
Beschreibung
Roger Brown genießt als Headhunter in Wirtschaftskreisen einen exzellenten Ruf. Was niemand weiß: Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke.
Auf einer Vernissage lernt Brown den Holländer Clas Greve kennen. Greve scheint ihm die perfekte Besetzung als Geschäftsführer eines GPSUnternehmens. Die Männer kommen ins Geschäft, und so erfährt Brown, dass Greve einen lange verloren geglaubten Rubens besitzt. Am nächsten Tag stiehlt Brown das wertvolle Gemälde. Doch Greve erweist sich als hartnäckiger Gegner. Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.
Autoren
Extras
Zusatzinformationen
Info zur Hörprobe
Johannes Steck, 1966 in Würzburg geboren, absolvierte die Schauspielschule Wien. Neben zahlreichen Engagements an verschiedenen Theatern ist er dem breiten Publikum vor allem als Fernsehschauspieler bekannt. In den letzten Jahren widmete sich Johannes Steck vorwiegend seiner Sprechertätigkeit im Hörbuch; die Virtuosität seiner Stimme macht ihn bis heute zu einem der bekanntesten deutschen Sprecher. Er hat für Hörbuch Hamburg über 40 Titel eingesprochen, darunter z.B.:
Ralf Isau: Das Museum der gestohlenen Erinnerungen (Silberfisch) Markus Heitz: Das Schicksal der Zwerge (Hörbuch Hamburg)Gary Paulsen: Allein in der Wildnis (erschienen bei Silberfisch).Karl Marx: Das Kapital (zus. Mit Gert Heidenreich), erschienen bei OSTERWOLDaudio.

Copyright: Rudolf K. Wernicke
Presse
Pressestimmen
»Ein erstklassiger Thriller, eine Wahnsinnsgeschichte - die alles toppt.« Dagbladet
Leseeindrücke
Ein Mann, dem die Firmen vertrauen
Im Prolog wird ein Autounfall aus der Sicht eines Ich-Erzählers beschrieben, den er nicht überleben wird. Als einer der erfolgreichsten Headhunters in Oslo findet Roger Brown genau die richtigen Personen für die ausgeschriebenen Führungspositionen, die Firmen vertrauen ihm. Einem dieser knallharten Bewerbungsgespräche darf man in der LP folgen. Alles aus seiner Sicht geschrieben, wird er, wenn er an seine Frau Diana denkt, aber weicher. Eine interessante Persönlichkeit. Nur aus dem Klappentext weiß man in welche Richtung das Buch geht, der Einstieg ist aber auf bekannt gekonnte Art angenehm zu lesen. Man darf gespannt sein. weiterlesen
Jo Nesbø: Headhunter
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Rezensionen
Spannend und unterhaltsam
Ich fand "Headhunter" wieder sehr gelungen, es ist nicht nur spannend, sondern auch wirklich lustig geschrieben. Teilweise musste ich sogar das Lesen kurz unterbrechen, da die Leute in den Öffentlichen Verkehrsmitteln immer komisch gucken, wenn man wie eine Irre vor sich hinkichert :) Das Buch hat viele interessante Wendungen, es bleibt bis zum Schluss spannend. Jo Nesbo hat auch außerhalb der Harry Hole Reihe sein Können bewiesen. weiterlesen
Headhunting mal anders
„Headhunters“ von Jo Nesbø ist ein genauestens durchkalkulierter und durchgetakteter Roman, bei dem alle Erzählschritte unerbittlich wie ein Zahnrad ineinander greifen. Die Geschichte rund um den Headhunter Roger Brown nimmt den Leser bereits mit seinem unterkühlten, minimalistischen Prolog gefangen und lässt ihn erst nach 300 atemlosen Seiten wieder tief durchatmen. Dass Jo Nesbø das Schreiben beherrscht, hat er nicht zuletzt mit seinen großartigen Harry-Hole-Romanen bewiesen, doch hier wird alles noch einmal zusammengedampft und konzentriert, was die Faszination der Romane Nesbøs ausmacht: Schnelles Tempo, raffinierte Handlung und psychologisch sehr gut durchdachte Protagonisten. Wenn man auch etwas enttäuscht sein mag, falls man einen Thriller á la Harry Hole erwartet hat, sollte man bedenken, dass Headhunter ein Standalone Roman ist, der eine andere Facette des schriftstellerischen Könnens Jo Nesbøs zeigt und der trotz einiger kleiner unplausiblen Stellen am Ende den Leser in seinen Bann zieht – von mir gibt’s eine uneingeschränkte Empfehlung! H weiterlesen
Wessen Kopf wird hier gejagt?
Der erfolgreichste Headhunter ist Roger Brown. Bisher hat er immer Erfolg gehabt. Dass er nebenbei seine Klienten ausfragt und sie dann von ihren Kunstschätzen befreit, stört ihn selbst überhaupt nicht. Schließlich muss er sein teuerstes und liebstes Hobby, seine Freu Diane, finanzieren. Für diese hat er eine Galerie aufgebaut, weil er sie nicht mit einem Kind teilen möchte. Bei einer Vernissage in eben dieser Galerie lernt er den Ex-Geschäftsführer Greve kennen, der der ideale Kopf zu sein scheint. Sehr spannend liest sich dieses Buch weg. Doch leider hat es mir nicht besonders gut gefallen. Die Sprache ist teilweise sehr unterkühlt und emotionslos, teilweise werden Geschehnisse dargestellt, die doch sehr grausam sind. Zwar ist das Konstrukt logisch und schlüssig und der Kniff am Ende hat was. Doch konnte ich für keine der handelnden Personen Sympathie empfinden. Die Leute waren zu kalt oder ich-bezogen oder nur von ihren Rachegelüsten bestimmt. Wenn dann irgendwie alle die Gejagten sind und nicht alle überleben, hat es bei mir doch nur Gleichgültigkeit hervorgerufen. Nun liegen mir die Romane des Autors so wie so eher weniger, doch da er sich hier mal außerhalb der Welt des Harry Hole bewegt, hatte ich mir etwas mehr versprochen, doch so wirklich verlassen hat er seine angestammten Pfade mit diesem Buch meiner Meinung nach nicht. weiterlesen
Flott, unvorhersehbar und unterhaltsam
Roger Brown ist ein selbstbewusster und arroganter Top-Headhunter, dessen Empfehlungen immer befolgt werden. Kühl, sachlich und überlegen analysiert er die Bewerber und legt dabei äußersten Wert auf Renommee - auch auf sein eigenes. Die Informationen seiner Bewerber nutzt er zu einem zusätzlichen, für ihn sehr lukrativen Nebenerwerb, in dem er ihnen ihre Kunstwerke stiehlt. In Clas Greve trifft er jedoch einen ebenbürtigen Gegner ... Nesbøs Schreibstil ist sehr anschaulich und flüssig zu lesen. Mit einer angenehm überschaubaren Anzahl Personen konstruiert er einen fesselnden Thriller in einem flotten Tempo, der den typischen Schwermut skandinavischer Krimis gar nicht erst aufkommen und das beliebte Krimischema gut gegen böse außen vor lässt. Statt dessen findet über 300 Seiten lang ein Katz und Maus-Spiel mit vielen überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen statt, bei dem sich Roger und Clas gegenseitig jagen. Wie ich es von Nesbø bereits aus anderen Büchern kenne, sind manche Aktionen der Protagonisten etwas übertrieben, überspitzt und unrealistisch dargestellt, was dem allgemeinen Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch leistet, sondern sogar stellenweise Komik erzeugt. Lediglich die finalen Ermittlungsergebnisse der Polizei, die letztendlich aber nur eine Nebenrolle spielen, finde ich persönlich zu oberflächlich und sehr weit hergeholt. Die Spannung ist nur mäßig, hält sich aber durchgehend von Anfang bis Ende, während mich die Unvorhersehbarkeit der in sich schlüssigen Geschichte derart fesselt, dass ich das Buch in einem Rutsch zu Ende lese. Die Protagonisten sind anschaulich und vereinzelt ein wenig tiefer charakterisiert, wobei beide Kontrahenten über sehr gute sprachliche und analytische Fähigkeiten verfügen. Dies führt auch in ihren Unterhaltungen immer wieder zu einer genauen Analyse und Taxierung der Gesprächspartner, was stellenweise sehr amüsant ist und mir des öfteren ein Schmunzeln entlockt. Ein paar technische Spielereien und zwei schöne Frauen dürfen natürlich nicht fehlen und vervollständigen diese gelungene Story. Headhunter ist ein faszinierender Krimi, flott, unvorhersehbar und unterhaltsam. Sehr empfehlenswert! weiterlesen
Ritt auf einer Rasierklinge
Zum Inhalt: Roger Brown ist nicht nur Headhunter, sondern auch ein ebenso begnadeter Kunstdieb. Bei dem Coup, der ihm ein sorgenfreies Restleben garantieren soll, geht jedoch alles schief, was schief gehen kann und Roger muss seinen brillanten Verstand einsetzen, um den folgenden Alptraum zu überleben. Zum Cover: Businessmen im Nebel - leider zu nichtssagend, um den großartigen Inhalt zu spiegeln. Mein Eindruck: Wie viel absurde, dramatische und atemberaubende Wendungen können einem Autor für ein Buch einfallen? Jo Nesbo versucht auf jeden Fall, den bestehenden Rekord zu brechen. Nach relativ gemächlichem Beginn hetzt er seinen Ich-Erzähler durch einen Thriller, der das Adrenalin nur so sprudeln lässt - bei Roger, wie auch beim Leser. Schilderungen von Menschen, Umgebungen und Situationen, die in ihrer Genauigkeit und Ausdrucksschärfe nichts zu wünschen übrig lassen (obwohl ich ehrlicherweise einige Szenen auch gerne diffuser ausformuliert gehabt hätte). Dazu unauffällige Einsprengsel im Text, die dem Leser ermöglichen, den "Fall" selber zu lösen. Es ist ein Genuss, wenn ein Ende nicht einfach vom Himmel fällt, sondern trotz aller überraschenden Aspekte einer Logik nachfolgt, die sich dem Leser mit Nachdenken oder wenigstens Zurückblättern erschließt. Durch das Element der Ich-Erzählung weiß er dasselbe, wie die Hauptperson und kann deren Schlüsse, Panik und Überheblichkeit hautnah und quasi am eigenen Leibe miterleben. Zudem schließt sich der Kreis der Geschichte am Ende in bravouröser Art - auch das nötigt einiges an Respekt ab. Fazit: Zwar ein reichlich durchgedrehter Plot, aber immer spannend und mit einigem Augenzwinkern erzählt. 5 Sterne weiterlesen

