
Beschreibung
David E. Hilton hat mit Wir sind die Könige von Colorado einen Roman geschrieben, der an William Goldings Herr der Fliegen erinnert: ein Werk, das auf schonungslose Weise Auskunft gibt über den Verlust der Unschuld, die Natur des Bösen und die Macht wahrer Freundschaft.
Während der Vater überlebt, wird Will – eigentlich noch ein Kind – zu einem zweijährigen Zwangsaufenthalt auf einer abgelegenen Erziehungsranch hoch in den Bergen von Colorado verurteilt. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen muss er dort wilde Pferde zähmen. Die Arbeit ist hart, und schon bald muss Will erfahren, dass auf dieser Ranch nicht nur der Wille von Tieren gebrochen werden soll. Doch er findet auch Freunde: Coop, Benny und Mickey, die eine verschworene Gemeinschaft bilden. Während die Jungen der Willkür der sadistischen Aufseher und eines hinterhältigen Mitgefangenen ausgesetzt sind, machen sie sich immer wieder gegenseitig Mut: »Scheiß auf die Welt da draußen. Hier drinnen sind wir Könige. Wir sind die Könige von Colorado.«
Als eines Tages Pferde ausbrechen, soll ein Trupp von Gefangenen und Wärtern die Tiere wieder einfangen. Auch Will und seine Freunde nehmen an dieser Expedition teil – bei der es für die Jungen schon bald ums nackte Überleben geht.
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Pressestimmen
Pressestimmen zu Wir sind die Könige von Colorado
»Hard, sad, stirring, poignant, and utterly beautiful. Hilton has written a coming of age story that will be remembered for its characters as well as its harrowing plot.« Naseem Rakha, international bestselling author of The Crying Tree
»For years I have searched for an heir to Golding's Lord of the flies, and this is it. But in Kings of Colorado, Hilton allows you to look into these characters and see that redemption is possible. The story of all things wild – wild horses, wild boys, and the wild landscape that looms above it all – this book is as heartbreaking and as hopeful as anything you will read this year. A fine novel.« Will Lavender, New York Times bestselling author of Obedience
»Hilton’s writing is brutal and poetic, his images haunting. A raw and powerful debut.« Noah Charney, international bestselling author of The Art Thief and Stealing the Mystic Lamb
»A heartfelt portrait of young men in a bygone age.« Kirkus Reviews
»Hilton's portrayal of adolescent friendship is authentic and touching, and the story moves at a speedy pace as the boys' innocence is shattered in ever deeper and more profound ways. . . A sort of Stand by Me behind bars.« Publishers Weekly
Leseeindrücke
David E. Hilton: Wir sind die Könige von Colorado
Wir sind die Könige von Colorado
Der damals dreizehnjährige Will Sheppard stich auf seinen betrunkenen Vater ein, nachdem dieser seine Mutter diverse Male schwer misshandelt hat. Daraufhin wird Will für zwei Jahre in eine Erziehungsanstalt gesteckt. Heute ist Will zweiundsechszig Jahre alt und wird gerade von seinem Arbeitgeber entlassen. Dies und den Tod seiner Frau vor vier Jahren nimmt er als Grund seine Lebensgeschichte nieder zu schreiben. Ich fand die Leseprobe gut und flüssig geschrieben. Dennoch fesselten mich die ersten Seiten noch nicht so sehr. Ich hoffe im Laufe des Buches gewinnt die Geschichte noch etwas mehr an Spannung. weiterlesen
Rhue, Sacher usw.
William Sheppard ist 62 Jahre alt, In Rente und Witwer. Er beginnt seine Kindheit aufzuschreiben. Sein Vater war Alkoholiker und verprügelte ihn und seine Mutter regelmäßig. Heiligabend 1962 belauscht er wie sein Vater seine Mutter verprügelt und vergewaltigt. Er schwärt, dass er sie künftig beschützen wird. Als im darauffolgenden Sommer sein Vater wieder auf seine Mutter losgeht, passiert es: Er sticht mit seinem Taschenmesser auf ihn ein und verletzt ihn dabei schwer. William wird zu 24 Monaten auf der Swope Ranch, einer Erziehungsanstalt in Colorado, verurteilt. Rhymes begleitet ihn durch ein Unwetter im Bus nach Colorado. Er wird von weiteren drei Männern am Bus abgeholt und zur Swope Ranch, einer Pferderanch, gebracht. Hier trifft er auf Direktor Barrow und wird von ihm über die Gepflogenheiten auf der Ranch instruiert. Trotz einem gut gemeinten Ansatz gelingt es dem Buch nicht wirklich zu fesseln. Vielleicht weil wir diese Thematik von Thue und Sacher um Klassen besser kennen. weiterlesen
David.E.Hilton - Wir sind die Könige von Colorado
Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen, obwohl sie nach meinem Geschmack etwas zu kurz geraten ist. Mit 63 Jahren, 50 Jahre nach der Messerattacke auf seinen betrunkenen Vater, wird er durch eine sterbende weiße Stute an dieses bis ins hohe Alter verdrängte Ereignis,schmerzlich daran erinnert. Er erinnert sich, wie er mit dreizehn Jahren seinem wildgewordenen Vater zweimal mit einem David Crockett-Taschenmesser fast erstochen hätte. Seine Frau Mina war vor vier Jahren gestorben und jetzt versucht er " seine Kindheit auf Papier zu bringen". Wie hat David E.Hilton so schön geschrieben: " Manche Geschichten wurzeln im Abenteuer, manche im Konflikt. Andere stammen aus den Herzen und die Schrecken und Freuden, die darin eingeschlossen sind, scheinen oft so unermesslich, dass man sich wahrscheinlich fragt, was aus den Kindern geworden ist, die wir einst waren". Das scheint mir überhaupt das Leitmotiv zu sein, welches sich wie ein roter Faden von Beginn bis zum Ende des Romans hindurchzieht. Ein klare Erzählstruktur: ein ins Alter gekommener Mann , blickt zurück auf sein Leben, seinen eingesperrten Erinnungen, Gefühle und seine Hoffnungen. Er erzählt dann aus der Sicht des 13jährigen Jungen in ICH-Form, von seinem Leben, seiner zarten Mutter, seinem ständig betrunkenen Vater, vermutlich ein Ire, bildhaft und in der Sprache und Denkweise des dreizehnjährigen Jungen, den der Vater als " Mädchen und Schwuchtel " bezeichnete. Damit eröffnet er sich für ihn die Möglichkeit, seinen eingesperrten Erinnungen freien Lauf zu lassen und die Auseinandersetzung mit seinem Vater, aber diesmal als gereifter Mann und im Rückblick, nochmals aufzunehmen. Eine Ähnlichkeit mit W.Goldings " Herr der Fliegen " kann ich leider auf Anhieb nicht erkennen. Für mich stellt sich auch eine theoretische Frage: Wie hätte zum Beispiel, eine Frau, in diesem Fall eine Amerikanerin, genau diese Geschichte, aber aus weiblicher Sicht, erzählt. Auch so spannend, bildhaft, oft sehr hart und brutal, wie bei David E.Hilton ? soyerwart weiterlesen
Was ist Gerechtigkeit?
Diese Frage stellt sich einem, während man die Memoiren eines zweiundsechzigjährigen Mannes liest, der in seiner Kindheit seinen Vater fast ermordet hätte. Leider sind die Hintergründe die üblichen Verdächtigen und als Leser frage ich mich, ob es nur Täter gibt, die trinkende, prügelnde Väter hatten? Aber der Roman ist handwerklich gut geschrieben und gibt eine gute Innenschau des Protagonisten ohne sich in Grübelei zu verlieren. Ob das allerdings für eine Roman reicht, kann man in diesem Falle per Leseprobe nicht sagen. Da muß der Autor auf Dauer noch mehr zu bieten haben. Sicher ist, das die Leseprobe einen fesselt! Benjamin weiterlesen
Rezensionen
Hammerhart
Ich habe dieses Buch als Leseexemplar zugeschickt bekommen und war zunächst ein wenig skeptisch, da ich Spannungsliteratur und Thriller bevorzuge. Aber schon nach wenigen Seiten war ich voll im Bann des Buches! Ich habe selten etwas anrührenderes und packenders gelesen!!! Der kleine Will tat mir unendlich leid, und die Ungerechtigkeit des US-Rechtssystems ist unfassbar. Kinder und Jugendlichen werden in einer Strafanstalt mit schwerer Farmarbeit und unglaublicher Brutalität und Härte der arroganten Aufseher konfrontiert. Es tat mir beim Lesen oftmals in der Seele weh, und die Story hat noch lange in mir nachgehallt. Hervorragende Literatur! weiterlesen
Königlich
Wir sind die Könige von Colorado hat mich sehr interessiert nachdem ich gelesen hatte, dass es an DER HERR DER FLIEGEN erinnern solle. Dies war eines meiner Lieblingsbücher, daher eine sehr hohe Messlatte für Wir sind die Könige von Colorado. Ich wurde nicht enttäuscht- ganz im Gegenteil - es hat mich völlig überzeugen können. Eine Lektüre, die ans Herz geht, mitfühlen läßt und mit Schrecken erfüllt. Will erzählt die Geschichte seiner Jugend, die ihm durch den tragischen Tod eines Pferdes wieder ins Bewußtsein drängt. Nach langen Jahren des Vergessens (oder dem Versuch des Verdrängens) kommen die alten Bilder hervor und er schreibt sie nieder. Seine Zeit auf einer Ranch in Colorado, die straffällige Jungen auf den richtigen Weg bringen soll. Die brutalen und schicksalhaften Erlebnisse haben mich als Leser sehr berührt. Eine besondere Geschichte auf besondere Art erzählt. Dieses Buch wird sicher als Filmvorlage dienen. Ich kann es mit voller Sternenzahl empfehlen. Ein Lesegenuss für Menschen mit Gefühl und Mitgefühl. weiterlesen
Einfach grandios!
William Sheppard ist 13 Jahre alt, als er seinen alkoholisierten Vater mit einem Messer schwer verletzt. Will konnte die ständigen Prügelattacken und die Vergewaltigungen seiner Mutter einfach nicht mehr ertragen. Sheppard senior überlebt und sein Sohn wird zu zwei Jahren verurteilt, die er in einer Erziehungsanstalt in Colorado verbringen muss. Was wie eine vergleichsweise milde Strafe klingt, bringt den Jungen an seine Grenzen. Die Geschichte übt eine ganz eigene Sogwirkung aus, weil sie so viele Facetten des menschlichen Verhaltens zeigt, die so fesselnd erzählt werden, dass man als Leser einfach keine Chance hat Distanz zu wahren. Man erlebt die ganze Brutalität in der Erziehungsanstalt, die sich in Gestalt eines zutiefst sadistischen Oberaufsehers, seines willigen Werkzeug namens Silas Green und dessen Clique manifestiert. Sie manipulieren, schüchtern ein und prügeln in der Gewissheit für ihre Taten niemals zur Rechenschaft gezogen zu werden, gedeckt von einem Direktor dessen Gewinn oberste Priorität hat. Trotzdem findet Will in den Mitinsassen Mickey, Benny und Coop verlässliche Freunde. Freunde die diese Bezeichnung auch verdienen, die sich eben nicht bei den geringsten Schwierigkeiten zurückziehen, die sich eher gelassen mit einer zusätzlichen Strafe abfinden als illoyal zu sein. David Hilton ist es gelungen in seinem Roman eine perfekte Mischung zu finden. Er beschreibt schonungslos die Greueltaten in der Erziehungsanstalt. Hat aber auch genau das richtige Gespür dafür, wenn es besser ist Grausamkeiten eher anzudeuten und den Rest der Phantasie des Lesers zu überlassen. Ihm gelingt es für sein Quartett Inseln der Ruhe und der Freude zu schaffen, die oft genug aus Kleinigkeiten bestehen, einem Radio das an Samstagen die neusten Hits spielt oder einer Runde Seven Stud. Für mich war *wir sind die Könige von Colorado* ein Lese-Highlight. Die Geschichte und ihre besonders tragischen Momente haben mich so sehr berührt das ich oftmals schlucken musste. Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Einziger kleiner Minuspunkt ist der Klappentext, der wieder viel zu viel von der Handlung verrät. Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie. James Daniel weiterlesen
Das Blut der Könige
Versuchter Mord ist ein schweres Vergehen. Nur weil Will noch nicht strafmündig ist kommt er nicht ins Gefängnis sondern wird zu zwei Jahren Jugendarrest verurteilt. Wills Leben war bis zu dem Zeitpunkt schon schwer. Ein brutaler Vater, eine liebevolle aber schwache Mutter, die weder sich, noch ihren Sohn vor der Gewalt des Vaters beschützen kann. Auf der Pferderanch, inmitten der Berge von Colorado erfährt Will aber nicht nur vieles über die dunkles Seiten der Menschen. Er und drei andere Jungen schließen Freundschaft miteinander. Diese Kameraden und die Krankenschwester Miss Little machen das Leben das sonst nur von harter Arbeit, Demütigungen und Brutalitäten seitens der Wärter und anderen Mitinsassen geprägt ist, erträglich. Will darf nach einiger Zeit sogar beim Einreiten der Wildpferde mithelfen . Doch eines Tages brechen einige Tiere aus und ein Suchtrupp von Wärtern und Jungen macht sich auf die Suche nach ihnen. Das Unheil nimmt seinen Lauf....... Eines der schönsten Bücher die ich gelesen habe. In kleinen Portionen nur, habe ich mir dieses Werk gegönnt. Wie schade wäre es gewesen, diese Geschichte in einem Rutsch zu verschlingen. David E. Hilton hat eine wunderbare Art, die Menschen zu beschreiben. Da wird nicht in zwei Sätzen und einigen Adjektiven ein grobe Skizze gezeichnet. Wie mit Aquarellfarben gepinselt entsteht der Charakter. Das steht teilweise im krassen Gegensatz zu der Grausamkeit der Geschichte, denn im weiteren Verlauf kommte es ja wirklich zu einem "Show-down" Und ja, es gibt die Guten und die Bösen. Aber es gibt auch, und vor allen, die vielen Nuancen dazwischen. Manchmal habe ich das Buch nach einigen Seiten aus der Hand gelegt, weil ich Angst hatte, zu erfahren, was Will und/oder seinen Freunden nun schon wieder widerfahren würde. Woher kommt all das Böse, das in manchen Menschen steckt, habe ich mich manchmal gefragt. Aber besonders das Ende des Buches stimmte mich wieder versöhnlich. Ein absolut lesenswertes Buch!!! weiterlesen
Sehr gutes Buch
Inhalt: In dem Buch Wir sind die Könige von Colorado von David E. Hilton geht es um Will Sheppard, der mit 13 Jahren versucht seinen Vater zu erstechen. Wills Vater ist Alkoholiker und schlägt ständig seine Frau und seinen Sohn Will. Irgendwann wehrt sich Will und rammt seinem Vater ein Taschenmesser in den Bauch. Sein Vater überlebt schwer verletzt und Will kommt zwei Jahre auf einen Strafgefangenen Ranch für Jugendliche. Dort soll er mit anderen Jugendlichen Pferde zähmen. Wie es Will in den zwei Jahren auf der Ranch ergeht erzählt dieses Buch. Meine Meinung: Für mich war es ein Schock wie hart die Jugendlichen auf dieser Farm im Nirgendwo von Colorado arbeiten mussten und wie böse und gemein einige der Aufpasser dort waren. Auch unter den Jugendlichen gibt es öfter Reibereien, Schlägereien, Kämpfe und mehr schreckliche Sachen. Wenn dort einer der Jugendlichen unbeschadet heraus kommt ,dann grenzt es an ein Wunder. Dort auf der Ranch wird keinem was geschenkt. Andererseits haben sich aber auch tiefe Freundschaften entwickelt und Will und seine drei Freunde haben wie Pech und Schwefel zusammen gehalten. Sie haben versucht jede noch so aussichtlose Situation gemeinsam zu meistern. Der Hauptcharakter Will hat mir sehr gut gefallen. Er kommt gar nicht als brutaler Junge rüber, sonder ist eher ein lieber, sensibler Bursche der froh ist Freunde auf der Ranch zu haben. Das Buch ist mir sehr unter die Haut gegangen und ich wünsche niemandem, so seine Strafe abbüßen zu müssen. Besonders für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren fand ich die Haftstrafe dort zu arbeiten zu hart. Die Arbeit selbst ist ja vielleicht gar nicht so schlimm, aber die Boshaftigkeit der Wärter fand ich einfach unerträglich. Da das Buch aus der Sicht des 61 Jährigen Wills geschrieben ist, habe ich sehr viel über seine Gefühle, Ängste und Hoffnungen erfahren. Das hat das Buch noch ergreifender gemacht, als wenn es aus der Sicht eines neutralen Erzählers geschrieben worden wäre. Wie gesagt ein sehr ergreifendes und auch interessantes Buch. weiterlesen

