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Mehr als zwanzig Jahre ist es her, dass Michael aus dem Waisenheim floh, in dem er und sein kleiner Bruder Julian lebte. Nachdem Julian einen Jungen getötet hatte, der ihn jahrelang gequält hatte, nahm Michael die Schuld auf sich. Jetzt muss Michael seinen Bruder wieder beschützen, denn der Sohn seines Ziehvaters droht ihn zu töten. Michael findet Julian, doch dieser ist in schlimmer Verfassung. Beide werden von ihrer Vergangenheit eingeholt.
John Hart ist ein Autor, den ich mir unbedingt merken muss. "Das eiserne Haus" ist sein vierter Roman, der in deutscher Übersetzung erschienen ist.
Dabei hätte ich mich fast von den ersten Kapiteln abschrecken lassen. Denn dieses Buch beginnt wie ein Mafiaroman. Doch dann entwickelt es sich zu einem sehr spannenden Familiendrama und Thriller. Ich war wie gefesselt und habe Das eiserne Haus" an einem Stück durchgelesen.
Interessanterweise drückt man als Leser einem Killer die Daumen. Denn Michael ist der Ziehsohn eines Schwerstkriminellen und hat viele unliebsame Gegner aus dem Weg geräumt. Dennoch ist er zu tiefen Gefühlen fähig. Er liebt seinen Bruder, seinen Mentor und auch seine Freundin, für die er aus dem Geschäft aussteigen möchte.
Wer einen rasanten Thriller abseits von psychopathischen Serienmördern sucht, ist mit diesem Buch bestens bedient. Auch hier geht es blutig und brutal zu. Es wird gemordet, misshandelt und gefoltert. Gerade die Szenen im Waisenhaus sind schwer zu verkraften.
Gut gefallen hat mir, dass ich lange nicht wusste, wie das Buch enden würde. Dabei meine ich nicht die Lösung des Kriminalfalls, denn hier konnte ich bald zumindest einen Teilaspekt erahnen, sondern die Frage, ob die Hauptfiguren ihren Frieden finden würden.
Durch einige positive Rezensionen wurde ich auf „Das Eiserne Haus“ von John Hart aufmerksam. Als das im März 2012 erschienene Buch im letzten Restenewsletter von Amazon Vine noch immer angeboten wurde, bestellte ich es mir. Zu Thrillern greife ich ja generell immer wieder gern.
Die Kurzbeschreibung:
„Zwei kleine Kinder werden an einem eisigen Bach ausgesetzt. Zwei Jungen müssen kämpfen, um zu überleben. Zwei Männer führen ganz unterschiedliche Leben. Und doch sind beide unlösbar miteinander verbunden.
Als der zwölfjährige Julian im Waisenhaus seinen brutalen Peiniger umbringt, nimmt sein älterer Bruder Michael die Schuld auf sich und flieht nach New York - mitten ins Herz des organisierten Verbrechens. Zwei Jahrzehnte später kehrt Michael nach North Carolina zurück, mit skrupellosen Killern auf den Fersen; sein lange verloren geglaubter Bruder kämpft dagegen mit ganz eigenen Dämonen. Doch die beiden Brüder werden das Rätsel ihrer Vergangenheit nur gemeinsam lösen können.“
hätte wahrscheinlich auch in der Buchhandlung mein Interesse geweckt. Allerdings war
der Autor John Hart
für mich mal wieder ein Unbekannter. Im Netz wurde ich nach googlen seines Namens allerdings schnell fündig und erfuhr, dass der amerikanische Kriminalschriftsteller 1965 geboren wurde und auf einer Farm in North Carolina als Sohn eines Französischlehrers und einer Ärztin aufwuchs. Hart studierte französische Literatur, Finanzwirtschat und Jura. Bevor er sich dem Schreiben widmete arbeitete er als Banker, Börsenmakler und Anwalt. Sein erster Roman (deutscher Titel „Der König der Lügen“) erschien 2006, wurde ein sensationeller Erfolg. Auch die beiden Folgeromane wurden ausgezeichnet. Heute lebt der Autor mit Ehefrau und zwei Töchtern in Rowan County in North Carolina. (Quelle Wikipedia)
Ich war wirklich sehr gespannt auf das Buch. Es vergingen zwar noch fast zwei Wochen, bis ich es endlich lesen konnte, aber dann gab es kein Halten mehr.
Ein Killer steigt aus
Der kurze Prolog ist ein Alptraum, der Alptraum des inzwischen erwachsen gewordenen Michael, den ich nach diesem kurzen aber schaurigen Intermezzo kennenlerne. Michael ist in New York bei einem berühmt berüchtigten Gangster aufgewachsen und wurde seit frühester Jugend zum Killer ausgebildet. Doch sein Leben hat sich verändert. Vor sieben Monaten hat er sich in Elena verliebt. Nun ist sie schwanger und Michael hat nur einen einzigen Wunsch, auszusteigen und mit Elena und dem Kind ein ganz normales Leben zu führen.
Sein ehemaliger Boss, der einzige Mensch vor Elena, der ihm nahe stand und eine Vaterfigur war, liegt im Sterben. Vor 8 Tagen hat Michael ihm von Elena erzählt und „der Alte“ hat ihn gehen lassen. Doch Stevan, der Sohn des Alten und Jimmy, der Michael zum Killer ausbildete wollen das nicht gelten lassen. Nach einem gescheiterten Anschlag auf Elena und der Drohung von Stevan, Michaels Bruder Julian, der in der verhängnisvollen Nacht vor so vielen Jahren von Senator Randall Vane und seiner Frau Abigail adoptiert wurde, etwas anzutun, fliehen die beiden.
Elena, die von Michaels tödlichem Job bis vor wenigen Tagen keine Ahnung hatte, wird mit dem Strudel der Ereignisse kaum fertig. Michael selbst ist hin- und hergerissen, wen er zuerst beschützen soll, die Frau die er liebt samt seinem ungeborenen Kind oder seinen Bruder Julian, den er in einer furchtbaren Verfassung vorfindet…
Kaputte Menschen in einer kaputten Welt
Von Anfang an schaffte es der Autor, mich mit seiner in packender Erzählperspektive geschriebenen Geschichte zu fesseln. Von Beginn an waren auch die eingeführten Charaktere für mich greifbar, obwohl der Autor sich nicht mit langwierigen Beschreibungen aufhält. John Hart ist es gelungen, bei mir von Anfang an Sympathien für einen Killer zu schaffen. Das kam bei Verschlingen von Thrillerkost bei mir wirklich noch nicht oft vor. Ich konnte mich auf seltene Art und Weise sowohl in die Gedankenwelt von Michael als auch in die Konflikte von Elena einfühlen.
Als ich dann nach und nach von seiner Kindheit in „Iron House“ und der Vergangenheit von den beiden Brüdern erfuhr, zog sich in mir als Mutter alles zusammen. Ich las die wertfrei geschriebenen Sätze, in denen Folter und Gewalt für die Kinder zum Alltag gehörten und war heilfroh, an meinem sicheren Leseplatz zu lümmeln und meine eigenen, mittlerweile großen Söhne in Sicherheit zu wissen. Das große Interesse der Abigail Vane an den beiden Jungen ließ mich aufhorchen, doch die dem Heimleiter vorgebrachte Geschichte dazu, klang erst einmal schon überzeugend.
Als ich sie dann später näher kennenlernte, gab es immer wieder Teile in ihren Gedanken und Handlungsweisen, die ich nicht verstehen konnte. Trotzdem hatte ich immer irgendwie Vertrauen zu ihr und ihre überzeugende Liebe zu ihrem Adoptivsohn Julian und ihr großes Interesse an Michael bringen mich immer wieder auf eigenartige Gedanken. Die Aufklärung bekam ich selbstverständlich am Ende des Buches, auf erschütternde Art und Weise.
Tote pflastern die Wege der Protagonisten über das gesamte Buch hinweg. Eigenartigerweise waren die für mich als Leser – und ich bin sonst eigentlich verdammt einfühlsam und achte jedes Leben – nicht wichtig. Ich war in der Geschichte gefangen, gefesselt und hatte all meine Sympathien bei Michael, Elena und Julian. Ohne jegliche Längen gelang es dem Autor mich über 500 Seiten in Spannung zu halten, weil ich zum Einen erfahren wollte, was damals passiert ist. Zum Anderen, wie es mit Michael und Elena und den beiden Brüdern ausgeht.
Mit „Das eiserne Haus“ hat mich der Autor verdammt gut unterhalten. Ein Buch, was ich kaum aus der Hand legen wollte und es auch nur tat, wenn es absolut notwendig war. Die anderen Werke von John Hart stehen bereits auf meiner Merkliste. 5 Sterne und eine ganz dicke Empfehlung.
Organisiertes Verbrechen - die Mafia. Ein Mafiamitglied lernt die Liebe seines Lebens kennen und will aussteigen. Doch die "Familie" will ihn nicht gehen lassen. Bei diesem Thema denkt man sofort: Alles schon hundertmal gelesen und auch im Fernsehen gesehen. Aber hier muss man ganz klar sagen: Stop - dieses Buch ist anders. Es lässt einen nicht mehr los und man muss einfach weiterlesen.
Außerdem geht es um die Kindheit zweier ungleicher Brüder. Man meint vieles zu wissen, und weiß es doch nicht.
Ein Buch, das es auf alle Fälle lohnt, gelesen zu werden.
Absolut empfehlenswert!
Michael und Julian sind Waisen und sie haben im Waisenhaus beim Iron House gelernt, dass sich das Leben nur bestreiten lässt, sobald man kämpft. Michael ist stark, sein Bruder allerdings ist schwach und wird damit leicht zum Opfer. Nach Julians Mord an einem anderen Kind nimmt Michael die Schuld auf sich und läuft in Eiseskälte fort. Viele Jahre verstreichen und aus Michael ist ein Killer geworden; Julian dagegen ist ein erfolgreicher Kinderbuchautor mit einer zerrütteten Seele.
Als der „Alte“ stirbt, sieht sich nicht nur Michael bedroht, sondern auch sein kränklicher Bruder, welcher in Abgeschiedenheit von der Senatorfamilie Vane adoptiert wurde.
Eine Jagd beginnt, in der Michael nicht nur seinen Bruder, sondern auch Frau und Kind zu verlieren droht...
John Hart hat mit diesem rasanten und durchaus beeindruckenden Thriller ein weiteres Mal bewiesen, wie viel Kraft in seinen ausdrucksstarken Bildern steckt. Michael wird als ambivalenter Charakter sehr gut herausgearbeitet, besitzt eine kühle Professionalität in seinem Job, aber auch eine mitfühlende Seite gegenüber Frau und seinem ungeborenem Kind, ohne dabei kitschig zu wirken. Die starke Verbundenheit zu familieninternen Angelegenheiten, die Hart in seinen Roman besonders herausstellt, machen die Haupt- und Nebencharaktere lebendig und der Leser fühlt mit den Protagonisten, die niemals als einfache Schwarz-Weiß-Malereien daherkommen. Zum Ende beweist der Autor auch dieses Mal, dass nichts so ist, wie es scheint und der Leser fiebert bis zum Schluss der gelungenen Auflösung entgegen.
Ein Roman, der durch Spannung, Mitgefühl und Bildgewalt zugleich überzeugt und im Gedächtnis bleiben wird!
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Rezensions-Magazin "seitenschnitt" unter http://seitenschnitt.wordpress.com
John Hart schreibt immer wieder sehr fesselnd. So auch hier in diesem Buch, in dem er die Geschichte der Zwillinge Julian und Michael erzählt. Sie wachsen in einem Waisenhaus auf und entwickeln sich völlig unterschiedlich. Michael ist der Starke von den beiden, während Julian eher ein Träumer ist, der die Waisenhausjahre nur dank des Schutzes durch seinen Bruder überlebt. Aber letztlich wehrt sich Julian auch in einer Verzweiflungstat und ersticht einen der anderen Jungen. Michael nimmt die Schuld auf sich und haut ab, während Julian endlich adoptiert wird.
Als Erwachsene begegnen sie sich wieder. Michael hat eine Laufbahn in einer Verbrecherorganisation gemacht, will aber seiner schwangeren Freundin zuliebe aussteigen.
Das Buch stellenweise brutal, aber auch alle anderen Gefühle werden faszinierend detailliert dargestellt. Als Leser ist man direkt dabei und fühlt mit den Figuren mit.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend fand ich es!
Ein mitreißender, sehr emotionaler Thriller über dunkle menschliche Abgründe, voller Tod und Gewalt, aber auch erfüllt von tiefer Liebe.
Die sprachgewaltige, stellenweise fast poetische Erzählweise bildet manchmal einen verblüffenden Kontrast zur Gewalttätigkeit der Handlung und fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.
Am Ende hätte es etwas weniger Theatralik auch getan, aber auch das passt letztlich zur Emotionalität der Geschichte.
Zum Inhalt:
Zwei Babys werden von ihrer Mutter ausgesetzt, kommen in ein Waisenheim - das eiserne Haus. Die sehr unterschiedlichen Kinder (Julian ist schwach, Michael ist stark) wachsen hier unter harten Bedingungen auf. Julian ist permanent das Opfer einer Bande, nach einer Eskalation, die in einem Mord gipfelt, beschützt Michael seinen jüngeren Bruder auch in dieser Situation.
Julian wird adoptiert und verdient sein Geld als recht erfolgreicher Kinderbuchautor.
Michael flieht aus dem Waisenhaus und führt ein Leben auf der Straße.
Knapp 30 Jahre später will der Auftragskiller Michael zu einem „normalen“ Leben übergehen; er hat sich in Elena verliebt, sie ist von ihm schwanger. Die anderen Killer akzeptieren seinen Ausstieg nicht und bedrohen ihn und auch Elena. Seinen Ausstieg muss Michael sich genauso erkämpfen, wie bisher alles in seinem Leben. Michael trifft das erste Mal nach der Trennung wieder auf Julian und erfährt nach und nach Einzelheiten ihrer Familiengeschichte. Michael nimmt den Kampf auf und will Elena und Julian schützen.
Das Ende nimmt einige überraschende Wendungen, die hier den Ausgang der Handlung vorweg nehmen würden.
Meine Meinung:
Viele Einzelheiten und Handlungen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammenfinden. Das Buch bleibt nahezu vom Anfang bis zum Ende spannend und lässt sich flüssig lesen. John Hart ist es gelungen mich immer wieder zu falschen Verdächtigungen zu verführen, das Ende ist überraschend, aber nachvollziehbar und plausibel.
Ein toller Thriller. Fesselnd, nie vordergründig, hart, gnadenlos und so menschlich.
Tritt ein, Kind, und fürchte nichts außer Gott, sagten die Lettern, welche auf eine Metalltafel graviert waren, die man an einer Mauer von Iron Mountain, dem Erziehungsheim für Jungen, angebracht hatte, das einsam in den Bergen von North Carolina lag. Dass es sehr wohl eine Menge mehr zu fürchten gab als Gott, erfuhren die beiden Brüder Michael und Julian, die als Waisenjungen dort untergebracht waren. Besonders Julian, der schwächere der beiden, wurde von den Mitschülern brutal gedemütigt und geschlagen. Michael verteidigte seinen Bruder, schützte ihn, wo er konnte, war jedoch nicht in der Lage, die Bluttat, die Julian eines Tages im Affekt beging, zu verhindern. Nur eines konnte er - das Verbrechen auf sich nehmen, um dem Bruder Strafe zu ersparen und selbst aus Iron House zu fliehen.
Die Wege der beiden Brüder trennten sich. Julian wurde von der Senatorsgattin Abigail Vane adoptiert und wuchs in prachtvoller Umgebung auf, die ihm alles bot, was man sich hätte wünschen können. Jedoch verlor er nie seine Angst, sein zerrissenes, sensibles, verstörtes Wesen. Michael, der sich nach seiner Flucht mit den in Iron Mountain gesammelten Erfahrungen als Straßenjunge durchschlug, wurde eines Tages blutend und dem Tode nahe von einem Gangsterboss namens Otto Kaitlin aufgegriffen und mit dem eigenen Sohn Stevan zusammen aufgezogen.
Nach etlichen Jahren auf der blutigen Spur des erfolgreichen Verbrechertums lernt Michael Elena kennen und nimmt sich vor auszusteigen, um Verantwortung für sie und das Baby zu übernehmen, das sie unter dem Herzen trägt.
Das alte Gesetz jedoch, dass nur der Tod die "Mitgliedschaft" in dieser Mafia beenden kann und man niemals ungestraft ihren Riten entkommt, gilt auch für Michael. Der im Sterben liegende Gansterboss, auf dessen Hilfe er vielleicht noch hätte rechnen können, hat keine Macht mehr und dessen führerlose Männer, einschließlich seinem Stiefbruder Stevan trachten ihm nach dem Leben. Aber nicht nur er selbst ist in Gefahr, die Brutalität der Gangster wird auch vor Elena und seinem Bruder Julian nicht haltmachen. Er kennt sie und weiß, wie gnadenlos ihre Todesspiele sind, ehe das Opfer in ewige Nacht versinken darf.
Im Kampf gegen das Verbrechen und für seine große Liebe zu Elena gerät er in einen Sog von Ereignissen, die seine Vergangenheit aus dem Verborgenen holen und alle Wahrheiten erkennen lassen, die seine Zukunft bestimmen werden.
John Hart hat mit seinem Roman "Das eiserne Haus" ein wunderbares Buch geschaffen. Mit kraftvoller, bildreicher Sprache läßt er in beeindruckender Weise ein monumentales Gemälde vor den Augen des Lesers entstehen. Das grausame, erbarmungslose Gesetz des Verbrechens als auch die perfiden, blutigen Methoden des Durchsetzens schildert er in schnörkeloser Offenheit. Jedoch fehlt hier absolut das Reißerische, Sensationslüsterne, welches anderen Romanen dieses Genres oft eigen ist. Ebenso wie auch bei der Schilderung großer, positiver Emotionen in dieser Geschichte, hat der Leser das Gefühl, dass hier ein Schicksal wirkt, eine Bestimmung sich erfüllt, die zu beeinflussen nicht mehr in Menschenhand liegt.
Das Buch ist in Allem gewaltig und großartig, selbst im Bösen verständlich und begreifbar und im Guten zart und sensibel, tröstlich und hoffnungsvoll. Ganz große Lektüre und absolut empfehlenswert.
Zwei Brüder wachsen zusammen, nach dem Aussetzen der Mutter, in einem erbarmungslosen Waisenhaus auf. Michael, der Ältere und Stärkere und Julian, der kleine schwache Junge, der Opfer von Schinderei und brutaler Gewalt wird. Eine Bande ältere Jungen des Hauses quälen ihn bis auf das Äußere, so dass es am Ende zu einem tragischen Vorfall kommt. Michael stellt sich wie immer schützend vor seinen Bruder und so nimmt das Leben der Beiden einen schicksalhaften getrennten Verlauf. Julian wird von einer Senator Familie adoptiert und Michael reist aus und wächst auf der Straße auf.
Die Erzählung geht viele Jahre später weiter. Michael wurde von einem Gangsterboss aufgelesen und aufgenommen. Er und seine Leute formen ihn zu dem Mann der er jetzt ist. Mafia, Auftragskiller, Eiserne Härte. Doch er trifft unerwartet seine große Liebe Elena und will aus der Gang aussteigen um eine Familie zu gründen. Es beginnt ein großer Kampf um Liebe, Familie und Freiheit. Dabei führt es Michael zurück zu seinem Bruder Julian, der inzwischen ein Kinderbuchautor ist aber wegen seiner Krankheit immer noch im Elterlichen Senatorhaus lebt. Die Vergangenheit holt alle ein und viele Fragen werden spannend und spektakulär aufgedeckt sodass alle Fäden auf einmal zueinander führen.
Wird Michael Elena von seiner großen Liebe zu ihr überzeugen können und werden die Brüder in Frieden zusammen finden?
Das Buch ist von Anfang an mit soviel Spannung aufgebaut, dass man es kaum weg legen kann. Der Erzählstil wechselt rasant zwischen purer Gewalt und emotionaler Leidenschaft und Gefühlen. John Hart beschreibt die Charakteren und die Umgebung mit so viel Lebhaftigkeit, dass es einem nicht schwer fällt sich mitten rein zu versetzten.
Bis zum Schluss bleiben einige Fragen offen und somit bricht die Spannung nie ab.
Das Cover spiegelt die Härte des Buches wieder. Ein absolutes Muss für harte Leser.
Ein hervorragender, wenn auch sehr bedrückender Roman. Dabei noch sehr spannend. Zwei kleine Jungs werden an einem Bach im Wald ausgesetzt. Sie landen in einem schrecklichen Waisenhaus, in dem das blanke Bullying-Faustrecht regiert. Ein Junge hat offensichtlich das Zeug zum Überleben, der zweite muss stets von ihm beschützt werden. Der Große nimmt sogar einen Mord auf sich, um den Kleinen zu schützen.
Dreißig Jahre später. Ein Auftragskiller will nach dem Tod seines Mentors die Branche wechseln und ein normales Leben führen. Mit der Frau die er liebt. Doch er wird verfolgt und hat verschiedene Parteien gegen sich. Eine spannende Jagd beginnt. Er sucht seinen Bruder, der als Kind noch adoptiert wurde von der Frau eines Senators. Der Senator ist wohl auch nicht was er vorgibt. Welche Rolle spielt der Leibwächter der Frau des Senators?
Viele schillernde Figuren, große Spannung, ein offenes Bild der amerikanischen White Trash Gesellschaft wie der High Society. vor allem wird klar, wie Kindheitstraumen in Erwachsenen weiterwirken, wie Lieblosigkeit und Brutalität über Generationen weiter gegeben werden und immer wieder tiefe Wunden reißen. Schaffen es die Brüder, diesen Kreislauf zu durchbrechen?
Unbedingt lesen!
Autor:
John Hart, geboren 1965 in North Carolina arbeitete als Rechtsanwalt, bevor er sich seinen Traum erfüllte und seinen ersten Roman schrieb: "Der König er Lügen". Es folgten "Der dunkle Fluss" und "Das letzte Kind", die beide mit dem renommierten Edgar-Allan-Poe-Award ausgezeichnet wurden. John Hart lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Rowan County, North Carolina.
Das Cover:
Das Cover spiegelt den Titel des Buches wieder: bedrohlich und stahlhart.
Inhalt:
Zwei von der Mutter ausgesetzte Brüder kommen als Babys in ein Waisenhaus: das eiserne Haus. Unter härtesten Bedingungen wachsen Michael und Julian dort auf. Während Julian schwach ist und von den Mitbewohnern des Hauses gequält und gefoltert wird, entwickelt sich Michael zum starken Beschützer seines jüngeren Bruders. Eines Tages eskaliert die Situation und es kommt zu einem Mord. Damit wird der gemeinsame Weg der beiden Brüder beendet. Julian wird adoptiert und entwickelt sich zu einem erfolgreichen Kinderbuchautor. Michael flüchtet aus dem Waisenhaus und wird von dem Kopf einer organisierten Verbrecherbande aufgenommen. Sein Leben besteht von nun an aus Gewalt und er entwickelt sich zu einem knallharten Killer. 2 Jahrzehnte später verliebt sich Michael in Elena, die von ihm schwanger wird. Sein Wunsch nach Harmonie und einem bürgerlichen Leben wächst, so dass er aus der Verbrecherorganisation aussteigen will. Dies wird von der Killerbande nicht akzeptiert und Michael muss für seinen Ausstieg wiederum gewaltsam kämpfen. Dieser Ausstiegskamp führt ihn zurück zu seinem Bruder Julian, zu dem er seit der Trennung aus dem Waisenhaus keinen Kontakt mehr hatte, sich aber immer mit ihm verbunden fühlte. Die Vergangenheit holt biede Brüder wieder ein und bietet ihnen unter grauenhaften Umständen die Chance offene Fragen aufzudecken und sich mit der Vergangenheit zu versöhnen.
Fazit:
Mich hat das Buch vom ersten Augenblick an gefesselt. Es ist eine Mischung aus Thriller und Familientragödie. Der Schreibstil ist so realitätsnah, dass ich mich sofort in die jeweiligen Szenen einfühlen konnte. Ich habe das Buch wie eine Achterbahnfahrt zwischen schockierender, knallharter Gewaltszenarien und sensibler Emotionene und Sehnsüchten empfunden. Ein Buch, das nachwirkt und nichts für zartbesaitete Seelen ist. Für Leser, die spannende und atemberaubende Thriller lieben, ein unbedingtes Muss!
Die zwei Bürder Michael und Julian erleben keine schöne Kindheit im Waisenhaus. Doch die Senatoreneheleute wollen die beiden adoptieren.
Doch Julian wird immer wieer von den Mitbewohner gequält und irgendwann kurz vor der Adoption begeht er einen Mord. Michael schützt seinen Bruder und nimmt die Schuld auf sich und verschwindet.
Nach langer Zeit treffen sich die zwei Bürder wieder und Michael trifft einen total zerstörten Julian vor. Es beginnt eine turbolente Zeit, denn Michael kämpft auch um die Sicherheit seinen ungeborenen Kindes und seiner Beziehung. Wird er es schaffen seinen Bruder zu helfen und seine kleine Familie zu schützen?
Meine Meinung:
Die LP hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Und beim lesen, fiel es mir sehr schwer mich von dem Buch zu trennen, da ich immer wissen wollte was geschieht nun...
Immer wieder kommen Rückblicke in die Vergangenheit, und man erfährt viele Details und versteht die Hintergründe.
Der Schreibstil ist sehr klar und flüssig zu lesen. Alles in einem ein sehr gelungener Thriller, mit viel Spannung und fesselnden Aspekten.
Hart beschreibt in seinem Buch, was passiert, wenn man sich zu tief in kriminelle Organisationen oder die Politik verstrickt und dass es keinesfalls leicht ist, aus diesen Strukturen zu entkommen. Aber gerade dies versucht der Hauptcharakter. Im Zuge seines Austritts aus der "Familie" hat er einige Hindernisse zu überwinden und gerät von einer brenzligen Situation in die nächste.
Hat man sich erst einmal in das Buch eingelesen, ist es sehr schwer, es beiseite zu legen. Trotz vieler Perspektiv- und Ortswechsel sowie vieler Beteiligter verliert man an keiner Stelle den Überblick. Nach spätestens drei Sätzen ist immer wieder klar, um was es geht.
Die Beschreibungen sind detailliert, aber nicht zu ausführlich. Es bleibt dem Leser überlassen, sich ein eigenes Bild von den Charakteren zu machen. Der Autor selbst schafft es, völlig wertfrei zu schreiben. Einfach ein toller Schreibstil.
Brutal und fesselnd. So muss ein Thriller sein.
Michael und Julian werden als Kleinkinder an einem eisigen Bach ausgesetzt. Die nächsten Jahre müssen sie in einem grauenhaften Waisenhaus verbringen, dem "eisernen Haus". Michael ist stark, er beschützt seinen schwachen, kleinen Bruder und so kommt es auch, dass er einen Mord auf sich nimmt, den Julian begangen hat. Er flieht nach New York, wo er in die Hände des organisierten Verbrechens gerät. Sein Bruder wird von einer sehr reichen Senatorenfamilie adoptiert. Als Michael sich verliebt und Vater wird, will er aus der Welt des Verbrechens aussteigen. Doch das ist nicht so einfach und es führt ihn zurück zu seinem Bruder und an den Ort wo das Unheil einst begann.
Ein wirklich guter Thriller, der alle Facetten der Gefühle anspricht. Ich war beeindruckt, weil ich das Buch nicht nur einfach so gelesen habe, sondern oft zum Nachdenken angeregt wurde, was ist richtig, was ist falsch. Genau wie Michaels Freundin Elena bin auch ich hin- und hergerissen zwischen Gut und Böse. Einerseits ist Michael ein Killer und hat viele Menschenleben auf dem Gewissen. Da ist aber auch noch seine sympathische Seite, wie er sich rührend um seinen Bruder kümmert. Die Gefühle, die er Julian und Elena entgegenbringt zeigen, dass er auch ein gutes Herz hat.
Das Buch ist wirklich empfehlenswert. Ob es sich um skrupellose politische Machenschaften, brutale Gewalt oder bewegende Gefühle handelt, man findet hier von allem etwas. John Hart macht süchtig nach mehr.
Als kleine Jungen wurden Michael und Julian an einem Bach ausgesetzt und in ein Waisenhaus gebracht, in dem sie Brutalität, Hunger und Kälte erleben. Michael, der Ältere und Stärkere, kann sich zur Wehr setzen und beschützt auch seinen schwächeren, introvertierteren Bruder so gut er kann. Doch dies gelingt ihm nicht immer - und so ist er nicht dabei, als Julian den größten Quälgeist mit einem Messer attackiert und tötet. Doch Michael nimmt die Schuld auf sich und flieht nach New York. Nur kurze Zeit, bevor eigentlich beide Jungen adoptiert werden sollten - von Abigail und Randall Vane, einem reichen Paar. Nun nehmen sie nur Julian mit.
Jahre später treffen alle Beteiligten wieder aufeinander. Julian ist inzwischen ein berühmter Kinderbuchautor und Maler, Michael hingegen ein Killer, der aus der organisierten Kriminalität aussteigen will, weil er die Frau seines Herzens gefunden hat. Für ihn trifft es sich gut, dass sein Mentor, der "Alte" des Kartells, Otto Kaitlin, im Sterben liegt - und Michael so entgegen aller Traditionen "entlässt". Allerdings sind die weiteren Beteiligten im Kartell nicht der Meinung, dass Michael einfach so gehen könnte. Bedroht werden nicht nur Michael und Elena, seine schwangere Freundin, sondern auch Bruder Julian, mit dem Michael jahrelang keinen Kontakt unterhalten hatte.
Doch nun spielt die Bruderliebe wieder eine gewichtige Rolle im Leben des Killers. Er fährt zu ihm, ins Waisenhaus und erfährt so nach und nach auch seine eigene Geschichte.
Mit vielen Rückblicken wird von einem allwissenden Erzähler die weitläufige Geschichte aufgeführt - von der Bruderliebe über die Liebe zwischen Elena und Michael, über die Hintergründe von Abigail usw. usw. Dabei werden vielfältige Einzelheiten ausgebreitet, viele Erzählstränge entstehen, werden aber am Ende virtuos verknüpft - und zwar sowohl überraschend als auch beklemmend.
Ein wirklich guter Thriller, der neben viel Brutalität und Toten auch mit einem Verständnis und Sympathie aufwartet - reich ist nicht gleich gut, aber auch nicht unbedingt nur schlecht, der Killer kann auch weich sein. Allerdings ist der Senator doch arg klischeehaft geraten - auch wenn es gut ins Konzept passt.
John Hart hat hier einen Thriller der Extraklasse geschrieben. Spannung pur von der ersten bis zur letzten Minute.
Zur Geschichte: Zwei Jungen werden an einem Flußlauf ausgesetzt und kommen zusammen ins Waisenhaus nach "Iron Mountain". Bevor beide zusammen adoptiert werden können, verschwindet der ältere Michael. Julian, der jüngere wird von einem einflußreichen Ehepaar adoptiert. Und hier beginnt sich das Leben der Jungs zu trennen. Beide wachsen in verschiedenen Welten auf. Einer behütet in einem angesehenen Elternhaus, der andere auf der Straße bzw. in Gangsterkreisen. Nach vielen Jahren (als Michael aus dem Verbrechermilieu aussteigt) kreuzen sich die Wege der beiden, denn Michael muß nun seinen Bruder schützen. Aber als seine schwangere Freundin in die Fänge der Verbrecher gerät, muß Michael sich entscheiden, zwischen Elena und Julian. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Und dann tauchen auch noch Leichen im See auf. Aber lest selbst wie es weitergeht. Nur soviel sei noch verraten, es gibt ein durchaus überraschendes Ende.
Fazit: Ein sehr gelungener Thriller von John Hart, der Einblick in Korruption und Mafiakreise gibt. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite. Man kann dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen. Auch der Schreibstil des Autors ist sehr spannend und interessant. Er schafft es, die Spannung immer wieder aufrecht zu erhalten, da man erst am Schluß den wahren Täter erkennt.
Ein absolut empfehlenswertes Buch.
Inhalt:
Nach einer traurigen Kindheit der zwei Brüder Michael und Julian im Waisenhaus, kommt es dazu, dass das Senatorehepaar die beiden Brüder adoptieren möchte. Doch der von seinen Mitbewohner gequälte Julian begeht kurz vor der Adoption einen Mord und Michael steht wie immer für seinen Bruder ein, nimmt die Schuld auf sich und flieht. Nach langer Zeit und vielen Turbulenzen sehen sich die beiden Brüder wieder. Michael findet seinen Bruder total verstört wieder, während er selbst um seine Beziehung und sein ungeborenes Baby kämpfen muss. Ein Kampf, der kein Ende zu nehmen scheint, beginnt ..
Mein Eindruck:
Bereits vom Klappentext und der Leseprobe war ich ja schon total begeistert. Bereits auf den ersten Seiten erfährt man viel über die Vergangenheit der beiden Brüder und die Spannung beginnt bereits zu steigen. Ab den ersten paar Seiten hat mich dieses Buch bereits gefesselt und ich konnte es kaum beiseitelegen. Im ganzen war ist es für mich schwer, den Inhalt wirklich in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Die Geschichte ist einfach so umfangreich und ausführlich, jedoch kein mal auch nur ansatzweise verwirrend. Ich musste nie ein zweites Mal nachlesen, alles war einfach und gleich zu verstehen. Auch sind die einzelnen Geschichten so gut miteinander verwoben, sodass keine Geschichte zu kurz kommt.
Die Personen sind auf der einen Seite so sympathisch beschrieben, dass der Leser wirklich in einen Zwiespalt gerät. Auf der einen Seite werden Morde begangen, auf der anderen jedoch bekommt man die privaten Probleme, die schwere Vergangenheit und die liebevolle Beziehung zu den Mitmenschen mit, sodass man die ganze Zeit mitfiebert und hofft, dass alles gut endet. Sprachlich ist das Buch relativ leicht gehalten, alles ist leicht verständlich, in einfachen Sätzen ohne große Umschreibungen ausgedrückt und führt so dazu, dass man schnell voran kommt. Alles in allem kann ich diese Buch einfach nur weiterempfehlen, die Spannung geht über das ganze Buch nicht verloren, man fiebert mit, fühlt mit und ist wie selbst dabei. Man versucht, die Probleme der Protagonisten zu lösen und zu helfen. Das Ende war für mich auch zufriedenstellend, in manchen Punkten zwar sehr erwartet, jedoch konnte ich das Buch mit einem zufriedenen Lächeln weg legen und werde es mit Sicherheit irgendwann wieder zur Hand nehmen. Ein wirklich gelungenes Werk.
Der Einstieg ins Buch ist sehr spannend gehalten, denn man wird Zeuge von einer Flucht eines kleinen Jungen durch den Schnee. Er führt ein Messer bei sich, was hat es damit zu tun.
Dann lernen wir Michael und seine Elena kennen, Liebe pur zwischen dem jungen Glück. Wie sie mit einander umgehen, bezeugt die Innigkeit, doch die Gedanken von Michael lassen schon vermuten, dass er ein Geheimnis hat. Er ist als Killer tätig. So langsam offenbart sich alles, was bisher sein Leben bestimmt hat.
Da ist Julian, sein Bruder, der adoptiert werden konnte und immer noch mit den Geschehnissen von einem Kinderheim zu kämpfen hat. Michael macht sich auf die Suche nach ihm. So nach und nach wird die dunkle Seite sichtbar und wie gewisse Personen versuchen, immer nach ihrem Vorteil zu leben, egal wer darunter leiden muss. Mehr sei an dieser Stelle jedoch nicht verraten
Fazit:
John Hart schafft es von Anfang an, den Leser mitzunehmen in eine Welt, die von Gewalt bestimmt wird. Gangster von New York, Killerdasein und dann auch die traurige Vergangenheit und wie die Kindheit prägen kann. An einigen Stellen ist es sehr brutal, doch John Hart schafft hier eine gewisse Balance zu wahren, um nicht in zu blutige Gefilde vorzudringen. Deutlich wird auch seine Kenntnisse von Menschen und ihren Abgründen, immer auf dem eigenen Vorteil aus und ohne Rücksicht auf Andere. Geld, Macht und Politik spielen auch hier eine Rolle und natürlich Vertuschung.
Die Sprache hat mich sehr beeindruckt, sehr bildhaft, emotional, gedankenerklärend und nachvollziehbar.
Michael ist ein Killer, möchte aber aus diesem erbarmungslosen Milieu aussteigen. Das Ok seines Alten hat er, doch es gibt Leute, die dies nicht so einfach hinnehmen wollen. Elena, seine Freundin seit sieben Monaten ist ahnungslos. Doch sie ist ein wichtiger Grund für ihn, aussteigen zu wollen. Dazu kommt das gemeinsame Kind, das sie erwarten. Eine Chance, mit all dem endlich abzuschließen ...
Den Beginn und den Einstieg in die Geschichte empfand ich als etwas schwierig. Doch der Autor versteht es, den Leser zu fesseln und dessen ungeteilte Aufmerksamkeit zu erreichen. Spannung und eine düstere Erzählweise lösen Emotionen und Anteilnahme aus. Detaillierte und lebhafte Beschreibungen beeindrucken. Wenngleich auch manche Beschreibungen vom Töten und Foltern zu nah sind und nur noch Erschauerungen auslösen.
Das Versagen der Erwachsenen und die ungerecht grausame Macht der Eltern zeigen den Bezug zum Heute. Die Lebensumstände der armen benutzten Menschen, vor allem die der Kinder im Waisenhaus, in der auch Michael und sein Bruder Julian aufwachsen, haben mich einerseits berührt, andererseits auch wütend gemacht. Gewalt ist niemals eine Lösung, hier wird sie vor allem als Mittel zum Zweck dargestellt und missbraucht. Damit der Glaube an das Gute,die Hoffnung auf ein besseres Leben und die Liebe siegen können. Ein Buch, das man empfehlen kann besonders Menschen mit Kindern, oder die die mit Kindern arbeiten. Es beschreibt das Denken, Erleben und Empfinden einer gedemütigten Kinderseele und die Schwierigkeit, damit ein Leben im Erwachsenalter führen zu können. Vergangenheitsbewältigung zweier unterschiedlicher Charaktere, die das gleiche Ziel haben.
Ein Thriller, der den Leser in seinen Bann zieht.
Der Inhalt:
Zwei kleine Kinder werden an einem eisigen Bach ausgesetzt. Zwei Jungen müssen kämpfen, um zu überleben. Zwei Männer führen ganz unterschiedliche Leben. Und doch sind beide unlösbar miteinander verbunden.
Als der zwölfjährige Julian im Waisenhaus seinen brutalen Peiniger umbringt, nimmt sein älterer Bruder Michael die Schuld auf sich und flieht nach New York – mitten ins Herz des organisierten Verbrechens. Zwei Jahrzehnte später kehrt Michael nach North Carolina zurück, mit skrupellosen Killern auf den Fersen; sein lange verloren geglaubter Bruder kämpft dagegen mit ganz eigenen Dämonen. Doch die beiden Brüder werden das Rätsel ihrer Vergangenheit nur gemeinsam lösen können.
Meine Meinung:
Endlich mal wieder ein Buch was mich wirklich zu fesseln wusste!
Die ganze Geschichte rund um die beiden Brüder Michael und Julian fand ich wirklich sehr gelungen.
Einerseits war die Erzählung ihrer Jugend im Waisenhaus sehr berührend aber auch traurig und grausam. Sofort entwickelte man eine Bindung zu diesen beiden Jungs.
Andererseits war aber auch die hauptsächliche Handlung als beide Erwachsen sind sehr spannend und interessant. Und hier ließ der Autor keine Zeit für eine Verschnaufpause, sondern es ging sofort los und die Spannung hielt bis zum Ende an.
Die Auflösung fand ich sehr gelungen und passend. Es war mal wieder ein Buch was mir von vorne bis hinten gefallen hat!
Zwei kleine Jungen werden an einem eisigen Bach ausgesetzt. Die beiden kommen in ein Waisenhaus. Dort müssen sie um ihr Leben kämpfen, denn das Heim unterliegt seinen eigenen Regeln. Michael, der Ältere und Stärkere der beiden Brüder, schafft es, sich durchzusetzen. Doch Julian ist schwach und so wird er ständig von den anderen Kindern angegriffen, misshandelt und gedemütigt. Obwohl sein älterer Bruder alles tut, um ihn zu beschützen, droht Julians Seele langsam zu zerbrechen. Als die beiden von einem angesehenen Ehepaar adoptiert werden sollen, scheint sich das Blatt endlich zu wenden. Am Tag der Abholung wird Julian ein weiteres Mal schwer misshandelt. Er greift zum Messer und ersticht seinen Peiniger. Michael nimmt die Schuld auf sich und flieht, denn so kann Julian adoptiert werden und den grausamen Zuständen im Heim entkommen. Die Wege der Brüder trennen sich unwiderruflich. Während Julian in Luxus und Wohlstand aufwächst, gerät Michael in zwielichte Kreise. Er entwickelt sich zu einem gefürchteten Profikiller. Als er die Liebe seines Lebens trifft, möchte er ein neues Leben beginnen. Doch seine ehemaligen Gangsterkollegen machen ihm eindringlich klar, dass man aus diesem Geschäft nicht aussteigen kann....
Meine Meinung
Der Einstieg in John Harts Thriller fällt relativ leicht, denn es gelingt dem Autor mühelos, schon auf den ersten Seiten das Interesse an der gesamten Handlung zu wecken. Das aktuelle Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Obwohl es bei der Einführung der Protagonisten nicht immer ganz einfach ist, die Übersicht zu behalten und die Verbindungen der unterschiedlichen Persönlichkeiten richtig zuzuordnen, gerät man in den Sog der Erzählung. Die ersten Kapitel wecken zunächst den Anschein, dass die Handlung sich durchgehend mit Michaels Ausstieg aus dem organisierten Verbrechen und der damit verbundenen Jagd auf ihn befassen wird. Doch schon bald wird klar, dass dieser Thriller viel mehr zu bieten hat. Schritt für Schritt führt er zurück in die Vergangenheit der ungleichen Brüder. Dabei gewährt John Hart Einblicke in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele und fördert dort Unglaubliches zutage. Doch auch die Gegenwart hält einige Überraschungen bereit. Kaum vorhersehbare Wendungen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt und die aufgebaute Spannung im Verlauf der Handlung weiter ansteigt.
John Harts Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Er beschreibt Protagonisten und Handlungsorte detailliert, sodass man die entsprechenden Szenen intensiv vor Augen hat. Da das Gesetz des Stärkeren und Schnelleren in dieser Erzählung einen großen Teil ausmacht, darf man nicht zu den zartbesaiteten Lesern zählen, wenn man diesen Thriller genießen möchte. Denn es kommt zu grausamen und brutalen Abschnitten, in denen die Protagonisten, ohne mit der Wimper zu zucken, über Leichen gehen oder ihre Widersacher unbarmherzig foltern. Auch der Hauptprotagonist Michael ist dazu fähig. Dennoch gelingt es dem Autor von Anfang an, Sympathien für Michael zu wecken. Obwohl er ein berüchtigter Killer ist, scheint er ein Mann mit Prinzipien zu sein und nicht wahllos zu morden. Sein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl und die tiefe Liebe zu seiner Freundin Elena sorgen dafür, dass man ihn nicht zu kritisch betrachtet. In dieser Erzählung treffen eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere aufeinander. Es gelingt John Hart hervorragend die jeweiligen Akteure zu beschreiben. Man leidet mit ihnen und verfolgt gebannt ihre Handlungen. Dabei entwickelt man Sympathien oder spontane Abneigungen.
John Harts Thriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Eine spannende Handlung, überraschende Wendungen und ein stimmiges Ende konnten mich restlos überzeugen. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und ein klare Leseempfehlung.
Inhalt:
Michael und Julian wachsen in einem Waisenhaus auf. Beide werden von älteren Kindern drangsaliert, nur Michael kann sich besser durchsetzen als Julian. Als Julian wieder einmal gedemütigt und geschlagen wird, tickt er aus und ersticht einen Jungen. Michael nimmt die Schuld auf sich und verschwindet aus dem Waisenhaus nach New York, wo er sein Leben auf der Straße fristet, bis er auf Otto trifft, der ihm lernt wie man Gewalt einsetzt um zu überleben und ganz nach oben zu kommen. Er behandelt ihn wie einen eigenen Sohn. Julian hingegen wird von einer reichen Senatorsgattin Abigail Vane adoptiert und kann sein Leben in Luxus verbringen. Doch die Geschehnisse von früher plagen ihn.
Als sich Michael verliebt und mit seiner Freundin ein Baby erwartet, steigt er aus dem „Geschäft“ aus und will seine Vergangenheit hinter sich lassen. Otto ist zu dem Zeitpunkt schwer krank und sein letzter Wille ist es zu sterben. Sein leiblicher Sohn erhält ihm aber am Leben und so erfüllt Michael auf Ottos Verlangen seinen Wunsch. Dies zieht aber den Zorn der Organisation auf ihn und er verschwindet mit seiner Freundin aus der Stadt.
Doch seine Verfolger drohen damit seinem Bruder etwas anzutun. So sucht Michael Julian auf dem Anwesen des Senators auf und findet ihn vollkommen verstört vor. Und plötzlich wird eine Leiche entdeckt. Was hat Julian damit zu tun? Michael versucht alles um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
Meine Meinung:
Action pur, kann ich da nur sagen. Das Buch ist wie ein spannender Kinofilm und weiß schon von Anfang an zu überzeugen. Das Kopfkino schaltet sich schon von der ersten Sekunde an und man kommt schwer los. Es hat mich einfach gefesselt. Es liegt an dem Erzählstil der flüssig und packend ist sowie an der unbeschönigten Sprache, die das Buch lebendig macht. Die Story ist schlüssig erzählt und kann immer wieder mit einer neuen Wendung aufwarten. Besonders zum Schluss wird man nochmals überrascht. Die Lösung habe ich mir eigentlich anders vorgestellt und hab sie auch in dieser Form noch nicht gelesen oder im Film gesehen. Der Autor schafft es einfach, dass man immer noch eine Seite mehr lesen möchte, als geplant war. Man möchte einfach diesen Sumpf aus Lügen und hinterhältigen Machenschaften durchschauen. Wie hängt das einen mit dem anderen zusammen? Was verbirgt sich dahinter? Lauter Fragen sind mir durch den Kopf gegeistert sind und zum Schluss habe ich auf alle Fragen auch meine Antworten erhalten und nichts blieb im Dunkeln zurück.
Wer Action und einen rasanten Plot mag, der wird mit dem Buch sicherlich seine Freude haben. Ich hatte sie auf jeden Fall!
Trotz der ganzen Action wird die Geschichte nicht platt dargestellt und die Figuren dürfen auch ihren Charakter präsentieren. Keiner ist nur gut oder nur böse und das braucht ein Buch auch um Bestehen zu können. Auch wenn viel Gewalt in dem Buch vorkommt, so werden auf Gefühle nicht verzichtet.
Man ist von dem Buch überrascht, mitgerissen und gut unterhalten. Für mich fühlt es sich so an, als hätte ich einen Actionfilm gesehen.
Zuerst mal zum Inhalt:
Zwei Jungen werden ausgesezt, in einem Waisenhaus müssen sie sich behaupten, was mit einem Mord endet. Dadurch wird nur einer der Brüder,Julian, von einer reichen Frau adoptiert, der andere,Michael, muss sich auf der Straße durchschlagen. Er landet bei der Mafia und wird die rechte Hand des Paten. Als der Clanchef durch seine Hand von seinen altersbedingten Leiden stirbt, und er der Liebe wegen aussteigen will, wird er von dessen eifersüchtigen Sohn und den Gefolgsleuten gejagt. Denn man steigt nicht einfach aus.
Die Jagd wird jedoch nebensäclich als die beiden Brüder sich bei der Adoptivmutter wiedertreffen und Julian des Mordes beschuldigt wird. Sein Bruder Michael versucht seinen Bruder zu retten, wie er es immer schon getan hat....
Meine persönliche Meinung
Ein sehr rasanter Thriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil ist so flüssig und detailiert, dass ich mir jede Szene sehr gut vorstellen konnte. Sogar eine Buchverfilmung könnte ich mir vorstellen in der Hauptrolle mit Jason Stratham, denn die Story ist so rasant wie seine Filme.
Ich bin absolut begeiestert und werde dieses Buch jedem weiterempfehlen.
John Hart: Das eiserne Haus
Wie gewohnt schreibt John Hart mit sehr viel Gefühlsstärke, vielen Emotionen. Sein Thriller liest sich über weite Strecken wie ein Roman gefolgt von immer wieder deutlich hervortetenden Thriller-Momenten. Seine Hauptfigur, Michael , ein brutaler und dennoch auch sehr einfühlsamer Berufs-Killer, tötet zu Beginn "den Alten", den Mafia-Boss schlechthin, der für ihn, dem Waisenkind, die Vaterrolle übernommen hatte. Er tötet nicht aus Rachsucht oder Habgier, sondern allein, weil dieser ihn anfleht, sein Leiden zu beenden. Totkrank bittet er um seine Erlösung und gibt Michael dafür frei. Michael möchte mit seiner schwangeren Freundin Elena ein neues Leben jenseits von aller Kriminalität beginnen. Und da ist noch Julian, sein kleinerer Bruder. Auch mit ihm hat er noch einiges zu klären. Doch so einfach ist das Ausscheiden nicht und schnell bringt er alle aus seiner Umgebung in Gefahr...
Eine Geschichte, die sehr fasziniert und schockiert zugleich. Michael ist ein Berufskiller, zum Morden trainiert und führt diese gnadenlos und ohne zu zögern durch. Sieben Leute in wenigen Sekunden über den Haufen zu schießen ist da kein Problem. Aber er hat auch eine andere Seite, seine Liebe zu Elena, sein Verantwortungsgefühl für seinen schizophrenen Bruder, seine dramatische Kindheit.
Dem Autor gelingt es, den Leser unglaublich zu fesseln und immer wieder neu zu überraschen. Ein Buch, das an manchen Stellen zu brutal erscheint. Hier werden schreckliche Morde, Folterungen, akribisch genau beschrieben. Die eine oder andere Szene hätte er hier durchaus weniger penibel auskosten können. Aber genauso detailliert geht er auf die zwischenmenschlichen Gefühle seiner Agierenden ein, erweckt sehr viel Gefühl und Empathie für die Protagonisten beim Leser.
Ein Buch mit vielen Facetten und einer spannenden Gesamtgeschichte, dessen Lektüre zu empfehlen ist, sofern man auch einige sehr brutale Szenen aushalten möchte.
Was haben zwei kleine, ausgesetzte Kinder, die in einem Waisenhaus aufwachsen und ein bezahlter Auftragskiller namens Michael aus New York gemeinsam? Nicht viel, könnte man auf den ersten Blick glauben. Die Zusammenhänge werden schnell klar, denn Michael`s berufliche Karriere kommt nicht von ungefähr. Bereits im frühen Kindesalter lernte er im Waisenhaus Iron House" den harten Kampf ums Überleben, denn dort herrschen nur die Gesetze des Stärkeren. Sein kleiner Bruder Julian betet ihn dafür an, er wäre gerne ebenso stark... Als Michael eines Tages die Schuld für ein Verbrechen Julians auf sich nimmt, flieht er aus dem Waisenhaus und gerät mitten in die Verbrecher-Szene New Yorks - der Gangsterboss wird sogar sein Vertrauter. Auch Julian kann dem Waisenhaus vorzeitig den Rücken kehren und für ihn beginnt ein neues Leben, in dem er nun jedoch nicht nur mit der Erinnerung an Iron Haus kämpfen muss.
Er sehnt sich sehr nach seinem großen Vorbild Michael, kann ihn nicht vergessen, doch als sein Bruder endlich kommt, ist er nicht alleine - er ist auf der Flucht! In seinem Bemühen, die Verfolger loszuwerden, gerät Michael an die Grenzen seiner seelischen Belastbarkeit und spürt, dass er einem großen Geheimnis auf der Spur ist, das Licht in seine und Julians Vergangenheit bringt.
Meine Meinung:
Dieser Thriller von John Hart geht an die Nerven: einerseits durch die Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht und wirklich bis zum Ende in den Bann zieht, als auch durch die ergreifende Familiengeschichte bzw. das Schicksal der beiden Jungen Julian und Michael.
Während beide als Erwachsene ein mehr oder weniger eigenständiges Leben führen, erfahren wir in Rückblicken und Erinnerungsstücken der verschiedenen Protagonisten etwas über ihre schicksalsschwere Vergangenheit, die im Waisenhaus tatsächlich ums Überleben kämpfen mussten.
John Hart schildert dabei schonungslos diverse Einzelheiten über die Attacken der Mitschüler - und auch die Gegenwart ist nichts für schwache Nerven. Dennoch erhält man nicht den Eindruck, dass der Autor diese Brutalität und diese Szenen zum Hauptthema aufwertet, es zeigt jedoch eindrucksvoll, wie erbarmungslos Menschen sein können und zu welchen Taten sie fähig sind. Gleichzeitig kann man sich gerade durch diese Details besonders gut in die jeweilige Situation und in das/die Opfer hineinversetzen, fühlt und hofft mit ihnen, dass es bald zu Ende ist...
Hier wird eine Familiengeschichte erzählt, wie sie dramatischer und geheimnisvoller kaum sein kann, gepaart mit einem spannender Thriller. Eine Mischung, die es in sich hat und die mich nach weiteren Büchern dieses Autors Ausschau halten lässt. Ich bin begeistert und kann dieses Buch nur weiterempfehlen - allerdings mit der Einschränkung, dass er nicht für sehr sensible Leser geeignet ist...!
Julian und Michael sind Waisenkinder. Als Säuglinge wurden sie wie Schutt an einem Fluss abgeladen. Fast erfroren, werden sie gefunden und in ein Kinderheim gebracht. Doch dort wird das leben für Julian zur Hölle. Als der Schwächere der Brüder muss er Michaels Schutz suchen. Terrorisiert von einer Bande Jungen, erleidet Julian ungeahnte Seelenqualen. Wie durch ein Wunder, scheint Rettung in Sicht. Eine reiche Frau will die Brüder adoptieren. Jedoch spitzt sich die Situation kurz vorher extrem zu. Die Jungen misshandeln Julian, nackt kann er sich in den Schnee flüchten. Traumatisiert tötet Julian einen der Peiniger auf der Toilette. Michael kommt zu spät, nimmt die Schuld auf sich und flieht aus dem eisernen Haus. Für Julian beginnt ein neues Leben, er wird von der Frau eines Senators aufgenommen. Doch seine psychischen Verletzungen wird Julian nie los.
Michael hingegen landet in New York, tötet um zu überleben. Er wird Anführer einer Bande und fällt einem mächtigen Boss auf. Otto Kaitlin nimmt sich Michael an, läßt in von Jimmy, seinem ersten Handlanger, zum Killer ausbilden. Michael wird einer der Besten. Eines Tages jedoch verliebt sich Michael in Elena. Sie wird schwanger und Michael bekommt von dem totkranken Kaitlin die Erlaubnis ein neues Leben zu beginnen. Doch Stevan, der eifersüchtige Sohn Kaitlins, kennt keine Gnade. Niemand steigt aus. Elena wird zur Zielscheibe. Michael wagt einen letzten Versuch, er besucht den Boss in seinem Haus. Jimmy empfängt ihn, Verachtung und Hass schlägt Michael entgegen. Endlich alleine mit Otto, erfüllt Michael den letzten Wunsch des Mannes, er tötet ihn. Es kommt zu einer Schießerei. Die Männer des Gangsters haben gegen die Fähigkeiten Michaels keine Chance, doch Jimmy gelingt die Flucht. Michael weiß, dass er Elena besschützen muss. Doch sie ahnt nichts von der wahren Identität des Killers. Nur knapp entkommen die Beiden dem Tod, es beginnt eine verzweifelte Flucht, die Michael an den Ort seiner Jugend zurückführt. Julian ist mittlerweile ein erfolgreicher Buchautor. Er lebt bei seinen Eltern, der Mutter, die in abgöttisch liebt und dem steinreichen Vater, der die Schwäche des Mannes verachtet. Michael offenbart sich der Adoptivmutter. Das Anwesen des Senators gleicht einer uneinnehmbaren Festung, Michael wähnt Julian in Sicherheit. Dieser jedoch verschwindet ab und zu im Wald, trifft sich mit einer jungen Frau, die auch eine dunkle Vergangenheit zu haben scheint. Als Michael eines nachts eine Leiche am Seeufer findet und diese versenkt, weiß er, dass die Geschichte komplizierter zu sein scheint, als er dachte. Elena, die zwischen Todesangst um ihr Kind und der Frage, ob sie den Killer lieben kann, schwankt, will mit sich ins Reine kommen. Sie verläßt Michael. Doch den Verfolgern gelingt es, die Frau zu entführen. Während die Männer in einem abgelegenen Haus die Frau gefangen halten, schmiedet Jimmy seine eigenen Pläne. Er will von Stevan das Vermögen des alten Kaitlin haben. Jimmy erschießt die Männer, foltert Stevan buchstäblich zu Tode. Doch der scheint die Geheimzahlen und Kontonummern nicht zu haben. Jimmy ruft Michael an, droht damit Elena zu töten. Michael macht sich auf den Weg, längst ahnend, dass auch der Senator eine Rolle in diesem blutigen Spiel inne hat. Es beginnt ein blutiges Finale...
Selten habe ich einen so sauberen und eleganten Thriller gelesen. Wenn Michael sich den Weg aus Kaitlins Haus schießt, erinnert das an eine Ballettaufführung. Spannend bis zum Schluß, fein strukturiert und mit einer Präzision, die einfach nur beeindruckt. Der Leser wird von Michaels sachlicher Art zu töten genauso angezogen wie abgestossen. Das Töten als mikroskopisch exakter Vorgang, ohne Gefühle oder Skrupel zu kennen. Als Gegensatz die alles übertreffende Liebe zu seinem Bruder und Elena. Michael ist gefangen in seiner Vergangenheit und bemüht sich verzweifelt, eine neue Zukunft zu finden. Die heile Welt des Senators, aufgebaut auf Lügen und Intrigen wird durch Michaels Ankunft erschüttert. Wie ein Erzengel richtet Michael ohne selbst den Abzug zu betätigen. Die Symphony des Tötens erlebt in dem Roman mehrere Höhepunkte, läßt den Leser gebannt verharren. Das ist eines der Bücher, die man im Bett aufschlägt um nur noch ein Kapitel zu lesen und dann kann man nicht genug bekommen. Eine brutale, trockene, perfekte Thrillerstory, die seines Gleichen sucht.
Zum Inhalt:
Zu Beginn des Buches lernt der Leser Michael und Elena kennen und erfährt, dass Michael aus seinem Job als Profikiller aussteigen will, weil er Elena liebt und sie heiraten möchte. In einem Rückblick erzählt der Autor aus der Kindheit von Michael und seinem Bruder Julian. Michael war 10 Monate alt, sein Bruder gerade geboren, als sie von zwei Jägern völlig unterkühlt aufgefunden und ins Kinderheim Iron House gebracht werden, wo Julian, der Schwächere, über Jahre hinweg von den anderen Kindern gequält wird und Michael nicht immer da sein kann, um ihn zu beschützen. In einem Rückblick erfährt der Leser von Abigail, der Ehefrau eines Senators, die genau diese beiden Jungen adoptieren möchte. An dem Tag, an dem Abigail nach Iron House kommt, verliert Julian die Kontrolle und ersticht einen anderen Jungen. Michael redet ihm ein, dass er selbst es war, der den Jungen aus Notwehr getötet habe und verschwindet aus Iron House. Abigail nimmt Julian mit.
Im weiteren Verlauf des Buches erlebt der Leser mit, wie Michael nach New York geflohen und irgendwann in der Obhut des „Alten“ gelandet ist. Nach vielen Jahren will er nun aussteigen. Für den „Alten“ ist er wie ein Sohn und der sterbende Mann will ihm seinen Wunsch erfüllen. Aber Michael weiss, sobald der „Alte“ tot ist, gibt es keinen mehr, der seine schützende Hand über ihn hält, der Clan wird ihn töten. Er will die schwangere Elena in Sicherheit bringen, als sich Stevan, der leibliche Sohn des Alten, und Jimmy, der beste Mann, auf den Weg machen, um Michael aus dem Weg zu räumen. Doch sie bedrohen nicht nur Michael und Elena, sie benutzen Julian, um Michael heraus zu locken. Und so muss Michael nicht nur versuchen, Elena zu retten, sondern auch seinen Bruder, den er in all den Jahren nie mehr gesehen hat.
Als auch noch die Geister der Vergangenheit auftauchen, fährt Michael dorthin zurück, wo alles für ihn angefangen hat, nach Iron House.
Inhaltsangabe des Verlages:
Zwei kleine Kinder werden an einem eisigen Bach ausgesetzt. Zwei Jungen müssen kämpfen, um zu überleben. Zwei Männer führen ganz unterschiedliche Leben. Und doch sind beide unlösbar miteinander verbunden.
Als der zwölfjährige Julian im Waisenhaus seinen brutalen Peiniger umbringt, nimmt sein älterer Bruder die Schuld auf sich und flieht nach New York – mitten ins Herz des organisierten Verbrechens. Zwei Jahrzehnte später kehrt Michael nach North Carolina zurück, mit skrupellosen Killern auf den Fersen; sein lange verloren geglaubter Bruder kämpft dagegen mit ganz eigenen Dämonen. Doch die beiden Brüder werden das Rätsel ihrer Vergangenheit nur gemeinsam lösen können.
Meine Meinung:
Mir ist gleich nach den ersten Seiten aufgefallen, dass John Hart sehr genau beschreibt, was wann und wie passiert. Der Film zur Geschichte läuft vor dem inneren Auge mit. Diese Detailtreue zieht sich durch das ganze Buch, auch die Foltermethoden und die Morde werden sehr plastisch beschrieben, dies vielleicht als Warnung an zarte Seelen.
Doch wer nun denkt, dass es einfach nur ein blutrünstiges Buch ist, in dem es um töten und getötet werden geht, dem muss ich widersprechen. Denn John Hart befördert auch das Innerste der Hauptfiguren nach Außen. So zeigt die Geschichte beispielsweise auch, wie tief oder wie oberflächlich eine Beziehung zwischen Mann und Frau, zwischen Mutter und Kind, zwischen Geschwistern sein kann.
Bei der Hälfte des Buches habe ich mich kurz gefragt, was denn auf den restlichen 250 Seiten noch passieren soll, schliesslich war fast alles gesagt, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich immer und immer wieder auf eine falsche Fährte geschickt wurde und so waren in vielen Kapiteln weitere Überraschungen versteckt.
Während ich die ersten 100 Seiten noch über drei Tage hinweg gelesen habe, hat mich das Buch irgendwann so in den Bann gezogen, dass ich die restlichen 400 Seiten in einer Nacht verschlungen habe. Wobei ich nicht einmal sagen kann, warum ich mir anfangs mit dem Lesen Zeit gelassen habe, denn das Buch ist an keiner Stelle langatmig, ich bin mit dem Schreibstil des Autors sofort zurecht gekommen und auch die Sprünge von einem Protagonisten zum nächsten oder aus der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück sind klar strukturiert. Es lag also vermutlich eher an mir selbst.
„Das eiserne Haus“ erhält fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.
Diesen Eindruck hat die Leseprobe bei mir hinterlassen und ich wurde nicht enttäuscht. Ich musste mich erst wieder in diese Welt reinlesen, die auf der einen Seite so von Brutalität, und auf der anderen so von Emotionen geprägt ist. Zur Geschichte will ich so nichts weiter verraten, nur soviel soll gesagt werden: Es mangelt absolut nicht an Hintergrund und Komplexität.
Auch das gewählte Cover spiegelt die Szenerie wieder: Brutale Verbrechen stehen im Mittelpunkt. Die Sprache wirkt kalt, teilweise nahezu gefühlsarm und im nächsten Moment so von Emotionen durchflutet, dass es einem schwer fällt sich über die Personen ein Bild zu machen. Hart erreicht so für mich nicht nur einen wunderbar lebendigen Thriller, sondern auch einen bildgewaltigen und ebenso herzbewegenden. Diese Mischung hat mich am Ende doch unglaublich überzeugt. Normalerweise lese ich solche Bücher eher selten, weil sie mir zu wenig Hintergrund haben, diesmal wurde ich allerdings absolut nicht enttäsucht. Im ganzen Buch wurde ein solcher Spannungsbogen aufgebaut, der es dem Leser unmöglich machte, aufzuhören.
Fazit: 4 Sterne. Ein facettenreicher, spannender Thriller, der eine komplexe Handlung in sich trägt und Gewalt und Emotion auf unverbindliche Weise miteinander vereint. Viele Tote, überraschende Wendungen und spannunsgeladen bis zum Ende. Uneingeschränkt empfehlenswert.
Einen Punkt Abzug gibt es für mich weil mir die Gewalttaten teilweise zu brutal vorkamen.
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an vorablesen. Ohne diese Internetseite hätte ich womöglich eine solche Geschichte nie gelesen. Im Nachhinein bin ich schon am überlegen mir noch andere Bücher von diesem Autoren zu besorgen, da viele den Vergleich mit vorherigen Büchern ziehen!
So funktioniert's: