
Beschreibung
Zwei rechts, zwei links und bloß keine fallen lassen
Still sitzt sie da und strickt emsig vor sich hin: Seit einem Schlaganfall lebt Dolors bei der Familie ihrer Tochter Leonor. Zwar kann sie nicht mehr sprechen, sie hat aber nach wie vor einen scharfen Verstand.
Und blind und taub ist sie auch nicht geworden, wie das alle zu glauben scheinen – warum sonst behandelt man sie wie ein Möbelstück? Während die lebenskluge alte Frau für ihre 16-jährige Enkelin einen wundervollen Pullover in leuchtenden Farben strickt, entgeht ihr nichts von dem, was in dieser scheinbar ganz normalen Familie vorgeht. Jeder hütet hier ein Geheimnis. Nicht zuletzt Dolors selbst…
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Leseeindrücke
Die Woll-Lust der Maria Dolors
„Die Woll-Lust der Maria Dolors“ von Blanca Busquets Maria Dolores ist 85 Jahre und hat einen Schlaganfall erlitten. Seid dem kann sie nicht mehr sprechen und lebt jetzt bei ihrer jüngsten Tochter und ihrer Familie. Alle aus der Familie bis auf Enkel Marti glauben das sie auch Taub ist und auch sonst nicht mehr geistig auf der Höhe. Aber da täuschen sie sich. Maria bekommt mehr mit als alle Glauben. Aus Langeweile beginnt sie für ihre Enkelin Sandra einen Pullover zu stricken. Während des Strickens denkt sie oft an die Vergangenheit. Sie bekommt mit, wie ihr Schwiegersohn mit seiner Geliebten in ihrem Beisein telefoniert. Ihr Enkel erklärt ihr seinen Computer. Maria zieht aus allem ihre Schlussfolgerungen. Während der Pullover immer weiter wächst, erkennt sie das jeder hier seine Geheimnisse hat. Mir hat das Buch gefallen. Es ist einfühlsam geschrieben. Das Buch regt zum Nachdenken an. Marias Gedanken springen oft zwischen dem jetzt und der Vergangenheit hin und her was aber keine Probleme bereitet weiterlesen
tolles generationsübergreifendes Buch
„Die Woll-Lust der Maria Dolors“ von Blanca Busquets. Die Leseprobe hat mich verzaubert, sie verspricht ein warmherziges amüsantes Buch für alle Generationen zu werden. Nach ihrem Schlaganfall musste die 85jährige Maria Dorlos ihre eigene Wohnung aufgeben und lebt nun bei ihrer jüngeren Tochter Leonor und deren Familie. Obwohl sie nicht mehr gut gehen und sprechen kann, ist sie geistig noch sehr fit. Dolors wird wenig Beachtung geschenkt, selten wird sie im Raum bemerkt, denn sie gehört fast zum Inventar. Aber sie erfährt so einiges, was dem Rest der Familie verborgen bleibt, denn jedes Familienmitglied hat seine kleinen Geheimnisse. Aus den Gedanken von Dolors sprechen die Gelassenheit und Weisheit des Alters. Beim Lesen hat man große Freude an ihren Erinnerungen aus der Vergangenheit, die gekonnt mit dem Geschehen der Gegenwart verwoben sind. Einen angenehmen, flüssigen Schreibstil und auch eine Prise Humor machen das Buch zu einem Lesevergnügen. Gespannt darf man sein, wie die großen und kleinen Familiengeheimnisse sich weiter entwickeln. Ein generationsübergreifendes Buch für trübe Wintertage und wenn ich die Wahl zwischen stricken oder lesen hätte, würde ich mich für das Buch „Die Woll-Lust der Maria Dorlos“ entscheiden. Nicht viele Bücher schaffen es den Leser durchweg ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern - dieses gehört aber dazu weiterlesen
Interessante Perspektive..
die dem Leser hier geboten wird. Dolors ist eine ältere Frau, die nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen kann. Sie lebt bei ihrer Familie, die annimmt, sie würde auch nicht mehr viel verstehen. Doch sie versteht sehr gut und bekommt so mit, wie wohl jeder der scheinbar normalen Familie seine Geheimnisse hat: Die Enkelin, die ihren Freund zu Besuch hat, wenn sonst keiner zuhause ist oder der Familienvater-in Dolors Augen schon lang ein Dorn im Auge-der, wie es scheint, eine Geliebte hinter dem Rücken seiner Frau zu haben scheint. Die Leseprobe macht Lust auf mehr. Zu gerne möchte wissen, wie sich das ganze entwickelt... weiterlesen
Ein wunderbarer Blick auf
Ein wunderbarer Blick auf die Gedankenwelt der alten Dame. Entgegen der Meinung der Außenwelt bekommt sie noch sehr wohl mit, was um sie herum geschieht. Während ihr Körper durch einen Schlaganfall ihr nicht mehr gehorchen will, arbeitet ihr Verstand auf Hochtouren. Ihre Sichtweise auf die Welt, die sie ja nun nicht mehr laut in Worte fassen kann, wird auf eine sehr einfühlsame und amüsamte Weise geschildert, die gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Ich habe mich unwillkürlich dabei ertappt, über mein eigenes Verhalten gegenüber manchen alten Menschen nachzudenken. Die Leseprobe macht in jedem Fall Lust auf mehr - und darauf mal wieder zu Wolle und Nadeln zu greifen. ;) weiterlesen
Huch,
jetzt habe ich die Rezension unter den Leseeidrücken geschrieben... Entschuldigung!! weiterlesen
Rezensionen
Fantastisches Buch zum Nachdenken
Nachdem Maria einen Schlaganfall hatte, lebt sie bei ihrer Tochter ind deren Familie. Sie ist sehr unauffällig, da sie seither nicht mehr sprich, schlecht hört und nur in der Ecke sitz, meistens strickend. Alle sind sehr beschäftigt und nehemn oftmals keine Notiz von ihr. Außer ihr Enkel Mati. Er nimmt sich regelmäßig zeit für seine Oma und spricht mit ihr. Da die Familienmitglieder von der Schwerhörigkeit und der Stummheit ihrer Oma überzeugt sind, versuchen sie auch nicht, ihre Geheimnise vor ihr zu verbergen. Eine Geschichte, die sehr schön geschrieben ist und auch zum Denken anregt. Oftmals werden ältere Leute abgestempelt, weil man glaubt, dass sie in ihrem Alter sowieso nicht mehr mitkommen. Dieses Buch zeigt, dass wir Menschen nicht unteracätzen sollten, nur weil sie alt sind. Tolles Buch, spannend und toll geschrieben. weiterlesen
Die Woll-Lust der Maria Dolors
„Die Woll-Lust der Maria Dolors“ von Blanca Busquets Maria Dolores ist 85 Jahre und hat einen Schlaganfall erlitten. Seid dem kann sie nicht mehr sprechen und lebt jetzt bei ihrer jüngsten Tochter und ihrer Familie. Alle aus der Familie bis auf Enkel Marti glauben das sie auch Taub ist und auch sonst nicht mehr geistig auf der Höhe. Aber da täuschen sie sich. Maria bekommt mehr mit als alle Glauben. Aus Langeweile beginnt sie für ihre Enkelin Sandra einen Pullover zu stricken. Während des Strickens denkt sie oft an die Vergangenheit. Sie bekommt mit, wie ihr Schwiegersohn mit seiner Geliebten in ihrem Beisein telefoniert. Ihr Enkel erklärt ihr seinen Computer. Maria zieht aus allem ihre Schlussfolgerungen. Während der Pullover immer weiter wächst, erkennt sie das jeder hier seine Geheimnisse hat. Mir hat das Buch gefallen. Es ist einfühlsam geschrieben. Das Buch regt zum Nachdenken an. Marias Gedanken springen oft zwischen dem jetzt und der Vergangenheit hin und her was aber keine Probleme bereitet. weiterlesen
Wunderschön!
Maria Dolors ist 85 Jahre alt. Seit einem Schlaganfall vor einem Jahr lebt sie in der Familie ihrer jüngeren Tochter, deren Mann und der Enkelin Sandra, 16 Jahre und dem Enkel Marti, 20 Jahre. Dolors ist eine lebenskluge Frau und war immer sehr selbstbewusst und selbständig – doch nun ist das vorbei. Sie kann kaum noch laufen und seit dem Schlaganfall auch nicht mehr sprechen – aber sie hat noch immer einen scharfen Verstand. Sie sitzt den ganzen Tag in ihrem Sessel; sie hat sich in den Kopf gesetzt, ihrer Enkelin Sandra noch einen Pullover zu stricken und dabei spitzt sie die Ohren und lauscht und wird von der Familie kaum wahrgenommen – alle gehen davon aus (bis auf Marti), dass sie nicht nur die Sprache verloren hat sondern auch sehr schlecht hören kann und sehen in ihr eher ein Möbelstück, das einfach da ist. Dolors kann damit leben, denn so bekommt sie vieles mit, was um sie herum gesprochen wird und passiert, was sie eigentlich gar nicht wissen soll. Sandra ist magersüchtig, Marti ist homosexuell, ihre Schwiegersohn hat eine Affäre mit einer seiner Schülerinnen und ihre Tochter lässt sich herumkommandieren und hat kein Selbstbewusstsein. Die Probleme der Kinder und deren erste Liebesabenteuer, die zerrüttete Ehe ihrer Tochter und die Seitensprünge der beiden und vieles mehr beschäftigen ihre Gedanken den ganzen Tag. Immer neue Geheimnisse tun sich auf und Dolors denkt immer öfter an ihre dunklen Geheimnisse, die sie ihr Leben lang für sich behalten hat. (Auf die möchte ich hier aber nicht eingehen, sonst sind die Überraschungen und Enthüllungen aus dem Buch nicht mehr so spannend – aber es ist viel passiert – in ihrem Leben und in dem ihres Umfeldes.) Dolors selber erzählt diese Geschichte und vergleicht das jetzige Leben mit den alten, vergangenen Zeiten. In ihrem Kopf formuliert sie Gedanken, die sie nicht aussprechen kann und möchte doch so gerne alle von ihrem bewegten Leben und ihren Erfahrungen profitieren lassen. Es ist ein sehr schönes, ruhiges und gefühlvolles Buch, ohne das es kitschig wird. Ich musste doch sehr oft bei ihren Äußerungen zustimmend schmunzeln. Es ist ein herzerwärmender Roman, spannend und humorvoll geschrieben, klug und voller Ironie, und ich habe ihn nicht mehr aus der Hand gelegt. weiterlesen
Das Leben der Maria Dolors
Die 85-jährige Maria Dolors erleidet einen Schlaganfall und kann seitdem nicht mehr sprechen. Da sie nicht mehr dazu in der Lage ist, allein zu leben, nimmt sie eine ihrer beiden Töchter bei sich und ihrer Familie auf. Ihre Familie hält sie nicht nur für stumm, sondern auch für debil. Deshalb macht sich keiner von ihnen die Mühe seine Geheimnisse vor der alten Frau zu verstecken. Alle behandeln Dolors wie einen unnützen Gegenstand, einzig ihr Enkel Marti kümmert sich noch liebevoll um sie. So sitzt sie also Tag für Tag stumm in ihrem Rollstuhl , strickt einen Pullover für ihre Enkelin und bekommt dabei so allerhand Geheimnisse der Familienmitglieder mit. Und auch Dolors selbst hat ein , schon lange, gehütetes Geheimnis. Ich fand das Buch eigentlich ganz schön, auch wenn zwischendurch doch schon einige langweilige Stellen waren. weiterlesen
Beeindruckend
Ich habe das Buch damals gewonnen und kam leider nicht dazu sofort meine Rezension zu schreiben. Noch heute beschäftige ich mich oft gedanklich mit dem Buch. Die 85-jährige Dolores muss seit ihrem Schlaganfall, bei ihrer Tochter leben. Vorher sehr selbständig, leidet sie darunter nicht mehr Sprechen zu können. Ihre Familie beachtet sie kaum und deshalb bekommt sie so manches innerhalb der Familie mit, was die anderen Familienmitglieder nicht bemerken. So zum Beispiel das die Enkelin unter Magersucht leidet. Durch die Ereignisse innerhalb der Familie blickt sie oft zurück und man kann die eigene Geschichte der Dolors, die selbst ihre Familie nicht kennt, erfahren. Ich musste oft schmunzeln. Dabei strickt sie einen Pullover für ihre Enkelin. Ihr letztes Stück, das sie strickt. Das Buch regt an sich Gedanken über die unterschiedlichen Generationen zu machen, wie gesagt mich beschäftigt auch heute noch dieses Buch. weiterlesen

