Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

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 Jean-Luc Bannalec , trifft meinen Geschmack was Urlaubslektuere angeht.

Kommisar Dupin wurde vor einiger Zeit aus Paris in die Bretagne versetzt "wegen einigen Unstimmigkeiten". Nun sitzt er  in einem Cafe und geniesst den Morgen als er einen Anruf erhaelt, der Ihn aus der Ruhe bringt.

Der 91 jaehrige Restaurant- und Hotelbesitzer Pierre-Louis Pennec wird von einem Zimmermaedchen erstochen in der Bar ausgefunden.

Ab nun ermittelt Dupin auf seine eigene Art, manches laesst sich schon im Voraus erahnen, aber es bleibt trotzdem spannend bis zuletzt, warum hat man es auf den alten Mann abgesehen, der doch in seinem Ort aeusserst beliebt war??

Bretonische Verhaeltnisse ist so ganz nebenbei auch noch ein kleiner unterhaltsamer Reisefuehrer durch die Bretagne. Also meiner Meinung nach lockere Urlaubs- und Unterhaltungslektuere und kein Hardcore Krimi.

Es ist zu erwarten, das wir noch mehr von Dupin lesen werden.

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Jean-Luc Bannalec hat in seinem Krimiroman "Bretonische Verhältnisse" einen liebenswerten Kommissar erschaffen.

Dupin ist durch und durch Pariser, als er vor knapp 3 Jahren strafversetzt wurde in die Bretagne, genauer gesagt nach Concarneau. Er konnte seinen Mund nicht halten und eckte bei seinen Vorgesetzten zu sehr an, also ab in die Provinz. Und dort fühlt er sich mehr als wohl. Er fühlt sich heimisch, auch wenn er weiß, und seine Sekretärin erklärt ihm das immer wieder gerne, dass erst die 2. oder 3. Generation als Bretone angesehen werden kann, sie sind da sehr eigen.
 

Er wird zu einem Mordfall gerufen nach Pont Aven, der berühmten "Künstlerkolonie", eigentlich nicht seine Zuständigkeit, aber der zuständige Kommissar ist im Urlaub und die Geschichte beginnt.
Am Anfang ist der Verlauf eher zäh, man erhält zu viele Namen, als das man den Überblick behalten kann, aber nach und nach lösen sich die Verstrickungen, und wie es bei einem guten Krimi sein sollte, tappt man fast bis zum Ende im Dunkeln.
Die Bretagne als Ort des Geschehens und neue Heimat von Dupin könnte für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr hereingezogen werden, aber insgesamt finde ich es einen sehr gelungen Krimi.
 

Bleibt zu hoffen, dass Dupin weitere Fälle ermitteln darf ...

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Ohne vorablesen wäre ich wohl nie auf diesen spannenden, sehr soliden Krimi gestoßen.

Bei „Bretonische Verhältnisse“ handelt es sich um den ersten Roman von Jean-Luc Bannalec. Der ehemalige Pariser Kommissar Dupin, jetzt in die Bretagne versetzt, hat einen entscheidenden Fall zu klären. Eine berühmte Persönlichkeit des Künstlerortes Pont Aven wurde im eigenen Hotel „Central“ ermordet. Vier Messerstiche haben ihn getötet, doch vom Täter fehlt jede Spur. Weder das Personal noch die Gäste des Hotels haben etwas gehört oder gesehen. Doch Spürnase Dupin verzagt nicht, denn bald merkt er, dass scheinbar die Leute doch mehr wissen als sie zugeben wollen. Und so kommt Dupin dem Täter langsam aber sicher auf die Spur.

Ich habe es erst im zweiten Anlauf geschafft, den Roman zu lesen, da die vielen französischen Namen und Begriffe, sowie die zahlreichen vorgestellten handelnden Personen erst einmal abschreckend wirken. Doch hat man sich durch die ersten Seiten gebissen, wird man mit einem Fall belohnt, der bis zur letzten Seite spannend bleibt. Der Kommissar Dupin wirkt mehr als menschlich, besonders durch seine Koffeinsucht und dem Hang zu guten Essen. Und am Ende vermisst man sogar das französische Flair. Der Autor schafft es den Leser zu fesseln und bringt ihm durch zahlreiche örtliche Beschreibungen die Bretagne näher.

Fazit: In meinen Augen ein tolles Debüt, nur zu gern würde ich Dupin bei einem weiteren Fall begleiten. Kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

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Die Bretagne übt gerade im Sommer eine Faszination aus. Zerklüftete Felsen ragen aus dem tiefblauen Meer, ausladende Bäume spenden Schatten und so manches Café im Hafen lädt zum Verweilen ein. Der westlichste Teil des Landes rund um die blaue Stadt Concarneau ist ein ideales Urlaubsziel. So liegt es nahe, in einem Krimi den 91-jährigen Hotelier ermorden zu lassen. Kommissar Georges Dupin nimmt sich umgehend, wenn auch nicht jubelnd, dem Fall an. Auf seine eigene wortkarge Weise ermittelt er nun im Familienkreis und Umfeld des Opfers und bringt Licht in die Bretonischen Verhältnisse.  

Der gebürtige Bretone Jean-Luc Bannalec kreiert mit diesem Auftakt der Serie ein typisch französisches Ermittlerteam. Der erst vor gut zweieinhalb Jahren von Paris versetzte Dupin hat seine Not, sich in die bretonischen Gepflogenheiten einzufinden. Immer wieder stößt er bei den Einheimischen an seine Grenzen. An seiner Seite ermitteln die Inspektoren Kadeg und Riwal, die charakterlich nicht unterschiedlicher sein könnten. Während der eine emsig und ehrgeizig arbeitet, handelt der andere genau, schnell und klug. Peu à peu werden durch logische Schlussfolgerungen Familienzwistigkeiten aufgedeckt und mehrere Mordmotive in Erwägung gezogen. Immer wieder geht es auch um ein Gemälde von Gaugin, der eine Schaffensphase in Pont Aven hatte.

 

Es ist ein Krimi der leisen Töne mit ausgesprochen viel französischem Flair. Dieser wird nicht nur durch die Beschreibungen der pittoresken Altstadt vermittelt, sondern besonders durch eingestreute Begriffe in der Landessprache. Es entsteht ein Idyll aus gedrungenen Sandsteinhäusern und Fischernetze am Quai. Auf 300 Seiten wird mit flüssigem Schreibstil sowohl Spannung als auch ein Einblick in Landschaft geboten. Die gezeichneten Charaktere bieten Potential für Fortsetzungen. Das Debüt macht eindeutig Appetit auf mehr.

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Inhalt:

Kommissar Dupin wurde erst vor einiger Zeit aus der Großstadt Paris in die Bretagne versetzt um dort zu arbeiten. In dem sonst so idyllischen Ferienort Pont Aven gilt es kurz vor Beginn der Saison einen Mord aufzuklären. Der 91-jährige Hotelbesitzer Pierre-Louis Pennec wurde ermordet. Kommissar Dupin´s Aufgabe ist es nun die Angestellten des Hotels, die Mitbürger und die Angehörigen des Ermordeten zu vernehmen. Als dann noch ein weiterer Mord passiert, wird der Fall noch komplizierter. Der Kommissar schafft es jedoch dem Mörder Schritt für Schritt auf die Schliche zu kommen.

Meine Meinung:

Das Cover des Buches zeigt ein idyllisches Örtchen direkt am Meer. Der etwas dunkel gehaltene Himmel im Zusammenhang mit dem leicht stürmisch aussehenden Meer, deutet vielleicht schon etwas auf die stürmischen Verhältnisse im Ort hin. Im Innenteil des Buches ist eine Landkarte, die die entsprechenden Orte zeigt, an denen die Handlung passiert. Der Schreibstil ist flüssig und nur am Anfang sind die vielen französischen Namen und Orte etwas ungewohnt, aber mit der Zeit habe ich mich als Leser gut in die Geschichte einfinden können. Ab und zu springt der Autor etwas hin und her und es ist nicht immer so gut nachzuvollziehen aus welchem Grund der Kommissar nun bestimmte Schritte zur Aufklärung des Mordes unternimmt. Richtige Spannung kommt eigentlich nicht auf, doch da es mehrere Personen gibt, die Motive gehabt haben könnten den Hotelbesitzer umzubringen, wird es nicht langweilig. Das Buch liest sich gut. Das Thema "Kunst" spielt eine wichtige Rolle und auch der Maler Gauguin wird gut beschrieben. Er wird gut in die Geschichte mit eingebaut und es ist sogar wirklich so gewesen, dass der Maler sich in Pont Aven aufgehalten hatte. Wie es scheint ist dies nicht der letzte Fall um den Kommissar Dupin, so dass auf weitere Bücher aus der Bretagne zu hoffen ist.

Fazit:

Das Buch kostet 14,99Euro und ich hätte es mir in der Buchhandlung wahrscheinlich nie gekauft. Ich bin jedoch positiv überrascht und bin froh, dass ich es gelesen habe. Für echte "Krimifans" ist es wohl nichts, aber es ist dennoch ein netter Roman, den es sich zu lesen lohnt.

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Sommer in der Bretagne. Kommissar Georges Dupin aus Concarneau will gerade seinen Morgenkaffee einnehmen, als ihn ein dringender Anruf erreicht. Im Nachbarort Pont Aven wurde ein alter Hotelbesitzer ermordet. Da der zuständige Commissaire gerade im Urlaub weilt, muss Dupin übernehmen. Er steht vor einem Rätsel, denn wer bringt denn schon einen 91 Jahre alten Mann um? Was für ein Motiv könnte es für diese Tat geben? Dupin fängt an zu ermitteln. Immer wieder wird er auf die künstlerische Vergangenheit des Ortes und auch des Hotels des Verstorbenen hingewiesen. Ende des 19. Jahrhunderts haben hier Maler um Paul Gauguin die „Schule von Pont Aven“ gegründet und die Entwicklung der Malerei entscheidend geprägt. Doch hat diese Vergangenheit etwas mit der Tat zu tun?

Dupin ist ein recht eigenwilliger Ermittler. Aus Paris in die Bretagne strafversetzt, hat er sich hier dennoch gut eingelebt und kommt mit den Eigenheiten der bretonischen Einwohner inzwischen recht gut zurecht. Er ist eher ein Einzelgänger, seine Mitarbeiter haben es nicht immer leicht mit ihm, denn das Teilen seiner Gedanken liegt ihm gar nicht und so ist er die meiste Zeit der Einzige, bei dem die Fäden zusammenlaufen und weitergesponnen werden.
Der Autor lässt der Umgebung viel Raum neben dem eigentlichen Fall. Neben den geschichtlichen Einzelheiten um Gauguin und seine Kollegen erfährt der Leser auch viel über die Bretagne. Teilweise liest sich das Buch wie ein Reiseführer, die Landschaft, die Leute und insbesondere die kulinarischen Spezialitäten der Region werden wirklich ausreichend gewürdigt. Am liebsten möchte man direkt Urlaub in der Bretagne buchen. Der Kriminalfall ist schön in diese Zusatzinformationen eingebettet, verläuft aber in eher ruhigen Bahnen. Wer einen reißerischen Thriller sucht, ist hier gänzlich falsch, wer einen beschaulichen, aber unterhaltsamen Krimi mit französischem Flair möchte, sollte dagegen unbedingt zugreifen!
Weitere Fälle mit Kommissar Dupin kann ich mir gut vorstellen und ich bin gespannt, wann und wie der deutsch-französische Autor ihn weiterermitteln lässt!
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Le Commissaire Georges Dupin lebt und arbeitet seit 3 Jahren eher „unfreiwillig“ von Paris zwangsversetzt in der Bretagne. Er hat sich ganz gut in Concarneau eingelebt. So fällt ihm schon Freitags morgens pünktlich zum Croissantfrühstück ein Mord in seinen Kaffee. Der 91jährige Hotelier Pierre-Louise Pennec liegt tot in seinem Hotel in Port Aven.

Der Schock über den Tod des Kunstliebhabers und Mäzens des örtlichen Kunstmuseums sitzt bei den Dorfbewohnern tief.

Dupin´s Suche nach dem Motiv führen ihn deshalb auch in die Welt von selbsternannten eitlen Kunstkennern die Dupins Arbeit nicht gerade leichter machen, da er bald feststellen muss, dass in diesem Fall viele ihr ganz eigenes „Süppchen“ kochen.

Der Autor erzählt diesen sehr soliden und bodenständigen Krimi mit viel Liebe zur Bretagne und seinen Bewohnern, die er in wunderschönen Landschaftsbildern festhält, dass aber nie in Kitschigkeit abdriftet.

Die Figur des Georges Dupin hat Profil und durch seine kantige spröde Art wird er sehr sympathisch und menschlich.

Der Schreibstil ist modern und in unaufgeregter Sprache kommt dieser Krimi ohne großes Blutvergießen aus und kann trotzdem den Spannungsbogen halten, was mir sehr gut gefallen hat. In einer Zeit, in der es soviel Krimis und Thriller gibt, bei denen auf jeder Seite das Blut nur so herausläuft, ist dieses Buch eine angenehme Ausnahme, und für Krimileser, die gerne auch mal eine gediegene sehr gut geschriebene Krimikost mit viel liebevoll geschildertem Lokalkolorit lesen, möchten eine echte Alternative. Ich jedenfalls werde gerne mit Commissaire Dupin weiterermitteln.

 

5

Jean-Luc Bannalec hat meiner Meinung nach mit seinem ersten Krimi "Bretonische Verhältnisse - Ein Fall für Kommissar Dupin" ins Schwarze getroffen.
Kommissar Dupin hatte schon nach den ersten Seiten ganz viele Sympathiepunkte bei mir gesammelt, seine Art und Weise hat mich sofort für ihn eingenommen. Dazu kommt der gelungene Schreibstil von Jean-Luc Bannalec - ich glaube, ich könnte ein begeisteter Leser der geplanten Serie um Kommissar Dupin werden. Augenzwinkern
Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Büchern, die in Frankreich spielen. Hier wurde ich aber ganz schnell eines Besseren belehrt. Mit jedem Kapitel wurde mir die Bretagne sympathischer, die Beschreibungen der Gegend, der Spezialitäten rund um Essen, Trinken, Kunst und Kultur haben in mir sogar den Wunsch nach einem Urlaub in der Bretagne geweckt. Sehr erstaunlich!
Die Story an sich ist fesselnd aufgebaut, es gibt einige Verdächtige und im Laufe des Buches wird so manches Geheimnis gelüftet.
Ausser Kommissar Duping gibt es auch noch den einen oder anderen "Mitspieler" der mir schon ans Herz gewachsen ist - ich denke da besonders an Nolwenn, so eine Sekretärin würde sich jeder wünschen. Augenzwinkern
Natürlich triefen die Seiten hier nicht von Blut, es wird auch keine Thriller-Spannung erzeugt - nein, "Bretonische Verhältnisse" ist ein Krimi der feinen, ruhigen Art.

Alles in allem wurden meine Erwartungen übertroffen und ich freue mich heute schon sehr auf den zweiten Band.
Dieser erste Teil bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

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Kommissar Dupin wird aus Paris "zwangsversetzt" nach Concarneau, der Blauen Stadt am bretonischen Atlantik. Doch bald wird er in das kleine malerische Touristenstädtchen Pont Aven gerufen: Der Hotelbesitzer des berühmtesten Hotels am Platz, das Central, liegt erstochen in seinem eigenen Restaurant, und das in der beginnenden Hochsaison. Der etwas ungewöhnlich wirkende Eigenbrötler Dupin sieht sich bald ungeahnten Abgründe gegenüber stehen.

Vorerst mutet der Kriminalroman, der erste im Übrigen von Jean-Luc Bannalec, etwas schwerfällig und mühsam an. Doch man findet sich schnell in die Geschehenisse ein. Verwirrend sind nur die vielen Personen gleich zu Anfang, denn man hat das Gefühl, mitschreiben zu müssen, wer tut was, ist für welche Aufgaben zuständig. Schade ist auch, dass der Charakter Dupins extrem in den Vordergrund gestellt wird, um als Kultfigur zu dienen. Er sollte wachsen können und nicht getrieben werden. Die Nebenfiguren erblassen, und das ist gerade in einem solch umfangreichen Umfeld wie in Bretonische Verhältnisse störend.

Was mir sehr gefallen hat, Bannalec beschreibt eine wunderschöne, anmutige Bretagne, die auch Nicht-Kenner Frankreichs in Urlaubsstimmung versetzen. Gespickt mit hintergründigem Humor und viel Wissenswertes über Land und Leute macht es Spaß, in dieser gut geschriebenen Urlaubslektüre zu lesen.

Fazit: Gut gemacht, doch es geht noch besser! Beim zweiten Fall bin ich, glaube ich, wieder dabei!

 

 

 

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Auf diesen neuen Frankreich-Krimi hatte ich mich wirklich gefreut. Kommissar Dupin lebt seit 3 Jahren in der Bretagne, er wurde aus Paris "strafversetzt", fühlt sich aber inzwischen in der Provinz ganz wohl. Als eines Tages ein alter Restaurantbesitzer ermordet aufgefunden wird und der zuständige Kollege im Urlaub ist, muss Supin in einem Mordfall ermitteln.

Wer bringt einen 91jährigen um? Wo ist das Motiv? Und hat der Mord etwas mit der Geschichte des Ortes und insbesondere des Restaurants als Künstlerherberge zu Zeiten Gauguins und anderer Maler zu tun?

Wer Spannung sucht, dem ist dieses Buch nicht zu empfehlen. Ellenlange Orts- und Landschaftsbeschreibungen, nur noch übertroffen von der ständigen Erwähnung des Essens und der speziellen Eigenheiten der Bretonen... das alles soll wohl den Regionalcharakter des Krimis unterstreichen, liest sich aber mehr wie ein Reiseführer denn wie ein Kriminalfall.

Zudem ist Dupin ein ziemlich unsympathischer Ermittler. Er handelt völlig losgelöst von seinen Kollegen, lässt diese die ganze Zeit im Dunkeln tappen, während er irgendwo spazieren geht, um nachzudenken oder unbeteiligte Privatleute in den Fall involviert.

Ich hatte französischen Charme erwartet, der bleibt hier leider ziemlich auf der Strecke!

5

Dupin ist endlich in der Bretone angekommen und hat sich gut eingelebt. Bei seinem dritten Cafe klingelt sein Handy und sein ach so verhasster Inspecteur ist dran und bittet ihn um die Vertretung bei dem am Abend stattfindenden Ball für die Partnerstadtgruppe aus Kanada. Doch Dupin denkt nicht dran und legt auf. Nach dem erneut das Handy klingelt, will Dupin schon mit einer Schimpftirade loslegen, doch er versteht nur Mord....
 
Was wie ein anfangs leicht zu lösenden Fall scheint, gerät ausser Kontrolle. Es gibt einen weiteren Mord und ein echter unbekannter Gauguin taucht auf. Alles in allem im Wert von vierzig Millionen Euro. Das Spiel kann beginnen, doch Dupin braucht ein wenig Hilfe um die Regeln zu verstehen.
 
Spannend, französisch spleenig und mit sehr feinem Witz!

Tina

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Die Bretagne ins deutsche Wohnzimmer zu holen, das hat der Autor mit seinem Buch "Bretonische Verhältnisse" auf jeden Fall geschafft. Seine Beschreibungen der bretonischen Eigenheiten, der Landschaft, der französischen Cafés und all das drumherum, was diese Geschichte so ausschmückt, sind wunderbar geglückt. Jeder, der schon einmal Urlaub in diesem Teil Frankreichs gemacht hat, wird seine Eindrücke in dem Buch wiederfinden. Dafür gibt es an dieser Stelle wirklich ein Lob von mir. Und dafür hat es sich auch gelohnt, dieses Buch zu lesen.

Auch die Figur des Komissars ist wirklich gelungen. Seine unvergleichlicher Charakter, seine vielen kleinen Macken und auch seine Stimmungsschwankungen sind sehr gut beschrieben und lassen ihn sympathisch wirken.

Die Geschichte allerdings und der damit verbundene Krimi hätten mich jedoch nicht wieder auf die Couch zurückgeholt. Die Handlung an sich plätschert einfach nur so vor sich, keine großen Wellen, kein wirklich Tiefgang. Am Ende geht es wie immer nur um das eine, ums liebe Geld. Das wird dem Leser doch schon recht schnell klar und der Täterkreis ist damit auch stark eingeschränkt.

Stark irritiert haben mich zu Beginn und eigentlich auch bis zum Ende hin die vielen Figuren. Bis heute habe ich mir nicht gemerkt, wer wofür zuständig war und wer in welcher Abteilung was gemacht hat. Es purzeln am Anfang so viele Namen auf den Leser ein, dass es schwer wird, sich alle zu merken. Da die Figuren auch alle nur in Nebenrollen auftreten und so gut wie keine eigene Geschichte oder ein Profil zugeschrieben bekommen, bleibt alles recht schwammig. Im Mittelpunkt steht einzig und allein der Komissar, der halt einige Helfer hat.

Alles in allem ist dieses Buch ein Krimi, dass man gerne mal lesen kann, aber nicht unbedingt gelesen haben muss.

3

Die wunderbare Atmosphäre der Bretagne, dazu der Nervenkitzel eines spannenden Krimis, das erwartet man sich, wenn man "Bretonische Verhältnisse" zur Hand nimmt. Von einem Cover, das den bretonischen Flair bereits versprüht angetrieben, stürzte ich mich voller Vorfreude auf das Buch.
Es geht um den Mord an dem 91-jährigen Hotelier Monsieur Pennec, der an einem Sommertag im Restaurant seines Hotels tot aufgefunden wurde. Da sich der zuständige Kommissar der Gemeinde Pont Aven im Urlaub befindet, wird Commissaire Georges Dupin mit den Ermittlungen beuaftragt, was diesem überhaupt nicht passt, da er lieber bei einem Café in der Sonne sitzen würde. Aber so muss sich der recht mürrische Kommissar aufmachen, und den Ermittlungen nachkommen. Was war wohl der Grund für diesen Mord? Autor Jean-Luc Bannalec schmückt seinen Kriminalroman, wenn auch deutlich erkennbar und abgehackt, mit erzählenden und beschreibenden Elementen aus, die die typisch südfranzösische Atmosphäre aufkommen lassen sollen. Leider gelingt ihm das nicht immer und das Buch wirkt auf mich zeitweise langatmig und gedehnt. Das Konzept des Krimis ist nicht sehr ausgefallen, aber unterhaltsam, jedoch zum Ende hin recht vorhersehbar. In den Fall sind viele verschiedene Charaktere involviert. Da diese im Laufe des Buches nacheinander befragt werden und der Leser zahlreiche Informationen erhält, fällt es zuweilen schwer, Bekanntes mir Neuem zu verknüpfen und zu durchdenken.
Der Kommissar Georges Dupin ist ein Eigenbrödler, der seine Arbeit zielgerichtet und vor allem für sich und allein durchführt. Das macht ihn eher unsympathisch, trotzdem fand ich ihn eher "cool". Insgesamt aber eher ein mittelmäßiges Buch, das unterhaltsam, aber wenig überraschend ist.

5

 

Jeder Kunstliebhaber, der schon einmal die Südküste der Bretagne bereist hat, kennt die malerischen Orte Concarneau und das für seine Künstlerkolonie des ausgehenden 19. Jahrhunderts bekannte Pont Aven. Hier lebten und arbeiteten große Maler wie Gauguin und hinterließen bis heute sichtbare Spuren.

Mit großer Intensität und realistisch vermittelt der unter einem Pseudonym schreibende Jean-Luc Bannalec, ein Deutsch-Bretone, die poetische Atmosphäre dieser Region in seinem ersten Kriminalroman „Bretonische Verhältnisse“. Er macht den Leser mit der Landschaft und den verwinkelten Stadtbildern ebenso lebendig vertraut wie mit bretonischen Gewohnheiten und Eigenheiten wie Starrköpfigkeit, Wortkargheit und Bauernschläue.  Ich kenne die Bretagne, daher folge ich ihm gerne durch die beschriebenen verwinkelten Straßen und Gässchen bis hin zu seinem Lieblingsplatz, einer roten Bank in einem verborgenen Winkel am Aven, wo er allein und in Ruhe über den Fall nachzudenken pflegt.

Hier also muss Monsieur le Commissaire Dupin, ein vor zwei Jahren aus Paris strafversetzter Kommissar, ein sympathischer, wenn auch eigensinniger Vertreter seines Standes, in Vertretung seines Kollegen, der gerade Urlaub macht, zwei Morde aufklären. Seine Vorgesetzten und Kollegen haben es nicht immer leicht mit seiner Vorgehensweise im Alleingang, aber sie schätzen ihn. Und wenn er nicht genug Kaffee getrunken hat, kann er bärbeißig und ruppig mit seiner Umgebung umgehen.

Was ist geschehen? Der 91 jährige Hotelbesitzer des Hotel Central in Pont Aven , Pierre-Louis Pennec, ein Kunstliebhaber und strenger Wahrer der Tradition, wurde mit vier Messerstichen ermordet in seinem Restaurant aufgefunden. Wer kann Interesse an dem Tod dieses alten Mannes haben?

 Nun muss man wissen, dass es sich bei dem Hotel Central um den oben genannten berühmten Künstlertreffpunkt des ausgehenden 19. Jahrhunderts handelt und dass der Verstorbene und dessen Mutter große Förderer der Künstler und deren Kunst gewesen waren. Die Wände des Restaurants schmücken daher zahlreiche Kopien berühmter Gemälde.

Dupin und seine fleißigen Kollegen Kadeg und Riwal kommen bei ihren Ermittlungen kaum voran, da die zahlreichen Verdächtigen eisern schweigen. Hilfreich sind ihnen einzig der Arzt des Ermordeten und die Notarin, die dessen Testament aufgesetzt hat.

Als in der zweiten Nacht nach dem Mord an Pierre-Louis Pennec in das Restaurant eingebrochen wird, ohne dass etwas gestohlen wird oder man irgendwelche Spuren entdecken kann, wird Dupin auf eine merkwürdige Gauguin-Kopie an der Wand aufmerksam. Zugleich wird ihm der Tod des ungeliebten Sohnes des alten Pennec gemeldet. Man hat ihn unterhalb der Klippen im Meer tot aufgefunden. War es Mord, Selbstmord oder ein Unfall?

Mit Hilfe einer Kunstexpertin aus Brest, deren Rat Dupin immer wieder einholt, mit seinem kriminalistischen Spürsinn, gewissermaßen einem speziellen Bauchgefühl, seinem starrköpfigen Eigensinn und der fleißigen Recherchen seiner beiden Mitarbeiter,  gelingt es ihm, diesen undurchsichtigen Fall innerhalb von 4 Tagen zu lösen.

Der Roman ist spannend und liest sich wunderbar flüssig. Die Sprache ist stellenweise etwas gewöhnungsbedürftig. Begriffe wie Stupendes, pittoresk oder ridikül finden sich zwar im Duden, wirken aber doch etwas fremd.

Mir hat dieser Roman sehr gefallen. Er eignet sich bestens als Urlaubslektüre. Leser, die die Bretagne lieben und sich ein wenig dort auskennen, wird er nicht allein durch den vielsagenden Titel und sein gelungenes Cover in seinen Bann ziehen. Die Karte im Innenteil des Umschlags lädt geradezu ein zu einer Fahrt ins Finistère.

 

3

Kommissar Dupin, vor bereits über zwei Jahren aus Paris in die Bretagne strafversetzt, hat seine eigene Art die Fälle zu lösen und dabei ist auch sein Cafe ganz wichtig. So langsam freundet er sich mit seinem Leben in Concarneau an. An einem Morgen im Juli wird in Port Avene, einem Künstlerdorf in der Nähe, der schon recht betagte Besitzer des angesehensten Hotels am Ort, ermordet aufgefunden.
An vier Tagen, und vier Kapiteln, folgt der Leser Dupins Ermittlungen. Dabei lernt man manche bretonische Eigenheit kennen, zu der auch kein großer Redefluss gehört.
Mich hat der Kriminalroman neugierig auf Kommissar Dupin gemacht. Denn obwohl man ihn über den ganzen Zeitraum seiner Ermittlungen eng begleitet, erfährt man über seine Person eher wenig. Sicher, man befindet sich hier ja auch bei der Aufklärung eines Mordes. Im Gegensatz zu anderen Krimis, wo sich die Ermittler mit reichlich persönlichen Problemen und Defiziten rum schlagen, ist Dupin mal eine angenehm Abwechslung, die einen dann schon wieder neugierig macht. Die Lösung des Falles ist dann, am Ende, eigentlich schon wieder ganz einfach. Doch erst muss man da hin kommen und sich durch viele Nachforschungen vorarbeiten. Familienverbindungen und Politik kommen da zum Tragen. Die weiblichen Figuren werden ganz gut dargestellt, die männlichen wirken da etwas zu kurz gekommen. Dazu wird die bretonische Landschaft sehr anschaulich geschildert, und man möchte schon gerne dort sein und das Licht- und Farbenspiel des Meeres, den Gezeitenwechsel erleben.
Hier wurde ein grundsolider Krimi geschrieben, in dem es zwar Tote gibt, der aber unspektakulär wirkt und auf ganz normaler, zeitraubender Ermittlungsarbeit beruht, und wo sich am Ende der Kommissar zufrieden auf die Schulter klopfen kann, aber doch ein kleiner unzufriedener Punkt bleibt.
Besonders erwähnen möchte ich das toll gestaltete Cover, was einen schon beim Betrachten in die Bretagne versetzt.
Mir hat bei diesem Roman allerdings etwas gefehlt, was mich völlig in den Bann dieses Buches gezogen hätte. Es blieb bei den Personen irgendwie seltsam flach, ohne besondere Höhen und Tiefen. Diese Beschreibung am Anfang, wo Dupin einen aufgebrachten Hotelgast zur Räson gebracht hat, davon hätte ich gerne mehr gehabt.
 

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Inhalt:
Dupin wurde in die Provinz strafversetzt. Nach anfänglichem Zögern ist er von der Bretagne jedoch verzaubert, von ihren Bewohnern allerdings immer noch verwundert. Zum Glück hat er eine top informierte Sekretärin, die dem "gerade eben angekommenen" (3 Jahre sind ja auch fast nix ^-^) die Feinheiten verklickert.
Nun passiert im beschaulichen Künstlerstädtchen Pont Aven ein Mord. Aber wer bringt denn einen 91-jährigen Hotelbesitzer um? Alle haben ihn doch geachtet, oder doch nicht? Dupin stößt auf Granit, es scheint erst kein Motiv zu geben, doch dann hat fast jeder eines...

Stil:
Der Autor teilt das Ermittlungsgeschehen in 4 Tage ein. Der Leser begibt sich mit dem Ermittler Dupin auf die Suche nach einer Spur, ist im Gegensatzt zu den Mitarbeitern, immer nah dran und bestens informiert.
Allerdings bleibt die Gestalt des Protagonisten Dupin größtenteils im Dunkeln. Einerseits ist das schade, denn man hätte ihn gerne besser kennen gelernt, andererseits ist es für den Fall auch ablenkend, wenn der Ermittler andauernd mit seinen Privatproblemen beschäftigt ist. Der Fokus auf die Arbeit ist für mich nichts negatives, aber für die Figur sehe ich noch Entwicklungspotential.
Die Landschaftsbeschreibungen der Bretagne sind gut gelungen, da sieht man die Orte gleich bildlich vor sich. Auch die anderen Figuren sind, manchmal etwas klischeehaft, aber immer gut beschrieben worden, so dass man sie sich gut vorstellen konnte.

Fazit:
Ein gutes Buch für den Urlaub in der Bretagne, zum Orte und Kunstwerke kennen lernen und vergleichen.
Der Kriminalfall an sich war nicht schlecht, hat mich jedoch leider nicht vom Hocker gerissen. Humor wäre auch schön gewesen, oder etwas anderes, was die Identifikation mit dem Protagonisten leichter gemacht hätte.

5

Jean-Luc Bannalecs Bretonnische Verhältnisse ist ein ganz toller Regionalkrimi.

Das Buch an sich ist schon eine Augenweide. Schönes Cover, innen Karten der Region (damit man der Handlung folgen kann). Schlicht gelungen. Im ganzen Buch gab es nur einen kleinen Schreibfehler und einen fehlenden, französischen Plural. Superbe. Fünf Sterne für dieses tolle Layout.

Zur Handlung: ein grundsolider Krimi. Wer viele Leichen und durchgeknallte Psychos erwartet liegt falsch.

Die Handlung paßt zur Region. Langsam, stetig und doch bodenständig menschlich. Kommissar Dupin ist gar nicht so unkollegial und kauzig. Er ist halt Pariser. Besonders gefallen hat mir, das er sich das Ergebnis richtig erarbeiten muss. Er liegt auch mal falsch oder weiß nicht weiter.
Der Täter ist nicht sehr überraschend, jedoch plausibel. Auch die Art des Spezitums wird aufgezeigt. Ist realistisch. Sein Verhältnis zur Damenwelt scheint sich erst im nächsten Buch aufzuklären.

Die Orte: wer schon mal in der Bretagne war, wird ohne Probleme die Orte wiedererkennen. Auch die Staus! Alles sehr gut beschrieben. Mich, als frankophilen Leser hat dieses Buch total überzeugt. Eine kleiner, literarischer Ausflug nach Frankreich, der fantastisch war. Seit dem Parfum konnte kein Autor so den Duft einer Region treffend beschreiben. Auch Kunstliebhaber kommen nicht zu kurz. Es gibt interessantes Hintergrundwissen über die Schule von Pont Aven.

Fazit: einer der besten Regionalkrimis, die ich je gelesen habe. Ich bin bereit mit M. Dupin weiterzuermitteln.

5

Kommissar Dupin wurde aus Paris (dem Nabel der Welt) strafversetzt in die Bretagne (ans Ende der Welt). Dort lebt er nunmehr seit zwei Jahren und sieben Monaten. Eine ganz schön lange Zeit. Für ihn. Für die Bretonen ist er selbstverständlich "der Pariser" und wird das, wie auch seine Nachkommen, noch mindestens zwei weitere Generationen bleiben. Nun wird im Nachbarort ein alteingesessener Hotelier ermordet in seinem Restaurant aufgefunden. Eigentlich nicht Dupins Sache, aber es ist Hochsommer und der zuständige Kollege gerade im Urlaub. Also macht sich Dupin an die Arbeit und zwar auf seine ganz eigene Weise. Er spricht viel mit den Leuten, holt sich Hilfe von einer Kunstprofessorin und einer Notarin und informiert weder Vorgesetzte noch Untergebene über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Zwischendurch geht er immer mal wieder spazieren (schöne Landschaftsbeschreibungen) oder essen (hmm, lecker! - bloß nicht mit Hunger lesen...) und die Bretagne wird dadurch wirklich gut zum Leser transportiert.

Auch die Personen waren gut gezeichnet, einzig mit den Namen hatte ich zu Beginn so meine Schwierigkeiten. Das hat sich aber glücklicherweise schnell gelegt. Definitv ein gelungener Start für eine Serie (da muss ja noch mehr kommen, oder? Wir wollen ja schließlich noch etwas über Dupins Vorgeschichte, seine Strafversetzung, seine nur in Nebensätzen erwähnten Frauengeschichten, usw. wissen *kicher*). Ich werde eine Fortsetzung auf jeden Fall lesen und bin schon sehr gespannt, in welchem bretonischen Ort die dann wohl spielen wird...

die Waldmeisterin

5

Komissar Dupin ist der Ermittler in dem Mordfall Pierre-Louis Pennec. Pennec wurde im Restaurant seines Hotels in Pont Aven ermordet, erstochen. Es ist kein gewöhnliches Hotel. Es beherbergte schon sehr illustre Gäste im Laufe des letzten Jahrhunderts, unter anderem den weltberühmten Maler Paul Gauguin. Einige Kopien seiner Bilder sind in dem Restaurant zu bestaunen. Zunächst scheint es so, als könne es keinen plausiblen Grund für die Ermordung des 91-jährigen Hotelbesitzers geben. Dupin führt eine Reihe von Gesprächen, die nur so nach und nach das Dunkel, in dem er tappt, ein wenig erhellen. Bis er ganz plötzlich einen eigentlich abwegigen Gedanken verfolgt, der ihn letztendlich auf die richtige Spur führt.

"Bretonische Verhältnisse" ist ein Krimi zum Genießen. Er lebt nicht von unaushaltbarer Spannung, sondern mehr von der Atmosphäre, die Jean-Luc Bannalec auf eine wunderbare Weise erzeugt. Man fühlt sich mitten in der Bretagne und entspannt und fühlt sich wohl und begleitet den sehr sympathischen "Monsieur le Commissaire" gerne auf dem Weg zur Lösung des Falles.

4

Der koffeinsüchtige Kommissar Dupin wurde von Paris in die Bretagne strafversetzt. Nur nach und nach findet er sich in der kauzigen Provinz zurecht. Da geschieht ein Mord und der Kommissar wird auf den Plan gerufen. Der 91-jährige Hotelbesitzer Pierre-Louis Pennec wird in seinem eigenen Hotel in Pont-Aven aufgefunden. Sein legendäres Hotel Central war einst Treffpunkt vieler Künstler rund um den Maler Gaugin. Die Ermittlungen laufen eher zähflüssig, bis schließlich ein zweiter Mord geschieht. Plötzlich wird Kommissar Dupin klar, dass die Verbrechen mit einem Bild des berühmten Malers in Zusammenhang stehen. Jetzt ergibt sich alles wie von selbst.

Das Cover ist ein  Vorgeschmack auf das Buch selbst. Es bescheibt liebevoll die etwas eigene Landschaft dieses Gebiets am "Ende der Welt". Der Autor braucht keine blutrünstige Beschreibung der Morde. Er setzt nach alter französischer Krimimanier auf Aufklärung. Zu keiner Zeit langweilig taucht man nach und nach mit ein in das Flair der ehemaligen Künstlerkolonie. Man spürt förmlich den rauen Atlantik und die wärmende Sonne der Küste.

Mir hat dieser Krimi, der so ganz anders ist, als die skandinavischen Pendants, sehr gut gefallen. Ein Buch so richtig zum Abschalten und Entspannen, wenngleich ich mich manches Mal über die Wortwahl des Übersetzers etwas gewundert habe. Hoffentlich gibt es bald Neues von der bretonischen Küste!

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Der Krimi spielt in der Bretagne. Der zwangsversetzte Kommissar Dupin hat in seinem aktuellen Fall den Mord an dem 91jährigen Hotelier in Pont Aven aufzuklären. Zunächst scheint es sich dabei schlicht um eine Familiengeschichte zu handeln. Doch nach und nach spitzt sich die Sache zu, vor allem als Dupin im Restaurant ein Gemälde des berühmten Malers Gaugin entdeckt - ein Original oder eine Kopie??? In welchem Zusammenhang steht das Gemälde mit dem Mord an dem Hotelier?

Im ersten Moment könnte man vermuten, dass es sich hierbei um einen ganz normalen Kriminalroman handelt. Doch weit gefehlt. Dem Leser fällt mehr und mehr auf, dass die Kriminialgeschichte eher als Beiwerk dient. So streut der Autor immer wieder interessante kulturelle sowie auch geschichtliche Informationen über die Bretagne ein. Auch über kunstgeschichtliche Aspekte wird der Leser umfassend informiert. Zeitweise wirkten die Zusatzinformationen meines Erachtens etwas deplatziert und zu umfangreich. Hierbei fehlte mir teilweise auch der Zusammenhang zur eigentlichen Geschichte. Dennoch war die Geschichte insgesamt schlüssig dargestellt. Besonder gefallen hat mir der Schreibstil des Autors - er fand stets eine gute Balance zwischen Spannung und Leichtigkeit. Auch die für die Darstellung der Zusatzinformationen erforderliche Sachlichkeit, war trotz des beschwingten Schreibstils stets gegeben. Schade war auch, dass der Leser relativ schnell wusste, wer denn der Mörder war - und das noch ehe es Dupin wusste oder gar ahnte. Dies nahm der Geschichte insgesamt die Spannung, welche mir insgesamt doch fehlte. Ich hatte mir nach der Leseprobe doch einen etwas spannenderen Krimi gewünscht.

Dies sollte der Autor für die folgenden Romane der Dupin-Reihe unbedingt berücksichtigen, ansonsten besteht das Risiko, dass der Leser den Spass verliert. Was der Autor allerdings unbedingt beibehalten sollte ist die Paarung eines Kriminalromans mit Lokalinformationen über die Bretagne. Mich haben die Zusatzinformationen in jedem Fall neugierig auf diese Region gemacht - vlt. plane ich gar meinen nächsten Urlaub dort. 

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Kommissar Dupin, zwangsversetzt von Paris in ein kleines Nest in der Bretagne, hat einen Mord aufzuklären. Der 91jährige Hotelbesitzer Pennec, ein angesehener Bürger des Ortes Pont Aven, wurde brutal ermordet. Großes Entsetzen breitet sich aus, nicht nur weil keiner dem Verstorbenen etwas Schlechtes nachsagen kann, nein, auch die Touristensaison steht kurz vor ihrem Beginn. Kommissar Dupin nimmt die Ermittlungen auf und macht sich auf die Suche nach Motiv und Täter.
 
Jean-Luc Bannalec legt mit seinem Debüt zwar einen Krimi vor, aber es ist auch gleichzeitig eine wunderbare Beschreibung der Bretagne mitsamt ihren Bewohnern, fast eine Liebeserklärung an das Land. Ausführlich werden die Atmosphäre, die Eigenarten der Bretonen, aber auch die kulinarischen Genüsse, die man dort erleben kann, geschildert.
Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten mit der Vielzahl von Personen, die praktisch alle gleichzeitig eingeführt wurden und den etwas schwierigen französischen bzw. bretonischen Namen. Doch sobald man alle Figuren kennt, ist der Kreis der Verdächtigen überschaubar.
Viel erfährt man nicht über den Protagonisten Dupin, zumindest nicht über sein Privatleben. Ein Polo und Jeans tragender Mann, der ziemlich eigenbrötlerisch wirkt. Der Umgang mit seinen Mitarbeitern Kadeq und Riwal ist nicht gerade der freundlichste. Meist erfolgt die Kommunikation zwischen ihm und seinen Untergebenen telefonisch, manchmal gar nicht. Das wirkte etwas merkwürdig. Dupin ist ein Einzelgänger, oft verbringt er viel Zeit am Wasser, wo er sich in Gedanken mit dem Fall beschäftigt. Lediglich mit seiner Sekretärin Nolwenn kommt Dupin gut aus. Sie ist es auch, die dem Kommissar die Eigenheiten der Bretagne erklärt und näherbringt.
 
Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch somit angenehm zu lesen. Manche Dialoge fand ich zwar etwas hölzern und auch bei der Wortwahl schlägt doch irgendwie das Französische durch.
 
Insgesamt ein ruhiges Buch, das ohne Blutvergießen auskommt. Ein wenig hat mir die Spannung gefehlt, dafür hat mir der Autor die Bretagne sehr viel näher gebracht. Man lernt so einiges über Land, Leute und ihre Eigenarten.
Krimifans, die die Bretagne bereits kennen, werden begeistert sein, alle anderen können sich nun ein gutes Bild davon machen.
 

 

 

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Bei Krimis bin ich sehr wählerisch, denn ich mag nur solche, die nach klassischem Muster aufgebaut sind und ohne blutrünstige Detailschilderungen auskommen. Von Thrillern und soziopathischen Serienkillern halte ich deshalb gebührenden Abstand. Nur altmodische „Whodunits („Wer-hat-es-getan-Krimis“) mit einem Ermittler und vielen möglichen Verdächtigen, die sich auf einem begrenzten Areal (Region, Stadt, Hotel, Landhaus) tummeln bzw. dieses entern, kommen für mich in Frage. Meistens passiert am Anfang und zur Mitte hin ein Mord und die – meist sehr gut auscharakterisierte individualistische – Ermittlerfigur befragt die Verdächtigen und trägt Kenntnisse zur Geschichte der Ermordeten zusammen, um auf das Motiv und letztlich den Täter zu kommen. So mag ich das und deshalb hab ich mich bei lovelybooks.de zum ersten Mal für eine Leserunde beworben, wo ein gewisser „Kommissar Dupin“ seine ermittlerische Premiere in „Bretonische Verhältnisse“ von Jean-Luc Bannalec erleben durfte. Der Vorstellungstext ließ genau so einen altmodischen Krimi erwarten, wie ich sie gerne lese.

Französische Krimis, da fällt einem sofort Georges Simenon ein! In der Tat erinnert Bannelec an den Altmeister was die Herausarbeitung des Französischen angeht. Die Bretagne als Handlungsort hat einen ganz eigenen Charme, den man fast einzigartig nennen möchte. Felsklippen, salzige Meeresluft, mediterranes Atlantikklima und eigenbrötlerische, aber ehrliche Menschen, die sich dem rauen und einfachen Leben, das von viel poetischem Zauber durchsetzt ist und deshalb viele Künstler in ihre Region gelockt hat, angepasst haben.

Mit dem – wie sollte es anders sein – schrulligen Pariser Kommissar Dupin lernen wir die Bretagne und ihre Menschen aus der Sicht einer Person kennen, die nie ganz Bretone sein wird und sich dennoch dem eigentümlichen Charme der Region nicht entziehen kann. Die Sichtweise des staunenden Außerstehenden, „Zugereisten“ also, den seine Sekretärin Nolwenn immer wieder an die Eigenheiten ihrer bretonischen Heimat erinnern muss.

Der Krimi spielt im Hotel- und Kunstmilieu. Der 91jährige Hotelbetreiber Pennec wurde ermordet-warum, das ist hier die Frage. Sehr schnell wird klar, dass die Kunstwelt, die mit dem Tourismus in Pont Aven und Umgebung seit Anfang des 20. Jahrhunderts unmittelbar verknüpft ist, etwas damit zu tun haben muss. Da ich den zukünftigen Lesern die Spannung nicht verderben möchte, verrate ich jetzt nicht zu viel von der Handlung. Nur so viel: es wird früh klar, dass es eine überschaubare Reihe von Verdächtigen gibt – ob Bannalec sich aus diesem Pool bedient oder auf eine externe Erklärung zurückgreifen wird? Ich bin von der Auflösung des Verbrechens jedenfalls überrascht gewesen, allerdings nicht positiv. Die Erklärung für den Mord ist so offensichtlich, dass es eigentlich keinen Spaß macht. Mir fehlt die Raffinesse, der „Aha“-Moment in der Plotgestaltung. Bezeichnend ist dafür am Ende der Satz Dupins: „Wie Sie sagen, am Ende war es kein komplizierter Fall, Monsieur le Préfet. Und das Wichtigste: Der Fall ist gelöst.“ (S. 296) Hm: da frag ich mich doch: soll ein „klassischer“ Krimi nicht genau das liefern: einen „komplizierten“ Fall und einen Ermittler, der diesen trotz seiner Schwierigkeit aufzulösen weiß? Nun ja, ich denke letztlich ist auch das Geschmackssache.

Von seiner Erzählstruktur (4 Ermittlungstage = 4 Kapitel) ist „Bretonische Verhältnisse“ für mich sehr ansprechend. Man steht mit dem Ermittler auf, vergisst mit ihm zu essen um dann letztlich doch ausgehungert ein Bistro aufzusuchen (dabei lernt man ganz nebenbei bretonische Spezialitäten kennen), führt Telefonate, trifft Verdächtige, erkennt die Schönheit der Bretagne um zum Schluss eines jeden Kapitels/Tages todmüde „mit ihm“ ins Bett zu fallen. Dadurch wird versucht ein Gefühl von „Echtzeit“ beim Leser zu erzeugen (man ist bei der ganzen Ermittlung „dabei“ und kann sich selbst ein Bild machen, Kommissar spielen), was ich auf jeden Fall auf der positiven „Haben“-Seite verbuchen möchte. Die schöne Gestaltung mit angenehmer Klappenbroschur und eingefassten Karten des Landstriches ist ebenfalls dort zu finden, wohl eher aber dem Verlag Kiepenheuer & Witsch als dem Schriftsteller Bannalec zu verdanken. Ich mag die Charakterisierung der Figuren, vor allem die der Frauen (Madame Lajoux, Nolwenn, Madame Pennec, Madame Cassel). Bannalec hat irgendwie ein Händchen dafür individuelle Frauenfiguren zu erfassen, wobei mir die Männer Stromlinienförmiger erscheinen.

Der Debütroman Bannalecs und erste Fall Dupins (weitere werden folgen, wie es der Klappentext verspricht) ist im Großen und Ganzen gelungen. Die Kriminalhandlung ist klassisch und dennoch abwechslungsreich, das Setting liefert bezauberndes Lokalkolorit und die Thematik ist außerdem informativ. Nur die Auflösung und das Verbrechen an sich sind nicht ganz nach meinem Geschmack, ich hätte wie gesagt da einfach „mehr“, etwas anderes erwartet.

 “Truth must necessarily be stranger than fiction, for fiction is the creation of the human mind and therefore congenial to it." (G. K. Chesterton)

 

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Dupin, ein aus Paris in die Bretagne strafversetzter Kommissar, sitzt gerade bei seinem dritten cafe im Amiral, einer Bar direkt am Quai der "blauen Stadt" Concarneau, als ihm ein Mordfall gemeldet wird. Im berühmten Künstlerdorf Pont Aven, wo einst Gauguin und andere Künstler lebten und arbeiteten, wurde der Hotelbesitzer des legendären Hotels Central brutal ermordet. Eine Handvoll Verdächtiger, ein großes öffentliches Interesse an der Aufklärung des Falles und die eigentümliche Art der Bretonen machen es Dupin nicht gerade leicht, den Fall zu lösen. Vor allem, weil er es meist vorzieht, für sich alleine zu arbeiten und zunächst kein wirkliches Motiv vorhanden zu sein scheint.

Jean-Luc Bannalec ist mit dem Roman "Bretonische Verhältnisse" ein sehr guter Krimi-Reihen-Auftakt gelungen. Er hat einen angenehmen Schreibstil und vorallem mit seinen Beschreibungen der bretonischen Orte und Landschaft gelingt es ihm schnell, den Leser direkt in den Roman hineinzuziehen. Kommissar Dupin ist der Mittelpunkt der Erzählung, ihn begleitet der Leser zum Tatort, zu den Zeugen und Verdächtigen und zu seinen bretonischen Lieblingsorten. Der Charakter wird einem dabei besonders durch seine Verhaltensweisen nahegebracht. Die anderen Charaktere sieht man dagegen aus der Sicht von Dupin. Und obwohl Dupin einen eher "menschenfeindlichen" Blick auf seine Umgebung hat, lernt man doch den ein oder anderen Charakter schätzen. Wer der wahre Täter ist, bleibt lange verborgen-die Auflösung selbst bildet aber ein logisches Ende des Romans.

Mir hat dieser-vom Stil althergebrachte-Krimi sehr gut gefallen. Sofort bin ich mit Dupin durch die französischen Atlantikorte gestreift. Trotz Mord wird der Krimi irgendwie unaufgeregt erzählt. Ein bißchen Privatleben, ein bißchen historisches und kunsthistorisches, ein bisschen bretonisches werden dabei mit dem Kriminalfall selbst so verwoben, dass ein interessantes und lesenswertes Ganzes entsteht. Die Ermittlungen sind dabei jedoch stets der rote Faden der Geschichte. Dupin als Hauptperson ist mir trotz-oder wegen seiner eigenbrötlerischen Art ein wenig ans Herz gewachsen. Besonders aufgefallen ist mir, dass er -ähnlich übrigends wie sein amerikanischer "Kollege" Columbo, am Ende eines Gesprächs gerade noch eine letzte Frage hat.Aber auch seine direkten-und indirekten Kollegen und Bekannten sind durchaus sympathisch. Aufbau und Ende des Romanes lassen vermuten, dass Dupins Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Zum Glück, wie ich finde, denn ich möchte mehr lesen über Dupin und die Bretagne!

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Ein griesgrämiger Kommissar,, Georges Dupin, wurde strafversetzt - von Paris in die Bretagne, für ihn ans Ende der Welt. Das idyllische Künstlerdorf Pont Aven wird knapp vor Beginn der Sommersaison zu einem Mordschauplatz. Die Aufregung ist groß, schließlich sollen keine Touristen verschreckt werden. Das finanzielle Wohlergehen der ganzen Region hängt davon ab.
Das Opfer ist ein hochbetagter Hotelbesitzer, es gibt keine Spuren, keine Zeugen und vor allem kein Motiv.
Es bedarf einiger "petit café“ für den Kommissar, bis er, und damit die Ermittlungen, in Schwung kommt. Als sich die Lage im Dorf nach einem zweiten Mord zuspitzt und immer mehr hochrangige Persönlichkeiten aus der Umgebung beim Kommissar nachfragen und urgieren, wird es für Georges Dupin zunehmend stressig. So etwas kann er gar nicht gebrauchen.
Die Dorfbevölkerung erweist sich als sehr schweigsam und die meisten seiner Kollegen gehen ihm auf die Nerven. Er geht spazieren, trinkt Kaffee und kombiniert.
Die spannende und unerwartete Wendung im Fall soll hier nicht verraten werden, aber sie kommt, so wie eigentlich der ganze Krimi, recht unaufgeregt daher. Das ist einerseits angenehm – keine wilden Autoverfolgungsjagden, keine wüsten Schießereien etc. Damit kann dieser Krimi nicht aufwarten, und das ist auch sehr angenehm.
Der Nachteil ist allerdings, dass der ganze Fall vor sich hin plätschert. Man will zwar wissen, wie er ausgeht, aber wirklich spannend ist anders.
Der Schwerpunkt des Buches scheint mir bei den Landschaftsbeschreibungen zu liegen. Das Künstlerdorf und die ganze Umgebung werden ausführlich geschildert, man meint oft die Umgebung vor sich zu sehen, zu riechen und zu schmecken. Das ist sehr nett und macht vielleicht Lust, mal dort seinen Urlaub zu verbringen - dem Krimi hilft es nicht weiter.
Conclusio: Ein nettes Buch für zwischendurch, ein wirklich spannender Krimi, den man nicht aus der Hand legen mag, weil so spannend – das ist er leider nicht.Viel Bretagne - wenig Krimi.

 

3

Am Ende der Welt, wie der aus Paris versetzte Kommissar Dupin die Bretagne bezeichnet, muss der Mord an einem 91-jährigen Hotelbesitzer aufgeklärt werden. Kommissar Dupin begibt sich in Pont Aven, einem kleinen malerischen Touristenstädtchen, in dem die Kunst allgegenwärtig zu sein scheint, auf Spurensuche und stösst in seinen Ermittlungen auf interessante Machenschaften und Verstrickungen.

„Bretonische Verhältnisse“ von Jean-Luc Bannalec ist ein konventioneller Krimi, in dem der Leser die schöne Bretagne sowie die Mentalität und Lebensart ihrer Bewohner in anschaulichen Beschreibungen kennen lernt. Der Roman steht und fällt mit der Figur des Kommissars Dupin, dessen Eigenarten, Macken und Alleingänge man mögen oder nicht mögen kann. Mir war Dupin sofort sympathisch. Er verkörpert eine Mischung aus Columbo, Maigret und Kluftinger, ohne nervendes Privatleben und scheinbar ohne persönliche Probleme.
Im Gegensatz zu Dupin bleiben seine Teamkollegen, seine Helfer und die möglichen Verdächtigen, von denen es eine Menge gibt, zum großen Teil Randfiguren und hätten in meinen Augen mehr Beachtung verdient gehabt.
Die Handlung verläuft eher gemächlich und unspektakulär. Auf Blutvergießen, Brutalität und übertriebene Actionszenen wird verzichtet, was mir gut gefallen hat. Allerdings werden im Handlungsaufbau kaum Abwechslungen geboten, so dass bei mir nach kurzer Zeit etwas Langeweile aufkam und sich folglich die Spannung in Grenzen hielt. Trotzdem ist es dem Autor gelungen, mich am Ende, was den Täter betrifft, doch noch zu überraschen, auch wenn er dabei auf ein altbewährtes Motiv gesetzt hat.
 
„Bretonische Verhältnisse“ ist meiner Meinung nach ein solider Krimiauftakt zu einer vermutlich geplanten Reihe um einen starrköpfigen, aber durchaus liebenswerten Kommissar, der vor beeindruckender Kulisse Kriminalfälle auf seine besondere Art und Weise zu lösen vermag.
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Mir hat der Krimi gefallen. Ich fand das Buch sehr spannend und fesselnd und absolut nicht langweilig. Ich war positiv von dem gesamten Buch überrascht. In dem Buch konnte man das flair und Sonne, Sonne, Frankreich herrauslesen. Die Landschaft dort wurde ja sehr beschrieben und man konnte sich in alles hineinversetzen. Komissar Dupin wurde auch sehr gut beschrieben, entweder mag man ihn oder man mag ihn nicht. Im allgemeinen wurden alle Personen gut beschrieben. Das Buch ist zum empfehlen. Gruslig war es nicht. Das Cover war auch schön passt zu dem Buch obwohl man sich nicht direkt einen Krimi vorstellen konnte wenn man das Cover sah. Komissar Dupin ist Pariser, er wird aber in die Provinz versetzt. In die Bretange, er gewöhnt sich aber nur langsam dran an die bretonischen Verhältnisse und das Leben dort, an die Menschen. Daher wohl auch er Titel des Buches. Plötzlich geschied an einem 91 jährigen Hotelbesitzer ein Mord und Komissar Dupin muß ermitteln. Alle, sprich hauptsächlich die Dorfbewohner sind über den Mord entsetzt. Es gibt allerdings einige Verdächtige. Dann geschied ein zweiter Mord.....

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Kommissar Dupin ist Pariser durch und durch, doch seit er vor drei Jahren in die Bretagne strafversetzt wurde, erobert dieser Landstrich und dessen Bewohner immer mehr sein Herz. Auch wenn nicht jeder mit seiner etwas brummigen Art zurecht kommt, hat er sich doch gut eingelebt und genießt den Alltag. Doch ein grausamer Mord an einem Hotelbesitzer durchbricht die Idylle und Dupin muss mit seinen Kollegen die Ermittlungen übernehmen, die ihn immer tiefer in die Welt der damaligen Künstlerkolonien ziehen.

"Bretonische Verhältnisse" ist ein sehr locker und flüssig zu lesender Kriminalroman, der ohne weiteres mit anderen Regionalkrimis mithalten kann. Der Autor schreibt gekonnt bildhaft und lässt den Leser so in die besondere Atmosphäre der sommerlichen Bretagne eintauchen, so dass man direkt dort Urlaub machen möchte. Auch der Kommissar hat zwar seine Eigenheiten (ein koffeinsüchtiger Pinguinfan), aber wirkt nicht übertrieben brummig und eigenwillig wie viele andere seiner Regionalkrimi-Kollegen.

Fazit: Ein lockerer Krimi im sommerlichen Frankreich, der sich ideal für laue Frühlings- und Sommerabende eignet.

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Dupin, ein von Paris in die Provinz versetzter Kommissar, erhält zum Frühstück die Nachricht eines eventuellen Mordes. Damit beginnt seine Arbeit. Der Tote Pennec-ein 91 jähriger Hotelbesitzer, der wie es im weiteren Verlauf beschrieben wird, bereits sehr krank war und nicht mehr lange zu leben hatte.

Dupin stellt sich die Frage nach dem Motiv. Doch die Umgebung Pennecs schweigt. Jedoch im Testament sind viele Grundstücke, sein Hotel, Geld und ein Bild Gauguins verzeichnet. Dieses Bild sollte einem Museum geschenkt werden.Es wurde aber durch eine Kopie ersetzt. Wann und durch wen erfolgte dies? Warum? Auf der Suche nach den Antworten stösst Dupin auf Schweigen, Schwindel und Merkwürdigkeiten. Im Verlaufe seiner Untersuchung erfährt er, dass das Bild 40 Mill. wert ist und jeder in Pennecs Freundes- und Familienkreis, hinter vorgehaltener Hand, davon wusste. So gerät er zusätzlich noch in die Künstlerszene...

Trotz des anfänglichen Mordes beginnt das Buch sehr verhalten und nicht aufreisserisch. Die Bretagne wird in ihrer Schönheit ausführlich dargestellt und der Kommissar sehr eigenwillig. Durch den flüssigen Schreibstil konnte man die salzige Meeresluft spüren. Allerdings war manchmal etwas zu viel Langatmigkeit angesagt. Erst zum Schluss kam etwas mehr Spannung in die Handlung. Da konnte man dann eher von einem Krimi ausgehen. Das Ende war nicht so zu vermuten, jedoch eine klare Ansage an Habgier und Neid. Durch die seichte Darstellung ist es ein Buch für Zwischendurch als gute Unterhaltung.

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