
Beschreibung
Poetisch und spannungsvoll – am besten zu lesen an einem traumverlorenen Sommertag: Nach seinem federleichten Roman »Der Schmetterlingssammler« erzählt der Finne Joel Haahtela auch in seinem neuen Buch von der Liebe: Auf der Suche nach der geliebten Frau stellt ein Mann sich seiner schmerzvollen Vergangenheit.
»Ich weiß fast nichts über sie. Nur ihren Namen. Elena. Ihr Gang ist mir vertraut, die Art, wie sie sich kleidet. Ich habe ihr Gesicht gesehen, das die Welt zu einem besseren Ort macht.« In einem Park sieht er die schöne junge Frau zum ersten Mal. Diese zufällige Begegnung reißt den alten Mann aus seinem einsamen Alltag. Sofort erscheint ihm Elena seltsam vertraut, seine Sehnsucht nach ihr wächst mit jedem Tag. Er möchte ihr nah sein, sie hören und fühlen. Die tiefempfundene Zuneigung zu ihr lässt ihn schließlich ungeahnte Kräfte entwickeln: Er tritt eine Reise an, die ihn nicht nur zu Elena ans Meer führt, sondern in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit, die das Geheimnis seiner Sehnsucht birgt.
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Aus dem Finnischen von Sandra Doyen.
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Leseeindrücke
Wohin geht diese Suche?
Hmmm, eine interessante LP, von der ich nicht genau weiß, wie ich sie einzustufen habe. In recht knappen Kapiteln folgt man dem Ich-Erzähler und nimmt an Bruchstücken seiner Wahrnehmung einer „Angebeteten“ teil. Man wird selbst zum Beobachter. An einigen Stellen las ich hier, es mag sich u.U. um einen Stalker handeln. Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht genau, denke aber, die Tiefgründigkeit der sprachlichen Ausgestaltung will mir etwas anderes sagen. Sicherlich muss man dieses Buch in seiner Gesamtheit erfassen, um sich ein umfangreiches Bild machen zu können. Möglicherweise auch, sich ganz darauf einlassen und es nicht mal eben zwischen Tür und Angel lesen. Ich denke, es wäre trotzdem sehr spannend, diesem Thema auf den Grund zu gehen. Aus meiner Sicht passt die Covergestaltung zur Stimmung des Buches. weiterlesen
enttäuschend
Klappentext und Cover haben mein Interesse geweckt, doch - um es gleich vorweg zu sagen- von der LP war ich enttäuscht. Aus Sicht eines namenlosen Ich-Erzählers, wird die erste Begegnung mit einer jungen Frau geschildert. Bewusst führt der Erzähler weitere Begegnungen herbei. Ob dies aus Liebe, Obsession oder einem Hang zum „stalken“ geschieht ist nicht erkennbar. Elena - diesen Namen gibt er der Unbekannten nach einem Eintrag in einem Buch das ihr gehört. In seiner Phantasie erschafft er eine Welt für sie. Jeder Tag scheint von nun an nur noch aus vermeintlich zufällig herbei geführten Begegnungen zu bestehen und auch 14 Kapitel später scheint sich daran noch nichts geändert zu haben. Mir erschließt sich der Sinn des Buches nicht. Die kurzen, tagebuchartig wirkenden Kapitel mit großen Freiflächenmachen das Buch unnötig dick. weiterlesen
verzaubernd
Zugegeben: es passiert nicht viel. Aber genau hier besticht die Geschichte mit Großartigem, denn der Leser verliert sich in dieser Sprache und wird weitergetragen. Diese Poesie ist etwas ganz besonderes. weiterlesen
Wunderschön
Leicht fliegen Joel Haahtelas Worte einem von den Seiten entgegen, legen sich auf die Seele und wollen immer wieder gelesen werden. Es wird erzählt von der Liebe, von den alltäglichen Wundern, die in unserer schnellen Zeit kaum noch wahrgenommen werden. Es wird von zwei Leben erzählt, die sich nur zufällig kreuzen und doch ist es genau dieser Zufall, sind es kleine Begebenheiten außerhalb unseres Wahrnehmungsbereiches, die ungeahnte und weitreichende Folgen haben. Bis zum Schluss die Geschichte sich selbst erklärt und eine unerwartete Wendung nimmt erfahren wir viele Gefühle und Eindrücke des Hauptprotagonisten. Es ist eine leichte, wunderbar traurig-schöne Geschichte von der Liebe und der Beständigkeit die ich noch öfter lesen werde. weiterlesen
Fast ein bißchen moderne Poesie....
"Sehnsucht nach Elena" besitzt einen stillen, feinen Charakter. Man hat sequenzartige Einblicke in das Leben des Ich-Erzählers, der eines Tages eine junge Frau beobachtet und von ihr verzaubert, sie nicht mehr vergessen kann. Der Roman nähert sich dem Leser zaghaft, die ersten Kapitel strahlen Traurigkeit, Einsamkeit und Sehnsucht aus - ohne dass die Geschichte vieler Geschehnisse braucht. Mir erscheint dass Buch fast wie ein "moderner Klassiker". Die Geschichte hat etwas zeitloses an sich, ist aber trotzdem modern geschrieben. Definitiv nichts für Leser von spannenden Schmökern, eher für Fans von ruhigen, lyrischen Lektüren - für die könnte es sich aber als echter Leckerbissen erweisen. weiterlesen
Rezensionen
Poesie
Ich war wie verzaubert von diesem Buch. Haahtela hat eine Leichtigkeit zu schreiben, die sich so einfach aufnehmen läßt. Es wird von zwei Leben berichtet. Geprägend sind jedoch die Emotionen von einem sehr besondernem und gefühlvollem Mann. Es sind die Kleinigkeiten, die hier auf wundervolle Art beschrieben werden. Dieses Buch hat eine eigene Leichtigkeit und erfasst den Leser im Nu. Es ist weder langweilig noch zäh. Man liest es schnell durch und fühlt sich einfach gut. Am Ende kommt es noch zu einer unerwarteten Wendung, die der Story sehr gut getan hat. weiterlesen
Elena, das Leben und die Liebe
"Sehnsucht nach Elena" ist ein Buch, das man wirklich sehr schnell durch hat, denn es ist leicht zu lesen, in kleinste Happen (teilweise nicht einmal eine Seite lang) verpackt und mit einem Thema, das vordergründig wohl jedem bekannt ist: Der Liebe. Allein diese Betrachtung wird aber dem Buch nicht gerecht, definitiv nicht. Ich habe fast bis zum Ende immer wieder überlegt, ob ich das Buch gut finde. Ob ich es überhaupt weiterlese, denn das "Geplänkel", das so wunderbar einfach zu lesen ist, ist halt auch immer irgendwie etwas belanglos. Aber dann... nach dem Paukenschlag (zumindest für mich war es einer) in Richtung Ende des Buches saß ich nur noch mit einem Lächeln auf dem Gesicht da und war traurig, dass diese wunderschönen, wunderbaren und einfühlsamen Seiten ausgelesen sind. Die im Klappentext angesprochene Reise zu sich selbst unternimmt man zwangsläufig auch, wenn man das Buch liest, erst recht eben nach dem Wendepunkt (der hier nicht verraten wird, denn das macht genau den Reiz des Buchs aus). Immer wieder flechtet Joel Haahtela Sätze ein, die einem wie die tollste Melodie des Herzens vorkommen - belanglos, einfach, aber genauso treffend. Und auch wenn man die Auflösung schon kennt, kann man das Buch auch noch ein zweites oder drittes Mal lesen, um genau die Feinheiten zu entdecken, die das Wissen über das Leben und die Vergangenheit der Hauptperson ausmachen. Ein wunderbares Buch! weiterlesen
Sehnsucht nach Elena
In diesem poetischen, kleinem Buch erzählt Joel Haahtela von einem Mann, der sich in eine unbekannte Frau verliebt, die er im Park sieht. Er weiß nichts von der Unbekannten, ist aber dennoch voller Sehnsucht, sie jeden Tag wieder zu sehen. Es ist schwierig, eine Inhaltsangabe zu diesem Buch zu schreiben, ohne allzu viel zu verraten. Denn als Leser weiß man zu Beginn kaum selbst etwas über den Mann, dessen Name nie genannt wird. Erst am Ende erfährt der Leser mehr über ihn, sein bisheriges Leben und den tatsächlichen Grund für seine Obsession. Ich bin froh, dass ich ohne jegliche Vorkenntnisse an dieses Buch herangegangen bin und nicht erst eine Leseprobe gelesen habe. Denn dann hätte ich das Buch wohl nie gelesen. Für mich hatte sich die Magie, Melancholie und Leichtigkeit erst mit der zweiten Hälfte des Romans entfaltet. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Es gibt keine aktive Rede, alle Gespräche werden indirekt wiedergegeben. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. weiterlesen
Der namenlose Protagonist
…ist 80 Jahre alt und von einem jungen Mädchen verzaubert. Er hat sie im Park gesehen und war hin und weg von ihr und ihrer wunderbaren Erscheinung. Durch Zufall erfährt er schließlich doch ihren Namen, Elena. Doch er spricht sie nicht an, sondern träumt nur von ihr in aller Stille. Als Elena plötzlich verschwindet, ist er schwer enttäuscht. Nun beginnt er zu recherchieren und erfährt somit auch, dass sie einen Ferienjob angenommen hat. Wird er sie wieder sehen? Und wird er sie irgendwann ansprechen. Joel Haahtela schreibt in seinem Roman in kurzen Kapiteln mit einem ruhigen gefühlvollen Schreibstil. Es ist ein wunderbares Buch entstanden, in dessen Verlauf man den einzelnen Charakteren immer mehr Empathie entgegen bringt. Fazit: Dieses Buch mit Sehnsucht und Melancholie schafft es, uns in einen märchenhaften Traum zu versetzen. Ach ja – und einige Tränen sind durchaus erlaubt... weiterlesen
Ein kleines Juwel
Dieser eher kurze Roman ist ein kleines Juwel unter der Vielzahl der Bücher. Joel Haahtela erzählt die Geschichte leicht und zum Teil mit schlichten Worten. Dennoch ist sie eindringlich und tief bewegend. Der schon ziemlich alte Ich-Erzähler - seinen Namen erfahren wir nicht - sucht fast täglich die scheinbar zufällige Begegnung mit Elena, man könnte schon fast an einen Stalker denken. Er erwartet sie, auf einer Bank sitzend, wenn sie regelmäßig durch einen Park kommt, er folgt ihr sogar. Er spricht sie jedoch niemals an oder belästigt sie, er beobachtet nur und hängt seinen Gedanken nach. Er steigert sich immer mehr in seine Schwärmerei hinein, sodass man sich fragt, wo das Ganze hinführt und man bekommt auch ein wenig Angst um die junge Frau. Doch alles ist ganz anders als man denkt. Das Ende ist wunderschön und sehr berührend, aber auch ein bißchen traurig. So ruhig und leise die Töne dieses Buches auch sind, so intensiv hat es bei mir nachgewirkt. Ich habe es wirklich sehr genossen. Für mich ist es eine einzige Homage an unvergängliche Liebe. Ich hoffe, der Autor verfasst noch mehr solch wundervoller Bücher. weiterlesen

