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Zitat:
Der Zirkus kommt überraschend.
Es gibt keine Ankündigung, keine Reklametafeln oder Plakate an Litfaßsäulen, keine Artikel und Zeitungsanzeigen.
Plötzlich ist er da, wie aus dem Nichts.
- S. 7
Autorin: Erin Morgenstern
Titel: Der Nachtzirkus
Originaltitel: The Night Circus
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Verlag (15. März 2012)
Sprache: Deutsch
Inhalt:
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.
Gestaltung:
Die Gestaltung ist einfach wundervoll und zauberhaft. Bei der Hardcoverversion ist das Cover abwechselnd matt, dann wieder glänzend und die Schnörkel um den Titel glänzen im Licht regenbogenfarben. Auch ohne Schutzumschlag erkennt man die Umrisse des Zirkuszeltes.
Obwohl ich das deutsche (und somit auch das amerikanische) Cover wunderschön finde, kann die UK-Version das ganze noch toppen, denn die zwei Gestalten auf dem Cover gefallen mir einfach unglaublich gut, es hat einen schwarzen Buchschnitt, ohne Schutzumschlag ist es komplett rot und man sieht eine Uhr, mir als einer, dem Zirkus treuen, Rêveuse gefällt mir das natürlich besonders ;) Deswegen (und um meine Englischkentinisse aufzubessern) habe ich mir die UK-Version nochmal bei Amazon bestellt und sie sieht einfach wunderschön aus.
Ich bin wirklich froh, dass man den Titel gelassen hat bzw. nur übersetzt hat, denn er gehört einfach zu dem Buch und passt perfekt.
Meine Meinung:
Ich kann meine Begeisterung gar nicht in Worte fassen :D
Also vorweg muss gesagt werden, dass man sich nicht so auf die Inhaltsangabe fixieren sollte, denn es stehen nicht direkt Celia und Marco im Mittelpunkt, viel mehr geht es um den gesamten Zirkus, natürlich spielen Celia und Marco eine mehr oder weniger große Rolle, aber letztendlich ist es die Geschichte des Zirkus.
Die Autorin hat wirklich eine Menge an Fantasie und Arbeit in die Gestaltung und Realisierung des Zirkus gesteckt und fesselt den Leser weniger mit Spannung als mit wunderschönen Beschreibungen, der unzähligen Zelte. Man bekommt von seinen Anfängen und auch von seinem Weiterleben erzählt, wobei relativ oft in der Zeit gesprungen wird. Hierbei empfehle ich euch auf die Jahreszahlen am Anfang der Kapitel zu achten, es hat mir zwar nicht sehr viel Mühe bereitet auf die Daten zu achten, aber hat man es dann dochmal vergessen, irritiert einen die Situation oft.
Die Personen waren alle sehr unterschiedlich, mit ganz eigenen Charaktern und ergaben zusammen eine bunte Mischung an Menschen, die alle durch den Zirkus verbunden wurden.
Von allen Charakteren haben es mir die Rêveurs und Rêveusen besonders angetan, als begeisterte Anhänger folgen sie dem Zirkus so weit es geht und unterscheiden sich nur durch ein einzelnes rotes Detail an ihrer Kleidungung von den, in schwarz-weiß gekleideten, Zirkusmitgliedern. Alle Rêveurs waren freundlich und traf Einer den Andern so wurden gleich darauf Freundschaften geschlossen und man tauschte sich bei einem Kaffee über die vielen verschiedenen Zelte aus und wartete gemeinsam darauf des der Zirkus öffnet, denn man kann den Zirkus nur nachts betreten.
Natürlich gibt es noch mehr Charakter, nämlich unter anderem Celia und Marco, die zu den Hauptfiguren im Buch zählen. Man erfährt von ihrer Kindheit und wie sie ihren Weg zum Zirkus finden. Auch wie sie sich kennenlernen wird erzählt, wobei das Ganze immer von einem Hauch Verzweiflung begleitet wird, der durch den Wettstreit ausgelöst wird.
Dieser wird nicht direkt ausgefochten, sondern eher nebenbei durch den Zirkus.
Man beobachtet im ganzen Buch Celias und Marcos gemeinsame Geschichte und hofft das beste für sie, aber sie sind unlösbar an den Wettstreit gebunden. Das ganze endet in einem Finale, bei dem einige Handlungsstänge zusammengeführt werden, aber ob es ein Happy End gibt müsst ihr selber herausfinden...
Wenn man sich nicht von der Inhaltsangabe beeinflussen lässt, eine einfach wundervolle und zauberhaft geschriebene Geschichte. Am liebsten möchte man auf der Stelle sein eigenes Leben verlassen und mit dem Zirkus weiterreisen und sich in seinen Zaubern und Illusionen verlieren.
Gestaltung: ♥♥♥♥♥ (4,5/5)
nur deswegen "nur" 4,5 Punkte, weil das englische Cover noch hübscher ist ;D
Inhalt: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nie vorhergesehen war: sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.
Ja, ich bin eine sogenannte rêveuse. So nennt man im Buch die Menschen, die vom Nachtzirkus begeistert sind, jede Vorstellung besuchen und ihm hinterher reisen um immer wieder diese Magie zu spüren, die ihn umgibt.
Man muss sich auf dieses Buch einlassen können. Einlassen mit all seinen Sinnen, denn nur dann spürt und erlebt man die Magie, die von diesem Buch … dieser Geschichte ausgeht. Die einzelnen Zelte sind so wunderschön und liebevoll beschrieben, das wenn man die Augen schließt sich darin wieder finden kann. Die Luft, die Menschen und ihre Schicksale, all das kann man erleben, wenn man sich darauf einlässt und dieses Buch nicht einfach nur runter liest. Nur dann ist man in die Handlung eingebunden und erlebt diese magische Welt.
Ein wundervolles Buch, in dem Träume noch möglich und erlebbar sind!!!
Der Cirque des Rêves kommt ohne Ankündigung, eines Tages ist er einfach da. Er entführt seine Besucher in magische Zelte, in denen sich Dinge befinden, die nie gesehen und nie zuvor da gewesen sind. Doch hinter den Kulissen des Zirkus ist es ganz und gar nicht so harmonische, wie es nach außen hin suggeriert wird. Zwei konkurrierende Magier bilden ihre Kinder aus, dass zu Ende zu bringen, was sie selbst nie geschafft haben - den Kampf auf Leben und Tod. Doch als Celia und Marco aufeinandertreffen passiert etwas, was die beiden Magier nicht vorhersehen konnten. Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von den Magiern unlösbar an den tödlichen Wettstreit und an den Zirkus gebunden, ringen beide um ihre Liebe, aber auch um den Zirkus. Denn dieser ist von ihren Überleben unmittelbar abhängig.
Zum Inhalt:
Celia und Marco werden seit frühester Kindheit auf eine Prüfung vorbereitet. Celia durch ihren Vater, den Zauberkünstler Prospero, bei dem sie nach dem Tod ihrer Mutter aufwächst. Marco bei dem Mann im grauen Anzug, der ihn aus einem Kinderheim holt und ihn großzieht. Jahrelang werden sie von ihren Lehrmeistern auf die Prüfung vorbereitet, ohne zu wissen, worin diese besteht.
Meine Meinung:
Der Nachtzirkus ist ein ganz besonderes Buch. Schon auf den ersten Seiten, in denen man direkt angesprochen und gedutzt wird, hat man das Gefühl den Zirkus zu betreten. Eine nette Idee dabei ist, dass man auf den letzten Seiten dann ebenfalls in der Du-Form angesprochen wurde und somit der Eindruck entstand, dass man den Zirkus wieder verlassen hat.
Was sich nach dem "Betreten" dem Leser bietet, habe ich in dieser Form noch nie erlebt. Morgenstern beschreibt äußerst phantasievoll und detailgetreu die einzelnen Zelte, sodass man sie sich bildlich vorstellen kann. Auch die Magier in dem Buch entführen in eine andere Welt. Dieses im Verlauf der Geschichte immer stärkere Abgleiten in die Phantasiewelt ist es auch, was mich am meisten fasziniert hat. Der Spannungsgrad ist konstant sehr hoch, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, wenn man sich erst eingelesen hat.
Wenn ich Kritik üben müsste, dann lediglich daran, dass man lange Zeit nicht wusste, worin die Prüfung besteht und dass es immer wieder Sprünge zwischen den einzelnen Jahren gab. Man musste schon sehr konzentriert lesen und genau aufpassen, in welchem Jahr man sich gerade befindet, um dem Geschehen teilweise besser folgen zu können.
Fazit:
Die Geschichte
Die Welt am Ende des 19. Jahrhunderts... In London treffen sich zwei Männer, um eine folgenschwere Wette einzugehen.
Zwei Magier treten in einen Wettkampf untereinander, um die Beschaffenheit der Welt und das Durchhaltevermögen und die Kraft ihrer Zöglinge zu erproben. Es wird ein magischer Kampf zwischen zwei verschiedenen Seelen werden, deren Zweck es war, den anderen erbarmungslos zu vernichten. Doch zwischen den zwei so unterschiedlichen jungen Menschen Celia und Marco wird eine tiefe Verbundenheit deutlich, die den Kampfausgang empfindlich stören kann, die Wettkampfstätte des Nachtirkus gefährdet und damit auch das Leben aller darin eingespannten Personen.
Mehr zur Geschichte zu sagen, ist fast unmöglich und wäre auch ein kleiner Frevel an der Geschichte.
Ein magisches Leseerlebnis
Den Roman in seiner Ganzheit zu beschreiben, ist durchaus nicht einfach. Man liest ihn, und hat trotzdem das Gefühl, etwas verpasst zu haben. In dem Sinne ist er wie der Nachtzirkus: man fühlt sich wie der unbedarfte Zuschauer, der voller Erwartungen den Zirkus betritt, sich durch die einzelnen Zelte bewegt, Vorstellungen beiwohnt und nach einigen Stunden das Gelände wieder verlässt – zufrieden und vergnügt, aber mit der Absicht, wiederzukommen, um Zelte zu suchen, die man vielleicht übersehen hat. Die Autorin Téa Obreht soll gesagt haben, dass der Zirkus „bis ins Kleinste ausgearbeitet und doch flirrend wie ein Traum“ sei und ich möchte ihr unumwunden in dem Punkt zustimmen.
Man liest es und hat doch gleichzeitig das Gefühl, den Zirkus greifen zu können, aber mit einem Mal ist man sich wieder nicht sicher, ob alles so wirklich existent ist.Magie spielt in diesem Roman eine immense Rolle, aber das soll keineswegs trügen. Wir finden hier keinen gewöhnlichen Fantasy-Roman vor, wie man ihn vielleicht kennt, sondern die Magie wird auf subtile Art und Weise als Bestandteil unserer bekannten Welt integriert, deren jeder fähig ist zu erlernen, aber nur wenige imstande sind, sie zu begreifen. Deshalb muss Magie als Kunststück dargestellt werden. Und das halte ich durchaus für einen brillianten Gedanken und macht nachdenklich. Wie viel der Welt begreifen wir nicht oder lassen es uns nur als raffiniert gehaltenes „Kunststückchen“ erklären?
Schön und geradezu bezaubernd war hier die dezent romantisch gehaltene Liebe zwischen Marco und Celia, denn auch wenn es dem Leser schon von vornherein deutlich sein dürfte, hegte ich Zweifel, ob die Beschreibung ihrer Romanze dem zarten, schwebenden Schreibstil gerecht werden könnte.
Aber ich muss sagen, dass Sorgen dahingehend unberechtigt sind, denn auch ihr zarte Liebe ist so leicht und locker beschrieben, wie vieles in dem Roman.
Dabei merkt man aber auch Morgensterns Liebe zu Detrailtreue und malerisch ausgearbeiteten Szenerien und es muss auch gesagt werden, dass dieses Buch Kreativität und Originalität in einem gesunden und ausgewogenen Maße in sich vereint. Man hat es hier nicht mit Fabelwesen oder einer komplett anderer Welt zu tun, sondern mit einem normalen Zirkus, in dem einfach „unnormale“ Dinge passieren.
Dabei ist der Roman aber keine Quelle unentwegter Spannung – ich möchte sogar soweit gehen, zu behaupten, dass sich Spannung, wie man sie oftmals aus anderen Büchern kennt, hier fast gar nicht zu finden ist. Dafür bietet es aber andere Aspekte, die mich am Lesen hielten und mich immer wieder erfreuten.
Da war zum einen der wunderbare, schwebende und filigrane Schreibstil, der mich in die Welt des Zirkus entführten und mich für die Zeit die Welt um mich herum vergessen ließ, sodass ich immer wieder motiviert war, weiterzulesen und zum anderen war die Geschichte in ihrer Struktur spannend genug.
Dabei wird mit verschiedenen Ebenen gearbeitet, die zum Teil auf den ersten Blick sehr losgelöst vom eigentlichen Erzählstrang sind – zum einen zeitlich, zum anderen räumlich. Da wird man als Leser selbst angesprochen und in die verschiedenen Zelte geführt, oder man lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, deren Schicksal immer auf die eine oder andere Weise mit dem Zirkus und den beiden Liebenden verknüpft ist.
Morgenstern gelingt es hier aber auch auf eine gelungene Art, den Leser sehr, sehr lange Zeit im Unklaren zu lassen, ohne ihn dabei aber vollends den Braten vorzuhalten, sodass man nach der Hälfte frustriert aufgeben möchte. Man taucht selbst in diese magische, verzauberte Welt ein und versucht das unsichtbare Band, das alle Menschen dieser Geschichte verbindet, herauszufinden; man leidet und freut sich mit den Protagonisten und fiebert mit.
Die Geschichte strotzt nur so vor Emotionen, aber all das wird dem Leser mehr unterschwellig vermittelt, sodass man nicht ins Kitschige oder Lächerliche abgleitet, sondern das alles seinen zauberhaften Charme behält.
Eine Besonderheit des Romans ist, wie schon anklang, der Schreibstil. Nicht nur diese Detailverliebtheit und Finesse, mit der die Autorin hier den Schauplatz beschreibt, sind erwähnenswert und machen die Erzählung zu einem genussvollen Leseerlebnis, sondern auch die ungewöhnliche Erzählzeit. So wird das Geschehen konsequent im Präsens erzählt und damit eine unnachahmliche Atmosphäre geschaffen, die anders wahrscheinlich nie diese Intensität bekommen hätte.
Der Leser ist so, wenn er sich darauf einlässt, in dem Geschehen und lässt sich mitreißen, denn man erlebt quasi alles „Jetzt“.
Langer Rede, (ich versuche es) kurzer Sinn:
Dieses Buch ist ein wunderbares, gelungenes Debüt Erin Morgensterns, in dem sie ihr Talent und auch ihr Gefühl für das Ästhetische deutlicher nicht hätte zu Papier bringen können. Wenn man, wie gesagt, sich darauf einlässt, findet man hier eine faszinierende Welt vor – einen Zirkus der Träume, dessen Tore weit offen sind, um den Leser in eine andere Welt zu entführen, die der normalen nicht unähnlich ist, aber in der eben auch Feuer neben Eis existieren kann, ohne dass eins das andere vernichtet. Man kann unterschiedlichste Menschen kennenlernen, die allesamt durch die Faszination „Nachtzirkus“ zueinanderfinden.
Ich kann dieses Buch mit gutem Gewissen empfehlen und halte es für eine der besten Neuerscheinungen der letzten Zeit.
Nachtzirkus
Zum Inhalt werde ich diesmal nichts schreiben, denn dieses Buch ist außergewöhnlich anders. Man liest es nicht nur, sondern man ist ein Teil dieses Zirkus. Als Leser wird man Teil des Zirkus, man besucht den Zirkus im Kopfkino, geht durch die unterschiedlichen Zelten und nimmt Teil am Leben der Personen. Ungewöhnlich ist die Erzählweise. Der Leser wird immer wieder direkt angesprochen und durch die genauen Beschreibungen des Zirkus nimmt der Leser Anteil am Geschehen und wird so Teil der Geschichte. Die direkte Ansprache des Leser wechselt sich ab mit der Erzählung des Wettkampfes der beiden Magierkinder. Sie sind Zauberkünstler im Zirkus, der nur Nachts öffnet und immer wieder unerwartet na neuen Orten auftaucht. Aber es gibt keine Tricks, sondern echte Magie in diesem Traumzirkus. Alles ist schwarz oder weiß und immer wieder r tauchen neue, unglaubliche Zelte auf und verzaubern die Besucher und den Leser. Schwarz Weiß ist auch das Cover, mit Tupfen von Rot unglaublich, verträumt, magisch.
Fazit: Eine Rezension, die man nicht in Worte fassen kann. Ein Buch, das man lesen muss und genießen muss. Ein Buch zum Erleben, Fühlen, Träumen. Ungewöhnlich, neu, anders, unglaublich, märchenhaft, magisch. Ein Buch, wie ein Kunstwerk, das aus Buchstaben erschaffen wurde und durch Worte lebendig wird.
Zwei Magier liegen seit Jahrzehnten im Wettstreit. Sie schließen eine Wette ab, welcher ihrer beiden Zöglinge, Celia und Marco, dem anderen überlegen ist. Schauplatz ist der Cirque des Rêves, der Nachtzirkus, der plötzlich auftaucht und seine Besucher verzaubert.
Erin Morgenstern hat mit „Der Nachtzirkus“ eine magische, phantasievolle Welt geschaffen, in der der Cirque des Rêves, der Zirkus der Träume, im Mittelpunkt steht. Hier gibt tatsächlich Magie und jeder Besucher findet das, was für ihn den perfekten Zirkus ausmacht. Morgenstern schöpft hier aus dem Vollen.
Ich muss gestehen, dass ich nach den ersten Kapiteln einen anderen, blutigeren Handlungsverlauf erwartet hatte. Doch das von mir erwartete Duell fand so nicht statt. Viel mehr übertrumpfen sich Celia und Marco gegenseitig, in dem sie immer weitere neue, spektakuläre Zirkusattraktionen erschaffen.
Morgenstern hat einen Schreibstil, der nicht unbedingt jedem Leser liegen wird. Meist bleibt eine gewisse Distanz zu den Figuren, sie werden neutral und sachlich beschrieben. Dadurch hat die Liebesgeschichte zwischen Marco und Celia für mich auch nicht so richtig funktioniert.
Zwischen den Kapiteln findet häufig ein Wechsel zwischen den Zeiten statt. Das kann beim Lesen zu Beginn etwas verwirren, trägt aber zur besonderen Atmosphäre des Buchs bei.
Der Cirque des Rêves kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet. Die Attraktionen des Cirkus sind so wunderbar und einmalig, dass sich ein eigener Fanclub um den Cirkus gebildet hat.
Diese Attraktionen werden von den Magiern Celia und Marco im Rahmen eines Wettbewerbs geschaffen. Der Zauberer, der den Wettbewerb gewinnt, gewinnt auch den Kampf über Leben und Tod. Doch Celilia und Marco verlieben sich ineinander und sie tun alles, um ihre Liebe und den Cirkus, dessen Schicksal an die beiden gebunden ist, zu retten.
Der Roman war unendlich phantasievoll und ganz nach meinem Geschmack. Schon die Gestaltung des Covers, der Innenseiten und der Typografie im Buch waren besonders und haben dem Buch etwas Magisches verliehen. Auch die Sprache war so bildlich, dass sich der Leser die wunderbaren Attraktionen sehr gut vorstellen konnte.
Dadurch, dass die Geschichte nicht stringent chronologisch erzählt wurde, behielt auch die Geschichte etwas Traumhaftes – nichts war von Anfang an deutlich, nicht alles ist eindeutig nachvollziehbar oder geklärt.
Das Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.
Ein geheimnisvoller Zirkus taucht unangekündigt in einer Stadt auf, denn seine Route ist nicht vorhersehbar. Die Karten sind schnell ausverkauft; die Vorstellung ist magisch und findet nur nachts statt. 1873 arbeitet hier der Zauberer Prospero und zieht das Publikum in seinen Bann. Im Februar wird er von einem Anwalt aufgesucht, der ihm seine Tochter Celia überbringt. Ihre Mutter ist gestorben. Zufällig entdeckt Prospero, dass Celia ebenso wie er magische Kräfte hat. Er unterrichtet sie und vereinbart ein Treffen mit einem Mann, der sich Alexander nennt. Nach einer Vorführung von Celias Kräften wetten die beiden Männer gegeneinander. Alexander will sich einen eigenen Schüler suchen und ihn ausbilden. Dann sollen beide Schüler gegeneinander antreten. In einem Waisenhaus findet Alexander seinen Auserwählten: Marco. Der Kampf auf Leben und Tod kann beginnen. Doch die beiden Schüler sind nahezu unwissend hinsichtlich der Details ihrer Aufgabe. Sie werden von ihren Lehrern in den Nachtzirkus eingeführt, jeder auf seine Art. Und im Laufe der Zeit sind beide immer mehr mit dem Zirkus verbunden. Doch sehr zum Leidwesen von Prospero und Alexander lernen sich Marco und Celia kennen und fühlen sich zueinander hingezogen. Wird ihre Liebe siegen oder muss einer von ihnen sterben um das Spiel zu beenden?
Der Schreibstil von Erin Morgenstern ist ungewöhnlich. Er ist sehr sachlich und neutral gehalten. Und doch passt dieser Stil genau zum Geschehen, denn auch Prospero und Alexander sind emotional sehr distanziert von ihren Schützlingen. Prospero hat gar einen Hang zum Sadismus, denn er ist bereit, seine Tochter sogar zu verletzen, damit sie lernt, sich selbst zu heilen. Auch hier ist bei ihm weder Mitgefühl, noch Bösartigkeit zu finden. Sein Handeln ist nur ein notwendiges Mittel zu seinem Erfolg. Auch im weiteren Verlauf wird dieser Schreibstil beibehalten, der nur bei den wunderschönen Beschreibungen des Zirkus unterbrochen wird. Trotzdem springt der Funke über, als Marco und Celia sich näherkommen. Beide sind sehr sympathische Charaktere und sind sehr schön beschrieben.
Ein wenig anstrengend fand ich die ständigen Wechsel der Zeit. Zwischendurch wusste ich gar nicht, wann und wo ich eigentlich war. Aber gegen Ende des Buches hatte ich den Dreh dann ´raus. Leider ein wenig zu spät in meinen Augen. Das Ende war für mich unvorhersehbar und hinterlässt bei mir die Frage: Was ist nun Realität und was ist Fiktion?
Der Nachtzirkus ist ein außergewöhnliches Buch, dass sich aus dem Boom der allgemeinen Fantasymasse angenehm abhebt.
KLAPPENTEXT:
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.
ZUM AUTOR:
(Quelle: Ullstein)
Erin Morgenstern ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie lebt mit ihren zwei Katzen in Salem, Massachusetts. Der Nachtzirkus ist ihr erster Roman.
EIGENE MEINUNG:
"Flammen, Laternen, Sterne - so vieles schimmert und glitzert im Le Cirque des Rêves. Im Zusammenhang mit seinen Sehenwürdigkeiten habe ich so oft den Ausdruck "Beleuchtungstrick" gehört, dass ich manchmal den Verdacht hege, der gesamte Zirkus könnte eine einzige, komplexe Lichtillusion sein." (S.111)
Er kommt in der Nacht und bietet Attraktionen, die es in keinem Zirkus der Welt in dieser Form je gegeben hat. Er zeigt dir das, was du sehen willst und was du nie zu träumen gewagt hast. Er ist ein Meisterwerk aus Zauberkunst und Illusion. Der Cirque de Rêves. Der Zirkus der dich in seinen Bann zieht und nie wieder los lässt.
Auch mich hat er gefesselt und entführt in eine Welt voller Magie und Illusionen. In der nichts ist wie es scheint. In der auf jeder neu aufgeschlagenen Seite immer wieder Überraschungen auf den Leser warten, der mehr als einmal feststellen wird, dass er sich von Illusionen hat täuschen lassen und damit immer wieder auf einen neuen Weg geleitet wird.
Es ist vor allem die Atmosphäre, die mich so sehr an "Der Nachtzirkus" fasziniert. Ich hatte das Gefühl mitten im Zirkus zu sein, Zirkusluft zu schnuppern und den Hauch des geheimnisvollen zu spüren. Verzaubert von Celia und Marco, die im Wettstreit gegeneinander den Zirkus immer wieder mit neuen faszinierenden Sehenswürdigkeiten und dadurch mit Leben, mit ihrer Seele, füllen. Ich konnte die Magie fühlen.
Der Autorin ist ein komplexer Roman gelungen, der aus vielen kleinen Bildern zusammengesetzt, ähnlich einem Puzzle, ein wundervolles Ganzes ergibt. Erin Morgenstern springt in ihren Kapiteln häufig in der Zeit und erzählt manche Kapitel aus mehreren Blickwinkeln, Gerade dieser Stil ist es, der dem Buch das gewisse Etwas gibt.
Großartig finde ich das Thema, das sie gewählt hat. Der Kampf zweier Magier. Faszinierend, fesselnd, spannend. Schnell ist man selbst geblendet von den Tricks und Illusionen mit denen sie gegeneinander antreten, so dass man häufig die Hand ausstrecken muss, um irgendetwas im Raum anzufassen, um nicht selbst in der von Magier geblendeten Welt zu versinken. Dieser Wettkampf findet ganz ohne Gewalt statt, einzig mit Magie und Imagination.
Noch nie habe ich ein Debüt gelesen, dass so reif und komplex geschrieben ist. Von einer Dichte, die man eher erfahrenen Autoren zuschreiben würde. Genial, was Autorin Erin Morgenstern geschaffen hat. Ich war ständig hin und her gerissen zwischen immer weiter lesen und aufhören, um nicht die ganze Geschichte auf einmal zu verschwenden. Denn mir erging es ähnlich den Reveurs: Wer einmal im Nachtzirkus gewesen ist, der wird süchtig danach und muss immer wieder dorthin zurück kehren.
FAZIT:
Lasst euch verzaubern vom Nachtzirkus, der eine Geschichte beinhaltet von faszinierender Atmosphäre und komplexer Art, die euch in eine Welt der Illusionen entführt und eine Liebesgeschichte bietet, die magisch und wundervoll ist.
"Ein Zirkus, der nur bei Nacht geöffnet hat. Eine fantastische Welt in Schwarz und Weiß. Und eine Liebesgeschichte auf Leben und Tod."... verspricht der Klappentext.
Eine Weile bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, dabei hatte es mich schon vor erscheinen fasziniert. Dann gab es dir ersten Rezensionen und ließen einen stutzig machen... entweder man liebt oder hasst dieses Buch... jetzt wollte ich mir endlich meine eigene Meinung bilden. Ich habe es nicht bereut dieses Buch zu lesen. Auch mich hat es auf eine bestimmte Art und Weise verzaubert... mit seiner zauberhaften,... nein... magischen Geschichte !
Er kommt ganz plötzlich in der Nacht: Der Nachtzirkus, taucht von einer Sekunde zur nächsten auf ohne einen Aufbauprozess zu sehen. Die Menschen kommen in Scharen... ein Zirkus der Träume ... "Cirque des Rêves"... der die Besucher atemlos in ihren Bann schlägt. Attraktionen, magisch und unbegreifbar zwischen den Zelten, in den Zelten, überall... und so manch ein Besucher kann nicht genug davon bekommen.
Dieser Zirkus ist aber zugleich austragungsort eines Duells zweier verfeindeter Magier. Wenn auch eher dezent im Hintergrund. Der ganze Zirkus wird gelenkt, gesteuert und am Leben erhalten und mit ihm die ganzen Zirkusangehörigen. Doch es sind nicht die Magier selber die in diesem Wettstreit gegeneinander antreten. Da sind Celia Bowens, die Tochter des Magiers Prospero, Hector Bowen, und Marco Alistair Schüler des Magiers im grauen Anzug, dessen Name ein Geheimnis ist.
Und als die beiden sich schließlich begegnen, verlieben sie sich ineinander und würden am liebsten aussteigen aus einem Wettstreit, der nicht ihrer ist, zu dem sie aber verpflichtet wurden und aus dem es keinen Ausweg gibt... nicht bevor einer gewinnt und der andere alles verliert !
Die Autorin erzählt eine wunderschöne Liebesgeschichte gepaart mit viel Magie. Denn es ist echte Magie, die die beiden Zauberlehrlinge und Künstler hier weben, keine Zirkusmagie, sie sind es die den Zirkus aufrecht erhalten.
Die Szenen sind wunderschön erzählt, der Leser fängt selber an zu träumen und wird in eine magische Welt gezogen.
Die beschreibungen des Zirkus selber und seiner Attraktionen lassen einen auch manchmal glauben sie selber sehen zu können und vorallem sehen zu wollen.
Doch hier steckt gleichzeitig auch das Manko der Autorin. Teilweise verliert sie sich in endlosen beschreibungen und die Geschichte zieht sich anfangs ein wenig hin.
Der Beginn der Geschichte ist interessant, man liest voller Spannung was passieren wird. dann kommt plötzlich eine Wende und die Geschichte geht nur langsam voran, während der Zirkus im Entstehen ist... hier gab es wohl die ersten Leser, denen das zu langweilig wurde... aber ein weiterlesen lohnt sich. Vielleicht hätte die Autorin an dieser Stelle ruhig einige Seitenw eniger schreiben können. Dann nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf. Celia und Marco begegnen sich und ihre Liebe ist so zart und gleichzeitig so magisch, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Doch gleichzeitig mit ihrer Begegnung kommt auch wieder Tempo in die ganze Geschichte.
Die Charactere sind vielseitig und anfangs auch verwirrend, da viele auf einmal vorgestellt werden und in die Geschichte einbezogen werden. Doch jeder spielt seine Rolle im Nachtzirkus und schon bald hat man einen Überblick, wer eigentlich wer ist, sei es anfangs auch ein wenig verwirrend.
Ebenfalls verwirrend können einige Zeitsprünge sein. Immer wenn auf Baileys Geschichte geblickt wird, die erste einige Jahre später spielt. Doch die Abstände verringern sich, bis die Zeitzonen aufeinandertreffen und alle wagen und mystischen Andeutungen einen Sinn ergeben.
Die Autorin scheint sich sehr viele Gedanken gemacht zu haben, ihre Geschichte und Personen miteinander zu verweben... verweben wie Marco und Celia die Fäden des Zirkus.
Die Aufmachung ist von Verlag auch nur sehr gelungen. Das Cover ist wunderschön - schöner als der Buchrücken an der Seite. Ich werde das Buch wohl lieber frontal ins Regal stellen,d amit man dieses schöne Cover sieht.
Die Innenseiten sind schwarz-weiß gestreift, wie die Zirkuszelte im Buch. Und die Kapitel in denen der Zirkus beschrieben wird, kleine Zwischensequenzen, und rafinierterweise der Leser direkt mit "Du" angesprochen wird, ist ebenso verschnörkelt wie der kunstvolle Zirkus.
Ein durchwegs durchdachtes Buch, dass den Leser in eine andere Welt verführt. Lasst die Magie auf euch wirken, taucht ein in das Buch, lasst alles um euch herum liegen und dann wird das Buch auch euch verzaubern.
Eine Leseempfehlung meinerseits - selbst für Leute die sonst keine Fantasy-Bücher lesen, könnte dies Buch etwas sein.
Im Nachtzirkus bekommen die Zuschauer eine ganz besondere Show geboten, doch keiner weiß, dass dies nicht nur eine Show, sondern wahre Magie ist, die hinter dem Können der Artisten steckt. Als Prosperos Tochter auf der Türschwelle erscheint, ist er sich deshalb sicher, dass auch sie magische Fähigkeiten hat. Und als er herausfindet wie stark diese Fähigkeiten sind, schlägt er einem alten Freund einen Wettkampf vor. Doch er rechnet nicht damit, dass sich die Wettkampfteilnehmer ausgerechnet ineinander verlieben.
Schon der Prolog von "Nachtzirkus" zieht den Leser augenblicklich in den Bann: Erin Morgenstern versteht es ausgezeichnet, mit ihrem packenden Schreibstil eine geheimnisvolle Atmosphäre zu erschaffen, die zum zwielichtigen Nachtzirkus wie die Faust aufs Auge passt. Eine Frage nach der anderen wird aufgeworfen, Spannung aufgebaut und die Antworten in kleinen Dosen dem Leser zugespielt, der sich nach und nach das Ausmaß dieser rätselhaften Geschehnisse ausmalen kann. Doch leider hält dies nicht über das gesamte Buch an, da immer mehr Figuren auftauchen, von denen man zunächst nicht weiß, inwiefern sie mit dem Nachtzirkus zusammenhängen. Darunter leidet auch die Spannung, so dass sich das Buch an einigen Stellen leider sehr zieht. Am interessantesten ist eigentlich die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten, die jedoch erst zum Ende hin den gebührenden Platz im Buch bekommt.
Verwirrend ist leider auch, dass niemand - auch nicht der Leser - die Regeln des Wettbewerbs kennt, man sich sogar teilweise wundert, wann der Wettbewerb denn endlich anfängt und später erst herausfindet, dass er schon längst begonnen hat. Somit wird der Kern der Geschichte für den Leser einfach nicht greifbar, was ein deutliches Manko ist. Auch nimmt dies der Geschichte leider einiges an Spannung und auch diese magische Atmosphäre verliert sich im Buch leider häufiger.
Insgesamt ist "Der Nachtzirkus" ein sehr vielversprechendes Buch, das leider viele Versprechen dann dennoch nicht halten kann. Trotz interessanter Charaktere und einer schönen Liebesgeschichte bleibt der Nachtzirkus bis zum Schluss ein Phänomen, das dem Leser nicht ganz verständlich ist.
Über die Autorin
(Aus dem Klappentext) Erin Morgenstern ist bildende Künstlerin und Autorin. Sie liebt mit zwei Katzen in Salem, Massachusetts. „Der Nachtzirkus“ ist ihr erster Roman. Er stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times, und die Übersetzungsrechte wurden in 33 Länder verkauft. Eine Verfilmung ist in Vorbereitung.
Inhalt
Der Zirkus kommt überraschend. Keine Plakate, keine Werbung erzählen von ihm, er ist einfach da und öffnet nur nachts. Schwarz-weiß gestreifte Zelte enthalten Geheimnisse und Attraktionen voller Magie. Alles im Zirkus ist schwarz-weiß.
Das kleine Mädchen Celia Bowen hat magische Kräfte. Sie wurde von ihrem Vater, der sich so gegen seinen Rivalen behaupten möchte, dazu bestimmt, gegen seinen Magieschüler Marco in einem magischen Wettstreit anzutreten. Als die beiden Schüler heranwachsen, erkennen sie, was für eine enorme Aufgabe sie haben, und dass ihre Schicksale miteinander verflochten sind.
Meine Meinung
„Der Nachtzirkus“ ist ein Buch, für dessen Lektüre ich sehr sehr lange gebraucht habe. Da es ein Leseexemplar von vorablesen.de ist, hätte ich es eigentlich schon vor ein paar Wochen rezensiert haben müssen, aber es zog sich so sehr, dass ich es erst jetzt beenden konnte.
Der Plot ist sehr interessant, und auch die Beschreibungen sind sehr spannend, aber die Lektüre zieht sich einfach sehr lang, das ganze bewegt sich relativ gemächlich. Dabei gibt es aber sehr viele Elemente in diesem Buch, die mir so noch nicht begegnet und wirklich außergewöhnlich sind.
Beispielsweise wird die Geschichte aus einer auktorialen Perspektive erzählt, ist aber immer wieder unterbrochen durch kurze Passagen in der Du-Form („Du gehst… du siehst… du riechst…“), die das ganze sehr greifbar machen.
Die Kapitel sind ebenfalls sehr kurz gehalten, sie gehen meist nicht über 4 Seiten hinaus. Es gibt noch eine größere Unterteilung in 5 Abschnitte, oder „Teile“.
Die Charaktere sind sehr interessant gezeichnet. Einige davon haben viele Facetten, auch Ecken und Kanten. Manche sind einfach nur von ihrem Wesen her „gut“, andere undurchschaubar.
Fazit
Letztendlich weiß ich nicht wirklich, was ich von diesem Buch halten soll. Es hat sehr viele schöne Aspekte, aber auch ein paar Längen, sodass ich es eigentlich nur unter Vorbehalt empfehlen kann. Daher auch nur 3 von 5 Punkten.
Inhalt:
Ein geheimnisvollen Zirkus, der plötzlich aus dem Nichts in deiner Stadt auftaucht. Geöffnet ist er nur nachts und sobald es dunkel ist, darf man eintreten…
Der Zauberkünstler Prospero bekommt familiären Zuwachs- in sein Büro kommt ein Mädchen namens Celia, die einem Brief seine Tochter ist. Mit seinem Konkurrenten Alexander schließt er eine Wette ab: seine Tochter soll gegen einen von Alexander ausgebildeten Zauberer in einem Duell antreten. Kämpfen sollen die beiden um Leben und Tod…
Meine Meinung:
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch keine Bücher über einen Zirkus gelesen habe, irgendwie ist es an mir vorbeigegangen. Wenn die Geschichten alle so sind wie diese, weiß ich jetzt auch warum. Die Geschichte sollte sehr magisch, faszinierend und geheimnisvoll sein. Doch wo ist das geblieben?? Ich habe mich sehr lange mit dem Buch durchgekämpft, die Rezension innerhalb von 3 Wochen zu verfassen ist mir richtig schwer gefallen. Immer wieder habe ich es zur Seite gelegt, dann wieder in die Hand genommen. Die Faszination, die ich in der Leseprobe erlebt habe, war wie weggeblasen. Die Geschichte ist staubstocken, die Handlung hat sich ewig Hingezogen, ich habe nur Langeweile empfunden.
Leider habe ich es auch nicht geschafft, das Buch zu Ende zu lesen. Sehr sehr schade finde ich das, denn ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut und eine mitreißende, fantastische Geschichte erwartet. Das einzig Positive, was ich dem Buch abgewinnen konnte war das Cover. Es ist ein absoluter Hingucker! Die passend gesetzten Akzente in Pink gefallen mir sehr gut und verleihen dem Aussehen das gewisse Etwas.
Insgesamt ein Buch, das mich sehr unglücklich und enttäuscht zurücklässt. Ich glaube dies ist ein Buch, das man entweder liebt oder hasst. Dazwischen werden sich nur Wenige wiederfinden.
Die Idee von zwei Kindern, die ausgebildet werden, um in einem magischen Wettkampf gegeneinander anzutreten ist faszinierend. Die Ausbildung der beiden wird in einzelnen Szenen, zwischen denen oft Jahre liegen, beschrieben. Überhaupt wird von einem Kapitel zum nächsten in der Zeit gesprungen. Ein Handlungsstrang spielt komplett in der Zukunft, bis dieser von den Kapiteln in der Vergangenheit eingeholt wird und sich zu einem gemeinsamen Ende verbindet.
Der eigentliche Protagonist des Buches war für mich der Zirkus selbst. Er ist der Schauplatz des magischen Wettkampfes, ganz in schwarz und weiß gehalten und besteht aus vielen Zelten, in denen jeweils eine andere Attraktion zu sehen ist. Hier hat die Autorin einige richtig schöne Ideen und hat diese mit viel Liebe zum Detail beschrieben, genauso wie die Kleidung der Artisten und die Atmosphäre dieser nächtlichen Welt mit all ihren Gerüchen und Stimmungen, welche die nächtlichen Besucher voller Staunen erkunden.
Auch die Menschen, die den Zirkus gemeinsam verwirklicht haben oder darin arbeiten und leben, sind Teil der Geschichte und wir erfahren, wie sich ihr Leben durch dieses Projekt verändert.
Leider hat es die Autorin nicht geschafft mir Celia und Marco näher zu bringen, sodass ich nicht richtig mit ihnen mitgefiebert habe. Dafür gefielen mir die Zwillinge Widget und Poppet und ihr Freund Bailey sehr gut, die Ihre Freundschaft und ihre Liebe zum Zirkus verbindet.
Doch leider ging zwischendurch der Geschichte die Luft aus und die Lektüre wurde für mich immer zäher. Zum Schluss hin wurde es nochmal spannend und das Ende mit seiner überraschenden Wende hat mir gut gefallen.
Fazit: Eine magische Geschichte für Träumer, die leider langatmige Momente hat, ideal für geduldige Leser, die gerne in einer ruhigen, atmosphärischen Handlung versinken.
Der Zirkus kommt überraschend.
Es gibt keine Ankündigung, keine Reklametafeln oder Plakate an Litfasssäulen, keine Artikel und Zeitungsanzeigen.
Plötzlich ist er da, wie aus dem Nichts.
So unmittelbar beginnt der Debütroman „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern. Sie entführt uns darin in die Welt des Zirkus, allerdings nicht in einen, wie wir ihn kennen. Der Nachtzirkus ist ein scheinbar unberechenbarer und unfassbarer Ort, der sich der Realität entzieht und der von seinen Besuchern vermutlich auch nicht zur Gänze verstanden wird. Läuft man als Leser gleichsam mit den Besuchern staunend durch diese zweifarbige Wunderwelt und entdeckt ihn mit ihnen, so ist man diesen doch einen Schritt voraus. Denn der Zirkus ist mitnichten nur reines Vergnügen, sondern Schauplatz eines Magierwettkampfes. Als Leser begleiten wir die beiden Protagonisten (und Antagonisten) Marco und Celia, deren Leben von Beginn an vorbestimmt scheinen: Beide gebunden an ein Versprechen, dass andere für sie gegeben haben, und trotzdem auf der Suche nach einem selbstbestimmten Leben.
Im Gegensatz zur Schwarz-Weiß-Gestaltung des Schauplatzes entziehen sich alle Figuren in diesem Roman scheinbar einer klaren Charakterisierung und man kann nicht wissen, wer nochmal eine Rolle in der Geschichte spielen wird und vor allem nicht welche. Und wie der Zirkus unvermittelt und unvorhersehbar an verschiedenen Orten auftaucht, so gestaltet sich auch der Handlungsverlauf: Es kommt zu Zeitsprüngen (die man zuerst nicht einmal wahrnimmt) und ständig werden neue Figuren unvermittelt eingeführt. Der Wettbewerb als zentrales Thema bleibt für den Leser lange unklar und er erkennt die Zusammenhänge erst zusammen mit den Protagonisten. Die Detailfülle ist unglaublich und erlaubt es dem Leser völlig in diese Welt einzutauchen. Man fühlt mit den Charakteren und kann deren Entscheidungen mittragen.
Aber gerade wegen dieser ganzen Detailverliebtheit und der engen Bindung an die Protagonisten, war das Ende des Romans für mich ein wenig zu abrupt. Es geht auf einmal alles viel zu schnell und dass der Man in Grau im letzten Kapitel auf einmal viel geselliger und gesprächiger ist als im kompletten vorangegangenen Buch ist eine Sache, die sich mir nicht ganz verdeutlicht hat. Allerdings ist das nur ein sehr, sehr kleiner Punkt in diesem ansonsten sehr überzeugenden Werk.
Inhalt:
Zwei junge Menschen werden in einen möglicherweise Jahrzehnte dauernden magischen Wettbewerb geschickt. Ohne die Regeln zu kennen, ohne zu wissen, wonach der Sieger bestimmt wird, kämpfen sie gegeneinander, indem sie den Nachtzirkus erschaffen, verändern und immer neue Wunder und Attraktionen in ihm kreieren. Genau diese Wunder sind der eigentliche Inhalt von „Der Nachtzirkus“. Es geht nicht primär um die Liebesgeschichte oder um irgendeine Geschichte der anderen Charaktere, sondern es geht um den Zirkus. Wie er entsteht, wie er wächst, wie er das Leben vieler Menschen berührt und verändert.
Gestaltung:
„Der Nachtzirkus“ ist wunderschän gestaltet, mit einem Bild, bei dem man bei jeder Betrachtung ein neues Detail erkennen kann und nie so sicher ist, ob man Zirkuszelte, eine Gestalt oder vielleicht etwas ganz anderes sieht. Sowohl auf dem Schutzumschlag als auch auf dem eigentlichen Buch treten die Zirkuszelte des Covers leicht hervor. Die einfache und zugleich ganz besondere Gestaltung des Covers zieht Blicke auf sich und fällt selbst bei all den verschiedenen Frühjahresneuerscheinungen sofort ins Auge. Die Gestaltung des Textes im Buch ist ebenfalls mit kleinen liebevollen Details versehen, zum Beispiel besondere Überschriftgestaltungen bei bestimmten Kapitel.
Meine Meinung:
Erin Morgensterns Buch ist anders als alle anderen, die ich bisher gelesen habe und das schlägt sich nicht zuletzt im Aufbau der Geschichte nieder. Es gibt keine chronologisch geordnete Abfolge von Kapiteln. Die einzelnen Abschnitte springen in der Zeit, wechseln ständig zwischen den verschiedensten Personen, sind teilweise bloße Beschreibungen einer Zirkusattraktion ohne überhaupt eine der Personen zu erwähnen. Damit hatte ich anfangs so meine Probleme. Es viel mir schwer in das Buch reinzufinden, weil ich immer nach einer durchlaufenden Handlung, nach einem roten Faden gesucht habe. Sobald ich das aufgegeben hatte, konnte ich aber plötzlich voll und ganz in das Buch eintauchen und der rote Faden hat sich dann irgendwann von selbst ergeben. Das sehe ich keineswegs als Kritikpunkt, aber ich denke man sollte es vorher wissen, denn wenn man eine durchlaufende Handlung erwartet, womöglich noch eine Liebesgeschichte, wird man sicher enttäuscht sein. Wenn man es aber schafft, sich darauf einzulassen, dann ist „Der Nachtzirkus“ ein Buch, was tief berühren kann, was unterschwellig tiefgründige Fragen aufwirft und was voller liebenswerter Charaktere ist, denen man gerne durch ihr Leben folgt.
Auch der Schreibstil ist etwas besonders. Anfangs kam er mir sehr sachlich und fast schon abgehackt vor, aber schon nach kurzer Zeit stellt man fest, wieviel Gefühl mit so wenigen Worten übertragen werden kann. Es sind keine ausführlichen Beschreibungen von Situationen und Gefühlen notwendig, weil die Autorin es schafft mit unglaublich wenigen Worten tief zu berühren. Das war der eigentliche Grund, warum ich das Buch nach der Leseprobe lesen wollte. Die Geschichte hatte mich noch nicht überzeugt, da hatte der Schreibstil mich schon gefangen.
Fazit:
„Der Nachtzirkus“ ist kein schnelles Buch für Zwischendurch und sicher auch nicht jedermanns Sache, aber für mich war es eines der berührendsten und schönsten Bücher, die ich je gelesen habe. Trotz der anfänglichen Probleme, in die Handlung zu kommen, vergebe ich fünf von fünf Sternen, denn das Buch hat mich begeistert und lange nicht losgelassen. Ich würde es jedem empfehlen, der fantastische Literatur liebt, die mehr zu bieten hat als eine Highschool Romance; immer mit der Ermahnung die ersten 100 Seiten auf jeden Fall zu lesen, denn der Zirkus braucht Zeit seinen Zauber zu wirken. Am Ende ist er aber jede gelesene Seite mehr als wert.
Ich kann euch meine Freude nicht beschreiben, als ich eine E-Mail des Ullstein Verlages bekam, indem sie mir mitteilten, das ich "Der Nachtzirkus" gewonnen habe. Ich wurde schon mehrfach im Netz auf das Buch aufmerksam und war so neugierig, obwohl es auch mittlerweile einige Rezensionen von Lesern gibt, die das Buch nicht mochten. Mich schreckte dies nicht ab, denn schon das wunderschöne Cover, welches eine Oberfläche hat, auf der man meine Fingerabdrücke sieht, so hochglänzend ist der Schutzumschlag. Ich gestehe, das ich mich in das Cover schon verliebt hatte, als ich das Buch zum ersten Mal wahrnahm. Es wanderte also sofort auf meine Wunschliste und wäre jetzt das nächste Buch gewesen, welches ich mir angeschafft hätte, hätte ich es nicht gewonnen und wäre es mir nicht gleichzeitig von einem lieben buchgesicht geliehen worden, aber das ist eine lange Geschichte, die den Rahmen hier sprengen würde, denn ich möchte euch dieses wirklich tolle Buch nicht vorenthalten.
Auf dem Cover könnt ihr ganz deutlich sehen, das eine recht große Hand den Zirkus, der aus mehreren Zelten besteht in seinen Händen hält. "Der Nachtzirkus" ist ganz anders, als wir einen herkömmlichen Zirkus kennen, denn er ist voll von Magie und Illusion. Daher besteht er auch aus mehreren Zelten und nicht nur aus einem. Wenn du ihn betrittst und deinen Eintritt bezahlt hast, musst du durch eine Schleuse, die dich zu den vielen verschiedenen Zelten bringen wird. Dir dringt sofort die Zirkusluft in die Nase, die umwebt ist von vielen Köstlichkeiten wie Apfelmost oder Zuckerwatte. Der Zirkus ist ein echtes Abenteuer und du kannst dir jetzt aussuchen, was du erleben möchtest. Möchtest du dich verzaubern lassen, möchtest du dir die Zukunft vorhersagen lassen oder magst du vielleicht auch einfach nur eine Show mit Tieren sehen? Das Angebot ist riesig und wenn du dich nicht entscheiden kannst, lies dir doch einfach das Schild vor dem Zelt durch und dann tritt ein oder geh vorbei. Immer mehr Zelte werden es im Laufe der Geschichte und wieso und weshalb dies so ist, wird uns erst nach und nach in der Handlung bewusst. es ist ein Spiel, ein gefährliches Spiel, in dem zwei Gegner - 2 Zauberer / Magier gegeneinander antreten. Es kann nur einen Sieger geben. Erinnert ein wenig an Panem oder den Highlander, aber ist doch ganz anders, denn hier werden zwei Magier ausgebildet, die nicht gegeneinander kämpfen möchten, da sie sich lieben.
Wir betreten also eine Welt voller Fantasie und Magie und ich muss sagen, ich hatte wirklich hohe Erwartungen an das Buch, die sich für mich auch wirklich erfüllt haben, denn so ein wunderbares Cover kann mich doch nicht betrügen, oder? Ich habe mich verführen lassen und bin eingetaucht in den "Zirkus der Träume" und habe ihn ganz hingerissen von seiner Schönheit und Magie wieder verlassen.
Vielleicht wäre ich wie Bailey und hätte mich dem Zirkus ganz verschreiben mit Haut und Haar. Vielleicht wäre ich auch ein Reveurs und würde dem Zirkus überall hinfolgen?
Ich litt mit Celia, die lernen musste ihre Magie zu verwenden und wenn ihr dafür, die Fingerkuppen abgetrennt wurden, damit sie lernt sich selbst zu heilen oder sich selbst wieder zusammenzufügen, lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Ich muss sagen ich liebe Poppy und Widget und ihre Begabungen in die Zukunft zu sehen fand ich manchmal dennoch beängstigend.
Der Zirkus erfreut sich einer großen Beliebtheit und zieht seine Besucher magisch an. Du weißt nie wo er seine Zelte aufschlägt, denn er kommt über Nacht! Ohne Vorankündigung steht er plötzlich da. Es gibt einen Fanclub "die Reveurs" die ihm nachreisen, die durch Mund zu Mundpropaganda immer wissen, wo sich der Zirkus befindet und sich dann dort auf den Zauber und die Magie einlassen. Erkennen werdet ihr sie an den roten Schals die sie tragen.
Uns begegnen einige Charaktere in dem Buch, die wir sofort in unser Herz schließen. Personen mit denen wie leiden und zu denen wir aufblicken. Dann gibt es aber auch noch die Schattenseite. Es gibt auch Personen, die uns abstoßen, die wir am liebsten den Hals umdrehen wollen, da sie kein Herz haben zu scheinen. Bücher leben von Gut und Böse, das ist eine Tatsache und wenn nur alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre, hätte mich das Buch auch vielleicht nicht so gefesselt, wie es das eben getan hat. So ist der Spannungsbogen die Zeit über erhalten geblieben und da auch die Liebe nicht zu kurz kommt, wenn nicht sogar ein kleines erotisches Prickeln, ist dieses Buch einfach ein Muss!
Schwarz - Weiß - Malerei kam mir spontan in den Sinn, denn das Cover sit fast auschließlich in diesen Farben gestaltet. Ich war mal so frech und habe gegoogelt, das hätte ich mir aber fast sparen können, denn es bringt mir nur die Erkenntnis, das ich schon fast alleine darauf gekommen bin, zu erkennen, warum die Zelte Schwarz - Weiß- Gestreift sind. Aber lest selbst, was Wikipedia zu sagen hat.
<<< Ein Mensch sehe alles nur schwarz-weiß bedeutet, ihm zu unterstellen, dass es für ihn zum Beispiel nur "das Gute" und "das Böse", nicht aber Schattierungen dazwischen gibt.
<<<Schwarz-weiß ist auch ein Stichwort für besondere Situationen - zum Beispiel als Schwarzweißmalerei, in der Magie und bei der Benennung speziell gefärbter Gewässer und Flussläufe, Berge oder Felswände.
Na, erkannt? Es gibt also nur Gut und Böse und nichts dazwischen. Außerdem steht Schwarz - Weiß für Magie! Also eine echte Botschaft, die hinter Farben den Zelten steht. Toll gemacht und ausgearbeitet. Fasziniert mich jetzt sehr und ich denke es steckte eine Menge Arbeit dahinter dieses Cover so zu entwerfen wie es eben ist. Mein großes Lob dafür.
Die Uhr und auch die Hand, die den Zirkus trägt will ich kurz erwähnen, aber nicht weiter darauf eingehen, denn beides werdet ihr im Laufe der Geschichte erkennen.
Es ist sehr schwer für mich, euch die Handlung so wiederzugeben, daß ich nicht die ganze Geschichte erzähle, denn sie ist nicht nur spannend, bezaubernd und voller Liebe, sondern das alles zusammen ergeben ein wunderbares Buch, welches einfach dazu einlädt zu träumen. "Zirkus der Träume" WOW! Ich bin immer noch ganz angetan von der Geschichte, wenn nicht sogar regelrecht verzaubert. Für mich ist "Der Nachtzirkus" definitiv eins meiner Lesehighlights für 2012.
'Der Nachtzirkus' ist ein unheimlich fesselndes, fantasievolles Buch. Während dem Lesen wird man entführt in eine andere Welt und will am liebsten gar nicht mehr zurückkommen. Es gab ein paar kleine Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben, aber zuerst möchte ich über die guten Sachen sprechen.
Die flüssige Sprache hat mich eintauchen lassen in den Zirkus der Träume, in die Düfte und einzelnen Zelte und besonders in die Welt von Marco und Celia. Was mir gut gefallen hat, war, dass es nicht eine dieser typischen Liebesgeschichten war, sondern dass einfach mehr dahinter stand: So viele andere Leute, die man im Lauf der Geschichte kennenlernt und natürliche der (wortwörtlich) zauberhafte Zirkus. Während dem Lesen habe ich mir die ganze Zeit gewünscht, dass der Zirkus in meine Stadt kommt. Zu erwähnen ist hier noch das Buchcover: In den Farben des Zirkus gehalten sieht es einfach wunderschön aus!!
Nun zu den Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben: Der Buchrückentext spiegelt nicht wirklich den Inhalt wider. Auch fand ich die Zeitsprünge des öfteren verwirrend. Ich musste nicht nur einmal zurückblättern, um zu sehen, zu welcher Zeit das Kapitel spielt; auch habe ich manchmal zurückblättern müssen, um nachzuschaun, was noch alles zu dieser Zeit passiert ist.
Insgesamt hat mir das Buch aber trotzdem sehr gefallen. Abgesehen von den kleinen Mängeln hat mich die Geschichte um den Nachtzirkus sehr in den Bann gezogen.
Ein Buch, das ich jedem weiterempfehlen würde, der ein bisschen Magie mag!!
Seit langer Zeit lassen zwei Magier ihre Kandidaten gegeneinander antreten und nun geht es in eine neue Runde. Einer der Magier schickt seine Tochter ins Rennen, der andere findet einen geeignetes Kind in einem Weisenhaus. Der Schluss jeder Runde ist einfach: Einer stirbt und Einer überlebt. Dabei dient als Ort des Wettsreits ein ganz besonderer Zirkus, der jede Menge Attraktionen bietet und seine Türen nur Nachts öffnet.
Die Geschichte war mal unheimlich spannend, mal etwas zäh. Insgesamt hat sich dies die Waage gehalten. Was ich aber besonders schön fand, war das einen der Zirkus in seinen Bann zog. Als Leser konnte man mitträumen und fühlt sich durch die direkte Ansprache auch direkt als Teilnehmer. Wie die Sprache wechselt auch das zeitliche Geschehen häufig und es ist manchmal etwas anstrengend dem zeitlichen Verlauf zu folgen.
Insgesamt ein gelungenes Buch, welches zusätzlich zum Inhalt auch einen wahren Augenschmaus bietet.
"Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht."
Ich bin fest davon ausgegangen, dass ich dieses Buch lieben, und seine Seiten nur so verschlingen würde. Hatte mir vorgenommen, eine seitenreiche und detaillierte Rezension, mit ausschmückenden Worten, welche das Wundervolle bei weitem nicht ausdrücken könnten, zu schreiben.
Leider wird dies nicht passieren.
Ich habe lange mit mir gerungen, diese Rezension online zu stellen. Nun ist es aber schon einige Zeit her, seit ich das Buch angefangen habe und ich denke, dass ich mir eine Meinung bilden kann.
Im Moment bin ich zirka bei der Hälfte des Buches angelangt. Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, denn das Thema Zirkus sagt mir sehr zu. Eine kurze Leseprobe bestätigte ebenfalls meine Vorahnung, dass dieses Buch genau in mein Beuteschema passt. Ich war sehr gespannt auf die mysteriösen Dinge, die in dieser Geschichte vor sich gehen könnten.
Anfangs traf das auch durchaus zu. Ich war regelrecht verzaubert vom wunderschönen Cover, welches perfekt zum Thema zu passen schien. Die schwarzen und weißen Streifen auf den Innenseiten des Covers greifen das Zirkusthema gut auf.
Auf den ersten Seiten wurde ich gleich gefangen genommen. Es gibt verschiedene Kapitel und "Sichtweisen", die durch unterschiedliche Überschriften gekennzeichnet sind. Dies ist am Anfang sehr schön, wird allerdings nach kurzer Zeit schon sehr verwirrend. Man muss sich sehr auf die Zeit konzentrieren, in der das gegenwärtige Kapitel spielt, sonst kommt man schnell durcheinander. Es gibt viele Charaktere und Handlungsstränge, dadurch eignet sich das Buch einfach schlecht, um es einfach mal eben runterzulesen. Keine einfache Kost und sicherlich keine "Strandlektüre".
Der Inhalt und die Idee gefallen mir trotzdem. Es gibt viele und umfangreiche Beschreibungen des Zirkus, welche allesamt sehr durchdacht, wundervoll wiedergegeben und gut interpretiert sind.
Das Duell der beiden Nachwuchszauberer ist eine nette Grundidee, kommt aber irgendwie zu kurz. Es wird immer wieder angeschnitten und anscheinend auf den großen Höhepunkt (den "Kampf"?) hingearbeitet, die Zündschnur ist allerdings zu lang geraten und lässt die Bombe einfach nicht hochgehen.
Der Schreibtstil allerdings gefällt mir persönlich sehr gut. Ich mag es sehr gerne, wenn man sich etwas von dem allgemeinen und einfach Stil abgewendet, und dem ganzen eine eigene Note verpasst. Das ist Erin Morgenstern hier toll gelungen. Es ist keineswegs schwer zu lesen, aber sehr stimmig zum Thema.
Es kann durchaus sein, dass das Buch es besonders schwer hatte, da ich sehr hohe Erwartungen hatte.
Ich werde es wahrscheinlich noch zu Ende lesen, habe aber wenig Hoffnung, dass das Ruder komplett herum gerissen wird.
Inhalt: Zwei gegnerische Magier – Zauberer – Illusionisten schicken ihre Kinder – der eine seine leibliche Tochter Celia und der andere seinen zu diesem Zwecke „adoptierten“ Zögling Marco in einen magischen Wettkampf. Austragungsort: Der Nachtzirkus „Le cirque des réves“ – der Zirkus der Träume – der nur nachts erscheint, dann die ungewöhnlichsten und verzaubernsten Zirkus, den man sich vorstellen kann. Celia und Marco wissen zunächst nichts von diesem Wettstreit, weder kennen sie ihren jeweiligen Gegner noch kennen sie die Regeln. Doch schließlich verlieben sie sich ineinander und verzweifeln in ihrem Wettstreit, dessen Auswirkungen auf ihre Umwelt und ihre Liebe.
Erin Morgenstern erschafft in ihrem Debutroman eine wahrhaft magische und traumhafte Welt. Wunderschön lässt sie ihre Phantasie spielen und schildert auf eine sehr eindringliche und wunderbare Weise den Cirque des réves mit all seinen ungewöhnlichen Attraktionen. Den gesamten Roman umgibt eine mysteriöse und zauberhafte Aura. Sie erschafft außerdem ebensolche Figuren und Charaktere angefangen von den beiden Magiern Prosperro und Alexander, über den Eigentümer Chandresh Christophe Lèfevre und dessen „Gesellschafter“, die Artisten und Attraktionen bis hin zu den „rêveurs“ den Anhängern des geheimnisvollen Zirkus. Als Leser fühlt man sich verwirrt wie als Zuschauer einer atemberaubenden Trapeznummer über seinen Köpfen – weil auch die Geschichte durch ihre vielen Orts und Zeitwechsel so rasant wie deren Sprünge und Kunststücke anmutet, verzaubert wie bei einem Meistermagier, weil man eintaucht in eine Welt voller Magie und Mystik, so gespannt wie bei einer gefährlichen Raubtiernummer, weil man unweigerlich mit Marco und Celia mitfiebert, wie der Wettkampf ausgeht, dessen Regeln nie in voller Gänze zutage kommen und deren Schauplatz immer wieder mit neuen Geheimnissen und Enthüllungen überraschen kann.
Kurz, man taucht gerne ein in diese magische Welt, man fühlt sich wohl im Cirque des rèves und winkt ihm leise und ein wenig melancholisch nach, wenn man ihn verlässt.
... "auf welcher Seite des Zauns der Traum ist.“
Diejenigen die mich kennen, wissen, wie wichtig für mich die Gestaltung eines Buches ist. Ich mag es, wenn ein Buch gut aussieht und am besten ist es, wenn es neu und ungelesen ist, bis ich es lesen darf. Es war für mich also eine besondere Freude, „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern in den Händen zu halten, denn der Ullstein Verlag hat ein schönes, bibliophiles Buch herausgegeben. Das Cover ist in schwarz, weiß, grau und rot – den Farben des Zirkus – gehalten, die Vorsatzblätter sind wie die Zirkuszelte gestreift. Außerdem funkeln einige Umschlagelemente dank der Hologrammfolie, wenn man das Buch bewegt.
Bei „Der Nachtzirkus“, der im Titel erwähnt wird, handelt es sich um den Cirque des Rêves, den Zirkus der Träume, der plötzlich, ohne Ankündigung, in einer Stadt erscheint und nur nachts geöffnet ist. Wo immer die charakteristischen Zelte aufgebaut werden, wird der Zirkus mit viel Freude und großem Interesse empfangen, denn die dargebotenen Veranstaltungen sind fantastisch und wurden noch nie gesehen. Hier spielt die Magie die wichtigste Rolle, denn im Zirkus sind echte Zauberer beschäftigt. Viele denken jedoch, dass es sich um Illusionen handelt, und nur wenige haben eine Ahnung davon, was im Zirkus wirklich vor sich geht.
„Mehr als ein Kirmes. (…) Und auch mehr als ein Zirkus, oder zumindest einer, wie ihn noch niemand gesehen hat. Nicht ein großes Zelt, sondern viele, jedes mit einer eigenen Schau. Keine Elefanten oder Clowns. Nein, etwas Raffinierteres. Nichts Gewöhnliches. Es soll anders sein, ein einzigartiges Erlebnis, ein rauschendes Fest für die Sinne. Theatralik ohne Theater, Unterhaltung zum Eintauchen.“
Die eigentliche Handlung spielt sich hinter den Kulissen ab. Die Protagonisten Celia und Marco werden schon seit Jahren darauf vorbereitet, an einem Magier-Wettkampf teilzunehmen, bei dem nur einer von ihnen, der Beste, gewinnen kann und überleben wird. Celia wird von ihrem Vater, den Zauberer Prospero, Marco von seinem Betreuer Alexander (A.H.), der ihn als kleinen Jungen aus einem Waisenhaus geholt hat, geschult, und auf harte Art und Weise wird ihnen die Magie beigebracht.
„Zauberer Prospero ritzt seiner weinenden Tochter mit einem Taschenmesser die Fingerkuppen auf, eine nach der andere, und sieht schweigend zu, wie sie sich beruhigt und die Blutstropfen langsam wieder zurückfließen lässt.“
„Er greift zu einem dicken Briefbeschwerer aus Glas und lässt ihn so fest auf Celias Hand sausen, dass ihr Handgelenk mit einem lauten Krachen bricht.“
Dass es für Celia und Marco sehr schwierig sein wird, diesen Kampf auszutragen, kann sich der Leser sehr schnell denken. Es ist nicht verwunderlich, dass die Zauberschüler sich ineinander verlieben. Leider ist das grausame Spiel so konzipiert, dass einer von ihnen gewinnen muss und nur einer gewinnen kann, ohne Rücksicht auf Verluste. Deswegen wird die Handlung in der zweiten Hälfte des Buches immer spannender und magievoller, aber auch menschlicher. Sowohl Celia als auch Marco gehen nämlich mit Prospero und A.H. – dem Mann im Grau, ins Gericht und werden mutig, den alten Zauberer ihre Meinung zu sagen.
„Der Nachtzirkus“ liest sich wie ein Märchen, die Grundidee der Autorin hat mich überzeugt. Die Handlung ist um 1900 angesiedelt, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich persönlich die literarische Atmosphäre dieser Zeit mag. Zu dieser Atmosphäre tragen schillernde Gestalten, wunderbare Kleider und tolle Bilder bei. Erin Morgenstern ist es gelungen, eine aussergewöhnliche Welt zu erschaffen, in der man auf Büchern wie auf Schiffen segeln kann:
„Als sie die Augen öffnet, stehen sie auf dem Achterdeck eines Schiffs mitten im Meer. Das Schiff besteht aus Büchern, mit Segeln aus Tausenden von überlappenden Seiten, und das Meer, auf dem es treibt, ist tiefschwarze Tinte.“
Ein wenig hat es mich gestört, dass die Kapitel nicht chronologisch angeordnet sind. Manchmal ist es beim Lesen schwierig nachzuvollziehen, wo man sich gerade in der Geschichte befindet. Zwar handelt es sich oft nur um kleine Zeitsprünge, sie sind jedoch für das Geschehen sehr wichtig und haben mich ab und zu irritiert.
„Geheimnisse haben Macht. (…) Und diese Macht nimmt ab, wenn man sie mit anderen teilt, deshalb sollte man sie gut hüten. Erzählt man ein Geheimnis auch nur einem Menschen weiter, ein echtes Geheimnis, das wichtig ist, dann verändert es sich. Es aufzuschreiben ist noch schlimmer, denn man kann nie wissen, wie viele Augen es lesen, egal wie vorsichtig man damit umgeht. Man sollte seine Geheimnisse also hüten, wenn man welche hat – zu ihrem eigenen Besten und auch zu deinem.“
Erin Morgenstern hat in ihrem Debüt eine fantasievolle Welt geschaffen, die den Leser begeistert und ihn träumen lässt. Am liebsten würde man selbst den Cirque des Rêves besuchen und die anderen rêveurs treffen. Denn wenn einem das Buch gefällt, wird man zu einem von ihnen, die hinter dem Zirkus her reisen und mit ihm leben. Dann möchte man auch schwarze, weiße oder graue Kleider mit einem roten Element tragen und in die Welt der Magie eintauchen.
„Während du dich vom Cirque des Rêves entfernst und den hereinbrechendem Tag entgegenschreitest, ist dir, als hättest du dich in der Enge des Zirkus wacher gefühlt.
Du bist dir nicht mehr ganz sicher, auf welcher Seite des Zauns der Traum ist.“
Ein Junge und ein Mädchen werden von zwei Zauberern in die Zauberkunst eingewiesen, und gegeneinander an einen merkwürdigen Wettstreit gebunden. Der Nachtzirkus wird geschaffen und ist der Austragungsort der zwei unfreiwilligen Kontrahenten, die sich ineinander verlieben.
Eine fantastische Geschichte, wunderschön erzählt. Die Autorin versteht es mit den vielen Metaphern wunderschöne Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Durch die detailgetreue Beschreibung der einzelnen Elemente des Zirkus, der immer wieder neu aufgetauchten Zelte, hatte ich den Zirkus direkt vor mir gesehen. Schön fand ich auch die kurzen immer mal wieder zwischendurch eingefügten Erzählungen in der Du-Form, die einem den Zirkus zeigen.
Allerdings hatte das Buch Längen. Nach einem Drittel etwa passierte nicht mehr viel, und die Geschichte tröpfelte eine Zeit lang nur so vor sich hin. Doch wenn man durchgehalten hatte, wurde man belohnt. Denn im letzten Drittel nahm die Geschichte wieder Fahrt auf, und es wurde wieder richtig interessant. Am Schluss gab es noch eine kleine Überraschung für den Leser.
Eine charmante, sehr fantasiebegabte Geschichte, die einen träumen lässt.
Vorab: Ich hatte mich sehr gefreut, als ich Bescheid bekam, dass ich dieses Buch als Probe zugeschickt bekomme. Die Leseprobe fand ich super und die Idee zur Geschichte hat mich sehr neugierig auf das Buch werden lassen.
Nun zum Buch. Angefangen hat alles sehr gut. Ich fand mich schnell in die Geschichte der verfeindeten Zauberer ein und es war gut zu lesen. Leider wurde es dann aber irgendwie doch etwas zäh. Zur mitte des Buches etwa zog sich die Geschichte und es war nicht mehr ganz so spannend zu lesen. Die ganzen Beschreibungen der einzelnen Zelte fand ich etwas zu viel und machzen das Buch länger als vielleicht nöig gewesen wäre.
Im Fazit aber trotzdem lesenswert und am Ende auch irgendwie schön, wenn auch ein wenig traurig.
„Mehr als eine Kirmes ….und auch mehr als ein Zirkus…nichts Gewöhnliches. Es soll anders sein, ein einzigartiges Erlebnis, ein rauschendes Fest für die Sinne. Theatralik ohne Theater, Unterhaltung zum Eintauchen. Wir werden die Vorstellungen und herkömmlichen Ideen von einem Zirkus sprengen und ihn vollkommen neu erschaffen.“ Seite 74
Inhalt: Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: Den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Aber als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.
Erin Morgenstern hat mit ihrem Debütroman „Der Nachtzirkus“ ein ganz besonderes Buch geschrieben, ein Buch, das ein Genuss für die Sinne geworden ist.
Durch einen wunderschönen und der Epoche angepassten Schreibstil (Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts), taucht der Leser sofort in die Geschichte ein und wird ein Teil von ihr und von dem Cirque des Rêves. Man kann förmlich die Atmosphäre und die Aufregung vor einem Auftritt spüren. Auch die außergewöhnlichen Köstlichkeiten, die in dem Zirkus angeboten werden, beschreibt die Autorin so gut, dass der Leser glaubt, sie riechen und schmecken zu können. Die Charaktere erwachen zum Leben in der Phantasie des Lesers, begeistern und zwingen ihn zum Träumen. Erin Morgenstern glänzt mit grandiosen Ideen.
Gerne würde ich so einen Zirkus besuchen und von den vielen besonderen Leckereien naschen. Dieses Buch braucht jedoch geduldige Leser, die Seite für Seite genießen können und sich auch gerne etwas verwirren lassen. Häufige Zeitsprünge und Perspektivenwechsel stellen den Leser zeitweise auf eine harte Probe. Für mich persönlich war genau das wie das Salz in der Suppe. Es machte die ganze Geschichte ein wenig aufregender. In der Mitte des Buches gab es jedoch einige kürzere Handlungsstränge die etwas zäh vor sich her flossen.
„Der Nachtzirkus“ ist ein anspruchsvolles Buch und wird viele Leser verzaubern und in seinen Bann ziehen.
Besonders gefallen hat mir die Covergestaltung. Man entdeckt darauf bei jedem Blick neue Details. Erst beim Lesen fiel mir auf, wie perfekt die Gestaltung dieses Buches auf die Geschichte angestimmt ist.
Ich möchte mich recht herzlich beim Ullstein-Verlag und bei Vorablesen.de für dieses schöne Buch bedanken.
In meinem Leseeindruck vor einigen Wochen war ich von der Leseprobe noch sehr angetan und habe mich sehr darüber gefreut, dass ich für dieses Buch aus so vielen Bewerbern ausgewählt wurde. Jetzt, nachdem ich das Buch unter größter Anstrengung gelesen habe, kann ich nur sagen: ich bin total enttäuscht!
Das Cover sieht wirklich wunderschön aus und im richtigen Licht spiegelt sich das Cover auf eine ganz wundervolle Art und Weise. Also vom Äußeren her ist das wirklich eines der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit hatte. Vom Inneren her hat es mir leider gar nicht gepasst!
Die Idee und das Setting hatten mir zugesagt, zwei rivalisierende Zauberer, die ihre Schüler ins Rennen schicken, um sich zu duellieren.
Leider habe ich dann beim Lesen des ganzen Buches sehr schnell gemerkt, dass ich überhaupt nicht damit warm werden konnte. Es hat mir schlichtweg der Funke gefehlt, der bei einem guten Buch meist schon nach wenigen Seiten überspringt. Es war teilweise eine Qual ein ganzes Kapitel zu lesen und ich habe mich überhaupt nicht mehr unterhalten gefühlt - Langeweile kam auf. Und ganz ehrlich, ein Buch unter Zwang zuende zulesen ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache!
Warum aber konnte ich einfach nichts damit anfangen? Ich denke, das liegt hauptsächlich an der verwirrenden und verzwickten Geschichte, in Kombination mit dem anstrengenden Schreibstil. Ich habe eigentlich von Anfang an schon nicht mehr durchgeblickt, wer jetzt wer ist, da kommen so viele Leute vor, die sich zum Teil auch noch teilweise ähneln, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen hat.
Es ist wirklich sehr sehr schade, dass mir dieses Buch leider gar nicht gefallen hat. Aber ich möchte auch nicht generell vom Kauf abraten, weil die Geschichte wirklich eine ganze Menge Potential hat und sicherlich dem ein oder anderen Leser trotzdem sehr gut gefallen dürfte!
So funktioniert's: