Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

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Gesamtdarstellung:  Umfang: 304 Seiten,  Erscheinungsdatum/Verlag: 3/12, Graf- Verlag

Cover: Frisier- Salon  aus alten Zeiten, pomadig, Dackel Bajazzo

Autor:  Harry Kämmerer

Inhalt/Darsteller:

Ein Münchner Top- Model wird in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Offensichtlich ermordet wurde die Schöne mit einer Überdosis Koks. Neben zahlreichen Schönheitsoperationen weist sie auch noch eine falsche Nase auf. Bei einem Autounfall kommt ein Arzt ums Leben und langsam lenkt sich alles auf ein Netz von Schönheitschirurgen, welche offenbar gelenkt von Habgier auf nicht legale Machenschaften zurückgreifen.

Chefinspektor Mader mit seinem Dackel Bajazzo und sein Team wollen den Mord aufklären, doch stehen sie immer wieder vor einer scheinbar undurchdringlichen Mauer, welche die überkandidelte Schönheitsmafia aufbaut und sich dabei gegenseitig misstraut, bedrängt und erpresst.

Darstellungsform/Sprache:

Der Krimi ist in der Vergangenheit als Erzählung verfasst, enthält viel wörtliche Rede. Aufgefrischt wird die Handlung durch Gedichte, welche thematisch zum Inhalt passen.

Die neusprachlich  modernen Begriffe sind größtenteils recht ironisch, wie auch einzelne Textpassagen.

Einbau in Zusammenhänge:

Teils sehr ironisch, jedoch durchaus realistisch wird die Münchner „Schickeria“ vorgeführt. Die beschriebene Überheblichkeit der „Oberen Zehntausend“ wie auch die Darstellung der braungebrannten, golfenden  Halbgötter in Weiß trifft sicherlich auf einen Teil der Schicki- Micki- Gesellschaft zu. Wenngleich hier das Klischee bedient wird, so sind die teils ältlichen, besseren  Herren in den superchicen Autos  ein Teil der Münchner Gesellschaft. Die Bussi- Bussi  Gesellschaft ist ein neumodernes Phänomen.

Auch die medizinischen Veränderungen sind gut  beschrieben.

Die ärztliche Versorgung mit falschen Organen oder Prothesen aller Art ist mittlerweile medizinischer Standard.  Schönheitsoperationen bei jungen wie auch sehr alten Frauen sind an der Tagesordnung.

Die Vorgehensweise der Schönheitchirurgen, welche selbstverständlich hier sehr einfühlsam vorgehen und nur kleine Korrekturen vornehmen, jedoch in Wirklichkeit ausschließlich auf finanzielle Gewinne aus sind ist bekannt.

Der Titel „Die schöne Münchnerin“ ist gut gewählt. König Ludwig ließ die Schöne Helene Sedelmayr malen und in seine Schönheitsgalerie einreihen. Seither ist dies ein geflügeltes Wort für die schönen Münchner Madeln, wurde oft besungen und findet immer wieder mal Verwendung.

 

Kritik:

Sozialkritisch gut getroffen wurde vom Autor eine bestimmte Gesellschaftsklasse. Die Ironie, welche sich durch das Buch zieht und auf bestimmte Verhaltensweisen  und Verbalitäten abzielt, ist ebenfalls gut eingebaut.

Die Personen sind sehr gut, wenngleich auch klischeehaft beschrieben.

Die schöne Münchnerin hebt sich von den üblichen Regionalkrimis ab. Der Krimi spielt nicht auf dem schönen Land in der Idylle sondern in der Anonymität der Großstadt, wodurch inhaltlich die literarische Aufklärung der Morde schwieriger wird. Dazu findet die Abhandlung in den besseren Kreisen statt, nicht wie üblich in der  breiten Masse, oder  im „Stadtmilieu“, wodurch er an Attraktivität gewinnt.

Die Inhalte sind leider gelegentlich etwas langatmig, es passiert wenig, die Ermittler treten oft zu lange auf der Stelle, dadurch wird das Lesen etwas langweilig. Obwohl durchaus kreativ,  könnten die Inhalte mehr Humor vertragen. Ebenso ist die Befindlichkeit der Ermittler oft zu sehr im Vordergrund und lenkt ab.

Ein wenig mehr Tiefe, Hintergründe zum Beispiel zu den medizinischen Veränderungen im Gesundheitswesen hätten das Werk insgesamt interessanter gemacht.

Ein amüsanter, regionaler Stadtkrimi  zu dem man den richtigen Riecher braucht, wenn diesen das Opfer nicht hat, dann zumindest der Dackel des Ermittlers.

m-h-

 

3

Ein Model aus München wird ermordet. Bei der Obduktion der Leiche stellt sich heraus, dass ihre Nase eine andere DNA hat als der Rest ihres Körpers, also alles andere als eine normale Schönheits-Operation. Die Münchner Komissare Mader,Hummel,Dosi und Zankl werden mit dem Fall beauftragt und kommen so nach und nach auf die Spur des Täters. Sie tauchen ein in eine Welt, in der Schönheitsoperationen nichts besonderes mehr sind und Geld keine Rolle spielt.  Allerdings bleibt es auch nicht bei dem einen Mord an "der schönen Münchnerin", sondern es folgen noch weitere Opfer.

Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen, die Schrift ist etwas hervorgehoben und der Dackel (wahrscheinlich "Bajazzo", der Hund des Chefinspektors Mader) und die übrigen Farben harmonieren sehr gut. Der Roman fängt rasant an, gleich auf den ersten Seiten ist eine wilde Verfolgungsjagd. Allerdings konnte mich das Buch nicht durchweg fesseln, ich musste mich erst "einlesen". Probleme hatte ich Anfangs mit den vielen Namen und vor allem mit den kurzen Kapiteln, das fand ich etwas störend. Kaum hatte man sich etwas eingelesen, kam schon wieder der Sprung in das nächste Kapitel. Dadurch wurde meiner Meinung nach die Spannung immer wieder etwas abgebaut. Trotzdem waren die Figuren sympathisch, man erfährt sehr viel aus dem Privatleben des jeweiligen Ermittlers. 

Von mir nur drei Sterne, da ich mir mit den kurzen Kapiteln sehr schwer getan habe und mir die Spannung ein wenig gefehlt hat.

4

Die schöne Münchnerin ist ein sehr unterhaltender, kurzweiliger Regionalkrimi.

Eine tote Schönheitskönigin, mit transplantierter Nase wird ermordet. Die Spur führt in die Münchner Schickeria. Mit Organen handelnde Ärzte, vom Beautywahn bessesene Frauen, Kleinganoven, Models und die Verlagsbranche. Das Buch führt einen weit herum.

Das Ermittlerteam um Chefinspektor Mader löst diesen Fall mit guter alter Ermittlungsarbeit, sowie körperlicher Lösungsbereitschaft egal wo und wann. Egal ob Party, Überwachung. Die Szene in der Dosi einbricht und gerettet werden muss, fand ich sehr lustig. Auch die Stelle gegen Ende als Fränki ihr nachspioniert ist sehr komisch.

Mein Fazit zu diesem Buch:

das Buch ist sehr schön verarbeitet. Der erhöhte Titel in rot gefällt mir. Es ist mir jedoch einfach zu rosa. Die im Umschlag gestalteten Figuren, der Bajazzo, eine Waffe und das Verlagsemblem sind witzig.

Die kurzen Kapitel störten mich überhaupt nicht. Es störte mich eher, das die Kapitelüberschriften mittig sind. Einfach Geschmacksache.

Zur Handlung: sehr viele Personen werden in kurzer Zeit eingeführt. Dies ist spannend und hält einen dabei, da man ja wissen möchte, was den Personen wiederfährt. Die Handlungsorte sind nachvollziehbar beschrieben und bekannt. Bayrisches Flair total. Klar manchmal sind die Personen überspitzt gezeichnet, gerade das gemeinsame Trinken mit den ungleichen Brüdern oder das Kennenlernen beim Einbruch. Der lockeren Stimmung dieses Buches ist dies nur zuträglich.

Sprachlich fand ich es ansprechend und unterhaltend. Jedenfalls sehr viel besser, als den letzten Kluftinger.

Ich habe das Buch unterwegs gelesen und muss sagen, es hat mich sehr gut unterhalten. Ein anderes Thema, andere Täter und ein Ausflug nach München und Umgebung. Es hat mir viel Spaß gemacht, danke das ich es lesen durfte.

Genau das richtige Buch für eine Fahrt oder einen Biergartenbesuch! Ironieliebhaber aufgepasst: lesen!!

Das Ermittlungsteam hat mich so überzeugt, das ich auch Isartod lesen werde.

3

 

Das Cover mit dem süßen Dackel hat mir gleich sehr gut gefallen. Auch die LP hat einiges versprochen. Leider haben sich meine Erwartungen nicht bestätigt.

Das Buch fängt mit einem irren Tempo an. Ein Protagonisten nach dem anderen. Die Geschehnisse haben sich überschlagen. Ich konnte kaum noch folgen. Die kurzen Kapitel fand ich anfangs gar nicht so schlecht. Weil ich ein Kurzleser bin. Trotzdem habe ich es öfters zur Seite gelegt und hatte das Gefühl dass das Buch nie ein Ende nimmt.

An sich fand ich die Idee der Geschichte gelungen und ich habe mich auch gut Unterhalten Gefühlt. Der Bayrische Flair hat dem Buch gut getan und es kam sympathisch rüber. Spannung war leider nicht oft vorhanden, aber dafür viele Tote und ein großes Rätzelraten wer nun hinter dem Organhandel steckt.  

Das Buch handelt von Organhandel, Schönheitsidealen und das Münchner Model-Leben.

 

 

 

 

4

Eine ote deren Nase ihr gar nicht gehört. Ein tollrs Cover und eine nette Idee wie ich bereits bei der LP fand. Nun, als ich das Buch in den Händen hielt und zu lesen begann wurde ich leider ein wenig enttäuscht. Zwar ist der Roman humorig und bayerisch skuril geschrieben aber das extrem rasante Tempo in dem die Geschehnisse nur so dahin fliegen hat mich beim Lesen gestört. Die sehr kurzen Kapitel liesen bei mir nur schwer einen Lesefluss aufkommen da ich immer wieder herausgerissen wurde. Das führte dazu, dass ich das Buch häufig zur Seite legteund dann wieder aus dem Konzept kam.

Trotz allem hat mir das Buch und die Geschichte gut gefallen. Ich wurde gut unterhalten und es kam nie Langeweile auf. Ein Buch das man weiterempfehlen kann.

 

3

Die Covergestaltung und der Titel des Buches sind sehr ansprechend und machen auf jeden Fall schon einmal neugierig auf den Inhalt.Aber auch die Kurzbeschreibzng des Inhaltes verleiten dazu,mehr über diesen ungewöhnlichen Mordfall und seine Zusammenhänge in Erfahrung bringen zu wollen.

Dann ging es sogleich ganz rasant-im wahrsten Sinne des Wortes-mit der Story los,und die hat mich, als Leser, sogleich mit den ersten Seiten in den Bann gezogen und einiges versprochen,was sie aber dann ,für mich, doch nicht eingehalten hat bzw.nicht so meinen Geschmack getroffen hat.

Es war zwar alles recht amüsant geschrieben,in einen sehr flotten,lockeren Schreibstil-doch was mich dann sehr gestört hat-waren die extrem kurzen Kapitel.Das schnelle Wechseln in die verschiedenen Szenen mit den unterschiedlichen Personen,war für mich persönlich sehr verwirrend.Mittendrin habe ich gar nicht mehr gewußt,wer, was war, mit welcher, persönlichen Hintergrundgeschichte...

Vielleicht ist es einfacher zu lesen,wenn einen die Hauptpersonen des Buches,aus den ersten Roman schon bekannt sind und man sie nicht mehr zuordnen muß.

Alles in allem nicht nicht schlecht aber trotzdem nicht so ganz mein Fall,die schöne Münchnerin.

4

Die schöne Münchnerin hat eine Nase die gar nicht ihr gehört. Nachdem ihre Leiche aufgefunden wird muss Chefinspektor Mader mit seinem Team bei den Reichen und Schönen ermitteln. Er muss herausfinden wo diese Nase herkommt und ob dies der Grund für ihren Tod ist.

Nachdem der Krimi schon mit einer rasanten Verfolgungsjagd beginnt, bei der ein Schönheitschirurg ums Leben kommt, geht die Handlung in flottem Tempo weiter. Ein Grund dafür sind die kurzen, zum Teil sehr kurzen Kapitel, die mich veranlaßt haben beim Lesen öfter mal eine Pause zu machen. Man muss sich immer wieder auf neue Situationen einstellen. Mit genügend bayrischem Humor läßt der Autor keine Langeweile aufkommen.

Die schöne Münchnerin ist ein guter Unterhaltungskrimi, die Spannung ist zwar nicht hochexplosiv, aber vorhanden, und darum werde ich auch den ersten Krimi "Isartod" noch lesen.

4

Zum Inhalt:
Alles dreht sich um die Schönheit. So auch bei diesem Krimi, indem eine wunderschöne junge Frau ermordet aufgefunden wird. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass die DNA der Nase nicht zur DNA des Körpers passt. So beginnt eine spannende Geschichte über Organhandel und die Schönheitschirurgie.

Meine Meinung:
Harry Kämmerer gibt der Geschichte gleich von Anfang an ein hohes Tempo mit. Zum Teil entwickelt sich fast ein bisschen Hektik, die aber von den Kommissaren durch deren Ruhe wieder rausgenommen wird und ein angenehm zu lesender Krimi entsteht. Als „leichte Kost“ für zwischendurch ist das Buch auf jeden Fall das richtige – zu viel literarisches darf man auf jeden Fall nicht erwarten. Was mich stört ist, das so ziemlich jedes bayrisches Klischee bedient wird. Ermittler die bei einem Zeugen dessen Geburtstag mitfeiern und mitten am Nachmittag betrunken sind gibt es auch in Bayern nicht. Sehr positiv finde ich die kurz gehaltenen Kapitel, was für mich das lesen sehr leicht gemacht hat.

Fazit:
Für einen Frühlingsnachmittag genau das richtige um etwas zu entspannen. Ich kann auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen.

Danke das ich vorab lesen durfte!
 

4

Widerspruchs- oder Zustimmungslösung? - Die Regelungen zur Organspende und Organtransplantation werden aktuell heiß diskutiert, denn eine hohe Zahl an kranken Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan steht einer begrenzten Verfügbarkeit an Spenderorganen gegenüber.

Harry Kämmerer befasst sich in seinem Kriminalroman "Die schöne Münchnerin" mit einer außergewöhnlichen und illegalen Art der Organspende: In München wird die aktuelle Schönheitskönigin tot aufgefunden. Kurioserweise ist die DNA ihrer Nase nicht mit der ihres restlichen Körpers identisch. Das Ermittlerteam um Chefinspektor Mader wagt sich in die Welt der Schönen und Reichen, in der nicht alles so ist, wie es scheint. Wird das Münchner Team den richtigen Riecher haben?

Harry Kämmerer schreibt unterhaltsam, humorvoll und ehrlich über ein brisantes, ernst zu nehmendes Thema, das zum Nachdenken anregt: Sollten die aktuellen Schönheitsideale überdacht werden? Wie weit darf Schönheitskult gehen? Welche Gewebe dürfen transplantiert werden? Und wie könnte eine Verteilungsgerechtigkeit aussehen? Sein Ermittlerteam ist charismatisch und authentisch, auch wenn einzelne Personen nicht immer die gebotene Distanz einhalten. Die kurzen, mit witzigen Titeln versehenen Kapitel lockern den Roman auf, die Beschreibungen von München und Umgebung sind sehr wirklichkeitsnah. Leider sind bereits sehr früh die Zusammenhänge zu erkennen, was die Spannung des Romans leicht reduziert.

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Kriminalroman mit Witz, Charme und einem außergewöhnlichen Thema.

4

 

Zum Inhalt:

 

Ein Model wurde ermordet. Bei der Untersuchung der Leiche wird festgestellt, dass die DNA der Nase von der DNA des restlichen Körpers abweicht. Als ein weitere Frau, die von der gleichen Modelagentur betreut wurde, tot aufgefunden wird, weißen die Spuren auf einen bekannten Schönheitschirurgen hin.

Das Team um Mader begibt sich in die Welt der Schönen und Reichen, ermittelt unter Models und Schönheitschirurgen und wird mit Jugendwahn und Organhandel konfrontiert.

Am Ende erwischen sie natürlich die Bösewichte, doch welchen Preis das Team dafür zahlen muss, müsst Ihr selber lesen.

 

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits Isartod von Harry Kämmerer gelesen hatte, war ich gespannt auf den neuen Fall von Mader, Hummel, Zankl und Dosi. Ich wurde nicht enttäuscht. Auch „Die schöne Münchnerin“ ist ein sehr unterhaltsamer Krimi mit viel bayerischem Lokalkolorit. Das Buch ist flüssig zu lesen und auch wenn das Ende nur bedingt überrascht hat, hat mir "Die schöne Münchnerin" gut gefallen.

 

Auch wenn die Transplantation von Nasen meine Vorstellungskraft übersteigt, würde ich den beschriebenen Fall nicht als unrealistisch bezeichnen. Der Autor knöpft sich die „bessere“ Gesellschaft vor und zeigt auf, wieso man ein Unschuldslamm sein muss, wenn man sich einen gewissen Ruf erarbeitet hat und mit der Staatsgewalt auf Du und Du ist.

 

Die Protagonisten kannte ich bereits und fand sie nach wie vor sehr sympathisch, so dass ich mir gut vorstellen kann, auch einen weiteren Fall von Mader und seinem Team mitzuerleben.

4

Schneewitchen ist schon wieder gestorben!

Sehr rasant beginnt der Krimi und die Schnelligkeit ist Thema in diesem Buch. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, haben aber alle eine sehr passende Überschrift. Langeweile kommt bei diesem Schreibstil nicht auf. Man spürt förmlich den Münchener Schmäh in der Erzählweise und doch ist es nicht zu übertrieben. Mir hat es in dieser Form sehr gut gefallen.

Eine wunderschöne Tote wird gefunden. Sie sieht aus wie Schneewitchen und doch ist nicht alles echt an ihr, wie der erste Eindruck vermittelt. Besonders die Nase hat es der Pathologin angetan. Nach genauerer Untersuchung stellt sich heraus, dass sehr viel an dieser Dame operiert wurde und die Nase eine andere DNA hat. Wie ist das möglich und wer treibt hier sein Unwesen? Warum wurde die Frau ermordet?

Kommisar Mader, sein Team und sein Dackel Bajazzo ermitteln im Müchener Schönheitschirugenmillieu. Im Land der Reichen und der Mode werden alle nur schön durch OP's und Organhandel, der allerdings nicht ganz legal durchgeführt wird und deshalb ein gefundenes Fressen für Mader und sein Team darstellt.

Fazit: Ein wirklich sehr amüsant geschriebener Krimi, der aber doch sehr zum Nachdenken anregt und ein erschreckendes Thema beinhaltet. Was kommt noch alles auf uns zu?

3

 

Die Geschichte startet mit einer rasanten Verfolgungsjagd und genauso rasant werde ich mit vielen kurzen, manchmal auch sehr kurzen, Kapiteln durch die Story und die verschiedenen Handlungsstränge gescheucht. Hin und wieder fühle ich mich dabei dann tatsächlich etwas gehetzt und gescheucht.

Das durchweg sympathische Ermittlerteam macht diese Hektik aber dann wieder wett. Die Charaktere sind alle sehr detailliert und liebvoll beschrieben. Mader, der es liebt mit Dackel Bajazzo lange Spaziergänge zu unternehmen, der unsterblich und leider etwas unglücklich verliebte Hummel, Zankl, der gerade Vater wird und unter den vielen Geburtsvorbereitungslehrgängen leidet und Dosi, die als bodenständige und selbstbewusste Ermittlerin so etwas wie den ruhenden Pol der Truppe bildet.

Auch die Schauplätze des Geschehens sind sehr schön beschrieben, so dass ich als Nicht-Münchnerin mir bestimmte Orte und Plätze durchaus bildlich vorstellen kann. Die Beschreibung eines bestimmten Teils der Münchener Gesellschaft ist, ob sie nun wahr ist oder nicht, ist besonders lustig zu lesen – wie überhaupt die ganze Geschichte mit sehr viel Humor geschrieben ist. Das gilt vor allem auch für Hummels Tagebucheinträge die immer wieder   zwischendurch auftauchen und einen Einblick in seinen manchmal etwas frustrierenden Alltag geben.

Bei all den vielen liebevollen Details, Charakterbeschreibungen und humoristischen Einlagen kam mir die Spannung  aber ein wenig zu kurz. Leichen gab es reichlich, immerhin Acht an der Zahl, trotzdem kam bei mir keine rechte Spannung auf. Als geübter Krimileser war mir relativ schnell klar, wer der Täter ist und an sich mag ich es lieber, wenn ich als Leser ebenfalls bis zum Ende der Ermittlungen miträtseln muss.

Aber trotz dieser kleinen Mankos habe ich Die schöne Münchnerin mit viel Spaß gelesen und fühlte mich von der gesamten Geschichte gut unterhalten.

Wer gerne Krimis mit wenig Blut, aber viel Humor und Lokalkolorit liest, dem kann ich Die Schöne Münchnerin auf jeden Fall empfehlen.

 

5

Ich fand die LP schon ziemlich gut,aber ich muss sagen das ganze Buch war einfach nur köstlich und super!

Das war mal ein völlig anderer Krimi,wie die die man sonst so gelesen hat.

Harry Kämmerer hat seinen ganz eingenen Stil zu schreiben. Die kurzen Kapitel und die einfache Sprache haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war witzig und auch wenn man schnell wusste wer hinter dem Ganzen steckt oder was als nächstes kommt,kam keine Langeweile auf,bei der man am Liebsten ein Buch zur Seite packen möchte.

Die Charaktere sind alle sympathisch und irgendwie speziell.Sie haben so ihre eigenen Methoden zu ermitteln, sind dem Alkohol nicht abgeneigt und haben alle ihre kleinen "Macken",z.B. Hummel der als Mann Tagebuch schreibt.Natürlich nicht zu vergessen "Bajazzo" der Polizeidackel.. ;-)

Ich habe mir gleich den ersten Fall von Mader und seiner Truppe bestellt und es wird nicht das letzte Buch sein welches ich mir von Kämmerer kaufen werde!

Absolut empfehlenswert!!!

5

Zunächst einmal ein Leichenfund. Besonderheit - ihr wurde eine ganze Nase transplantiert, was sehr merkwürdig ist, da man dazu erst einmal eine Leiche braucht, deren Nase man entwenden kann. Um diesen Mordfall herum passieren diverse "Unfälle", bei denen unliebsame Personen aus dem Weg geräumt werden. Einer fährt mit voll aufgedrehter Stereanlage mit seinem neuen Sportwagen in einen See, vermisst wird er zunächst nicht, weil er eine Fahr nach Italien unternehmen wollte, um den Wagen richtig einzufahren, ein anderer stürzt einfach mal in die Partnachklamm. Die Kripo ermittelt, die Ehefrau des Kommisssars ist schwanger und er muss Interesse an Geburtsvorbereitung und Kinderzimmereinrichtung heucheln, da der Haussegen sonst schief hängt, "Dosis" Freund verfolgt sie mit dem Moped ins Gebirge, weil er befürchtet, sie würde da nicht ermitteln, sondern sich ein schönes Wochenende mit einem Kollegen machen. Außerdem wird noch die Schickeria auf die Schippe genommen und wie ein Schönheitschirurg abhängig von einer Frau ist und laufend an ihrer Oberweite nachbessern muss, weil sein Vorgänger nicht korrekt gearbeitet hat. 

ein super Krimi mit spannenden Wendungen und viel witzigem Drumherum, ich wollte das Buch kaum auf die Seite legen!

5

Also ich fand den Krimi ganz gut. Genau das richtige für Zwischendurch, wenn man sich ein bisschen entspannen will. 

Die Geschichte fand ich etwa nach der hälfte des Buches sehr vorhersehbar und der Spannungsaufbau hat meiner Meinung etwas nachgelassen.

Dafür finde ich den Schreibstil sehr gut und es fällt einem sehr leicht zu lesen. Auch das Cover finde ich sehr ansprechend.

 

4

Das Cover ist meiner Meinung Bach sehr ansprechend. Besonders gut gefällt mir der Dackel, der wahrscheinlich Bajazzo darstellen soll.
Zur Geschichte: Ein Mord an einem Modell. Während der Obduktion stellt sich heraus, das die Nase nicht zur DNA des Opfers passt. Dann passieren weitere Morde und alle führen ins Schoenheitsmilieu. In die Welt der plastischen Chirugen. Kommissar Mader und sein Team ermitteln. Immer wieder werfen sich neue Fragen auf und immer wieder stoßen die Ermittler auf neue Vermisste bzw. Tote. Und alle sind mit dem Fall in irgendeiner Weise verbunden. Desweiteren bekommt man immer wieder Einblicke in die privaten Probleme des Ermittlerteams. Zum Ende der Ermitlungen gerät Kommissar Hummel in Gefahr. Doch mehr moechte ich jetzt einfach nicht verraten.

Mein Fazit: Die Geschichte fand ich insgesamt sehr interessant. Allerdings war es mir für einen Krimi etwas zu sanft. Zeitweise zuviel Geschmuse. Aber das Ermittlerteam hat mich mit seinen privaten und beruflichen Sorgen schon in seinen Bann gezogen. Von daher vergebe ich 4 Sterne. Eine tolle Unterhaltungslektüre für einen ruhigen Sananachmittag, aber für echte Krimifans eher ungeeignet.  

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Inhalt

Die schöne Münchnerin wird aus heiterem Himmel tot aufgefunden. Bei der Obduktion kommt heraus, dass die DNA ihrer perfekt operierten Nase nicht mit der des restlichen Körpers zusammenpasst. Die Beamten Mader samt Dackel Bajazzo, Zankl, Hummel und Dosi begeben sich in die Welt der Schönheitschirurgie um nachzuforschen. Doch statt Aufklärung finden sie zunächst nur die Leiche der besten Freundin der schönen Münchnerin.

Meine Meinung

Der Autor hat einen sehr markanten und eigenen Stil, an den ich mich zunächst etwas gewöhnen musste. Sehr knappe Kapitel mit immer neuen Handlungssträngen und neuen Personen haben mir es zu Anfang etwas erschwert in die Geschichte hineinzukommen. Mit der Zeit lernt man die vielen Personen jedoch kennen und blickt immer tiefer in die Geschehnisse. Ich wollte natürlich dann auch wissen, wer der Mörder ist, allerdings blieb der Aha-Effekt am Ende etwas aus.

Was mir leider gar nicht gefallen hat, ist, dass der Autor an manchen Stellen in die bayerische Mundart verfallen ist. Ich mag diesen Dialekt leider gar nicht und bin damit auch nicht vertraut.

Fazit: Alles in allem, eine nette leichte Lektüre. Mein Lieblingsbuch wird es jedoch nicht.

3

Zunächst war das Buch absolut nicht mein Fall. Ich hatte stark mit dem Schreibstil zu kämpfen und auch inhaltlich konnte mich das Buch nicht fesseln.

Doch nach ca. 100 Seiten habe ich mich an den Schreibstil von Harry Kämmerer gewöhnt und konnte so auch einen besseren Bezug zu den Figuren aufbauen. Trotzdem bleibt die Beschreibung der verschiedenen Charaktere leider etwas zu oberflächlich. Dies liegt, in meinen Augen, auch daran, dass sehr viele verschiedene Personen genannt werden. Mir fiel es am Anfang sehr schwer, die verschiedenen Personen auseinander zuhalten, was wohl auch mit der Menge dieser zusammenhängt.

Ich persönlich mag die kurzen Kapitel, wie sie in diesem Buch verwendet werden, nicht, da der Lesefluss so leicht unterbrochen wird. Allerdings ist dies nur meine Einschätzung und wie ich lesen konnte, gefällt dieser Stil auch vielen Lesern.

Inhaltlich lässt sich festhalten, das große Überraschungen ausgeblieben sind, doch trotzdem war es eine angenehme Lektüre.

Im Buch kommen viele Leichen vor, dies allerdings nicht auf brutale Art und Weise, was löblich zu erwähnen ist, denn immerhin handelt es sich um einen Kriminalroman und nicht um einen Thriller o.ä.

 

4

An vielen Stellen recht lautmalerisch schlägt die zweite Stunde für das herrliche Ermittlungsteam um Hauptkommissar Karl-Maria Mader, der wieder mit seinem Dackel Bajazzo auf Verbrecherjagd geht. Trotz scheinbarer bayerischer Folklore, die das Titelbild vermittelt, legt Kämmerer nach Isartod im Stakkato-Stil nach und schafft einen ganz eigenen Kosmos rund um das lukrative Geschäft mit dem Kranksein.

Seine Kurzabschnittfolge im 30Sekundentakt verspricht einerseits Spannung, aber noch viel mehr Vergnügen und ironische Blicke aufs Genre. Verdis Requiem begleitet einen der Beteiligten beim Versinken ins Moor, die Schneewittchen-Leiche der Schönheitskönigin, Föhr und Neuhaus lassen grüßen, erweist sich als Bastelobjekt für Schönheitschirurgen. Insbesondere der Nase sollen wir folgen. Herrlich die Mordversuche am Pathologen Weiß, herrlich Hummel, der auf seine literarische Entdeckung wartet, aber eher seinen männlichen Instinkten folgt.

Auch wenn die Lösung der Fälle recht früh ziemlich offensichtlich sind, hält Kämmerers Dynamik die Lesespannung aufrecht. Das ist nicht Thrill, aber Unterhaltung pur.

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Die schöne Münchnerin – von Harry Kämmerer
 

Der Autor

         

Harry Kämmerer, geboren 1967, aufgewachsen in Passau, lebt mit seiner Familie in München. Verlagsredakteur mit Herz für Musik und Literatur, verfasste bislang unter anderem Kurzgeschichten, ein wissenschaftliches Lehrbuch und zwei Hörspielserien für Kinder. Sein erster Roman Isartod wurde für viele Leser zum Kultbuch.

Das Buch

Bisher zierte sie das Sommerloch der beliebtesten Boulevardzeitung und die berühmte Galerie Ludwigs I. in Nymphenburg: Die Schöne Münchnerin. Nun liegt sie leider auf dem Obduktionstisch von Gerichtsmedizinerin Dr. Fleischer: Die Gewinnerin des diesjährigen Schönheitswettbewerbs trägt eine koksperforierte Nase, deren DNA sich, sehr kurios, vom Rest des Körpers unterscheidet. Ein neuer Fall für das bewährte Team um Chefinspektor Mader und seinen Dackel, Brühwürfel-Fan Bajazzo. „Soulman“ Hummel, „Dosi“ Rossmeier und der schwangerschaftsgestresste Zankl krempeln die Ärmel hoch. Sie stoßen auf ein dicht gewebtes Netz aus rolexbewehrten Schönheitschirurgen mit bizarren Geschäftspraktiken. Die Frage, die sich alle stellen: Wurde die Schöne Münchnerin zum Schweigen gebracht, weil sie über die wahre Herkunft ihrer Nase Auskunft geben wollte? (Kurzbeschreibung von Amazon)
 

Meine Meinung

Schon bei der Leseprobe empfand ich den Schreibstil von Herrn Kämmerer als sehr gewöhnungsbedürftig. Anderen mag er vielleicht gefallen – mir leider nicht. Es werden sehr rasant die Personen und auch die Handlung beschrieben. Kurze bis sehr kurze Kapitel, manchmal nur eine halbe Seite 'lang', haben mich förmlich durch das Buch 'gehetzt' und ich musste öfter überlegen, wer die gerade handelnde Person ist. Auch die schlagwortartigen Überschriften fand ich ein wenig störend; irgendwie hab ich dann immer die entsprechende Stelle im Text gesucht..

Das Ermittlerteam Mader, Hummel, Zankl und Dosi hat mir gut gefallen; ist mir aber nicht so schnell ans Herz gewachsen wie andere Kommissare aus anderen Regionalkrimis.
Das Thema Organhandel ist kein Schlechtes; man könnte allerdings sicher auch ein bisschen tiefgründiger darauf eingehen, wie auch auf die Welt der Beauty-Ärzte. Aber eine gewisse 'Leichtigkeit' ist hier sicher beabsichtigt.

Ich hätte mir das Buch nicht gekauft, obwohl es vom Cover her sehr ansprechend ist. Wie schon gesagt: es ist ein schnell zu lesendes Buch und leichte Kost für Zwischendurch.
 

 

3

Die schöne Münchnerin ist der zweite Fall für Kommissar Mader und sein Team, der zweite Roman von Harry Kämmerer. Diese ist dabei  weder die erste noch nicht die einzige Leiche in diesem turbulenten Reigen um Schönheitswahn, Organhandel und Geldgier. Vom ersten Moment an wuseln viele Menschen und diverse Leichen in diesem Krimi über die Seiten. Der Einstieg reißt den Leser gleich beim ersten Wort mit – „Wwwrrroooaaaarrrrrrrrrr…“ – und die wiederholt enorm unprätentiöse Darstellung im Angesicht des Todes ist beeindruckend: „Wenn er wenigstens an die Anlage käme, um sie abzustellen. Keine Chance. Orchester und Chor schwollen noch einmal machtvoll an, als er das schwarze Wasser schluckte. So schmeckte also der Tod.
Dann verstummte auch Verdi.“

Schnelle Sprünge zwischen den Personen und Situationen führen jedoch dazu, dass es eine Weile dauern kann, bis die einzelnen Charaktere genug Eindruck hinterlassen habe, um als Figuren jeweils ihren Platz in der Geschichte einzunehmen. Dosi und Gesine, Hummel, Zankl, Mader, Dr. Schwarz, Dr. No, Dr. Hanke, Dr. Weiß... Mir selbst fiel ca. bei Seite 180 auf, dass ich sie nun endlich alle zusammensortiert hatte.

Aber diese Geschichte lebt auch durch das hohe Tempo. Kämmerer schafft es, dem lesenden Geist mit seinen eher knappen Beschreibungen viel Raum für Phantasie zu geben, aber auch nicht zu viel. Pointiert erfasst er das Wesentliche: „Punkt Viertel vor acht entstieg sie einem Taxi – ihr beim Aussteigen freigelegtes Strumpfbein wirkte irritierend attraktiv auf ihn. Öha.“ Gerade durch den kompakten und schnellen Erzählstil mündet seine Erzählung immer mal wieder in einem gelungenen Witz.

Die für meinen Geschmack interessanteste Frage wird leider nicht befriedigend beantwortet: Warum lässt sich eine schöne Frau mit einer schönen Nase eine andere anoperieren?
Davon abgesehen können Mader & Co. es sich nach dem Lesen ganz beruhigt im Regal gemütlich machen. Da noch mehrere Fälle für das Team zu erwarten stehen, kann die geleistete Kennenlernarbeit beim nächsten durchaus in einem vertrauten Wiedererkennen münden. Und vielleicht hat man ja irgendwann mal keinen neuen Roman zum Feierabend zur Hand – dann kann es bei Bedarf auch einfach noch einmal Die schöne Münchnerin sein, die zur Unterhaltung herhält.

 

5

Ein Model wird getötet, bei der Obduktion wird festgestellt, dass ihr offensichtlich eine Nase transplantiert wurde. Ein weiteres Model wird getötet, dann ein Journalist, der wohl zu viel wußte. Schließlich noch ein Arzt. Es wird viel getötet, im schönen Bayern.

Allerdings ziemlich unspektakulär und unblutig. Das ist doch mal erfreulich. Dieses Buch ist ein solider Krimi, der auch ohne blutrünstige Details auskommt. Obwohl relativ schnell zu ahnen ist, wer der bzw. die Böse ist, ist das Buch doch spannend und kurzweilig.Dafür sorgen schon alleine die schnellen Szenenwechsel. Das fand ich am Anfang etwas schwierig, weil die Szenen doch sehr kurz sind. Der Stil hat mir gut gefallen, die Charaktere sind leicht überzeichnet, es wird hier und da mal ein Klischee bedient, und das ganze mit viel viel Humor. Schlußendlich bleibt da noch das Cover zu erwähnen. Auch hier habe ich mich köstlich amüsiert. Der Dackel vor der biederen Einrichtung, "typisch bayrisch", sehr passend gewählt.

Ich werde mir sicherlich den Vorgänger von Harry Kämmerer auch noch besorgen, denn "Die schöne Münchnerin" hat mich absolut überzeugt.

 

4

Inhalt:

„Die schöne Münchnerin“ wird tot in ihrer Wohnung gefunden. Je mehr das Ermittlungsteam in Erfahrung bringt, desto mehr Leichen kommen zum Vorschein.

 

Fazit:

Das Buch hat mir gut gefallen.

Das Cover, mit einem Hund (Bajazzo), der in einem Friseurstuhl sitzt. Die Innenseite der Schutzhülle ist passend zum Buch auch in rosa gehalten und neben dem Logo des Verlages sind ein Dackel und eine Pistole abgebildet. Diese Idee finde ich sehr pfiffig und ist einmal etwas Neues.

Die Kapitel des Buches sind recht kurz gehalten. So kann man, wenn die Zeit einmal knapp ist oder am Abend vor dem Einschlafen, noch schnell ein paar Seiten lesen und hat einen abgeschlossenen Abschnitt vor sich. Die Kapitel sind mit aussagekräftigen Überschriften versehen, sodass man bereits einen Hinweis über den Inhalt des Kapitels erhält.

Am Anfang wird man durch die vielen Namen und Zusammenhänge etwas überfahren. Man kommt jedoch recht schnell ins Lesen hinein. Das Buch ist flüssig geschrieben. Es werden auch unterschiedliche Erzählvarianten gewählt. So erfährt man hin und wieder etwas über Hummel, indem man seine Tagebucheinträge lesen kann. Einige Passagen sind auch im Dialekt geschrieben, was etwas auflockert. Diese Teile hätten ruhig etwas häufiger vorkommen können.

4

Willkommen in der Münchner Schickeria - der Bussi-Bussi-Gesellschaft der Reichen und Schönen im Süden Deutschlands. Doch nicht alle sind von Natur aus reich und schön. Manche helfen auch nach.

Im zweiten Fall um Harry Kämmerers Helden Mader, Hummel, Zankl, Dosi und dem Dackel Bajazzo bekommen diese es mit illegalem Organhandel zu tun. Allerdings geht es nicht um lebensnotwendige Organe, vielmehr wird das große Geld mit Organen für Schönheitsoperationen gemacht. Denn die wunderschöne weibliche Leiche hat eine Nase, die nicht ihre eigene ist. Eine reichlich schräge Ausgangssituation und das Team schlittert in schnellen Szenenwechseln von einer verrückten Situation in die nächste. Vielmehr sei zum Inhalt nicht verraten, man sollte es wirklich selbst lesen.

Kämmerer hat einen flotten, frechen und temporeichen Krimi geschrieben. Seine Hauptfiguren, die bereits in "Isartod" ihren ersten Auftritt hatten, gewinnen an Profil und wachsen dem Leser weiter ans Herz. Das Buch vermittelt wunderbares Münchner Flair mit einem gehörigen Schuss Selbstironie, der die Lektüre kurzweilig und sehr amüsant macht.

Ein herrliches Buch für zwischendurch, um dem Alltag zu entfliehen. Skurrile Situationen, schnelle Schnitte, mit spitzer Feder gezeichnete Figuren und ein Autor mit Freude am Fabulieren und Sprachspielen machen das Ganze zu einer willkommenen Abwechslung von der durchschnittlichen Krimikost. Gerne mehr davon.

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Als das Model Veronika Saller tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, geht man von einer Überdosis aus. Doch schnell kommt raus, dass Drogen nicht die Todesursache der "schönen Münchnerin" waren. Ihre Nase weist eine andere DNA auf als der Rest ihres Körpers. Hier beginnen die Ermittlungen des Teams bestehend aus Hummel, Zankl und Dosi. Saller bleibt nicht die einzige Tote in dem Buch.  Der vermutete Schwerpunkt Organhandel wird hier nur leider weniger fokusiert als gedacht.

Dieser Krimi ist lesenswert (auch ganz ohne viel Blutvergießen) und mit viel Humor geschmückt. Der Autor versteht es Spannung zu halten und jeden Charakter lebensnah auszuarbeiten. Großes Problem am Anfang waren für mich die vielen Personen, die zügig hintereinander im Buch vorgestellt werden. Wenn man aber den Überblick gefunden hat, liest sich das Buch mit seinen vielen kurzen Kapiteln recht zügig und flüssig. Einen engen Bezug zu den Hauptpersonen konnte ich durch die wirklich kurzen Kapitel trotzdem nicht aufbauen.

Wer einen schönen Regionalkrimi sucht, wird hier nicht enttäuscht sein.

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Als "Die schöne Münchnerin" ist das Model Veronika Saller in der Gegend bekannt, als Gewinnerin eines Schönheitswettbewerbs ziert sie so manches Titelblatt. Aber dann wird sie tot in ihrem Appartment aufgefunden und man geht von einer Überdosis aus. Bei der Obduktion der Leiche stellt man fest, das die Nase des Models eine völlig andere DNA aufweist, als der Rest des Körpers. Die Ermittler um Chefinspektor Mader stehen vor einem Rätsel. Sie gehen von einem Organhandel in der Schönheitschirurgie aus, einer Art "Ersatzteilhandel" im Beauty-Business. Und es dauert garnicht lange, bis es weitere Leichen gibt.

Ich muss ehrlich gestehen, den Anfang des Buches musste ich 2x lesen, weil dort so viele Personen in Erscheinung treten, das es zuerst schwer fällt, den Überblick zu behalten. Aber dann las es sich vor allem durch die kurz gehaltenen Kapitel und den trotz Krimi humorvollen gehaltenen Schreibstil des Autors sehr flüssig. Es gab immer wieder überraschende Wendungen und so blieb es von Anfang bis Ende spannend. Auch über die Ermittler gab es das ein oder andere Interessante zu erfahren.

Ich werde dieses Buch gerne weiterempfehlen.

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Zunächst hatte ich mit dem Buch das gleiche Problem wie mit der Leseprobe. Es erscheinen sehr schnell so viele Personen, dass man leicht den Überblick verliert. Ich konnte schlecht in die Handlung hineinfinden, da alle Kapitel wirklich sehr knapp sind (teilweise nur eine halbe Seite). Im Laufe habe ich dieses aber wirklich zu schätzen gelernt, da es, wenn man erst einmal in der Handlung „richtig drin“ ist, die Spannung und Schnelligkeit erhält. Hat man diesen Punkt also überwunden, ist das Buch sehr eingängig und liest sich nahezu flüssig. Außerdem lässt sich eines festhalten: Langeweile kommt bei diesem Buch nun wirklich nicht auf!

In München wird ein totes Model aufgefunden, wobei hier zunächst alles auf einen Tod durch eine Überdosis hinweist; wäre da nicht die falsche Nase die nicht zur restlichen DNA des Körpers passt! Hier beginnen die Ermittlungen um das Team von Mader. Zu diesem gehören der liebenswerte Hummel, der leider keine Schnitte bei Frauen zu haben scheint, der schwangerschaftsgebeutelte Zankl und die forsche Dosi. Nicht zu vergessen ist natürlich Bajazzo; Maders Dackel mit der untrügerischen Nase! Das Team taucht ein in die Mode- und Modelwelt und enttarnt einen ziemlich skurilen Organhandel.

Abgesehen von der Kritik, die ich schon beschrieben habe, möchte ich abschließend doch sagen, dass es ein wirklich lesenswertes Buch ist. Es handelt sich hier, trotz der vielen Morde, keineswegs um einen blutigen Krimi! Harry Kämmerer versteht es in sein Buch auch viel Humor einfließen zu lassen und die Spannung trotzdem nicht zu vernachlässigen, gepaart mit viel Schnelligkeit. Die einzelnen Charaktere sind sehr liebevoll herausgearbeitet. Hervorzuheben ist hier besonders Hummel. Die Einschübe in denen Hummel den Leser an seinem Tagebuch teilnehmen lässt, sind wirklich klasse. Im Nachhinein finde ich es schade, dass ich dies nicht sofort erkannt habe. Sogar die Gestaltung des Buches ist bis ins Detail geplant. Das Cover passt perfekt zum Roman und ist auch irgendwie etwas skuril. Die Innenseite des Einbandes ist mit kleinen Waffen und Dackeln verziert, was dem Buch eine wirklich schöne Optik verleiht.

Als Fazit kann ich für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. Man muss sich halt nur zunächst etwas Zeit lassen, um in die Geschichte reinzufinden.

Vielen Dank auch an das Vorablese-Team und den Graf-Verlag, dass ich dieses Buch als Leseexemplar lesen durfte

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'Die schöne Münchnerin' wird tot aufgefunden, ermordet. Schnell wird klar, dass sie keines natürlichen Todes gestorben ist und seltsamerweise stimmt die DNA ihrer Nase nicht mit der ihres Körpers überein. Im Laufe der Ermittlung bleibt sie nicht die einzige Tote und die Polizei verdächtigt hauptsächlich im Kreis der Münchner Schönheitschirurgen und in einer Welt, in der das Aussehen mehr zählt als alles andere.

Da ich den Vorgänger nicht kenne, hatte ich am Anfang einige Probleme damit, die Personen auseinanderzuhalten. Dies wurde mir auch durch die extrem kurzen Kapitel erschwert, kaum las man sich in die Situation einer Person hinein, wurde auch schon wieder gewechselt. Diese Sprünge haben mich doch sehr gestört, es ist einfach nicht sehr flüssig zu lesen. Dadurch kann man auch zu keinem Protagonisten eine engere Bindung aufbauen, sie werden eher oberflächlich behandelt - außer Hummel, dessen Tagebucheinträge man aus irgendeinem Grund zu lesen bekommt. Mir wäre es lieber gewesen, wenn es 2-3 'echte Hauptpersonen' gegeben hätte, auf die sich der Autor konzentriert. Den Stil an sich fand ich ansprechend, er wurde eben durch die ZU KURZEN Kapitel unterbrochen. Ein paar mehr bayerische Ausdrücke hätte ich auch erwartet; Es waren doch seeeehr wenige, die hätte man dann auch noch weglassen können. Ein paar lustige Stellen waren zwar dabei, aber auch davon hatte ich mir mehr erwartet nach dem Cover und der Leseprobe.

Vom Inhalt her fand ich das Buch okay. Nach der Leseprobe hätte ich mir aber ein bisschen mehr Fokus und Hintergrund über Organhandel erwartet und erhofft, der im Buch ja in eher unüblicher Form, siehe Nase, vorkommt. Leider wurde ich hier ein wenig enttäuscht, die falsche Nase dient zwar als Ermittlungsansatz, die allgemeine Problematik wird hingegen nicht angesprochen. Die Auflösung des Falles war nicht völlig überraschend, mir persönlich aber noch nicht allzu früh klar.

Insgesamt ein unterhaltsames, leicht zu lesendes und irgendwie charmantes Buch, das man schön an einem Nachmittag verschlingen kann, wenn man Lesefutter braucht. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt.

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Kurz, prägnant und flüssig - durch diese Eigenschaften zeichnet sich Harry Kämmerers Krimi aus. Die kurzen Kapitel sind optimal auch wenn man wenig Zeit hat, ging mir mehr als einmal so dass ich "nur noch schnell 1-2 Kapitel" zwischendurch gelesen hab.

Inhaltlich ist dieser Krimi sehr interessant gestaltet mit einer überraschenden Wendung. Anfangs stört das "Personenchaos" ein wenig, dies legt sich im Verlauf des Buches aber.

Gewürzt mit bayerischen Dialektsätzen und einer bunten Mischung an Charakteren ist dies ein sehr kurzweiliges Buch welches nicht zu wünschen übrig lässt. Auch das Ende ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt - der Krimi selbst ist so gut ausgewogen dass er nicht wie viele andere unrealistisch erscheint.

Irgendwo im ersten Drittel waren sprachlich ein paar Fehler eingebaut - diese kann man jedoch verzeihen wenn man erst das ganze Buch zu Ende gelesen hat.

Alles in allem: Daumen hoch für diesen Krimi.

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele.

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Ich finde das Buch Die Schöne Müchnerin von Harry Kämmerer ein sehr schönes Buch. Ein sehr unterhaltsamer und spannender Regional-Krimi um das Team von Chefinspektor Mader. Laut Klappentext ist es eine weitere Story mit dem Team. Aber ich kenne weiteren Bücher von Harry Kämmerer. Deswegen war ich am Anfang ein wenig verwirrt, also die ganzen Personen vorgestellt wurden, und es so klang also sollte man die schon alle kennen. Aber mit der Zeit hatte ich alle Zusammenhänge raus und dann wurde das Buch richtig gut.

Habe es ziemlich schnell durchgelesen, was auch dem guten Schreibstil zu grunde liegt. Ein Model wird tot aufgefunden, und die Indizien deuten alle darauf hin, dass der Täter aus dem Umfeld der Schnheitschirugie kommen muss. Nach weiteren gefundenen Leichen wird es dann klarer für Mader wer der Täter ist.

Ich würde dieses Buch jeder zeit jedem empfehlen, der Lust auf einen schönen Regional-Krimi hat, der nicht zu anspruchsvoll aber auch nicht zu seicht ist.

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