vom Untergang geweihten Heimatort möglich ist. Zu sehr zeichnet sich durch seinen besten (einzigen) Freund ab, was geschieht, wenn man den Absprung aus der Enge der Kleinstadt nicht schafft.  Mit den gestohlenen Ersparnissen des verhassten tyrannischen Vaters und will in Kalifornien ein neues Leben beginnen und hofft seinen Freund für diesen Plan gewinnen zu können. Der aber ist schon zu sehr im Trott der Hoffnungslosigkeit versumpft. Er erklärt sich bereit Isaac ein Stück zu begleiten. Doch weit kommen sie nicht. In einer Fabrikruine in der sie vor einem Unwetter Schutz suchen kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dort hausenden Obdachlosen. Die Situation eskaliert und im Zuge der Ereignisse erschlägt Isaac einen der Männer mit einer Stahlkugel. Die beiden flüchten, nicht sicher ob Isaacs Handeln als Notwehr anerkannt werden würde. Doch Isaacs Rucksack mit dem Geld und Poes Jacke bleiben am Tatort zurück...

Schon hier scheint sich abzuzeichnen, dass der Versuch aus der Ausweglosigkeit des schäbigen Lebens zu entfliehen in eine noch größere Ausweglosigkeit führt. Die Stimmung des Buches ist düster, schmutzig und hoffnungslos.

Der eigenwillige Schreibstil  des Buches passt meines Erachtens sehr gut zu den Protagonisten des Buches. Er wirkt, gehetzt, getrieben und aggressiv und trifft genau die Denkart und Sprache Jugendlicher  aus sozial  problematischem Umfeld, die schon viel zu früh, viel zu viel von den Schattenseiten des Lebens gesehen haben.

Rost

Vorweg: dieser Roman ist nicht mein Genre. Ich bevorzuge spannende Krimis, weniger Lebensgeschichten.

 

Aber die Sprache ist toll, die Geschichte scheint einiges zu beinhalten und ich könnte mir vorstellen, der Autor wird mal ein Großer!

Ich wüßte jetzt schon gern, wie die Vorgeschichte der beiden Freunde Poe und Isaac war und wie beider Leben weiter verlaufen wird. Aber wie gesagt: Tristesse ist nicht mein Favorit und in diesem Roman scheint so einiges trist und trüb und traurig zu sein.

 

Aber wer diese Art Bücher mag, wird sicher etwas Gutes in der Hand halten...

emotional Wachsen

Auf mich wirkt der Schreibstil besonders zu Beginn der Leseprobe extrem unbeholfen. Beim Lesen warfen mich die Satzfragmente immer wieder aus der Geschichte, es schien mir so, als ob der Autor die Geschichte nicht richtig zu fassen kriegte. Er sieht da eine Landschaft und will sie nun brockenmässig beschreiben. Manchmal habe ich mich sogar geärgert, vielleicht wirkt dieser Stil im englischen weniger wie geronnene Milch. Mit der Zeit stellte sich dann doch eine Atmosphäre ein, jene des Selbstmitleids. Ich bin schon dafür, dass man auch über die weniger erfreulichen Begebenheiten im Leben schreibt, aber auch eine bedrückende Situation muss nicht so wehleidig daherkommen.

Interessant ist auf jeden Fall, wie die beiden Hauptfiguren mit ihren Schuldgefühlen umgehen. Jetzt müssen sie aktiv werden und wie sie das tun werden, ist spannend.

Amerikanische Nostalgie: Überbewertet oder nicht?

4

Dieser Debütroman war letztes Jahr eine derartige Sensation in den USA, dass ich nach der zufälligen Entdeckung im Internet sowieso vor hatte, das Buch irgendwann auf Englisch zu kaufen. Einerseits weil mich das Thema Deindustrialisierung sehr interessiert und andererseits aufgrund der vielen Vergleiche - sowohl mit Klassikern wie Salinger, Kerouac, Stainbeck oder Hemingway, als auch mit so gut wie jedem, der sich der Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms bedient, und natürlich auch mit der großen Entdeckung der letzten Jahre Cormac McCarthy. 

+ Sie sind nicht einfach aus der Luft gegriffen: Bereits der Romananfang zeigt wirklich thematische und stilistische Ähnlichkeiten mit den erwähnten Autoren. Der Mythos Aufbruch als zentrales Thema der amerikanischen Literatur ist in der gesamten Leseprobe präsent. So motiviert Isaac sogar sein Wunschfach Astrophysik: Damit auch die ganze Menschheit mal abhauen könnte, wenn es Zeit wird. Was den Text allerdings auszeichnet, ist die Tatsache, dass der Aufbruch nicht stattfindet: Nicht nur die Hauptfiguren mussten lange unter der eigenen Unentschlossenheit leiden. Darüber hinaus scheinen ihre Konflikte wie von einer unerbittlichen höheren Macht bestimmt zu sein. Isaacs lang ersehnte Reise scheitert und Poe ist plötzlich in etwas involviert, mit dem er nichts zu tun haben wollte, denn es hat bloß geregnet: Der Mord aus Notwehr ist eigentlich ein reiner Zufall. Es scheint, dass sich die übrige Handlung hauptsächlich auf das Thema tragische Schuld konzentrieren wird (Isaac wollte niemanden töten, sondern musste seinem unterlegenen Freund retten, Poe wird als Täter betrachtet und ist eigentlich das Opfer), und das finde ich sehr vielversprechend.        

- Andererseits kann man die Leseprobe genau aus den Gründen kritisieren, aus denen sie gelobt wurde: Sie wirkt ein bisschen wie eine Kompilation aus anderen Autoren. Ich kann meinen Eindruck vom Stil am ehesten als Nostalgie beschreiben und trotz der sehr aktuellen Thematik hatte ich an einzelnen Stellen das Gefühl, dass ich eigentlich keinen Roman lese, der erst letztes Jahr veröffentlicht wurde. Die Absicht, unbedingt einen Great American Novel zu schreiben, ist zu offensichtlich, und die früher revolutionäre Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms wirkt heute eher retro als sonderlich originell und weltbewegend. (Obwohl sie für einige amerikanischen Klassiker wie William Faulkner charakteristisch ist, ist diese Erzähltechnik eigentlich europäisch. Der Ausdruck "Great American Novel" bezieht sich aber nicht unbedingt auf rein amerikanische Vorbilder.) 

+ Aber es handelt sich um keinen reinen Bewusstseinsstrom: Die Erzählperspektive wechselt ständig, absolut nahtlos und überraschend zwischen einem auktorialen Erzähler, Bewusstseinsstrom und erlebter Rede, so dass der Leser nicht immer mitbekommt, was aus der Perspektive des Erzählers berichtet wird und was die Gedankenfetzen der Figur sind. Das ist offensichtlich beabsichtigt und eigentlich meisterhaft gelungen.  

Fazit: Auf den Romananfang bezogen, kann ich die vielen Lobeshymnen nicht hundertprozentig nachvollziehen, aber schlecht finde ich ihn nicht. Es interessiert mich wirklich, wie sich die Handlung entwickeln wird, und würde am liebsten gleich weiterlesen.   

besonderer stil

3

Auch ich finde, dass der Schriftsteller einen besonderen Schreibstil hat, was jedoch nicht negativ gemeint ist. Das Buch ist dadurch zu begin etwas schwieriger zu lesen als ein durchschnittlicher Roman, wenn man allerdings ein paar seiten gelesen hat macht es meiner Meinung nach sogar richtig Spaß das Buch zu lesen und man gewöhnt sich an den Stil des Autors.

Um einem Freund das Leben zu retten begeht Isaac einen Mord aus notwehr. Sein Freund und Isaac selbst würden gerne ein anderes Leben an einem anderen Ort leben, können es jedoch aufgrund gewisser Umstände nicht.

Den Inhalt finde ich sehr interessant, jedoch finde ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, deswegen 3 - 4 Sterne

Heftig

3

Wenn die Leseprobe schon so intensiv zu lesen ist, wie sollen die restlichen Seiten sein? Schwer verdaulich? Ich finde das Buch ist sehr heftig und nichts für zarte Gemüter.

Ein eindringlicher Roman - "Rost"

3

Die Leseprobe vom Buch "Rost" von Philipp Meyer ist mir sehr nahe gegangen. Einfach mal so, auf die Schnelle, ist sie nicht zu lesen. Der Schreibstil ist schon gewöhnungsbedürftig. Dafür hat Philipp Meyer aber die einzelnen Charaktere, z. B. Isaac und auch Poe gut beschrieben. Man nimmt an den jeweiligen Gedanken, die die beiden haben, teil.

Isaacs Mutter ist verstorben, seine Schwester studiert in Yales und er lebt allein mit seinem Vater, mit dem er sich mehr schlecht als recht versteht. Poe, sein Freund, hätte Footballspieler werden sollen. Stattdessen lebt er mit seiner Mutter in einem Trailer. Das Leben der beiden Hauptprotagonisten ist nicht einfach. Sie leben am so genannten Rand der Gesellschaft und schaffen es einfach nicht ihre Träume, Bedürfnisse die sie an das Leben in die Realität umzusetzen. Eine amerikanische Gesellschaftsstudie.
 

LG Petra

Gewöhnungsbedürftig

2

Auf den ersten Seiten fand ich den Schreibstil etwas schwierig. Eine Geschichte konnte sich nicht wirklich aufbauen, die Charaktere kamen nicht durch, es hat mir nicht gefallen...

Nach einigen Seiten dann habe ich mich an die Art zu Schreiben gewöhnt und fand das Buch recht unterhaltsam. Natürlich sollte man die Charaktere genauer kennenlernen, aber es könnte durchaus lesenswert sein.

Ich hatte erst mit dem

3

Ich hatte erst mit dem Gedanken gespielt die Leseprobe abzubrechen, fand ich doch die ersten Seiten recht langweilig!

Aus den beiden Charakteren geht bisher noch nicht allzuviel hervor, ausser das Poe wohl eine Karriere als Baseballer ausgechlagen hat aus noch nicht ganz klar ersichtlichen Gründen! Isaak wirkt erstmal nur ziemlich fad und langweilig, aber dann als er versehentlich Otto tötet um seinen Freund Poe zu retten wird seine Person doch intressant!

Wie mag sich diese Geschichte wohl entwickeln? Werden die Beiden als Mörder und Mittäter verklagt? Werden die Beiden gemeinsam fliehen? Oder werden die Beiden sich selbst anzeigen?

Mit Spannung fiebere ich dem Erscheinungstermin entgegen!

Schreibstil?

1

Ich habe von dieser Leseprobe nur die ersten zehn Seiten gelesen und habe dann aufgegeben. Der Stil des Autors sagt mir leider überhaupt nicht zu, es ist irgendwie alles künstlich auf "große Literatur" getrimmt. Schon einer der ersten Sätze - der dritte, genauer gesagt -  ( "Später Vormittag, flott ging er durch den Wald in Richtung Stadt – Gestalt mit Rucksack, klein und dünn, schwer drauf bedacht, unterm Radar zu fliegen.") hat mich zur Einsicht gebracht, dass mir dieses Buch nicht gefallen würde, so redet ja kein Mensch und man muss den Satz dreimal lesen, bis man weiß, was eigentlich gemeint ist. Es scheint irgendwie um einen Ausbruch zu gehen, und das Ganze findet in einem ehemaligen Stahlabbaugebiet statt, aber mehr erinnere ich mich schon nicht mehr. Oder vielleicht war in den ersten Seiten auch einfach nichts Wichtiges gestanden.
Deswegen leider nur ein Stern von mir, ich würde 0,5 geben wenn es möglich wäre.

Nicht meins

 Leider muss ich sagen, dass ich die Leseprobe nach 5 Seiten abgebrochen habe. 

Ich finde den Schreibstil nicht ansprechend, das Thema sagt mir nicht zu und die Figuren fand ich bis zu der Stelle nicht gut gezeichnet. 

Schade..

Philipp Meyer:Rost

Der Schreibstil macht mir etwas zu schaffen- es dauert ene Weile ehe ich mich daran gewöhnt habe.

Ansonsten ganz interressant und spannend. Erinnert mich an alte utopishe-Romane.

Ich würde gern das weitere Schicksal der Beiden (Poe und Isaac) erleben. Schaffen sie es den amerikanischen Traum zu leben oder nicht.

 

 

american writing

3

Tja, was soll man sagen? Der Versuch, wie die alten amerikanischen Klassiker zu klingen? Hart und knapp, teilweise grob... Auf jeden Fall eine sehr gewöhnungsbedürftige Erzählweise. Es kann daraus etwas Großes erwachsen, doch ob es gelingt darf noch bezweifelt werden. Trotzdem gebe ich dem Buch eine Chance. Auch Hemingway, Steinbeck, Bukowski und Co. waren nicht immer leicht zu lesen und sind auch nicht für jeden Leser geeignet. Zumindest ist die Story zweier Männer und ihre verwobene Lebensgeschichte ein guter Ausgangspunkt für einen großen Roman.

Totschlag

1

Isaac möchte gerne von zu Hause abhauen und macht sich zusammen mit Poe, seinem besten Freund auf den Weg. Als sie bei einem Unwetter in einem alten Stahlwerk Unterschlupf suchen, werden sie von drei Obdachlosen gestört, denen anscheinend die Bleibe "gehört". Poe legt sich mit diesen Männern an, was dazu führt, dass er mächtig bedroht wird und daher Isaac einen der Obdachlosen erschlägt. Beide Jungs flüchten. Isaac macht sich weiter auf den Weg nach Kalifornien. Poe geht wieder nach Hause zu seiner Mutter.

Die Leseprobe hat mich nicht angesprochen. Weder das Thema, noch der Schreibstil des Autors haben mit in irgendeiner Weise beim Lesen berührt. Phlipp Meyer hat wieder ein Thema aufgegriffen, das andere Autoren schon vorher taten und in meinen Augen auch um einiges besser. Ich bin mir nach der Leseprobe auch nicht ganz sicher, welcher Intention Herr Meyer verfolgt. Soll der Roman sozialkritisch wirken, oder ist eine Geschichte darüber, dass zwei Jugendliche trotz aller Widrigkeiten ihren Weg machen? Oder möchte Philipp Meyer den "American Way of Life" kritisieren?

Da ich mich regelrecht durch die Leseprobe fast gequält habe, glaube ich, dass ich nicht wirklich neugierig auf diese offenen Fragen bin.

Keine rosigen Zeiten!

2

Die Leseprobe ist schwer verständlich und durch den unkonventionellen Schreibstil mit merkwürdigen Ausdrücken sehr schwierig zu lesen. Es wird eine düstere Stimmung verbreitet. Isaacs Leben ist voll von Schicksalschlägen und düsteren Ereignissen.

Mir gefällt dieses Buch nicht besonders, was evtl. auch an dem Schreibstil liegen mag. Kein Buch, das man locker und flockig lesen kann. Vielleicht etwas zu anspruchsvoll für mich!

eine schwarze, rostige Jugend

4

Isaac ist intelligent, jedoch sehr unzufrieden mit sich selbst. Seine Mutter ist gestorben, deshalb lebt er mit dem Vater zusammen, zu dem er kein gutes Verhältnis hat.

Poe ist ein Freund von Isaac und beide befinden sich in sehr komplizierten Situationen.
Ich bin sehr gespannt, ob die Zwei ihre düstere Jugend hinter sich lassen können und ihr Leben noch auf die Reihe bekommen.
Mir hat der Schreibstil des Autors ganz gut gefallen und es kommt Spannung auf und ich bin sehr gespannt wie die Geschichte endet.

die düstere Geschichte einer Jugend

2

Isaac ist durch den Tod seiner Mutter und das Zusammenleben mit seinem tyrannischen Vater sehr unzufrieden mit seinem Leben. Er hatte die Möglichkeit, eine Uni zu besuchen, nahm diese Chance aber nicht wahr.

Sein Freund Poe, der ein guter Footballspieler war, hatte ebenfalls die Möglichkeit seinen Heimatort zu verlassen, blieb aber auch. Nun sitzt er dort fest… an einem Ort, der trostlos und von Armut und Kriminalität geprägt ist.
Beide würden diesem Leben gern entrinnen, werden aber in einen Mord verwickelt, der aus Notwehr von Isaac begangen wurde, um seinen Freund Poe zu retten.
Der Autor beschreibt das hoffnungslose Leben der beiden Jungen und führt den Leser in viele traurige und ernste Situationen. Es kommt eine depressive Stimmung auf, man bekommt die schwierige Jugend der zwei Hauptprotagonisten hautnah mit.
Ebenfalls wird die Umwelt beschrieben, was langweilig werden kann.
Fazit: Man muss solche Bücher mögen, für mich war die Leseprobe zwar spannend, allerdings etwas zu „düster“.

 

"Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont." (Konrad Adenauer)

Rostige Zeiten

3

brechen über Isaac und seinen Kumpel Poe herein. Als sie aus ihrer trostlosen Kleinstadt verschwinden wollen kommen sie nicht weit, da Isaac in Notwehr einen Mann tötet und Poe dafür angeklagt wird.

Die Leseprobe ist ganz schon harter Tobac, alleine die sprachliche Gestaltung ist schwer verdaulich. Man muß sich als Leser sehr konzentrieren um der Handlung zu folgen. Sehr schön , aber auch anspruchsvoll  ist die Wortvielfalt die der Autor teilweise auch neu kreiert:z.B:

" Ein schlammbespritzter Allrader stand auf dem Vorplatz
neben Poes altem Camaro mit Dreitausend-Dollar-Anstrich und
zerschrotetem Getriebe." oder

Seite 13 "  Nur, irgendwann ist Schluss mit Glück"

 

Sehr schön, sehr literarisch aber auch relativ gewöhnungsbedürftig. Nimmt man noch die erzählte Geschichte der beiden heranwachsenden Protagonisten hinzu erinnert mich das Buch doch ein bisschen ( gerade auch vom sprachlichen Stil ) an Submarino von Jonas T. Bengtsson.

Dies ist mal wieder ein Beispiel für eine literarisch wertvolle Leseprobe jenseits des mainstreams.

Verpasste Chancen

3

Ein Junge will sein Zu Hause bei seinem harten Vater verlassen, hat alles Norwendige eingepackt und auch eine größere Summe Geld seines Vaters entwendet. Die Stadt in der er lebt, war früher besser; Menschen hatten in der Stahlindustrie Arbeit, aber als die wichtigste Firma schloss, folgten die anderen ihr nach und die Menschen, die nicht wegzogen, wurden arbeitslos. Seine Mutter ist tot, seine Schwester hat mit Hilfe von Stipendien studiert und reich geheiratet. Er hält sich selbst für intelligent genug, es seiner Schwester gleichzutun. Aber alleine möchte er sich nicht auf die Reise machen, deshalb versucht er seinen Freund zu überreden, ihn zu begleiten.

Dieser ist ein Jahr älter als er, ein ehemaliger Highschool-Foodballstar, der kurz vor einem Sportstipendium und einer Profikarriere stand. Diese Chancen hat er sich allerdings mit seiner Sauferei und Prügelei selbst verdorben. Er ist auch nicht sicher, ob er seine von Arthritis geplagte Mutter alleine lassen kann.

Diese Mutter lebt in einem Trailer auf einem größen Stück Land. Sie hatte einmal studiert und große Pläne mit dem Land. Dann hat ihr Mann sie verlassen, den angebotenen Job in Philadelphia hat sie nicht angenommen und jetzt sitzt sie da.

Alle diese Leute hatten Chancen im Leben und haben sie vertan. Wen wundert es also, dass aus dem Weglaufen erst einmal auch nichts wird. Bei dem Versuch, auf einen Zug zu springen werden sie von drei Vagabunden überrascht, die nichts Gutes im Schilde führen. Der Versuch, sich zu wehren endet für einen der Vagabunden tödlich, weshalb die beiden Jungen in Panik nach Hause laufen.

So weit und so auch recht gut, der Inhalt der Leseprobe. Da könnte schon noch eine recht gute und spannende Geschichte daraus werden. Mich persönlich stößt allerdings die Sprache ab. Warum gilt es als künstlerisch wertvoll, in abgehackten Sätzen zu sprechen? Schließlich haben wir im Laufe von Jahrtausenden eine Sprache entwickelt, die mehr kann, die vollständige Sätze mit Objekt, Prädikat und Subjekt ermöglicht! Dass Menschen  manchmal so reden wie der Autor ist richtig und deshalb ist es auch legitim, gesprochenes Wort so wiederzugeben. Das passiert hier aber gar nicht. Vielmehr benutzt der Erzähler unvollständige Sätze, wenn er versucht die Gedanken der Jungen zu beschreiben. Das passt aber gar nicht dahin, denn es handelt sich ja um junge Menschen mit Ambitionen, die eine gute Schulbildung haben und die eigentlich auch noch mehr im Leben erreichen wollen.

 Für mich hat auch der Autor die Chance auf ein wirklich gutes Buch mit dieser Art zu schreiben vertan.

meldsebjon

Anspruchsvoll und sehr gelungen

5

Eine Stadt, die von dunklen Wolken überdeckt wird, weil sie den Bewohnern keine Hoffnung mehr auf eine glanzvolle Zukunft macht, die sie vorher ,versprochen' hatte. Isaac, ein intelligenter junger Mann, der äußerlich vermutlich unzufrieden mit sich selbst ist, wurde nach dem Tod seiner Mutter und dem Fortgang ihrer Schwester mit seinem Vater allein gelassen. Das Verhältnis zu seinem Vater ist schwierig und Isaac empfindet ihn als einen Tyrannen, der ihm das Leben noch schwerer macht als es schon ist.

Poe, der Freund des Protagonisten, war während der Schulzeit Footballspieler und hatte gute Chancen, auf eine Sportuni gehen, die er aber ungenutzt ließ. Er wohnt im Trailer seiner Mutter und trinkt zu viel Alkohol. Darin drückt sie wohl seine Hoffnungslosigkeit auf eine rosige Zukunft aus.

Beide Jungen befinden sich in komplizierten Situationen, da sie entgegen aller Hoffnungen, ein tristes Leben führen.

Philipp Meyer führt den Leser in eine traurige und hoffnungslose Welt, umschreibt die Wünsche der Jungen und beschreibt ihre Leben, die ihnen wie eine Last erscheint. Eine wunderbare und anspruchsvolle Leseprobe, die bestimmt nicht von jedem Leser verstanden oder gern gelesen wird, weil es ernste Situationen beschreibt, mit denen sich nicht jeder beschäftigen möchte.

Ein Abstieg

2

 Der Rost Protagonist war ein Highschool Footballstar und hatte die Möglichkeit seinem Heimatort mithilfe eines Sportstipendiums an die Uni zu entkommen. Er wollte sich aber von niemandem drängen lassen und blieb aus Trotz. Seine Schwester hatte die Gelegenheit zum Abschied im Gegensatz zu ihm wahrgenommen. Nun scheint es zu spät für ihn der Trostlosigkeit seines Heimatortes zu entkommen, der geprägt ist durch Arbeitslosigkeit, geschlossene Stahlwerke, einbrechende Kohlegruben, Armut, Kriminalität und Perspektivlosigkeit. Wer kann, geht!  Seine Mutter hat wie er eine Chance verstreichen lassen, da sie ihm die Footballkarriere nicht vermasseln wollte. Zum Dank sitzt er nun arbeitslos, mit Vorstrafe und zu faul zum Holzhacken im heimischen Trailer und wird auch noch in ein Tötungsdelikt verwickelt. Sein Freund Isaac beging es aus Notwehr, doch Billy Poes Jacke mit seinem Namen bleibt am Tatort zurück. 

Wir dies die Geschichte des endgültigen Versagens oder schafft es Billy Poe doch noch aus dieser Misere herauszukommen?

 

Zerplatzte Träume

2

schwierige Leseprobe, die kann ma nicht mal eben nebenbei lesen und verschlingen, man braucht zeit sich in die zeit zu versetzen und auch zeit sich in das buch, in die geschichte zu versetzen.

schwierig aus dem grund, da man mittein hinein in eine geschichte geschmissen wird, man kennt die charaktere nicht, die leseprobe verlangt jedoch danach, dass man diese kennt, damit man die geschichte versteht. isaac und poe auf der suche nach einem neuen leben, werden überrascht und isaac hilft seinem freund poe, indem er einen menschen tötet, kein schöner anfang eines neuen lebens. doch nach dem mord lernen wir poe näher kennen, sein leben, seine mutter, seine gedanken.

auch isaac wird näher "beleuchtet" doch hier ist die leseprobe zu ende.

der anfang ist, wie oben beschrieben, schwierig, aber dennoch denke ich, dass sich das buch zu lesen lohnt, denn wir sind noch nicht bei der eigentlichen geschichte, die, so denke ich, spannend ist. durchhalten.

Rost

5

Philipp Meyers Roman ,Rost' handelt von Isaac und seinem Freund Poe. Isaacs Mutter stirbt, seine Schwester studierte in Yale und heiratete dann einen Mann, sodass sie sich nicht mehr zu Hause blicken ließ und Isaac mit dem Vater, den wahrscheinlich beide nicht ausstehen können, allein ließ.

Isaac hatte ebenso eine Chance, eine Uni zu besuchen, zögerte es aber hinaus. Sein Freund Poe, der im Trailer seiner Mutter lebte und während der Schulzeit Footballspieler war, trank zu viel und ging auf keine Sportuni, obwohl es alle von ihm erwartet hätten.

Eine merkwürdige Freundschaft, die im Laufe der Leseprobe immer deutlicher herauskaramellisiert wird.

Der Autor baut seinen Roman herausragend gut auf. Zunächst einmal wird Isaac vorgestellt, schon bald wird auch von dem Freund Poe erzählt, ebenso von seiner Schwester und seinem Vater. Der erste Satz des Romans klärt den Leser über den Tod seiner Mutter auf und darüber, dass der Protagonist sich allein fühlt. Die Atmosphäre wird nach und nach immer mehr ausgeweitet und erhält eine Dichte, die den Leser nicht mehr vom Roman losreißt.

Sprachlich ist Meyer ein Autor, der sich sowohl an langen, sowie zwischendurch an kurzen Sätzen bedient. Dennoch ist es nicht schwierig zu lesen oder gar zu verstehen. Die Sprache fesselt den Leser an das Buch und lässt ihn mehr und mehr von Isaac und seinem Umfeld erfahren. Desweiteren gibt es auch Umweltbeschreibungen, die nicht zu lang sind, um Langeweile aufkommen zu lassen.

Zu der Leseprobe ist insgesamt zu sagen, dass der Autor eine Atmosphäre verbreiten lässt, die den Leser eine Spannung spüren lässt und sprachlich in den Roman einführt. Ein sehr gelungener Einstieg in einen vielversprechenden Roman.

Rost

4

Inhalt:

Buell, eine Kleinstadt in Pennsylvania hat schon bessere Zeiten gesehen. Arbeitslosigkeit, Eintögikeit und Perspektivlosigkeit prägen das Dasein, der ehemaligen Industriestadt. Wer dort bleibt geht vor die Hunde. Der knapp zwanzigjährige Isaac nimmt sein Leben in die Hand, beklaut seinen tyrannischen Vater und macht sich zusammen mit seinem Freund Poe auf den Weg ins gelobte Land: Kalifornien. Unterwegs geraten sie während eines Unwetters in eine Lagerhalle. Poe wird fast Opfer einer Vergewaltigung. Isaac greift ein und tötet den Angreifer.

Meinung:

Eine überzugende Leseprobe. Dem Autoren gelingt es rasch Atmosphäre aufzubauen, die Charaktere werden rasch lebendig, die spannende Handlung trägt eine Geschichte, die von Isaacs Hoffnungen und der Ausweglosigkeit der Gegenwart geprägt werden. Hier gibt es kein Entrinnen. Das Leben, ein Schlag ins Gesicht. Gefällt mir ausnehmend gut. Feine Literatur!

Anstrengend, deprimierend und trotzdem fesselnd

4

Die Geschichte um Isaac und Poe ist mühsam zu lesen, fordert viel Aufmerksamkeit, deprimiert mit der detaillierten Schilderung einer ehemals glanzvollen Zeit ihrer Heimat, die im Laufe der Jahre immer mehr verkümmert ist und nicht nur in Mutter Natur, sondern auch bei den Menschen tiefen Spuren hinterlassen hat und fesselt trotzdem ungemein.

Ehemals hoffnungsvolle Ziele für die Zukunft wurden verdrängt von nüchterner Realität, begründet auf jugendlicher Übermütigkeit und moralischen Ansprüchen der Familie und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Man liest hier über eine langsam erwachsen werdende Jungenfreundschaft, der jegliche Unbekümmertheit der Jugend abhanden kommen ist. Die Schilderung eines Versuchs der Flucht in eine besseren Zukunft, die gleich in ihren Anfängen so dramatisch zu scheitern scheint.

Wie wurden die Zwei von der Realität eingeholt.

Sicherlich kein Buch, dass man selbst nach einem langen, anstrengenden locker liest. Aus meiner Sicht aber dennoch sehr interessant und durchaus lesenswert.

Ich für meinen Teil wüsste jedenfalls gern, ob es für Isaac und Poe noch eine Chance auf ein "schönes" Leben gibt oder ob wir nur lesende Zeugen ihren endgültigen Abstieges sind.

deprimierend

2

An dieser Leseprobe hatte ich leider keine Freude. Der Stil ist anstrengend, zumal mich das Thema nicht recht zu interessieren vermag. Ich möchte gern etwas Spannendes oder Lustiges lesen. Dinge, die mich herunter ziehen, gibt es im Leben schon genug.

Unkonventioneller Schreibstil

5

Buell, eine dahinsiechende Kleinstadt in Pennsylvania, deren beste Zeiten längst der Vergangenheit angehören. Dort lebt der 20jährige Isaaac zusammen mit seinem Vater. Er will diese Stadt verlassen, die keine Zukunft verspricht. Gemeinsam mit seinem Freund Poe, der selbst sein Leben nicht auf die Reihe bekommt, macht er sich auf den Weg nach Kalifornien.

Regen zwingt die beiden Freunde in einer alten Fabrikhalle Unterschlupf zu finden. Doch nicht nur die beiden suchen dort Schutz. Während Isaac sich außerhalb der Halle befindet, entgeht Poe nur fast einer Vergewaltigung. Um dies zu verhindern, muss Isaac einen der Angreifer töten. Die beiden fliehen, doch zurück bleibt die Baseballjacke mit dem Namen des Freundes. Um nicht mit dem Mord in Verbindung gebracht zu werden müssen die beiden nun zum Tatort zurück...

Mir hat der ungewöhnliche Schreibstil eigentlich sehr gut gefallen, er ist frech und jugendlich.Auch an Spannung mangelt es nicht. Besonders gut fand ich den Wechsel der Erzählperspektive. So werden bestimmte Dinge aus zwei verschiedenen Sichtweisen berichtet. Einfach klasse!

 

Dramatisch und traurig - hoffentlich nicht zu deprimierend!

4

Die dies wöchige Leseprobe ist von dem Autor Philipp Meyer: Der Roman „Rost“, der für mich etwas von einer Sozialstudie hat.

Die Hauptfigur ist der junge Issac, der aus zerrütteten Verhältnissen kommt und bisher keinen einfachen Lebensweg hatte – seine Mutter hat sich vor fünf Jahren das Leben genommen und der Vater ist krank und ein Tyrann. Mit seinem aller bestem Freund, Poe, will Issac in ein neues, besseres Leben aufbrechen. Doch diese Reise steht unter keinem guten Stern.... In Notwehr wird Issac zum Mörder und fälschlicherweise wird Poe an dessen stelle verhaftet. Issac versucht nun seinen Weg alleine weiterzugehen, was dem sensiblen und empfindsamen Mann aber immer weiter in ausweglose Situationen führen soll.

Wahrscheinlich ein sehr spannendes und interessantes Buch, aber sicher auch sehr dramatisch und traurig. Ich hoffe dies ist kein all zu deprimierendes Buch, da ich die Handlung und die Leseprobe ansprechend fand, aber es doch sehr mag, wenn sich einige Sachen nach und nach zum guten wenden. Hier ist ein Happy End nicht immer nötig, aber wenn man so liest, was nach und nach alles über Issac herein bricht, so wünscht man sich doch, dass auch Lichtblicke auftauchen. Es freut mich, dass dieser Buchauszug direkt der Anfang des Buches ist und somit der Einstieg leicht fällt. Zudem ist die Länge mit den ersten beiden Kapiteln (35 Seiten) gut gewählt. Der Schreibstil gefiel mir gut, aber für mein Empfinden ist es kein Buch, dass man nebenher lesen sollte sondern sich beim Lesen darauf konzentrieren muss. Ich bin gespannt wie es weitergeht und was dieses Werk noch alles zu bieten hat!

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