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Der Boss bin ich –oder etwa doch nicht?
Trotzdem ich Band 1 noch nicht gelesen habe, fiel es mir unglaublich leicht in die Geschichte einzusteigen. Daniel, der eher antiautoritär erzogene Sohn eines Akademikerpaares und sei Aylin, Tochter türkisch stämmiger Eltern, wollen heiraten. Hier treffen nicht nur Kulturen aufeinander. Die Verwicklungen, die diese Verbindung mit sich bringt sind urkomisch, dass ich mehrfach laut auflachen musste. Das Buch macht gute Laune einfach beim Lesen. Vorallem da Daniel sich selbst als gleichberechtigter Part in der Partnerschaft ansieht, aber da Aylin erwartet, dass er sich mehr wie ein Macho verhält, versucht er nun, diese Anforderungen in Beziehung zu bringen. Dadurch ergeben sich sehr lustige Begebenheiten. Als Leser lacht man laut und schmunzelt über die Vorurteile, die da auf beiden Seiten der Kulturen bestehen. Besonders gravierend sind die eher konservativen türkischen Eltern im Gegenzug den sehr liberalen und vorallem freizügig liebenden Eltern von Daniel. Ein urkomischer lustiger entspannender Roman zum Weglesen und Schlapplachen.
Daniel und Aylin wollen heiraten. Das kann natürlich nicht ohne Probleme verlaufen, wenn man als Deutscher mit 68er Eltern in eine türkische Großfamilie einheiraten will. Vor der Hochzeit verbringen die beiden Familien erst mal Weihnachten miteinander. Mit dabei auch Daniels 92jährige bereits "leicht" verwirrte Oma die nicht versteht, warum plötzlich Türken in der Wohnung sind und warum im April ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer steht. Nachdem Daniel und Aylin alleine (abgesehen vom Handy) Silvester in Londern feierten, beginnt auch schon der Hochzeitsstreß.
Die Fortsetzung zum Buch Macho Man ist Moritz Netzenjakob hervorragend gelungen. Die Gegensätze zwischen der deutschen und türkischen Kultur sind sehr gut rübergebracht. Beim Lesen kann man sich in Daniel hineinversetzen und hat "seine" türkische Familie mitsamt den Problemen vor Augen. Es liest sich sehr flüssig und man hat beim Lesen eigentlich durchgängig ein Lächeln im Gesicht. Das Vorgängerbuch Macho Man muss man zwar nicht zwingend gelesen haben, aber so kennt man schon die meisten Personen. Mir hat aber Der Boss noch ein bisschen besser gefallen als Macho Man.
Fazit: Eines der besten humorvollen Bücher, die ich je gelesen habe und ich kann es nur weiterempfehlen.
Ganz bestimmt nicht Daniel, obwohl ihm seine Zukünftige Aylin diesen Titel doch zuspricht. Doch Daniel, der Sohn von wahren Alt-68-ern, die trotz aller gepredigten Toleranz und Aufgeschlossenheit nun eher spießig sind, ist sich nicht sicher. Denn sollte er als Boss nicht alles bestimmen können - und das vor allem ohne die allzeit drängenden Zweifel. Sollte er nicht einfach sagen können, wohin die Hochzeitsreise geht, nicht bestimmen, wer zur Hochzeit eingeladen wird? Doch ohne Gewissensbisse kann er das nicht - denn dann könnte er ja die Gefühle seiner Eltern, seiner Schwiegereltern oder der weitläufigen Familie von Aylin verletzen.
Netenjakob setzt bei "Der Boss" auf Klischees, auf Übertreibungen, auf Vorurteile, aber immer so, dass es nicht verletzend ist. Meine Highlights waren die Auftritte von Rigobert Hagenberger, Daniels Vater - und von Oma Berta. Intellektuelle Ausreißer von Rigobert gelingen Netenjakob einfach genial - und ich hab mich mehrfach vor Lachen gekugelt. Vorgewarnt wie ich war, hab ich das Buch nicht in der Öffentlichkeit gelesen, sondern nur im scheinbar sicheren Wohnzimmer. Doch auch da erreichten mich ungläubige Blicke meiner Familie, woraufhin ich die besten Zitate vorlesen konnte.
Unbedingt empfehlenswert sind auch die komischen Fußballpassagen - z.B. über den Geißbock als Maskottchen des Kölner FC oder über die Rivalität der beiden Istanbuler Clubs.
Der deutsche Daniel, will seine türkische Freundin Aylin heiraten und die Hochzeit steht bevor. Doch während Daniel Aylin mit seiner und Aylin Daniel mit ihrer Familie vertraut machen will, kommt es zu ziemlich vielen Problemen und es stellt sich heraus, dass doch ein großer Unterschied zwischen beiden Kulturen besteht. Doch Daniel will alles möglichst gut meister und stößt dabei allerdings auch an seine Grenzen. Chaos hoch 10 und Spaß garantiert.
...schrecklich lustig deswegen, weil ich teilweise so lachen musste, dass mir die Tränen gekommen sind und schrecklich, weil ich an manchen Stellen einfach nur gedacht habe: "Oh nein bitte nicht..." wie es wahrscheinlich jeder kennt. Im Allgemeinen fand ich das Buch wirklich lustig und ich habe es auch ziemlich schnell durchgelesen. An manchen Stellen war allerdings so viel Chaos etc. dass es mir fast ein bisschen unwirklich erschien. Die Personen, die im Buch vorkommen sind auch lustig, besonders die ganze türkische Familie aber zum Beispiel die Freunde von Daniels Eltern waren mir ein bisschen zu dramatisch. Aber an den meißten lustigen Stellen konnte ich mich vor Lachen wegschmeißen.
Die Leseprobe hat nicht zu viel versprochen. Auch der zweite Band um Daniel und seine neu gewonnene türkische Großfamilie hat mich absolut begeistert. Moritz Netenjakob weiß, wie er den Leser zum Lachen bringt. Natürlich wird vieles übertrieben dargestellt, aber ohne das es albern wird. Dieses Buch macht einfach Spaß. Ich lese häufig in der Bahn und davor kann ich bei diesem Buch nur warnen, denn ich musste tatsächlich das ein oder andere Mal auflachen. Das passiert mir wirklich selten und spricht eindeutig für den Roman. Der Autor nimmt sowohl die türkischen, als auch die deutschen Gepflogenheiten aufs Korn. Sehr charmant fand ich die Tatsache, dass seine Frau, die selbst aus der Türkei kommt, ihm beim Schreiben des Buches den ein oder anderen Tipp gegeben hat.
Da ich den ersten Band als Hörbuch gehört habe, möchte ich gerne auch die Hörbücher des Autors empfehlen. Moritz Netenjakob liest selbst und für mich ist er, neben Christoph Maria Herbst, einer der besten Sprecher für humorvolle Bücher. Die im Buch erwähnten Stimmenimitationen von Udo Lindenberg und Rainer Calmund hat der Autor wirklich drauf. Ich kann es jedem Hörbuchfan nur ans Herz legen.
Ich habe dieses Buch verschlungen !
Es lebt von den Übertreibungen des Autors, doch erwische ich mich jetzt immer wieder dabei, wenn ich eine Ansmamlung von türkischen Frauen sehe, die sich zur Begrüssung küssen und herzen, das ich immer an Tante Emine denke.
Man kann es sich durchaus vorstellen, das es wirklich so sit, klar hat Moritz Netenjakob auch arg überzogen, aber eben diese Persiflage ist so herrlich in einem wegzulesen, das man gern mehr aus der schrulligen Familie lesen möchte.
LESEEMPFEHLUNG !
Ich fand die LP eigentlich sehr unterhaltsam.Durch den einfachen Stil liest sich die Probe so weg, ohne groß nachdenken zu mussen.
Aber wenn man das ganze Buch vor sich hat,ist die Geschichte garnicht mehr so komisch und ich musste mich regelrecht zwingen sie zu Ende zu lesen!
Völlig übertrieben und unrealistisch wird die türkische Kultur dargestellt. Jeder der im Freundeskreis Türken hat,kann das denke ich bestätigen.
Das Thema Hochzeit und die unterschiedlichen aufeinander prallenden Kulturen so in die länge zu ziehen und dann noch den absolut nicht witzigen Bernd Banane-Auftrag mit dem Kölschem Dialekt einzubauen,nur um die 311 Seiten voll zu bekommen...-nein danke!
Wen ich wirklich witzig fand war Oma Berta-aber die reisst das Ganze auch nicht mehr raus.
Ich bin froh das Buch zu Ende zu haben & würde es aber leider nicht weiter empfehlen,verschenken oder mir gar den ersten Teil "Macho Mann" zulegen.
"Der Boss" ist witzig und haarsträubend, absurd und nervenaufreibend. Man fiebert mit dem armen Daniel mit, der arg aufpassen muss, in seiner neuen türkischen Großfamilie nicht unter die Räder zu kommen. Moritz Netenjakob schildert Daniels Erlebnisse umwerfend komisch und Daniel in seiner Naivität wirkt einfach rührend. Leider ist aber auch vieles überzogen, sei es die türkische Großfamilie oder Daniels eigene - zugegebenermaßen etwas seltsamen - Eltern. Das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, wirkt aber doch manchmal störend. Es ist ein bißchen Holzhammermethode, dabei würde der Situationskomik etwas subtiler enbenso wirken. Die Charaktere sind jedoch trotz aller Macken durch und durch liebenswert und man würde sie alle gerne kennenlernen - nur nicht in der eigenen Familie haben!
Zwei Kulturen prallen im Buch "Der Boss" aufeinander, woraus sich eine witzige Story ergibt.
Das Buch ist in 4 Teile mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Jede Kapitelüberschrift gibt eine Zeitangabe wieder - entweder ein Countdown oder wie viel Zeit seit einem bestimmten Ereignis vergangen ist. Somit eine Alternative zur einfachen Überschrift "Kapitel 1".
Die Geschichte dreht sich um die bevorstehende Hochzeit von Aylin und Daniel. Daniel ist Deutscher und seine Familie ist typisch Deutsch - was das ist, darüber klärt das Buch auf. Ebenso wie die Bedeutung von typisch Türkisch, denn Aylin ist Türkin. Diese beiden Kulturen prallen im Sinne der Hochzeit aufeinander und man erfährt auf eine komische und humorvolle Art und Weise, wie verschieden sie doch sind und dass dieses Aufeinanderprallen nicht immer ganz problemlos von statten geht. Immer wieder steht die Hochzeit auf dem Spiel... wird sie tatsächlich stattfinden oder kommt doch wieder was dazwischen? Die Spannung reißt bis zum Ende ebenfalls nicht ab.
Der Titel "Der Boss" ist gut gewählt. Daniel ist eigentlich der Boss... man erfährt, in wie fern er das wirklich ist; im Hinblick auf die Thematik Mann-Frau und Deutsch-Türkisch ist.
Auf dem Cover ist somit ein dürrer Mann in Unterhose zu sehen, der einen Blumenstrauß in der Hand hält. Er wirkt gebückt. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches und man möchte sofort die Hauptfigur Daniel darin erkennen.
Während des Lesens muss man immer wieder schmunzeln. Normalerweise könnte man denken, dass die beiden Kulturen - Deutsche und Türken - schon so lange zusammenleben, dass man sich längst arrangiert hätte. Allerdings ist es wohl eher ein nebeneinander als ein miteinander leben. Das verdeutlicht das Buch auf eine sehr witzige Weise!
Daniel ist endlich am Ziel seiner Träume – Aylin hat “Ja” gesagt, sie werden bald heiraten. Jetzt geht es erst richtig rund – denn er hat auf einmal bald 400 Familienmitglieder, die Sitzordnung für die Hochzeit muss zig mal geändert werden und alles scheint im Chaos zu enden. Er muss sich auf viele neue Sachen einlassen, Weihnachten feiern mit der türkischen und deutschen Familie, die Ausländerfeindlichkeit seiner eigenen Eltern und das Thema Sex darf natürlich nicht so offen beredet werden. Außerdem gibt es ständig Streitigkeiten in der türkischen Familie, so dass Daniel nicht mehr weiß, wo hinten noch vorne ist. Am Ende ist er sich nicht mal selbst sicher, ob er in eine türkische Familie einheiraten möchte…
Wow, der Autor hat es wirklich geschafft, dass ich das Buch mit einem Dauergrinsen gelesen habe. Er erzählt mit sehr viel Witz und Humor die Geschichte zwischen Aylin und Daniel und man kann sagen, dass vieles auch stimmt bei den Kulturen. Da der Autor selbst eine türkische Frau hat, wird das nicht von sehr weit kommen, dass er sich etwas auskennt. Auch die türkischen Sätze darin, sehr gut gewählt. Sprachlich ist das Buch ein Renner, der leichte Schreibstil macht es einem leicht, seitenweise zu lesen und nicht mehr aufzuhören. Vor allem will man auch wissen, wie sich das Chaos über die Seiten gestaltet. Die Personen hat man schnell liebgewonnen, die deutsche sowie auch die türkische Familie muss man einfach liebhaben, diese sind beide so urkomisch dargestellt. Der Autor hat wirklich gar nichts vergessen, die Redewendungen, die Reaktionen – es passt einfach alles! Leider habe ich den ersten Band nicht gelesen, ich hoffe aber, es kommt noch mehr!
Daniel und Aylin wollen heiraten. Bis es dazu kommt, muss Daniel einiges über sich ergehen lassen. Plötzlich erfährt der doch recht konservative deutsche Daniel, was es heißt, eine türkische Familie zu haben. Keine ruhige Minute hat er mehr und von Privatsphäre ist keine Rede mehr.
Für Aylin ist das eine ganz normale türkische Familie. Trotz der vielen Hinderungsgründe schaffen es die beiden Verliebten, sich doch noch ein gemeinsames Leben aufzubauen.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Ein absolut lustiges und kurzweiliges Lesevergnügen. Der Autor hat viele schräge Figuren geschaffen, über die ich in diesem Buch herzhaft lachen konnte. Auch wenn man zwischendrin die Hände zusammen schlägt über dieses Durcheinander, kann man doch gut nachvollziehen, dass diese unterschiedlichen kulturellen Hintergründe ihre Berechtigung haben. Nach diese Buch hat man das Gefühl, einfach toleranter zu sein. Man bekommt einen guten Einblick in die türkische Familientradition. Am liebsten möchte man selber Teil dieser türkischen Familie sein.
Leider kenne ich das erste Buch von dem Autoren nicht. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass man noch mehr Spass am Lesen hat, wenn man es kennt. Ich sollte es einfach noch lesen.
Witzig finde ich die Idee des Covers, das mit einer kleinen Änderung genau so aussieht wie der vorherige Band.
Erstmal vorweg...ich hatte vor längerer Zeit bei einen meiner Buchkäufe das Buch
"Macho Man " in der hand.Auf Grund des Buchrückens dachte ich aber ....wieder so eine Sabber-
geschichte über Liebe ,die von der ersten Seite an so vorhersehbar das man das Ende schon vor dem
Anfang kennt. Aber wenn " Macho Man " nur annähernd so ist wie "Der Boss" dann ist doch klar das das Buch gekauft wird.
Jetzt zu "Der Boss".Das ist ein Buch zum blamieren,nicht weil es so schlecht ist sondern weil man sich bis auf die Knochen blamiert wenn man das in der Öffentlichkeit liest.Im Zug plötzlich einen
Lachanfall zubekommen ist nicht gerade sehr lustig ,wenn alle einen anstarren als wenn man ne Schraube locker hätte.
Das Buch beschreibt aber auch sämtliche Klischees die es in den Augen verschiedener Kulturen geben kann.Die Deuchtsch Eltern,Althippies mit leichten Knall und einer Freizügikeit das einem
die Ohren rot werden auf der anderen Seite die Türckischen Eltern wo Mutti bunten Plastikkitsch liebt und Papa total Fussballverliebt ist.
Es wird gelogen das sich Balken biegen nur um der Familie nicht wehzutun,obwohl doch eigentlich alle irgenwie die Wahrheit kennen.Familienezusammenhalt ist das größte ,was in Übermassen auch zum Wahnsinn treiben kann.
Mit einem kurzem Satz gesagt....ein geniales Buch.
Einen kleinen Mangelpunkt hätte ich aber,ich fand der lustige Faden zog sich durchs ganze Buch,und es war fast unerträglich zu sehen das die beiden immer noch nicht heiraten....das man am liebsten schreien wollte "dann brennt doch durch und heiratet in Las Vegas"und dann plötzlich....peng ...Ende
Hochzeit am Strand und ab zurück in die Heimatstadt und Scheinfeier......das war mir ein bisschen zu abrupt der Übergang zum Ende,das hätte ich mir etwas gewünscht.
Trotzdem ein geniales Buch und hoffentlich kommt noch mehr sowas tolles von dem Autor.
Ach wie lange mussten wir auf die lang ersehnte Fortsetzung von Macho- Man warten und nun ist sie mit „Der Boss“ endlich da. Von der LP war ich schon begeistert, aber das Buch hat meine Meinung dann noch einmal angehoben.
Daniel hat um Aylins Hand angehalten, doch wer konnte wissen, dass das Einheiraten in eine türkische Familie alles andere als einfach ist. Da gibt es gewisse Dinge zu beachten, die auf keinen Fall unberücksichtigt bleiben dürfen. Die Deko muss oberkitschig und glitzernd sein, selbiges gilt für das Outfit des Brautpaares. Sämtliche Familienmitglieder müssen eingeladen werden, damit keiner beleidigt ist und dann ist ganz wichtig, dass nur diejenigen zusammen sitzen, die sich mögen, was bei dauerhaften Streitereien gar nicht so einfach ist. Und was macht man, wenn einem die eigenen 68er- Eltern total peinlich sind und man Sorge hat, dass die Schwiegereltern kurzfristig noch die Eheschließung verbieten?
Auf lockere, witzige und spritzige Art schildert uns Netenjakob das Hochzeitschaos von Daniel Hagenberger. Man ist regelrecht gefesselt von dem Geschriebenen und wartet förmlich auf die nächste Lachsalve, die abgefeuert wird.
Fazit: In meinen Augen noch besser als Macho- Man. Absolute Lachgarantie. Unbedingt lesen.
Daniel hat es im ersten Teil 'Macho Man' geschafft, seine Traumfrau Aylin zu erobern. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zur Hochzeit. Doch bis es soweit ist, gilt es noch einige Hindernisse zu überwinden. Daniel versucht sich in Aylins türkische Familie zu integrieren und deren Sitten und Gebräuche zu verstehen. Plötzlich hat er eine riesige Verwandtschaft, die sich in alles einmischt und Daniel soll sämtliche Entscheidungen treffen, weil er jetzt 'der Boss' ist. Dabei glaubte er, eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen.
Aylins und Daniels Eltern lernen sich besser kennen und wenn zwei so unterschiedliche Kulturen aufeinanderprallen, sind Mißverständnisse und peinliche Situationen quasi vorprogrammiert. Mama Demizoglu "beglückt" die intellektuellen Hagebergers mit gräßlich-kitschigen Geschenken und die revanchieren' sich dafür mit verstörend-modernen Theateraufführungen. Daniel muss sich vor Aylins Onkel als Moslem ausgeben und die Pläne für die Hochzeitsreise und die Hochzeit selbst laufen auch ganz anders ab als geplant.
Moritz Netenjakob hat mit Daniel einen sehr sympathischen Charakter erschaffen, der von einer dummen Situation in die nächste stolpert. Dabei versucht er auch schon mal sich mit Imitationen von Udo Lindenberg oder Didi Hallervorden zu retten. Das ist in der Hörbuch-Version natürlich besonders gelungen, weil der Autor auch die entsprechenden Stimmen perfekt wiedergeben kann und auch die türkische Familie so noch überzeugender und lebendiger wirkt. Manchmal sind Autorenlesungen ja nicht so gelungen, aber hier hätte ich mir keinen besseren Sprecher vorstellen können.
Die Familiengeschichte ist witzig, warmherzig und streckenweise zum Schreien komisch. Zwar ähnelt einiges dem ersten Teil (wilde Autofahrten, Diskussionen über Fußball und die Griechen), aber insgesamt hat mir 'Der Boss' noch besser gefallen als 'Macho Man' und man kann die Teile auch unabhängig voneinander hören bzw. lesen.
Ich bin sicher, dass mir das Buch wirklich gut gefallen würde wenn ich dazu in Stimmung wäre. Ich habe mich über den Gewinn sehr gefreut. Nur leider habe ich im Moment keinen "Nerv" für diese Geschichte. Wenn ich es schon lese möchte ich es schon richtig genießen können. Kann dazu leider keine Rezension verfassen!!
Schon die Leseprobe hatte mich überzeugt, sodass ich es kaum abwarten konnte, das Buch endlich in den Händen zu halten. Ich habe es sehr schnell durchgelesen und konnte es kaum noch weglegen.
Es ist stellenweise wirklich so lustig, dass mir vor Lachen die Tränen kamen. Schön ist auch, dass viele der Charaktere (oder eigentlich fast alle) aus "Macho Man" hier wieder auftauchen. Moritz Netenjakob beherrscht die deutsche Sprache und die Kunst der Wortwitze so gut.
Eventuell könnte auch das Hörbuch interessant sein (vom Autor selbst eingelesen).
Fazit: Klare Empfehlung, besonders bei diesem schönen Frühlingswetter das ideale Buch für den Balkon oder Garten!
locke61
Daniel, ein Kind der 68er Erziehung, will Aylin, seine Traumfrau so schnell wie möglich heiraten. Doch da fängt es schon an: er will eine kleine, bescheidene Hochzeit im engen Familienkreis und ein paar guten Freunden, doch Aylins Familie beschränkt sich nicht nur auf Eltern und Geschwister, nein, da kommen noch Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins mindestens dritten Grades dazu. Am Ende kommen fast 500 Leute zur Hochzeit. Daniel wird in die türkische Familie seiner Aylin integriert und als Sohn aufgenommen mit allen Pflichten. Und so wird Onkel Abdulla bei ihm einquartiert, ein strenggläubiger Moslem, ein wahrer Fussballfanatiker. Und er glaubt. daß Daniel ebenfalls Moslem ist ,o). Sein Boss holt ihn wieder zurück in die Firma um ihm kurzerhand einen schier unmöglichen Auftrag aufzuhalsen. Er soll Ralf Süffels, Junior von Süffels-Kölsch, genannt Bernd Banana als HipHopper berühmt machen. Wäre ja alles kein Problem, wenn der Junior nicht den Charme einer Karotte hätte und dazu singt wie ein Kölscher Altdamenchor auf Drogen. Daniel startet mit seinem Team, lauter Chaoten, eine anstrengende Werbekampagne. Schließlich geht es um alles: entweder Bernd Banane wird ein Star oder Süffels-Kölsch geht zu einer anderen Werbefirma. Dann bekommt Tante Emine einen Herzinfarkt und die Hochzeit wird abgesagt. Und wer meint damit hört es jetzt auf, irrt ganz gewaltig! Weitergeht's mit Tempo, Onkel Abdulla und Schwiegerpapa veranstalten einen Männerabend bei Daniel zuhause um ihn auf andere Gedanken zu bringen dabei wird festgestellt, daß Daniel ein Kriegsheld ist. Der Beweis, ein Foto, daß Onkel Abdulla in Daniels Wohnung gefunden hat. Alle sind stolz auf ihn. Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen, in unterschiedlichen Dialekten erzählt Netenjakob eine turbulente Geschichte, gewürzt mit türkischen Redewendungen. Ich saß mehr als einmal im Bus und musste mir lautes Lachen verkneifen. Doch um ein Schmunzeln kam ich nicht rum.
Werde mir auf jeden Fall noch den "Macho-Man" anhören um den Anfang der Geschichte noch kennenzulernen.
..... als türkische. Und darauf ist Daniel, der von seinen Eltern zu Höflichkeit und Toleranz allen anderen Menschen gegenüber erzogen worden ist, auch stolz. Will er doch seine türkische Traumfrau Aylin, die in einer von Männern geprägten Gesellschaft großgeworden ist, auf Händen tragen und vor allem eine gleichberechtigte Partnerschaft.
Nachdem im ersten Roman "Macho Man" nach vielen Irrungen und Wirrungen und Umwegen Daniel und Aylin endlich zusammengekommen sind, steht nun die Hochzeit an. Und damit gehen auch schon die Probleme los: Daniel möchte alles zusammen mit Aylin entscheiden, Aylin sagt "Du bist der Boss.", in Wirklichkeit stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass Aylins riesengroße türkische Familie der Boss ist!
Es wird sich in die Hochzeitsvorbereitungen eingemischt, was das Zeug hält, ein "Nein" wird nach alter türkischer Sitte nicht akzeptiert. Hier wird dann natürlich auch das Klischee zur Genüge bedient, dass es Türken in punkto Klamotten und Deko gar nicht kitschig genug sein kann, was wiederum zu jeder Menge lustiger Dialoge führt.
Überhaupt jagt in diesem Buch ein Gag den nächsten und es macht wirklich Spaß, den Roman zu lesen. Nachdem mir schon der Vorgänger "Macho Man" sehr gut gefallen hat, hoffe ich nun auf noch eine Fortsetzung!
Herrlich, einfach nur herrlich. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen.
Kurze Beschreibung: Wir lernen Aylin und Daniel kennen. Die beiden führen eine moderne deutsch- türkische Beziehung und planen in nächster Zukunft ihre Hochzeit. Diese ganze Großfamiliensache kenne ich auch ein bisschen, da ich einige Zeit im arabischen Ausland gearbeitet habe und manche Situationen sich wie aus meinem eigenen Leben angehört haben. Vielleicht habe ich auch dadurch gleich einen Draht zu diesem Buch gehabt. Jede Phase der Hochzeitsvorbereitungen erlebt der Leser hautnah mit und das ganze auch noch auf eine sehr sympthische Art und Weise. Zwar sind die Seiten mit vielen Klischees behaftet, was ich erst als Problem ansah. Hat man sich jedoch nach einer Weile daran gewöhnt, lässt sich das Buch immer besser lesen. Hätte ich es nicht gewonnen, hätte ich es mir trotzdem gekauft. Diese deutsch- türkische Annäherung der Familien wird auf eine sehr weltoffene und doch ironische Art und Weise dargestellt. Einfach nur schön, mehr kann ich dazu gar nicht mehr sagen. Daumen hoch!!!
Das Buch "Der Boss" von Moritz Netenjakob hat mir die eine oder andere Lachattacke beschert!
Ich habe lange nicht mehr vor einem Buch gesessen und habe so laut gelacht!! Als ich gesehen hab wie das Buch aufgebaut ist, die Zeit zu zählen wie lange es noch dauert bis die Hochzeit zwischen Daniel und Aylin endlich stattfindet, hab ich gedacht, was der Autor da noch alles passieren lassen will, da das Buch kurz vor der Hochzeit beginnt.
Kurz danach wurde ich eines besseren belehrt, die Zeit wird rückwärts gezählt, es wird gezählt, wieviel Zeit seit der geplatzten Hochzeit vergangen ist, einfach klasse!!
Alle Klischees werden bedient und meiner Meinung nach, das eine oder andere Mal ein wenig zu heftig! Ein wenig vorhersehbar, aber wundervoll erfrischend!
Ich habe es sehr genossen und empfehle es mit gutem Gefühl weiter!!
Dieses Buch hat mir die trüben Märztage versüßt.
Nach anfänglichen leichten Schmunzlern auf den ersten Seiten, steigerten sich die komischen Situationen über das gemeinsame Weihnachtsfest, die Planungen zur türkischen Plüschhochzeit und den ein oder anderen Aufenthalt im Krankenhaus zu lauten Lachern.
Herrlich dieser Kulturenclash. Kurze Kapitel, lustige Dialoge und viele liebenswerte Charaktere der türkischen Großfamilie.
Das Buch liest sich schnell und einfach und danach guckt man mit einem lachenden Auge auf die türkischen Großfamilien die lautstark in der Bahn diskutieren.
Ich kann das Buch bestens weiterempfehlen und momentan macht mein Exemplar die Runde durch meine kleine deutsche Familie....
Der Roman "Der Boss" wurde von Moritz Netenjakob geschrieben und erschien 2012 im Verlag "Kiepenheuer & Witsch". In dem Roman geht es um die Hochzeit von Daniel Hagenberger und Aylin Denizoglu. Es ist gleichzeitig der Nachfolgeroman von "Macho Man".
Daniel und Aylin wollen heiraten. Eigentlich nichts ungewöhnliches, denn die beiden lieben sich und sind glücklich miteinander. Allerdings hat Daniel nicht mit Aylins Großfamilie gerechnet, die munter bei den Hochzeitsvorbereitungen mitmischt und selbstverständlich so gut wie alles mit den türkischen Traditionen vereinbaren möchte. Der angehende Bräutigam freut sich einerseits über so viel "Familienzuwachs", andererseits versucht er, sich wenigstens ein wenig durchzusetzen. Das fällt ihm nicht leicht, da er dies dank der Erziehung seiner Eltern nie richtig gelernt hat. Und so schlägt er sich tapfer durch Tüllberge, kitschigen Dekowahn, eine ellenlange Gästeliste für die Hochzeit, .... Ob es Daniel und Aylin gelingt, ihre Traumhochzeit zu feiern, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Allerdings liegen mehr als ein paar Steine auf dem Weg zum "Ja-Wort".
Ich kenne den Vorgänger von "Der Boss" noch nicht, allerdings steht "Macho Man" jetzt ganz oben auf meiner demnächst-lesen Liste. Mir hat der Roman um Daniel und Aylin sehr gut gefallen, ich habe mehrere Lachtränen vergossen. Es ist alles so witzig und liebevoll beschrieben (die türkische Familie, Daniels Eltern, überhaupt die ganzen Situationen, in welche die beiden immer wieder geraten), dass man einfach schnell lesen muss, um zu wissen, wie es weitergeht. Man konnte sich die Situationen sehr gut bildlich vorstellen. Eine meiner Lieblingsszenen war die im Reisebüro, als das angehende Brautpaar die Hochzeitsreise buchen wollte, natürlich im Reisebüro von Aylin´s Cousin Kenan. Oder als die türkische Tante Emine im Krankenhaus liegt, oder ...... könnte jetzt noch sehr viele tolle Abschnitte anreihen.
Für mich ist "Der Boss" von Moritz Nietenjakob absolut empfehlenswert, ob man jetzt den vorherigen Teil kennt oder nicht, ist eigentlich egal. Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiedersehen mit Daniel und seiner türkischen Großfamilie, würde mich freuen.
Das Buch "Der Boss" von Moritz Netenjakob ist auf der einen Seite super witzig geschrieben, aber auf der anderen Seite auch sehr zum Nachdenken.
Diese Mischung hat mir hier besonders gut gefallen, denn in humorvollen Büchern fehlt mir oft die Ernsthaftigkeit und Hintergründe. Die Fortsetzung des Buches ist hier total gelungen!
Mir hat das Buch auch besonders gut gefallen, weil viel über das türkische Leben geschrieben wurde und ich mich sehr gut hier hineinversetzen kann, da ich selbst einen türkischen Freund habe. So konnte ich über viele Dinge, wie etwa die megavollen Tische beim Essen sehr lachen, die Gastfreundlichkeit, die Begrüßung und das Umarmen bei Besuchen der Familie, die Diskussionsbereitschaft, aber auch die Herzlichkeit und Freundlichkeit insgesamt. Viele Klischees stimmen einfach.
Netenjakob hat dieses in dem Buch in eine Liebesgeschichte verpackt, die eine Berg und Talfahrt durchleben. Viele Handlungen und Gedanken von dem Weichei Daniel werden so echt und lustig dargestellt, dass mit der ein oder andere Lacher entwichen ist. Selbst meiner Freundin am Telefon habe ich einige Stellen aus dem Buch vorgelesen, bei denen man, gerade als Frau, genauso denkt und handeln würde. Ein Buch zum Schmunzeln!
Daniel und Aylin wollen heiraten, atürlich auf die türkische Art. Doch dieses gestaltet sich nicht einfach. Viele Familienmitglieder müssen und wollen eingeladen werden, viele Personen dessen Namen es schon schwierig ist aufgezusprechen, gar zu behalten. Viele die gute Tipps geben wollen, viele, die aber nicht in jeder Situation besonders ankommen. In der sich Daniel manchmal auch in ein Fettnäpfchen begibt.
Es fällt mir immer besonders schwer, die richtigen und vor allem ausdrucksstarken Worte für ein wirklich gelungenes Buch zu finden. Ich möchte dem mitreißenden Inhalt nämlich voll und Ganz gerecht werden! Das Buch „Der Boss“ stellt mich vor solch ein Problem. Der Autor Moritz Netenjakob hat nämlich einen richtig guten Job gemacht.
Der doch etwas durchgeknallte Daniel hat endlich seine Traumfrau Aylin gefunden. Natürlich will er sie heiraten. Aylin ist Türkin und stellt Daniel somit vor ungeahnte Probleme! Er wird nämlich nicht nur seine große Liebe ehelichen, sondern gleich die ganze Sippschaft.
Wenn das nicht schon Potential für eine richtig gute Story ist, kommen Daniels, wie soll ich sagen, überdurchschnittlich toleranten, außerordentlich Geschmack für Kunst habenden und freizügigen Althippies dazu. Eine Peinlichkeit jagt die nächste.
Das Buch trieft nur so von Übertreibungen. Der Autor hat genau den schmalen Grad getroffen, den Witz und die Komik nicht zu überladen und in das Lächerliche zu ziehen. Ganz im Gegenteil! Nicht nur einmal konnte ich mir ein lautes Lachen nicht verkneifen. Die türkische Familie ist absolut warmherzig und dadurch so nervig und manchmal einfach unerträglich! Ich könnte all die Tanten und Onkels einfach knuddeln. Daniels Familie hingegen ist so was von durchgeknallt. Kein normaler Mensch könnte es mit Erika und Rigobert lange aushalten – aber genau das macht die Familie so passend für dieses Buch.
Durch den flüssigen und lockeren Schreibstil bin ich nur so über die Seiten geflogen. Die gut gewählten Kapitel Bezeichnungen geben dem Buch noch mehr Pep. Ich haben den Vorgänger „Macho Man“ noch nicht gelesen. Das werde ich aber auf jeden Fall nachholen!
Ich finde es fantastisch, dass das deutsch-türkische Verhältnis durch ein Liebesverhältnis so sympathisch und liebevoll in dieses Buch gepackt worden ist. Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, hat einfach seine Macken.
Mein Fazit: UNBEDINGT LESEN!!!!
Daniel und Aylin sind verlobt und planen die Hochzeitsreise. Schnell wird klar, dass der türkische Teil der Familie mitgeheiratet wird und jetzt schon die Regie übernimmt. Statt auf die Seychellen geht´s ins Ferienhaus der Tante in die Türkei. Auch die Hochzeitsvorbereitungen sind türkisch dominiert, eine große Halle im Industriegebiet, die zwar nicht gänzlich Daniels Vorstellung von Romantik entspricht, aber dafür reichlich mit Kitsch und Tüll geschmückt wird, dient als Hochzeitsfeierlokation. Welten stoßen aufeinander- einmal die liebenswerte türkische Herzlichkeit und ihr Familiensinn, dort die bildungsbürgerliche Verschrobenheit, die um sich und das Leben zu ertragen, alles erhöhen muss. Aus Weihnachten werden multikulturelle avantgardistische Happenings, beim Besuch von Ice Age 3 setzt man sich mit Ur-und Frühgeschichte auseinander. Zwei Mal wird die Hochzeit verschoben, einmal bekommt einer der türkischen Tanten einen Herzinfarkt, dann hält Daniel dem Druck der türkischen Familie bezgl. Integration, die er oft nicht mit seinen Werten vereinbaren kann, nicht stand. Doch schließlich heiraten die beiden- ganz romantisch auf einer Hamburger Hallig, auf der sie sich schon verlobten. Eine richtige Feier mit nachgestellter Trauung folgt in der Halle.
Der Roman liest sich ganz wunderbar- er ist witzig, voll treffender Beschreibungen der türkischen Kultur, des deutschen Bildungsbürgertums, der Schwierigkeiten von Anpassung und Bewahrung des Eigenen, aber auch der Seiteniebe auf moderne kulturelle Phänomene wie Theaterinszenierungen. Anfangs löste die Lektüre sogar lautes Lachen aus, was sich später legte. Auch an Humor kann man sich gewöhnen. Zum Schluss war es schade, sich von Aylin, Cem, Abdullah, Knoblauchwurst und Eau de Colonya verabschieden zu müssen- ich hoffe auf ein Wiedersehen!
Der Roman "Der Boss" von Moritz Netenjakob ist der Nachfolger von dem Buch "Macho Man".
Bei "Der Boss" von Moritz Netenjakob handelt es sich um eine Fortsetzung des Romans "Macho Man", in dem sich Daniel und Aylin in einem Club in der Türkei, wo Daniels bester Freund Mark als Animateur arbeitet, kennen und lieben lernen. Zurück in Deutschland treffen bereits im ersten Roman Welten aufeinander.
In der Fortsetzung nun wird der Leser mit Countdown in die Situation kurz vor der Hochzeit der beiden versetzt und erneut mit den kulturellen Unterschieden konfrontiert, was für einen Spannungs- und Unterhaltungskick von Anfang bis Ende sorgt.
Ich fand schon "Macho Man" sehr unterhaltsam, aber mit "Der Boss" ist Netenjakob eine Steigerung gelungen. Man kann sich sofort mit dem Protagonisten Daniel identifizieren, sieht aber gleichzeitig auch die andere Seite der Medaille durch Aylins Perspektive. Diese hat sich zwar im Alltag von vielen Zwängen lösen können, ist aber dennoch mit ihrer Großfamilie und ihren Wurzeln sehr eng verbunden. Es tauchen nach und nach immer wieder Konfliktsituationen auf, die alleine durch den Unterschied der beiden Kulturen begründet sind. Netenjakob hat genau diese Unterschiede haarfein herausgearbeitet und es ist ihm gelungen, Gemeinsamkeiten zu finden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.
Ich kann beide Bücher als lockere Unterhaltungsliteratur empfehlen, und zwar uneingeschränkt! Vielleicht gibt es ja irgendwann einen dritten Band über ein gemeinsames Kind - ich würde ihn sofort lesen!
DER BOSS
Moritz Netenjakob
Schinick, schanack, schunuck und fertig ist das deutsch-türkische Allerlei. Daniel, seines Zeichens Einzelkind und aufgewachsen in einer ziemlich freizügigen Künstlerfamilie ist verliebt in Aylin. Aylin ist Türkin und will Daniel heiraten. So weit so gut, wäre da nicht eine nicht unbedeutend türkische Großfamilie, die Daniel natürlich mitheiraten muss.
Integration mal anders. Nicht Aylin soll in deutsche Traditionen eingeführt werden, sondern Daniel. Dazu gehört auch zu akzetpieren, dass Aspirin ein Allerheilmittel ist, dass man in türkischen Familien lieber etwas Essen auf dem Teller lassen sollte und
Situationskomik sorgt ganz und gar für eine runde Sache und die Lachmuskeln werden auf das Härteste trainiert. Egal ob Daniel und sein Vater im Türkisch-Kurs der Volkshochschule oder Daniel auf Todesfahrt mit dem türkischen Onkel zum Fußballspiel. Schreibstil und Sprachwitz sind einfach brilliant. Nur zu empfehlen.
So funktioniert's: