
Beschreibung
Helen ist an Alzheimer erkrankt. Doch an dem Tag, an dem das jährlich stattfindende Jugendfest beginnt, bricht sie plötzlich aus ihrer Isolation aus. Sie tanzt mit einem unsichtbaren Geliebten über das verlassene Parkett. Ihr Sohn Mauro schöpft Verdacht, dass es im Leben seiner Mutter jemanden gab, von dem er nichts weiß. Die Geschichte einer verratenen Liebe, die eine letzte Chance erhält.
In dem beschaulichen Städtchen herrscht Ausnahmezustand: Es ist die Zeit des Jugendfests. Überall werden Kränze geflochten, Blumen gesteckt, die letzten Vorbereitungen getroffen. Alles ist geprägt von Ritualen, Tänzen und Gesängen. Der Tausch von Eichenblatt und Granatblüte ist ein Versprechen, das im Sommer 1956, als Mauros Mutter Helen daran teilnahm, noch einer Verlobung gleichkam. Doch davon, und von dem damit verbundenen Geheimnis, ahnt Mauro nichts. Er ist an den Ort seiner Jugend zurückgekehrt, um sich um seine demenzkranke Mutter zu kümmern. Erst nach und nach versteht er, dass hinter ihren zusammenhangslosen Worten mehr steckt, und er beschließt, das Geheimnis zu lüften ...
Eine berührende Liebesgeschichte und das große Thema »Demenz« in einem Roman. Auf der Webseite zum Buch, finden Sie weitere Informationen, Filme und Dokumente zu den einzelnen Kapiteln: www.als-der-regen-kam.com
Autoren
Extras
Leseeindrücke
sehr einfühlsam
„Als der Regen kam“ von Urs Augstburger. Schon der Klappentext hat mich angesprochen und berührt. Die Leseprobe stand dem in nichts nach. Nach über zwei Jahren kommt Mauro Nesta um seine Mutter zu besuchen. Vieles hat sich verändert. Mittlerweile lebt sie in einem Pflegeheim, sie ist dement. Das einzige was sich seit 400 Jahren nicht verändert hat, ist das Jugendfest, das ansteht. Pius Kobelt ist Helen Nestas treuer Begleiter in den letzten Jahren. Als Mauro bei einem Spaziergang mit seiner Mutter zu dem vorbereiteten Tanzboden kommt, fängt diese an zu tanzen. Der Schleier der Erinnerung scheint sich ein wenig zu heben. Für Pius scheint es auch das letzte Fest seines Lebens zu sein. Er plant etwas. In der Jugend war Pius auch mit Jakob Matter befreundet. Dieser wird, obwohl er es gar nicht mehr wollte, auch zu dem Fest gehen. Für Alina ist es ihr erstes Fest. Sie ist neu zugezogen und hat ihn, den Nachbar, als Großvater Matter adoptiert. Er gibt ihr die passende Haarschleife für das Fest. Eine Schleife, die der schönsten Frau der Welt gehört hat, die aber vor 11 Jahren gestorben ist. Seiner großen Liebe, die er einst gefunden und dann wieder verloren hat. So warm und einfühlsam geschrieben. Ein schweres Thema und das ganz ohne Schwere und Pathos, stattdessen mit ganz viel Wärme. Wie fügen sich diese Puzzleteile zu einem Ganzen, ich möchte es einfach wissen. Ein tolles Buch. weiterlesen
Urs Augstburger "Als der Regen kam"
Mauro Nesta wird aus seiner Wahlheimat Italien zurückin seine Geburtsstadt gerufen.Seine Mutter ist seid einiger Zeit an Demenz erkrankt. Als ihre Betreuerin ihn bitte sich um ihre Wohnung zu kümmern, Helen Nesta kann dort nicht mehr zurück, erschrickt er. Zwei Jahre ist es her, als er seine Mutter das letzte mal besucht hat und die Erkrankung ist stark fortgeschritten. Helen erkennt Ihren Sohn nicht mehr. Pius, ein langjähriger Freund der Mutter, kümmert sich mühevoll um sie. Dennoch möchte Pius nicht von Mauro gesehen werden, warum bleibt erst mal ein Geheimniss. Während eines Spaziergangs mit Mauro im Getümmel der Vorbereitungen des Jugendfestes, bekommt Helen einen "lichten Moment" und tanzt, sie wirkt gücklich. Mauro möchte wissen, wer seine Mutter so glücklich macht, und forscht nach. Die Seiten die ich lesen durfte, haben mich schon umgehauen. Die Gefühle von Mauro sind Betroffenen bestimmt nicht fremd. Ich würde dieses Buch gerne zu Ende lesen!! weiterlesen
Zwischen Demenz und Liebesgeschichte
Autor: Urs Augstburger Titel: Als der Regen kam Genre: Literatur Inhalt: Mauro Nesta hat sein Mutter Helen zwei Jahre nicht mehr gesehen. In der Zwischenzeit ist die alte Dame an Demenz erkrankt und lebt im Pflegeheim in Italien. Pius Kobelt weicht Helen keinen Schritt von der Seite. Beim Beginn des Jugendfestes zeigt die alte Dame Lebendigkeit, als sie mit einem unsichtbaren Mann tanzt. Sohn Mauro will wissen, wer seine Mutter so zum Lächeln bringt und forscht nach... Story/Handlung/Dialoge/Spannung: Die Idee, dass ein Sohn mehr über das geheime Leben seiner demezkranken Mutter herausfinden möchte, ist gelungen. Treffend beschreibt der Autor die Facetten der Krankheit ohne dabei "zu sehr auf die Tränen- drüse zu drücken". Die Schilderungen sind glaubhaft und empathisch. Den ersten Satz halte ich für nicht besonders gelungen, aber der Rest des Textes entschädigt dafür. Mit dem Autor betreten wir eine Welt, in der Liebe die Demenz zu ertragen hilft, ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen. Es ist ein schönes Bild vom Menschen, das der Autor hier zeichnet. Leider wechselt er zwischendurch in den Plauder- Beschreibungsmodus, sodass ich mich beim Überspringen von Passagen erwischt habe. Die Stärke des Autors liegt gewiss in seiner Beobachtungsgabe, aber nicht in der Dialog- führung. Die Unterhaltungen wirken teils gestelzt, teils banal, obwohl Wichtiges besprochen wird. Trotz allem möchte der Leser wissen, wer Helen zum Lächeln brachte und welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Bereits zu Beginn lässt sich allerdings vermuten, dass es sich um den Freund von Pius Kobelt, Jakob Matter, handeln könnte. Fazit: Trotz einiger Mängel ein relativ gutes Buch mit der Tendenz zu vier Sternen. weiterlesen
Vielversprechend
Es scheint eine spannende Geschichte zu werden, mit Geheimnissen und Herauforderungen des Lebens. Der Schreibstil ist gut zu lesen und macht Lust auf mehr, auch wenn noch nicht ganz klar ist, worauf es hinauslaufen wird. Die Schwierigkeiten einer Alzheimererkrankung spielen eine zentrale Rolle. Die Entfremdung der Mutter dem eigenen Sohn gegenüber. weiterlesen
Als der Regen kam
Das Cover dieses Buches ist wunderschön und hat was magisches und romantisches. Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen und lässt sic wunderschön lesen. Der Schreibstil ist ebenfalls wunderschön. Für die Geschichte vergebe ich fünf Sterne weiterlesen
Rezensionen
Sicherlich ein schönes und bewegendes Buch – nur nicht für mich
In dem Buch „Als der Regen kam“ geht es um die an Alzheimer erkrankte Mutter Helen Nesta. Als es ihr immer schlechte geht, reist ihr Sohn Mauro Nesto zu ihr, doch sie erkennt nicht einmal ihn und versinkt in ihrer Apathie, während Mauro nichts für sie tun kann. Jedoch bricht sie an dem Tag des in dem Dorf berühmten Jugendfest aus ihrer Isolation heraus und beginnt zu tanzen. Mauro begibt sich nun auf die Suche nach Helens Geheimnis, das es in ihrer Vergangenheit zu geben scheint und stößt dabei auf eine verratene Liebe... Zunächst einmal muss ich dieses umwerfende Cover erwähnen, das mir wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Leider hat mich die Geschichte in diesem Buch nicht in einen solchen Bann gezogen. Beim ersten „Anlauf“ habe ich das Buch sogar abgebrochen, da ich irgendwie nicht in die Geschichte reinkam. Ich wurde mit der Thematik und vor allem mit dem Protagonistin überhaupt nicht warm und die Handlung war mir einfach viel zu ruhig und unspektakulär. Nichtsdestotrotz wollte ich dieser Geschichte unbedingt noch eine zweite Chance geben. Als ich es dann nach einigen Monaten wieder zur Hand nahm und es ein zweites Mal las, konnte sich meine Meinung jedoch leider auch nicht ändern. Wie beim ersten Mal wurde ich nicht so recht mit der Geschichte warm und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nur so vor sich „hindümpelt“. Dementsprechend konnte es mich trotz der sehr emotionalen und berührenden Thematik nicht bewegen. Auch trotz der relativ großen Schrift und den nicht all zu vielen Seite, war es kein kurzweiliger Lesevergnügen und es kam keine Spannung auf. Gerade die wirren Gedanken der an Alzheimer erkrankten Helen waren für mich sehr anstrengend und nicht sonderlich interessant zu lesen. Nichtsdestotrotz möchte ich das Buch nicht nur schlecht machen. Ich denke, dass dieses Buch einfach nicht das richtige für mich persönlich war, aber für andere Leser genau das richtige sein könnte - gerade für Menschen, die mit der Thematik vertraut sind und sehr ruhige Bücher, ohne viel Spannung mögen. Es bleibt viel Platz für eigene Interpretationen und „zwischen den Zeilen lesen“. Die Ausdrucksweise ist teilweise sehr metaphorisch und regt zum Nachdenken an. Außerdem ist – neben dem tollen Design, das ich bereits erwähnte – dem Buch auch anzurechnen, dass es zu Beginn ein Interview mit dem Autor gibt. Es ist auch ein multimediales Buch und so kann man sich zu dem jeweiligen Kapitel einen passenden Kurzfilm anschauen. Deshalb mein Fazit: Sicherlich ein schönes und bewegendes Buch – nur nicht für mich. weiterlesen
Als der Regen kam
Ein sehr emotionales Buch. Mich hat es sehr ergriffen. Zeitweise konnte ich auch nicht direkt weiterlesen. Das hatte nichts mit langgezogenen Strecken zu tun, sondern mit der Zeit, die ich brauchte, um das Geschriebene zu verarbeiten. Das Thema ist nicht leicht und zu verstehen, erfordert ein gewisses Mitdenken. Helen denkt nicht mehr so, wie es gesunde Menschen tun. Und so ist so manch ein Gedankengang von ihr befremdlich und nicht nachvollziehbar. Das erwartete Happy End, auf das wir als Leser getrimmt sind, ist nicht realistisch. Und dennoch zieht diese Geschichte Kreise, die viel Klarheit und Wert beherbergen. Es ist ein Kleinod. Die besondere Art, wie Augstburger hier sein Wissen vermittelt, ist mehr, als nur eine platte, erdachte Geschichte. Es ist ein Lehrbuch, dass durch eine imense Nachhaltigkeit besticht. weiterlesen
Als der Regen kam
Jahrzehnte nach seiner etwas überstürzten Flucht aus der Enge seiner schweizerischen Heimatstadt, kehrt Mauro, der Halbitaliener, zurück. Sofort überfällt ihn seine eigene Vergangenheit, denn es ist Jugendfest. Ein Fest das seit Jahrhunderten in der Kleinen Stadt gefeiert wird, und für jeden Bewohner etwas Besonderes ist. Obwohl Mauro keine sehr guten Erinnerungen an dieses Fest hat, kann er sich dessen Magie nicht entziehen. Für seine Mutter hatte das Fest vor vielen Jahren weitaus dramatischere Ereignisse, nur erzählen kann sie diese nicht mehr, sie sind verschlossen, denn Helen leidet an Alzheimer. Umso neugieriger ist Mauro auf ihre Geschichte. Die Stimmung dieses Buches als melancholisch zu beschreiben, wäre eher noch geschmeichelt. Es ist sehr Gedanken lastig, zu viele Andeutungen, Interpretationen und daraus resultierenden Fehlinterpretationen vergangener Feste bestimmen es. Eine gewisse Lieblosigkeit aller Protagonisten stellt sich für mich dar, obwohl der Autor garantiert ganz anderes bezweckt. Schon allein die Tatsache das der Sohn, nicht schon beim Ausbruch ihrer Erkrankung bei ihr ist, sondern erst zwei Jahre später kommt, um dann auch gleich alle Zelte für sich und für sie abzubrechen lässt mich an eine Gleichgültigkeit denken. Mich hat weder die Geschichte für sich eingenommen, noch das der Autor mich durch sympathische Akteure an das Buch fesseln konnte. Dieses Buch verspricht soviel mehr als das es hält. weiterlesen
Jugendfestliebe
Zum Inhalt: Mauro erhält die Nachricht, dass seine Mutter ernsthaft erkrankt ist. Er packt seine Sachen und kehrt an seinen Geburtsort zu seiner Mutter zurück. Seine Mutter Helene erkennt ihn nicht mehr und Mauro muss sich nun zu recht finden und lernen mit seiner Mutter umzugehen. Er entdeckt, dass seine Mutter in ihrer Gedankenwelt weit in der Vergangenheit weilt, wo sie offenbar während eines Jugendfestes ihre grosse Liebe kennen lernte. Nun steht im Städtchen wiederum das Jugendfest vor der Türe und Mauro erfährt und erkennt nach und nach immer mehr aus der Jugendzeit seiner Mutter. Mit wem war sie so glücklich und warum war diese Person nicht sein Vater geworden? Meine Meinung: Die Geschichte rund um die an Alzheimer erkrankte Helen Nesta ist keine leichte Kost. Hier wird man konfrontiert mit einer Krankheit, für die es keine Heilung gibt, und mit der umzugehen es alles andere als ein Leichtes ist. Insbesondere dann, wenn die erkrankte Person einem sehr nahe steht. Der Autor Urs Augstburger hat es aber in professioneller Manier geschafft, das schwere Thema gekonnt in einer Geschichte, gespickt mit manch schönen, das Herz erwärmenden Szenen, einzubinden. So wird man denn hin und hergerissen zwischen schweren, besinnlichen Szenen und leichten, fröhlichen und aufbauenden Begebenheiten. Beispielhaft auflockernd sind dabei die Szenen zwischen der jungen Alina und dem von ihr kurzerhand zum Grossvater ernannten Jakob Matter zu erwähnen. Erzählerisch hat mich das Buch sehr überzeugt und mich in seinen Bann gezogen obwohl die Passagen bei denen Helen jeweils in ihre eigene Gedankenwelt abtaucht für mich eher schwer verständlich und teils erst gegen Ende der ganzen Geschichte nachvollziehbar wurden. Aber dies liegt wohl auch in der Art und Weise mit welcher Ernst Augstburger versucht hat, den geistigen Zustand der Erkrankten aufzuzeigen. Neben einem sehr guten Erzählstil hat mir auch sehr gut gefallen, wie die Hauptprotagonisten charakterisiert worden sind. Man hat sich sehr gut in den Personen eingefunden. Auch die eine oder andere Nebenfigur war, soweit es die Handlung notwendig machte, gut dargestellt. Der Spannungsbogen der sich, mit der Absicht dass Mauro die Geschehnisse in der Jugend seiner Mutter aufzuklären versucht, sich aufgebaut und bis zum Ende der Geschichte erhalten blieb, machte das Lesen wirklich spannend. Zusätzliches Interesse ist bei mir noch hinzu gekommen, weil der Ort in welchem die Geschichte spielt nur unweit von meinem Wohnort liegt, und mir deshalb das ein oder andere aus dem Ort und natürlich das Jugendfest selbst, das es wirklich in der geschilderten Form gibt, bekannt ist. Fazit: Alles in allem kann ich diesem Buch nur das Beste hinterher sagen. Es war aufwühlend, emotionell und hat in manchen Phasen auch absolut treffend einige Denk- und Handlungsmuster aus der damaligen Zeit wiedergegeben. Ich kann dieses Buch mit vollen 5 Sternen absolut empfehlen. Es ist unterhaltend und hat ein gewisses Mass an Tiefgang ohne aber in unergründliche Tiefen zu verfallen. Kein Buch für den Strandurlaub aber für ein paar ruhige, nachdenkliche aber auch erbauliche Stunden. weiterlesen
Schicksal
Im Buch geht es in erster Linie um Helen. Sie ist demenzkrank. Nachdem sie nicht mehr allein in ihrer Wohnung bleiben kann, kommt ihr Sohn Mauro in die Stadt, um die Wohnung und Habseligkeiten der Mutter zu sortieren. Er schaut sich in der Wohnung um und findet in einem Zimmer ein Boot, dass aus Holzrinden gefertigt wurde und kleine Schidkräten, die aus Steinen zusammengesetzt wurden und bemalt wurden. Was hat das alles zu bedeuten? Mauro macht sich auf die Suche und verfolgt die Spuren der Vergangenheit. Dabei wird einmal aus der Sicht der Mutter, des Sohnes und aus der Sicht zweier Jugenfreunde berichtet. Es geht um verpasste Chancen, falsche Freunde und ein scheinbar immer währender Haß zu Menschen, die nicht die gleiche Landesangehörigkeit besitzen. Sehr einfühlsam geschrieben. Man muss aber sehr aufpassen, aus welcher Sicht erzählt wird. Aber ein sehr schöner Roman. Vielen Dank, für die Gelegenheit, das Buch vorab zu lesen. weiterlesen

