Rezensionen

Hier finden Sie alle Rezensionen zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

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... konnte beim Lesen des Buches leider keineswegs meine einmal geweckte Neugierde erfüllen :(

Nachdem ich nicht einmal der Hälfte des Buches gelesen habe, habe ich es tatsächlich abgebrochen (das passiert sehr selten bei mir).

Ich fand es verwirrend, sehr anstrengend zu lesen und absolut nicht überzeugend - eher total konstruiert und doch düster & beklemmend. Vielleicht sollte ich es zu einem anderen Zeitpunkt nochmal mit dem Buch versuchen, aber wirklich Lust habe ich dazu momentan leider noch nicht.

 

4

Klein Roda im Ober-hessischen.Sophie Winter,eine Bestseller-Autorin kehrt zurück in das Haus,wo sie zusammen mit ihrer Freundin Sascha und ihrem Freund Charles im Jahre 1968 einen exzessiven und ereignisreichen Sommer verbrachte.Weil ihre Lebensweise nicht im Einklang mit den Moralvorstellungen der Bürger Klein Rodas stand wurden sie damals gemobbt,angegriffen und schließlich vertrieben.Sascha blieb seither unauffindbar.Warum zieht es Sophie gerade in diesen Ort zurück? Die Bürger verhalten sich ihr gegenüber auch nach 40 Jahren immer noch sehr ablehnend und feindselig.

Dann verschwindet auch noch der 12-jährige Luca.Wurde er wirklich von seinem Stiefvater sexuell mißbraucht,vielleicht sogar ermordet,oder steckt etwas ganz anderes hinter seinem Verschwinden? Paul Bremer,ein "Zugezogener" fängt an sich für Sophie und deren Leben zu interessieren und recherchiert im Dorf.Er ist jedoch nicht der Einzige.Komissar Giorgo de Lange aus Frankfurt rollt den Fall von Saschas Verschwinden,der nie aufgeklärt wurde,neu auf.Wurde Sascha wirklich,wie in Sophie`s Roman beschrieben von den Dorfbewohnern zu Tode gehetzt? Warum ertränkte sich die junge Erika,ein Mädchen aus dem Dorf,das mit den Dreien in enger Beziehung stand? Was geschah wirklich in diesem Haus,in dem es zu spuken scheint  in jenem ``sommer of Love``?

Dieser Krimi zeigt uns,daß das Leben in Deutschland auch im Jahre 68,der Zeit der Hippis und der freien Liebe,geprägt wurde durch Doppelmoral und Borniertheit.Wer nicht in das kleinbürgerliche Schema passte,der wurde passend gemacht.Mit aller Konsequenz.Hauptsache,die Ordnung im Dorf war wieder hergestellt.Irgendwann kommt jedoch alles an`s Tageslicht......

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Sophie Winter wohnt in einem renovierungsbedürftigen Haus in Klein-Rhoda im Oberhessischen. Ein von ihr veröffentlichter Roman, wird zum Bestseller und soll jetzt verfilmt werden. In ihm geht es um die Hippiebewegung und um drei jungen Leute, die ihren Sommer der Liebe in einem kleinen Dorf verleben und damit bei der einheimischen Bevölkerung auf keine große Gegenliebe stoßen. Damals im Jahr 1968 verschwand eine junge Frau und als 40 Jahre später ein Junge verschwindet, brechen alte Wunden auf.
 
Es war mein erster Roman von Anne Chaplet und ich bin nicht abgeneigt, einen weiteren von ihr zu lesen. In den Kapiteln 2 bis 5 wird man mit vielen unterschiedlichen Personen konfrontiert und es war nicht einfach für mich sie auseinander halten zu können. Auch umfassen die Kapitel nicht allzu viele Seiten, so dass einem die Figuren vertraut werden könnten. Wenigstens sind sie so gut und mitreißend geschrieben, dass man dabei bleibt und gerne weiter liest. Nach einiger Zeit kam ich mit den relativ kurzen Kapiteln und dem Hin- und Herspringen zwischen den einzelnen Figuren besser zurecht und konnte mir langsam auch merken wer wer ist, obwohl ich mich mit Manchen schwer tat. Giorgio De Langes Privatleben wurde ein wenig zu ausführlich behandelt. Wenn der Roman mehr Seiten umfasst hätte, wäre es nicht weiter ins Gewicht gefallen, aber bei der Proportionierung der Kapitel fällt es auf. Es war sehr interessant über das Leben auf dem Lande zu lesen und welche Auswirkungen die drei Hippies in der Dorfgemeinschaft auslösten. Die Geschichte habe ich sehr gerne gelesen, obwohl es sich weniger um einen richtig guten, spannenden Krimi handelte und die Luft raus war, als bekannt war, was das Verschwinden der jungen Frau ausgelöst hatte.
 
Wer hier mit einer richtig spannenden Kriminalgeschichte rechnet, wird enttäuscht werden, aber die Geschichte ist interessant genug, dass es sich lohnt sie zu lesen.

 

3

In einem kleinen hessischen Dorf wird die Dorfgemeinschaft noch ganz groß geschrieben. Jeder weiß über seinen Nachbarn Bescheid und Neuzugezogene haben es  äusserst schwer in diese Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Im Gegenteil, sie werden erst vorsichtig und misstrauisch betrachtet und gehören selbst nach Jahren noch nicht richtig dazu.

Vor vierzig Jahren bekamen das auch drei junge Menschen zu spüren, die dort in einer Villa in der Dorfsiedlung ihren "Summer of Love" verbrachten. Zwei junge und hübsche Frauen lebten dort mit einem Mann zusammen. Die drei Hippies wurden aufgrund ihres Lebenswandels, von den Dorfbewohnern geschnitten, bedroht und sogar angegriffen. Denn von freier Liebe und Drogenkonsum hielt man in dem kleinen Dorf nicht viel. Eines Tages verschwand eine der beiden Frauen spurlos und ihr rätselhaftes Verschwinden konnte niemals aufgeklärt werden.

Nun wohnt die erfolgreiche Autorin Sophie Winter in genau diesem Haus und wird von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt. Denn Sophie hat einen Roman veröffentlicht, der überraschend viel mit den damaligen Ereignissen im Dorf gemeinsam hat. Die Hauptprotagonistin in Sophies Roman wurde sogar von den engstirnigen Dorfbewohnern zu Tode gehetzt. Nun wird Sophies Roman sogar verfilmt. Kriminalhauptkommissar Giorgio DeLange steht der Filmcrew beratend zur Seite. Denn die Polizeiarbeit am Ende der 60er Jahre soll im Film so identisch wie möglich wirken. Doch die vielen Übereinstimmungen zwischen Romanvorlage und dem damaligen Verschwinden der jungen Hippi-Frau lassen DeLange die alten Akten anfordern. Denn er hat den Verdacht, dass vielleicht ein Körnchen Wahrheit in der Geschichte liegen könnte und auch jetzt wird in dem kleinen Ort wieder jemand vermisst. Ein zwölfjähriger Junge wird dort schon seit Tagen von der örtlichen Polizei gesucht. Seine Mutter lebt in einer entsetzlichen Angst.

Auch die Romanautorin Sophie wird in dem kleinen Häuschen telefonisch belästigt und bedroht. Türen sind plötzlich nicht mehr verschlossen, Schränke werden ausgeräumt und Sachen verschwinden. Als Sophie ein tot abgelegtes Tier im Haus findet, stellt sich die Frage in welches Wespennest sie mit ihrem Roman gestochen hat....

Meine Meinung:

Das ist der erste Roman den ich bisher von Anne Chaplet gelesen habe und somit auch der erste Band aus der Paul Bremer Reihe. Leider fehlt mir dadurch der Hintergrund der ja in den vorhergehenden Bänden geschaffen wurde. Man kann "Schrei nach Stille" auch einzeln lesen und dem aktuellen Fall gut folgen, doch sinnvoller wäre es sicher die Bände in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Denn so fehlten mir natürlich die Hintergrundinformationen zu Paul Bremer und seinem familiären Hintergrund, seinem Beziehungsleben und der eigentlichen Aufgabe in der Dorfgemeinschaft. Ebenso erging es mir mit  der Staatsanwältin Karen Stark, einer guten Freundin von Paul Bremer, die wohl in den anderen Bänden ebenfalls eine große Rolle gespielt hat.

Zunächst musste ich mich an den Erzählstil der Autorin gewöhnen, denn dieser zeichnet sich durch kurze und knappe Sätze aus. Doch nachdem ich mich "eingelesen" hatte, gefiel mir dieser Stil überraschend gut. Der Autorin ist es meiner Meinung nach gut gelungen, die Atmospäre des alten Hauses zu beschreiben und auch die negative und entstirnige Haltung der Dorfgemeinschaft. Die Einstellung und Lebensweise der Dorfbewohner hat sich auch in den vergangenen vierzig Jahren nicht groß verändert. Der Hass und das Misstrauen der Dorfbewohner war an einigen Stellen förmlich spürbar. Auch die Gedankengänge der Romanautorin Sophie Winter, ihre beginnende Demenz und ihr beinahe verzweifeltes Aufbegehren gegen die Krankheit wurden überzeugend geschildert. Gut gefallen haben mir auch die relativ kurzen Kapitel, denn diese verführten mich dazu, das Buch innerhalb kürzester Zeit zu beenden.

Nun habe ich ja eigentlich erwartet einen Kriminalroman zu lesen. Doch leider kann ich diesen Roman für mich persönlich, nicht in diese Sparte einordnen. Denn dazu fehlt mir hier doch einiges an Ermittlungsarbeit und auch im Bereich Spannung. Der vermisste Junge spielt nur eine kleine Randfigur und umfassende  Ermittlungen finden in diese Richtung nicht statt. Das Geschehen dreht sich hier um den lange vergangenen Sommer 1968. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis um die verschwundene Frau. Auch das Privatleben des Kriminalhauptkommissars DeLange wird hingehend beschrieben und auch seine Gedanken die sich um diesen alten Fall drehen. Doch echte Kriminalermittlungen findet man in diesem Roman nicht.

Insgesamt war dieser Roman gut lesbar und konnte  deshalb auch innerhalb von zwei Abenden  von mir beendet werden. Die Figuren Stark, Bremer und DeLange waren mir sehr sympathisch. Doch da ich mir von diesem Krimi einfach mehr erhofft hatte, bewerte ich ihn nur mit drei Sternen.

 

3

Ein Buch, bei dem man mitdenken darf – es wird nicht alles bis ins kleinste Detail ausgewalzt, oft reichen Andeutungen. Dies trägt natürlich zu der geheimnisvollen, leicht düsteren Atmosphäre der Geschichte bei.

 

Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von vier verschiedenen Personen; hier gefällt mir sehr gut, dass jede dieser Personen ihre eigene Sprache, ihren eigenen Stil und Rhythmus hat und das Ganze keine "Einheitsbrei" ist.

 

Da die einzelnen Kapitel bzw. Abschnitte des Buches eher kurz gehalten sind, liest sich das Buch sehr zügig.

 

Besonders gut gefiel mir, dass die Auflösung nicht am Ende des Buches in einem Schwung erfolgt, sondern dass die Wahrheit Stück für Stück ans Licht kommt. Wie gesagt: Man darf mitdenken.

 

The Poriomaniacs - Wicked Weimar www.poriomaniacs.com

2
70er Jahre – Liebe – Hass – Dummheit, 20. Jahrhundert – Rache – Verwirrung – Familienprobleme.
So lässt sich „Schrei nach Stille“ vielleicht kurz umreißen.
In einem kleinen Dorf verschwindet ein pubertierender Junge, kurz zuvor wurde ein angeblich verfluchtes Haus in diesem Dorf von einer Autorin, die offensichtlich über die Vergangenheit des Dorfes ein Buch verfasst hat, neu bezogen.
Viel mehr passiert in dem Roman leider nicht mehr. Chaplet langweilt den Leser immer wieder mit ausführlichen Beschreibungen von Katzen (!) und lässt die Spannung immer wieder ins Nirwana verschwinden.
Mir ist es sehr schwer gefallen mich zum Weiterlesen zu motivieren, denn nicht nur die Spannungsbögen bleiben unvollendet, auch die eigentlich interessanten Fragestellungen (immerhin handelt es sich laut Auszeichnung um einen Kriminalroman), z.B. was mit dem Jungen geschehen ist, werden am Ende einfach nur abgehakt. Auch die Geschehnisse aus der Flowerpowerzeit hat der Leser schon lange gelöst bevor die Autorin schleppend zur Klärung angelangt. Von Ermittlungsarbeit keine Spur, auch wenn auf diesem Thema lange, aber ergebnislos, herumgeritten wird.
Die Akteure bleiben farblos und würden sie real existieren, so hätten sie sicher bereits aus Langeweile Selbstmord begangen.
Vollkommen unnötig sind auch die etlichen Gedankensprünge durch Raum und Zeit sowie mindestens die Hälfte der vorgestellten Personen. Beispielsweise wird die Suche nach dem Jungen durch einen Dorfbewohner erfolgreich beendet, der vorher nur zweimal erwähnt wurde. Da frage ich mich, warum man gleich zwei Männer bei Ihren Ermittlungen und in Ihren Gedanken begleiten muss, wenn die mit der Lösung des Falls nachher so gut wie nichts zu tun haben.
Fazit: Nach einem guten Anfang schwächelt der Roman sehr. Eine spannende Kriminalgeschichte ist etwas anderes. Schade.
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Zum Buch:

In Klein-Roda, ein Dorf im Hessischen, ist eine neue Einwohnerin zugezogen. Es ist Sophie Winter, die Schriftstellerin. Ihr Buch: Summer of Love wird sogar verfilmt. Die Klein-Roda Gemeinde ist Fremden gegenüber sehr skeptisch und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Frau Winter mit den Bewohnern ihre liebe Not hat. Die Gemeinde erfährt von dem Buch, welches 1968 spielt und die Schriftstellerin hat so ihre Geheimnisse. So wird bals entdeckt, was Klein-Roda vor 40 Jahren hier getan und erlebt hat. Vor 40 Jahren lebte hier eine Hippie-WG im Haus, indem nun auch die Schriftstellerin wohnt. Wa haben die Gemeide unddie Schriftstellerin gemeinsam? Was hat das Buch mit dem Jahr 1968 zu tun? Was geschah vor vierzig Jahren?

 

Persönliche Wertung:

Die Geschichte ist gut erzählt. Am Anfang etwas schwierig in die Geschichte zu finden, aber nach den ersten Kapiteln wird manches klarer. Gut beschrieben sind die Personen, Menschen wie du und ich. Auch die Umschreibung wie ein Regentropfen seinen Weg vom Dach zum Haus findet ist gut gemacht. Da es regnet und stürmt. Mir hat gut gefallen, wie immer mehr Einzelheiten von 1968 bekannt wurden und was vor 40 Jahren geschah, ohne dem Buch die Spannung zu nehmen. Immer wieder hat man ein Stück mehr zum Puzzle gefunden, aber ohne sofort zu erkennen, was am Ende heraus kommt.

 

Die Autorin:

Anne Chaplet kenne ich nun durch dieses Buch. Vorher hat mir der Name nichts gesagt. Die Autorin heisst eigentlich Cora Stephan, wohnt mit drei Katzen in Oberhessen. "Schrei nach Stille" ist ihr 9. Roman und am 10. Roman schreibt sie gerade. Auch hat Anne Chaplet mehrere Sachbücher geschrieben, daruten auch "Der Betroffenheitskult (1993)" und "Das Handwerk des Krieges (1998)".

 

Fazit:

Wer ein Krimi-Fan ist wie ich, der sollte Anne Chaplet lesen. Auch werde ich so manches Buch noch von ihr verschlingen. Anne Chaplet werde ich auf jeden Fall weiter empfehlen und ich freue mich schon auf das nächste Buch von ihr.

 

 

 



Anne Chaplet's „Schrei nach Stille war mein erstes Buch dieser Autorin, auf das ich schon sehr gespannt war, da mich das Thema „Summer of Love“ - Sex, Drugs and Rock'nRoll in Deutschland sehr interessiert hat und ich den Klappentext sehr ansprechend und spannend fand.

 

Schlimmer als die enttäuschten Wünsche sind die erfüllten. Was, wenn es nichts mehr zu wünschen gibt?“

 

Die Bestseller-Autorin Sophie Winter zieht in ein heruntergekommenes Haus im hessischen Klein-Roda. Für die Dorfleute ist sie eine Fremde. Das Buch, das sie geschrieben hat, erzählt ihre eigene Geschichte – die Geschichte von 3 Außenseitern, die im Jahr 1968 in dem Dorf gewohnt haben und schließlich von den Einwohnern vertrieben wurden. Das Buch ist zugleich die eigene Bewältigung ihrer Vergangenheit und die späte Rache an den Dorfbewohnern. Und jetzt scheint die Geschichte sich zu wiederholen – es gibt wieder Vorkomnisse. Wer denkt, das Dorf hätte sich in den letzten 40 Jahren wesentlich weiter entwickelt, täuscht sich. Doch im Laufe der Geschichte beginnt man sich zu fragen, was wirklich geschieht und was ihrer fortschreitenden Demenz zuzuordnen ist.

Zeitgleich verschwindet ein Junge aus dem Dorf, der 12-Jährige Ausreißer Luca und auch das Leben der beiden Ermittler nimmt einen nicht unwesentlichen Teil des Buches ein.

 

Die Geschehnisse von 1968 werden aus 2 Perspektiven ermittelt – auf der einen Seite steht der Polizeibeamte Jo DeLange, der Berater bei der Verfilmung von Sophie Winters Buch „Summer of Love“ ist. Auf der anderen Seite Paul Bremer, wie Sophie Winter selber nur ein „Zugezogener“ in dem kleinen Dorf. Bis zum Ende des Buches finden die beiden nicht zueinander, sondern die Fäden ihrer Ermittlungen werden geschickt von gemeinsamen Freunden / Bekannten verknüpft. Eine sehr ungewöhnliche und interessante Art einen Kriminalfall aufzuklären, entspricht überhaupt nicht dem klassischen Stil, hat mir aber sehr gefallen hat. Auch der geistige Verfall der Sophie Winter und das Verwirrspiel um Reales und eingebildetes ist sehr schön beschrieben worden. Man kommt erst gegen kurz vor Ende auf mögliche Lösungsansätze, von daher ist das Buch vom Anfang bis zum Schluss sehr spannend.

Nicht gefallen hat mir dagegen die düstere Atmosphäre des Buches, die nach dem Lesen ein beklemmendes Gefühl hinterlassen hat. Alle Akteure wirken frustriert, überfordert oder krank.

Anfangs hatte ich außerdem Probleme, in das Buch hineinzukommen – was daran gelegen haben mag, das „Schrei nach Stille“ schon der fünfte Teil um Paul Bremer ist und ich die anderen vier vorher nicht gelesen habe. Auch in den Schreibstil mußte ich mich erst einlesen – der Erzähl-Stil schwankt bei den Perspektiven der einzelnen Personen. So waren für mich die Kapitel um Paul Bremer leichter zu lesen als die von DeLange. Die Passagen um Sophie Winter waren teilweise recht langatmig und detaillgetreu, aber passend um die Person dahinter zu beschreiben.

Der Krimi, der eigentlich nicht nur ein Krimi ist, war nicht schlecht, aber anstrengend zu lesen. Bis ich zu einem weiteren Buch der Autorin Anne Chaplet greifen werde wird wohl einige Zeit vergehen.


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„Schrei nach Stille“ von Anne Chaplet ist kein Krimi. Da nützt es auch nichts, auf das Cover groß KRIMINALROMAN draufzudrucken. Es gibt zwar vermisste Personen, auch Tote, aber es geht nicht um die Ermittlung oder gezielte Tätersuche. Es läuft eher als Radionachricht nebenbei oder man spricht gar nicht darüber. Der Klappentext will das Buch auch als „Ein eindringliches Porträt der Bundesrepublik in einer ihrer größten Umbruchsphasen und eine tragische Geschichte um Liebe und Tod.“ verstanden wissen. Und das ist es schon gar nicht.

Die Geschichte spielt heute (2008) und wird im Wesentlichen durch zwei Handlungsstränge getragen. Zum einen gibt es in einem kleinen hessischen Dorf, Klein-Roda, eine alte Villa, die von der Schriftstellerin Sophie Winter seit Kurzem bewohnt wird und dabei von der Dorfgemeinschaft gemieden wird. Nur Paul Bremer ein Marketingfachmann der die Idylle des Dorflebens liebt, findet Kontakt zu ihr und erfährt schrittweise mehr heraus, über Sophie und ihre Vergangenheit, die auch die Vergangenheit des Dorfes ist. Zum anderen ist es Giorgio deLange ein Polizeiangestellter in Frankfurt, der im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit ein Filmprojekt begleitet und berät. Es handelt sich um die Verfilmung des einzigen Romans von Sophie „Summer of Love“ der in einem kleinen hessischen Dorf angesiedelt ist. Beide Handlungsstränge treffen sich am Ende.
 
Eigentlich keine schlechte Ausgangskonstellation. ABER, es ist ein durchweg freudloser, grauer Roman. Alle Akteure (man glaubt es kaum: wirklich alle) sind ständig (kaum zu glauben) traurig, verbittert, gestresst, vom Leben misshandelt und gezeichnet. Ich glaube es lacht hier niemand (höchstens verbittert). Und die Atmosphäre im Dorf ist heute exakt die gleiche, wie vor 40 Jahren. Und auch in Frankfurt ist niemand glücklicher oder toleranter. Es macht die Geschichte noch während des Lesens unglaubwürdig und aus meiner Sicht verlogen (ein hartes Wort). Die Autorin scheint noch mehr Vorurteile und Klischees über das Leben in einem kleinen Ort zuhaben, als die Dorfbewohner in ihrem Buch.
 
Und dann die Sprache und der Erzählstil. Es liest sich nicht wirklich schwer, aber mich hat die aufgesetzt und sehr gewollt wirkende Erzeugung von Sprachbildern bei Beschreibungen genervt. Beispiel: „Ein Auto fährt auf eine Schnellstraße und tastet sich nach Hause.“ Oder : „Eine Katze hat ein hochglanzpoliertes Fell.“ Häufig hat man den Eindruck die Autorin will zwanghaft Adjektive verwenden, wie sie in diesem Zusammenhang noch nie verwendet wurden. Leider wurden sie meistens zu Recht nicht gebraucht. Sie erzeugen Bilder im Kopf die ganz sicher nicht gemeint waren, eben nicht funktionieren.
 
Am Ende des Buches wird natürlich aufgeklärt was 1968 im Dorf geschehen ist. Ohne es zu verraten: Es stellt die Geschichte nicht auf den Kopf, aber es macht sie absurd und damit auch überflüssig. Alle Menschen sind traurig, verlogen und freudlos. Das ist einfach nicht wahr und somit als Aussage sehr traurig, leider etwas verlogen und führt zu einem freudlosem Buch.

Ich konnte das Buch hier im Forum eintauschen (und stelle es gerne wieder zum Tausch zur Verfügung).

Zum Inhalt:

Sophie Winter zieht nach 40 Jahren zurück in ihr Heimatdorf und auf einmal wird ihre wilde Vergangenheit wieder lebendig. Das rätselhafte Verschwinden einer jungen Frau aus der Hippiebewegung wird wieder aktuell und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Es handelt sich um mein Erstlingswerk von Anne Chaplet.

Am Anfang hatte ich etwas Probleme mit den kurzen abgehakten Sätze, ebenso mit den doch sehr kurzen Kapiteln. Doch wenn man dann mal im Geschehen ist, reißt einen die Handlung doch mit. Viele Stellen kamen mir doch sehr bekannt vor: ist doch der Nachbar immer bestens über alles informiert, Hauptsache die Straße ist gefegt, und dann die Zugereisten....hmmm, sind DIE doch generell mit Vorsicht zu betrachten.

Eigentlich handelt es sich um keinen wirklichen Krimi, eher um eine Betrachtung des typischen Kleinbürgertums eines Dorfes, mit sämtlichen spießigen Anwandlungen. Ob sich bis heute viel geändert hat, ich wage es zu bezweifeln.....(oh.....draußen geht gerade eine Autotüre, muss schnell schauen wer da bei den Nachbarn eintrudelt ...)

Auch die beginnende Demenz der Sophie Winter fand ich sehr gut und echt dargestellt....man fühlt mit und es graut einem evtl. mal das gleiche Schicksal zu erleiden.

Alles in allem ein wirklich lesenswertes Buch und mit Sicherheit nicht mein letztes dieser Autorin.

3

Im großen und Ganzen hat mir Schrei nach Stille sehr gut gefallen. Schöner Stil, interessante Charaktere und irgendwie angenehm, dass die Geschichte in Hessen spielt, da ich einige Schauplätze, wie das alte Päsidium, das zum Club umfunktioniert wurde selbst kenne.

Ich hatte allerdings mehr Krimi und Spannung erwartet und auch das 68er-Thema, das mein Interesse am Roman geweckt hatte kam mir etwas zu kurz. Teilweise war es auch etwas schwierig die vielen Personen zu behalten und bei den zahlreichen "Sprüngen durch Raum und Zeit" mitzukommen.

Alles in Allem hat mir das Lesen der Geschichte über die Liebe, das Vergessen und das Schweigen aber dennoch viel Spaß gemacht. Ich werde mir die Autorin auf jeden Fall merken.

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Die Absicht von Anne Chaplet hier das Gegen- und Miteinander von Stadt- und Landbevölkerung zu thematisieren sowie das sich erinnern und vergessen wollen/können, ist ihr in diesem Buch sehr gut gelungen. Aus diesem Grunde wäre dieses Buch auch eher ein Roman als ein Kriminalroman. Der Krimi in der Geschichte kam meines Erachtens zu kurz. Der ermittelnde Beamte wr mehr mit seinen persönlichen Problemen behaftet als mit dem vorliegenden Fall. Für einen so wenig komplexen Kriminalfall hat Anne Chaplet sehr viele Handlungsstränge aufgebaut, die für mich aber nicht alle gleichwertig für die Lösung des Falls waren. Die erwartete Spannung für einen Krimi ist für mich ausgeblieben und die Klärung des Falls zum Schluss ließ den nicht ganz straffen Spannungsbogen gänzlich zusammenfallen. Damit ist Anne Chaplet für mich nicht zu einer neuen Krimiautorin geworden. Schade. 

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Anne Chaplet erzählt in ihrem Buch „Schrei nach Stille“ eine Geschichte, die in 2 Zeitebenen spielt. Es ist das Jahr 1967 als ein Hippie-Trio in das Dorf Klein Rhoda zieht, zu einer Zeit, in der Selbstverwirklichung, LSD und Räucherkerzen zelebriert werden. Ihre Vorstellung von der Verwirklichung der freien Liebe stößt auf massiven Widerstand bei der überaus prüden Dorfbevölkerung und es kommt zu Übergriffen, die ihr abruptes Ende finden, als eines der Blumenkinder spurlos verschwindet.

40 Jahre später kauft die Autorin des Bestsellers „Summer of Love“, Sophie Winter, ausgerechnet das Haus in Klein Rhoda, in dem damals die Hippies gewohnt haben und reißt damit alte Wunden wieder auf. Die misstrauischen und starrköpfigen Einheimischen fühlen sich durch die Fremde in ihrer Dorfidylle empfindlich gestört. Und so dauert es nicht lange, bis unheimliche Vorkommnisse das Leben der Autorin durcheinander bringen. Immer öfter wird die Frage nach dem verschwundenen Hippiemädchen gestellt, aber das Dorf schweigt.

Bereits auf den ersten Seiten Buches fand ich es faszinierend, ja eigentlich genial, wie die Autorin es versteht, die Stimmung in dem alten Haus zu schildern, wie sie mit bildhafter Sprache und Atmosphäre spielt. Aber auch die persönlichen Befindlichkeiten der Dorfbewohner kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Ein typischer Dorfkrimi eben, der durch spießige Bewohner und dörfliche Regeln sein Leben eingehaucht bekommt.

„Schrei nach Stille“ ist vielleicht nicht der spannungsgeladene Krimi, den die Thrillerfans unter uns bevorzugen, aber ein Buch, das es in sich hat.

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Sophie Winter hat ein Buch über eine wahre Begebenheit geschrieben. „Summer of Love“ spielt in den späten 60ern und hat drei Hippies zum Thema, die in einem kleinen Dorf die freie Liebe leben. Das stößt bei den Dorfbewohnern auf große Ablehnung. Dann verschwindet eine der Frauen spurlos, es gibt keine Hinweise, lediglich Vermutungen, doch alle Ermittlungen verlaufen bald im Sande und werden schließlich eingestellt.
Als nun „Summer of Love“ verfilmt werden soll, wird dabei der alte, reale Fall wieder aufgerollt. Giorgio DeLange, ein Kripo-Beamter, der als Berater am Filmset ist, vermutet mehr hinter der Sache und beginnt zu ermitteln.
Nach und nach löst sich der Fall.

Ich hatte anfangs große Mühe mit dem Schreibstil. Anne Chaplet schreibt in kurzen, oft sehr abgehackt wirkenden Sätzen. Das passt zwar an einigen Stellen ganz gut (besonders bei denen aus Sophie Winters Perspektive), an vielen anderen aber weniger, es kam oft kein schöner Lesefluss auf.
Die Kapitel sind sehr kurz, einige nur zwei Seiten und neue Kapitel beginnen stets auf einer neuen Seite, so dass der Roman deutlich weniger Umfang hat, als man auf den ersten Blick vermutet.
Die Handlung ist teilweise verwirrend, vor allem am Anfang wird nicht so recht klar, wer nun die Hauptperson ist und wo die Geschichte hinsteuert. Es ist auch wenig krimitypisch, zwar spielt der Fall des verschwundenen Hippie-Mädchens dann eine große Rolle, aber viel Raum nimmt auch Giorgio DeLanges Privatleben ein.
Spannung kam für mich erst ab der zweiten Hälfte etwa auf. Die Auflösung fand ich dann etwas enttäuschend, da hätte ich doch mehr erwartet und da wurde dann auch alles recht schnell abgehandelt.
Als sehr störend empfand ich die ständigen Gedankengänge der Personen, die oft nur wahllos eingeworfen wirkten, die Geschichte nicht voranbrachten und den Lesefluss störten.

Fazit: Ich hab mich beim Lesen nicht gelangweilt und es schnell durch gehabt, was aber auch an dem recht geringen Umfang liegt. Wirklich berühren konnten mich aber weder die Geschichte noch eine der Figuren.

4

Vor ein paar Wochen ist mir zufällig das Vorgängerbuch „Schneesterben“ von Anne Chaplet in die Hände gefallen und nun konnte ich mir „Schrei nach Stille“ ertauschen. Es handelt sich um das insgesamt dritte Buch mit den Hauptpersonen Paul Bremer und Co. Und es war sehr hilfreich, zumindest eines der Vorgängerbücher schon gelesen zu haben.

Durch die ständigen Wechsel der Erzählstränge und handelnden Personen fällt es zu Anfang ziemlich schwer, den Überblick zu behalten. Erst nach und nach wird klar, um was es eigentlich geht und die verschiedenen Stränge werden sehr allmählich miteinander verflochten, erst ganz zum Schluss gibt es eine (nicht ganz so überraschende wie bei „Schneesterben“) Auflö-sung.

Im Mittelpunkt steht das Leben in Klein-Roda und die alten Geschichten, die das Dorf zusammenhalten und alle miteinander verbinden. Es wird viel geschwiegen, viele wissen viel, über das nicht gesprochen wird, Geheimnisse werden bewahrt um des lieben Friedens willen, es gibt alte Seilschaften und Feindschaften, die Generationen überdauert habe. Dann ist da Sophie Winter, die offenbar ein Geheimnis hat, das ihr selbst erst im Laufe der Geschichte wieder bewusst wird, während sie andererseits dabei ist, ihr Gedächtnis zu verlieren.

Insgesamt eine fein gewobene Geschichte, die zwar an „Schneesterben“ nicht ganz heran-kommt, aber dennoch fasziniert. Detaillierte Beschreibungen der Dorfgemeinschaft, bedrückende Schilderungen aus der Sicht der langsam dement werdenden Sophie und dazu die Rückblicke ins Jahr 1968, wirklich klasse gemacht!

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Ich habe mir dieses Buch privat besorgt.

Inhalt:
Die erfolgreiche Autorin Sophie Winter hat zum Unverständnis aller Nachbarn ein altes Haus in Klein-Roda gekauft. Doch es ist nicht irgendein Haus. Ein Fluch lastet auf den Mauern und im Laufe der Jahrzehnte hat sich sein Ruf nicht verbessert. Sophie Winter ist jedoch auch eine Frau mit Vergangenheit. In ihrem Bestsellerroman „Summer of Love“ erzählt sie eine Geschichte von Sex, Drugs und Rock’n’Roll in Konfrontation mit der Spießigkeit der Landbevölkerung. Doch wie viel Wirklichkeit steckt in dem Buch?
Paul Bremer lebt im gleichen Dorf wie Sophie Winter. Auch er ist ein Zugezogener und sieht die Ablehnung die der Autorin von der Nachbarschaft entgegen kommt. Was ist damals vor 40 Jahren im Dorf wirklich geschehen?
Giorgio DeLange ist Polizeikommissar und wird als Berater zur Verfilmung von „Summer of Love“ hinzugezogen. Doch etwas an dem Buch lässt ihm keine Ruhe: Die Erinnerung an einen alten Vermisstenfall an der Polizeischule, der nie aufgeklärt werden konnte.
Wie hängen alle diese Personen zusammen und was ist wirklich im „Summer of Love“ geschehen?

Meine Meinung:
Nach einem starken Beginn mit bildhafter Sprache lässt der Spannungsbogen leider schnell nach. Zwar sind die drei Erzählstränge für sich sehr interessant, doch wirkte die Zusammenführung der Bruchstücke auf den letzten Seiten des Buchs auf mich sehr konstruiert und mit vielen Mutmaßungen aufgefüllt.
Den Titel empfinde ich als sehr passend. Das Oxymoron „Schrei nach Stille“ spiegelt durch seine Gegensätzlichkeit auch die Position von Sophie Winter wieder. Auf der einen Seite eine erfolgreiche Autorin, andererseits jedoch eine verwirrte Frau, die sich im Alltag nur mühsam mit Hilfe von Zetteln zurechtfindet. Diesen Charakter fand ich daher sehr gut ausgearbeitet und lesenswert.
Verwirrend fand ich Paul Bremer und die Darstellung seiner Beziehung zu Anne in Form von SMS Bruchstücken. Seine Erzählpassagen hemmten meiner Meinung nach den kompletten Erzählfluss und hätten sicherlich mehr Potenzial gehabt.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Charakter des Giorgio DeLange auch in weiteren Büchern ausgebaut wird. Von ihm würde ich gerne mehr lesen.
Insgesamt fand ich den Roman zu konstruiert und abgehackt um wirkliche Spannung aufzubauen. Schade – hier ist die Chance entgangen aus einer guten Story auch ein gutes Buch zu machen.

Fazit:
Ein durchschnittlicher Krimi ohne große Höhen und Tiefen, aber mit interessanten Ansätzen.

Das hessische Dorf Klein-Roda hat eine neue Einwohnerin. Die Schriftstellerin Sophie Winter, deren Buch “Summer of Love“ für viel Aufsehen gesorgt hat und das jetzt verfilmt wird. Die Dorfbevölkerung empfängt sie nicht gerade mit offenen Armen, denn in ihr Roman spielt hier, im Jahr 1968, und endet damit, dass die Einwohner die Schuld am Tod ein junges Hippie-Mädchen tragen. So begegnet sie ihr mit dem gleichen Misstrauen wie ihrer fiktive Hippie-WG vor vierzig Jahren.
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Mich fasziniert, wie beklemmend die Stimmung in dem alten Haus geschildert wurde und wie Anne Chaplet auch im Rest des Buches mit Sprache und Atmosphäre spielt. Ich lese gerne Bücher, in denen Rückblicke in die Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen. Bei “Schrei nach Stille“ wurde ich nicht enttäuscht. Geschickt werden längst vergangene Ereignisse nach vierzig Jahren nochmal ans Tageslicht geholt und wirken dort auf einmal ganz anders. In den ersten Kapiteln wimmelt es nur so von losen Enden, die viel Spannung erzeugen. Diese wurde bis zum Ende des Romans auf oft unerwartete Weise zusammengeführt. Fast nichts war so, wie es am Anfang schien.
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Die Figuren werden plastisch beschrieben. Menschen mit Ecken und Kanten und einer eigenen, glaubwürdigen Vergangenheit. Es war bedrückend zu lesen, wie Sophie Winter sich von den Einkünften des Buches und der Filmrecht ihr Traumauto leistet, ein Haus kaufen kann, versucht sich der Vergangenheit zu stellen und gleichzeitig merkt, dass sie ihr Gedächnis verliert. Endlich könnte sie ihr Leben genießen, doch das ist ihr nicht vergönnt. Auch der alleinerziehende Kriminalkommissar DeLange hat es nicht leicht und seine persönlichen Probleme nehmen zwar viel Raum ein, aber meiner Meinung nach nicht zu viel.
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“Schrei nach Stille“ spielt in einer Zeit, die ich selbst nicht bewusst miterlebt habe und vermittelt mir, wie es damals wirklich hätte sein können. Ein Aufeinandertreffen von Landbevölkerung und Hippies aus der Großstadt. Am Schluß bleibt die Frage, ob sich in den letzten vierzig Jahren auf dem Land und in der Stadt wirklich viel geändert hat.
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Das Buch macht Lust auf weitere Bücher von Anne Chaplet, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte. Ein Roman, den ich mit Sicherheit weiterempfehlen werden. Nächstes Mal weiß ich dann, dass mich kein reiner Krimi erwartet, sondern hoffentlich wieder ein spannender Roman.

Es fängt alles so unheimlich still an.

Das Haus. Es lebt. Es verändert sich von Tag zu Tag.
Es beherbergt Hausgeister. Kobolde. Rebellische Heinzelmänn¬chen, die nicht Ordnung machen über Nacht, sondern alles auf den Kopf stellen. Die Möbel verrücken und Gegenstände ver¬stecken: die Brille, das Portemonnaie, den Haustürschlüssel. Die den Schreibtisch in Unordnung bringen, Bücher wegräu¬men, Bleistifte verschwinden lassen, die Speisekammer plün¬dern, das Kleingeld aus dem Zuckertopf stehlen, den Zettel für die Reinigung verstecken.
Das Haus ist alt und böse geworden. Die Bäume haben ihm das Licht geraubt und die Luft genommen. Sie sind zu groß ge¬worden. Sie ragen über die Traufe. Sie haben alles, was unter ihnen gedeihen wollte, erstickt.
Die Haustür schließt nicht mehr richtig. Es zieht durch die Fenster im Wintergarten. Die Türen des Kleiderschranks öff¬nen sich von allein. Als ob das Haus sich neigte.
Es duckt sich. Es krümmt sich zusammen. Es beginnt, sich selbst zu verschlingen.

Und eben dieser Text war es, der mich persönlich ansprach und mich veranlasste mal einen Kriminalroman zu lesen.

Genial ist die Beschreibung des Wassertropfen, der nach dem Orkan Kyra, von der Regenrinne aus, seinen Weg sucht und findet. Der sich mit anderen Tropfen zusammenschließt, um auf eine in einer Regentonne schwimmenden toten Ratte zu fallen. Bis die Tonne überläuft und sich weitere Tropfen ihren Weg in die Tiefen des Hauses bahnen.

Das Ende ist mehr als verblüffend, - geschickt verbindet Chaplet eine äusserst menschliche Geschichte mit dem Lebensgefühl der 68er, ohne anzuklagen, feinfühlig und mit gutem Gespür für menschliche Stärken und Schwächen.

Ich war als dieses Buch verschickt wurde noch nicht bei Vorablesen angemeldet, allerdings haben mich die Rezensionen hier neugierig gemacht, die Rezesionen waren ja zwar nicht alle gut, aber ich dachte , das Buch könnte mir gefallen...
Und so war es auch, das Buch hat mir sogar sehr gefallen, ich kannte Anne Chaplet vorher noch nicht, aber ich bin froh, das ich dieses Buch durch Vorablesen.de kennengelernt habe. Ich muß zugeben, das ich auf den ersten Seiten ein paar Probleme hatte mich in die Geschichte einzufinden, aber danach hat mir ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Was ich auch toll fand, war das es in Frankfurt und in einem Dorf in der nähe von Frankfurt gespielt hat, denn ich komme von dort und finde das immer toll, wenn Bücher praktisch "zuhause" spielen. Auch die Handlung fand ich klasse, es war zwar nicht viel Action drin und es war auch nicht durchweg nervenaufreibende Spannung, aber einen gewissen Spannungsgrad hat das Buch immer gehalten. Es war iegendwie etwas Düster von der Stimmung her, da eine sehr verschwiegene und verschworene Dorfgemeinschaft geschiltert wurde und das Buch sehr geheimnisvoll geschrieben ist.
Die Frage die man sich fast durchweg stellt, was war denn nun wirklich??? Und wer hängt wie mit drinne???Diese Spannung hält sich bis zum ende!!! Wiklich LESENSWERT!!!!

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Den Frankfurt-Krimi von Anne Chaplet fand ich klasse! Sie ist eine tolle Erzählerin. Dieses hier hat mir aber fast genauso gut gefallen. Manchmal ein wenig langatmig, kein richtiger Krimi eben, aber nicht minder empfehlenswert!

Das dem Buch vorangestellte Zitat von Theodor Heuss passt ausgezeichnet zu Anne Chaplets neustem Buch „Schrei nach Stille“.
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Sophie Winter ist eine ältere Schriftstellerin, die sich vom Geld ihres Buches „Summer of Love“ ein verlassenes Haus im nordhessischen Dorf Klein-Roda gekauft hat. Die Dorfbewohner begegnen ihr mit der gleichen misstrauischen Ablehnung, wie den Hippies, die einst 1968 in diesem Haus lebten. Es wird schnell klar, dass sie nicht zufällig in dieses Haus gezogen ist und ihr Roman keine erfundene Geschichte beschreibt.
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In „Summer of Love“ beschreibt sie wie 1968 drei junge Hippies nach Klein-Roda zogen, welche Konflikte zwischen den Dorfbewohnern und den Hippies entstanden und legt nahe, dass eines der beiden Hippie-Mädchen von den Einwohnern in den Tod getrieben worden wäre. Die Dorfbewohner verbinden mit diesem Haus nicht nur wegen der Hippies unangenehme Erinnerungen und begegnen Zugezogenen ohnehin nicht gerade offen und herzlich. Davon kann auch ihr Nachbar Paul Bremer ein Lied singen, denn obwohl er schon lange in Klein-Roda wohnt, gehört er nicht richtig dazu. Erst durch das Buch erfährt er, was hier 1968 geschah und einiges andere mehr, das er vielleicht lieber nicht über liebgewonnene Nachbarn gewusst hätte.
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Bei der Leseprobe war ich mir noch sicher, dass ich recht schnell den Überblick über die vielen eingeführten Personen und die unterschiedlichen Erzählperspektiven haben würde. Für mich wurde das Lesevergnügen leider dadurch getrübt, dass ich gelegentlich zurückblättern musste, um den Überblick zu behalten. Hätte ich die Lektüre nicht mehrmals für einige Tage unterbrechen müssen, wäre das sicher anders gewesen. Die oft fehlende Kennzeichnung von wörtlicher Rede und den SMS trug zur Verwirrung bei.
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Für mich ist „Schrei nach Stille“ nicht wie auf dem Klappentext versprochen: „Ein eindringliches Porträt der Bundesrepublik in einer ihrer größten Umbruchsphasen (...)“, sondern ein sehr gelungenes Porträt des Lebens in einem Dorf vor vierzig Jahren und heute. Die Nebenhandlung nimmt soviel Raum ein, dass es sich meiner Ansicht nach nicht um einen Krimi handelt, sondern um einen (sehr lesenswerten) belletristischen Roman.
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Ein sehr beeindruckendes Buch, das ich gerne gelesen habe und auch schon weiterempfohlen habe.

"Schrei nach Stille" hat mich nicht überzeugen können, ich fand die Vielzahl der Personen und die verschiedenen Erzählstränge sehr verwirrend, und der ständige Wechsel der Perspektive macht es sehr schwer, der Handlung zu folgen.

Auch der Wiedereinsteinstieg in die Serie ist mir nach einer längeren Paul-Bremer-Pause nicht gelungen. Da fehlte zu viel, zu viel wurde zwar angedeutet, aber nicht erklärt, und da mich dieser Krimi so wenig überzeugen konnte, werde ich auch die "fehlenden" nicht nachholen.

Insgesamt wohl eher ein Krimi, den man im Urlaub an einem Stück lesen sollte, nicht geeeignet, wenn man nur "zwischendurch" immer mal ein bisschen Zeit zum Lesen hat...

Dass hier nichts ist wie es scheint ist ganz schnell klar. Dass viele nicht die sind, die zu sein sie vorgeben, ebenfalls. Doch Innen und Außen, Wir und Sie verwirren sich so gekonnt miteinander, dass es kaum möglich ist, sicher zu sagen, wer denn nun wirklich "böse" ist und wer sich "nur" heraushalten will. Der zeitgeschichtliche Hintergrund der 68er macht es um so spannender, da glaubhaft und detailliert gezeigt wird, was geschieht wenn Welten aufeinander treffen. Es bleibt ein nachhaltiger Eindruck von einem Buch, das leise aber eindringlich daherkommt.

als das eigentliche Buch. Voller Freunde, ich hatte das Buch gewonnen, habe ich mich ans Lesen gemacht und wurde bitter enttäuscht. Da ich keinen Zugang zum Buch fand, habe ich es auch nur zu Hälfte gelesen und es danach abgebrochen.

Vielleicht hätte ich diese Serie mit dem ersten Band beginnen sollen und nicht mit dem allerneusten Buch.{#emotions_dlg.cry}

„Das Haus. Es wehrt sich. Es schlägt um sich. Es platzt vor Wut.“

Ein Gefühl von Nostalgie und einer, den Leser scheinbar einholenden Vergangenheit umhüllt dieses Buch.

Ein altes Haus, umgeben von dichtem Blattwerk. Knarrendes Holz und der Duft nach Harz und Regen. Es ist hier, ganz dicht neben uns... es lauert in diesem Buch... das Fremde.

„Das Haus seufzte. Ein kühler Lufthauch zog an ihr vorbei. Sie musste den Geistern opfern.“

Welchen Geistern? Den Schatten der Vergangenheit? Sich selber?

 

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Mit kurzen, sich dem Leser einprägenden Sätzen gelingt es Anne Chaplet eine Spannung und ein Lebensgefühl heraufzubeschwören welches den Leser an das Buch fesselt.

Das Buch erscheint mir primär nicht als Krimi sondern eher als eine erklärte Wertschätzung an den „Summer of Love“ Eine längst vergangene Zeit, voll von einer ungeheuren Magie und Lebensfreude. Nicht nur freie Liebe, sondern auch Freundschaft, Lebenslust und Lebensgier prägten diese Zeit. Dies habe ich dank des Buches verstanden.

Ich bin 1991 geboren und damit entschieden zu jung um die Atmosphäre nachvollziehen zu können. Bislang blieben mir nur Filme, Musikstücke und die Erzählungen von „Zeitzeugen“ dieser länderübergreifenden „Epoche“ um nur annähernd zu verstehen, um was es damals wirklich ging. Freiheit über sich selbst. Loslösung von längst Festgelegtem. Der Abwurf von Ketten und Prinzipien. Jugend! Die Jugend begehrt immer gegen die Erwachsenengeneration und die Eltern auf. Doch 1968 war anders. Ganz anders.

 

 

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Verpackt in einen sehr anschaulich beschriebenen Krimi, verfolgt der Leser das Leben von verschiedenen Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensauffassungen.  Die Geschichte spielt nicht „wirklich“ im Jahre 1968 sondern erzählt im Grunde die „Verarbeitung“ dieser Zeit innerhalb der Grenzen einer kleinen abgeschiedenen und traditionellen Dorfgemeinschaft.

Sophie Winter, lebt in einem alten aber geschichtsträchtigem Haus welches so gar nicht in die geordnete Dorfgemeinschaft passen will. Unausgesprochene Spannungen schweben in der Luft. Was haben die Dörfler gegen Sophie? Was macht sie selber so anders? Was ist echt, aus ihrem vor kurzem veröffentlichtem Buch „Summer of Love“?

Faszinierend finde ich, dass die erzählte Geschichte selber in „Schrei nach Stille“ am häufigsten in jenem Buch „Summer of Love“ auftaucht, bevor sie sich, durch die Gedanken und Erscheinungen Sophies vergegenständlicht und in die neue Zeit hinein versetzt.

 

 

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„Sie blieb sitzen am Küchentisch, die Katze auf dem Schoß, horchte auf die Atemzüge des Hauses und das Pochen ihres Herzens. Sie saß und saß und starrte hinaus in den Garten. Die Tanne winkte ihr zu, als ob sie ihr etwas sagen wollte.“

Die Seele der Natur erscheint in diesen Momenten als eine Wirklichkeit. Es bleibt bis kurz vor Schluss verborgen was das Gesicht des Hauses und des Gartens einst prägte. Nur Sophie scheint es von Anfang an zu wissen, aber sie wirkt dem Ganzen nicht gewachsen. Ihre Mentalität passt daher, finde ich, genau zu ihrem Wohnsitz.

 

 

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Durch die häufigen Veränderungen in der Perspektive wird dem Leser eine Art Rund-um-Blick ermöglicht. Lange bleibt der wirkliche Kriminalfall geheim und der Leser kann ungehindert und unbeachtet der erst später folgenden „Verbindungen“ und „Verstrickungen“ in die geschilderte Atmosphäre eintauchen. Eine Atmosphäre gespickt von beängstigender Harmonie zwischen Leblosem und Lebendem, einer einflussreichen Vergangenheit und ihrer  Gegenwart.

„Schrei nach Stille“ ist ein gelungenes und ein wirklich „anderes“ Buch über das Ende der 1960er.

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. -Heinrich Heine-

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Buecher.de
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Sophie Winter konnte ihr dunkles Geheimnis vierzig Jahre bewahren. Plötzlich wird ihre wilde Vergangenheit wieder lebendig. Nicht nur die Polizei interessiert sich für das rätselhafte Verschwinden einer jungen Frau aus der Hippiebewegung. Ein spannender Kriminalroman um den mörderischen Sommer der Liebe.Warum ist sie zurückgekehrt? Ins Oberhessische, an den Ort, um den ihre Erinnerungen kreisen? Das Haus ist ihr unheimlich. Die Bäume scheinen es erdrücken zu wollen. Die Dorfgemeinschaft belauert sie, unwirtlich ist es und kalt. War es klug, ein Buch über damals zu schreiben? Über eine unmögliche Liebe und unbändigen Hass? Immerhin wurde Sophie Winters Roman ein Bestseller. Doch die Leute stellen plötzlich Fragen, auch Paul Bremer, ihr Nachbar. Und die Polizei. Was ist im Sommer 1968 geschehen? Warum verschwand die schöne junge Frau und warum wurde der Fall niemals aufgeklärt? Ein eindringliches Porträt der Bundesrepublik in einer ihrer größten Umbruchphasen.
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Meine Meinung:
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Da mir das Buch zu teuer war und meine Bibliothekarin es mir sehr ans Herz legte,habe ich es in der Bücherei ausgeliehen.
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Anfangs hat mich die Geschichte noch nicht so gepackt, zu bildhaft und langsam ging es los.
Aber je weiter ich gelesen habe, umso spannender wurde es. Es gibt in dem Buch mehrere Handlungsstränge, die immer wieder mal überlappen,was teilweise verwirrend war,aber trotzdem zur Spannung beihalf.
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Die Autorin schreibt direkt, realistisch, trifft hin und wieder mitten ins Herz, den Nagel auf den Kopf und sie bringt einem oft zum Schmunzeln. Die Charaktere, vor allem Jo DeLange, gut ausgearbeitet und glaubhaft. Zum Schluß werden die gesponnenen Fäden gekonnt miteinander verknüpft.Die Auflösung war anders als ich es erwartet hatte, aber dennoch in sich schlüssig. Und das Ende lies mich das Buch schließlich zufrieden zuklappen.
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Dies war mein erster Roman von Anne Chaplet und vielleicht auch nicht mein letzter.
Für alle Fans von guten Krimis kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

… klingt nach einem spannendem Buch, welches Erfolg haben könnte. Obwohl ich keine Krimis bevorzuge, da mir die meisten zu Seicht sind, muss ich sagen das mir bei diesem der Anfang schon mal sehr gut gefällt.
Das war meine Meinung zur Leseprobe - nun hab ich das ganze Buch gelesen, besser gesagt in fast einem Ritt verschlungen.
Der Anfang des Buches beginnt mit einer ausführliche Beschreibung der Umgebung, der Geräusche, Gerüche, Gefühle....ein gelungenes Kopfkino, was mich durch diese wunderbare Schreibweise zu 100 Prozent in dem Buch versinken lies.
Sophie Winter, die Autorin des Buches "Summer of Love" wohnte bereits in der Hippi-Zeit in Klein-Rhoda, dem Ort der die größte Rolle in Ihrem Leben spielt. Schon damals wohnte Sie, bekannt als Angel, mit der schönen Sascha und Charles in dem scheinbar verfluchtem Haus. Bereits in der Hippizeit waren Sie dem ganzen Dorf ein Dorn im Auge, da Sie für Unruhen sorgten. Als nun auch noch Ihr erfolgreiches Buch verfilmt wird und Sie in das Geisterhaus zurückkehrt, werden die Nachbarn/Dorfbewohner aufmerksam und erinnern sich an den Sommer 68. Plötzliche Fragen treten auf und Sophie Winter ist Gesprächsthema Nr. 1. Der Polizist DeLange, welcher als Berater am Filmset tätig ist, lernt Sophie Winter kennen und merkt das etwas nicht stimmt.
Erzählt Sie in Ihrem Buch eine frei erfundene Geschichte oder doch über Ihre Vergangenheit? Wo ist der seit ein paar Tagen vermisste Luca? Was ist mit Sascha passiert, dem Hippi-Mädchen, dass seit 40 Jahren als vermisst gilt ? Kann die Akte Alexandra Raabe doch noch geschlossen werden? Fragen über Fragen welche beantwortet werden wollen.
In den Vier sorgfältig ausgewählten Abschnitten des Buches - Nach dem Sturm, Nach der Liebe, Vor dem Schnee, Vor der Stille - werden nach und nach die Zusammenhänge der drei Protagonisten deutlich. In einer fesselnden Erzählweise und kurzen aber aussagekräftigen Kapiteln wird der Leser gefesselt und erst am Schluss wird Licht ins Dunkel gebracht.
Die Autorin Anne Chaplet (Cora Stephan) lebt in Oberhessen und erhielt bereits zweimal den deutschen Krimipreis. www.anne-chaplet.de.
Fazit: Ein sehr zu empfehlendes Buch was aufgrund der oft unheimlichen und düsteren Atmosphäre dem Leser eine Gänsehaut beschert.

Die Geschichte handelt von einem Dorf...einem Dorf, deren Bewohner in der Vergangenheit leben... einem Dorf, das ein großes, unbekanntes Geheimnis trägt, das nicht ausgesprochen wird, von niemandem, obwohl alle beteiligt zu sein scheinen.

Schon zu Beginn der Geschichte herrscht diese Stimmung - bedrohlich und ein wenig finster. Und dann ist da Sophie Winter, die allein in dem Haus wohnt, in dem schreckliche Dinge passiert sind. Als Leser fragt man sich: was von dem ist wahr, was man sich erzählt und vor allem: was in dem Buch von Sophie Winter geschrieben steht.

Das Buch ist meiner Meinung nach spannend und verleitet den Leser dazu, die Geschichte schnell durchzulesen.

Zunächst beginnt das Ganze etwas wirr und durcheinander. Man springt zwischen Personen und Orten, sodass man sich als Leser erst ein wenig einlesen muss. Nach einigen Kapitel ist man aber in die Story eingetaucht - bis hin zum überraschenden Ende, trotz dass der wirkliche Inhalt sich auf ein Minimun beschränkt.

"Schrei nach Stille" ist mein erstes, jedoch nicht letztes Buch von Anne Chaplet, das ich gelesen hab.
Prädikat empfehlenswert!

Ich finde das Buch sehr gelungen. Der Schreibstil ist so, dass man damit nicht zulange pausieren sollte, da man sonst durcheinander kommen könnte. Aber dies hat man meiner Meinung nach sowieso nicht vor. Es ist einerseits fesselnd geschrieben, andererseits zieht sich die Geschichte teilweise.

Die Geschichte selbst ist ein Wechsel von 1968 und heute, wobei es - denke ich - eine Situation ist, die überall so in der Realität vorkommen könnte; ein kleines Dorf in der Probleme ohne fremde (polizeiliche) Hilfe gelöst wird und Leute aus der Stadt schwierig integriert werden.

Mit der Lösung der verschiedenen Handlungen im Buch - der Zusammenhang von Sophie Winter mit dem Haus usw. - das alles wird erst zum Ende des Buches klar und es ist aber sehr kurzweilig und spannend geschrieben.

Alles in Allem sehr empfehlenswert

In ein altes, verfallenes Haus auf dem Lande zieht eine Fremde ein: Sophie Winter, misstrauisch beäugt von ihrer Nachbarschaft. Als sie bei einem Sturm verletzt wird, macht sie die Bekanntschaft Paul Bremers, eines ehemaligen Polizisten. Dieser interessiert sich sehr für die attraktive Frau in den 60ern, aber irgendetwas ist komisch. Sophie scheint vergesslich zu sein: hat sie eingekauft oder nicht? Wer hat das Brot gegessen? Warum ist die Tür geöffnet? Mal erkennt sie Bremer, mal wieder nicht.

Gleichzeitig sucht die Polizei einen verschwundenen Jungen. Parallelen zu der Zeit vor vierzig Jahren werden gezogen: damals verschwand eine schöne, junge Frau, die mit einer Freundin und einem Freund in eben diesem alten Haus lebte. Wilde Liebe. Lange Haare. Diese Hippies. Die Dorfbevölkerung weiß sich zu wehren, heute würde man Mobbing dazu sagen. Und die Polizei schwieg damals dazu, vertuschte die Angelegenheit, suchte nicht nach der verschwundenen Frau, war doch egal.

Und was hat es mit dem Film auf sich, der gedreht wird? Sophie Winter ist die Autorin der Romanvorlage. Warum sagt sie, dass die Hauptdarstellerin nicht so schön ist wie die Person, die sie darstellen soll?

 

Das Buch ist sehr vielschichtig aufgebaut: viele Personen, mehrere Zeitebenen, etliche Handlungsstränge - das alles macht die Lektüre etwas schwierig. Da ich bis jetzt noch keinen Roman von Anne Chaplet mit der Figur Paul Bremer gelesen habe, kann ich auch mit einigen Informationen zu ihm und seinem Verhältnis zu Anne und Karen nichts anfangen, und das stört mich schon. Andererseits sind Landschaft und vor allem die unheimliche Atmosphäre im alten Haus sehr gut eingefangen, so dass mir beim Lesen manchmal ein Schauer über den Rücken lief. Auch die Stimmung im Dorf ist gut beschrieben, sowohl heute als auch vor 40 Jahren. Als Krimi würde ich das Buch allerdings nicht bezeichnen, eher als Psychothriller. Und ich habs gern gelesen.

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