
Beschreibung
Wenn man der großen Liebe über den Weg läuft, dann muss man sich entscheiden. Zumindest im wirklichen Leben. »Liebespaarungen«, der virtuose neue Roman von Lionel Shriver, erzählt von Irina und ihren zwei Lebenswegen. Dem neuen mit Ramsey. Und dem anderen mit Lawrence. Ein Roman voller Möglichkeiten und Glück, Reue und überraschender Sehnsucht.
Lawrence ist ein ganz besonderer Mensch, klug, geistreich, verlässlich. Und ist es nicht ganz natürlich, dass die Leidenschaft seiner Liebe nach zehn Jahren nachgelassen hat? Ein Leben ohne ihn kann Irina sich jedenfalls nicht vorstellen. Auch an dem Abend nicht, an dem sie mit Ramsey, dem gemeinsamen Freund, ausgeht. Aber dann ist Ramseys Anziehungskraft überraschend groß, Irina verliert den Überblick und lässt sich zu einem leidenschaftlichen Kuss hinreißen. Mit einemmal tritt sie in ein neues Leben ein. Und mit Ramsey, dem professionellen Snooker-Spieler, verändert sich vieles, mit ihm wird Irina zu einer anderen Frau. Das Leben mit Lawrence, das Leben ohne diesen Kuss, wäre vorhersehbarer gewesen. Oder? Das ist eine andere Geschichte – aber warum sollte sie deshalb nicht erzählt werden? Nur um zu erfahren, was gewesen wäre, wenn …
Autoren
Extras
Zusatzinformationen
Aus dem Englischen von Monika Schmalz
Titel der Originalausgabe: The Post-Birthday World
Presse
Pressestimmen
»Lionel Shriver wird jeden faszinieren, der schon einmal darüber nachgedacht hat, was geschehen wäre, wenn er eine lebenswichtige Entscheidung anders gefällt hätte.« People
Leseeindrücke
Eine Frau zwischen zwei Männern
Der Klappentext klang vielversprechend, denn wer von den 40+ Lesern hat sich nicht insgeheim schon mal gefragt, aufgrund welcher Entscheidungen man in diese Lebensbahn geraten ist, in der man sich momentan befindet und was geschehen wäre, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt eine andere Entscheidung getroffen hätte. Sicherlich, die Thematik "eingefahrene Ehe ohne allzu großen Leidensdruck" gegen "aufregendes Spiel mit dem Feuer" gibt es in der Literatur zuhauf. Trotzdem, Autoren wie z.B. Daniel Glattauer schaffen es, dieses Spannungsverhältnis so zum Leser zu transportieren, dass man mit fiebert und hin- und hergerissen ist in seinem Mitfühlen. Diese Leseprobe allerdings hat nichts davon. Eine Mittvierzigerin, die noch immer ein Trauma wegen ihrer Zahnspange mit sich herumschleppt und einerseits vorgibt, sich ihrer Attraktivität nicht bewusst zu sein und andererseits versucht, sich durch ihre ausgewählte Kleidung an diesem Abend besonders unattraktiv zu kleiden (befürchtet sie etwa, dass Ramsey sich aufgrund ihrer Beine in den weißen Sandalen sofort auf sie stürzt?) ist für mich nicht glaubwürdig. Es fällt schwer, dem Gespräch von Ramsey und Irina mit Interesse zu folgen (dabei hätte man die Dialoge sicherlich mitreißender formulieren können) und irgendwie wirkt alles arg konstruiert und nicht nachvollziehbar. Vielleicht fehlen einem die ersten Seiten des Buches als Einleitung, aber ich befürchte, das alleine war es nicht. Der Schreibstil war nicht gerade mitreißend. Die kleinen Ansätze von Humor gingen in den eintönigen Dialogen unter. weiterlesen
Neugierig
Sicherlich ist die Art und Weise des Schreibens zum einen gewöhnungsbedürftig, zum anderen Geschmackssache. Mich hat die Leseprobe neugierig gemacht, wie es weitergeht und ob der Stil erhalten bleibt. weiterlesen
etwas langsam
Die Geschichte an sich kommt mir interesant, spannend und nahegehend vor. Ich bin durchaus interessiert ud neugierig geworden. Allerdings empfinde ich den Schreibstil als etwas langatmig. An so manch einer Stelle hat es sich arg ins Detail gezogen. Das müsste nicht sein und beunruhigt mich, was das ganze Buch zu lesen, anbetrifft. weiterlesen
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Rezensionen
Etwas für den zweiten Blick
"Liebespaarungen" fängt ziemlich gemächlich an, und ich muss zugeben, dass ich auf den ersten 80 bis 100 Seiten wiederholt überlegt habe, ob ich das Buch denn nun weiterlese oder nicht. Die Sprache ist vor allem zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig und erst ab dem Moment, in dem sich die Geschichte zweiteilt und in der "guten" hellen und der "bösen" dunklen Kapitelüberschrift weitergeht, ist es auch ein gutes Buch. Irina als Hauptperson steht zwischen den beiden Männern, Lawrence und Ramsey. Und immer abwechselnd wird erzählt, wie sich ihr Leben verhalten würde, wenn sie sich in einem einzigen Moment ihres Lebens anders entschieden hätte und den anderen Mann gewählt hätte. Fantastisch finde ich die immer wiederkehrenden Ähnlichkeiten der beiden Geschichten - wenn also nun ein Weihnachtsgeschenk gemacht wird, erhält es einmal Irina und einmal ihre Mutter, je nach Geschichte. Auch kritisiert die "helle" Irina ihre Mitmenschen - die "dunkle" Irina verhält sich aber genauso wie diejenigen, die von ihrem Alterego schief angeschaut werden. Sicherlich ist "Liebespaarungen" sehr langatmig. Aber wenn man bedenkt, dass sich das Buch über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren langzieht, erscheint das doch wieder relativierend. Zudem fand ich gerade diese belanglosen Zwischentöne überzeugend, das Buch doch bis zum Ende zu lesen: Denn das ganze Leben ist einfach doch nur banal, nur manche Momente sind wirklich lebensentscheidend. Das Fazit, das ich nach der Lektüre mitgenommen habe, ist auf jeden Fall: In manchen Momenten sollte einfach das Herz entscheiden - und jeder noch so schlimme Tiefschlag hat etwas gutes, und wenn es nur die Tatsache ist, dass man gestärkt daraus hervorgeht. weiterlesen
Tolle Idee, aber leider sehr langatmig
Irina, eine Kinderbuchillustratorin, steht zwischen zwei Männern. Da ist zum einen Lawrence, mit dem sie schon seit zehn Jahre zusammen, aber nicht verheiratet ist, zum anderen der Snookerspieler Ramsey. Was wäre nun also, wenn Irina mit Ramsey zusammen wäre? Oder mit Lawrence zusammen bliebe? Genau das erzählt dieses Buch, jedes Kapitel ist sozusagen doppelt, denn einmal verläuft Irinas Leben mit Lawrence, im anderen Kapitel verläuft Irinas Leben mit Ramsey. Was aber beides nicht so wirklich glücklich für Irina verläuft. Denn in beiden Fällen gibt es immer irgendetwas, das ihr nicht gefällt. Und weder Lawrence noch Ramsey sind das, was man einen Traummann nennen würde. Der absolut hervorragende Schreibstil lässt einen dieses Buch durchhalten und trägt über die oft sehr langweiligen Passagen hinweg. Irina ist als Figur wunderbar gezeichnet, auch bei Ramsey und Lawrence zeigt die Autorin, dass sie ihr Handwerk versteht. Daher ist es wohl Absicht, dass beide Männer nicht besonders sympathisch wirken. Jedenfalls hätte ich Irina gerne an mehreren Stellen zugerufen, doch bitte mit keinem von dem beiden zusammen sein zu wollen. Denn glücklich war sie ja weder mit Ramsey noch mit Lawrence. Die Idee, eine Geschichte in zwei Varianten zu erzählen, finde ich großartig und auch die Umsetzung ist hier so geglückt, dass sie nicht verwirrend wirkt. Aber leider ziemlich langweilig. Es passiert oft über weite Strecken hinweg nichts weiter, als dass Irina mal wieder über ihr Leben nachdenkt, sich mit Lawrence trifft oder sich mit Ramsey trifft. Dann wird lang und breit und entsprechend der Handlung auch gleich zweimal von Irinas Besuch bei ihrer Mutter berichtet. Mir war das einfach alles zu wenig an Spannung, auch waren mir die Figuren herzlich egal. Irina wollte ja unbedingt mit einem der Männer zusammensein, alleine wäre sie sicherlich viel glücklicher geworden. So plätschern beide Geschichten dann vor sich hin, lesen sich durch den tollen Schreibstil zwar wirklich gut, aber ich konnte das Buch auch an jeder Stelle ohne Mühe zur Seite legen. Wer ruhige Geschichte mag, wird mit diesem Roman vermutlich ganz zufrieden sein, auch ist die Grundidee halt ganz toll. Aber meinen Geschmack hat dieses Buch leider so gar nicht getroffen. weiterlesen
Wirklich kleine Schrift bei einem sperrigen Buch
Lange nach dem ersten Versuch habe ich es noch ein zweites Mal versucht und wieder abgebrochen. Dabei kann man schon erkennen, dass Lionel Shriver auf hohen Niveau schreiben kann, doch leider kam die Handlung irgendwie nicht so richtig in Fahrt. Dabei ist das Buch mit einem klasse Cover ausgestattet. Schon in meinerm ersten Leseeindruck habe ich geschrieben, dass die Charaktere oberflächlich auf mich wirken. Leider hat sich das für mich nicht geändert. Ich konnte keinen richtigen Zugang zu ihnen finden. Die Dialoge wirkten zu nüchtern für meinen Geschmack. Ich werde wohl kein weitere Buch von Lionel Shriver lesen. Mein größter Kritikpunkt an der deutschen Ausgabe ist aber die viel zu kleine Schrift, die ein flüssiges Lesen in einem hohen Maße verhindert. weiterlesen
Liebespaarungen
Das Buch Liebespaarungen hat mir gut gefallen. Vorallem die Idee, die dahinter steht! Lionel Shriver beschreibt das Leben und Leiden von Irina McGovern. Auf ihrem einen Lebensweg ist sie mit Lawrence leiiert. Ein in sich selbst ruhender Mann, dem die tägliche Routine sehr wichtig ist. Irina schätzt seine Bodenständigkeit, seinen Realismus und das Leben mit ihm in immer währenden gleichen Bahnen. Doch es fehlt ihr etwas. Ihren anderen Lebensweg beschreitet sie mit Ramsey, einem erfolgreichen Snookerspieler. Er ist der typische, ruhelose Lebemann, der Irina ein abwechslungsreiches, aufregendes, aber nicht Sorgen freies Leben ermöglicht. Doch es fehlt ihr etwas. Irina McGovern hat sich selbst nicht gefunden. Sie ist mit sich und ihrem jeweiligen Leben unzufrieden. Sie will immer gerade das, was sie nicht hat. Je nach Partner leidet ihre eigenen Arbeit als Kinderbuchillustratorin darunter oder schwingt sich zu ungeahnten Höhen herauf. Irina ist eine Frau, die ihr Leben ganz auf ihren Partner ausrichtet, ohne das Wesentliche zu erkennen: Sichselbst. Lionel Shriver schreibt in einem schönen, ergreifend romantischen Stil, der leider an manchen Stellen etwas langatmig gerät. Teilweise mußte ich mich beherrschen, nicht mal eine Seite zu überspringen. Trotzdem ist es ein lesenswertes Buch, was zum Träumen anregt. weiterlesen
Der eine Moment
Ich habe mir dieses Buch privat besorgt. Inhalt: Irina McGovern ist bereits seit 10 Jahren mit Lawrence zusammen, als dieser eine Moment auftritt. Ein Moment, der einen entscheidenden Einfluss auf ihr weiteres Leben nehmen wird. Lawrence ist beruflich verreist, als sich der Geburtstag eines gemeinsamen Freundes nähert. Ramsey Acton, von Beruf Snookerspieler, ist bereits seit Jahren eine feste Verabredung am 6. Juli. Doch dieses Jahr ist es anders. Ramsey ist schon lange von seiner Frau geschieden und Lawrence drängt Irina, ohne ihn an der Verabredung festzuhalten. Der von Irina gefürchtete Abend verläuft besser als erwartet. Es finden sich gemeinsame Gesprächsthemen und schließlich gehen sie noch zusammen zu Ramsey nach Hause. Plötzlich ist Irina alles klar: Sie findet Ramsey attraktiv und ihr größter Wunsch ist es ihn jetzt zu küssen. Doch soll sie dieser Versuchung nachgeben? Sie weiß noch nicht, dass diese Entscheidung ihr Leben für immer verändern wird ... Meine Meinung: Die Idee zu "Liebespaarungen" finde ich sehr interessant. Eine Entscheidung, die dazu führt, dass Irinas zukünftiges Leben in vollständig unterschiedlichen Bahnen verläuft. Stilistisch hat Lionel Shriver hier ein tolles Werk abgeliefert. Doch leider hat mir die Geschichte inhaltlich nicht so besonders gut gefallen. "Liebespaarungen" beginnt auf die herkömmliche Weise. Doch schließlich kommt es zum entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte und Irina steht vor der Entscheidung, ob sie Ramsey küssen soll oder nicht. Sie entscheidet sich für den Kuss und es kommt wie es kommen musste, es bleibt nicht bei diesem einen Kuss. Doch im nächsten Kapitel kommt sich der Leser vor wie bei einem Déjà-vu-Erlebnis. Die Geschichte beginnt erneut, doch nun entscheidet sich Irina gegen den Kuss und kehrt in Lawrence Arme zurück. Lionel Shriver erzählt von dieser Stelle an, jedes Kapitel zweimal (gekennzeichnet durch unterschiedlich markierte Kapitelnummern), unter Fortführung der Konsequenzen, die Irinas jeweilige Entscheidung hatte. Besonders beeindruckend fand ich hierbei, dass Ereignisse und Dialoge aus der ersten Variante fast identisch in der zweiten Variante wieder auftauchten, dabei aber aus dem Mund einer anderen Person erzählt wurden oder andere Personen betrafen. Ich habe mich schon nach jedem Kapitel wieder darauf gefreut, was die Autorin nun aus den Ereignissen in der zweiten Geschichte macht. Was mich jedoch ganz massiv gestört hat ist, dass es sich hier eigentlich nur um Sex dreht. Irinas Sex mit Lawrence, Irinas Sex mit Ramsey, Irinas Sex mit sich selbst, Irinas Phantasien über Sex und Irinas Gedanken an die Sexphantasien anderer. Es gibt eigentlich kaum ein anderes Thema. Etwas weniger Oberfläche hätte dem Buch an dieser Stelle gut getan. Insgesamt war mir "Liebespaarungen" daher zu wenig mit einer fesselnden Geschichte versehen und das wiegt auch nicht nur die tolle Idee der Romanstruktur auf. Fazit: Kurzweilig, aber zu wenig echter Inhalt. weiterlesen

