
Beschreibung
Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.
Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels. Sam Savages Roman erzählt von den Hoffnungen und Idealen der Beat-Generation und von der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, möge es noch so hart kommen.
Autoren
Extras
Zusatzinformationen
Aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol und Hermann Gieselbusch mit Katrin Fieber
Presse
Pressestimmen
»Savage hat die Tragödie einer Welt erfasst, in der künstlerische Impulse von Bulldozern in die Knie gezwungen werden. Bewegend und originell.«
Los Angeles Times Book Review
»Firmin ist ein Buch, das für Leser geschrieben wurde, für Leute, die leidenschaftlich gern lesen und denen Bücher genauso real erscheinen wie die Wirklichkeit. Vielleicht realer.«
Donna Leon
Leseeindrücke
Auf der Suche nach dem Anfang seiner Biographie (vgl. S. 12, Z. 7f)
Sam Savages Roman "Firmin : ein Rattenleben ; Roman", wird, finde ich, mit dem wunderschönen Zitaten berühmter Werke von Tolstoi, Nabokov und anderen bekannten Autoren eingeleitet. Mit diesen Zitaten versucht die Ratte Firmin klar zu stellen, dass ihr kein richtiger Anfang zum Beginnen ihrer Biographie einfällt. Sie sieht sich selbst als schlechten Autoren, beginnt dann aber ihre Geschichte mit dem wunderschönen Gedanken, sie ein Seelenkartograph (S. 12, Z. 6) und sticht in die Karte ihres Lebens, um einen geeigneten Anfang zu finden. Firmin wurde am 09.11.1960 im Keller eines Buchladens geboren. Seine Mutter war übergewichtig und voraussichtlich Alkoholabhängig (vgl. S. 24, Z. 11f).Der Buchladen stand in einer verwahrlosten Gegend am Scollay Square (S. 31, Z. 20) in Boston (vgl. S. 23, Z. 5 ff, Z. 11), in der seine Mutter für ihn und seine 12 Geschwister auf Nahrungssuche ging. Schon als Kind entdeckte Firmin seine Liebe zur Literatur, wenn auch gezwungener Maßen und auf andere Art und Weise, denn als schwächstes Kind, erhielt er nur selten Nahrung aus einer der 12 Zitzen seiner Mutter. Seinen Hunger begann er dann mit Papierfetzen zu stillen, die er wie Kaugummi kaute. Bei seinen "orgiastisch[en]" Mahlzeiten (S. 33, Z. 5) beginnt er bald auch die Bücher zu lesen und liest sich so durch Werke der Welt- und Sachliteratur. Bald entdeckt er auch ein Röhrensystem, durch das er im Gebäude herumschleichen und sich umsehen kann. Im Alter von 17 Tagen ist er alt genug mit seiner Mutter und seinen Geschwistern (immer zu zweit und die Mutter) auf Nahrungssuche in den Straßen der Stadt zu gehen. Dabei bemerkt er an sich eine Änderung... Im großen und ganzen ist das Buch bis zu dieser Stelle gut geschrieben. Der Beginn, die Suche nach dem Perfekten Einstieg in seine Biographie und der Vergleich mit Sich selbst als "Seelenkartograph" ist sehr philosophisch und einer Ratte, die sich für Literatur begeistert, mehr als würdig. Leider beginnt das Buch, nach meiner Ansicht, ab der Mitte des 3 Kapitels sehr an Anspruch zu verlieren. Ich hoffe, dass der Autor im weiteren Verlauf des Romanes jedoch wieder an die Erzähl- und Denkweise anknüpft, die er zu Beginn des Buches verwendete. weiterlesen
kein Buch für mich
Es gibt selten Bücher die ich nicht zu Ende lese, eigentlich gab es bisher wenn ich mich nicht irre nur vier aber dieses würde defintiv dazugehören. Ich finde die Leseprobe schon überhaupt kein bisschen ansprechend. Schade! weiterlesen
Firmin
Firmin- eine Ratte wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf. Er liest Bücher über Bücher und kämpft sich durch die Weltliteratur. Eine Ratte als Bücherwurm, eine prima Idee. Das Buch sollte ich mir kaufen. weiterlesen
Eine etwas andere Geschichte
Was für eine tolle Leseprobe. Eine Ratte, geboren als dreizehntes Rattenkind einer Mutter mit nur 12 Zitzen, auf der Nahrungssuche. Da sie ausgerechnet im Keller einer Buchhandung zur Welt gekommen sind, frißt sich die kleine Ratte mit dem Namen Firmin durch viele Seiten mehr oder weniger gescheiter Bücher und überrascht den Leser mit vielen gefressenen Zitaten und Schlagwörtern. Als Außenseiter unter den Rattenkindern fällt es Firmin schwer, sich den normalen Verhaltensregeln von Mutter und Geschwistern anzupassen. Ein Hochbegabtenrattenkind also. Sam Savage hat Firmin so hinreißend beschrieben, daß ich mir sofort das Buch gekauft habe, um weiterlesen zu können. weiterlesen
Kerlchen ohne Kinn
Firmin, das jüngste und schwächste von insgesamt dreizehn Rattengeschwistern wächst im Keller einer Buchhandlung auf und ist schon als Neugeborener etwas Besonderes. Um zu überleben, ernährt er sich von Buchseiten, später dann beginnt er mehr und intensiver in seiner „Nahrung“ zu lesen. Der Leser wird zum staunenden Zuhörer, wenn Firmin ansetzt, aus allerlei Romanen zu zitieren und über so manch andere Dinge zu philosophieren. Nicht nur eine seiner Weisheiten aus der Kindheit, „Nichts erzeugt so zuverlässig ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, wie gemeinsam angerichtete Zerstörung.“ S. 29 sondern auch seine Art, Begebenheiten und Gedanken witzig und genauestens zu beschreiben, macht ihn zu einem sehr interessanten und unterhaltsamen Erzähler. Und Firmin hat noch viel zu berichten, das bahnt sich schon an. weiterlesen
Rezensionen
Firmin, die kleine Bücherratte
Firmin ist die kleinste Ratte des Wurfes seiner Mutter Flo, die diese im Keller einer Buchhandlung zur Welt bringt - und unter anderem mit "Ulysses" von James Joyce warm hält. Für Firmin sind die Schnipsel des "großen Buches" jedoch nicht nur sein Nest, sondern er beginnt auch, die Fetzen zu fressen - und schon bald genießt er Literatur auch auf die übliche Art, nämlich lesend. Er liest sich durch die vielfältigen Bände des großen, verwinkelten Buchladens - und hofft dabei, die Menschen besser verstehen zu können. Doch seine Zuneigung zum Buchhändler Norman, die er von weitem auslebt, bekommt einen tiefen Knacks, als er sich dem Mann zum ersten Mal zeigt. Dieser greift nämlich zum Rattengift, um Firmin zu vertreiben. Erst, als er den ziemlich erfolglosen Schriftsteller Jerry Magoon trifft, lernt er menschliches Leben aus einer anderen Warte kennen - wenngleich Jerry sicherlich kein bürgerliches Dasein führt. Literatur spielt allerdings nur noch am Rande eine Rolle. Insgesamt hatte ich mir nach dem Klappentext - des wirklich sehr gut gestalteten Einbands - mehr versprochen. Mehr Auseinandersetzung mit Literatur, mit der Sicht von außen auf die Möglichkeiten der Schriftstellerei, auf das Leben Einfluss zu nehmen. Herausgekommen ist ein interessanter Roman, der ein skurrile Hauptfigur sein eigen nennt, die Beleuchtung einer bestimmten Variante der Sexualität aus einer ganz besonderen Warte, aber nicht die erhoffte Auseinandersetzung mit Literatur. Eher ist Firmin ein Ratatouille der Literatur. Er kann lesen - dieses Wissen aber nicht entsprechend verwerten, genau wie die kochende Ratte im Zeichentrickklassiker. Interessant ist "Firmin" noch aus einem anderen Aspekt, nämlich der Stadtplanung im Boston der 1960er Jahre. Was diese Umgestaltung der Städte - nicht nur in Boston - angerichtet hat, sieht man auch hierzulande in vielen ach so schön "modernisierten" Innenstädten … weiterlesen
Firmin – ein Rattenleben
Ein sehr sehr schönes Buch. Abwechselnd traurig, melancholisch, witzig, intelligent und glücklich. Weil Firmin der 13. in seinem Wurf ist, die Mutter aber nur 13 Zitzen hat, muss er sich mit anderem als Milch zufriedengeben. So fängt er an, die Bücher im Keller seiner Geburt - der Keller einer Buchhandlung - zu knabbern. Bis er feststellt, dass das, was gut schmeckt, sich auch gut lesen lässt! Firmin wird intelligent, zu intelligent für ein Leben als Ratte. Vergeblich versucht er sich den Menschen in seiner Umgebung begreifbar zu machen. "Auf Wiedersehen Reißverschluss" - das ist einer der tragischsten Sätze, die ich je gelesen habe. Und über allem schwebt die Zerstörung seiner Heimat: Die Planierung und Zerstörung des Scollay Square... Ich habe das Buch sehr gerne gelesen! weiterlesen
melancholische bücherliebende Ratte
Firmin - ein Rattenleben beschreibt kein typisches Rattenleben, sondern den Werdegang einer melancholischen, depressiven, in Büchern versinkenden Ratte, die sich selbst bemitleidet. Firmin wird, als kleinster und schmächtigster Rattenbock seines Wurfes, im Boston der 1960er unter einer Buchhandlung geboren. Er sondert sich schnell von seinen Geschwistern ab, weil diese alle stärker sind als er und er sich nicht zugehörig fühlt. So sucht er sich eine Ersatzernährung, weil er den Kampf um die Zitzen seiner Mutter regelmäßig verliert. Das sind, wie sollte es anders sein, Bücher. Zunächst frisst er sich durch alle verschiedenen Werke, bis er eines Tages erkennt, dass auf den Seiten Geschichten erzählt werden. Von da an verschlingt er die Bücher nicht mehr im wörtlichen sondern nur noch im übertragenen Sinn. Er wird ein Einzelgänger, der seine Herkunft verleugnet, abschätzig über seine Artgenossen urteilt, sich als erhaben ansieht und somit auch die Nähe zu den Menschen sucht. Doch dann muss er erkennen, dass diese ihn nicht als den würdigen, der er zu sein glaubt, denn Firmin entgeht nur knapp einem Anschlag durch den Besitzer des Buchladens. Alles in allem ist Firmin einem nicht auf Anhieb sympathisch, sondern übernimmt vielmehr den Part eines tragischen, missverstandenen Helden. Sein Leben verläuft nicht zu seinen Gunsten und am Titelbild lässt sich erahnen wie schlimm es um ihn steht. Er vegetiert dahin und außer seinen Büchern und der Erforschung der Menschen gibt es für ihn nichts Lebenswertes. Der Reiz für mich bestand darin, einmal ein Buch aus einer anderen Perspektive zu lesen. Das ist Sam Savage hier sehr gut gelungen. Die Geschichte ist manchmal erschreckend grausam geschrieben, so dass ich manches Mal Mitleid mit dem "Rätterich" hatte. Auf der anderen Seite stellt sich Firmin auch als miesepetriger Muffpott dar, der gerne ins Sexkino geht. Der Erzählstil ist frisch und man kann Firmin schön herunterlesen. Mit seinen 216 Seiten ist es auch nicht zu langatmig und hat genau die richtige Länge, um Firmin auf seinem Lebensweg zu begleiten. Die zuweilen düstere Atmosphäre des Buches ist glaubhaft umgesetzt. Alles in allem empfehlenswert als kleine Zwischenlektüre, die einen jedoch zum Nachdenken anregt. weiterlesen
Sam Savage, Firmin – ein Rattenleben
Firmin – ein Rattenleben was die meiste Zeit aus Selbsthass, Wünschen und Tagträumen besteht ! Aber erst einmal zum Cover. Zu sehen ist eine, mit Bleistift gemalte, schmächtige angeranzte Ratte, die ein dickes Buch aufgeschlagen hat und mit geknickter Nase und starrem Blick darüber hinweg schaut. Der Hintergrund sieht wie ein altes vergilbtes Stückchen Blatt Papier aus, was, wenn man den Klappentext gelesen hat, eigentlich auch ganz gut passt. Über dem Kopf der Ratte ist noch der Name des Autors „Sam Savage“ sowie der Buchtitel „Firmin – ein Rattenleben“ zu lesen. Alles in allem ein schönes Cover, was mich, zusammen mit dem Klappentext, zum kauf angeregt hat. Bevor die eigentliche Geschichte von Firmin jedoch los geht, sind noch 2 Zitate zu lesen. Das erste ist von Tschuang Tse und hat mir sehr gut gefallen. Das zweite ist von Philip Roth, was, meiner Meinung nach, etwas zu melodramatisch ist. Danach geht es auch sofort mit dem ersten Kapitel los. Jedoch erfährt man noch nicht gleich etwas über Firmin, sondern bekommt erst einmal seine Gedanken zu “mit welchen Satz fange ich ein Buch an“ mit. Nachdem er sich für einen Satz entschieden hat, erfährt man auch ,endlich, etwas über ihn. Firmin ist das 13te Junge einer dicken Rattendame. Er ist der einzige der nach der Geburt schon einen Fellflaum hat und seine Augen bereits öffnen kann. Dennoch ist er der schwächste und durch das gierige Futterverhalten seiner Geschwister bleibt das auch bis zum ende so. Um wenigstens etwas im Magen zu haben fängt er an Papierschnipsel und nach einer Weile auch Seiten aus Büchern zu futtern. Kurze Zeit später stellt Firmin fest, dass Bücher nicht nur zum essen und somit zum stillen des hungers da sind, sondern man durch sie auch fantastische Geschichten und reichlich viel an Wissen vermittelt bekommt. Von da an verschlingt er auf eine neue Art und Weise die Bücher und durch sein optimal gelegenes Nest, im Keller einer Buchhandlung, hat er so einiges vor sich. Neben der Leidenschaft zu Büchern entdeckt Firmin auch die Liebe zum Besitzer der Buchhandlung, Norman, für sich und ein halbes Rattenleben später auch zu E. J. Magoon. Im großen und ganzen erzählt Firmin über sein Leben, seine Träume die er dabei hat und vor allem seine unrealistischen Wünsche sowie seine Gedanken zu Büchern und zu den Menschen. Schnell wird einem dabei klar, dass Firmin von oben herab redet, was mich ziemlich genervt hat. Meist sieht er nur das schlechte am Ratten da sein, Urteilt dabei scharf und ungerecht über seine Familie und Artgenossen, die sich ihrem Naturell entsprechend eben benehmen. Besser gefallen hat mir hingegen seine Vergleiche zwischen dem Lesen und Leben. [ >>So betrachtet, war der Einkauf bei Pembroke so etwas wie Lesen: Man wusste nie, was einen auf der nächsten Seite erwartete – im nächsten Regalfach, im nächsten Stapel, in der nächsten Kiste. Und genau das gehörte zum Spaß an der Sache. <<] Seite 40, Zeile 8 - 13 Schön fand ich auch, dass Firmin noch die Bedeutung von Freundschaft kennengelernt hat und Reifer in dieser Zeit geworden ist. In der Zeit mit Jerry hat mich sein Etepetete Verhalten auch nicht so gestört. Und einen kleinen Sympathie Punkt gibt es natürlich für seine Liebe zu Büchern. Total süß fand ich auch seine Bezeichnung für die Menschen, die er liebevoll „seine Hübschen“ nennt. Ansonsten war es das leider aber auch mit der Sympathie und dem süß finden. Total abgedreht fand ich, dass er sich im Kino die “Nachtvorstellungen“ angeschaut hat und Filme wie “Männergeile Kätzchen“ gut fand. Meiner Meinung nach total unpassend, die Betrachtung der Körper und diesen Schön zu finden ist eine Sache, aber einfach nur Geil darauf zu sein finde ich etwas Plump, vor allem wenn er menschliche Frauen besser findet als Rattenweibchen. Des Weiteren fand ich neben seinem Gesäusel auch sein Gejammer nervig. Alles in allem finde ich Firmin eher unsympathisch, was das Buch dadurch recht langatmig gemacht hat. Der Schreibstil hat mir durch seine Art zu reden auch nicht wirklich gefallen und das direkte Ansprechen (“Sie lachen jetzt .. , ect.“) empfand ich auch nur als nervig. Genauso angenervt war ich von seinem ausschweifende Gerede über irgendwelche, mir unbekannten, Bücher und, seiner Meinung nach, perfekten Schreibweise und Art. Fazit: Firmin ist eine Geschichte, die MIR leider nicht so richtig gefallen hat und deshalb auch nur 2 (gute) Sterne bekommt. weiterlesen
Firmin
Firmin hat es nicht leicht. Als 13. Junges im Wurf kommt die kleine Ratte immer zu kurz. Da helfen all die Bücher im Keller des Bostoner Buchladens auch nur mäßig, besonders nahrhaft ist Papier jedenfalls nicht. Zwar kommt Firmin gerade so durch, aber von einer normalen Rattenfigur ist er weit entfernt, ebenso wie von einem normalen Rattengehirn. Denn Firmin denkt nicht an Nahrung und Fortpflanzung, sondern nur an Bücher, Bücher, Bücher… Die gebundene Version ist großartig gestaltet, ein künstlicher Roughcut, der die Knabberspuren Firmins imitiert. Das Cover wirkt alt und verwittert, geziert von einer gezeichneten, äußerst mageren Ratte: Firmin höchstpersönlich. Firmin erzählt uns rückblickend seine Geschichte, die mit jeder Seite trauriger wird. Da er eine sehr belesene Ratte ist, drückt er sich äußerst gewählt aus; der Text liest sich flüssig, ist aber dennoch keine leichte Kost. Die Geschichte hat mich sehr berührt, war aber nicht das, was ich nach Lektüre des Klappentextes erwartet hatte. Vielleicht steckt mir der putzige Remi aus Ratatouille noch zu sehr im Hinterkopf, zumindest hatte ich bei Firmin nicht damit gerechnet, dass das Buch so sehr für Erwachsene gedacht ist. Aber es kann ja auch nicht jedes Rattenleben wie ein Disneyfilm verlaufen. Fazit: Absolut lesenswert! Eine Hommage an das Leben und Lesen. weiterlesen

