
Beschreibung
Immer wieder verschwinden Frauen und Männer in der Nähe des alten Korbach-Hofes. Die seit Generationen dort ansässige Familie steht unter Verdacht, etwas mit den Vermisstenfällen zu tun zu haben. Beweise wurden nie gefunden.
Als der Hof zum Verkauf steht, ahnen Journalist Robert Walcher und seine kauzig-liebenswerte Haushälterin Mathilde, dass die Auflösung der Fälle endlich näher gerückt ist. Sie beginnen zu recherchieren und stoßen auf eine Familiengeschichte, die über Generationen zahlreiche Opfer gefordert hat − und bald geraten auch sie selbst in das Visier des Täters.
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Zusatzinformationen
Leseeindrücke
Spanendes Allgäu
Die Leseprobe vermittelt nicht wirklich Spannung, die Idee aber einmal mit Hilfe eines Buches uns auch das Spannungsfeld zwischen dörflicher Tradition und der "modernen" Entwicklung des 21. Jahrhunderts in Einklang zu bringen ist gut. Die Figur der Mathilde ist glaubhaft, diese Form der bodenständigen "Esoterik", die sie betreibt, ist auf Dörfern ja noch weit verbreitet. Als Roman über die Schwierigkeit die Identität eines Landstrichs zu bewahren und trotzdem Neuerungen aufgeschlossen zu sein überzeugt die Leseprobe durchaus, nicht jedoch als Krimi weiterlesen
Bauernhof und Idylle pur
Zuerst war ich skeptisch aber es lässt sich flüssig lesen. Eindrücke, Orte und Personen werden detailliert beschrieben. Zu Beginn wird erst die typische Idylle beschrieben, doch nach und nach wird auch durch die verschiedenen Sichtweisen und Ortswechsel Spannung aufgebaut. Alles in allem sehr gelungen. weiterlesen
Spirituelles Allgäu
*/ Der Ahnhof ist ein Krimi der besonderen Art. Der Ort des Verbrechens ist das Allgäu. Eine der Ermittler, ist Mathilde, 69, mit einem starken Hang zum Spirituellen. Sie hat eine ganz besondere Gabe. Mathilde sieht und spürt Dinge, die sonst keiner sehen kann. Sie kann spüren, wenn an einem Ort böse Dinge geschehen sind. Mathilde wird von ihrer Base gebeten, eine allten, zum Verkauf stehenden Hof zu begutachten. Dieser Ort hat eine so schlimme Ausstrahlung auf Mathilde, dass sie ihrer Base dringend abrät, den Hof zu kaufen. Leider hört keiner auf sie. Dieser Hof gehört der Familie Korbach. Um 1900 hat der Vorfahre von dem jetzt noch lebenden Korbach Menschen umgebracht. Der Prolog zu Beginn des Buches beschreibt eine ganz schlimme und brutal Zeit. Der 9jährige Josef wird von seiner Familie auf den Korbachhof geschickt, um dort Geld zu verdienen. Der kleine Junge wird misshandelt und zu letzt sogar vom Hofbesitzer, dem Korbach, umgebracht. Er wird nicht der einzige bleiben, den der Korbach auf dem Gewissen hat. Dann geht es weiter im Heute. Der Journalist Rober Walcher und seine sehende Haushälterin Mathilde stecken gleich mitten drin in dem spirituellen Krimi. Ein gut gemachter, spannender Allgäukrimi. Mir haben besonders die Beschreibungen der Charaktere gefallen. Man hat gleich das Gefühl, mitten drin zu sein. Die alten Höfe und die Berge hat man direkt vor dem geistigen Auge. Kurze Kapitel und die treffenden Beschreibungen der längst vergangenen Zeit und der heutigen Zeit waren mir gleich sehr sympatisch. Das Buch – einmal begonnen – konnte ich schwer aus der Hand geben. Die Spannung und der immer unheimlicher werdende Plot haben mich sehr gefesselt. Nach dem Buch bleibt man staunend und ungläubig zurück. Waren die Zeiten damals im 1900 Jahrhundert wirklich so schlimm? Es könnte so gewesen sein weiterlesen
Mundart
so ausführlich und liebevoll hier das Drumherum, die Personen, die Örtlichkeiten und ihre Verhältnisse untereinander beschrieben wurden, auch unter Verwendung der schwäbischen Mundart, dachte ich zunächst, es müsste sich eher um eine dicke Schwarte handeln und war nach der Leseprobe überrascht, als ich sah, dass es "nur" ein TB ist. Das Buch liest sich für mich leicht und fließend, eher gemütlich, aber doch fesselnd, so dass ich gerne weiter las - auch wenn es nicht so action-geladen ist wie einige andere Leseproben. Vielleicht schenke ich es meiner Mutter zu Weihnachten, dann darf ich es auch lesen. weiterlesen
Vielleicht lag's ja nur an diesem Auszug
Schon der Anfang war komisch und passte nicht zum Auszug des Textes. Es wurde keine Spannung erzeugt und wenn so etwas Ähnliches wie Spannung doch langsam aufkam, zerlief diese wieder und wurde durch langweilige Dialoge ersetzt. Einzelne allgäuer Ausdrücke machen auch kein Lokalkolorit. Die Figuren sind langweilig und machen mich nicht neugierig zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. weiterlesen
Rezensionen
Der Ahnhof
Tief im Allgäu ist man noch sehr gläubig und da wo Glaube herrscht, ist Aberglaube nicht weit. Das muss Mathilde resümieren als sie von ihrer Großnichte (im Buch noch der alte Name „Base“ verwendet) gebeten wird, ein Gehöft zu besichtigen, das sich die Nichte und ihr Mann zulegen wollen. Denn es gibt im Allgäu auch einige Menschen, die das zweite Gesicht haben, Menschen die Schwingungen spüren, die in gewisser Weise hellseherisch begabt sind. Mathilde zählt zu diesen, und das spricht sich nicht nur in der Verwandtschaft herum. Sie trifft also auf dem alten Gut der Korbachs ein und erkennt sofort das hier „Böses“ am Werk war und ist. Nur greifbar ist es ihr nicht, und so kann sie ihrer Verwandtschaft zwar abraten hier her zu ziehen aber nicht vehement genug. Zurück in der „Hofburg“, dem Anwesen des Journalisten Walchers, das dieser zusammen mit seiner Stieftochter und der Haushälterin Mathilde bewohnt, bekommt auch der Hausherr von Mathildes Besuch die Kurzversion erzählt. Beide ermitteln mit unterschiedlichen Ansätzen, was auf diesem alten Anwesen passiert ist oder sein könnte. Die Dorfgemeinschaft berichtet, dass der Familie Korbach schon immer das „Böse“ anhaftete, über Generationen hinweg und das verhältnismäßig viele Bedienstete, Knechte, Mägde ja sogar ein Hütebub nach Amerika ausgewandert sein sollen. Nur ein Erbe der Korbachs lebt noch und gegen den lehnt man sich nicht auf, die Folgen wären katastrophal…so erzählt man sich, den beweisen kann man nichts. Mein erster Krimi von Rangnick mit dem Journalisten Walcher und irrtümlich nahm ich an das die Haushälterin Mathilde schon länger mit Walcher zusammen „ermittelt“ das ist aber ein Trugschluss, den der Klappentext da vermittelt. Dieser Krimi hat mir gefallen, weil er anspruchsvoll ist. Die Geschichte und die Darstellung des „Bösen“, die Beschreibung paranormaler Ereignisse und die durchweg sympathisch wirkenden Bewohner der Hofburg trugen dazu bei. Trotzdem ist es kein seichter „Mundartkrimi“ sondern verfügt trotz längerer Pausen über einige gut gesetzte Spannungsbögen. Die Geschichte der Region und deren Bevölkerung, die Ausbeutung der Fronarbeiter durch die Adligen und den Klerus sind nicht nur ein zentrales Thema sondern werden auch gut wiedergegeben. Den Dialekt, den Rangnick oft anklingen lässt, ist für mich zwar langsamer zu erfassen, aber nicht unverständlich und gibt allem eine besondere Note. Schade war für mich wiederum nur, das ich so mittendrin in der Reihe angefangen habe und mir ein gewisses „Vorleben“ der Hauptprotagonisten fehlte. Man kann diesen Krimi aber durchweg ohne Vorkenntnisse der Reihe lesen. weiterlesen
Spuk auf dem Ahnhof
Das Buch hat mir in seiner Gänze gut gefallen. Der Schreibstil läßt sich flüssig lesen und ich hatte auch keine Schwierigkeiten in die Story hineinzukommen. Etwas gestolpert bin ich über den starken Dialekt, der allerdings nicht allzuoft zu Tragen kommt und nach mehrmaligen Nachlesen, konnte man es auch aus dem Zusammenhang verstehen. Die Protagonisten sind kurz und knapp beschrieben, man lernt sie aber im Laufe des Buches gut kennen. Die Story ist spannend, wenn manchmal auch etwas vorhersehbar. An einigen Stellen ist sie aber auch für eine Überraschung gut. Die Geschichte dreht sich um eine Ahnhof, auf dem schon seit Generationen eine sehr brutale und herrische Familie lebt. Nun steht dieser Hof zum Verkauf an und die Großcousine der Protagonistin Mathilde, die hellseherische Fähigkeiten hat, soll den Hof vorher begutachten. Schon beim ersten Eintreffen merkt sie, daß dort schlimme Dinge geschehen sind, kann sie nur nicht greifen. Sie rät ihrer "Bäs" vom Kauf ab, aber Daniela und ihr Mann lassen sich nicht beirren. Mathilde träumt immer wieder von einem Hütejungen, der einen Zettel schwenkt und plötzlich verschwindet. Was hat das auf sich. Sie macht sich mit dem Jonalisten Walcher, bei dem sie als Haushälterin arbeitet, auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei stoßen sie auf viele verschwundene Angestellte der Familie Korbach, über die Genarationen hinweg, die angeblich alle nach Amerika ausgewandert sind. Das Buch ist ein guter Krimi, den man schnell lesen kann. Ist für Krimi- Fans empfehlenswert. weiterlesen
Ahnhof - spannend!!!
Das war jetzt mein 3. Rangnick und ich freue mich auf den nächsten! Supersympathische Protagonisten, schöne Schilderungen aus dem Allgäu und der dortigen Lebensweise, spannend geschriebene Geschichte. Detailgenau, ohne langatmig zu werden wird zunächst die Geschichte des kleinen Josef erzählt, der auf den Korbach-Hof zum Arbeiten geschickt wird und dort misshandelt und ausgenutzt und schließlich umgebracht wird. Auch einige Generationen später sind die Bauern Korbach keinen Deut menschlicher geworden. Rangnick rutscht nicht zu sehr ins Übersinnliche ab, seine Mathilde mit ihren Vorahnungen ist einem beim Lesen ans Herz gewachsen. Das der Korbach immer wieder alle "Unfälle" überlebt ist dann zwar schon bissi übertrieben, passt aber in die Geschichte. Fazit: immer wieder sehrgerne!!! weiterlesen
gut erzählt
Mir war anfangs nicht bewußt, den 6.Teil einer Reihe zu lesen. Dem entsprechend hatte ich mich gewundert, dass die Charaktere nicht umfassend beschrieben wurden. Ich musste quasi meine eigene Fantasie dazunehmen, um ihnen Farbe zu verleihen. Die Geschichte selbst ist aber sehr spannend beschrieben. Zwar ist es an so manch einer Stelle vorhersehbar, aber der gute Erzählstil macht das wieder wett. Dazu kam noch eine sehr gelungene Prise Humor, was mir sehr gut gefallen hat. Ich kann dieses Buch in der Tat empfehlen. weiterlesen
Bauernschädel
Gesamtdarstellung: Umfang:256 Seite Erscheinungsdatum/Verlag: 12/10 List Taschenbuch Autor:Joachim Rangnick Cover: passend, altes Bauernhaus Fenster Inhalt/Darsteller: Rückblick: Ein armer Bub geht zu einem reichen Bauern als Hüterbub und erleidet dabei ein schreckliches Schicksal. Die Nichte von Mathilde will mit ihrem Ehemann ein altes Gehöft im Allgäu kaufen. Von ihrer Cousine wird sie gebeten, sich das alte Haus anzusehen, denn sie weiß von Mathildes Fähigkeiten als „Seherin“. Nachdem Mathilde sich bei ihrem Rundgang ein seltsames, negatives Gefühl einstellt, erzählt sie Kommissar Walcher, bei dem sie als Haushälterin arbeitet von ihren Feststellungen. Dieser beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf Brutalität und kriminelle Machenschaften, welche immer noch andauern. Darstellungsform/Sprache Aufgrund der schriftlichen Darstellung der Gedanken ist die Erzählung sehr genau und präzise. Ein Rückblick in die Vergangenheit wird durch Briefe veranschaulicht. Die Einzelkapitel sind mit Überschriften versehen. Einbau in Zusammenhänge: Der Regionalkrimi lebt vom Glauben und Aberglauben wie er in Bayern Tradition war, und besonders in den bayerischen ländlichen Gebieten noch sehr lange gepflegt wurde. Dabei spielte auch die Mystik eine große Rolle und wurde eigentlich aus dem germanischen Glauben übernommen. Viele christliche Bräuche haben ihren eigentlichen Ursprung in diesen Ritualen. Das Böse- wird besonders hervorgehoben, der Exorzist und Teufelsaustreibung waren in den siebziger Jahren aktuell und umstritten. Besonders die Darstellung des Bauernstandes in der damaligen Zeit ist sehr treffend. Der Bauer war der Alleinherrscher und hatte das Sagen. Die eigene Ehefrau, Kinder und vor allem das Personal hatte sich unabdingbar unterzuordnen und zu fügen. Mägde waren Eigentum des Bauern und wurden sehr häufig missbraucht, die dabei erzeugten Kinder wurden auf dem Hof mitversorgt. Es gab keine Arbeitszeitregelungen- gearbeitet wurde rund um die Uhr, mit Ausnahme der kirchlichen Feste. Kritik: Der Autor stellt die Ereignisse sehr authentisch dar. Die Umschreibung des brutalen groben Bauern war in vergangenen Zeiten alltäglich. Verbrechen aus der Vergangenheit in der Gegenwart als Kriminalfall zu konstruieren ist dem Autor gut gelungen, wenngleich die Figur des brutalen Mörders und die Handlung, zwar kreativ aber dennoch sehr unwirklich ist. Vor allem das Ende und der Tod des Mörders sind schon ziemlich Heimatfilm- monströs, und passen eher zu einem Gruselfilm als in einen Regionalkrimi.Wobei diese Darstellung durchaus nicht mehr nötig gewesen wäre. Der Ort des Verbrechens, ein alter Hof ist dagegen sehr gut gewählt, ebenso ist die Darstellung der Vergangenheit, welche nach und nach freigegeben wird. Spannung ist von Anfang an gegeben, da der Krimi nicht, wie üblich mit einem Mord der Gegenwart beginnt, sondern mit einem Rückblick und das eigentliche Verbrechen erst im Laufe der Ermittlung geschieht. Die übersinnlichen Momente haben noch genügend Bodenhaftung und gehören ebenfalls zu dieser Gegend, wenngleich fast schon vergessen. Der Regionalkrimi ist besonders allen empfehlenswert, die auch gerne solche Heimat- Fernsehspiele aus dem Ober- Niederbayerischen Raum sehen und sowohl mit dem Landschaftsstrich als auch der regionalen Situation vertraut sind. m-h- weiterlesen

