
Beschreibung
Ein einsames irisches Haus, drei rätselhafte Frauenleichen und ein skrupelloser Geschichtenerzähler – Christian Mørk erzählt in seinem packenden irischen Thriller »Darling Jim« mit einer solchen Sinnlichkeit, dass man den Atem des Teufels im Nacken zu spüren glaubt.
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr … Atmosphärisch dicht, raffiniert und atemberaubend spannend – »Darling Jim« ist ein einzigartiger psychologischer Thriller.
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Zusatzinformationen
Aus dem Englischen von Violeta Topalova
Presse
Pressestimmen
»Verführerisch mörderisch. Der Leser ist fasziniert von dem Märchen der drei Schwestern und ihrem seltsamen Ritter. 'Darling Jim' ist von überbordender Leidenschaft und ausgesuchter Teuflischkeit.« Weekendavisen
»'Darling Jim' ist ein Thriller, wie ihn Stephen King an einem guten Tag schreiben könnte. Ein psychologischer Thriller, der in die dunkelsten Winkel unserer Seele kriecht. Hat man einmal begonnen zu lesen, ist es fast unmöglich, der Geschichte von Jim zu entrinnen.« Jyllands-Posten
»Furchterregender Mork. Es ist sehr schwer, diese Geschichte aus der Hand zu legen, bevor nicht das letzte Puzzleteil an seinem Platz ist. Christian Mork schreibt mit einer so blutigen Sinnlichkeit, dass man den tödlichen Atem des Wolfs in seinem Nacken zu spüren glaubt.« Ekstra Bladet
Leseeindrücke
Darling Jim
Ich weiß nicht so recht. Die Beschreibung klingt super, aber ich bin beim Probelesen nicht mit dem Schreibstil warm geworden. Dennoch denke ich darüber nach, das Buch zu lesen, allerdings nicht zum Normalpreis - vielleicht als Leihgabe oder als Mängelexemplar. weiterlesen
spannend: Das Geisterhaus
Malahide, ein kleines Dorf nördlich von Dublin. Ein friedliches, kleines Dorf voller netter Einwohner mit malerischen Gärten. Alle kennen sich, alle mögen sich. Doch wie immer, gibt es auch hier eine Ausnahme: Das Haus in der Strand Street, Hausnummer 1. Hier wohnt die etwas seltsame Mrs. Walsh, sehr zurückgezogen und menschenscheu. Doch das, was der etwas einfältige Postbote Desmond Kean eines Tages in genau diesem Haus entdeckt, hätten wohl niemand erwartet. Im Haus findet er die Leiche von Mrs. Welsh, ermordet - doch bei dieser Leiche bleibt es nicht. Die Beamten finden noch zwei Mädchenleichen. Eine davon mit neunzehn Messerstichen tödlich verletzt, die andere durch Unterernährung an Organversagen nach längerer Gefangenschaft gestorben. Und es gibt Hinweise, dass die beiden Mädchen, die Nichten von Mrs. Welsh wie sich herausstellt nicht die einzigen Gefangenen waren. Der Sündenbock ist schnell gefunden: Desmond. Aber selbst als Desmond Malahide verlässt, lässt diese Sache den Ort nicht los...Eine wirklich spannende und in einen Bann ziehende Leseprobe, die einem Lust aufs Weiterlesen macht. Die Sprache ist mitreißend und realistisch, die Dorfbeschreibung liebevoll und malerisch, während die Tatbeschreibung nüchtern, hart und detailgenau ist. Die perfekte Mischung für einen interessanten Thriller, der viel verspricht und hoffentlich alles hält. weiterlesen
gut gefallen
Mir hat die Story sehr gut gefallen, obwohl ich stiltechnisch das Gefühl hatte, das Moerk Stephen King kopieren wollte. Nichts desto trotz platzte ich vor Neugierde. Die LP ist schon an sich spannenungsladen und es furchtbar, dass ich mir das Buch erst kaufen muss... weiterlesen
Gewöhnungsbedürftig
Der Titel klingt vielversprechend und der Anfang bzw. die Story scheint ganz interessant zu sein, allerdings finde ich den Schreibstil etwas langweilig und es wird keine richtige Spannung aufgebaut. Man hätte es besser machen können, ist aber dennoch ganz ok. weiterlesen
Darling Jim
Guter Schreibstiel, spannend, Gänsehaut, Vielversprechend, spitze, mysteriös. weiterlesen
Rezensionen
Stimmen aus dem Grab
Die Taschenbuchausgabe des Thrillers „Darling Jim“ des dänischen Autors Christian Mørk ist unter dem Titel „Teufelslist“ erschienen. Es ist ein hypnotisierender Thriller im Stil einer irischen Gothic Novel mit einer wunderbaren vielschichtigen Geschichte, die in einem kleinen Städtchen in Irland, in Malahide, nördlich von Dublin beginnt. Der Postbote Desmond Kean schleppt schon seit mehr als achtzehn Jahren seinen Postsack über die Straßen der Stadt. Eines Tages entdeckt er durch den Briefschlitz des Hauses von Mrs. Walsh deren sterbliche Überreste. Moira Walsh war vor knapp drei Jahren hierher gezogen. Wo sie herkam, das wusste niemand so genau. In ihrem Haus, das später nur noch das Spukhaus genannt wird, entdecken die Gardaí neben jeder Menge Rattengift im Obergeschoß zwei weitere Leichen. Wie sich später herausstellt, hatte Moira Walsh ihre 24jährige Nichte Fiona und deren zweiundzwanzigjährige Schwester Róisín aus Castletownbere wie Gefangene gehalten, und ihnen über mindestens sieben Wochen Rattengift in ihr Wasser gemischt. Ihre Leichen waren bis auf das Skelett abgemagert und im Keller des Horrorhauses entdecken die Gardaí Hinweise auf einen dritten Leidensgefährten, der höchstwahrscheinlich mit Handschellen an einem Handgelenk fliehen konnte. Einige Zeit später findet der Postbeamte Niall Cleary das Tagebuch von Fiona in der Briefsortiermaschine des Postamtes und nimmt es an sich. Auf dem Tagebuch steht eine Botschaft für den Empfänger: „Wir sind bereits verloren. Lies diese Geschichte nur, damit wir nicht vergessen werden.“ (S. 35) (…) „Wir werden in diesem Haus sterben, weil wir einen Mann namens Jim liebten, ohne seine wahre Natur zu kennen. Pass gut auf, ich werde dir erzählen, wie alles geschah…“ (S.41) Das Tagebuch offenbart Niall die Geschichte der Familie Walsh. Was in Malahide passiert ist, hat in Castletownbere vor nicht ganz drei Jahren seinen Anfang genommen. Es beginnt an dem Tag, als der Geschichtenerzähler Darling Jim Quick mit seiner alten roten Vincent Comet in die Stadt kommt. Er gehört einer alten Bruderschaft der Erzähler an, er ist ein seanchaí. Gegen Bezahlung erzählt er Geschichten von Liebe, Leid und Gefahr, von König Stiofán und seinen Zwillingssöhnen Euan und Ned und einer furchteinflößenden Festung des Wolfes. Alle Anwesenden erliegen seinem Charme auch die Tante der Walsh-Schwestern, doch Darling Jim ist nicht nur ein großer Geschichtenerzähler, er manipuliert die Menschen und ist, wie sich später herausstellt, ein Psychopath. Niall, der seine Arbeit verloren hat, verlässt Malahide und begibt sich auf die Reise in die Vergangenheit der Walsh-Schwestern. Unter Einsatz seines Lebens kommt er in den Besitz von Róisíns Tagebuch, und er entdeckt die dritte, lange Zeit auf mysteriöse Weise verschwundene Schwester Aoife. Auch sie hat ein Tagebuch geschrieben, das aber nicht Eingang in den Roman findet. Christian Mørk hat mit "Teufelslist"/"Darling Jim" einen wunderbaren Thriller geschrieben, eine makabre Geschichte, die den Leser unaufhörlich in ihren Bann zieht und ihn erst nach der letzten Seite wieder loslässt. Der Autor hat sich, wie er im Nachwort ausführt, an einem wahren Familiendrama orientiert, das sich in einer irischen Gemeinde, auf einem einsamen Gehöft, im Jahr 2000 abgespielt hat. Dort fand man die Leichen einer 83jährigen Frau und ihrer drei Nichten, die sich zu Tode gehungert und so Selbstmord begangen hatten. Ausgehend von dem realen Fall entwickelt Mørk einen psychologisch fundierten Krimi, in dem sich Elemente von Horror, Märchen und Mythologie mischen. Es ist ein ungeheuer vielschichtiger Roman über Liebe, Leidenschaft und Eifersucht und die Macht der Verführung, der durch seine raffinierte Erzählstruktur besticht. Mehrere Erzähler mit ihrer jeweils eigenen Stimme erzählen aus wechselnder Perspektive immer neue Geschichten in Geschichten und thematisieren damit auch die verführerische Wirkung des Geschichtenerzählens selbst. Gekonnt spielt der Autor mit den Konventionen verschiedener Genres und schafft ein originelles, wahrhaft innovatives Stück Spannungsliteratur. Ohne Einschränkung zu empfehlen. weiterlesen
Darling Jim....äh nee, nun Teufelslist
Ein kleines Häuschen in einer beschaulichen Nachbarschaft in dem Städtchen Malahide. Eines Tages entdeckt der etwas schrullige Postbote Leichen in dem Haus. Genauer gesagt drei Frauenleichen, die sich scheinbar in einer grausamen Tat selber niedergemetzelt haben. Der erste Teil des Romans ist schon sehr spannend geschrieben und macht Lust auf mehr. Man möchte schnell weiterlesen und herausfinden wie es zu der grausamen Tat gekommen ist und wie sich die ganzen Gegebenheiten zugetragen haben. Weitere Hinweise ergeben sich aus einem Tagebuch, das in der Poststelle landet und von Niall gefunden und gelesen wird. Zusammen mit Niall liest der Leser das Tagebuch von Fiona und erfährt dort von Fionas Familie und von Jim Quick, einem Senchai der in den Pubs mystische Geschichten erzählt und die Menschen, insbesondere die Frauen, in seinen Bann zieht. Fiona erlebt eine heiße Nacht mit ihm und kommt einem dunkeln Geheimnis auf die Spur und damit beginnt die Misere. Fionas Zwillingsschwester Roisin und Aoifel stehen hinter ihr, aber Jim, oder besser Darling Jim schleicht sich in das Leben ihrer Tante Moira ein und blendet alle. Von der Konstruktion finde ich die Geschichte sehr gut geschrieben. Man erlebt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Erzählerperspektive wird als Rahmen benutzt. Als Niall die Tagebücher von Fiona uns Roisin liest bekommt man mehr Intensität durch die Ich-Perspektive vermittelt. Als zusätzliche Geschichte wird auch noch die Erzählung von Jim in den Pubs eingebracht, die von dem Prinzen Euan handelt, der in einen Wolf verwandelt wird. Die Charaktere werden gut von Christian Mork dargestellt. Er schafft es ihnen Leben einzuhauchen und ihre Macken und Kanten werden gut hervorgehoben. Jim als geheimnisvoller Fremder übt durchaus auch seinen Reiz auf den Leser aus. Fazit „Teufelslist“ ist ein spannender, gut durchdachter Psychothriller. Die gesamte Geschichte ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, da es viele Geschichtsfragmente gibt, die sich erst nach und nach zusammenführen. Lässt man sich aber auf den Stil und die verschiedenen Geschichten ein, erwartet den Leser eine spannende Geschichte.Anmerkung: Als der Roman in Hardcover rausgebracht wurde, trug er noch den Namen „Darling Jim“. weiterlesen
Kein Darling für mich!
Vorab: Ich mag Thriller. Ich mag Krimis. Und die dürfen auch gern mal ein bisschen abgefahrener sein. Aber "Darling Jim" fand ich einfach nur sehr abgefahren, leider im negativen Sinn. Der Klappentext klang sehr verführerisch und somit ist das Buch aus der Bibliothek zu mir gewandert. Auch die Idee mit der "Geschichte in der Geschichte", also die Geschichte der Schwestern wird gefunden und der Leser erlebt sie "nacherzählt" in den Tagebüchern mit, fand ich fantastisch. Leider war die Umsetzung nicht wirklich packend und ich wurde zu keiner Zeit wirklich vom Buch gefesselt. Das geht schon damit los, dass die Geschichte, die Jim erzählt, für mich gänzlich uninteressant war. Märchen, Wolf, Blabla - ich habe die paar Seiten, auf denen seine ja angeblich vor allem für die weibliche Zuhöhrerschaft so beeindruckenden Schilderungen geschrieben standen, überblättert. Denn da ist dann schon der nächste Kritikpunkt, den ich nicht nachvollziehbar fand: Für mich hat Christian Mork nie wirklich klargestellt, warum denn nun Jim so anziehend ist. Er sieht gut aus (kenn ich auch ein paar), er erzählt gute Geschichten (kenn ich auch ein paar) und ist wohl auch charmant (kenn ich auch ein paar) - aber: Die Damen im Buch schlagen sich ja die Köpfe ein, nur um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Und jedes Mal saß ich vor den Textstellen und dachte: WARUM? Die wirkliche Überraschung kommt - zumindest für mich - wirklich erst ganz zum Schluss des Buchs, wenn der Briefträger dann auf des Rätsels Lösung um die Geschichte der dritten Schwester stößt, denn das hatte ich so einfach nicht erwartet. Ansonsten war aber alles relativ vorhersehbar und keine große Wendung im Buch vorhanden (auch wenn der Überraschungsmoment, den ich erlebt habe, eigentlich auch mit logischem Nachdenken erkennbar sein kann). Wer vielleicht ein bisschen auf "außergewöhnliche" Geschichten steht und etwas in die Richtung Fantasy angehaucht ist, hat an diesem Buch mehr Freude - realistisch wirkte das gesamte Buch für mich an fast keiner Stelle, so dass es bei mir eher zur Kategorie "durchgefallen" zählt. weiterlesen
Ein zauberhafter Thriller
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr … Dies ist ein sehr ungewöhnliches und sehr gutes Buch mit Suchtfaktor. Jim erzählt Märchen und dies ist mit der Thrillerhandlung verwoben. Eine Fabel in der Geschichte sozusagen. Die Protagonisten kann man in zwei Kategorien einteilen. Jetztzeit und Opfer. Briefträger Niall erlebt die Geschichte nachdem die Opfer gefunden wurden und er macht sich auf die Suche , weil ihn Fionas Tagebuch fasziniert. Polizeiliche Ermittlungen sind in diesem Buch fast nicht existent. Hauptteil des Buches sind die Geschichten der Opfer Fiona und Roisin im Tagebuchstil. Sie berichten jeweils aus ihrer Sicht aus der Vergangenheit und wie alles begann. Und wie und warum sie zu Opfern wurden. Der Schreibstil ist klasse man ist sofort in der Geschichte drin und leidet mit den Figuren. Durch den ungewöhnlichen Stil dieses Buches lernt man sämtliche Figuren " von innen" kennen, es geht in diesem Thriller nämlich keineswegs um Indizien, Spuren oder Ermittlungen sondern nur um das "Warum" der Liebe, des Hasses, des Todes. Die Handlungsstränge und Auflösungen werden gegen Ende des Buches sehr komplex , bleiben aber logisch. Eingebettet in die irische Landschaft und Lebensweise in Zusammenführung mit der Geschichte des Erzählers "Darling Jim" ist dieses Buch ganz klar ein " zauberhafter Thriller". weiterlesen
sehr konstruiert
Leider merkt man, dass der Autor mehrere Jahre an dem Buch geschrieben hat. Nicht weil es besonders gut ist und toll recherchiert ist, nein weil es wirkt als wären mehrere Ideen krampfhaft miteinander verbunden wurden. Und das Ende und die Auflösung ist leicht unzusammenhängend und stark konstruiert. Dass ein irischer Geschichtenerzähler die Damenwelt becirct und nebenbei ein paar davon umbringt, ist ein spannender Ausgangspunkt. Dass drei Schwestern ihn umbringen, nachdem er eine der dreien vergewaltigt hat, ein weiterer spannender Baustein. Dass diese drei Mädchen dann wiederum von ihrer Tante, die den Casanova gerade eben heiraten wollte, gefangen gehalten werden – auch spannend. Der Außenstehende weiß nur, dass drei Tote Frauen in einem haus gefunden wurden, gegenseitig getötet. Und dann finden sich zwei Tagebücher der Schwestern an. Alles spannend bis dahin. Aber leider sind die einzelnen Aspekte so schlecht zusammen geschustert, besonders das Verbindungsglied des Postboten klingt so konstruiert, dass es keinen wirklichen Spaß macht das Buch zu lesen. Und das Ende scheint fast ohne Zusammenhang zum sonstigen Handlungsverlauf. Schade, die Ansätze waren gut. weiterlesen

