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Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

2

Als Nesbo-Fan war ich natürlich gespannt auf diesen Thriller ohne Harry H.

Der etwas gewöhnungsbedürftige Ich-Schreibstil, noch dazu mit dem zunächst eher unsympathisch wirkenden Protagonisten Roger, macht den Zugang -trotz Leseprobe und fast reißerisch wirkendem Epilog- sperrig. Den Epilog trifft man dann überraschenderweise in der Mitte des Buches wieder, sonst taucht ein solcher ja gerne am Schluss wieder auf.

Die "Irrungen und Wirrungen", z.B. dass die Zielperson ein Verhältnis mit der Frau des
Protagonisten hat, kommen bekannt vor, erfahren jedoch innerhalb der Handlung geschickte und nicht immer vorsehbare Wendungen.

Die Szene "in der Sch... " hätte er sich sparen können, es muss doch andere Sequenzen geben, wenn der Autor dem Leser den anatomischen Mangel verdeutlichen möchte.  

Insgesamt gibt's auch recht viele Zufälle, aber ohne hätte das Buch ja weniger Seiten ;-))))

Nesbo darf nach diesem Ausflug dann gerne wieder zu Harry H. zurückkehren, das nimm ihm keiner übel, aber noch so'n Naja-Buch in dieser Art..... nein danke.

 

 

4

Jo Nesbøs Harry Hole-Romane sind Bestseller, Krimis der Extraklasse. Nun stellt Nesbø Roger Brown vor: Headhunter und Kunstdieb. Jo Nesbøs Wechsel vom Krimi in den Thriller, steht dem Autor gut zu Gesicht; seine typisch detailreich ausgearbeiteten Figuren, die fast einer Charakterstudie im Deutschunterricht gleichen, hat er gleich mitgebracht – sie sind ja auch eine seiner größten Stärken. Als Spezialist für die Figurencharakteristika nutzt er diese Eigenschaft gleich aus, denn Roger Brown muss in seinem Job ein sehr gutes Analysegespür für Menschen haben. Und das hat er, denn nicht umsonst ist er der beste Headhunter in ganz Oslo.
Doch schauen wir uns Roger Brown einmal etwas genauer an: erfolgreich, berechnend und auf eine befremdlich Art sehr menschlich. Roger Brown ist in seinem Job gefangen, er ist ein Analyst, der das Optimale aus seinem Leben herausholen möchte. Er plant sein Leben und nimmt dafür auch in Kauf, dass der Babywunsch seiner Gattin Diana hinten anstehen muss. Er spielt mit den menschlichen Wünschen und setzt sie nach Bedürfnis und Erfolgsaussicht zusammen. Ein Familienmensch ist Roger Brown nicht; er ist ein knallharter Geschäftsmann, der zuerst an die Finanzen und dann an ein Familienleben denkt.
Roger Browns Charakter spiegelt den ausgeklügelten Romanplot wieder, der niemals vorhersehbar ist oder künstlich wirkt. Vielmehr steuert er den Leser in eine Richtung (und Roger Brown gleich mit), dass die Pointe gar nicht fehl schlagen kann! Clas Greve, dem Roger Brown ein wertvolles Kunstgemälde gestohlen hat, spielt nämlich ein falsches Spiel und ist ein genauso guter Analyst wie Roger Brown. Und so entspinnt sich zwischen ihnen eine rasante Verfolgungsjagd, die in der Tradition aktueller Thriller mithalten kann. Der Ekelfaktor, Roger Brown muss sich im Sammelbehälter eines Plumpsklos verstecken, und Brutalität werden ganz offen und alles andere als diskret beschrieben. Nutzen viele Autoren diese beiden Faktoren jedoch aus, um eine künstliche Gänsehaut zu erzeugen, gelingt es Jo Nesbø diese nur als Mittel zum Zweck zu nutzen und die Spannung vornehmlich aus der Handlung entstehen zu lassen.

Sämtliche Einnahmen des Romans spendet Jo Nesbø übrigens einer Stiftung, die Analphabetismus bei Kindern bekämpft.

Jo Nesbø kann nicht anders: „Headhunter“ ist ein hervorragender Thriller, dem es an Figurennähe, Überraschungen und Handlungstiefe nicht mangelt. Sind die Harry Hole-Romane den Kauf wert, ist es „Headhunter“ erst recht. Jo Nesbø-Leser werden auf ihre Kosten kommen, wer jedoch einen zweiten Harry Hole erwartet, sollte die Finger von diesem Roman lassen.
 

3

Roger Brown gilt als Top-Headhunter. Wenn er anruft, gehorchen die Bosse aufs Wort. Was niemand weiß: Brown spielt ein falsches Spiel. Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke. Doch dann geht einer seiner Coups grandios daneben, und plötzlich wird er zum Gejagten...
Zusammengefasst geht es darum, wie jemand reagiert, dem alles genommen wird und der den Boden unter den Füßen zu verlieren droht.

Das Ganze erscheint mir ehrlich gesagt eher als eine Persiflage auf einen Thriller denn als tatsächliches Werk dieses Genres. Die Idee ist eines Thrillers würdig, die Umsetzung jedoch ausbaufähig.

Jo Nesbø gelingt es leider nicht, die Spannung die gesamte Zeit über zu halten, und das, obwohl es sich bei dem von Johannes Steck übrigens gut vorgetragenen Hörbuch schon um eine gekürzte Fassung handelt.
Die spannungsarmen, langatmigen Szenen werden auch nicht durch besonders eklige oder skrupellose Darstellungen an anderer Stelle wettgemacht, zumal manche der Handlungen arg konstruiert und wenig glaubwürdig wirken. Eher schon durch den bitterbösen, schwarzen Humor, der zeitweise durchblitzt und mir gut gefallen hat.

Insgesamt ein Thriller, den man lesen/hören kann aber nicht muss. Und der für mich keineswegs an die Reihe um Harry Hole heranreicht, mit der Jo Nesbø unter den Thrillerlesern bekannt geworden ist.
Für mich nur bedingt empfehlenswert.

4

Liegt es am Cover mit den beiden „Men in black“, am Titel oder an der Handlung? Ich kann es schwer an einzelnen Punkten festmachen, aber insgesamt erscheint mir „Headhunter“ vor meinem inneren Auge als Buch für Männer. Damit möchte ich keinesfalls weibliche Leser abschrecken, ich selbst habe Nesbos neuen Thriller verschlungen und er hat mir sehr gefallen. Vielmehr ist es ein Qualitätsmerkmal: Ich bin mir sicher, ich könnte das Buch meinem eher lesefaulen Vater in die Hand drücken, und er würde dieses rasante und hochspannende Buch nicht mehr zur Seite legen.

Der Protagonist Roger Brown ist eine zwiespältige Figur: Tough, abgebrüht und mit Geringschätzung für seine Kollegen und Kunden sieht er sich als den führenden Headhunter. Gleichzeitig zeigt er uns selbst seine schwache Seite: Er erzählt, wie er seine Frau kennenlernte, wie er, der nur 1,68 kleine Mann, unsicher beim Flirten war und dass er selbst heute noch kaum glauben kann, dass diese Frau ausgerechnet ihn gewählt hat und immer noch bei ihm bleibt. Harte Schale, weicher Kern… Zwiespältig ist er jedoch auch noch in andere Hinsicht: Um seine Frau halten und ihr einen angemessen Lebensstandard bieten zu können, nutzt er seine berufliche Position, um seinen Klienten wertvolle Gemälde zu rauben. Dieser Nebenverdienst wird ihm jedoch zum Verhängnis, als einer seiner Kunden den Spieß plötzlich umdreht.

Nesbo spielt mit dem Bild des Jägers: Während Brown beruflich auf Jagd nach den idealen Mitarbeitern (und nebenbei nach lohneswerten Kunstwerken) ist, wird er plötzlich selbst zum Gejagten. Und sein Verfolger möchte nichts Geringeres als Browns Kopf – ein Headhunter der anderen Sorte!

„Headhunter“ ist böse, grausam und gönnt dem Leser keine Verschnaufspause. Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwindet, lediglich die Erzählperspektive mit dem Ich-Erzähler Brown entscheidet darüber, wem der Leser seine Sympathien schenkt. Stellenweise zeichnet Nesbo seinen Protagonisten etwas begriffsstutzig. Entscheidende Punkte sind bereits klar, bevor sie im Buch endlich als „Aha-Moment“ präsentiert werden. Das trübt das Lesevergnügen etwas. Insgesamt aber ein spannender und origineller Thriller der anderen Art – für Männer, und ja, meinetwegen auch für Frauen ;-)

 

3

Roger Brown arbeitet als Headhunter. Das wäre für sich genommen nun nicht weiter ungewöhnlich, doch Roger ist dabei ziemlich kriminell und stiehlt Kunstgemälde, um sie zu Geld zu machen. Denn Geld brauchen er und seine Frau ganz dringend. Zudem ist es für Roger Brown auch ein Ausgleich, der beste in seinem Job zu sein und durch seine krummen Geschäfte Geld für sich und vor allem seine wunderschöne, aber geldgierige Frau zu scheffeln, gehört er doch mit einer Körpergröße von gerade mal 1,68m zu den kleinen Männern.
Doch es kommt, wie es kommen muss, eines Tages bestiehlt er den Falschen, der ihn nun fortan jagt. Eine ganz neue Erfahrung für Roger Brown. Und keine angenehme, denn er kommt kaum mehr zum Durchatmen. Und bald schon pflastern Leichen seinen weg und immer mehr Leute sind hinter ihm her ...

Die Idee finde ich recht originell; ein krimineller Headhunter, der von bislang eher kleinen Delikten zum gejagten Schwerverbrecher wird. Da Jo Nesbo hier in Ich-Form aus Sicht von Roger Brown erzählt, ist er auch sehr nah an seiner Hauptfigur dran. Nur leider ist diese Figur alles andere als ein Sympathieträger.
Klar, er ist ein Verbrecher, aber es gibt absolut nichts, was mich als Leser dazu bewogen hat, Verständnis oder Mitgefühl für ihn aufzubringen. Er ist das gesamte Buch hindurch egoistisch, untreu, geldgierig, skrupellos, arrogant und einfach ätzend.
Das hat meine Lesefreude ziemlich getrübt. Denn obwohl Headhunter durchaus spannend ist und keine größeren Längen aufweist, gibt es immer wieder Szenen, in denen die Hauptfigur dermaßen widerlich rüberkommt, dass ich kaum Lust hatte, weiterzulesen.
Auch Roger Browns Frau Diana kommt alles andere als sympathisch rüber. Sie ist geldgierig, skrupellos, wirkt teilweise in ihrem Handeln ziemlich billig. Na ja, zumindest passt sie so ausgezeichnet zu ihm.
Wer sich nicht daran stört, über unsympathische Figuren zu lesen oder wem bei einem Thriller die Figuren egal sind, solange es genug Spannung gibt, wird an Headhunter sicherlich Spaß haben.

 

4



2007 war für Jo Nesbo ein Jahr, in dem alles richtig prima lief: Er erhielt zum zweiten Mal den Preis des Buchhandels, für "Schneemann", die aktuellen Harry-Hole-Romane waren nicht nur in Norwegen ganz oben auf den Bestsellerlisten. Daher begann er, so Nesbo in einem Interview, "mit etwas ganz Neuem, damit man wieder das Gefühl hat, ein Risiko einzugehen, und dafür eine neue Welt entdecken zu müssen. Dabei ist mir bewusst, dass die Angst vor dem Versagen den Genuss eines möglichen Erfolgs nur steigert. Dieses Mal ist es die Geschichte eines Head-Hunters in einer Agentur."

Dieser Roger Brown ist mit "Headhunter" seit diesem Jahr auch im deutschen Buchhandel erhältlich. Roger Brown zeichnet sich vor allem durch ein kaum zu gefährdendes Selbstbewusstsein aus - aber dies braucht er angesichts seiner Körpergröße von unterdurchschnittlichen 1,68 m wohl auch. Roger Brown meint von sich, der Beste in seinem Metier zu sein - und wird auch von seinen Freunden und Bekannten so wahrgenommen.

Was jedoch niemand weiß, ist, dass er die Informationen, die er bei den Bewerbungsgesprächen mit potenziellen Kandidaten sammelt, auch auf andere Weise nutzt. Mit Kunstdiebstählen hilft er seinen arg strapazierten Finanzen auf die Sprünge - auch, um den kostspieligen Lebensstil seiner Frau Diana finanzieren zu können.

Die ganze Geschichte eskaliert, als er auf einen Holländer aufmerksam (gemacht) wird, der der ideale Kandidat für einen Vorstandposten einer international tätigen GPS-Firma ist. Noch dazu hat er ein für verschollen gehaltenes Rubensgemälde in seinem Besitz. Allerdings klappt nur noch der Diebstahl des Bildes - danach geht für Roger Brown alles einen ungeplanten und ungewöhnlichen Gang.

In "Headhunter" spielt Harry Hole keine Rolle - und Roger Brown ist weder so charismatisch wie die große Nesbo'sche Serienfigur noch ist der Roman ähnlich spannend und ausgefeilt. Was man Nesbo jedoch nie abstreiten kann, ist sein großartiger Umgang mit Sprache, sein Händchen für das richtige Timing und seine Fantasie, auch aus einem eher langweiligen Mann wie Brown, dem das Renommee einer Person als wichtigstes erscheint, einen Helden zu gestalten.

"Headhunter" nimmt erst nach dem Drittel an Fahrt auf, dann allerdings auch richtig. Nicht alle Handlungsstränge sind komplett ausgearbeitet, aber die endgültige Lösung überrascht und tröstet über einige Unlogiken.

Insgesamt ein souveräner Auftritt - einige Stunden Lesevergnügen sind möglich, aber trotzdem bleibt die Vorfreude auf den nächsten Harry-Hole.

1

Mir ist es sehr schwer gefallen, dieses Hörbuch zu Ende zu hören, ich fands einfach nur langweilig... Vor allem die erste CD zog sich unendlich in die Länge. Ich ertappte mich immer wieder beim "Nichtzuhören". Danach nahm die Geschichte zwar ein bißchen Fahrt auf, aber trotzdem bleibt bei mir ein fader Eindruck zurück. Ich stelle allerdings auch immer mehr fest, dass ich Thriller und Krimis grundsätzlich als Hörbuch nicht so besonders mag. Trotzdem fand ich gerade auch diese Geschichte von Nesboe nicht besonders prickelnd. Schade.

3




„Headhunter“ von Jo Nesbo ist der erste Roman den ich von ihm gelesen habe, der nichts mit Harry Hole zu tun hat.

Es geht um Roger Brown einen sehr erfolgreichen Headhunter, der neben seinem Job noch ein paar andere Geschäfte betreibt. Als auf einmal alles schief läuft, wird er zum Gejagten und nichts ist mehr wie es war.

Dieses Buch war für mich wie eine Achterbahnfahrt und ich hatte teilweise das Gefühl, dass Jo Nesbo „Headhunter geschrieben hatte, als der Erfolg noch nicht da war. Die Geschichte an sich ist gut, aber es fehlt immer mal wieder an Spannung.

Zwar sind Spannungsmomente vorhanden, aber sie flauen auch ständig wieder ab. Ein ewiges Hin und Her, dass auf Dauer keinen Spaß bringt. Ich persönlich war nachdem ich als letztes „Leopard“ von ihm gelesen habe doch sehr enttäuscht.




4

Klappentext

Roger Brown gilt als Top-Headhunter. Wenn er anruft, gehorchen die Bosse aufs Wort. Was niemand weiß: Brown spielt ein falsches Spiel. Doch dann geht einer seiner Coups grandios daneben, und plötzlich wird er zum Gejagten.

Inhalt

Roger Brown ist überaus erfolgreich darin, für Kunden neue Mitarbeiter anzuwerben, worauf er sich auch sehr viel einbildet. Zudem hat er eine gut aussehende Frau, um die ihn viele beneiden, und das bei einer Körpergröße von unter 1,80 m. Allerdings leben er und seine Frau über ihre Verhältnisse und um dem entgegenzuwirken, hat Roger sich darauf spezialisiert, seine Bewerbungsgespräche als Informationsquelle für den potentiellen Standort von wertvollen Gemälden zu nutzten. Der Raub dieser Gemälde hält ihn ganz gut über Wasser und das Bild seines neuesten Bewerbers soll ihn endgültig von seinen Geldsorgen befreien. Doch leider hat er sich damit einen ganz harten Gegner gesucht.

 

Meine Meinung

Zu Anfang der Geschichte wird Roger Brown ausführlich bei seiner Arbeit als Headhunter vorgestellt. Diese Einführung war mir fast zu lang und ich begann irgendwann ungeduldig zu werden, auch wenn seine Gedanken zu den Bewerbern und seine Erklärungen zu seiner Arbeit schon interessant  waren. Zusammen mit den Rückblicken über seine Beziehung zu seiner Frau bot diese manchmal etwas langweilige Einleitung allerdings ein sehr gutes Bild von Rogers Charakter. Und machte ihn alles andere als sympathisch. Im Gegenteil: Roger Brown ist eine eitle, egoistische und arrogante Person, mit der ich nichts zu tun haben wollte. Das machte es eigentlich erst mal schwer, überhaupt weiterlesen zu wollen.

Mit der Planung und Ausführung des Diebstahls zogen dann aber rasant das Tempo und die Spannung an und ließen auch bis zum Ende nicht mehr nach. Die Protagonisten lieferten sich ein spannendes Katz- und Maus-Spiel, das sehr fesselte und mich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchlesen ließ. Einige Szenen waren zwar recht brutal geschildert oder hatten einen Ekelfaktor (ich warne empfindliche Nasen vor der Kloszene. Obwohl... ich musste teilweise auch grinsen, denn es war auch überraschenderweise lustig.) aber ich muss sagen, ich habe schon viel brutalere Thriller gelesen, so dass mich nicht alles schockte.

Roger Brown als Person war mir  nicht sympathisch, trotzdem fieberte ich mit ihm mit. Natürlich macht es mir normalerweise mehr Spaß Figuren zu begleiten, die ich auch mag, da man emotional mehr an ihnen hängt, aber der Autor hat es hier trotzdem geschafft, dass ich an ihm dran blieb.

Die Handlung wirkte im Verlauf  teilweise etwas übertrieben und die Aufklärung etwas überzogen, aber das hat mich nicht so sehr gestört. Die rasante Handlung mit vielen überraschenden Wendungen hat mir viel Spaß gemacht und ich kann sie mir jetzt schon sehr gut als Film vorstellen.

4

Jo Nesbo zeigt mit seinem Werk "Headhunter", dass er auch außerhalb der Reihe um Harry Hole einen ausgezeichneten Thriller zu Stande bringt.

Die Story handelt von Roger Brown, nicht nur irgendeinem Headhunter, sondern dem Besten seines Faches. Was die von ihm vermittelten Kandidaten jedoch nicht wissen, Roger finanziert seinen exklusiven Lebensstil dadurch, dass er die wertvollsten Gemälde dieser Kandidaten stiehlt. Nur durch diese Diebstähle gelingt es ihm, die Galerie seiner Frau zu finanzieren. Rogers Vorgehensweise geht lange Zeit gut, bis der Headhunter bei seinem letzten Coup in eine ausgeklügelte Falle tappt. Dadurch wird der Headhunter selbst zum Gejagten...

Nesbo gelingt es das Tempo seines Thrillers von Anfang an hoch zu halten, indem er wie immer einen rasanten und direkten Schreib- und Sprachstil verwendet. Durch den Vorgriff auf das spätere Geschehen bereits im Prolog wird eine atemberaubende Spannung aufgebaut. Gerade auch die Erzählweise aus der Ich-Perspektive von Roger Brown verleiht dem Werk die richtige Würze. Sehr gelungen ist die Darstellung der einelnen vielschichtigen Charaktäre, die für den Leser genauestens durchleuchtet werden. Durch die teilweise bizarren Situationen, in die Brown im Verlauf der Story gerät, wird der Leser zu so manchen Schmunzeln gebracht.

Jeder Fan kurzweiliger Unterhaltung und fesselnder Spannung wird bei der Lektüre von Jo Nesbos "Headhunter" auf seine Kosten kommen und den Thriller verschlingen.

5

Jo Nesbøs neuer Thriller "Headhunter" kann mit seiner bekannten und beliebten "Harry-Hole-Reihe", trotz anderem Thema und Schreibstil, durchaus mithalten.

Schon mein erster Eindruck von Cover, Klappentext und Leseprobe war sehr positiv Allein der Titel ist sehr ansprechend und, wie sich während der Lektüre herausstellt, auch ungemein treffend. Roger Browns Körpermaße sind zwar klein, doch sein Ruf als bester Headhunter für die Top-Positionen der führenden Firmen ist legendär. In seinem Job wirkt Roger Brown knallhart, arrogant, berechnend und professionell - und hat damit Riesenerfolg. Doch schnell lernt der Leser die andere Seite des Roger Brown kennen. Für ihn zählt allein sein eigenes "Renommee". Um seine geringe Körpergröße (für Brown ungeheuer wichtig) kompensieren zu können, umgibt er sich mit seiner attraktiven Frau, der Galeristin Diana, und einer schönen Villa. Beides verursacht immense Kosten, die Brown trotz seines beruflichen Erfolges nicht allein durch sein Gehalt tragen kann. Daher ist Brown gezwungen, neue Einkommensquellen aufzutun - was zunächst meist glattgeht - bis ihm ein ebenbürtiger Gegner gegenübertritt......

Dem Autor ist es gelungen, Spannung und manchmal schwarzen Humor zu einem vielschichtigen Thriller der Extraklasse zu vereinen. Nesbøs Charaktere wirken durchgehend scharf gezeichnet, und es macht Spaß, immer wieder neue Seiten an den einzelnen Personen zu entdecken. Die Atmosphäre ist dicht, die Handlung zwar nicht rasant, aber durchaus spannend. Sehr gelungen und auch manchmal witzig ist die Gegenüberstellung der beiden so verschiedenen, aber andererseits auch so ähnlichen Protagonisten.

Jo Nesbøs faszinierendes Katz-und-Mausspiel ist eine absolute Empfehlung - nicht nur für Nesbø-Fans .

 

 

 

3

Headhunter war mein erstes Buch von Jo Nesbo. Die LP fand ich sehr interessant und macht wirklich Lust auf mehr. Auch dass es sich um einen Thriller handeln sollte, weckte mein Interesse.

Bei dem Headhunter handelt es sich um Roger Brown, einen ziemlich kleinen Mann mit einem, zumindest hin und wieder, recht großen Selbstvertrauen. Dieses Selbstvertrauen ist in Hinblick auf seinen Job auch durchaus gerechtfertigt. Er ist der Beste in seinem Fach und auf der Jagd nach den perfekten Bewerbern für entsprechend hoch dotierte Jobs. Keine seiner Empfehlungen wurde bislang abgelehnt oder nicht befolgt. Aber er jagt auch noch etwas anderes, und zwar wertvolle Kunstgemälde, die sich im Besitz seiner ausgesuchten Bewerber befinden.

Eines Tages lernt er auf einer Vernissage seiner Frau in deren Galerie einen Mann kennen, der für eine seiner zu vermittelnden Stellen wie geschaffen zu sein scheint. Und dann nimmt das Schicksal, auf etwas skurile Art und Weise, seinen Lauf. Der Jäger wird zum Gejagten.

Ich muss gestehen, dass mich das Buch im ersten Viertel nicht sonderlich gefesselt hat und ich immer dachte, wann kommt endlich die Spannung, der Thriller? Aber, das Weiterlesen hat sich gelohnt!!! Der Schreibstil in der Ich-Perspektive ist gewöhnungsbedürftig aber sehr gut! Nesbo schreibt und beschreibt mit einer großen Liebe zum Detail. Und das Ende ist anders als erwartet... ;)

Mein Fazit: absolut lesenswert! Es lohnt sich auch bei einem ziemlich langsamen Start am Ball zu bleiben. Super! Headhunter wird definitiv nicht mein letzter Nesbo sein.

3

Ich habe noch nie zuvor ein Buch von Jo Nesbo gelesen, war aber von der Leseprobe recht überzeugt. Doch irgendwie hat mich das Buch nicht ganz so fesseln können. Ich vermute es ist einfach nicht so ganz meins gewesen.

Roger Brown ist in diesem Buch der sogenannte Headhunter. Er ist ziemlich klein, recht unsympathisch und verheiratet. Das klingt irgendwie schon mal knuffig. Dann ist er ein ziemlich genialer Headhunter, aber wohl noch viel genialer als Dieb, denn der Mann raubt seine Klienten aus. Tja bis er irgendwann mal den falschen trifft. Der der die ganze Zeit betrügt wird nun selbst betrogen und muss zusehen wie er damit klar kommt.

Fazit: ich würde das Buch kein zweites Mal anrühren. Es haut mich nicht nur nicht vom Hockern, sondern an manchen Stellen stößt mich die Handlung sogar ab, dazu kommt das Roger Brown auch recht unsympathisch sein kann. Naja zumindest was das Cover hübsch.

4

Roger Brown ist ein Headhunter. Nicht irgendein Headhunter, sondern DER Headhunter schlecht hin. Empfiehlt er einen Mann, wird dieser garantiert genommen. Er lebt mit seiner Frau Diana in einem schönen Haus, er hat ihr den Traum einer eigene Galerie ermöglicht, die beiden sind glücklich bis auf Dianas unerfülltem Kinderwunsch. Roger denkt praktisch: Er möchte keine Kinder, weil er zum einen eifersüchtig sein wird und zum anderen kann er sich keine leisten. An dem Punkt Finanzen arbeitet er hart. Gemeinsam mit seinem Kumpel Ove Kjikerud bricht er in Villen ein, stiehlt Kunstwerke und verscherbelt diese auf dem Schwarzmarkt. Bis eines Tages etwas schief läuft und Roger auf seinen Meister trifft: Clas Greve. Eine atemberaubende Jagd beginnt, eine Jagd auf Leben und Tod!

Das Cover finde ich gut gewählt. Der Titel und der Name des Autors stehen im Vordergrund, während zwei Männer im Anzug leicht im Hintergrund verschwinden. Es erinnert mich an den Einspieler von den James Bond Filmen. Eigentlich nicht sehr aussagekräftig, suggeriert aber Spannung zusammen mit dem Klapptext.

Jo Nesbo hat mit seinem Buch Headhunter einen spannend Thriller geschaffen. Temporeich, spannend, stellenweise witzig, baut er sein Werk auf und hält den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen. Nesbo baut das ganze Buch über Hinweise ein und man rät mit, wie alles zusammenhängt. Für einen aufmerksamen Leser eigentlich ein Leichtes alles direkt zu durch schauen, dann kommt alles anders. Die handelnden Personen, besonders Roger, seine Frau Diana und Clas Greve sind in ihren Charakteren völlig unterschiedlich und sehr gut ausgearbeitet. Auch die Nebendarsteller fügen sich logisch in die Geschichte ein. Besonders gut fand ich den Kommissar mit seinem Sprachfehler. Schmunzeln garantiert. Das einzige, was mich etwas gestört hat, waren die teilweise merkwürdigen Zufälle. Ausweglose Situation und plötzlich taucht die Lösung aus dem Nichts auf. z.B. die Sache mit der Nagelschere fand ich etwas an den Haaren herbeigezogen, deswegen ein Sternchen Abzug.

Mein Fazit: Lesenswert! Gute Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite!

3

Headhunter, mal ein ganz anderes Werk von Jo Nesbro. Er kann auch ohne Harry Hole.

Diesmal geht es um den Headhunter Roger Brown. Um sein "Taschengeld" etwas aufzubessern, begibt er sich in die Kunstraubszene. Doch eines Tages gerät er an Claas Greve. Nachdem Brown herausfindet das seine über alles geliebte Frau ein Verhältnis mit Greve hat, fängt er an beiden zu mistrauen. Nun beginnt die Jagd. Wer von den beiden gewinnt, bleibt bis zum Schluss spannend.

In diesem Buch ist nichts wie es eigentlich scheint. Immer wieder wird man von Nesbro in die Irre geleitet. Das macht das Buch lesenswert. Ansonsten fand ich die Geschichte teilweise etwas weit hergeholt.  Für mich also alles in allem ein gut zulesendes Buch, aber halt kein überragender Thriller und erst recht kein Harry Hole.

5

Headhunter war das erste Buch, welches ich von Nesbo gelesen habe. Ich hatte also absolut keine Ahnung welchen Schreibstil er hat. Mit gemischten Gefühlen hab ich also angefangen Headhunter zu lesen, und wurde von den ersten Kapitel absolut überrascht. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen, selbst für mich "Langsamleser". Die Story war sehr spannend und hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich mochte das Buch gar nicht bei Seite legen. Über die Story möchte ich nicht allzuviel schreiben, da sie schon in den anderen Rezensionen zu hauf beschrieben worden ist.

Ich werde mir definitiv die anderen Werke von Nesbo zulegen!

5

Ich war total angetan von der Leseprobe, und positiv überrascht, da ich mein Augenmerk bislang nie auf diesen Autor gerichtet hatte. Umso begeisterter war ich von seinem Schreibstil, sehr flüssig, sehr originell. Schon der Prolog deutete vielversprechendes an!Allein schon die Schilderung des Bewerbungsgesprächs ist der Knaller! Es umfasst nur 250 Seiten, dafür geht es aber ziemlich schnell zur Sache. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor schafft es einem so in den Bann zu ziehen, dass man bis zum, überraschendem, Ende dieses Buch nicht aus der Hand legen wird!

4

Als Fan von Harry Hole wurde ich erst langsam mit dem Headhunter Roger Brown warm. Der Gute war mir schon etwas zu arrogant, zu schlau, zu erfolgreich. Gut das sich dies im Laufe des Buches etwas relativiert. Der Plot ist interessant aber nicht bis zum Schluß spannend und kommt nicht ganz an die Hole-Krimis ran. Sehr gut gefallen habe mir die Beschreibungen von Rogers Verhörtechniken und seine Rückschlüsse durch die Antworten der "Deliquenten".

Überhaupt der Schreibstil ist klug und ausgefeilt. Der Leser muss schon ein bisschen mitdenken und am Ball bleiben. Ein bisschen hat mich das ganze an "Thomas Crowne ist nicht zu fassen" erinnert. Die Bilder dieses Film hatte ich beim Lesen immer irgendwie im Hinterkopf.

Das Buch ist gut zu lesen und erfreut durch ein etwas neues Spielfeld - Headhunter - und das ein bisschen veraltete - Kunstraub. Diese Kombination macht es durchaus lesenswert. Hoffe dennoch, dass wir bald wieder von Harry hören.

4

Roger Brown der Top- Headhunter, hat ein sehr gutes Händchen immer die richtige Person für die richtige Stelle zu finden. Das wird auch dadurch bestätigt da seine Kunden immer seinen Rat befolgen und die entsprechend vorgeschlagene Person aussuchen. Um die richtigen Personen zu finden und auszusuchen bedient er sich der Verhörtechnik sowie seine Überzeugungskunst. Seine zweiten, gezwungene, Leidenschaft ist Kunstgemälde zu stehlen. Eigentlich hätte er dies nicht unbedingt nötig, doch die Galerie seiner Frau ist nicht gerade Profitabel. Bei einer der Vernissagen stellt ihm seine Frau einen Mann vor. Beim Smalltalk merkt er schnell dass der Mann genau zu einer gerade offenen Managementstelle bei einem Satelliten und GPS Technologiekonzern passt. Er wendet sofort seine Ausfragetechniken an und aus dem Smalltalk wird ein Vorstellungsgespräch, doch er merkt schnell dass nicht er diesmal die Oberhand über das Gespräch und nicht nur das hat. 

Wieder mal ein sehr gelungener Thriller von Jo Nesbo. Super zu lesen und die Karaktere der Hauptdarsteller sind perfekt beschrieben. Vor allem die Erzählung aus der ich Perspektive gefällt mir. Das Buch ist immer spannend gehalten. Allerdings fehlt mir der absolute Spannende Höhepunkt. Dafür hat Jo Nesbo zum Ende eine Überraschende Wendung eingebaut was mich sehr überrascht hat.

 

5

Mit dieser Frage fing ich an zu lesen. Fasziniert tauchte ich in das Leben des Headhunter Roger Brown ein. Gnadenlos erkennt er alles Stärken und vor allem die Schwächen der Bewerber. Noch nie wurde seine Empfehlung für eine Führungsposition ignoriert. Ein Überflieger schlecht hin. Dennoch hat er ein außergewöhnliches Hobby: Kunstdiebstahl. Unauffällig erhält er seine Informationen aus den Vorstellungsgesprächen. Mit diesem Zeitvertreib finanziert er das kostenintensive Leben seiner Frau.

Auf einer Vernissage seiner Frau lernt er Clas Greve kennen. Ein perfekter Kandidat für eine offene Stelle? Außerdem scheint dieser ein seltenes Kunstwerk zu besitzen... Brown juckt es schon in den Fingerspitzen. Doch er scheint mit Clas seinen Meister gefunden zu haben. Roger muss sich einem mächtigen Gegner stellen - wenn er sein Leben und seine Liebe behalten will. Und eins ist schnell klar: Roger Browns Rache wird süß!

Der Aufbau des Buches ist einfach klasse! Durch die Ich-Perspektive hatte ich schnell einen Draht zu Brown. Seine witzige und zugleich arrogante Art sind fesselnd. Die eigentliche "Lösung" präsentiert Nesbo zwar bereits zu Mitte des Buches, aber die Geschichte nimmt immer wieder ein anderes Gesicht an. Der Schluss endet nochmals mit einer ganz besonderen Überraschung. Außerdem werden alle Details komplett aufgelöst.

Ich finde diesen Thriller wirklich sehr gelungen. Der flüssige Schreibstil und die durchgezogene lockere Art tun sein übriges dazu, dass Jo Nesbo hier wieder ein Meisterwerk geglückt ist. Somit konnte ich auch getrost auf Hole verzichten!

3

Ich fand das Buch sehr flüssig und interessant geschrieben,aber leider muss ich sagen das ich mir mehr Spannung erwartet hätte.Für mich ist das eher ein Krimi und kein Thriller dafür fehlt dem Buch einfach das kribbeln diese Spannung das gewisse etwas halt.

Ich find die Geschichte trotzdem gut und toll find ich auch das man am Ende noch mal in die Irre geführt wird.Indem er in Wiorklichkeit Lotte und nicht seine geliebte Frau erschossen hat.

Der Autor schreibt sehr detailgetreu aber nicht langweilig.Ein guter Krimi aber ich hatte mir nach der Leseprobe etwas mehr erwartet.

3

Roger Brown, erfolgreicher Headhunter, mehr oder minder glücklich verheiratet, hat ein Hobby. Kunstwerke stehlen. Wo er diese finden kann findet er bei seinen Vorstellungsgesprächen heraus. Doch einer fängt ein tödliches Spiel mit ihm an, Clas Greve. Roger stiehlt sein „echtes Meisterwerk“ und findet dabei raus das Clas und seine Frau Diana ein Verhältnis miteinander haben.

Das gestohlene Bild soll von seinen Komplizen zum Hehler gebracht werden, den findet er aber „Tod“ in der Garage.

Und so nimmt alles seinen Lauf. Roger erschießt seinen Komplizen, flieht vor Clas Greve. Der findet ihn immer wieder, bis Roger dahinter kommt wie er das macht. Bei einem seiner Begegnungen mit Clas erfährt Roger die Beweggründe und nimmt Rache an allen Beteiligten.

Das Ende des Buches kam für mich ein wenig unerwartet, aber als ich es gelesen habe, war es eigentlich logisch, denn ich habe ein kurz erwähntes Detail am Anfang einfach vergessen, sonst hätte man wissen können wer daran beteiligt war.

Bei einer Stelle im Buch ist mir im ersten Moment so schlecht geworden als ich das gelesen habe, dass ich das Buch erst weglegen musste. Beim Nachdenken darüber ist mir die Ähnlichkeit der Situation zu einer sehr berühmten Filmszene aus Schindlers Liste aufgefallen.

Fazit: Ein schöner Thriller, nicht zu schnell und offensichtlich. Die Stimmung ist wie bei allen Krimis aus dem nordischen Bereich etwas düster, aber trotzdem noch sehr schön.

Besonders hervorheben möchte ich noch, dass die Polizei nur eine kleine Nebenrolle gespielt hat, was ich als angenehm empfunden habe. Mein erster Nesbo wird wohl nicht mein letzter bleiben….

 

5

Lange habe ich das Buch zur Seite gelegt, um es an einem freien Wochenende so richtig genießen zu können. Der Leseeindruck hatte mich richtig neugierig gemacht. Und: Ich bin begeistert. selten hat mich eine Geschichte immer wieder derart in die Irre geführt. wenn ich dachte, ich hätte die Handlung durchschaut, war sofort alles wieder anders. Wirklich großartig. Dazu wurde das ganze durch eine gehörige Portion schwarzen Humors gewürzt. Natürlich war es nicht der verehrte harry hole, den man irgendwann mag und manchmal sogar versteht, aber das zeichnet Jo Nesboe aus, dass er Figuren erschafft, die sich nicht gleichen und ihren eigenen reiz entwickeln. Der "Headhunter" steht im regal meiner Top-20-Bücher. Ein Buch, das man mindestens zwei Mal lesen kann!

 

5

Raffiniert und wie gewohnt gut recherchiert liest sich Nesbøs neuer Thriller. Dass der Autor nicht nur Schriftsteller sondern auch Ökonom ist, wird deutlich in der Geschichte um den Top-Headhunter Roger Brown und seine schönen Frau und Galeriebesitzerin Diana. Nesbø zeichnet Personen und Professionen scharf, es treffen Führungspersönlichkeiten auf einander – die Besten.

Der Leser erfährt unter anderem, worauf es ankommt wenn man sich um eine Position an der Spitze eines Unternehmens bewerben möchte, wie verlässlich Alarmanlagen heutzutage sind und welche Informationen man besser für sich behält.

Roger Brown ist nicht Harry Hole, eingefleischte Fans treffen aber in Sachen Mordwaffe auf die bekannte Garotte. Auch was die Spannung angeht wird der „Hole-Standard“ gehalten. Der Leser wird mehrfach in die Irre geführt, nichts ist wie es scheint, oder vielleicht doch?

Ich empfehle diesen Thriller allen Personalern, insbesondere um ihre Fragetechnik zu optimieren; Allen, die Karriere machen wollen: des Renommees wegen und natürlich allen Fans spannender Unterhaltung!

5

Nachdem man bei den ertsen Kapitel noch davon ausgehen kann, dass das Buch über einen der besten Headhunter, Roger Brown, geschrieben ist und sich auch auf dessen alltäglich Beruf bezieht, wird doch relativ schnell klar, dass dieser Mann sich nicht nur mit seinem alltäglichen Beruf befasst...

Bei seinen Vorstellungsgesprächen interessiert er sich augenscheinlich auch für das Kunstinteresse seiner Bewerber, da das etwsa über dessen Stil aussagt. Im Nachhinein wird dieses Gemälde, sollte eines von Wert vorhanden sein, jedoch von ihm gestohlen und durch eine Imitation ersetzt. Der illegale Bilderverkauf dient dazu die Gallerie seiner Frau am Leben erhalten zu können, der er fast jeden Wunsch erfüllen würde. Fast? Das ungeborene Kind musste sie um seinetwillen abtreiben lassen, da er sie mit nichts und niemandem teilen will. Als sie ihm dann einen potentiellen Bewerber, Clas Greve, für Hote vorstellt, die gerade einen neuen Geschäftsführer suchen beginnt sein Leben aus den Bahnen zu laufen. Seine Frau beginnt ein Verhältnis mit diesem fremden Mann, der Vermittler seiner Gemälde wird anscheinend in seinem Auto getötet, ist es aber doch nicht, nur um anschließend von Brown in seiner Wohnung erschossen zu werden.

Eine Verfolgungsjagt zwischen Greve und Brown beginnt bei der manchmal nicht ganz klar ist, wer jetzt die besseren Karten hat und wer jetzt eigentlich von wem gefunden wurde. Es sterben weitere Menschen, immer mehr scheinen in diesem Kampf verwickelt, die vorher neutral erschienen und andere haben weniger damit zu tun, als es zu Beginn den Anschein hatte.

Das war mein erster Jo Nesbo und wird ebstimmt nicht der letzte geblieben sein!

 

4

Roger Brown ist Headhunter der oberen Liga.
Er verdient gut, doch leider nicht gut genug.
Seine Frau Diana hat eine Galerie, die finanziert werden muß und das Haus wurde vielleicht eine Nummer zu groß gekauft.
Aber das ist für Roger nicht wirklich ein Problem.
Da er als Headhunter von Führungskräften, Kontakt zu vermögenden Menschen hat, ist es auch ein leichtes für ihn, heraus zu finden, welche Gemälde seine Kunden besitzen.
Kurz nachdem die die Information bekommen hat, stiehlt er nach einem ausgeklügelten Plan und mit einem sorgfältig gesponnenen Netzwerk das Gemälde.
So finanziert Brown seinen Lebensstil und wähnt sich recht sicher.
Bis er Clas Greve begegnet.
Greve besitzt einen verschollen geglaubten Rubens und Roger stiehlt ihn.
Doch auf dieser Diebestour beginnt seine Welt unter zu gehen und er wird in einen Strudel voller Ereignisse gezogen, dessen Sog er sich nicht entziehen kann.
Roger Browns Leben wird auf den Kopf gestellt.

Fazit:
Dieses Buch hat Spaß gemacht.
Neben einer tollen Spannung birgt es auch eine gehörige Portion rabenschwarzen Humor und ich mußte doch des öfteren laut auflachen.
Manche Seiten las ich mit einem Dauerkopfschütteln und einem breiten Grinsen.
Diese Kombination aus Spannung und Situationskomik ist genial.
Die Wendungen im Roman sind zum Teil so verblüffend, das es zur reinen Freude wurde, die Seite umzublättern.
Die Dinge die Roger Brown tut, um seiner Situation zu entkommen, sind teiweise so naheliegend und pragmatisch, das ich selber wohl als letztes auf diese Lösung gekommen wäre, aber gerade dadurch bekommt das Buch seinen bisweilen bösen Humor.
Bisher kannte ich von Jo Nesbø nur die Harry Hole Romane und Roger Brown hat mich einfach nur begeistert.
Man kann diesen Krimi nicht mit Harry Hole Krimis vergleichen, dazu sind sie einfach zu verschieden, aber in keiner Weise schlechter oder weniger lesenswert.
Im Gegenteil: wer eine direkte Sprache und unverblümte Darstellung mag ist hier äußerst gut bedient

3
Vorab, es handelt sich um das Hörbuch, das mir freundlicherweise eine ganz liebe Person von hier ausgeliehen hatte.
Ich habe das Hörbuch auf dem Weg in ein verlängertes Wochenende, zusammen mit meinem Mann im Auto angehört.
Mit  Johannes Steck als Sprecher wurde mit Sicherheit eine gute Wahl getroffen (sehr angenehme Stimme )
Leider waren wir beide bis ca. Ende der 1.CD ziemlich enttäuscht und fragten uns, passiert hier denn noch irgend etwas? Ok, so langsam gings dann wirklich los, gepackt hat es uns aber beide nicht wirklich.....leider!
Nachdem ich hier die beiden letzten Nesbos vorablesen durfte und ein absoluter Nebo Fan wurde, hat mich dieses Hörbuch leider nicht überzeugt. Es ist ok und auch ganz unterhaltsam, mehr leider auch nicht.
Würde mir aber trotzdem auch noch das Buch zulegen und könnte mir vorstellen, dass der Funke dann evtl. doch noch überspringt.
3

Gekürzte Lesung von Johannes Steck

4 CD, 287 Minuten

Meine Meinung:

Jo Nesbo - einmal ganz anders, bzw. anders gut.

Mit "Headhunter" hat Jo Nesbo einen neuen Protagonisten geschaffen. Und dieser unterscheidet sich ziemlich von Harry Hole.

Aber er ist gut - dieser Roger Brown. Seines Zeichens Headhunter. Der Beste, wie er sagt.

Sehr schnell wird Roger Brown hier zum Gejagten. Eine Rolle, die neu für ihn ist. Die er aber gut meistert, obwohl es genug brenzlige Situationen gibt und er alle Register ziehen muss, um am Schluß der lachende Dritte zu sein. Es fehlt der Story nicht an Spannung und Action, und auch der Humor kommt keinesfalls zu kurz.

Dieser positive Eindruck wird auch von der sehr guten Leistung des Sprechers Johannes Steck unterstrichen. Er macht das Hörbuch sehr hörenswert und die 4 CDs waren ruckzuck gehört.

Insgesamt ein unterhaltsames Hörbuch - gerne mehr davon.

Einziger Minuspunkt: Die Verpackung des Hörbuches. Schon beim Erhalt hatte die Hülle einen Riss.

 

4

 

Als Headhunter ist Roger Brown eine Berühmtheit. Seine Kunden vertrauen ihm blind. Seiner Frau finanziert er eine Galerie und sein extravaganter Lebensstil übersteigt seine Einkünfte bei weitem. Lebensart ist für ihn wichtig, er braucht sie, um seine recht geringe Körpergröße zu kompensieren. Geschickt nutzt er die Gespräche mit den Bewerbern, um in Erfahrung zu bringen, ob diese Kunstgegenstände besitzen. Dieses Wissen nutzt er dann für sein „Hobby“ – Kunstraub. Nur durch diesen Nebenverdienst schafft er es, seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Als er einem Rubensgemälde auf der Spur ist, laufen die Dinge allerdings nicht so wie geplant.
Jo Nesbø ist für mich ein Synonym für spannende Unterhaltung mit dem Kommissar Harry Hole. In diesem Thriller steht der Täter im Mittelpunkt des Geschehens. Der Leser begleitet den Ich-Erzähler Roger Brown und hat somit einen ganz anderen als den von Nesbø sonst verwendeten Zugang zu dem Geschehen. Da dieser Thriller sich so von den bisherigen des Autors unterscheidet, verbietet sich ein Vergleich mit den Harry-Hole-Fällen von allein. Aber nichts desto trotz ist auch Headhunter ein spannender und rasanter Thriller, den man gern und schnell liest. Unverhoffte Wendungen, ausdrucksvolle Charaktere und versteckte Hinweise auf das wirkliche Geschehen machen den Unterhaltungswert dieses Thrillers aus. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise ein wenig unglaubwürdig. Die Headhunter-Szene bildet einen interessanten Hintergrund für diesen Kriminalfall. Die Auflösung des Falles lies mich zwar schmunzeln, irgendwie hatte Nesbø es doch geschafft mich auf die Seite von Brown zu ziehen, trotzdem fand ich sie fast etwas einfallslos.
Mein Fazit: „Headhunter“ ist ein gut zu lesender, aber kein überragender Thriller, der den Leser jedoch schnell in den Bann zieht. Mir hat er, bis auf das Ende, recht gut gefallen. Wer spannende Unterhaltung sucht, ist bei diesem Nesbø sicher nicht gänzlich falsch.
 

 

Leider kann ich nicht viel zu dem Buch schreiben, da ich überhaupt in das Buch und somit das Geschehen hineingekommen bin.

Obwohl mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat, konnte ich mit den Protagonisten nicht warm werden und habe das Buch ziemlich rasch beiseite gelegt.

Ich glaube auch nicht , dass es an dem Buch gelegen hat oder dem Autoren. Es war eher so, dass ich eine Abneigung gegen den Headhunter hatte und somit nicht weitergelesen habe.

Somit werde ich das Buch nicht bewerten,das wäre nicht richtig.

Habe das Buch einem anderen Mitglied von vorablesen gegeben,damit dennoch eine gute Rezension dabei rauskommt

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