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Inhalt
In Luisas Leben geht gerade alles drunter und drüber. Sie ist totunglücklich. Ihr kleiner Bruder Fabian ist gestorben und schon nach einer Woche haben ihre Eltern beschlossen alle Zelte in Hamburg abzubrechen und nach Berlin zu ziehen. Neue Wohnung, neue Möbel. Alles aus ihrem alten Leben wird verbannt. Das schlimmste daran ist das Luisa jetzt nicht mal ein Ort hat an dem sie um Fabi trauern kann. Ihre Eltern versuchen sie aus allem rauszuhalten um ihren Schmerz so gering wie möglich zu halten. Aber genau das gibt Luisa auch noch das Gefühl überhaupt nicht mehr beachtet zu werden und überflüssig zu sein.
Auf der Suche nach Einsamkeit streift Luisa durch die Parks in Berlin. Dabei hat sie immer öfters das Gefühl das sie von einem Hund verfolgt wird. Luisa ist das Leben überdrüssig und als sie im Park einen Turm entdeckt beschließt sie dort hochzugehen und sich das Leben zu nehmen. Doch als sie springen will packt sie plötzlich jemand vom hinten am Arm und hält sie zurück. Dieser stellt sich als Thursen vor und ringt ihr das Versprechen ab am Leben zu bleiben. Kurz darauf verschwindet er wieder und Luisa ist wieder allein. Ab diesem Moment beginnt sie Thursen zu suchen.
Nach einer ewig langen Suche findet sie ihn im Wald. Aber er ist nicht allein. Andere Jugendliche und Wölfe sind auch noch bei ihm. Nach und nach erfährt sie was es mit Thursen und den Werwölfen auf sich hat. Mit jeder Verwandlung wir Thursen mehr zum Tier und es strengt in sehr an sich überhaupt noch zurück in einen Menschen zu verwandeln. Hat Thursen überhaupt eine Chance Mensch zu bleiben? Luisa würde alles dafür tun und versucht einen Ausweg für ihn zu finden denn sie will ihn nicht verlieren
Meinung
Die Verborgenen ist der erste Teil einer neuen Fantasyreihe. Der Schreibstil von Nora Melling ist sehr einfach und die Sätze sind ziemlich kurz. So liest sich das Buch sehr schnell durch was mir eigentlich ganz gut gefallen hat. Eine düstere Geschichte mit viel Tiefgang. Es geht um die Gefühlswelt von Jugendlichen und wie diese mit ihren verschiedenen Problemen wie Trauer, Angst, Liebe oder Mobbing umgehen. Die Idee der Geschichte rund um die Werwölfe fand ich gut da Nora Melling von den ganzen Klischees die man darüber hat abweicht. Die Hauptfigur hat mir gut gefallen und auch die anderen Figuren in diesem Buch wurden immer gut beschrieben und man konnte mit jedem einzelnen mitfühlen. Das Ende der Geschichte fand ich gut denn die ganze Zeit als ich das Buch gelesen habe habe ich gehofft das es so ausgeht.
Ein wirklich guter Auftakt und sehr empfehlenswert, nicht nur für Jugendliche. Der zweite Teil, die Wächter, liegt schon bereit. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.
Die Geschichte von Luisa und Thursen wird in der Ich-Form von Luisa geschrieben. Dies ermöglicht eine gute Identifikation mit der Protagonistin, aber auch in Thursen kann man sich gut einfühlen, da auch er einen hohen Anteil an der Geschichte hat. Man liebt und leidet mit, spürt ihre Zuneigung, Verzweiflung und Zerrissenheit. Nahezu alle handlungsrelevanten Romanfiguren, nicht nur Luisa und Thursen, haben ein vielschichtiges Wesen und wirken sehr authentisch.
Der Schreibstil ist flüssig, die oftmals kurz gehaltenen Sätze erzeugen eine rasante Handlung und transportieren das Wechselbad der Gefühle auf sehr gute Art und Weise.
Die Geschichte lebt in vielen Teilen von der aufkeimenden, schicksalbehafteten Liebe zwischen Luisa und Thursen. Die Autorin versteht es sehr gut, diese Liebe nicht kitschig, plump oder aufdringlich erscheinen zu lassen, sondern zart, romantisch und trotzdem ausdrucksstark.
Auch wenn die Handlung vorhersehbar erscheint, gibt es Überraschungen und – zumindest für mich – ein unvorhergesehenes Ende. Dadurch bleibt das Lesen spannend.
Ein gutes Jugendbuch, dass aber auch erwachsene Leser anspricht.
Luisa ist 17 Jahre alt, als ihr kleiner Bruder stirbt. Ihre Eltern ziehen deshalb überstürzt von Hamburg nach Berlin, was es Luisa, die mit der gesamten Situation eh schon überfordert ist, nicht einfacher macht. Sie sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben und will sich umbringen. In letzter Sekunde wird sie von einem Jungen gerettet, dem sie versprechen muss niemals Selbstmord zu begehen. Thursen erscheint ihr fremdartig, geheimnisvoll aber auch faszinierend. Die beiden verlieben sich in einander, allerdings ist Thursen ein Werwolf, und jede Rückverwandlung in einen Menschen wird immer schwieriger für ihn, bis er irgendwann ganz Wolf sein wird. Muss Luisa schon wieder einen geliebten Menschen verlieren?
"Eine Liebe, stärker als der Tod"
(Klappentext)
"Ich kämpfe um jeden Tag, den ich dich noch habe."
(Seite 154)
In Luisas Familie ist nichts mehr, wie es einmal war, seit ihr kleiner Bruder starb. Mit ihren Eltern zieht sie nach Berlin um, doch auch die neue Umgebung hilft nicht, Luisa verliert allen Lebensmut. Dann begegnet ihr im Wald der geheimnisvolle Thursen, der eine ganz besondere Beziehung zu einem ebenfalls im Verborgenen lebenden Wolfsrudel hat. Kurz darauf findet Luisa heraus, dass Thursen ebenfalls ein Wolf, genauer gesagt, ein Werwolf, ist, ebenso wie die restlichen Mitglieder des Rudels. Doch das schreckt sie zuerst einmal nicht ab, besonders, da sie erkennt, dass Thursen ebenfalls große familiäre Probleme gehabt haben muss. Sie fängt an, über ihn zu recherchieren. Gleichzeitig spitzt sich aber ihre eigene Situation sehr zu, Luisa schwänzt die Schule, ist auf dem Weg zu einer Essstörung, bleibt über Nacht im Wald. Dazu kommt, dass auch die Wölfe ein Problem haben. Zum einen wurde ein Mitglied des Rudels erschossen, weil der Jäger es für einen wildernden Hund hielt, außerdem bewirken die Verwandlungen, dass sie mehr und mehr ihre menschliche Seite vergessen. Für Luisa scheint es, als gäbe es keine Zukunft mit Thursen, dabei liebt sie ihn doch so …
Da es sich hier um einen young adult aus der Feder einer deutschen Autorin (und noch dazu einen Debütroman) handelt, hatte ich keine großen Erwartungen. Die wurden allerdings noch deutlich unterboten, denn weder Schreibstil, noch Geschichte oder die Figuren vermochten mich zu überzeugen. Nora Melling schreibt in Ich-Form, was ich ja sowieso schon nicht mag, aber hier ist es zusätzlich daneben, da es ihr nicht gelingt, ihrer Protagonistin eine wirklich überzeugende Stimme zu geben. Der Schreibstil ist lahm, klingt oftmals holprig, Spannung kommt nicht auf.
Was die Figuren angeht, so fehlt allen Profil. Luisas Probleme werden nicht näher thematisiert, es wird erwähnt, dass sie stark abgenommen hat, Probleme mit dem Essen hat – und später ist es kein Thema mehr. Thursen hat Narben, weil er sich selbst geritzt hat – auch das kommt nicht mehr zur Sprache. Im Rudel geht sterben schnell, entweder durch Außeneinwirkung oder Suizid – auch was mit den einzelnen Rudelmitgliedern wird, erfährt der Leser nicht.
Was die Liebesgeschichte angeht, so gibt es keine. Luisa ist zwar verliebt in Thursen, das kann man aber weder mitfühlen n och nachvollziehen, zumal Thursen nun wirklich nicht der strahlende Held ist, der bei Büchern dieser Art Usus ist. Da in Sachen Liebe sowieso nichts läuft und es so simpel geschrieben ist, kann man es bedenkenlos auch Zwölfjährigen in die Hand geben. Die stören sich vermutlich auch nicht an den von mir aufgeführten Kritikpunkten.
Mich konnte es jedenfalls absolut nicht überzeugen. Das Schönste an dem Buch ist das Cover. Da wurde sich wirklich Mühe gegeben und es ist ein toller Hingucker.
Luisas kleiner Bruder Fabian ist an Krebs gestorben. Die Familie zieht von Hamburg nach Berlin. In der neuen Umgebung erinnert nichts mehr an Fabian - zu groß ist der schmerzliche Verlust. Luisa braucht aber dringend einen Ort, an dem sie an ihren Bruder denken und um ihn trauern kann. Die Eltern geben ihr keinen Rückhalt, da sie mit sich selbst und der eigenen Trauer beschäftigt sind. An ihrem siebzehnten Geburtstag beschließt Luisa der Qual ein Ende zu setzen und von einem Turm in den Tod zu springen. Thursen, ein geheimnisvoller Junge, kann das im letzten Moment verhindern. Er nimmt Luisa das Versprechen ab, keinen erneuten Selbstmordversuch zu unternehmen. Luisa kann Thursen einfach nicht vergessen und deshalb macht sie sich auf die Suche nach ihm. Dabei kommt sie einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur: Thursen kann sich in einen Werwolf verwandeln und lebt mit seinem Rudel im Berliner Grunewald. Obwohl Thursen und Luisa in verschiedenen Welten leben, ist Thursen der einzige, der Luisas Schmerz verstehen und ihr bei der Bewältigung ihrer Trauer helfen kann. Zwischen den beiden entsteht eine enge Vertrautheit. Doch für Thursen wird die Zeit knapp, denn schon bald werden die letzten Erinnerungen an sein menschliches Leben verblasst sein und dann wird Thursen seine menschliche Gestalt nicht mehr annehmen können....
Meine Meinung
Nora Mellings Debütroman erzählt eine fantastische Geschichte aus der Sicht der siebzehnjährigen Luisa. Durch die verwendete Ich-Form taucht man direkt in Luisas Gedanken und Gefühle ein. Der Autorin gelingt es hervorragend Luisas Trauer und ihre Zerissenheit zu beschreiben. Ihre tiefen Gefühle werden glaubhaft vermittelt. Man fühlt beim Lesen förmlich die Verzweiflung des jungen Mädchens. Nicht immer kann man ihre Handlungen nachvollziehen. Doch sie ist ein typischer Teenager und lässt sich zu spontanen und manchmal eher kopflosen Worten und Taten hinreißen. Das lässt sie nicht immer sympathisch erscheinen, doch sie wirkt dadurch sehr lebendig und authentisch.
Aufgrund der Inhaltsbeschreibung könnte man vermuten, dass es sich um einen klassischen Werwolf-Roman handelt, bei dem sich die junge Heldin unsterblich in einen unerreichbaren und blutrünstigen Werwolf verliebt. Doch Nora Mellings Wolfsrudel unterscheidet sich deutlich von den sonst bekannten Werwölfen. Es lebt im Berliner Grunewald und besteht aus facettenreichen Mitgliedern. Jeder Werwolf hat ein hartes Schicksal hinter sich und eine Entscheidung getroffen, wie er sich damit arrangieren kann. Nora Melling gelingt es auch hier schwierige Themen mit der nötigen Sensibilität zu verdeutlichen und aufzuzeigen, dass zwischen einer strikten Aufteilung von "schwarz" und "weiß" auch mal einige Grautöne nötig sind. Die aufkeimende Liebe zwischen Luisa und Thursen drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund der Geschichte. Sie ist zwar deutlich spürbar, doch andere Themen sind gleichberechtigt und lassen die Erzählung dadurch nicht zu seicht wirken.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man taucht in die Handlung ein und stellt erstaunt fest, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Man darf dabei allerdings auch nicht vergessen, dass sich die Geschichte eher an eine jugendliche Zielgruppe richtet und dass der Stil deshalb etwas einfacher gehalten ist. Das ist allerdings nicht negativ gemeint, denn genau das passt zur Geschichte und lässt sie so lebendig wirken. Die Gefühle werden dennoch einfühlsam geschildert und die Handlung regt zum Nachdenken an, ohne dass man dabei den Eindruck hat, mir dem erhobenen Zeigefinger ermahnt zu werden. Obwohl man manchmal das Gefühl hat, dass es nicht recht vorangeht, ist die Handlung doch durchgehend interessant. Das Ende hat in puncto Spannung einiges zu bieten, dadurch nimmt das Geschehen nochmal deutlich an Fahrt auf.
Obwohl ich sicher nicht mehr zur jugendlichen Zielgruppe zähle, habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten und das gesamte Buch innerhalb weniger Stunden regelrecht verschlungen. Ich freue mich deshalb schon sehr auf die angekündigte Fortsetzung und werde die Reihe sicher weiterverfolgen.
Mich das Buch nicht besonders überzeugt. Hab mir eigentlich ne schöne Liebesgeschichte zu dem Titel ausgedacht, aber nun ja sie war irgendwie für mich nicht so gut.
Nach dem ihr Bruder gestorben ist, geht für Luisa eine Welt, ihre Eltern fliehen vor der Vergangenheit. Sie will nur noch eins Sterben. Als sie Selbstmord begehen will, begegnet sie Thursen. Sie folgt ihm an einen Ort im Wald. Hier hat es Menschen und Wölfe, sie alle wollen nur eins vergessen, auch Thursen. Er verwandelt sich immer mehr zum Wolf und bleibt kaum noch Mensch. Luisa kann ihn nur retten wenn sie ihm seine Erinnerungen zurückbringt. Das schafft sie in letzter Sekunde und hält ihn davon ab für immer zu vergessen, für immer ein Wolf zu sein.
Auch die Charaktere werden allesamt liebevoll umzeichnet. Es dauert zwar grade bei Thursens Freunden ein paar Seiten, bis man allen Namen jemanden zuordnen kann, aber dafür sind sie alle etwas Besonderes mit einer eigenen Geschichte, die deutlich macht, warum sie zu dieser Gruppe gehören. Ausfallend gut hat mir zudem das kleine Nachbarsmädchen von Luisa gefallen, die irgendwie einen süßen Farbklecks in der Geschichte dargestellt hat und bei der Entwicklung Luisas keine unerhebliche Rolle spielt.
Besonders ist außerdem Nora Mellings außergewöhnlicher Schreibstil. Die Geschichte im Präsens zu lesen ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, ebenso wie die kurzen Sätze, aber sonst zeugt der Stil von Detailliebe und Einfühlungsvermögen. Die düster melancholische Atmosphäre, die dadurch in „Schattenblüte“ geschaffen wird, könnte besser gar nicht passen und bereitet Herzklopfen. Als Leser fühlt und hofft man mit Luisa hautnah und uneingeschränkt mit, ja der Schreibstil passt sich sogar ihrer Entwicklung an und wechselt von kurz und traurig in Richtung lebhaft und farbig.
Für mich riecht sie, wie viele Kinder riechen. Nach frischer Luft und Schokolade und Kitzellachen und bunten Kleidern. Nach Fahrrad und Aprikosen. Manchmal süß und rosa vom Prinzessinnenspiel. Manchmal, an dunklen Kuscheltagen, riecht sie wohl eher nach Teddybär.
(Schattenblüte: Die Verborgenen S.317)
Originell ist vor allem die Idee der Werwölfe, die Nora Melling hier schafft. Von den Lykanthropen, die bei Vollmond zu reißenden Monstern werden oder der aktuellen Trendversion des sexy Tiers im Manne wurde hier passenderweise Abstand genommen. Jugendliche, die sich aus den verschiedensten verzweifelten Gründen in Wölfe verwandeln, um ihr Leid zu vergessen, ist außergewöhnlich und neu, und hat mich absolut begeistert.
Fazit:
Insgesamt hält „Schattenblüte“ viele tolle Momente und auch Überraschungen bereit. Es ist eine poetische, düstere und spannende Geschichte, deren Hauptaugenmerk weniger auf der Fantasy, vielmehr aber auf den Gefühlen der Charaktere beruht und damit das Herz berührt!
„Schattenblüte“ ist der Debütroman von Nora Melling.
Es geht um Luisa die durch den Tod ihres Bruders einen wichtigen Halt in der Familie verliert. Ihre Eltern ziehen Hals über Kopf mit ihr von Hamburg nach Berlin und Luisa ist sehr einsam und allein. Als sie im Grunewald ihrem Leben ein Ende setzen will, ist dort auf einmal dieser Junge. Thursen. Er gibt ihr alles was sie in der letzten Zeit vermisst hat, aber er hat auch ein Geheimnis.
Erst einmal liebe ich diesen Namen: Thursen. Ich finde ihn so schön!!!
Aber das hat ja mit meiner eigentlichen Rezension nichts zu tun. „Schattenblüte“ hatte ich schon vor der Veröffentlichung als kurze Leseprobe testen dürfen und war damals recht begeistert von den ersten Seiten. Nun habe ich das Buch komplett gelesen und bin nicht mehr ganz so überzeugt.
Die Geschichte an sich kennt man in der letzten Zeit ja genügend. Verletztes Mädchen lernt mysteriösen Jungen kennen und verliebt sich. Aber hier war es für mich leider so, dass ich mit dem Hauptpersonen, sprich Luisa und Thursen wenig anfangen konnte. Es kam keine Wärme rüber. Ständig haben sie sich gestritten und die Nähe wie z.B. in den Büchern von Stephenie Meyer oder Lynn Raven hat für mich gefehlt. (Es gab keine Bella-und Edward- oder Dawn-und-Julien-Gefühle)
Den Anfang und das Ende fand ich aber recht unterhaltsam und spannend. Im Mittelteil wollte ich das Buch fast abbrechen, denn es passierte einfach zu wenig. Sollte ich die folgenden Bücher der Trilogie (?) günstig erwerben können, werde ich bestimmt weiterlesen um zu erfahren wie es weitergeht, denn das interessiert mich nun doch, aber es ist halt keine Pflichtlektüre für mich.
Schattenblüte hat seine Höhen und Tiefen. Besonders gut finde ich die Charakterdarstellungen von Luisa und Thursen. Beide harmonieren miteinander von der ersten Seite an in der sie aufeinander treffen. Die Liebe, die zwischen den Beiden entsteht, ist ein Pfad der Hoffnung. Luisa schöpft so neuen Lebensmut und auch Thursen findet einen Sinn. Er ist ihr Anker, sie derseine. Sehr gefühlvoller Auftakt für eine Reihe!
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Die Handlung trotz des Themas in sich schlüssig.
"Ich weiß, dass mir nichts angehört als der Gedanke, der ungestört aus meiner Seele will fließen, und jeder günstige Augenblick, den mich ein liebendes Geschick von Grund aus lässt genießen." (Goethe)
Der unverblümte, direkte Schreibstil hat mich überzeugt
Die Autorin schafft es die Liebesgeschichte zwischen Luisa und Thursen romantisch und ergreifend darzustellen ohne kitschig oder überladen zu wirken.
Nur der innerliche Zwiespalt von Luisa und auch den von Thursen hätte man deutlich besser darstellen können. Diese werden immer nur angekratzt ohne Klarheit zu bringen.
Ebenso hätte ich mir gewünscht, wenn Nora Melling auf das „Drumherum“ ausführlicher eingegangen wäre.
Absolut überzeugend und ohne jeglichen Kritikpunkt ist die Buchaufmachung: eine reine Augenweide!
Sicherlich schwimmt Nora Melling mit „Schattenblüte“ auf der Welle der Jugend-Romantik-Fantasy-Bücher mit und beinhaltet nichts bahnbrechendes oder gar neues, dennoch empfand ich dieses Buch als absolutes Lesevergnügen.
Ich fand dieses Buch war sehr schön und spannend!
Als am Anfang Luisas Geschichte erzählt wird war ich sehr ergriffen. Durch den tollen Schreibstil der Autorin konnte ich mich sehr gut in die Hauptrolle hineinversetzen und mit ihr gemeinsam leiden und durch diese Geschichte gehen! Durch das auftauchen von Thursen wurde das ganze sehr interessant, wobei mich das alles dann auch etwas an die Biss Reihe erinnerte! Trotzdem war es ein sehr schönes Buch mit einem Happy End der anderen Art!
Und dann, zum ersten Mal seit wir uns kennen, sieht er richtig glücklich aus. Strahlt seine stille Freude zu mir, hell wie die Sonne am Morgen.
Und ich leuchte zurück, spiegle, breche seinen Glanz in tausendfache Farben. Fühle, wie meine Seele vor Glück brennt. Ich möchte diesen Augenblick festhalten, für immer. Jede Sekunde mit Thursen ist kostbar. Irgendwann wird er Wolf werden, mich verlassen, mich vergessen. Aber nicht jetzt, nicht heute. In diesem Moment ist er da. Ganz da, ganz bei mir. Mehr als er es jemals war. Er ist mir nahe, denn er hat mir vertraut, sich mir offenbart, mir gesagt, was er ist. Dieser Augenblick, in dem wir zusammen sind, er mich anlächelt so voller Glück, ist umso wertvoller, da er vergehen wird. Sein Gesicht, sein Lächeln ist so kostbar, weil es schon bald für immer verschwunden sein wird, hinter dem struppigen Gesicht des Wolfs, der in ihm wohnt.
(Seite 129)
Nach dem Tod von Fabi(an), Luisas jüngerem Bruder, ist die Familie mehr oder weniger Hals über Kopf von Hamburg nach Berlin gezogen und hat alles in der Hansestadt zurückgelassen, was an den Jungen erinnert hat. Für Luisa ist das Leben in Berlin unerträglich, sie vermisst ihren Bruder und wird überall an ihn erinnern, ihre Eltern nehmen sie nicht mehr wahr und hören ihr nicht zu. Deshalb beschließt Luisa an ihrem siebzehnten Geburtstag, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Ein abgesperrter Turm, der wegen seiner Einsamkeit seit Langem zu ihren Lieblingsplätzen gehört, soll sie aus diesem Leben holen und wieder zu ihrem geliebten Bruder bringen. Auf dem Weg dorthin folgt ihr ein Hund, der ihr auch in den letzten Tagen schon des Öfteren nachgestellt hat, worüber Luisa sich zwar wundert, doch an diesem Tag ist ihr alles egal. Sie möchte einfach nicht mehr leben, was soll sie sich da an einem Hund stören? Auf den Turm wird er ihr sowieso nicht folgen können, und tatsächlich: Als sie oben steht und in den Abgrund schaut, ist nichts mehr von dem schwarzen Zottelfell zu sehen. Doch als sie schließlich den entscheidenden Schritt gehen möchte, hält sie jemand mit eisernem Griff fest und zieht sie vom Geländer und der Gefahr des Absturzes weg.
Thursen nimmt Luisa das Versprechen ab, alles zu tun, um am Leben zu bleiben. Nach anfänglichem Sträuben und Zetern stimmt sie schließlich zu – und der Junge geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder sucht sie die Gegend auf, in der der Turm steht und Thursen sie gerettet hat. Und immer wieder taucht da wieder dieser zottelige Hund auf, der Thursen gehören muss. Doch als sie den Spuren folgt und mitten im Wald auf ein Wolfsrudel trifft, stößt sie dabei auf ein Geheimnis, das ihr Leben ein weiteres Mal verändern wird: Thursen ist ein Werwolf und verliert mit jeder Verwandlung zum Menschen und zurück mehr von seinem Erinnerungsvermögen. Weil er schon lange Werwolf ist, fällt ihm die Verwandlung immer schwerer und an seine Vergangenheit kann er sich so gut wie gar nicht mehr erinnern. Luisa beginnt damit, Nachforschungen anzustellen, um den Erinnerungsverlust zu stoppen und ihre Zeit mit Thursen um jeden Preis zu verlängern. Dabei werden ihr mehr als einmal Steine in den Weg gelegt – und ist ihre Entscheidung, Thursen um ihretwillen retten zu wollen, überhaupt die richtige für alle Beteiligten? Oder bringt sie nur alles in Gefahr, was ihr noch etwas bedeutet?
Teenager-Liebe im Werwolfformat – eine wirklich neue Idee bringt Nora Melling mit Schattenblüte: Die Verborgenen definitiv nicht auf den Markt. Trotzdem wird der Leser schon allein durch die optische Aufmachung des Buches neugierig gemacht und in den Bann gezogen – was erwartet den Leser hier?
Allen Punkten voran eine detailreiche Beschreibung der grünen Ecken Berlins, im Speziellen des Grunewaldes. Ideal für alle, die endlich eines Besseren belehrt werden möchten in Bezug auf die angebliche Betonwüste der deutschen Hauptstadt. Trotz der schier unglaublichen Abneigung Luisas gegen diese Stadt, in die ihre Eltern sie nach Fabians Tod geschleppt haben, gelingt es der Autorin durch ihre Protagonistin, Berlin in einem liebevollen Licht erstrahlen zu lassen, sodass gerade den Lesern, die die Stadt kennen, das Herz in den Beschreibungen bekannter Orte aufgeht. Hier sammelt die Autorin sofort Pluspunkte und überzeugt durch originalgetreue Bildhaftigkeit.
Nicht ganz so gelungen hingegen ist der inhaltliche Teil. Mitunter bekommt man den Eindruck, dass Nora Melling selbst nicht so genau wusste, wie sie ihre Charaktere, allen voran Luisa, gestalten soll. Der nachvollziehbare Zwiespalt, in dem die Protagonistin sich befindet, wird unzureichend dargestellt, obwohl er ständig in Erwähnung gelangt. An mehreren Stellen möchte man sich Luisa greifen und sie anbrüllen, sie möge sich doch endlich einmal für eine Seite, für einen Weg entscheiden. Dadurch gestaltet sich das Hineinversetzen eher schwierig, was sich auch auf das Verhalten in der Familie allgemein überträgt. Luisa bleibt tage- und teilweise auch nächtelang weg, ohne dass es jemandem aufzufallen scheint. Und sie selbst macht sich darüber auch keine Gedanken – von einem siebzehnjährigen Mädchen, also einer fast erwachsenen Frau, kann man ein wenig Verantwortungsbewusstsein schon erwarten. Sicherlich ist das Gehirn durch die Gefühle, die Thursen in Luisa auslöst, und die Sorgen, die sie sich um ihn macht, und die Angst ihn zu verlieren, die sie hat, hin und wieder mal außer Gefecht gesetzt, doch insgesamt erscheint sie sehr unreif und vor allem unausgeglichen zu sein. Hier wäre es interessant zu erfahren, wie Luisa vor dem Umzug nach Berlin, vor dem Tod ihres Bruders war. Denn der Verlust eines geliebten Menschen verändert oftmals die Persönlichkeit, doch in Schattenblüte: Die Verborgenen ist dies nur unzulänglich nachvollziehbar.
Als Auftakt einer mehrteiligen Reihe eignet sich das vorliegende Buch hingegen sehr gut. Man lernt das Umfeld kennen und kann sich ein Bild der agierenden Charaktere machen. Einige Stolperstellen in allen Bereichen können bei weiteren Bänden ausgemerzt werden und der eine oder andere Charakter, der die Neugier geweckt hat, erhält hoffentlich die Chance, mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu können und noch ein bisschen mehr ausgearbeitet zu werden. Durch das in sich zwar abgeschlossene, als Serienteil aber offene Ende hält Nora Melling sich mehrere Wege für Fortsetzungen offen – man darf gespannt sein, für welche(n) sie sich entscheidet und was die Leser weiterhin erwarten wird.
Fazit:
Optisch betrachtet ist Schattenblüte: Die Verborgenen bereits eine wahre Augenweide. Leider verbessert die Aufmachung des Buches nicht den Inhalt, der auch nach längerem Wirkenlassen nicht wirklich überzeugen kann. Erkennbares Potential in allen Bereichen hinterlässt jedoch Hoffnung auf die Folgebände, in denen sowohl Story als auch Charaktere weiter wachsen könnten.
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Der Sprung über den eigenen Schatten gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.
(unbekannt)
Dieses Buch hat wirklich mal einen ganz andere Geschichte, als man sie sonst von Werwölfen kennt.
An manchen Stellen der Geschichte war ich zu Tränen gerührt. Die Geschichte besteht ja gleich aus mehreren Dramen, wo ein Schicksal erschreckender ist, als das andere. Es geht zwar am Schluss gut aus für die Hauptpersonen aber zwischendrin gibt es immer wieder harte Tiefpunkte die echt Schocken.
Das Buch ist echt lesenswert. Nur sollte man in einigermaßen guter Stimmung sein, sonst kann einen die Geschichte richtig runterziehen.
Um eine ganz neue Auslegung der Werwolflegenden geht es in dem Buch "Schattenblüte". Nora Mellings Werwölfe sind Jugendliche, die in dieser Welt ihren Platz nicht gefunden haben. An der Gesellschaft resigniert, leben sie im Berliner Grunewald. Mit jeder Verwandlung in einen Wolf lassen sie den Kummer, den Schmerz, aber auch ihre Menschlichkeit zurück, bis zu dem Punkt, an dem sie sich selbst verloren haben. Als Luisa nach dem Tod ihres Bruders mit ihren Eltern nach Berlin zieht, sucht auch sie den Grunewald immer öfter auf, ohne jedoch zu wissen, was dort vor sich geht. Dann trifft sie auf Thursen... Nora Melling hat eine interessante Geschichte entworfen. Werwölfe, die sich aus Trauer und Kummer verwandeln und beieinander eine neue Familie finden, das hat schon was. Dieser Kummer findet sich aber ununterbrochen im Schreibstil der Autorin wieder. Die Protagonisten sind zu jeder Sekunde der Geschichte depremiert, nicht einmal die Liebesgeschichte heitert das Ganze etwas auf. Sie hilft den beiden lediglich, das Leben besser zu ertragen. Ich wurde das Gefühl nicht los, die Protagonistin ergeht sich nicht nur in Kummer, sie sucht ihn auch förmlich. Alles wird ihm untergeordnet und so kam es mir vor, als wäre nicht nur Trauer, sondern auch gewollter Weltschmerz ihr ständiger Begleiter. So konnte ich auch nicht nachvollziehen, warum sie Thursen unbedingt wieder in sein menschliches Leben zurückbringen wollte, immerhin fand sie es selber kaum zu ertragen. Das die Geschichte im Präsens geschrieben ist, machte den Roman noch ein bisschen sperriger. Insgesamt bestimmt ein Buch für Freunde der Urban Fantasy, aber nichts für lange, dunkle Winterabende.
Schattenblüte von Nora Melling ist für mich sehr schwer zu beurteilen, da ich mich einfach nicht entscheiden kann, ob ich das Buch gut oder nicht gut fand. Fangen wir mal mit den positiven Aspekten an: Sehr gut gefiel mir der leicht düstere und hoffnungslose Ton der in der Schreibweise stets hervorstach. Auch dass man immer wieder automatisch weitergelesen hat , ist dem ( denke ich ) sehr guten Sprachgebrauchs zu verdanken.
Was mich jedoch etwas negativ beeinflusste, war die leicht monotone Handlung, die nicht sehr viel Spannung bot. Auch die etwas träge dahinfließende Liebesbeziehung zu den beiden Hauptcharakteren hat mich etwas gelangweilt. Jedoch haben einige Verluste des Rudels meine Aufmerksamkeit wieder heraufgezogen, und auch einige Tränen meinerseits wurden vergossen.
Sehr schön wie die Trauer einem überrolte, die wie gesagt am besten im Buch herübergebracht wurde, genauso wie die Verzweiflung, Angst und Hoffnungslosigkeit der gematerten Seelen, die ihr Dasein lieber als Wolf verbringen wollen, als den Schmerz ihres Lebens weiterhin als Mensch ertragen zu müssen. Daher nehmen sie es auch in Kauf, dass ihr Leben nicht nur verkürzt wird (da die Wölfe nicht so lange leben) , sondern auch dass sie ihre Vergangenheit auf kurz oder lang komplett vergessen. Aber das wollen sie ja auch: Vergessen. Doch als Luisa auf den Jungen Thursen trifft, ändert sich nicht nur für sie ihr Leben, nein auch für ihn beginnt damit ein neuer Kampf...der Kampf die Zeit des Menschsein zu verlängern, um mehr Zeit mit seiner Liebsten verbringen zu können. Auch Luisa hat nun eine Aufgabe, und wird so von ihrem Kummer über den Tod ihres kleinen Bruders abgelenkt, denn sie muss versuchen den Fluch aufzuheben, der über Thursen lastet. Einzige Hoffnung besteht dadurch, dass er sich wieder an sein früheres Leben erinnert, doch es stellt sich mehr als schwer für Luisa heraus, näheres herauszufinden und das auch noch rechtzeitig, bevor er für immer ein Werwolf wird...
Allem in einem ein Buch das einem wirklich unterhält, und dass man meiner Meinung nach lesen kann, jedoch wird es nicht wirklich langfristig in meinem Gedächtnis bleiben....und das obwohl ich keiner von der "Verborgenen Clique" bin :-)
Ach ja nebenbei bemerkt finde ich das Cover sehr erwähnenswert, dass mich nicht nur mit der Optik sondern auch mit dem Material des Romanes beeindruckte.
Inhalt:
Luisas Welt geriet ins wanken als vor 4 Monaten ist ihr jüngerer Bruder Fabian an Krebs starb. Seit dem, ist für das junge Mädchen nichts, wie es einmal war. In einer neuen Stadt, hoffen Luisas Eltern, dass ihre Tochter endlich vergisst und endlich akzeptiert. Vollkommen überfordert von der Situation, kapselt sie sich in der ungewohnten Umgebung jedoch eher von allem ab. Luisa fühlt sich einsam und verlassen und so fängt sie bald an, alleine durch die Wälder von Berlin zu streifen umd ihre Gedanken und Wünsche treiben zu lassen. Als sie schließlich auf den Aussichtsturm im Grunewald stößt, fasst sie einen Entschluss, sie will ihrem Leben ein Ende bereiten, doch ehe sie den entscheidenen Schritt wagen kann, ehe sie alles beendet, taucht ein Junge auf, wie aus dem Nichts und rettet, was fast was verloren schien...
Meinung:
Ich habe ziemlich lange gebraucht, eine Rezension zu verfassen und auch, dieses Buch zu lesen, jetzt habe ich es gelesen und stehe im eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewäöhnungsbedürftig, kurze Sätze beherrschen die Seiten, die Sprache war teilweise auch richtig "abgehackt" und so viel es mir schwerer und schwerer, einen Zugang zu der Geschichte zu finden. Jedoch die Grundidee der Autorin, ist durchaus gut und auch das Cover verspricht mehr. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei diesem Werk entweder die Leser geben wird, die hin und weg sind oder jene, denen es wir mir, eher nur mittel gefällt und dazu einlädt, ein Stück unter vielen zu werden.
Noch bin ich mir unschlüssig, ob ich die Folgebände auch lesen werde Fakt ist: "Schattenblüte" bleibt in meinen Erinnerungen als eher "mittelmäßiges" Buch zurück.
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Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. [Heinrich Heine]
Leider habe ich (wir man sieht) für die Rezension ewig gebraucht- genau wie für das Buch. Es hat mir kein Stück gefallen und dadurch, dass es in Berlin spielt konnte ich mir wirklich nichts von der Geschichte wirklich vorstellen und kam somit auch überhaupt nicht rein, in die Story. Ich habe nur knapp 100 Seiten geschafft und dann aufgehört, da es mir viel zu lari fari geschrieben ist. alles hat man irgendwo schonmal gelesen und es gab wirklich nichts, was mich auch nur ansatzweise dazu bewegt hat weiterzulesen. tut mir leid..
Die 17-jährige Lusia zieht nach dem Tod ihres kleinen Bruders mit ihren Eltern nach Berlin. Lusia kann sich aber nicht damit abfinden, dass ihre Eltern alles hinter sich abbrechen wollen. Sie zieht sich immer mehr zurück, kümmert sich weder um Schule noch Familie. Als letzten Ausweg sieht sie nur den Selbstmord. Als sich sich aber von einem Turm stürzen will, kann Thursen sie gerade noch aufhalten. Sie ist fasziniert von ihm, erkennt aber nach und nach, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Langsam kommt sie hinter sein Geheimnis und das seiner Freunde. Und langsam bekommt auch sie wieder neuen Lebensmut...
Ein leises, sehr melancholisches Buch. Hat sich die Inhaltsangabe noch ganz spannend gelesen, ist dies im Buch nun nicht mehr ganz so. Gewiss, die Idee an sich ist recht nett. Allerdings entwickelt sich die Geschichte nur sehr langsam und liest sich dadurch oft etwas zäh. Das Buch hätte auch mit weniger Seiten auskommen können. Ich hatte mir ehrlich gesagt, etwas mehr "Action" erwartet, die man hier aber wohl vergeblich sucht.
Fazit: Eine langsame, ruhige Geschichte, recht melancholisch geschrieben, ohne große Aufregungen. Wer gerne Fantasy ohne viel Aktion liest, ist hier bestimmt richtig.
In dem Buch geht es um Luisa, dessen Bruder gestorben ist. Sie und ihre Familie sind in Trauer - diese ist im Buch auch sehr gut und einfühlsam beschrieben.
Während ihr Vater sich eher ablenkt, flüchtet sie vor allem in den Wald, sie fühlt sich nach ihrem Umzug nach Berlin überhaupt nicht heimisch und vermisst Hamburg und vorallem das sie nicht an das Grab ihres Bruders gehen kann.
Während einem ihrer Streifzüge durch den Wald, als sie sich das Leben nehmen will trifft sie auf Thursen - der einer Werwolf-"Familie" angehört. Und sie verliebt sich promt in ihn...
Das Buch ist super einfühlsam geschrieben. Es ist von Anfang bis Ende spannend und lässt sich daher gut in einem Rutsch lesen. Man fängt in Momenten in denen man es nicht liest, aber auch an nachzudenken...darüber was wäre, wenn man selbst alles hinter sich lassen würde, vergessen würde, was dann wäre.
Das Buch schildert ganz klar, dass man sich manchmal seinen Problemen stellen muss, und nicht vor diesen weg rennen sollte.
Nora Melling beschreibt sehr einfühlsam und ehrlich die Gefühle einer trauernde Familie. Sehr intensiv fängt sie das Zerbrechen einer Familie nach dem Tod des Sohns und kleinen Bruders ein. Die Schwester versinkt in bodenloser Traurigkeit und sieht keinen anderen Ausweg aus ihren Schmerzen, als sich das Leben zu nehmen. Ihre Eltern vergessen ihre Existenz fast vor lauter Trauer und gefangen in ihren eigenen Schmerzen.
Aber Luisa wird gerettet bevor sie springen kann und ihr Leben verändert sich grundlegend nachdem sie Thursen trifft. Langsam dringt sie in die Geheimnisse im Wald ein und erfährt einiges über eine Welt, die sie gar nicht erwartet hatte. Obwohl Luisa die Wahl hat ihre Trauer zu vergessen, möchte sie die Trauer und die Erinnerungen doch nicht loslassen. Und langsam,unmerklich beginnt ihre Seele zu heilen.
Nora Melling hat die Gabe, die Gefühle ihrer Protagonisten mit wenigen Worten sehr treffend zu beschreiben. Man taucht in Luisas Welt ein und fühlt sich so verbunden mit ihr, mit ihren Gefühlen und ihrem Wunsch, Thursen seine Erinnerungen wieder zu geben.
Ein wunderschönes Jugendbuch übers Trauern, Erwachsen werden und den eigenen Weg zu gehen!
für mich als Leserin war das Buch 'Schattenblüte.Die Verborgenen' von Nora Melling.
Inhalt:
Eine Liebe, stärker als der Tod -Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier - und die Erinnerungen an sein vorheriges Leben verblassen. Bald wird er ganz Wolf sein. Dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe würde sie alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?
Die Autorin:
Nora Melling wurde 1964 in Hamburg geboren. Schon als Kind liebte sie es, phantastische Geschichten zu erfinden. Doch erst einmal machte sie eine kaufmännische Ausbildung und zog zum Studium nach Berlin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und vier Kindern in Berlin-Zehlendorf und geht oft im Grunewald spazieren, wo sich auch ihre Werwölfe tummeln. Mit der Geschichte von Thursen und Luisa hat sie sich ihren Traum erfüllt und ihren ersten Roman geschrieben. «Die Verborgenen» ist der Auftakt einer Serie, die alle Fans romantisch-phantastischer Geschichten begeistern wird.
Meine Meinung:
Für mich war dieses Buch das Erste im Genre Fantasy. Normalerweise ist dieses Genre ja gar nicht meins .. ich habe die Leseprobe völlig unvorbelastet gelesen; ohne zu wissen, dass es in diese Richtung gehen wird. Und siehe da: es gefiel mir .. ich habe sofort Sympathie für die Jugendliche Luisa empfunden, die in ihrem jungen Leben schon so verzweifelt ist, dass sie diesem ein Ende setzen will. Sie kann den Tod ihres jüngeren Bruders einfach nicht verwinden und mit ihren Eltern, die versuchen, jede Erinnerung daran zu verdrängen, kann sie erst recht nicht reden.
In dieser Situation, tief im Berliner Grunewald, rettet der Junge Thursen ihr das Leben und bewahrt sie vor dem Sprung. Dass Thursen etwas Besonderes ist, merkt Luisa sofort. Sie kann ihn nicht vergessen und es zieht sie immer wieder in den Wald. Dort trifft sie auf ein Rudel Wölfe - Werwölfe, wie sich herausstellt, zu denen auch Thursen gehört. Die Beiden entwickeln mehr als eine Freundschaft füreinander. Als Luisa erfährt, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Thursen gänzlich zum Werwolf wird, beschließt sie, alles zu tun, um dies zu verhindern.
Fazit:
Mir als vollkommener Neuling bei dieser Art von Romanen hat das Buch von Nora Melling sehr gut gefallen. Der Schreibstill ist klar und flüssig und man hat sofort die entsprechenden Situationen und Bilder vor Augen und kann sich gut hinein versetzen. Ja, das Buch ist traurig und versetzt einen in eben diese Stimmung. Aber tun dies nicht alle Bücher im Fantasy-Bereich ? Ich denke, wenn man sich auf diese Art Roman einlässt, weiss man das und akzeptiert es auch.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nachfolgenden Romane und kann mir gut vorstellen, auch diese zu lesen ...
Da ich Schattenblüte auf jeden Fall lesen wollte, habe ich mir den Roman gekauft und auch sehr schnell durch gelesen.
Die Geschichte ist nicht unbedingt etwas absolut neues und auch nicht wer weiß wie spannend, aber trotz allem fesselnd und gut zu lesen. Der Schreibstil ist einfach gestaltet und gut zu verfolgen.
Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und teilweise wirklich fesselnd und mitreissend.
Sollte es einen Nachfolgeband geben, werde ich den auch auf jeden Fall lesen. Für jeden der das Genre und die Mythen um Werwölfe mag, ein lesenswertes Buch.
Der Klappentext und auch die Leseprobe haben mich sehr angesprochen. Ich wurde dadurch sehr neugierig auf die Geschichte. Das Cover ist sehr, sehr gelungen. Und läd zum "in die Hand nehmen" und "Probe lesen" ein. Auch hat mich Nora Mellings Schreibstil sehr begeistert. Diese düstere, melancholische Stimmung ist einfach richtig gut rübergekommen. Ich konnte mich gut in Luisas Stimmung hineinversetzten und der Anfang des Buches entwickelt auch gleich einen Sog. Leider konnte mich die Geschichte nicht in jeder Hinsicht überzeugen. Irgendwie fehlte mir etwas Spannung, Tiefgang.... Manche Passagen erschienen mir auch etwas lang. Dennoch fand ich die Idee der Geschichte gut. Hier geht es um die Liebe eines Mädchens,das durch Schmerz und Trauer am Rande des Todes steht, zu einem Jungen, der sich gegen die schmerzlichen Erinnerungen seiner Kindheit und für ein tierisches, erinnerungsloses Leben entschieden hat. Thursen will nun Luisa nicht nur vom Selbstmord, sondern auch von einer möglichen Verwandlung ihrerseits in einen Werwolf abhalten. Luisa will Thursen, auch wenn das heißt, das sie selber zum Wolf werden muß. Dann entdeckt sie eine Möglichkeit Thursen zu helfen, die voranschreitende Verwandlung rückgängig zu machen. Aber mit jeder Verwandlung in einen Wolf wird die Rückwandlung in einen Menschen schwieriger. Luisa muß sich beeilen, ihr läuft die Zeit davon. Diese Geschichte nimmt für die beiden Hauptpersonen, Luisa und Thursen ein gutes Ende. Aber wie geht es mit den beiden weiter? Wie reagiert Thursens Familie? Und was geschieht jetzt mit dem Rudel? Ich glaube, das hier noch reichlich Stoff für eine Fortsetzung vorhanden ist.
Nachdem ich von der Leseprobe schon total begeistert war, hab ich mir das Buch gekauft. Ich bin auch nicht enttäuscht worden und fand das Buch total klasse.
Der Schreibstil von Nora Melling war für mich flüssig, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage ausgelesen hatten.
Und auch die Story um Luisa und Thursen fand ich toll! Nora Melling hat Luisas Schmerz richtig gut beschreiben, ich konnte mich richtig in sie hineinversetzen und habe mit ihr mitgelitten.
Klasse find ich auch, dass Thursen wieder zu Lars geworden ist. Wobei mich natürlich sehr interessiert hätte, wie Lars nun in seinem alten Leben zurecht kommt...
In dem Roman "Schattenblüte" von Nora Melling geht es um Luisa und wie sie um ihren Bruder trauert.
Trotz Umzug und dem Versuch ein irgendwie normales Leben zu leben, geht es Luisa sehr schlecht. Eines Tages begegnet sie Thursen. Im letzten Moment sozusagen, denn Luisa spielt mit dem Gedanken sich das Leben zu nehmen. Von da an scheinen die beiden miteinander verknüft, doch Thursen lässt sich nicht mehr blicken. Luisa begibt sich auf die Suche und findet ihn und Werwölfe.
"Schattenblüte" vermochte mich leider nicht zu überzeugen, zu abgehakt war der Schreibstil zu düster die Stimmung der Protagonistin.Die Autorin versteht es, Stimmung auf kommen zu lassen, jedoch weiß sicher jeder Leser wie es ist, eine geliebte Person zu verlieren und kennt die Trauer und den Schmerz. Den muss man nicht noch so sehr beschreiben, das selbst beim Leser alte Wunde aufplatzen. Eine gewisse Sympathie und "Mitfühlen" ist ja wünschenswert, aber nicht so, dass es dem Leser beim lesen schlecht geht. So ging es mir. Diese traurige und fast schon depressive Stimmung hat mich sehr gelähmt und ich habe nach dem Beenden des Buches regelrecht aufgeatmet, dass es endlich vorbei war.
Schade, denn ich fand die Idee, dass eine Geschichte endlich mal wieder in Deutschland spielt, echt gut. und auch Werwölfe als Thema fand ich interessant.
Jedoch hat mich die Umsetzung eher unglücklich gemacht.
Dies ist nicht das, wass ich mir von einem Buch wünsche.
Inhalt:
Die 17-jährige Luisa, zieht mit ihren Eltern nach dem Krebstod ihres kleinen Bruders von Hamburg nach Köln. Sie kann den Verlust sowohl ihres Bruders als auch der vertrauten Umgebung nur schwer ertragen und hegt Selbstmordgedanken. Immer wieder schwänzt sie die Schule und will eines Tages von einem Turm im Grunewald springen. Ein geheimnisvoll anmutender Junge namens Thursen hindert sie allerdings daran. Thursen geht Luisa in der folgenden Zeit nicht aus dem Kopf, sodass sie sich auf die Suche nach ihm begibt. Dabei stellt sie fest, dass Thursen ein Werwolf ist, der mit einer Gruppe Werwölfen - den Verborgenen - im Grunewald lebt. Luisa und Thursen verlieben sich ineinander und sie erfährt, dass es Thursen immer schwerer fällt, sich in einen Menschen zu verwandeln und bald für immer ein Wolf bleiben wird, ausserdem kann er sich kaum noch an sein altes Leben als Mensch erinnern. Laura möchte ihm helfen.....
Meine Meinung:
Die Leseprobe hat mir seinerzeit sehr gut gefallen, und nun, da ich das Buch beendet habe, stehe ich dem ganzen etwas zwiegespalten gegenüber. Einerseits hat es mir gut gefallen, es war klar und deutlich in verständlichen Sätzen geschrieben und auch die Geschichte als solche fand ich recht gelungen. Da habe ich über einige etwas längere Passagen, die fast schon langweilig waren, gerne hinweggesehen. Was ich nicht verstanden habe ist, warum die verborgenen zu Werwölfen geworden sind, warum wurden sie verwandelt? Warum ging das bei Gabriella z.B. so schnell, bei Luisa aber gar nicht? Überhaupt fand ich die ganze Grundatmosphäre sehr düster, nach der Lektüre war ich sehr traurig.
Fazit:
Zwar ein gut zu lesendes Buch, das auch durchaus Lust auf weitere Bände macht, aber unterm Strich zu düster und traurig für meinen Geschmack.
Überraschend interessant.
Zum Inhalt:Luisa verliert ihren Bruder und muss kurzerhand mit ihrer Familie umziehen, aus lauter trauer will sie sich umbringen, wird aber abgehalten.Sie sucht trost im Wald. Sie freundet sich mit Wolfsmenschen an und verliebt sich in einen Namens Thursen, es geht auf und ab mit den beiden.
Fazit: Ich fand das Cover das Buches schon sehr ansprechend, es zeigt auf die nicht so positive Stimmung in dem Buch. Man kann durch den flüssigen Schreibstil gut mit Luisa mitfühlen. Das besonders gute ist das man nicht soleicht erraten kann was als nächstes passiert. Auch der Schluss bleibt lange verborgen.
Im Grunewald im Verborgenen leben die Werwölfe Berlins. Auch Lusia hat es dorthin verschlagen, allerdings nicht freiwillig, nach dem Tod ihres Bruder sind ihre Eltern einfach mit ihr von Hamburg in die Hauptstadt übersiedelt.
Auch mit ihrer Trauer ist sie ziemlich alleine, bis sie merkt dass sie im Wald vor allem nicht komplett alleine ist, sondern dass ihr Thursen folgt. Allerdings wird er auf kurz oder lang ein Wolf bleiben, jede Verwandlung zurück in einen Menschen wird schwieriger. Hier fühlte ich mich schon extrem an das Buch "Nach dem Sommer" erinnert, wo sich die Hauptfigur auch irgendwann entscheiden muss, ob sie ein Mensch bleibt oder ihrem Geliebten folgt.
Trotzdem hat mir Schattenblüte gut gefallen, einerseits natürlich weil es quasi mitten in Deutschland spielt, andererseits weil es trotz des Schmerzes, des Verlustes und Trauer doch einen Funken Hoffnung gibt, mit und für seine Liebe alles zu schaffen.
So funktioniert's: