
Beschreibung
Zwei Brüder kämpfen sich durch ein Leben aus Drogen, Gewalt und Einsamkeit. Als die Mutter stirbt, begegnen sie sich nach langer Zeit wieder und fassen Hoffnung. Aber schon bald holt das Leben sie wieder ein. »Submarino« ist packender, kompromissloser Realismus. Der Roman wird derzeit von Thomas Vinterberg (»Das Fest«) verfilmt.
Nick ist Bodybuilder und Ex-Knacki und haust in einem heruntergekommenen Wohnheim am Stadtrand Kopenhagens. Er trainiert hart und trinkt viel. Die nächtlichen Albträume vertreibt er mit lieblosem Gelegenheitssex. Sein älterer Bruder ist alleinerziehender Vater und Heroin-Junkie. Er lebt in ständiger Angst, seinen Sohn zu verlieren oder die Drogen aufgeben zu müssen. Als ihre Mutter stirbt, begegnen sie sich nach langer Zeit wieder und beschließen einen Neuanfang. Doch bald holt das Leben sie ein ...
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Aus dem Dänischen von Günther Frauenlob
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Leseeindrücke
Da würde man gerne abtauchen
Der Schreibstil geht ja gar nicht - hat mir schon nach ein paar Seiten gereicht. Eigentlich schade, denn die Idee der Geschichte klang wirklich spannend und ich hatte mich darauf gefreut. weiterlesen
Schwerfällig
Bengtssons Buch beginnt mit einem abgehackten Prolog. Man lernt die wichtigen Personen namentlich kennen: Nick, Ivan, Ana, die Mutter, John...Das ist aber auch alles. Der Stil ist ungewöhnlich. Sehr erdrückend, wortkarg und vollkommen emotionslos. Der Prolog allein hätte mir wirklich zuviel Negatives ausgedrückt, als dass ich das Buch hätte lesen wollen. Leider ist der Kapitelausschnitt nach dem Prolog nicht besser. Es kommt keine Spannung, noch keine Handlung auf. Nur die Kargheit des Lebens, die Sinnlosigkeit jedes einzelnen Tages...Anders? Ja! Aber kein Buch für mich. weiterlesen
Unter die Haut
Das Buch erscheint für einen Leihen sehr war zu sein. Wenn ich es lese, glaube ich es. Ich habe in diesem Bereich keine Erfahrung. Es sieht sehr hart und frustrierend aus. Es geht mir unter die Haut und berührt mich. Macht mich nachdenklich. Und ganz ehrlich: Ich will es nicht. Ich denke, ich bin kein Aussenseiter, wenn ich sage, dass ich mein Leben und meine Familie beschütze und böse Dinge, wie z.B. Drogen nicht dort sehen möchte. Ich möchte sie gar nicht wahrnehmen und wahrhaben. Naiv? Ja. Sicherlich. Selbstschutz? Gewiss. Das Buch erscheint mir sehr gut, das Thema ernst. Werde ich es lesen? Nein. Definitiv nicht. weiterlesen
Submarino
Ein verfilmtes Buch, hart, fesselnd, spannend, ein schlimmes Leben :( weiterlesen
Schmucklose Sprache. Zwielichtige Typen.
Nick, ein vorbestrafter und von Dämonen der Vergangenheit gequälter Typ, der in einem Asylantenheim lebt, seine Tage mit Bodybuilding verbringt, trinkt, ab und zu Sex mit einer Nachbarin hat und dessen Leben eigentlich immer den gleichen Abläufen folgt... Bereits in der kurzen Leseprobe ist für mich deutlich geworden, dass dieser Roman das ist, was ich als typisch skandinavisch beschreiben würde. Mit seiner schonungslosen Sprache und trostlosen Schauplatz erinnert er an die Pusher-Filme. Die Leseprobe macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Mein Prädikat: Lesenswert für Fans des (brutaleren) Nordens. weiterlesen
Rezensionen
Jonas T. Bengtsson, Submarino
Submarino – Eine Foltermethode, bei der der Kopf einer Person bis zur Erstickungsgrenze unter Wasser gedrückt wird. Und genauso erdrückend sind die Lebensgeschichten von Nick und seinem Bruder. Aber erst ein mal zum Cover. (Taschenbuch) Zu sehen ist, links oben, ein älterer Mann mit Vollbart der sehr hart wirkt. Neben ihm, rechts oben, steht der Name des Autors und in kleineren und feineren Worten darüber das „Urteil“ von Jörg Böckem. Den meisten Platz jedoch nimmt der Titel ein, der in 3 Teile (SUB-MAR-INO) in großen weißen sowie brüchigen Druckbuchstaben vor einem schwarzen Hintergrund steht. Die Inhaltsangabe finde ich nur teilweise passend. So ist z.B. Nick bei der äußeren Inhaltsangabe der ältere Bruder und bei der inneren der Jüngere, auch bei ihrer Begegnung ist nichts davon zu lesen das sie einen Neuanfang starten wollen und auch das Nick weiß was er will empfinde ich so als nicht ganz richtig. Bevor der Prolog anfängt ist vorher noch kurz die Definition von Submarino zu lesen. Der Prolog lässt einen kurz aber intensiv in die Welt von Nick eintauchen, was ohne die ganze Geschichte zu kennen einen erst einmal sehr wirr vorkommt. Danach geht es auch gleich mit dem 1. Teil von 2en los. Dieser trägt die Überschrift Ivan, welcher der Bruder von Nicks Ex-Freundin Ana ist. Nick ist ein Ex-Knacki der in einem schäbigen Wohnheim am Stadtrand von Kopenhagen Übergangsweise wohnt. Wenn er nicht gerade in seinem kleinen Zimmerchen sitzt und Alk trinkt ist er in der Muckibude oder bei seiner Flurnachbarin Sofie, die ihn gerne etwas verwöhnt. Aus dem nichts heraus entschließt er sich eines Tages Ivan, der Bruder seiner Ex, ein wenig zu Helfen, ihn zu Begleiten und teilweise ihm auch ein Freund zu sein. Er geht mit ihm essen, hört sich seine Geschichten an und kauft ihm Männerhefte und geht sogar mit ihm auf die Suche nach einer bereitwilligen Professionellen. Doch Sympathisch wurde mir Nick trotzdem nicht. Er bleibt bei seiner derben Art, trotz Knastaufenthalt ist er weiterhin bereit dinge mit Gewalt zu regeln. Auch seine Wortkargheit gegenüber anderen ist nicht gerade eine positive Eigenschaft. In der Inhaltsangabe wird erwähnt das Nick weiß was er will. Dem Stimme ich nur teilweise zu, denn ja, er will hart trinken und wahrscheinlich auch hart trainieren aber wird man so hart gegen die ganze Welt ? Wahrscheinlich eher nicht. Er wirkte auf mich eher so das er nicht weiß was er will und ziemlich lustlos den Leben gegenüber steht. Wenn das eine eben nicht klappt mach ich das andere. Dies ist nicht nur auf Situationen bezogen sondern auch auf seine umliegenden Kontaktpersonen. Des Weiteren erzählt Nick kurze Episoden aus seinem damaligen Leben zusammen mit Ana und von seiner Kindheit zusammen mit seinem Bruder und dem schwerwiegenden Schicksal das sie durchmachen mussten. Ab circa der Hälfte beginnt der 2. Teil mit der Überschrift Martin, welches der Sohn von Nicks Bruder ist. Nicks Bruder ist Heroin abhängig und seit einer Weile alleinerziehender Vater. Seinen Namen bekommt man leider bis zum Schluss nicht heraus so das er immer nur als Bruder da steht. Was ich sehr Schade finde, denn auch er erzählt von seinem Alltag und seinem früheren Leben, von seiner Frau und den Drogen und von seiner Kindheit und dem selben Schicksalsschlag den auch sein Bruder Nick die ganze Zeit beschäftigt. Auch er ist kein Sympathieträger, denn auch wenn er sich unter den herrschenden Umständen gut um seinen Sohn Martin kümmert ist und bleibt er eben doch auch ein Fixer. Des Weiteren rutscht er durch seine Sucht in die Beschaffungskriminalität und Raubt ältere wehrlose Ladys aus. Zusammengefasst haben beide Brüder mächtige Probleme mit ihrem Leben klar zu kommen und stehen beide eher am Rande der Gesellschaft. Verantwortlich für diese Misere könnte man das Milieu in dem sie groß geworden sind, die Alkoholkranke Mutter, den Selbstmörderischen Vater, die Gesellschaft allgemein, ect. machen, doch eine Gewisse Mitschuld bleibt. So wird der Namenlose Bruder nach einer relativ längeren Abstinenzzeit wieder rückfällig und beeinflusst somit auch das weitere Leben seines Sohnes für das er eig. nur das beste will. Und auch Nick gefährdet durch seine Art mit Menschen umzugehen und die gewisse Gleichgültigkeit dabei Personen die es sicherlich nicht verdient haben. Der Schreibstil von J. T. Bengtsson ist dabei sehr derb aber keinesfalls unpassend, macht es einen doch nur bewusst in welcher Situation bzw. in welchen Milieu sich die 2 befinden. Einzig die Satzlänge hat mich etwas gestört. Die Sätze waren sehr kurz und meist sehr abgehackt wodurch meiner Meinung nach auch einiges an Emotionen verloren gegangen ist. Auch der Lesefluss war somit ein wenig beschwerlicher, der Verlauf der Geschichte blieb jedoch rasant. Der 1. Teil wird aus der Sicht von Nick erzählt und der 2. Teil aus der Sicht seines Bruders. Allerdings sind auch in beiden Teilen Dialoge vorzufinden. Die einzelnen Kapitel sind nicht sehr lang und springen öfters mal in der Zeit vor und zurück. Mir persönlich hat dabei der 2. Teil “Martin“ besser gefallen. Der Verlauf war interessanter und die Schreibweise nun auch nicht mehr so ungewohnt. Empfehlen würde ich Submarino von J. T. Bengtsson jeden der sich dafür interessiert was ein Strudel aus Gewalt und Hoffnungslosigkeit und zeitgleich ein misslungener Kampf alles besser machen zu wollen anrichtet. weiterlesen
Untertauchen
Auch in Dänemark ist nicht alles eitel Sonnenschein, dass macht der Autor schon mit seinen ersten Sätzen klar. Da liegt ein kleiner Junge tot in seinem Bettchen. Und nach und nach wird enthüllt wie es zu diesem plötzlichen Kindestod kommen konnte. Als ob das noch nicht reicht, schaut der Leser auch in die Gegenwart der beiden älteren Brüder des Kleinen. Und diese sieht auch alles andere als rosig aus. Nick war schon im wegen Körperverletzung im Knast, er säuft und für seinen Muskelaufbau hilft er auch manchmal nach. Die Trennung von seiner Freundin beschäftigt ihn noch. Und ohne festen Halt lässt er sich treiben. Seinen Bruder hat er lange nicht mehr gesehen. Doch auch der führt ein trostloses Leben. Als Junkie ist er kaum in der Lage sich um seinen Sohn zu kümmern. Zwar versucht er sein Bestes zu geben, aber die Sucht ist stärker und nur mühsam kann er nach außen den Schein wahren. Wieder treffen sich die beiden Brüder erst als ihre Mutter im Sterben liegt. Doch auch dabei kommen nur unangenehme Erinnerungen hoch. Bitter ist diese Geschichte, einfach zuviel bricht über diese Familie heim, die seltsam zusammengewürfelt ist und an ihrer Zerrissenheit scheitert. Kaum Lichtblicke gibt es da, jeder Versuch, einen Strohhalm zu ergreifen scheitert, selbst gut gemeinte Unternehmungen verkehren sich noch ins Gegenteil. Es ist der Versuch das Leben zu überleben, doch könnte auch der zum Scheitern verurteilt sein. weiterlesen
Nervenstärke
Bei diesem Buch wird dem Leser einiges abverlangt. Es ist sehr hart und streckenweise, trotz sehr einfacher Schreibart brutal geschrieben. Bengtsson erzählt, dass es wirklich ein jeder verstehen und begreifen kann. Genau das macht die Geschichte dann auch so kalt und unbarmherzig. Es ist nicht gefühllos. Das nicht. Dann gäbe das Buch keinen Sinn. Aber es ist hart und unnachgiebig. Der Leser ist in der Regel dankbar dafür, nicht an der Stelle der Brüder sein zu müssen. weiterlesen
zu heftig
Anfangs dacht ich mir, dass es die typische Deutsch-Leistungs-Kurs-Lektüre sei. Konfliktbeweltigungen, Charakterstudien, etc. Dann kam es mir aber zu heftig vor. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Und Schüler sollten nicht zum Lesen dieser Lektüre gezwungen werden. Entweder man kann es oder nicht. weiterlesen
Drogen, Gewalt und noch mehr Drogen
Erzählt wird die Geschichte von zwei Brüdern. Der eine, Nick, saß bereits im Gefängnis, ist nun zwar frei und trainiert Bodybuilder, doch sein Leben ist geprägt von Alkohol und Drogen, seine sozialen Kontakte beschränken sich auf Flüchtlinge, halbseidene Gestalten und anderen, denen man lieber weder im Dunkeln noch im Hellen begegnen möchte. Nicks älterer Bruder führt ein nach außen hin ziemlich normal anmutendes Leben, ist alleinerziehender Vater seines fünfjährigen Sohnes Martin. Doch er ist drogenabhängig, fixt. Obwohl er sich sehr um seinen Sohn kümmert, den Jungen in den Kindergarten bringt, ihn versorgt und bemüht ist, ihm ein normales Leben zu bieten, wie andere kleine Jungen es auch haben, drehen seine Gedanken sich doch immer wieder um Drogen und Beschaffung derselben. Nicht einmal als Martin durch eine Fahrlässigkeit in Lebensgefahr gerät, ändert er sein Verhalten. In Rückblicken erfährt man dann etwas über die Kindheit der Brüder, die ebenfalls von Sucht geprägt war. Nach Beendigung dieses Buches fragte ich mich, was der Autor eigentlich damit bezweckt. Er erzählt die Geschichte von zwei Brüdern, einer Menge der unterschiedlichsten Drogen, Gewalt, Hoffnungslosigkeit. Diese düstere Atmosphäre wird auch sehr gut eingefangen, eine richtige Romanhandlung aber gibt es nicht. Mag daran liegen, dass das komplette Buch in unterschiedlichen Ich-Perspektiven verfasst ist. Wirkliche Spannung kommt so nicht auf. Man hat das Gefühl, einfach nur zwei Verlierern der Gesellschaft zuzuhören, die über ihr verkorkstes Leben berichten. Und da bei beiden eine ganze Menge schon in der Kindheit schiefgelaufen ist, füllt der Autor damit dann auch 383 Seiten. Der Schreibstil ist dabei ziemlich abgehackt, auch sind die einzelnen Szenen fast alle sehr kurz und manche Passagen wirken ziemlich verwirrend. Wer gerne über den Alltag eines Drogensüchtigen liest, ist mit diesem Buch bestens bedient. weiterlesen

