
Beschreibung
Lin ist zweiundzwanzig, Schriftstellerin und frisch verheiratet. Sie geht in der Ehe und dem Haushalt auf. Sie akzeptiert alles, sie unterwirft sich ihrem Mann, denn es fällt ihr schwer, als selbstbewusste Frau aufzutreten. Mehr noch, für sie ist Selbständigkeit eine Bedrohung. Die Zwangsvorstellung, andere Frauen könnten ihr Liebesglück gefährden, macht sie rastlos und aggressiv.
Immer tiefer steigert sie sich in Eifersucht, Wut und quälende Fantasien hinein. Ob sie auf dem Weg in die Flitterwochen die Stewardess verdächtigt, mit ihrem Mann zu flirten, oder als Jugendliche das Mobiltelefon ihres jeweiligen Freundes kontrollierte, Lins Leben findet nur in der emotionalen Abhängigkeit zu einem Mann statt. Ihre Obsessionen zerstören jedes Vertrauen und jede Liebe. Dabei betrachtet sie sich jedoch nicht als Opfer, sondern geht stets mit sich selbst ins Gericht. Auch ihre aggressiven Impulse richten sich mehr gegen sich selbst als auf andere, ihre quälenden Fantasien changieren zwischen Aggression und Selbstanklage. Erst als Lin sich für ihren neuen Roman mit ihrer Autobiographie beschäftigt, beginnt sie zu verstehen, dass Liebe für sie schon immer ein Machtspiel war. Sie blickt zurück auf ihre vier wichtigsten Liebesbeziehungen, in denen sie immer eine in ihren Obsessionen gefangene Frau war. So erlebt der Leser Lin in den achronistischen Rückblicken mit 22, 18, 16 und 15 und erkennt die Muster, die sich in ihren Beziehungen abspielen und die sie zu der Frau gemacht haben, die sie mit 22 ist.
Autoren
Extras
Zusatzinformationen
Aus dem Japanischen von Sabine Mangold
Presse
Pressestimmen
(Pressestimmen zu ihrem ersten Buch "Tokyo Love")
»In Japan schockierte Hitomi Kaneharas Romandebüt um Sex, Gewalt und Tod viele Leser. Gleichzeitig brachte ihr das nur 120 Seiten dicke Buch den wichtigsten Literaturpreis des Landes ein und machte die Autorin zur Pop-Ikone.« Brigitte Extra
»Ein wildes, rotziges Buch voll drastischer Gewalt und Sex, das stimmig und eindringlich die Gemütslage der Protagonistin und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens beschreibt.« Kultur Spiegel
»Ein harter, schneller Roman, der sich millionenfach verkaufte.« Brigitte
»Dieser Debütroman hat die wichtigsten Literaturpreise Japans gewonnen, mehr als eine Million Leser überzeugt: in Tokyo Love erzählt Hitomi Kanehara von brutalem Sex, Konsumgier und dem kranken Narzissmus einer einsamen Generation. Schockierend, nie sensationalistisch.« Bücher
»Pointiert, aufrüttelnd und manchmal plastisch bis an die Grenze des Erträglichen beschreibt Hitomi Kanehara die Metamorphose eines braven Mädchens zum drogensüchtigen, gefühlskalten Wrack.« Maxi
»Hitomi Kanehara ist eine Ikone der japanischen Popkultur.« New York Times
»Das Abbild einer exzentrischen Welt, das deutlich die Gedanken junger moderner Frauen zeigt, eine radikale Entschlüsselung unserer Zeit.« Ryu Murakami, Autor von 69 und Mitglied der Akutagawa-Jury
»Kanehara ist ein Literaturstar.« International Herald Tribune
»Dieser Roman über Entfremdung schockiert mit seiner Radikalität.« The Guardian
Leseeindrücke
Krankhafte Eifersucht
Ich fühlte mich von dieser LP leider sehr wenig angesprochen. Mich hat das Buch beim Lesen eher negativ eingestimmt. Die Ich-Erzählerin würde aus meiner Sicht dringend einen Psychiater benötigen, statt der eigenständigen Versuche, sich in irgendeiner Form selbst therapieren zu wollen. Ihrer krankhaften Eifersucht, samt entsprechender Gedanken kann und will ich nicht durch ein ganzes Buch folgen. Es mag möglicherweise im Verlauf des Buches noch spannender werden, ich werde jedoch nicht weiterlesen. Vielleicht noch etwas zum Schreibstil. Den fand ich an sich angenehm flüssig. weiterlesen
Obsession
Ein junges Paar ist auf der Rückreise von den Flitterwochen. Aus der Sicht der jungen Frau wird der Leser Zeuge ihrer absolut übersteigerten, ja krankhaften Eifersucht. Sie versucht sich in selbstanalytischer Weise eigenhändig therapieren zu wollen. Doch das gehört in die Hand eines erfahrenen Analytikers, der dafür dann auch sein Geld verdient. Der Text ist flüssig geschrieben, trotzdem hat mir die Lektüre keinen Spaß bereitet - zu unsympathisch die Ich-Erzählerin, zu wenig nachvollziehbar ihre Gedankengänge. Es bleibt zu hoffen, dass dies lediglich als Einstieg, sozusagen zum Kennenlernen der Hauptfigur dient - vielleicht wird es - wie im Klappentext angekündigt- noch interessant, wenn sie aus der Vergangenheit berichtet, denn diese Besessenheit wäre durch einen ganzen Roman hindurch für mich nur schwer zu ertragen! weiterlesen
nicht hineinversetzbar
Für mich persönlich ist das gar nichts. Das liegt wohl in erster Linie daran, dass die meisten von uns schlicht anders erzogen wurden und die Frauen sich nicht mehr so verhalten. Das das in Japan vermutlich noch anders ist, kann ich mir gut vorstellen. Aber auch hier zu Lande gibt es Eifersucht und davon auch die krankhafte Variante. Ich denke, dass Menschen, die sich angesprochen fühlen oder jemandem kennen, der so ist, vielleicht aber aus psychologischer Sicht, dieses Buch betrachten, kann es sehr wertvoll sein. weiterlesen
Title
Hi weiterlesen
Obsession
Toll geschrieben, intensiv, beeindruckend, zum Schmunzeln. weiterlesen
Rezensionen
naja
In dem Buch geht es um die Hauptperson Rin sie ist 22 Jahre alt und frisch verheiratet. Sie arbeitet als erfolgreiche Schriftstellerin. Gute Voraussetzungen also, ein glückliches Leben zu führen. Und dennoch kann sie das irgenwie nicht. Das Buch ist irgendwie komisch geschrieben. Ich brauchte auch lange zum lesen. Im ersten Kapitel erzählt von Ihrer Ehe. Dann im 4 Kapitel springt sie in ihr Leben.Das Buch generell hab ich auch nicht wirklich verstanden. Was will mir das Buch sagen?! Was will es den Lesern sagen? Wie kommt man auf so eine Story? Aber trotz all dem hab ich es fertig gelesen. Das Cover fand ich nicht ganz so gut gewählt. weiterlesen
Bloß die Finger weg!
Puh, bin ich froh, dass ich nicht ganz falsch liege mit meiner Einschätzung - denn auch ich kann nur sagen, dass ich mich nicht erinnern kann, ein schlechteres Buch gelesen zu haben als "Obsession" von Hitomi Kanehara. Ich habe mich wirklich zwingen müssen, das Buch fertig zu lesen, denn ich dachte immer "es könnte ja noch eine Erklärung kommen, warum Rin einfach nur einen absoluten Knall hat" - aber leider bleibt auch der Rückblick bis ins Alter von 15 relativ unklar und warum genau die Gute nun so von der Rolle ist, erschließt sich nicht wirklich. Eine gute Charakterstudie von einer kranken Person ist das Buch meiner Meinung nach auch nicht, weil die selbstzerstörerischen Gedanken, die sie sich macht, in ihrer Meinung ja einen Sinn ergeben, aber die Gedankenketten einfach oft so sinnlos hintereinandergereiht sind, dass es für mich zu konstruiert aussieht. Ich wünsche jedenfalls Hitomi Kanehara, dass sie beim Schreiben gute Drogen genommen hat, sonst würde ich ihr auch den Gang zum Arzt empfehlen.... Ich bin selten bei einem Buch wirklich aggressiv geworden, aber schon nach zwei Seiten hätte ich Rin nehmen und schütteln wollen und zwar so lange, bis sie wenigstens einen einigermaßen klaren Gedanken fassen kann. Auf der Rückseite steht ja "Liebe ist Macht" - im Buch geht es aber die ganze Zeit nicht um Liebe sondern nur um ihre pseudo-Abhängigkeit von Sex und ihren Pillen, sie ist nicht an anderen interessiert sondern nur an sich selbst, denn selbst wenn sie vielleicht im Ansatz mal an andre denkt, drehen sich die wirren Gedanken gleich wieder weiter und sie landet unweigerlich bei sich. Deswegen muss ich mich wohl korrigieren und sagen: ich wöllte sie nicht mal schütteln, ich würde wohl schnellstmöglich das Weite suchen und schauen, dass mir die Person nicht zu nahe kommt. Aber vielleicht bleibt sie einfach in ihrer verqueren Welt, und lässt uns in Ruhe (Eigentlich hätte das Buch gar keine Stern verdient, aber das wird nicht angezeigt - deswegen einen, weils eben sein muss...) weiterlesen
Buch einer labilen Person....
Die Leseprobe damals hat mich sehr gefesselt, da mir der Schreibstil und die Ängste der Hauptperson angesprochen hat. Das Buch ließ mich wochenlang nicht wirklich los, so dass ich es mir jetzt privat gekauft habe. Das Buch ist wirklich durchgeknallt! Teilweise musste ich es schon recht langsam lesen, da die Hirngespinnste von dieser Frau wirklich chaotisch waren. Es geht hier um rasende Eifersucht, Selbstzweifel, Drogen und Sex. Mehr als diese 200 Seiten hätte man, glaub ich, kaum ausgehalten. Es ist mal etwas anderes, auch wenn es mich zum Schluss hin nicht mehr so angesprochen hat! LG aus Essen Karina weiterlesen
Japanisches Feuchtgebiet
Zu Beginn fand ich das Buch mit seinem roten Cover sehr ansprechend, daher nahm ich es bei einer Freundin aus dem Regal um es anzulesen - und die ersten Seiten fand ich gar nicht so schlecht: Eine krankhaft eifersüchtige frisch Vermählte empfand ich alles gelungenen Start und guten Aufhänger für das Buch. Selbst das erste Kapitel in welchem die Protagonistin sich von zwei Seiten präsentiert. als sebstsbewusste erfolgreiche Schriftstellerin und als von Selbstzweifeln zerrüttete, in ihrer Beziehung unglückliche und von Wahnvorstellungen heimgesuchte Frau, die von den Gefühlen ihres Partners abhängig ist. Da ich nie die Klappentexte lese (empfinde ich als Spoiler) saß ich immer noch dem Irrtum auf, dass sich so etwas wie eine Handlung entwickeln würde. Durch den Beginn des zweiten Kapitels war ich etwas irritiert, erkannte jetzt aber endlich den Aufbau des Buches. Die Idee ähnliche Situationen in verschiedenen Lebensabschnitten zu erzählen finde ich recht gut. Leider gibt es in Obsession keine Varianz. Lins Monologe werden mit abnehmenden Alter nervtötender mit jedem Wort. Die Ausdrucksweise wirkte zu vulgär und aufgesetzt. Ihr gesamtes Verhalten schien mir unecht und selbstinszeniert. Und ihre Fantastereien waren eine Zumutung. Der Dialog mit Geschlechtsteilen kann ja ganzs amüsant sein - hier war er es nicht, sondern nur eine Ansammlung von Zoten. Die Absicht der Autorin ist klar zu erkennen: Abhängigkeiten der Gefühle und das Selbstaufgeben einer Frau innerhalb der Beziehung und die selbst gewählte Unterwürfigkeit zum Mann. Und ich debke immer noch, dass das ein gutes Motiv ist, so aber bitte nicht umsetzen. Bei Obsession fehlte mir jeglicher Tiefgang, Entwicklung und Lösungsansatz. Leider war das Buch für mich eine Entäuschung und ich habe mich durchgequält.Werde es kommentarlos in den Bücherschrank meiner Freundin zurückstellen und hoffen, dass es dort verstaubt und niemanden anderes auffällt: zwei Opfer sind ausreichend. weiterlesen
Obsession
Die Autorin : Hitomi Kanehara ist gerade Mitte zwanzig und lebt in Tokio. Das Cover : … ist schon allein durch die Signalfarbe rot sehr Auffällig ,allerdings hätte dies allein, nicht ausgereicht, um mich vom kauf zu überzeugen… Das Buch : die 22 jährige Lin ist Schriftstellerin und gerade frisch verheiratet. Sie unterwirft sich komplett ihrem Mann; Selbstständigkeit ist für sie eine Bedrohung. Doch gleichzeitig sind es gerade diese Selbstbewussten und selbstständigen Frauen, die sie fürchtet; denn diese könnten Lin ihren Mann nehmen. So steigert sie sich von einer Eifersucht in einen Wahn… Phuuh, was soll ich dazu sagen…? Zunächst fand ich es wirklich sehr anstrengend das Buch zu lesen; beinahe hätte ich es abgebrochen ,weil es mir irgendwann einfach zu kompliziert wurde. Die Dialoge sind sehr kurz und stockend beschrieben. Auch konnte ich nicht so wirklich einen Sinn in der Geschichte finden. Für mich war es einfach viel zu übertrieben, wirr und kompliziert. Irgendwie unecht! weiterlesen

