
Beschreibung
Hamburg nach 9/11. Der Schock darüber, dass die Anschläge von New York hier geplant wurden, sitzt immer noch tief. Der neue Roman von John le Carré erzählt von einer durch den Terror veränderten Gesellschaft, in der Unschuldige und Schuldige gleichermaßen Statisten in einem undurchschaubaren Marionettenspiel sind.
In einem raffiniert gesponnenen Netz aus privaten und politischen Interessen bewegen sich seine Figuren zwischen Gewissenlosigkeit und Nächstenliebe, eiskaltem Kalkül und Gleichgültigkeit. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror wird zur Kulisse für ein skrupelloses Spiel der Geheimdienste.
Autoren
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Zusatzinformationen
Presse
Pressestimmen
»Ein Roman von John le Carré sagt mehr als tausend Leitartikel.« Süddeutsche Zeitung
»John le Carrés Romane überzeugen wie die von Balzac, sie klagen an wie die von Zola, aber sie predigen nicht. Sie addieren sich zu einem einzigen großen humanistischen Plädoyer« Der Spiegel
»Kein Roman ist näher an unserer Zeit« The Sunday Times
Leseeindrücke
Wer spielt mit wem?
Der etwas einfältige, aber liebenswerte Hamburger Türke Melik wird mehrere Tage von einem merkwürdigen jungen Mann verfolgt. Unversehens und nicht ganz freiwillig findet er sich in der Rolle als dessen Gastgeber wieder, als seine Mutter Leyla, dem orientalischen Prinzip der Gastfreundschaft folgend, den Verfolger einlädt, bei der Familie zu wohnen. Issas Körper ist übersät mit Wunden. Und welches Geheimnis bringt er mit sich? Marionetten, Täter, Opfer wer ist wer? Teilweise etwas langatmig aber einfühlsam geschrieben, man darf man gespannt sein wie es weiter geht. weiterlesen
bestens
Ich war gar nicht angetan von dem Thema, hielt ich le Carré doch für einen Trittbrettfahrer, der 9/11 als Thema ausschlachtet. Tja, geirrt. Ich habe die LP gelesen und bin mitgerissen worden. Der schreibt aber auch einfach toll. Bin überzeugt worden. weiterlesen
...ich konnte das Buch
...ich konnte das Buch leider nach 20 Seiten nicht weiterlesen. Überhaupt nicht mein geschmack! weiterlesen
Marionetten
Super intressant, will mehr davon lesen, umwerfend, lesenswert und vielversprechend. weiterlesen
Neuster Wurf eines Ausnahme-Autors
Wow, ich bin noch ganz hin und weg von der Leseprobe. LeCarre schreibt so detailliert und gleichzeitig interessant, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. Von den Figuren werden immer wieder neue unerwartete Nuancen freigelegt - wie selten bei einem anderen Autor. Die Handlung ist von Anfang an spannend, und es gelingt LeCarre, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, gleichzeitig bedient er sich einer kunstvollen, angenehmen und leicht verständlichen Sprache. Ein Ausnahme-Autor. weiterlesen
Rezensionen
Marionetten wie wir
Auch dieser Roman gehört für mich zu den Spitzenwerken von John LeCarre, dessen Werke immer mehr vom anspruchsvollen Spionageroman zum literarischen, politischen Roman mutieren, wobei das Genre des Spionage-Thrillers genutzt wird, um politische Irrwege unserer Gesellschaft aufzuzeigen, um uns selbst den Spiegel vorzuhalten. So wird John LeCarre immer mehr zum Verfechter einer freiheitlichen, toleranten Gesellschaft, in dem seine Spionage-Thriller benutzt, um aufzuzueigen, wohin unsere Welt driftet, wenn die Angst vor Terrorismus geschürt und missbraucht wird, um bürgerliche Freiheiten, Menschenrechte und Toleranz einzuschränken. Marionetten ist für meinen Geschmack noch nicht so ausgereift wie das spätere Werk Verräter wie wir, aber trotzdem schon ein Hochgenuss. weiterlesen
Hat mich nicht enttäuscht
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zum einen, weil die Erzähl- und Schreibweise des Autors auf einem etwas höheren Niveau angesiedelt ist, und zum anderen, weil ich die Geschichte ganz einfach nur spannend und interessant fand. Mir ist jedoch bewusst, dass der Schreibstil des Autors nicht jedermanns Sache ist, somit denke ich, dass das Buch nur dem zu empfehlen ist, der gerne auch konzentriert und aufmerksam lesen und sich nicht nur berieseln lassen möchte. Derjenige, der sich doch daran macht, das Buch zu lesen, wird aber auf keinen Fall enttäuscht werden, obwohl ich zugeben muss, dass der Schluss doch einige Fragen offen lässt. - Deshalb auch "nur" 4 Sterne. ________________________________________________________________________________ Das Buch ist die Axt für das gefrorene Meer in uns. (Franz Kafka) weiterlesen
Wer zieht an den Fäden?
Wer zieht an den Fäden? ist der nicht nur sprichwortliche rote Faden, der sich durch das ganze Buch von John LeCarré hindurchzieht. Ob das Buch nun historisch, realistisch und möglichst wirklichkeitsnah ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber ich habe mich fantastisch unterhalten gefühlt und eine Geschichte gelesen, die spannend war, die unterhaltsam war, und die zusätzlich auch noch (sofern es sich da um realitätsnahe Beschreibungen gehandelt hat) einen Einblick in eine Welt gibt, die mir sonst eher verschlossen war, in die der Geheimdienste. Zu keiner Zeit fand ich das Buch langweilig, es sind zwar manchmal ein paar Stellen, die sich etwas ziehen, oder deren Zusammenhang nun nicht ganz klar wird - wenn zum Beispiel seitenlang über die Verhöre der Anwältin Annabel durch Bachmann und Erna Frey vom Geheimdienst schwadroniert wird... Aber die Irrungen und Wirrungen, die das Buch nimmt, lassen einen immer gespannter werden auf das Finale und die Antwort auf ein paar Fragen: Wer oder was ist Issa, der muslimische Tschetschene wirklich? Welche Konstrukte stecken hinter Dr. Abdullahs Machenschaften? Wer hat wirklich das Sagen über die geheimnisvollen Projekte, Operationen und Geheimdienstmissionen? Das Ende fand ich - auch genau aus dem Grund, weil ich doch so gern die Fragen ausführlich beantwortet haben hätte - eher knapp und nicht mehr so erläuternd, wie viele Teile des Buches vorher waren. Man muss zudem auch höllisch aufpassen, wer denn nun genau wer ist, Ian, Newton, Martha.... wer gehört zu wem, wer verfolgt welche Interessen, wer hat nochmal welchen Befehl gegeben? Aber genau das fand ich interessant, spannend und hat wirklich wie die Faust aufs Auge zum Titel gepasst: Schlussendlich zieht eben einer an den Strippen, die anderen sind - auch wenn sie das vielleicht wirklich erst im buchstäblich letzten Moment merken - die Marionetten im Spiel der Strippenzieher und werden für deren Zielerreichung manipuliert. Ein unterhaltsamer Krimi/Thriller, ohne viel tatsächlich beschriebene Gewalt, aber mit viel subtilem "Was wäre wenn" und für mich realistisch klingenden Berichten aus der "Parallelwelt" der Geheimdienste. weiterlesen
leider nix für mich
...ich konnte mit dem Buch nichts anfangen und musste nach ein paar Seiten abbrechen! weiterlesen
Nicht meins!
...ich habe etwas mehr als die Hälfte des Buches gelesen, bevor ich es zur Seite gelegt habe. Das kreide ich aber nicht unbedingt dem Autoren an, offensichtlich liegt mir das Genre einfach nicht. Das Kompetenzgerangel der verschiedenen Institutionen und die Animositäten der Geheimdienstler untereinander nahmen mir zu viel Raum ein, darüber hat mich auch nicht das spürbare Hintergrundwissen Le Carres hinweg trösten können. Letztendlich haben mich aber zwei der Hauptpersonen überhaupt nicht überzeugen können. Zum einen der Banker Tommy LaBrue und vor allem leider Issa. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie ein seelisch und körperlich schwer misshandelter Mensch sich nach einer kürzlich erfolgten abenteuerlichen Flucht wildfremden Personen aufdrängt, besonders wenn er bereits eine Zuflucht gefunden hatte. Zudem fand ich ihn realitätsfern, aufdringlich und naiv. Erstaunlicherweise habe ich zu keinem Zeitpunkt mit ihm mitleiden können, er war mir eher unsympathisch. Obwohl es mich durchaus interessiert was Terror für eine Gesellschaft und das persönliche Sicherheitsempfinden bedeutet, habe ich nie wirklich Zugang zu der Geschichte gefunden. Das wird wohl deshalb vorerst das erste und letzte Buch aus der Sparte Spionage / Agententhriller gewesen sein. Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie. James Daniel weiterlesen

