
Beschreibung
«Ein wenig eine Pietät hat auch die tote Sau verdient», spricht Mastbauer Bergmüller. Betreten steht der Münchner Kommissar Konrad Wolf vor einem Schweinesarg. Allerdings wurde darin keine Sau, sondern ein toter Mensch gefunden. Ein erstochener niederbayerischer Unternehmer, der Mann von Wolfs Jugendfreundin Klara außerdem.
Deswegen hat sich Wolf am Morgen auf den Weg gemacht in die Provinz. Bald stellt sich heraus: Hätte er es bloß gelassen. Während ein hasserfüllter Mörder die niederbayerische Bevölkerung dezimiert, wird der Kommissar von Dämonen aus der Vergangenheit heimgesucht. Der Fall: reiner Sprengstoff!
Der Münchner Kommissar Konrad Wolf ist zwar ein Eigenbrötler und wird von diversen Neurosen gequält, aber er hat so etwas wie einen siebten Sinn für Menschen. Vielleicht traut er sich deshalb zu, einen Mord aufzuklären, der überhaupt nicht in seine Zuständigkeit fällt. Als er in der Zeitung liest, dass der Mann seiner Exfreundin Klara ermordet worden ist, nimmt er Urlaub und fährt zurück in seine Heimat Niederbayern. Entschlossen, sich seinen Schuldgefühlen gegenüber Klara zu stellen, nimmt er Kontakt mit dem zuständigen Ermittler Hubert Hartmann auf. Zusammen wollen sie herausfinden, wer für Richard Plochingers Hinscheiden verantwortlich ist. Doch die Chemie stimmt nicht zwischen den beiden Kommissaren, die alte Heimat setzt Wolf zu, und auf einmal gibt es eine weitere Leiche, die es ohne sein Eingreifen vielleicht nicht gegeben hätte. Bald ist klar, dass er es mit einem skrupellosen Mörder zu tun hat, der gegen die niederbayerische Provinz und die Menschen darin mindestens genauso große Vorbehalte hat wie Wolf selbst. Er dringt tief in die Psyche dieses unheimlichen Landstrichs ein – tiefer, als ihm lieb sein kann.
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Leseeindrücke
Langeweile und Chaos - mein Fall ist das nicht.
Ein Krimi, der müde macht: deprimierende, düstere Grundstimmung und ein Stil, der anstrengt. Mir jedenfalls gefällt es definitiv nicht, wenn nach nur ein, zwei Sätzen in direkter Rede ein Absatz folgt, der in der indirekten Rede gehalten ist. Das liest sich ein wenig wie das "Königlich Bayerische Amtsgericht", nur ohne die lustigen Elemente. Die Story lebt von mehr oder weniger schrägen Personen. So bastelt Mastbauer Bergmüller für seine toten Schweine Särge, Kommissar Konrad Wolf trauert seiner vor zwanzig Jahren verpassten Chance auf Liebe hinterher, Prostituierte boxen sich durchs Leben, Polizisten gehen eigene Wege und Ehefrauen laufen mit Scheuklappen durchs Leben. Ein auf den ersten Blick schlichter Mordfall ufert immer mehr zu einer länderübergreifenden Staatsaffäre aus und trotzdem hält das Buch nicht wach. Im Mittelteil ändert sich der Stil - man hat das Gefühl, da schreibt ein anderer Autor. Die Protagonisten werden farbiger, lebendiger, aktiver. Trotzdem hält sich die Spannung in Grenzen (trotz deutlicher Steigerung zu den ersten gut 140 Seiten). Dass die einzelnen Kapitel jeweils ohne Absatz geschrieben sind, stört den Lesefluss ziemlich. Ironischder Weise gibt es ausgerechnet im kurzen Epilog Absätze. Wirkliche Höhen sind nicht vorhanden, Ansätze verkümmern, die Wendungen sind sehr willkürlich und unrealistisch. Außerdem wirkt die Schilderung der "bayerischen Polizei" im Allgemeinen und Konrad Wolf im Speziellen nicht sehr vertrauenserweckend. Dass die Polizisten der Provinz den Kommissar aus München so behandeln, wie im Buch beschrieben, macht aus der Story ein Possenspiel. Und Puls messen mit dem Daumen - das machen wirklich nur absolute Stümper. Leider konnte mich das Buch bis zum Ende (obwohl dieses dann doch etwas explosiver war) nicht überzeugen. Ich wünsche jedem Buch, dass es seine Leser findet, die es mögen. Bei diesem hier fällt es mir schwer, tatsächlich daran zu glauben, dass es jemanden gibt, der es wirklich "super, toll, klasse, spannend" findet. Schade. weiterlesen
Provinz von der dunklen Seite
Ich war auf einer Lesung von Herrn Kellnberger, wo andere Teile des Buches vorgelesen wurden. Jetzt habe ich hier den Anfang gelesen. Die etwas schwermütige Art gefällt mir sehr gut, und ich werde mir das Buch wohl kaufen. Ein Krimi, den man nicht so schnell wegliest, es gibt Zeit für Gefühle. Sicher einer der anspruchsvollsten Regionalkrimis und etwas zum Nachdenken. weiterlesen
Froschküsser......
.... ist eine witzige Bezeichnung! Dafür gibt es ein Extra-Sternchen von mir ! Der LP nach handelt es sich bei dem Roman um einen "Alpenkrimi", was mich gleich angesprochen hat (besonders weil es in der Umgebung von Straubing spielt). Der Münchner Kommissar Wolf lässt sich an den Ermittlungen zum gewaltsamen Tod vom Straubinger Unternehmer und Politiker Plochinger beteiligen. Denn die Witwe Klara war früher sein Jugendschwarm. Daher begibt er trotz Ängsten (?) sich wieder in seine alte Heimat. Das Opfer wurde auf dem Hof von Bauer Andreas Bergmüller in einem Sarg für Schweine gefunden. Im Gespräch mit seinem Straubinger Kollegen Hartmann und Herrn Bergmann stellt er fest, dass der Tote nicht sonderlich beliebt war. Denn viele aus der Gegend hatten ein Motiv, den Unternehmer zu ermorden. Der Prolog, der nicht zum Anfangskapitel passt und im Moment isoliert dasteht, sowie die Ausgangssituation machen mich neugierig, wie der Autor Josef Kehlberger die Geschichte weiter entwickelt: wie kam das Opfer in den Schweinesarg, was geschieht bei Gäubodenfest, was ist mit Klara und vor allem: wie ist die Tochter von Bergmann gestorben? weiterlesen
ein spannender Krimi
Explosiv und vermutlich tödlich endent, so beginnt diese Leseprobe. Unheimlich fand ich die direkte Ansprache des Leser: Du, man wird förmlich in diese Geschichte direkt einbezogen. Der Ermittler, dieser Kommissar Wolf, wer ist das ? Jemand der sich auf sein Gefühl verläßt, der sich bildlich in einen Tatort versetzt. Jemand der vor irgendetwas große Angst zu haben scheint. Er wirkt wie ein sehr genauer, pinkeliger Ermittler, der detaiierte Beobachtungen macht, alles aufnimmt, auch noch so kleine Details bemerkt. Jemand der sich jedes Wort, was er sagt dreimal überdenkt, bevor er spricht. Warum ist er so übervorsichtig, fragt man sich als Leser? Auf jeden Fall kein Krimi zum eben mal weg lesen, sondern eher ein anspruchsvoller, tiefgründiger Roman. A weiterlesen
Bullen und Schweine
Das war irgentwie kein Buch für mich. Normalerweise bin ich für jeden Krimi offen, doch diese LP entsprach nicht ganz meinen Vorstellungen. In einem Sarg für Schweine wird ein Toter gefunden und dann noch mit einer Schweinemaske auf. Irgentwie komisch und makaber! Da hab ich schon interessantere und auch bessere Krimis gelesen. weiterlesen
Rezensionen
OH ICH DACHTE DA WÄR MEHR DRAN!?!
IInhalt: Unternehmer Plochinger wird tot im Schweinesarg von Mastbauer Bergmüller gefunden. Kommissar Wolf fährt von München nach Straubing um Kommissar Hartmann zu unterstützen. Kaum in Niederbayern angekommen, holen Wolf die Gespenster seiner Kindheit und Vergangenheit ein. Auch mit seiner Ex-Ehefrau, deren Mann der Tote ist, hat Wolf noch so einiges zu klären. Meinung: Ich hatte mir mehr erwartet! Kelnberger schreibt sehr verwirrend und verschachtelt. Dies macht die Handlung weder spannender noch reizvoller. Auch haben mich die ewigen Psychosen und Neurosen von Kommissar Wolf gestört. Normalerweise stehe ich ja auf Ermittler mit Macken, aber bei Wolf sind sie mir dann doch zuviel. Leider hatte ich auch das Gefühl, dass dem Autor immer wieder die Luft ausging, jedesmal, wenn es spannend zu werden schien, war es auch schon wieder vorbei! Fazit: Schade, aber ich hatte mir wirklich mehr vorgestellt! weiterlesen
Enttäuschend
Richard Plochinger, Futtermittelproduzent und Politiker wird tot in einem Schweinesarg auf einem Bauernhof aufgefunden. Er wurde erstochen. Kommissar Wolf aus München, der aber aus dieser Gegend stammt bittet die hiesige Polizei bei den Ermittlungen anwesend zu sein. Klara Plochinger, die Frau des Ermordeten ist die Ex-Freundin von Wolf. Kommissar Wolf verhört erst den Bauer, bei dem die Leiche gefunden wurde, dann trifft er sich nach der Beerdigung mit der Witwe. Bei dem Treffen wir ihm von Herrn Mölter, Mitarbeiter in der Firma Plochinger und Geliebter der Frau ein Dossier überreicht, dass Plochinger illegaler Machenschaften beschuldigt. Als die Witwe erschossen aufgefunden wird gerät sogar Wolf in Verdacht. Das Buch hat mich enttäuscht. Es ist Josef Kelnberger nicht gelungen den Leser zu fesseln. Das Buch ist sehr seicht, dümpelt so vor sich hin. Erst im letzten Drittel fängt es an etwas spannend zu werden. weiterlesen
Da wollte jemand und konnte nicht ....
Josef Kelnberger möchte auch dazu gehören, zu den Autoren der berühmten Regional-Krimis. Ihm hat es eine Region besonders angetan – das Niederbayern. Ehemals der Bauernhof Deutschlands, die Vorzeigewiesen mit Kühen, Schweinen und gesunden Feldern ist es heute auch nicht mehr viel mehr als ein weiterer Arbeitsplatz Standort im Wandel. Wandeln wollte sich auch Herrn Kelnberger. Vom Redakteur zum Autor. „Bullen und Schweine“ ist sein Debütroman und der kritische Leser merkt schon im ersten Kapitel das der Herr Redakteur nicht von seinen Wurzeln lassen kann. So richtig kommt ein kriminalistisches Feeling bei mir als Leser nicht an. Die Figuren werden zwar sorgsam aufgestellt und liefern auch ein ausreichend klares Bild von sich aber sympathisch oder authentisch wirken sie irgendwie nicht. Sie verbleiben immer ein bisschen die Marionetten in der Berichterstattung. Schon im ersten Kapitel wird nicht mit alten Klischees und Berichten gegeizt, so als wollte der Autor zeigen dass er seine Hausaufgaben gemacht hat. Wirklich beitragen zur Spannung oder atmosphärischen Dichte tun diese alten Kamellen jedoch nicht. Der Stil ist eher berichtend als kriminalistisch, ich hatte eher das Gefühl einen zu lang geratenen Zeitungsartikel zu lesen. Da ich aber von Natur aus neugierig bin wollte ich schon gerne wissen wer den Futtermittelfabrikanten getötet hat und warum. Leider muss ich schreiben dass meine Neugier nicht lange anhielt. Getötet wurde sie (wie es sich für einen echten Kriminalroman gar nicht gehört) von der monotonen Schreibweise und dem oben schon bemängelten kriminalistischen Feingefühl. Ich hatte nachdem ich das Buch ein paar Mal für alltägliche Unterbrechungen zur Seite gelegt habe nicht unbedingt mehr das Bedürfnis es weiter zu lesen. Ich habe es noch mehrere Male versucht aber mehr als querlesen konnte ich es nicht. FAZIT: Die Idee der Geschichte an sich war gut, leider scheiterte dieser Autor wie schon viele vor ihm an der Umsetzung. Vielleicht reift er noch ein wenig und bringt mit einem zweiten Roman ein besseres Ergebnis heraus. Daher leider nur unterdurchschnittliche Bewertung. weiterlesen
Langeweile pur....
Sorry, aber ich weiß nichtmal was ich zu diesem Buch schreiben sollte/könnte..... Habe mich selten so schlecht unterhalten gefühlt und dermaßen gelangweilt. Weg damit.....abgebrochen und etwas besseres angefangen. Sorry, aber das war üüüüberhaupt nichts für mich. weiterlesen
träge
Diesem Buch fehlt definitiv Leichtigkeit und Spannung. Die Geschichte ist schon arg zäh beschrieben. Wolf denkt sehr viel nach und seine Gedankengänge sind weder kurzer Natur, noch sind sie interessant. Man neigt sehr schnell zum Ueberblättern. Durch diese träge Masse verblasst der eigentliche Fall mehr und mehr. Dazu kommt eine recht schwerfällige Schreibart, die das Lesen nicht gerade freundlicher gestaltet. Man muss sich erst einmal daran gewöhnen, doch so wirklich warm bin ich damit in diesem Fall nicht geworden. Wolfs Neurosen hatten mich nach dem Klappentext an "Monk" erinnert und erwartete daraufhin ein paar lustige Passagen. Doch auch Humor scheint dem Autor nicht wirklich zu liegen. Ich kann mich zumindest an keinen Lacher erinnern. weiterlesen

