Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

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„Die Leute glauben, man kommt in die Hölle, wenn man jemanden tötet. Wenn die wüssten, dass man nach Himmelstal kommt.“


Himmelstal ist eine in den Schweizer Alpen gelegene Luxusklinik, in der offiziell Burn-Out-Patienten behandelt werden. Alles scheint hier perfekt zu sein, um sich zu entspannen; den Bewohnern mangelt es an nichts.
Auch Daniels Zwillingsbruder Max ist seit einiger Zeit in dieser Klinik. Während Daniel in Schweden seiner Arbeit nachgeht, erreicht ihn ein Brief seines Bruders, in dem er ihn bittet, ihn doch besuchen zu kommen. Nach anfänglichen Zögern sagt Daniel zu und begibt sich nach Himmelstal.

Auch wenn Daniel das angenehme Leben in Himmelstal gut gefällt, möchte er möglichst bald wieder abreisen, aber Max bittet ihn um einen Gefallen, da er an Geldnot leidet. Daniel soll ein paar Tage mit ihm den Platz in der Klinik tauschen, damit dieser als Daniel abreisen und Geld holen kann. Auch wenn Daniel sich dabei unwohl fühlt, stimmt er zu und lässt sich auf das Verwechslungsspiel ein – nicht wissend welche Konsequenzen auf ihn zukommen.

"Also, ein Mann war dazu verdammt, die Toten über den Fluss zu rudern. Hin und zurück, hin und zurück, in alle Ewigkeit. Er war es unglaublich leid, wusste aber nicht, wie er den Job loswerden konnte. Eines Tages wusste er es. […] Die Ruder einem anderen geben.“

So bekommt Daniel von seinem Zwillingsbruder die Ruder in die Hand gedrückt und nachdem dieser nicht wie abgemacht nach einigen Tagen wieder in Himmelstal erscheint, muss Daniel seinen Platz einnehmen und nach und nach entdecken, dass Himmelstal nicht nur schöne, angenehme Seiten hat. Die Ärzte scheinen verrückter als ihre Patienten, die Dorfbewohner sind zurückhaltend und wenig hilfsbereit und seine verzweifelten Ausbruchsversuche scheitern ein ums andere Mal, und er wird dabei schwer verletzt.
Und das Schlimmste: jeder hält ihn für Max und schenkt seinen Erklärungen keinen Glauben.
So wird Daniel ein Lämmchen in einer Horde ausgehungerter Wölfe.
Himmelstal ist der vor kurzem erschienene Roman der schwedischen Autorin Marie Hermanson, die schon mit anderen Romanen wie Die Schmetterlingsfrau oder Das englische Puppenhaus auf sich aufmerksam gemacht hat. Ihre Erzählungen bewegen sich oft in der Grauzone zwischen Phantasie und Wirklichkeit.

So auch in diesem Buch. Als Leser ist man bis zum Schluss nie wirklich ganz sicher, ob Daniel sich nicht doch alles einbildet und es keinen Zwillingsbruder gibt. Als man aufgeklärt wird, dass Max ein Mythomane, also jemand, der zwanghaft lügen muss, ist, verdichtet sich ein solcher Verdacht.
Aber auch bei den Bewohnern Himmelstals verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse.
Passenderweise stellte Hermanson ein Zitat aus Brechts Der gute Mensch von Sezuan (ein Stück, dass auch in ihrer Erzählung eine Rolle spielt) voran:
„Bosheit ist bloß eine Art Ungeschicklichkeit“

Als Leser ist man in der gleichen Lage wie Daniel – man möchte sich von der Ungewissheit befreien, die auf ganz Himmelstal lastet, denn niemand redet so freimütig, überall lauern Gefahren auf den, der zuviel fragt, und die Ärzte, denen Daniel sich anvertrauen möchte und von denen er Hilfe erwartet, sind nicht willens, ihre Experimente an ihren Versuchsobjekten einzustellen.
Hier offenbart sich auch eine extreme Profilierungssucht der Wissenschaftler, dessen Konkurrenzkampf untereinander auf dem Rücken der „Bewohner“ Himmelstals ausgetragen wird, was zu internen Spannungen untereinander führt. Doch daraus resultierende Todesfälle und „Unglücke“ nimmt die Leitung billigend in Kauf, nur um das Experiment „Himmelstal“ nicht zu gefährden.
So muss Daniel erkennen, dass er niemanden hat, dem er vertrauen kann, denn selbst die nette Corinne, die in der Dorfschänke bedient und die Gäste unterhält, scheint hinter ihrer Fassade mehr zu verbergen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, wobei der Leser recht lange im Unklaren gelassen wird und Wahrheiten erst nach und nach ans Licht kommen, wobei der große Show-Down sich wirklich sehen lassen kann.
Dabei ist Hermansons Roman kein lautstarker Thriller, bei dem man sich direkt fürchtet. Er ist eher subtil und leise, dafür aber umso wirkungsvoller, da man hinter jeder Kreuzung eine Gefahr in Form eines irren Bewohners erwartet, der sich nun auf den wehrlosen Daniel stürzt.
Genau diese unterschwellige Spannung macht das Lesen zu einem Erlebnis, denn man fühlt sich von der ersten Seite an beklemmt und gefesselt. Dazu kommt auch, dass alles recht nüchtern und distanziert geschrieben ist, was das eisige, gefühlskalte Klima auf dem Gelände wunderbar widerspiegelt und den Leser sich furchtbare Bilder ausmalen lässt.

Einzig das Ende möchte so gar nicht zu der sonst elektrisierenden Atmosphäre passen, in die die Klinik und die Menschen getaucht werden. Auch wenn die Schlusskapitel vielleicht gut durchdacht sind, so hat es doch den etwas herben Anklang eines „Friede-Freude-Eierkuchen“-Endes, in dem Daniel gerettet ist und fröhlich und befreit mit Corinne das Klinikgelände verlassen kann. Das hatte leider viel der zuvor angebauten Spannung genommen und mich etwas enttäuscht zurückgelassen.
Sonst aber ist der Thriller wirklich ein exzellentes Werk. Flüssig lesbar mit vielen, im Text versteckten Andeutungen und Referenzen, dabei den Leser aber trotzallem immer wieder verwirren und im Dunkeln tappen lassen. Denn auch, wenn man ganz sicher weiß, dass in den Tiefen der Klinik und hinter den freundlich lächelnden oder manchmal auch gelangweilt dreinblickend Gesichtern der Ärzte und des Pflegepersonals das Grauen lauert, so hat man bis zum Ende nie wirkliche Gewissheit.

Auch wenn es wegen des etwas mageren Endes einen Stern Abzug gibt, gilt hier absolute Leseempfehlung! 

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Die Leseprobe hatte mich veranlaßt, mir das Buch zu kaufen. Ich hatte mir eine sehr interessante Geschichte versprochen. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Zum Cover ist zu sagen, daß es wohl einen unheimlichen beängstigenden Eindruck vermitteln soll. Im Buch wird aber von grünen Wiesen, Tannenwäldern, einem Dorf mit Kirchturm, Gärten voller Dahlien gesprochen. Das paßt nun nicht zum Cover. Es ist aber auch kein atemberaubender Psychothriller, wie das Aftonbladet vermeldet. Es ist meines Erachtens nicht einmal ein Kriminalroman, weil Kriminalfälle hier nicht gelöst werden.

Es liest sich trotzdem flüssig, und ich habe es mit Interesse gelesen, weil ich schon wissen wollte, wie sich die Beziehungen der eineiigen Zwillinge Daniel und Max entwickeln und wie ihr Lebensweg sich gestaltet. Die Zwillinge entwickeln sich total unterschiedlich und werden aus diesem Grund getrennt. Daniel bleibt bei seiner Mutter, und Max wächst bei seinem Vater und seiner Stiefmutter auf. Lediglich die Geburtstage werden gemeinsam gefeiert, die aber immer im Chaos enden. Die beiden verlieren sich im Erwachsenenalter aus den Augen. Eines Tages erhält Daniel einen Brief von Max, in dem dieser ihn bittet, ihn in einer Schweizer Klinik zu besuchen. Nach einigen Überlegungen fährt Daniel in die Schweiz und landet in einem abgeschiedenen Tal, dem "Himmelstal". Zunächst verläuft das Wiedersehen unproblematisch, obwohl sich Daniel nicht so recht erschließt, um was für eine Klinik es sich handelt. Als Daniel abreisen möchte, bittet Max ihn, für einige Tage mit ihm die Identität zu tauscehn, damit er etwas Unaufschiebbares erledigen könne. Max reist ab, und nun kommt Daniel hinter das Geheimnis der Klinik. Es ist eine Klinik für Psychopathen, die keinerlei Möglichkeit haben, die Klinik noch einmal zu verlassen. Da die Zwillinge sich absolut ähnlich sehen, gelingt es Daniel nicht, den Ärzten klarzumachen, daß er nicht Max ist und allmählich muß er begreifen, daß Max wohl nicht zurückkommt und er jetzt in Himmelstal gefangen ist.

Mehr kann nicht verraten werden, sonst bleibt anderen Lesern keine Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen.

So viel sei aber gesagt, die absolute Spannung eines angekündigten Psychothrillers kann ich nicht bestätigen.

2

 

Rezension: Himmelstal
Die Autorin: 
Marie Hermanson wurde 1956 als Kind eines Lehrer Ehepaares geboren. Sie wuchs in Sävedalen, am Rande von Göteborg auf, wo sie – inzwischen verheiratet Mutter zweier Kinder – weiterhin lebt und arbeitet.
Sie studierte Literaturwissenschaft und Soziologie an der Uni von Göteborg. Nebenher arbeitete sie als Pflegekraft in einer psychiatrischen Klinik. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete Hermanson als Journalistin für verschiedene Tageszeitungen.
Als Erzählerin debütierte sie 1986 mit einer Sammlung von Erzählungen („ es gibt ein Loch in der Wirklichkeit“), die durch Märchen und Mythen geprägt wurden. Weitere Geschichten sowie Romane folgten, in denen sich ebenfalls Reales und Irreales unmerklich mischen.
 
Das Cover:
Auf dem Cover ist ein düsteres Tal umgeben von den Schweizer Bergen zu sehen. Im Tal leuchtet eine Hütte. Das Cover vermittelt schon eine unheimliche Stimmung, die sich im Roman wiederspiegelt.
 
Inhalt:
Max und Daniel sind eineiige Zwillinge. Äußerlich gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen. Innerlich könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Daniel schon als Säugling ausgeglichen und ruhig. Max dagegen unruhig und schwer zu händeln. Die beiden wachsen getrennt voneinander auf. Max lebt eine Art „Achterbahnleben“ bestehend aus Extremen. Daniel entwickelt sich kontinuierlich und lebt ein zurückhaltendes Leben. Der Kontakt zwischen den beiden minimiert sich. Eines Tages bekommt Daniel von Max einen Brief, in dem er erfährt, dass dieser sich in einer schweizerischen Kurklinik für Burn Out Patienten, dem „Himmelstal“ befindet und er beschließt seinen Bruder dort zu besuchen. Schon auf der Fahrt dorthin findet er einige Dinge befremdlich. So findet z.B. am Orsteingang zu dem Dorf eine Kontrolle statt. Auf Fragen wird nur ausweichend geantwortet. Das Himmelstal selbst stellt sich als ein eigenständiges bilderbuchartiges Dorf mit Hütten und Geschäften und einer luxuriösen Klinik dar. Trotz der Bilderbuchkulisse spürt Daniel, dass hier etwas nicht stimmt. Unter einem Vorwand überredet Max seinen Bruder für ein paar Tage die Rollen zu tauschen. So verlässt Max das Himmelstal, während Daniel als „Patient“ im Tal verbleibt. Als Max nach der abgesprochenen Zeit nicht ins Tal zurückkehrt, versucht Daniel die Verwechslung aufzudecken. Doch keiner glaubt ihm. Bei dem Versuch aus dem Tal zu flüchten, überschreitet er eine Kontrollzone und wird lebensgefährlich verletzt. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich für ihn der Besuch im Himmelstal als ein nicht enden wollender Horrortrip. Nur die Freundschaft zu Corinne einer Dorfbewohnerin hält in aufrecht und lässt ihn darauf hoffen, das Tal lebend zu verlassen.
 
Fazit:
Das Verwechslungsspiel verspricht mehr Spannung, als sich beim Lesen der Geschichte herausstellt. Nachdem Daniel erkannt hat, dass Max nicht zum vereinbarten Termin zurückkehrt, arrangiert er sich für mein Empfinden viel zu schnell mit der Situation, so dass die Geschichte anfängt dahinzuplätschern. Die Story gewinnt wieder an Spannung als sich herausstellt, was es mit dem Tal und seinen gesamten Bewohnern auf sich hat. Diese Spannung verliert sich zum Ende in diffusen Aktionen, die für mich nicht mehr nachvollziehbar waren. So empfand ich das Ende eher langweilig. Gesamt gesehen verspricht die Ausgangslage des Romans mehr als sich nachher herausstellt und ich finde es nur bedingt lesenswert.
4

Maria Hermanson ist mit Himmelstal ein sehr schönes, tiefgründiges Buch gelungen.

Zur Geschichte: Die Zwillinge Max und Daniel wachsen getrennt voneinander auf, sehen sich nur einmal jährlich an ihrem Geburtstag. Das Verhältnis der beiden ist nicht das Beste und auch haben beide relativ wenig Kontakt miteinander. Doch dann bittet Max seinen Bruder, ihn in einer Reha-Klinik(?) zu besuchen. Nach einigen Überlegungen stimmt Daniel zu und fährt nach Himmelstal. Dort kommt ihm auf den ersten Blick alles wunderschön und idyllisch vor. Doch der Schein trügt. Das allerdings erkennt Daniel erst, als er sich auf einen Tausch mit Max einlässt. Daniel wird zu Max und Max kann somit als Daniel die Klinik verlassen, um Geld zu besorgen. Ein gefährliches Abenteuer beginnt, den Max kommt von seiner Reise nicht zurück und Daniel ist in der Klinik gefangen. Doch dann gibt es ein überraschendes Ende.

Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und interessant. Sie schafft es einen in seinen Bann zu ziehen. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist spannend und tragisch zugleich. Es ist interessant zu lesen, wie eineieige Zwillinge, die getrennt voneinenader aufwachsen, entwickeln. Auch die einzelnene Personen werden sehr gut dargestellt. Maria Hermanson schafft es mit Ihrem Schreibstil, das man sich Himmelstal bildlich vorstellen kann. Die wunderschönen Berge rund um dieses Tal., einfach traumhaft.

Mein Fazit: Ein durchaus lesenswerter Roman, den ich empfehlen kann. Allerdings für einen Thriller, wie er angekündigt war, fehlt mir etwas die Spannung. Also nicht unbedingt geeignet für Fans der blutigen Thriller, sondern eher was für Fans von Krimidramen.

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Max und Daniel sind Zwillinge und haben seit Jahren keine Kontakt mehr zueinander. Sie wuchsen nicht zusammen auf und sind auch sehr unterschiedlich. Daniel ist eher ruhig verlässlich und sympathisch, Max ist dominant, aufbrausend und manipulativ.

Daniel, der als Lehrer arbeitet und zu Depressionen neigt, bekommt eines Tages einen Brief von Max, der ihn bittet, ihn doch in einer Schweizer Klinik zu besuchen. Er würde sich dort von einem Burn-out erholen, schreibt er. Daniel macht sich auf den Weg in die Schweizer Alpen, er ist überwältigt von dem Anblick der gewaltigen Natur in den Bergen und das Zusammensein mit seinem Bruder verläuft harmonisch. Die Wachen und auch das Kontrollsystem der Klinik erklärt Max damit, dass die Leute erst ihre hohen Rechnungen bezahlen müssen, bevor sie die Klinik verlassen dürfen.

Als Daniel nach 2 Tagen in dieser Idylle wieder abreisen möchte, bittet Max ihn um einen großen Gefallen, er möchte die Klinik für 3 Tage verlassen und bittet Daniel bis dahin seinen Platz einzunehmen. Er rasiert Daniel Bart und Haare ab, damit sie sich wieder ähnlich sehen. Daniel zögert und ist von dieser Idee nicht sehr begeistert. Allerdings ist am nächsten Morgen Max mit samt seinem Handy und seinen Papieren abgereist. Er ist nun gezwungen als Max in dieser Klinik auszuharren, bis Max wieder auftaucht. Denn lebend verlassen kann man die Klinik nicht, das hat Daniel schnell bergriffen, auch dass Max natürlich nicht wiederkommt um die Plätze wieder zu tauschen. Ganz allmählich begreift Daniel, dass es sich nicht nur einfach um eine Erholungsklinik handelt, sondern um eine Festung, in der Psychopathen gefangen gehalten werden, um sie zu erforschen - er beteuert nun der Zwilling von Max zu sein, um seine Freiheit wieder zu bekommen, aber niemand glaubt ihm.

Diese Idee der Geschichte ist super, ist aber in der Umsetzung gescheitert. Nach dem spannenden Einstieg, erfolgt ca 200 Seiten Langeweile. Auch ist die Glaubwürdigkeit des Ganzen nicht so da - z.B. wäre es für die Ärzte ein Leichtes herauszubekommen, ob jemand einen Zwillingsbruder hat oder nicht und sich nicht nur auf die Krankenakten zu verlassen. Dies wäre aber nur ein Punkt. Das Ende gibt nochmal eine grausige Überraschung preis, zu der ich, ohne viel zu verraten, nicht mehr schreiben möchte.

Da ja viele Leute von diesem Buch begeistert sind, ist es vielleicht auch eine Geschmacksache, mich hat dieses Buch in keiner Weise überzeugt. Wünche aber allen, die es versuchen wollen, viel Spaß !!

 

 

Zu wissen, dass am Ende eines langen Tages ein gutes Buch auf einen wartet, macht den Tag fröhlicher.

4

Kafka hätte sie nicht besser ersinnen können, die Situation in der sich Daniel in "Himmelstal" wiederfindet. Nachdem er seinen Zwillingsbruder Max in der Klinik in den Schweizer Alpen besucht hat, hat er sich überreden lassen, Rollen zu tauschen, damit Max einige Aufgaben in Italien erledigen kann. Währenddessen kann Daniel in dem Luxusklinikum entspannen und das Leben genießen - doch natürlich kommt alles anders als geplant!



Denn hinter der Heile-Welt-Fassade des Luxusklinikums lauern tiefe Abgründe und schon bald nach der Abreise seines Bruders muss Daniel feststellen, dass das Klinikum mitnichten das ist, was es vorzugeben scheint. Das Klinikpersonal hält Daniel für einen Simulanten und sein Kampf um seine Freiheit und die Flucht aus dem Tal wird ein Kampf auf Leben und Tod.



Marie Hermanson ist mit "Himmelstal" ein spannender Roman geglückt, der den Brückenschlag zwischen Ludwig Thoma'scher Alpenidylle und packendem Psycho- und Medizinthriller schafft. Ähnlich wie in Thomas Willmann phänomenal guten Alpenwestern "Das finstere Tal", schafft es auch Hermansson das Tal nicht nur zur pittoresken Idylle verkommen zu lassen, sondern die unberührte Schönheit der Natur ins bedrohliche Gegenteil zu kehren. Ohne an dieser Stelle zu viel verraten zu wollen, schafft es Marie Hermanson, den Leser immer wieder durch Wendungen und überraschende Details bei der Stange zu halten und so einen subtilen Lesesog zu erzielen, der den Leser gefangen nimmt. Der ansprechende Schreibstil Hermansons tut sein Übriges zum Gelingen des Buches und so kann ich außer einem Punkt keine großen Steine des Anstoßes an diesem Buch finden:



Für das zaghafte Ende, das mir zu glattgebügelt und gefällig daher kommt, gibt es leichte Abzüge in der B-Note, ansonsten allerdings ein knackiger, spannender Psychothriller in einer malerischen Kulisse, die einem das Fürchten lehrt!

Bücher sind wie Schiffe, die das Meer der Zeit durchsegeln (Francis Bacon)

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Irgendwie hatte ich mir die Geschichte viel spannender vorgestellt. Natürlich ist die Gesamtgeschichte spannend und auch was dahinter steckt ist von der Idee her sehr gut, aber irgendwie fehlte mir der gewisse Kick. Ich habe Seite um Seite irgendwie gewartet, dass was großes passierte aber das kam für mich bis zum Ende nicht. Der Schreibstil und die Geschichte waren wirklich gut, aber am Ende muss ich sagen: Es war ein nettes Buch, hat aber meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt. Schade!

Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag, einer ohne Bücher noch viel mehr :o)

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Zum Buch:

Daniel besucht seinen eineiigen Zwillingsbruder Max in der Kurklinik Himmelstal. Da Max sich in großen Schwierigkeiten befindet, versucht er Daniel dazu zu überreden, kurzzeitig die Identitäten zu tauschen, damit er seine Angelegenheiten "draußen" klären kann. Daniel ist nicht wirklich überzeugt von der Tauschidee, doch Max lässt ihm keine Wahl... Der nur für einige Tage geplante Tausch verläuft anders, als Daniel es sich vorgestellt hat. Max kommt nicht - wie versprochen - nach kurzer Zeit zurück. Somit beginnt für Daniel ein Kampf darum, seine wirkliche Identität zu beweisen, um dem Himmelstal zu entkommen. Denn dort beginnt der Kuraufenthalt zum gefährlichen Alptraum zu werden. Doch glaubt man Daniel die irrwitzige Geschichte des Rollentauschs???

Meine Meinung:

Die Idee, die hinter dieser Geschichte steckt, finde ich sehr gut. Meiner Meinung nach wurde sie aber nur mangelhaft umgesetzt. Das Potenzial der Grundidee wurde leider nicht voll ausgeschöpft. Der Schreibstil hat mir zwar wirklich gut gefallen (deswegen gibt es in der Bewertung auch 3 anstatt nur 2 Sterne), aber es dauert sehr lange, bis die Geschichte überhaupt in Fahrt kommt. Die ersten 2/3 des Buches lassen sich zwar ganz nett lesen, aber es passiert so gut wie nichts. Spannung ist dort kaum bis gar nicht vorhanden. Erst ab ca. 200 Seiten wird die Story rasanter und ist dann aber leider auch teilweise zu übertrieben dargestellt.

Fazit:

Eine echt tolle Idee, die mich wegen der schlechten Umsetzung leider nicht überzeugen konnte. Schade, dass nicht mehr daraus gemacht wurde. Von Psychothriller absolut keine Spur. Für Spannungsjunkies wie mich ist "Himmelstal" wirklich nicht zu empfehlen. Aber einem Leser, dem es nicht all zu sehr auf Spannung ankommt, gefällt dieses Buch wahrscheinlich besser. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

5

 

Max und Daniel sind eineiige Zwillingsbrüder und tauschen die Rollen, als Max dringend die Klink in Himmelstal verlassen muss um etwas zu erledigen. Daniel willigt unbedacht ein, die Gegend und die Klinik gefallen ihm und er braucht etwas Ruhe. Doch mit der Ruhe ist es nun gänzlich vorbei, als die Klinik ihn tatsächlich für Max hält, selbst als er die Tauschaktion aufklärt, wird er weiterhin für Max gehalten und gerät immer tiefer in eine missliche Lage, aus der er kaum noch fliehen kann. Er muss feststellen, das es sich bei dieser Klinik nicht um ein modernes und exclusives Sanatorium handelt sondern eine Forschungsanstalt bei der sogar die CIA mitzureden hat....
 
Aus einer Alpenromantik wird ein Alpenalptraum
 

 

Tina

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Zum Inhalt: Daniel und Max sind Zwillingsbrüder, wachsen aber getrennt voneinander auf und sehen sich nur einmal im Jahr - an ihrem Geburtstag. Sie hab nur losen Kontakt zueinander. Max ist sehr exzentrisch und steckt oft in Schwierigkeiten. Er arbeitet meist bis zum Umfallen und leidet unter Burnout. Das jedenfalls schreibt er seinem Zwillingsbruder und bittet ihn um einen Besuch bei ihm in Himmelstal, einer angeblichen Erholungsklinik für Wohlhabende. Dort angekommen wundert sich Daniel über die strengen Sicherheitsvorkehrungen, auch die Klinikregeln findet er etwas suspekt. So werden alle Bewohner jeweils um Mitternacht und früh morgens kontrolliert.

Max bittet Daniel ihn für einige Tage zu vertreten, weil die Klinikleitung ihn angeblich ohne Bezahlung nicht beurlauben will. Doch Max will sich Geld beschaffen und überredet seinen Bruder, die Rollen zu tauschen. Dann ist Max quasi über Nacht verschwunden und taucht zum verabredeten Zeitpunkt nicht wieder auf. Daniel beginnt sich Sorgen zu mnachen, zudem ihm die Situation  in Himmelstal immer bedrohlicher vorkommt und auch die Bewohner verhalten sich seltsam. Er weiß nicht mehr, wem er vertrauen soll und wem nicht... 

Bis hierhin fand ich das Buch ganz interessant, obwohl die Geschichte sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Ab dann wird es noch unglaubwürdiger. Aber spannend wird es leider nicht. Ich hatte die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl und das hat mir nicht gefallen. Ein Krimi ist das nicht, schade.

Fazit: aus der Geschichte hätte Frau Hermanson viel mehr machen können. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und das hinterlässt ein schales Gefühl. Hat mir nicht sonderlich gefallen, daher nur 2 Sterne!  

 

 

 

  

4

Die subtile Unterhaltung um ein Verwechslungsspiel zweier Brüder war spannend und hat mich gut unterhalten!

Daniel weiß nicht auf was er sich einläßt, als er seinen Zwillingsbruder für einige Tage in einer psychiatrischen Einrichtung vertritt. Sein Bruder Max hatte versprochen, dass es sich um eine luxoriöse Klinik für reiche Burn-Out-Patienten handelt und zugesagt, nach wenigen Tagen zurückzukehren und seinen Bruder Daniel wieder abzulösen. Als Max nicht zurückkehrt, wird Daniel erst nach und nach bewußt, auf was er sich eingelassen hat. Niemand nimmt ihm seine Identität als ausgetauschter Zwillingsbruder ab und er kann die Klinik nicht mehr freiwillig verlassen. Er sitzt gegen seinen Willen fest und der Aufenthalt entpuppt sich zunehmend zu einem Albtraumszenario.

Was wie ein harmloses und lustiges Verwechslungsspiel beginnt, nimmt an Dramatik zu und steigert sich zu einem Kampf auf Leben und Tod. Die Autorin beschreibt ein sehr ungewöhnliches Thema auf interessante und spannende Weise. Der Roman wirft nach und nach die Frage auf, wer hier "normal" ist und wer "verrückt". Der Ort wird für die Patienten zu einem rechtlosen Gebiet, in dem sie sich nicht mehr gegen die Willkür der sogenannten Therapeuten wehren können. Wer ist Therapeut und wer ist Patient? Dabei wird auch das Klischee vom "verrückten Irrenarzt" bedient. An manchen Stellen ist die Handlung vorhersehbar.

Der Roman gipfelt zum Schluss in eine beißende Gesellschaftskritik und in philosophischen Fragen über die Notwendigkeit von Gefühlen. Stehen Gefühle dem Menschen nur im Weg? Was macht den Menschen aus?

Insgesamt ein ungewöhliches, interessantes und empfehlenswertes Buch!

4

Daniel erhält einen Brief von seinem Bruder. Die beiden Zwillingsbrüder hatten sich lange nicht gesehen. Max bittet seinen Bruder, ihn in der Schweiz zu besuchen. Er werde ihm die Reise bezahlen.

Daniel, der zur Zeit nur einen Job als Aushilfslehrer hat, willigt ein. Er trifft seinen Bruder in einer Klinik. Der Ort heißt Himmelstal. Da er weiß, dass Max manisch-depressiv ist, glaubt er ihm, dass es eine Rehaklinik sei. Er ist überrascht von dem Luxus, der den Patienten gewährt wird. Nach zwei Tagen äußert Max die bitte, Daniel möge mit ihm den Platz tauschen. Er müsse dringend Geld besorgen, um sich den Aufenthalt weiter leisten zu können und werde nach vier Tagen zurückkehren. Max hat alles vorbereitet. Doch Daniel ist unentschlossen. Erst einmal rasiert er sich den Bart und lässt sich das Haupthaar kürzen. Als er am Morgen erwacht, ist sein Bruder mit Daniels Sachen verschwunden.  Daniel spielt vier Tage Max, dann teilt er mit, dass er Daniel sei. Doch keiner glaubt ihm.

Das Buch ließ sich flott lesen. Es war über weite Strecken spannend. Als Leser konnte ich Daniels Dilemma nachvollziehen. Mit den zunehmenden Erkenntnissen über die Klinik aber wunderte mich das Verhalten der Ärzte. Was anfangs wie eine Luxusklinik aussah, entpuppte sich als ein raffiniertes Gefängnis für psychisch Kranke.  Sie hatten aber erstaunlich viele Freiheiten. Die Kranken mit ihren Fähigkeiten und Gewohnheiten in das Gelände zu integrieren, war eine ungewöhnliche Idee. Nur die sogenannte Zone 2 und ihre Folgen für die Patienten fand ich nicht nur ungewöhnlich, sondern brutal. Ihre Errichtung war in meinen Augen nur auf Grund der völligen Abgeschlossenheit des Gebietes möglich.

Einige der Protagonisten blieben mir zu flach. Das trifft insbesondere auf die meisten Ärzte zu. Max und Daniel dagegen wurden gut beschrieben. Die Einblicke in ihre Kindheit bereicherten das Geschehen.

Gut fand ich die Beschreibung der Örtlichkeit und ihrer Vergangenheit. Insgesamt war die Handlung logisch aufgebaut und über weite Strecken nachvollziehbar.

Die Dialoge waren gut aufgebaut. Die Distanz zwischen Ärzten und Patienten wurde deutlich.

Erschreckend fand ich die letzten Gespräche zwischen Daniel und Dr. Fischer. Das völlig überraschende Ende zeugt von der Skrupellosigkeit und der Menschenverachtung des Arztes und seiner Helfer.

Nach dem Lesen des Buches fand ich das Cover passend. Es symbolisiert ein finsteres Tal in der Schönheit der Landschaft.

5

Dieses Buch ist für mich ein Überraschungserfolg! Die Leseprobe war ja schon nicht schlecht, aber das ganze Buch ist einfach total spannend. Die Schriftstellerin schreibt flüssig und sehr verständlich. Ich habe nicht eine Seite gehabt, wo ich mich gelangweilt habe.

Max ist in einer Klinik und schreibt seinem Zwillingsbruder Daniel, mit der Bitte, dass Daniel ihn besuchen kommen soll. Die beiden Brüder stehen sich nicht sehr nahe, da die Eltern sich sehr früh getrennt haben und die Kinder getrennt bei je einem Elternteil aufgewachsen sind. Einmal im Jahr zu ihrem Geburtstag haben sie sich dann treffen dürfen. Somit konnte ein sehr inniges Verhältnis nicht entstehen.

Daniel besucht seinen Bruder nun in der Klinik. Allerdings wollte er nur ein paar Stunden bleiben und dann noch etwas Urlaub zu machen. Er wundert sich schon, dass er bevor er zur Klinik kommt erst mal durchsucht von Wachen wird, aber der Taxifahrer der ihn dahin fährt, sagt, dass das normal ist und Daniel macht sich darüber keine weiteren Gedanken. Die Brüder sehen sich für Zwillinge gar nicht ähnlich. Daniel hat längere Haare und hate einen Bart. Dennoch schafft es sein Bruder Max ihn zu überreden sich den Bart abzunehmen und sich die Haare zu schneiden. Im Gegenzug klebt Max sich einen falschen Bart an und setzt sich eine Kappe auf den Kopf. Sie tauschen ihre Rollen und Max verläst als Daniel die Klinik mit dem Versprechen in ein paar Tagen wieder da zu sein. Fortan lebt Daniel als Max in der Klinik und kommt nach und nach dahinter, dass Max ihn ausgetrixt hat. Er ist in einer Psychatenstadt gelandet. Kaum einer der Menschen, die dort leben, sind normal. Sie haben grausame Taten begannen und sind in Sicherheitsverwarung für den Rest ihres Lebens weggesperrt. Somit also auch Daniel der nun probiert zu beweisen, dass er ein anderer Mann ist, wie alle denken.

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Wenn man sich in Daniel hineinversetzt, kann man spüren, was für eine Angst er haben muss, dort für immer gefangen zu sein. Ein "Lamm" unter "Wölfen". Es war mal ein ganz anderer Psychothriller, als was ich normalerweise lese und ich empfehle das Buch gerne weiter!

 

4

Himmelstal klingt nach einem netten Erholungsgebiet in sagenhafter Landschaft. Für Daniel jedoch entwickelt sich sein Ausflug in dieses Tal ganz und gar nicht so wie er sich das denkt.

Daniel hat einen Zwillingsbruder Max. Beide sind unabhängig voneinander aufgewachsen. Der eine bei der Mutter, der andere beim Vater, so dass ihr Verhältnis nicht gerade von enger Natur geprägt ist. Als Max Daniel jedoch bittet ihn in der Kurklinik in Himmelstal zu besuchen, nimmt der die Einladung in der Hoffnung auf Urlaub gerne an. Dort bittet Max ihn, für ein paar Tage die Rollen zu tauschen, da dieser in Schwierigkeiten steckt. Daniel ist erst gar nicht so begeistert von dieser Idee, doch ehe er sich versieht hat Max sich in einer Nacht und Nebel Aktion aus dem Staub gemacht. Als Max nicht wie versprochen nach ein paar Tagen wieder auftaucht, versucht Daniel das Spiel aufzuklären. Doch die behandelnen Ärzte glauben ihm keinesfalls und sehr bald muss der naive Daniel einsehen das er die Klinik keinesfalls freiwillig wieder verlassen kann. Der Höllentrip beginnt.

Ich fand das Buch sehr spannend. Einzig und allein Daniels Naivität hat mich etwas genervt. Endlich mal ein etwas anderer Psychothriller.

5

Inhalt:
Himmelstal, idyllisch in den Schweizer Alpen gelegen, ist das Paradies auf Erden. Hier können sich reiche Patienten von ihrem Burnout-Syndrom erholen. Sie verbringen ihre Tage am Pool, genießen die frische Luft und die Aussicht auf die Berge. Als Daniel seinen Zwillingsbruder Max in der Kurklinik besucht, ist er von der »Zauberberg«-Atmosphäre so angetan, daß er beschließt, noch ein paar Tage länger zu bleiben. Max will in dieser Zeit ein paar Geschäfte in Italien erledigen und bittet seinen Bruder, ihn zu »vertreten«. Aber in dem malerischen Alpental ist nichts, wie es scheint, und für Daniel beginnt ein gefährliches Verwechslungsspiel. In ihrem atemberaubenden Psychothriller entwirft Marie Hermanson eine Welt, in der Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden sind.

Meine Meinung:
Also ich bin begeistert vom Buch.
Ich fande die Leseprobe ja schon echt ansprechend und bin mit dem Kauf des Buches nicht endtäuscht worden. Die Meinungen scheinen sich bei dem Buch ja zu teilen, obwohl ich es nicht verstehen kann.
Es ist flüssig geschrieben und ich finde es echt spannend. Die Idee die dahinter steckt finde ich echt toll. Die ganze Situation kommt so aussichtslos rüber für Daniel. Ich versetzte mich ständig in das Gefühl, wie ich mich an seiner Stelle fühlen würde. Am Ende des Buches ist es auch noch sehr Gesellschaftskritisch. Naja eigentlich das ganze Buch Smiley3
Man hätte das Buch noch ausarbeiten können, noch Tiefsinniger einsteigen um Die Gefühle noch mehr hochzuholen, aber ich fande es so Kompakt total gut. Es hat mich ja so schon ganz irre gemacht Smiley7
Ich fande es auch sehr gut, das man im ganzen Buch trotzdem immer wieder leicht am grübeln war und nicht wirklich von Gut und Böse unterscheiden konnte.
Also ich wurde in den Bann gezogen und wollte es ncith aus der Hand legen!

Fazit:
Ich finde es sehr spannend ung gut gelungen, ich würde es jedem weiter empfehlen!

5

In dem Buch geht es um Daniel und Max. Sie sind eineiige Zwillinge, wachsen aber getrennt voneinander auf. Das einzige Mal im Jahr sehen sie sich, wenn sie ihren Geburtstag feiern. Vom Äußeren her sehen sie sich sehr ähnlich, vom Charakter her sind sie aber total unterschiedlich.

Max befindet sich zur Behnadlung seiner psychischen Probleme in der Kurklinik Himmelstal. Er bekommt Besuch von seinem Bruder Daniel. Eigentlich wollte sich Daniel nach kurzer Zeit wieder verabschieden lässt sich aber von seinem Bruder überreden doch länger zu bleiben. In einem ausführlichen Gespräch bittet Max seinen Brudeer darum, seinen Platz für ein paar Tage in der Klinik einzunehmen, da er auf Reise gehen müsse um wichtige Geschäfte zu erledigen. Nachdem der versprochene Tag der Rückkehr vorbei ist, beginnt Daniel sich Sorgen zu machen. Die anfängliche Idylle in der Klinik verschwindet und Daniel muss um sein Leben bangen.

Ein sehr flüssig und spannend geschriebenes Buch. Dadurch, dass die Kapitel recht kurz geschrieben sind, konnte und wollte ich gar nicht aufhören zu lesen. Habe mir immer gesagt "Ein Kapitel noch". Daraus wurden dann meistens noch zwei oder drei. Ein tolles spannendes Buch, dass ich recht schnell gelesen hatte.

Das Cover passt auch sehr gut zu dem Titel des Buches.

4

Daniel besucht seinen Zwillingsbruder Max, mit dem er eigentlich nicht viel zu tun hat, in einer Klinik in Himmelstal. Laut Max ist die Klinik ein Erholungsort für Burnout-Patienten. Und da Max Freundin angeblich von der Mafia bedroht wird, bitte er Daniel für ein paar Tage mit ihm die Rollen zu tauschen. Doch Max taucht nicht wieder auf und die Klinik ist wohl auch nicht so harmlos wie Max behauptet hat.

Bei mir hat es etwas gedauert, bis mich die Geschichte richtig gefesselt hat. Das lag vielleicht auch daran, dass die Leseprobe mitten aus dem Buch genommen war und man so schon wusste, wie sich das Ganze in etwa entwickelt. Der erste Teil ist gut erzählt, aber richtig spannend wird es erst im zweiten Teil. Die Autorin lässt den Leser ziemlich lange im Ungewissen und deckt den Hintergrund in kleinen Schritten auf. Gegen Ende hin wollte ich dann unbedingt wissen, wie es ausgeht und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Das Ende konnte ich nicht vorraussehen, da immer irgendetwas neues dazu kam und es so immer spannend blieb.

Die Hauptpersonen Daniel und Max sind gut dargestellt, denn obwohl sie Zwillinge sind, sind sie doch sehr verschieden. Mit Daniel konnte ich gut mitfühlen. Das Buch ist einfach, aber gut und flüssig geschrieben. Auch die Idee solch einer Klinik gefällt mir, obwohl diese in der Realitiät wohl kaum umgesetzt werde könnte. Die Kulisse, ein abgelegenes Tal in den Alpen, ist aber sehr gut gewählt.

4

Daniel und Max Brant sind eineiige Zwillinge. Ihre Zwillingsbeziehung war schon immer sehr schwierig. Sie wurden schon als Kleinkinder voneinander getrennt und haben  in ihrem Leben nur wenig Zeit  miteinander verbracht. Dafür sind sie zu unterschiedlich und verstehen sich nicht besonders. Max ist egoistisch und manipulativ und leidet unter psychischen Störungen, Daniel ist eher schüchtern und zurückhaltend, etwas naiv und fühlte ich seinem Bruder zeitlebens unterlegen. Dennoch folgt er der Bitte des Bruders, ihn in der Klinik Himmelstal in den Schweizer Alpen aufzusuchen, wo er sich seit einiger Zeit aufhält. Dann bittet Max seinen Bruder, für einige Tage die Rollen zu tauschen. Er habe etwas Dringendes zu erledigen und werde in drei bis vier Tagen zurück sein. Noch ehe Daniel wirklich zustimmen oder ablehnen kann, ist der Bruder mit seinem Gepäck, seinem Handy und den Ausweispapieren abgereist. Daniel macht zunächst gute Miene zum bösen Spiel, bis er begreift, dass er hereingelegt worden ist und Max nicht zurückkommen wird. Von da an kämpft er darum, die Ärzte und das Personal davon zu überzeugen, dass er nicht der ist, für den sie ihn halten, aber keiner glaubt ihm. Vor allem Gisela Obermann, die Therapeutin seines Bruders, erfindet abenteuerliche Theorien von multipler Persönlichkeit und tiefgreifenden Veränderungen bei ihrem Patienten, ausgelöst durch den Besuch des Bruders.

Bei seinen Bemühungen, alle von seiner wahren Identität zu überzeugen und diversen Fluchtversuchen findet er eine Vertraute: Corinne arbeitet als Bedienung in einem Lokal im Dorf und tritt dort als volkstümliche Sängerin  auf. Durch sie und durch eigene Beobachtungen findet Daniel allmählich heraus - und mit ihm der Leser -, was es mit Himmelstal wirklich auf sich hat und wer dort untergebracht ist. Von ihr bekommt er Verhaltensregeln für sein Überleben, denn Himmelstal ist ein gefährlicher Ort. Er kann niemandem vertrauen. Sind die Ärzte die Guten, die nichts anderes im Sinn haben, als das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen, oder verfolgen sie eigene Ziele? Wollen sie tatsächlich ihre Patienten heilen?

Der Leser hat schon früh verstanden, dass Himmelstal alles andere als himmlisch ist und Daniels erster Eindruck (“Himmelstal. Ein schöner Name für einen schönen Ort.” S. 28) sich später als reine Ironie erweisen wird. Die Klinik und das Dorf im abgeschiedenen Alpental mit ausgesprochen schlechter Verkehrsanbindung haben erstaunlich viel Wach- und Sicherheitspersonal une wirken eher wie militärisches Sperrgebiet. Keiner kommt unangemeldet hinein, und keiner verlässt das Tal ohne Erlaubnis. Die Patienten haben zwar innerhalb der Anlage viel Bewegungsfreiheit, müssen sich aber morgens um 7 Uhr und um Mitternacht zur Anwesenheitskontrolle in ihren Quartieren aufhalten. Dem Leser stellt sich die Frage, ob und wie es Daniel gelingen wird, diesen Ort noch jemals wieder zu verlassen.

Mit “Himmelstal” legt die schwedische Autorin Marie Hermanson, die schon mehrere erfolgreiche, mit Preisen ausgezeichnete Romane geschrieben hat, einen ziemlich spannenden Roman vor, der allerdings vor allem zum Ende hin etwas konstruiert wirkt und unlogische und vor allem unrealistische Elemente enthält, die man eher in einem Science Fiction - Roman erwarten würde, als in einem als “Psychothriller” bezeichneten Roman. “Himmelstal” liest sich flüssig und ist mit kleinen Abstrichen eine unterhaltsame  und interessante Lektüre.

 

 

 

5

Als Daniel seinen Zwillingsbruder Max in einer exclusiven Rehaklinik mitten in den Schweizer Alpen besucht ist dies der Beginn einer albtraumhaften "Erlebnisreise". Nachdem sich Daniel auf einen Personentausch mit Max eingelassen und dieser an seiner Stelle die Klinik verlassen hat, wird ihm von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag mehr klar, dass in dieser Klinik etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Keiner glaubt ihm ( nachdem Max nicht, wie versprochen, zurück gekommen ist ), dass er die Rolle mit Max getauscht hat, immer mehr seltsame Ereignisse versetzen ihn immer mehr in Panik und Verzweiflung. Wem kann er trauen? Was sind das für seltsame Patienten in der Klinik? Und auch die Dorfbewohner bieten mehr als einen Grund um an ihrer Echtheit zu zweifeln. Daniel ist gefangen...........und versucht, hinter das Geheimnis von "Himmelstal" zu kommen.
Dies beschreibt Marie Hermanson für mich von Anfang an in einem fesselnden Schreibstil, der mich sofort für das Buch eingenommen hat. Ich war gebannt und wollte unbedingt wissen, was Daniel noch so alles erlebt und vor allem, was hinter dem Ganzen steckt.
Und diese, am Ende doch allzu schnell abgespulte Auflösung, ist für mich auch der ( fast einzige ) Minuspunkt des Buches. Alles überschlug sich, die Erklärungen waren, ja - schon nachvollziehbar, aber im Vergleich zum Rest des Buches viel zu einfach, "gewöhnlich", unspektakulär.
Trotzdem hat mich das Buch richtig, richtig gut unterhalten und ich würde weitere Bücher der Autorin auf jeden Fall lesen.

Ein Wort noch zur Qualität des Buches: die Bindung und Papierqualität empfand ich als sehr gut. Ich hatte das Buch über mehrere Tage in meiner Handtasche mit dabei und es hat keinerlei Knicke oder ähnliches abbekommen. Damit lässt sich der doch relativ hohe Preis eventuell rechtfertigen.

Insgesamt war "Himmelstal" für mich ein kurzweiliges, gut geschriebenes Buch. Von daher vergebe ich 4,5 von 5 Punkten.

 

4

 

Daniel und Max sind Zwillinge, doch engen Kontakt hatten sie eigentlich nie. Als Daniel dann aber unerwartet Post von Max erhält, der sich zur Zeit in Himmelstal in einer Klinik befindet, macht er sich sofort auf den Weg. Die Idylle in dem Alpendorf ist einzigartig. Max bittet seinen Bruder für ein paar Tage die Rollen zu tauschen, damit er ein paar Dinge erledigen kann. Da es Daniel in Himmelstal ganz gut gefällt willigt er schließlich ein. Was soll denn auch schief gehen? Doch er hat nicht mit dem gerechnet, was er dann erlebt. In Himmelstal ist nichts wie es scheint und ganz schnell merkt Daniel, dass es um mehr geht, als ihm bisher erzählt wurde. Denn es geht um Leben und Tod...

 

Wie Daniel ist auch der Leser absolut ahnungslos auf was für ein Abenteuer er sich einlässt. Aber es ist sofort klar, dass Himmelstal anders ist, als es vorgibt zu sein. Schnell breitet sich eine düstere Stimmung aus, die zwar spürbar, aber noch nicht ganz zu fassen ist. Man merkt, dass irgendetwas im Gange ist, kann es aber nicht konkret benennen. Daniel wirkt zuweilen ein bißchen naiv in seinen Vorstellungen und Handlungen, da ist man als Leser ihm um einiges voraus. Denn man selber lässt sich nicht von der Idylle und den Menschen einlullen.

 

Als Daniel schließlich die ganze Tragweite seiner Situation bewusst wird, ist es schon beinahe zu spät. Eisern und beharrlich kämpft er gegen noch unsichtbare Gegner an, aber sehr effektiv sind seine Maßnahmen nicht. So sehr man sich versucht in das Geschehen hineinzuversetzen, gelangt man aber auch nicht an die Lösung. Es gibt einige Hinweise und Indizien, die auf den Drahtzieher im Hintergrund hinweisen, aber wie schon zuvor, kriegt man auch ihn nicht richtig zu packen. Außerdem werden auch immer wieder falsche Fährten gestreut, so dass es nicht leicht ist, dem richtigen Pfad zu folgen. Zudem kommt, dass bis zum Schluss immer noch Kleinigkeiten über Himmelstal und die beteiligten Personen zurückgehalten werden, die das ermitteln erschweren.

 

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, so dass man dem Geschehen gut und schnell folgen kann. Zu Anfang ist noch relativ wenig Spannung enthalten, da sie sich hier zunächst um die Vorstellung der Hauptprotagonisten kümmert. Dadurch wirkt der Beginn ein bißchen zäh, haarscharf an der Grenze zu langweilig. Glücklicherweise bekommt sie noch schnell genug die Kurve und die Spannung schlägt ein wie eine Bombe. Am Schluss wirkt alles ein bißchen Knall auf Fall, als sei die maximale Seitenanzahl bereits erreicht und das Finale müsse schnell abgehandelt werden. Das ist ein bißchen schade, denn man hätte noch einiges mehr herausholen können. Trotzdem ist es ein gelungenes Ende, da auch hier noch die ein oder andere Überraschung auf den Leser wartet.

 

Alles in allem ein lesenswerter Thriller, der leichte Schwächen aufweist, diese aber im Laufe der Geschichte wieder ausbügelt.

3

 

Daniel besucht seinen Bruder Max in Himmelstal, einem Sanatorium in den Schweizer Alpen. Auf Wunsch von Max tauschen beide vorübergehend ihre Identität, da Max wichtige Dinge erledigen muss und das Sanatorium nicht ohne weiteres verlassen kann. Von da an nimmt das Unheil seinen Lauf, denn Max kehrt nicht wie vereinbart zurück und in Himmelstal ist nichts so wie es scheint. Niemand glaubt Daniel, dass er nicht Max ist und der anfangs so idyllische Ort wird immer bedrohlicher.
Die Geschichte ist von Anfang an sehr geheimnisvoll, ich bekomme nur langsam Einblicke in das Leben von Max und Daniel und in die Zustände in Himmelstal. Mir ist es zu langsam, ein bisschen mehr Tempo hätte der Story bestimmt gut getan. Der Schreibstil ist nordisch unterkühlt und somit perfekt geeignet, um eine leichte düstere Stimmung zu verbreiten, auf die ich ja schon durch das Cover, das mich an die Splatter-Filme aus den 80ern erinnert, vorbereitet wurde. Ich konnte das Böse die ganze Zeit ahnen, aber ich bin lange im Dunkeln getappt, denn obwohl das Buch in der 3. Person erzählt wird, erfahre ich nicht mehr als Daniel, der nur so nach und nach hinter das Geheimnis von Himmelstal kommt. Der Schreibstil erinnert mich an einen kristallklaren Bergsee. Oberflächlich betrachtet sehr schön, aber beim Eintauchen bekomme ich eine Gänsehaut, die sich langsam ausbreitet. Schade nur, dass die Autorin den Nervenkitzel nicht konstant auf einem Level halten kann. Er flammt immer mal wieder auf und das auch auf eine feine hintergründige Art. Das gefällt mir sehr gut, denn ich mag keine Blutorgien. Zum Ende hin wird die Story allerdings etwas abstrus, so dass ich dieses Buch, das so einen guten Einstieg hatte, letztendlich nur mittelmäßig finde.

 

1
Buchcover
Das Cover fällt auf den ersten Blick dunkel aus und ist in zwei Hälften eingeteilt, oben ist es etwas heller gehalten, in gelb, grün und blau Tönen, dargestellt ist im Hintergrund ein Berg. Der untere Teil des Buches ist duster... wirklich dunkel in schwarz gehalten. Das Dunkel soll anscheinend einen Wald darstellen und zwischen den Bäumen steht eine Berghütte, die "angestrahlt" wird.
Der Buchtitel (steht am oberen Rand des Romans) HIMMELSTAL und der Name (MARIE HERMANSON) der Autorin (ist am unteren Ende angesetzt) ist in weißen, großen und ausgefransten Blockbuchstaben abgedruckt worden. Das Cover sah für mich wie das Titelfoto eines Heimatromans aus, eher unspektakulär. Ich hätte mir anhand des Erscheinungsbildes, dieses Buch nicht im Buchladen gekauft. Ich wäre auch nie auf das Genre gekommen. Auf dem Cover steht schlicht und einfach "Roman".
 
Infos zum Buch
Es handelt sich bei HIMMELSTAL um einen abgeschlossenen Roman und es ist nicht das erste Buch von Marie Hermanson. Anhand der Story kann ich nicht sagen, ob es einen Folgeband geben wird, aber ich denke eher weniger.
Das Buch ist ls Taschenbuch beim Insel Verlag Berlin erschienen. Es handelt sich um die erste Auflae (ISBN: 978-3-458-17530-8) und ist für 14,99 EUR u.a. bei amazon.de (auch gebraucht für unter 8,00 EUR) erhältlich. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass ich hierfür kein Geld ausgegeben habe :o)
Der Roman umfasst 428 Seiten bzw. 60 Kapitel und ist in 4 Teile aufgegliedert. Der Sinn hinter der Aufteilung in 4 "Unterabschnitte" ist mir leider völlig verborgen geblieben.
 
 
Klappentext/Inhalt in eigenen Worten
Klappentext:
"Als Daniel seinen Zwillingsbruder Max in der Kurklinik HIMMELSTAL besucht, ist er von der Alpenidylle so angetan, dass er beschließt, seinen Aufenthalt zu verlängern. Aber Max geht auf Reisen und für Daniel beginnt ein gefährliches Verwechslungsspiel. Was Ruhe und Beschaulichkeit versprach, entpuppt sich als ein Kampf auf Leben und Tod."
Daniel bekommt am Anfang der Geschichte einen Brief von seinem Zwillingsbruder Max, der ihn bittet, ihn zu besuchen. Die Geschwister haben keinen regelmäßigen Kontakt mehr und Daniel entschließt sich, dem Wunsch seines Ebenbildes nachzukommen. Landschaftlich wunderschön in den Bergen gelegen kommt er an einem sehr einsamen Sanatorium an und erlebt mit Max ereignisreiche Stunden in Himmelstal. Sie angelns u.a., gehen Fahrrad fahren, ein Bier trinken. Max zeigt dem Besucher die Umgebung und man bekommt hier bereits das Gefühl, dass es sich um eine sehr "enge" und eingegrenzte Klinik handelt. Er überredet seinen Bruder, mit ihm die Rolle zu tauschen, da er "wichtige Geschäfte" erledigen müsse und er es nicht in dem vom Krankenhaus gesteckten Zeitplan zurück schaffen würde. Abends und morgens wird nämlich die Anwesenheit der Patienten kontrolliert. Daniel unterscheidet sich vom Gesicht her nicht von seinem eineiigen Zwilling; er trägt allerdings eine Brille und einen Bart. Die Brüder bereiten sich abends auf die Maskerade vor und obwohl Daniel noch nicht eindeutig dem Tausch zugestimmt hatte, ist Max am nächsten Tag verschwunden. Daniel merkt sehr schnell, dass ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt wurde und nicht (nur) Menschen mit BurnOut-Syndrom von den Ärzten behandelt werden... Und hier hörde ich dann auch schon auf, vom Inhalt zu erzählen, denn ansonsten würde ich denen, die dieses Buch tatsächlich noch lesen wollen, den Inhalt der Story vorweg nehmen...
 
 
Meine Meinung zum Buch
Ich haben eben auf dem Cover die Worte "Psychothriller" und "Pageturner" in der Empfehlung von Aftonbladet gelesen und musste innerlich schmunzeln. Diese beiden Stichpunkte würden mir persönlich am wenigsten bei der Beschreibung dieses Romans einfallen - aber Geschmäcker sind unterschiedlich.
Die Geschichte hätte man gut und gerne zu einem Thriller, sogar zu einem Psychothriller, ausarbeiten können. Der Autorin ist dies aber noch nicht einmal ansatzweise gelungen. Schade, denn die Leseprobe hatte mich zwar noch nicht sonderlich von den Füssen gehauen, hörte sich aber vielversprechend an und hatte mich auf das Buch neugierig gemacht.
Und für mich handelt es sich eindeutig nicht um einen Pageturner, obwohl der Schreibstil von Frau Marie Hermanson bzw. die Übersetzung aus dem Schwedischen von Frau Regine Elsässer flüssig und sehr angenehm zu lesen ist. Leider fehlt der Geschichte der nötige Pep und die Spannung.
Ich musste mich immer wieder zwingen, Himmelstal in die Hand zu nehmen und weiterzulesen, weil einfach so garnichts, aber auch wirklich NICHTS Spannendes in diesem Buch passiert.
Ab der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, dass es jetzt langsam los gehen würde, aber das war leider nur ein kurzes Aufbäumen, das nach gefühlten 10 Seiten wieder abfiel.
Es wird versucht, einige Personen charakterlich heraiszuarbeiten, wobei die Autorin hier sehr auf die Schiene GUT und BÖSE verfällt. Daniel ist ein ahnungsloses, braves und natürlich gutes Schaf, Max ist der berechnende, egoistische und böse Bruder und dann gibt es eben noch einige Prügelknaben und liebesbedürftige Frauen, ehrgeizige und erfolgshungrige Ärzte in HIMMELSTAL...
Die Autorin erzählt die Geschichte mit Hauptaugenmerk auf Daniel gerichtet und schildert seine Sicht der Dinge. Beim Lesen habe ich mir einige Mal innerlich an den Kopf gefasst und war von so viel Naivität erschrocken. Daniel soll mit Sicherheit sympathisch erscheinen, aber manchmal durchschossen Worte wie "So  blöd kann man doch garnicht sein!" meine Gedanken. Max hat ihm zum Beispiel in einer kleinen Geschichte quasi auf dem Silbertablett serviert, dass er ihn täuschen und reinlegen will.
Ungefähr im letzten Viertel des Buches wird aufgelöst, worum es sich bei Himmelstal wirklich handelt. Und dann hätte der Roman eigentlich auch zu Ende sein können, aber es wird noch eine irrwitzige Handlung mit eingebaut, die meiner Meinung nach rein garnichts mit der Brüdergeschichte und dem Hintergrund, dem Sinn und Zweck des Sanatoriums zu tun hat. Vielmehr wird versucht, dem Leser einige Ängste vorzuhalten, was bei mir und für mich total daneben gegangen ist.
 
 
FAZIT
" Das war wohl nichts" beschreibt es eigentlich schon haargenau. Nett geschrieben und ein schöner Ausdruck, aber leider ohne Pep und Spannung, einfach ermüdend - für mich einer der Flops in 2012... leider, denn die Geschichte hätte sehr gut ausgebaut werden können!
 
Ich vergebe daher nur 1 von 5 Sternen und kann KEINE Empfehlung für dieses Buch aussprechen!

 

4

Max und Daniel sind Zwillinge.

Max lebt sein einiger Zeit in einer Klinik in einer Schweiz. Daniel entschliesst sich nach längerer Zeit endlich seinen Bruder zu besuchen.

Dort angekommen versucht Max, seinen Bruder zu überreden das sie für 4 Tage ihre Rollen tauschen damit Max einige seiner Sachen ausserhalb der Klinik regeln kann.

Doch Max kehrt nicht zurück und Daniel hat ein Problem. Niemand glaubt das er Daniel ist. Selbst Max Freunde nicht..Nur Corinna..ebenfalls eine Bewohnerin glaubt Daniel. Nur kann sie ihn nicht helfen und für Daniel wird es nach und nach gefährlicher...

 

Ich möchte nicht zuviel vom Inhalt verraten. Dieses Buch lebt von den Wendungen obwohl es doch alles sehr vorhersehbar ist. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und es ist trotzdem spannend.

Mit Daniel hat die Autorin eine sehr symphatische Figur geschaffen. Der man beide Daumen drückt das alles gut geht. Ob es das tut werde ich hier natürlich nicht verraten.

Der Schreibstil ist flüssig zulesen und die Geschichte kommt sehr gut rüber.

Nur weil es etwas vorhersehbar ist gibt es von mir 4 Sterne.

 

4

„Als Daniel den Brief bekam, glaubt er zunächst, er käme aus der Hölle.“ S. 7 Daniel hätte ahnen müssen, daß Post von seinem Zwillingsbruder nichts Gutes bedeuten kann. Max lädt ihn zu einem Besuch nach Himmelstal ein, einer Luxusklinik für gut situierte Patienten. Diese erholen sich entweder von ihren Depressionen oder wie der manisch-depressive Max von seinem Burnout, das glaubt zumindest Daniel.


Lange hatte Daniel von Max nichts mehr gehört, selbst zur Beerdigung ihrer Mutter konnte er Max nicht erreichen. Wenn er sich einmal meldete, dann nur kurz am Telefon. Als eineiige Zwillinge geboren, werden beide als Kleinkinder voneinander getrennt und als sich dann auch ihre Eltern scheiden lassen, ist die Trennung für immer besiegelt, nur die Geburtstage werden noch gemeinsam verbracht. Daniel wächst behütet, Max bei seiner Stiefmutter auf, die auf seine Psyche einen sehr negativen Einfluß hat. Nach dem Studium arbeitete Daniel als Dolmetscher am Europaparlament und betrachtet sich als Fährmann zwischen zwei Sprachen. Eine schwere Depression beendet seine erfolgreiche Laufbahn, jetzt ist er als Aushilfslehrer tätig. Max hingegen gründete verschiedene Firmen, reiste in der Weltgeschichte umher und verschwand zwischendurch immer mal von der Bildfläche. Eine bezahlte Reise in die Schweiz, dann noch ein paar Tage Urlaub auf der Alm, so war Daniels Plan. Es wird ganz anders kommen, anders, als Daniel es sich jemals hätte träumen lassen. Max hatte seine Falle schon aufgestellt, Daniel mußte nur noch hineintappen, und das tat er mit offenen Augen. Konnte oder wollte er die unheildrohenden Zeichen nicht sehen?

Max überredet Daniel zu bleiben und beschreibt Himmelstal in den schillernsten Farben. Hier lebt man wie im Himmel auf Erden, man darf alles machen, Hauptsache man ist Mitternacht und frühs um 7.00 Uhr wieder in seiner Hütte. Beide Brüder verbringen zwei erstaunlicherweise friedliche Tage miteinander. Immerhin konnte Max’ Laune in kürzester Zeit von Euphorie in Wut umschlagen. Dann bittet Max Daniel um einen Gefallen. Er möchte für drei, höchstens vier Tage den Platz mit ihm tauschen, weil er in Italien neues Geld beschaffen will, um seine Rechnungen in Himmelstal begleichen zu können. Er wäre geheilt und könnte dann die Klinik für immer verlassen. Max erzählt Daniel die Geschichte vom Fährmann, die ihm seine Stiefmutter vor vielen Jahren erzählte. … „Die Ruder einem anderen übergeben. …Er brauchte nur einen Passagier zu bitten, eine Weile zu rudern. Dann war er frei und konnte abhauen. …“ S. 58 An dieser Stelle hätte Daniel hellhörig werden und die beschauliche Alpenidylle schnellstens verlassen müssen. Später kann er sich nicht erinnern, überhaupt mit einem Rollentausch einverstanden gewesen zu sein. Max nimmt alle persönlichen Sachen von Daniel mit und taucht natürlich nicht nach der verabredeten Zeit wieder auf. Für Daniel beginnt ein Ritt durch die Hölle. Himmelstal ist ein sicherer Ort, das Sicherheitssystem stützt sich auf drei Zonen. Die Besucher werden auf Listen geführt und dürfen nur nach vorheriger Kontrolle durch uniformierte Wachleute die Klinik betreten. Himmelstal entpuppt sich als Kolonie, hier scheint Endstation zu sein, ein Entkommen schier unmöglich. Die Freiheit ist so nah und doch so unerreichbar fern.


Marie Hermanson hat mit „Himmelstal“ einen interessanten Roman geschrieben und Reales mit Phantasie sehr gut vermischt. Sie baut den Spannungsbogen langsam auf, beginnt mit der Lebensgeschichte der Zwillinge und ab der Mitte des Romans, als Daniel beginnt, das Verwechslungsspiel aufdecken zu wollen, wird es richtig spannend, so daß man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Neben ihrem Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie hat die Autorin als Pflegekraft in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet und läßt gekonnt ihre Erfahrungen in den Roman einfließen. Wird Daniel diesem Alptraum entfliehen können? Ein Psychothriller, der einen schaudern läßt.

 

4

Himmelstal- von Marie Hermanson

Ein Verwechselungsspiel mit schlimmen Folgen!

Max und Daniel sind Zwllingsbruder. Max lebt zur Zeit in einer Klinik in Himmelstal. Auf Grund einen Zusammenbruches landete er dort. Daniel besucht ihn nach längerer Zeit dort. Bei diesem Besuch hat Max den großen Wunsch, dass Daniel seinen Platz für kurze Zeit in der Klinik einnimmt, damit der draußen einige finanzielle Dinge regeln kann. Nach langen Überlegungen stimmt Daniel zu. Eine Verwandlung der beiden beginnt. So gut, dass selbst Max gute Freunde in Himmelstal nichts merken. Leider nicht dieses Verwechselungsspiel schlimme Folgen an...

Ein atemberaubender Thriller, der den Leser von Anfang an fesselt und mit in eine Welt nimmt, die nicht immer der Wahrheit entspricht. Großartig erzählt, in einer durchgehend klar verständlichen und leichten Schriftweise. Sehr realitätsnah werden die Handlungen geschrieben, was mir besonders befällt. Detaillierte Beschreibungen der Umgebungen, sehr dunkel und mysteriös, lassen sich den Leser direkt vor Ort fühlen. Durch immer wieder neu eingebrachte Handlungen möchte man immer weiterlesen und wissen, was als nächstes passiert. Diese Schreibweise ist sehr gut gewählt. Gut gefallen haben wir weiterhin die sehr kurz gehaltenen Kapitel. 

Ein Buch, was ich jeden Thriller- Fan nur empfehlen kann. Kurzweilig, aber sehr gut!

 

3

Daniel besucht seinen Zwillingsbruder Max im idyllisch gelegenen Schweizer Himmelstal, wo dieser sich schon seit längerer Zeit in einer Art Rehaklinik aufhält. Daniel hatte in den letzten Jahren kaum Kontakt zu seinem Bruder und ist deshalb überrascht und auch ein wenig überrumpelt, als Max ihn bittet, für ein paar Tage die Identitäten zu tauschen. Er müsse außerhalb der Klinik ein paar "Angelegenheiten" regeln.
Da sich die Zwillingsbrüder nach wie vor sehr ähnlich sehen, funktioniert das Wechsel-Spiel ohne größere Probleme.
Doch dann kehrt Max nicht zurück, und Daniel kann auch keinen Kontakt zu ihm herstellen.
Ist Max etwas passiert?
So weit, so gut.
Doch dann entwickelt sich das Buch leider etwas anders als erwartet.
Gerechnet hatte ich mit einem spannenden Krimi oder sogar Psychothriller, das Ganze geht dann aber doch immer mehr in Richtung Fantasy.
Zu unrealistisch sind manche Szenarien, zu wenig nachvollziehbar das Handeln einzelner Personen.
Z.B. die Tatsache, dass Daniel so ohne Weiteres in die Rolle seines Bruders schlüpft, den er vorher jahrelang nicht gesehen hatte, ist mehr als unrealistisch.
Ich hatte mich nach der Leseprobe sehr auf das Buch gefreut, wurde aber leider etwas enttäuscht.
Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht lesen muß.
Und auf jeden Fall kein Psychothriller. Falls man mit dieser Erwartung an das Buch herangeht, wird man zwangsläufig - so wie ich - enttäuscht sein.

5

Bereits das Cover des Buches, welches das Himmelstal im Zwielicht zeigt, verspricht eine misteriöse Story um die Zwillinge Max und Daniel und das sagenumwobene Himmelstal.

Der Inhalt des Buches ist nunmehr von den anderen Rezesenten ausführlich berichtet worden.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, sodass es sehr leicht fällt, sich in die Situation einzufinden. Die Autorin vermag es, die bedrückende und einengende Situation detailgenau und glaubhaft darzustellen, sodass man meint,ein solches Szenario ist nicht mehr länger nur Produkt der Fantasie.

Die Charaktere wirken echt. Insbesondere an der Figur des extrovertierten und hektischen Max lässt sich das gut nachvollziehen. Durch den Schreibstil gelingt es der Autorin die Geschwindigkeit der Gespräche mit Max und dessen Unruhe darzustellen.

Das Buch selbst unterteilt sich in 4 Abschnitte und ist aus der Sicht von Daniel geschrieben. Anfänglich wird vorallem über die Vergangenheit von Max und Daniel gesprochen, sodass der Leser einen tiefen Eindruck von deren Beziehung zu einander erhält. Später erfährt man, wie sich Daniel in der vermeintlichen Reha-Klinik zurecht findet. Erst nach und nach finden Daniel und auch der Leser heraus,worum es sich bei der Klinik wirklich handelt. Die Spannung des Buches steigt stetig.

 Das Buch ist einfach klasse.

Ich habe es förmlich verschlungen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Viel Spaß beim Lesen!

4

Daniel besucht seinen Zwillingsbruder Max in einer luxuriösen Kurklinik in den Schweizer Alpen. Weil dieser wichtige Geschäfte zu erledigen hat, nimmt Daniel für einige Tage seinen Platz ein. Als Max jedoch nach der vereinbarten Zeit nicht zurückkehrt, stellt Daniel fest, dass ihm niemand den Rollentausch glaubt, und dass Himmelstal nicht das ist, was es zunächst zu sein schien. Mit der Hilfe von Corinne, einer Einwohnerin des nahen Dorfes, versucht er aus dem Tal zu entkommen.

Die Geschichte war durch und durch spannend, ich habe von Anfang an mit Daniel mitgefiebert. Die klaustrophobische Stimmung, die aufkommt, als er zuerst feststellt, dass er in dem Tal gefangen ist, und dann als er begreift, dass er von einem Haufen gefährlicher Menschen umgeben ist, ist absolut fesselnd.

Das Ende empfand ich nach der lange aufgebauten Dramatik als etwas zu plötzlich, etwas ausführlicher hätte es mir besser gefallen. Es war aber originell und damit ein würdiger Abschluss für diesen überaus empfehlenswerten Psychothriller!
 

5

Daniel hat seinen Zwillingsbruder nur selten gesehen, da er bei der Mutter und den Großeltern, Max aber beim Vater und der Stiefmutter aufgewachsen ist. Als Max ihn in einem Brief bittet, ihn in einer Kurklinik in den Alpen zu besuchen, sagt Daniel trotzdem sofort zu. Er freut sich auf ein paar ruhige Tage mit Alpen-Panorama. Als er in Himmelstal ankommt, und von Max freudig begrüßt wird, ahnt er noch nicht, was ihn erwartet. Nach zwei schönen Tagen überredet Max ihn, die Rollen zu tauschen. Nach ein paar Whiskey zuviel rasiert Daniel seinen Bart ab, und schneidet die Haare kurz. Am nächsten Tag erwacht er allein. Max ist mit einem falschen Bart und Daniels Handy und Brieftasche abgereist. Zuerst macht Daniel sich wenig Gedanken, weil er darauf vertraut, das Max in ein paar Tagen zurück kommt. Erst als Max nicht am vereinbarten Tag zurück ist macht Daniel sich Sorgen. Er erfährt, daß in Max' Krankenakte ein falsches Geburtsdatum steht, und muß feststellen, daß ihm niemand glaubt, daß er nicht Max ist. Er erkennt, daß die vermeintliche Kurklinik ein psychiatrisches Krankenhaus mit geschlossener Abteilung, und geheimen Forschungszentrum ist.Er versucht zu fliehen, und kommt mit Brandverletzungen auf die Krankenstation. Das gesamte Tal ist mit Starkstrom gesichert. Als es durch eine brennende Zigarette zu einem Brand auf der Krankenstation kommt, kann Daniel seinen Mitpatienten gerade noch ins Freie retten. Die Psychiaterin von Max bekomt seinen Fall entzogen, nachdem sie bemerkt hat, daß mit ihm etwas nicht stimmt. Bei einem Besuch im Dorf von Himmelsthal lernt er Corinne kennen, die in der Kneipe arbeitet. Von ihr bekommt er wertvolle Tipps und Informationen. Die beiden verlieben sich ineinander, und Corinne wird schwanger. dabei soll das doch gar nicht möglich sein, denn alle Patienten von Himmelstal sind sterilisiert. Daniel befragt die Psychiaterin seines Bruders, und findet heraus, daß Corinne keine Patientin ist, sondern die "Grille" von Max. Sie sollte als Gewissen von Max arbeiten.Wie im Märchen von Pinocchio. Bevor er mit Corinne reden kann, erhält er eine SMS von Max, und läuft zur Hütte eines Falkners, um ihn dort zu treffen.Max ist nicht dort. Stattdessen findet Daniel in einer Falle eine Leiche, und trifft auf  den Klinikchef Dr. Fischer.Der Arzt nimmt ihn mit in sein Zimmer, und gibt zu, ihn mit Hilfe seines Bruders nach Himmeltal gelockt zu haben, um Experimente mit ihm zu machen. Er wird in eine unterirdische Forschungsstation gesperrt, und entdeckt in den Nachbarzellen verschwundene Angestellte und Patienten. Als Dr. Fischer ihn gegen seinen Willen operieren will, um ihn durch ein Implantat in eine lebende Marionette zu verwandeln, passiert ein schrecklicher Unfall. Durch Sprengarbeiten außerhalb des Parks stürzt die unterirdische Station ein. Jetzt muß Daniel um sein Überleben kämpfen. Ein wahnsinnig spannender Thriller, den ich sehr empfehlen kann. Wirklich ein sehr gutes Buch.

4

Inhalt:

In „Himmelstal“ geht es um den Schweden Daniel, der seinen Zwillingsbruder Max in einer Erholungsklinik in der Schweiz besucht. Dort angekommen bittet Max ihn für ein paar Tage die Plätze zu tauschen, da er dringend Geld benötigt und dazu die Klinik verlassen muss. Daniel willigt ein, im Glauben, dass das Versteckspiel schnell auffliegt. Das tut es allerdings nicht und als Max nicht zur vereinbarten Zeit zurückkehrt, deckt Daniel das Ganze auf. Jedoch glaubt ihm das Klinikpersonal nicht, sondern hält es für eine gute Lüge oder Einbildung. Während Daniel versucht, eine Möglichkeit zu finden, aus Himmelstal herauszukommen, ereignen sich einige merkwürdige Zwischenfälle. Während eines kurzen Krankenhausaufenthaltes kommt es zu einem Brand, der wegen abgeschlossener Türen fast gefährlich geendet wäre. Außerdem rettet Daniel einen Patienten vor einem scheinbar verrückten Dorfbewohner, der diesen wegen gestohlenem Holz foltert.

Allmählich ahnt Daniel, dass es sich nicht um eine normale Klinik handelt und da es keine andere Möglichkeit sieht, versucht er die Flucht zu Fuß. Diese scheitert jedoch kläglich an einer unter Strom stehenden Sicherheitszone rund um das Tal. Endlich erfährt Daniel, den wahren Zweck der Klinik: es handelt sich um ein Forschungszentrum für Psychopathen, zu denen auch sein Bruder gehörte. Seine Ärztin glaubt zwar inzwischen, dass er nicht mehr Max ist, allerdings hält sie Daniel nur für eine neue, bessere Persönlichkeit von Max und hofft, einen Forschungsdurchbruch erzielt zu haben. Mithilfe der Dorfbewohnerin Corinne versucht Daniel sich mit der neuen Situation als „Lämmchen“ unter Raubtieren zu arrangieren, dabei kommen sich die beiden näher und verlieben sich. Trotz allem möchte Daniel Himmelstal verlassen und sucht nach einem Weg, die Ärzte von seiner wahren Identität zu überzeugen. Nach und nach sammelt er Beweise (z.B. einen fehlenden Chip im Gehirn, gleiches Geburtsdatum), doch als er diese dem Chef der Klinik präsentiert, eröffnet dieser ihm, dass er den Tausch überhaupt erst eingefädelt hat, um Daniel als Forschungsobjekt zu untersuchen. Bevor Daniel fliehen kann, wird er in einem unterirdischen Gefängnis eingesperrt und soll einer Operation unterzogen werden, die ihn zu einer menschlichen Kampfmaschine machen soll. Kurz bevor der erste Schnitt gemacht werden kann, stürzt jedoch der Gefängnistrakt aufgrund von Bauarbeiten im Tal ein und Daniel kann sich mithilfe eines Mitgefangenen befreien. Die anderen Ärzte glauben ihm aufgrund der Beweise, außerdem wurde sein Bruder inzwischen von der Polizei aufgegriffen. So kann Daniel mit Corinne, der werdenden Mutter seines Babys das Tal nach diesem Alptraum endlich verlassen.

 Persönlicher Eindruck:

Nach der Leseprobe hatte ich einen spannenden Psychothriller erwartet, der subtil damit spielt, dass das Tal so abgeschieden ist und dem Alptraum, dass niemand einem glaubt, wer man wirklich ist. Allerdings begann der Roman eher schleppend, indem zunächst der familiäre Hintergrund der Zwillingsbrüder beschrieben wird. Nett zu lesen, aber dadurch kommt die Geschichte nur langsam in Fahrt. Besser wäre es gewesen, diese Episoden zwischendurch als Rückblicke einzustreuen. Erst mit dem Tausch der Brüder und dem ersten Zusammentreffen zwischen Daniel und Frau Obermann beginnt die Geschichte spannend zu werden und zwischen den Zeilen blitzt die subtile Gefahr auf, die mir in der Leseprobe so gut gefallen hat. Da auch die Leseprobe erst mit dieser Begegnung beginnt, zeigt, dass die Vorgeschichte wirklich etwas dröge ist. Da man die Geschichte aus Daniels Sicht wahrnimmt, kann man seine Situation sehr gut nachvollziehen. Außerdem bleibt so der Hintergedanke, dass die Ärzte tatsächlich recht haben, und sich Max nur einbildet, sein Zwillingsbruder zu sein. Eine Idee, die mir als alternativer Ausgang der Geschichte durchaus auch gefallen hätte. Gut gefällt mir auch, wie Daniel allmählich bemerkt, dass es sich nicht um eine Erholungsklinik für Burn-Out-Opfer handelt, obwohl sich die Bewohner bis auf ein paar merkwürdige Ticks recht normal verhalten. Allerdings ist es andererseits etwas unlogisch, dass nach der Offenbarung, was Himmelstal tatsächlich ist, plötzlich alle offen mit ihm darüber reden (z. B. der Bibliothekar oder Samantha, die ja alle davon ausgingen, dass er immer noch Max ist, der schon seit einer Weile dort lebt).

Professor Fischers Geständnis, er wäre selbst ein Psychopath und versuche den glücklichen Menschen zu erschaffen, indem es keine Schuldgefühle mehr gibt, widerspricht sich ein wenig und ist meiner Meinung nach ein inflationär verwendetes Motiv in Romanen, um das Böse zu rechtfertigen (im Sinne von der Zweck heiligt die Mittel). Da hätte die Autorin gerne auf eine ungewöhnlichere Begründung zurückgreifen können.

Gegen Ende verliert das Buch durch die Aufklärung von Professor Fischer auch etwas der subtilen Spannung - Daniel hat sich den Tausch also doch nicht eingebildet, wobei ich es doch sehr unrealistisch finde, dass Corinne ausgerechnet den Ausdruck seines Krankenblatts erhalten hat und aufgehoben hat. Auch Daniels Betäubung wirkt sehr vorhersehbar, das hätte man besser machen können.

Das glückliche Ende empfinde ich als etwas konstruiert. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass im letzten Moment vor der OP der Gefängnistrakt einstürzt? Das dabei Daniel nur leicht verletzt wird und die beiden „Bösewichte“ sterben, ist ebenso unrealistisch, passt aber natürlich zum Happy End, das dann folgt.

 

Stil und Sprache:

Die Sprache ist einfach, präzise und kurzweilig, sodass sich das Buch sehr gut lesen lässt. Gut gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen, sodass man sich Himmelstal sehr gut vorstellen kann. Auch den Gegensatz zwischen dem beschaulichem, friedlichen Tal und was dort passiert, finde ich sehr gelungen. Hierzu passt auch, dass das letzte Wort des Buches „Landschaft“ ist.

Fazit:

Das Buch beginnt schleppend, zwischenzeitlich wird es wirklich spannend und man beginnt mit Daniel mitzufiebern, das Ende wirkt dann leider etwas konstruiert und mau.  Hier hätte ein alternativer Ausgang der Geschichte sicher dafür gesorgt, dass dieses Buch noch lange im Gedächtnis bleibt. So ist es ein nett zu lesender Thriller, der mit wenigen Überraschungen aufwartet.

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