
Beschreibung
Ein poetisch-zärtlicher Roman um eine ganz besondere Freundschaft. Mit viel Einfühlungsvermögen und herzerwärmendem Charme erzählt Harold Cobert von der Zerbrechlichkeit des Glücks und dem unbezahlbaren Geschenk, in den schwersten Stunden nicht allein zu sein.
Es wird Herbst in Paris, als Philippe den Boden unter den Füßen verliert. Nach der Trennung von seiner Frau zwingt sie ihn, die gemeinsame Wohnung zu verlassen, und verwehrt ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Als wenig später sein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, ist das der letzte Schritt, der ihn in den Abgrund stürzen lässt. Das Leben auf der Straße droht ihm den Rest seiner Würde zu nehmen. Doch dann begegnet er Baudelaire, der ihn mit beständigem Optimismus und treuem Hundeblick auf vier Pfoten zurück ins Leben führt. Dank ihm und mithilfe des einfallsreichen Kebab-Verkäufers Bébère und der weisen Toilettenfrau Sarah findet Philippe den Mut für einen Neuanfang. Und auf einmal scheint der Tag, an dem er seine Tochter wieder in die Arme schließen kann, gar nicht mehr so fern.
Autoren
Extras
Zusatzinformationen
Info zur Hörprobe
Hans Löw, geboren 1976, ist als Theater-, Film- und Fernsehschauspieler tätig. Seit einigen Jahren ist er festes Ensemblemitglied am Hamburger Thalia Theater. 2004 wurde er mit dem Boy-Gobert-Preis als bester Nachwuchsdarsteller auf Hamburger Bühnen ausgezeichnet. 2005 spielte er in Detlef Bucks Kinofilm Knallhart mit, der den Deutschen Filmpreis 2006 in Silber gewann. 2007 war er in Cornelia Funkes Hände weg von Mississippi zu sehen.
Leseeindrücke
ernsthaftes Thema zu blumig verkauft
Autor: Harold Cobert Titel: Ein Winter mit Baudelaire Inhalt: Nach der Scheidung von seiner aus wohlhabenden Verhältnissen stammenden Ehefrau Sandrine, schmeißt ihn diese aus der gemeinsamen Wohnung. Außerdem untersagt sie ihm den Kontakt zur gemeinsamen Tochter Claire, für die Papa Philippe eine wichtige Bezugsperson ist. Auf der Suche nach einer Bleibe landet Philippe auf der Straße im Herbst auf der Straße, womit sein Leben als "Obdachloser" beginnt... Story/Handlung/Dialoge/Spannung: Das Thema "Obdachlosigkeit" ist es wert, thematisiert zu werden. Allerdings stört die blumig-poetische Sprache die Ernsthaftigkeit des Dargestellten. Hier wäre eine sachlichere, nüchternere Prosa notwendig gewesen, die die Härte dieses Lebens wiederspiegelt. Die Dialoge leiden ebenfalls unter der Blumigkeit der Sprache. Spannung kommt ebenfalls nicht auf, weil nichts "Unvorgesehenes" passiert. Der Leser erwartet, dass Sandrine den Ex-Mann vor die Tür setzt. Der Abschied von Tochter Claire wirkt alles andere als für eine kurze Zeit. Auch wenn der "Stoff" lohnend ist, gelingt es dem Autor nicht, einen Spannungsbogen zu kreieren, der den Leser nicht mehr loslässt. Leider sticht das Buch nicht aus der Masse seicht dahinplätschernder Prosa hervor. weiterlesen
Harold Cobert: Ein Winter mit Baudelaire
Wunderbares Buch
Die Franzosen haben die Gabe, wirklich wunderbare Bücher zu schreiben, Märchen für Erwachsene. Solche, die man immer wieder lesen kann und will. Solche, die einen zum Denken anregen und einem gut tun. Die zeigen, dass die Welt gar nicht so schlimm ist, und dass es doch noch gute Menschen gibt, die sich um einen kümmern, wenn man Hilfe braucht. Es sind Bücher, die einem – mir – Tränen in die Augen treiben, weil es so schön ist mitzuverfolgen, wie sich einer, der am Boden war, dank der Hilfe seiner Mitmenschen wieder aufrappeln kann. Eines von diesen Märchen habe ich bereits rezensiert: “Das Labyrinth der Wörter”. “Ein Winter mit Baudelaire” von Harold Cobert ist ein zweites. Wie wird man obdachlos? Sandrine hat Philipp vor die Tür gesetzt. Auch seine Arbeit verliert er ziemlich schnell. Seine EC-Karte wird gesperrt und er kann sich kein Hotelzimmer mehr leisten. So verbringt er die erste Nacht auf der Straße und dieser Nacht folgen weitere. Denn ohne einen Wohnsitz bekommt er keine Arbeit. Und ohne Arbeit keine Wohnung. Philipp muss lernen, sich auf der Straße zu Recht zu finden, zu betteln, einen Platz zum Schlafen zu finden, etwas zu essen, eine Duschmöglichkeit. Kaum da er sich versieht, kommt der Winter und das Leben auf der Straße wird noch unangenehmer und vor allem kalt. Bis ihm ein Hund zuläuft, der Baudelaire heißt und mit dem er zusammen den Winter meistern wird. Das verdankt er neben einer Einrichtung in Paris, einem Schiff auf der Seine, auf dem Obdachlose mit ihren Hunden einen Platz zum Übernachten finden, auch der Sozialberatung, einem Anwalt und einem Tierarzt. Philipp findet Freunde, die ihm helfen, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Schließlich wird er sogar seine Tochter wieder sehen können. “Ein Winter mit Baudelaire” ist ein wunderbares Buch, das einem die Augen für die Welt der Obdachlosen öffnet, und das man nicht unbedingt im Winter lesen muss. Auf jeden Fall ist es ein schönes Geschenk und eine Lektion aus dem wahren Leben, für die der Autor das Leben auf der Straße aus nächster Nähe mitverfolgt hat. weiterlesen
Viel heiße Luft
Als ich das Buch im Buchladen sah war ich zu allererst begeistert von der Umschlaggestaltung. Ich dachte mir, es würde bestimmt ein schönes, leichtes, poetisches Buch werden und stürzte mich mit Vergnügen ins Lesen. Leider muss ich sagen, dass mir der Schreibstil zu blumig ist, zu undefiniert. Und auch irgendwie nichts Neues- das Buch reiht sich ein in eine lange Riege der handlungslos dahinplätschernden Literatur die versucht, Schönheit in Worte zu fassen. Bei dem Versuch bleibt es hier leider auch. weiterlesen
Harold Cobert: Ein Winter mit Baudelaire
--- weiterlesen
Rezensionen
Das gewisse Etwas fehlt
Ein Winter mit Baudelaire ist einer der Romane die mich ratlos zurück lassen. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, aber es hat mich einfach nicht so mitreissen können wie ich das hier beim Überfliegen der Rezensionen wahr genommen habe. Vieles, das Philippe in seiner Geschichte als *Absteiger* erlebt, ist für mich nachvollziehbar. Ich verstehe wie hilflos er sich angesichts unverständlicher bürokratischer Hürden fühlt, wie er nach seinem Auszug und seiner Kündigung immer verzweifelter versucht wieder Fuß zu fassen, aber ständig mit neuen Schicksalsschlägen konfrontiert wird, wie wohltuend eine Dusche nach einiger Zeit auf der Strasse ist, wie schmerzhaft die Trennung von seiner geliebten Tochter sein muss und trotzdem hatte ich während der Lektüre immer eine gewisse emotionale Distanz. Einiges wirkte auf mich sehr konstruiert. Der kleine struppige Baudelaire war für mich zu sehr Held, auch wenn ich seit 30 Jahren mit Tieren lebe und weiss, wie wichtig sie für ihre Besitzer sind und was sie alles können. Wenig überzeugend für mich auch das Finale, das sich punktgenau in die Lebensplanung fügte und deshalb eher unglaubwürdig wirkte. Probleme hatte ich auch mit widersprüchlichen Kapiteln wie *ich bleibe, fort geht Tag um Tag*, einerseits spiegeln sie den Tagesablauf eines Menschen der sich völlig aufgegeben hat, andererseits blitzt in ihnen auch das Bestreben auf, so nicht enden zu wollen, aber irgendeine Konsequenz daraus fehlt. Erstaunlich auch, welche Nichtrolle Philippes Eltern spielen. Ich hätte schon erwartet, dass sie stärker mit einbezogen werden, um auf den Absturz ihres Sohnes reagieren zu können. Um mich wirklich berühren zu können, hätte sich das Schicksal nicht so märchenhaft fügen dürfen, aber trotz aller Kritik habe ich die Lektüre nicht bereut. Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie. James Daniel weiterlesen
Ein schneller Abstieg
Philippe wird von seiner Noch-Ehefrau vor die Tür gesetzt und verliert wenig später auch seinen Job, weil er wegen seiner privaten Probleme nicht mehr die geforderte Leistung erbringt. Seine Frau unterbindet auch den Kontakt zu seiner geliebten Tochter Claire. Sie zieht weg, ohne eine Adresse zu hinterlassen und stellt nur noch finanzielle Forderungen. Für Philippe vollzieht sich der soziale Abstieg sehr schnell. Er gerät sofort in den Teufelskreis “ohne Job keine Wohnung - ohne Wohnung kein Job” Seine Freunde wollen oder können nicht helfen. Er ist auf sich gestellt, lebt auf der Straße und bettelt, als sein letztes Geld verbraucht ist. Er begegnet dem Hund Baudelaire, den er zunächst verscheucht, dann aber als Begleiter akzeptiert, nachdem dieser ihn aus einer sehr gefährlichen Situation befreit hat. Philippe übernimmt seinerseits Verantwortung für den Hund, die beiden werden unzertrennlich. Der Obdachlose findet neue Freunde, die ihm helfen, wieder Fuß zu fassen und existierende Hilfsangebote anzunehmen. Harold Cobert beschreibt sehr einfühlsam und kenntnisreich die hässlichen Details des Lebens auf der Straße und schont den Leser dabei nicht. Zum Beispiel zeigt die drastische Beschreibung der Nächte in den Auffangstellen für Obdachlose, dass diese sich kein schönes Leben auf Kosten der Allgemeinheit machen, sondern unzumutbare Bedingungen akzeptieren müssen (“Es beginnt eine Symphonie der Magensäfte und Rachenschleimhäute. Man hört nur noch sägendes Schnarchen, kollernde Mägen, Darmgeräusche, Räuspern, Geröchel und endlose, erstickungstodähnliche Hustenanfälle. Dazu die stummen, schmierigen Geruchsarien, gewürzt mit dem scharfen Schweiß feuchter Achseln und Füße und den üblichen, durch gepanschten Wein und kalten Rauch verpesteten Mundgerüchen. S. 169). Cobert macht deutlich, wie schnell es vorbei sein kann mit dem komfortablen Leben des Normalbürgers, der gar nicht ahnt, dass ihn manchmal nur wenige Schritte vom Abgrund trennen. Als Leser erkennt man sich in den verlegenen, abwehrenden Reaktionen wieder. Man hat selbst oft genug weggeschaut und auch kein Geld gegeben, weil man die Echtheit der Notlage angezweifelte oder einfach nur Ekel empfand. Der Roman schockiert und stimmt nachdenklich, aber er berührt auch durch die Beschreibung der innigen Liebe eines Vater zu seinem Kind und der Beziehung zwischen Mensch und Hund, die dem obdachlosen Philippe hilft, nicht aufzugeben, für seine Rechte zu kämpfen und letztlich ganz einfach zu überleben. Der Roman ist ein Appell an unser Mitgefühl und verändert gleichzeitig unsere Wahrnehmung sozialer Probleme und unverschuldeter menschlicher Tragödien. “Ein Winter mit Baudelaire” ist ein Roman, den man so schnell nicht vergisst. weiterlesen
Gedankenveränderung
Philippes Leben scheint alltäglich, obwohl die Trennung von seiner Frau Sandrine nahe liegt, glaubt er immer noch an eine gemeisame Lösung, wenn nicht für das Ehepaar, dann doch für die gemeinsame Tochter Claire. Mit dem Schicksal kann man jedoch nicht verhandeln und so ist es seine Frau, die ihn von jetzt auf gleich vor die Türe setzt, weil sie das Eheschauspiel nicht mehr aufrecht erhalten möchte. Wohin ohne Wohnung? Eine Nacht auf der Straße verbringen, wir schon nicht so schlimm sein, am nächsten Tag wird sich schon eine Wohnung finden lassen, denkt sich Philippe. Das Schicksal denkt aber gar nicht daran, ihn seinen Kollegen Zufall vorbeizuschicken, weshalb es Philippe noch mehr Steine in den Weg legt und auch noch Führerschein und Arbeit verlieren lässt. Ohne Geld, mittellos und alleine steht er nun da, das vermeintlich kurze Leben auf der Straße, wird zu seinem neuen Alltag. Dinge von denen er dachte, nie machen zu müssen, sind nun sein täglich Brot. Sei es nun um Geld zu betteln, oder mit anderen "gescheiterten" Existenzen in einer Notunterkunft zu schlafen, in der an Schlaf letztlich nicht zu denken ist. In all der Verzweiflung und Einsamkeit trifft er dem Hund Baudelaire, welcher zuerst nur eine zufällige Begegnung ist, verwandelt sich mit der Zeit in einen treuen Wegbegleiter, der Philipe nie die Hoffnung aufgeben lässt, sein Leben wieder in die richtige Richtung lenken zu können. Für sich, aber vor allem für seine kleine Tochter. Meine Meinung: Das Cover hat mich in der Buchhandlung gleich angesprungen, weil es einfach eine wunderbare Aufmachung hat, es erinnerte ein bisschen an ein verträumtes Leseabenteuer. Als ich dann den Klappentext las, war ich eher skeptisch, Obdachlosigkeit, wer hat da nicht sofort Gedanken in den Kopf, wie: Selber schuld. Alkoholiker. Sucht. Faules Pack usw. Weshalb ich mir überlegte, ob ich mir so eine Geschichte überhaupt antun muss, aber das Cover war so schön und ein Hund namens Baudelaire einfach so ansprechend, dass es doch in meinen Einkaufskorb landete. Gott sei Dank! Selten ein Buch, was mir so viel über das Leben beigebracht hat. Natürlich gibt es die Säufer, aber wer hat sich schon mal gefragt, warum wer trinkt? Was bringt einen Menschen dazu, sich selbst aufzugeben. Hinter allem steckt doch eine Geschichte, meist eine traurige. So auch hier, Philipe steht fest im Leben und von einem auf den anderen Moment ist alles anders. Wenn das Leben zerbricht, was bleibt davon schon noch übrig? Im Buch erfährt man es, teilweise. Was ist wichtig? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Soll man nicht manchmal das wenige was man hat, genießen, weil weniger immer geht? Philipe wird ein Trinker, aber nur weil es vergessen lässt, ihn wärmt, wenn die menschliche Wärme fehlt. Er wird von oben herab angesehen, weil die Menschen ihn selbst für seine Misere verantwortlich machen. Aber was Philipe passiert, kann jeden passieren und das lehrt einen dieses Buch. Es zeigt aber auch, wofür es sich zu kämpfen lohnt, wenn man schon ganz unten ist, jedoch zeigt es vor allem - Tiere sind die besseren Menschen, sie verurteilen nicht, lieben einfach nur. Und diese Buch bleibt im Gedächnis, bei meiner nächsten Begegnung mit einem Obdachlosen, dachte ich mir nicht: geh arbeiten, sondern, wie geht es ihm wohl, was ist seine Geschichte. Man wird sanfter, gibt Kleingeld, weil man weiß, damit ist ein so schweres Leben, ein winziges Stück leichter. Großartiges Buch, welches durch einen wunderbaren Schreibstil einfach nur noch komplettiert wird. Absolute Empfehlung. weiterlesen
Von Notdurft verrichten bis Kacken- Obdachlosigkeit
Philippe wird von seiner Frau Sandrine aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen, als die Beziehung in die Brüche geht. Zu seiner geliebten Tochter Claire darf er nun keinen Kontakt mehr haben. Als er zudem seinen Job verliert, ist er obdachlos. Diese Obdachlosigkeit, sein tristes, grauenvolles Leben werden im Weiteren geschildert. Es scheint alles verloren... Das Thema Obdachlosigkeit wird in diesem Buch sehr interessant, für den Leser gut fühlbar beschrieben. Eine hoffnungslose, traurige, wütende Stimmung spricht den Leser emotional an. Der klare, auf das wichtigste begrenzte Erzählstil ist im Zusammenhang mit der hohen Emotionalität des Textes wirklich gelungen. Dabei ist die Geschichte glaubwürdig durch die Realitätsnahe und wunderschön wegen der philosophischen Gedanken, die ein ein Bild vom Mensch-Sein, vom Scheitern und von den Abgründen des Lebens zeichnet. Die Charaktere sind allesamt liebevoll beschrieben und erzählen eine runde Geschichte, die Spannung aufbaut und langfristig nachdenklich macht. In kurzen, mit Schlüsselworten überschriebenen, Kapiteln wird Spannung aufgebaut und aufrechterhalten. Die allgemein leichte, gut verständliche Sprache wird von philosophischen Gedanken durchzogen, die des Lesers Aufmerksamkeit auf sich lenken. „Die Zukunft wird in der Gegenwart gelebt. Einer Gegenwart, die sich nicht beugen lässt. Oder wenn, dann nur im Infinitiv, der Form des Unbestimmten. Weil heute so ist wie gestern und morgen so wie heute.“ (S.135) Zeitweise wird die sprachliche Ausdrucksweise durch abgehackte Aufzählungen unterbrochen, „Essen. Schlafen. Trinken. Sauber bleiben. Emmaus. Betteln. […] Notdurft verrichten.“(S.135), die später deutlicher und ungehemmter werden, „Pinkeln. Dunkle Ecken. Kacken. Alkohol. Nicht verrecken.“ (S.180) In diesen Aufzählungen wird der gedankliche Werdegang und die Verfassung von Philippe deutlich, machen die Geschichte interessanter. Insgesamt hat mich das Buch mit seiner bedrückenden, fesselnden und hoch emotionalen Geschichte überrascht und mir einen anderen Blickwinkel auf, die mir manchmal stündlich mehrmals begegnenden, Obdachlosen ermöglicht. weiterlesen
So ein Hundeleben
Seine Frau schmeißt ihn raus, er schmeißt den Job, kann das Zimmer nicht bezahlen, lässt sich beklauen, landet auf der Straße. Doch am Schlimmsten empfindet Philippe, dass seine Ex versucht, ihn seiner geliebten kleinen Tochter, seiner Prinzessin, zu entfremden. Philippe verliert den Boden unter den Füßen. Kann es da überhaupt einen Lichtstreif am Horizont geben? Es geht auf den Herbst zu als Philippes Leben aus den Fugen gerät. Beim Lesen des Buches kam mir der Gedanke, dass er an seinem Straucheln auch ein Verantwortung trägt. Dennoch erschien mir seine Ex unnötig grausam und gemein. Alles scheint sich gegen Philippe zu wenden, irgendwann ist er so tief unten, dass er nicht einmal mehr in der Lage ist die Hilfe eines Hundes anzunehmen. Erst als Philippe in Gefahr gerät, lässt er Baudelaire die Regie übernehmen. Und siehe da, der Hund kennt sich aus und führt Philippe aus dem tiefen Tal. Bei dieser Geschichte kann es sich nur um ein Märchen handeln. Dennoch handelt es sich bei dem Roman um eine wunderbar kurzweilige Nachmittagslektüre, die mich berührt hat. Gerade die Liebe Philippes zu seiner Tochter wird sehr glaubhaft und authentisch geschildert und in mir entstand der Eindruck, dass gerade diese Liebe und der Glaube, dass er seine Tochter wiedersehen wird, Philippe helfen immer weiter zu machen, wieder einen Schritt vorwärts zu gehen. Baudelaire ist der anrührendste Charakter des ganzen Buches, seine Treue und Unerschütterlichkeit lassen den Leser an das Gute glauben, daran dass Hilfe manchmal aus einer ganz unerwarteten Richtung kommen kann, dass sich die Dinge zum Besseren wenden, wenn man es nur zulässt. weiterlesen

