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Kurz zum Inhalt:
Gerade als Pharaonenhund Amadeus seinen Platz als Wächter des Sancra Sidone aufgenommen hat, wird das Grabtuch gestohlen. Giacomo findet es zufällig und bringt es Isabella. Diese wird verhaftet, als sie es zurückgeben will. Giacomo und Niccolo machen sich auf die Suche nach dem wirklichen Dieb, weil sie Isabella befreien wollen. Amadeus, von seiner Meute wegen seines Versagens verstoßen, macht sich auf die Suche nach dem Grabtuch.
Die Idee ist gut, leider kann mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Die Geschichte wirkt stellenweise langatmig und nicht wirklich spannend. Dieser zweite Roman um die drei Hunde Giacomo, Niccolo und Canini kann man zwar eher als den ersten (Tod und Trüffel) als Krimi bezeichnen, doch ist es dennoch eher eine Tiergeschichte mit eingebauten Spannungsmomenten. Einige Teile des Buches kann man, so vermute ich, kaum verstehen ohne den ersten Roman gelesen zu haben, insbesondere die Rolle des Spürers und die der Wölfe, die zum Ende dieses Buches in Erscheinung treten.
Fazit: Mehr als ein "ganz nett" entlockt mir dieses Buch nicht. Es gehört nicht zu den Büchern, die man gelesen haben muss. Krimileser kommen hier eher nicht auf ihre Kosten.
Von der Leseprobe war ich ja sehr begeistert. Der Anfang des Buches liest sich sehr gut und flüssig und man liest erwartungsvoll weiter. Leider zieht sich in der Mitte des Buches über einen langen Zeitraum hinweg die Geschichte in die Länge. Der Autor schildert die Geschehnisse zunächst sehr glaubhaft und verständig. Aber später scheint es als gäbe es nicht genug "Material". Die Geschichte wirkt teilweise ein wenig an den Haaren herbeigezogen und es ist doch wirklich mehr als fraglich, ob ein Hund denkt wie ein Mensch. Kann man als Mensch überhaupt jemals wissen was ein Tier wirklich denkt?
Der Anfang von Henns "Blut & Barolo" war sehr verheißungsvoll, hat aber an Ende nicht gehalten was er versprochen hat. Die Geschichte hat sich einfach zu sehr in die Länge gezogen und am Schluss überschlugen sich dann die Ereignisse. Die Spannungskurve ist mit der Zeit immer schlaffer geworden und es hat mich gedrängt das Buch zur Seite zu legen. Tapfer habe ich durchgehalten dieses eine Mal, aber ein zweites Mal wird es sicher nicht geben.
Sehr bedauerlich, aber so weiß ich wenigstens, dass nicht alle Bücher spannend sind die so toll anfangen. Auch diese Erfahrung muss man wohl machen. Ich hoffe den anderen gefällt das Buch besser!
.... hat dieses Buch alles, um ein richtig guter Schmöker zu sein!
Ein spannende Geschichte - das Turiner Grabtuch wird gestohlen und muss natürlich wiederbeschafft werden!
Hauptfiguren - die allesamt sehr liebenswert sind. Eine große Hundemeute aller Rassen, lebendig und hilfsbereit um den Diebstahl aufzuklären - und allen voran Giacomo, der Gourmet, der nichts mehr liebt als Barolo und italienische Leckerein und der junge Niccolo, die beide in Isabella ein neues Frauchen gefunden haben.
Ein wunderschönes Ambiente - das Piemont! Wunderschöne Landschaften, großartige Altertümer.
Aber - ich bin nicht in dieses Buch "hineingekommen"! Ich habe mich bemüht, bin offen auf die Hundeschar zugegangen und war sofort ein Fan von dem alten Giacomo - aber irgendwann wurden es mir zu viele Hunde - zu viele Namen - zu viele Begebenheiten. Ich blickte nicht mehr durch, konnte mich nicht mehr konzentrieren und habe das Buch dann weggelegt! Vermutlich tu ich dem Buch damit Unrecht - vielleicht hatte ich nicht die nötige Ruhe - aber es war mir leider zuviel gewusel. Ich werde das Buch nächste Woche mit in den Urlaub nehmen, vielleicht finde ich dort die nötige Ruhe, dann kann ich diese Rezension ja noch einmal ergänzen!
Giacomo, ein schon etwas in die Jahre gekommener, jedoch sehr weiser und gutmütiger reinrassiger Lagotto (italien. Wasserhund, der vorwiegend zur Trüffelsuche eingesetzt werden) geht mit seinen tierischen Freunden Niccolò (einem Windhund) und Canini (einer Spanielhündin) und deren Frauchen Isabella auf Wolfssichtung in den Wäldern des Schlosses Stupinigi südwestlich von Turin.
Gleichzeitig wird aus dem Duomo zu Turin die heiligste Reliquie überhaupt - das Turiner Grabtuch - Leichentuch von Jesus Christus - gestohlen. Amadeus, ein Pharaonenhund, dessen Meute schon seit Menschengedenken damit beauftragt ist, das Sindone (Grabtuch) mit dem Leben zu beschützen, wird auserwählt die Nachfolge als Wächter des Sindone anzutreten und versagt: Das Grabtuch wird gestohlen. Er bringt Schande über sich und seine Meute und wird von seiner Familie verstoßen.
Parallel dazu stößt Giacomo im verschneiten Wald von Stupinigi auf plötzlich deutlichen Trüffelgeruch. Er verfolgt diesen und findet in einem Baumstumpf ein verrottetes Bündel, das so stark duftet, dass Giacomo es mitnehmen muss. Er trägt es auf das Schloss, wo Isabella geschockt in den News erfährt, dass das Sindone von Turin gestohlen worden ist - nicht ahnend, was Giacomo soeben ins Schloss geschleppt hat. Nicollò versucht sein Frauchen auf den Fund aufmerksam zu machen. Als Isabella langsam bewusst wird, was vor ihr liegt verständigt sie die Polizei. Kurz darauf stehen auch schon dubiose Typen vor der Tür und versuchen, das Tuch mit Gewalt an sich zu bringen. Giacomo flüchtet mit der Reliquie. Isabella wird kurze Zeit später festgenommen und des Raubes des Sindone beschuldigt. Sie kommt in Untersuchungshaft.
Die Jagd nach der heiligen Reliquie beginnt.
Amadeus, der seinen Fehler wieder gutmachen will und der Rest von Turin - sowohl Menschen, wie auch Hunde - sind auf der Suche nach Giacomo und seinen Freunden. Giacomo bringt das Sindone an einen sicheren Ort, weil er sich nicht sicher ist, in welche Hände es geraten darf. Er versucht anschließend mit Nicollò Isabella zu befreien. Leider vergeblich.
Niccolò, Giacomo und Amadeus lernen viele neue Artgenossen kennen, die ihnen sowohl gut als auch böse gesonnen sind. Da wär z.B. Tomasso, eine agressive Bulldogge, die für Amadeus ein Heer aufstellt, das bei der Suche nach Giacomo und dem Grabtuch hilft. Außerdem spielen die Dachshunde und ihr Anführer "Kleiner Stinker", die die Unterwelt von Turin regieren eine wichtige Rolle.
Das Ende der Suche und damit die Auflösung des Rätsels um das Turiner Grabtuch kommt etwas aprupt, aber im Übrigen ist die Geschichte um Giacomo sehr lesenswert, witzig und aufgrund der Hundeperspektive mal wirklich etwas anderes.
Wirklich schön und zum Schmunzeln.
Eigentlich möchte Giacomo viel lieber im Warmen bleiben, sich mit einem Schlückchen Barolo und Gourmetschinken begnügen. Derweilen muss er sich mit seinem Frauchen, einer Biologin und den beiden anderen Hunden auf Wolfsuche begeben und das im kalten Schnee und bei klirrender Kälte. Nicht gerade das, was sich ein alter Hund so wünscht.
In Turin ist das Grabtuch „Sacra Sindone“ gestohlen worden, das von dem unerfahrenen Wächterhund Amadeus bewacht hätte werden sollen. Ausgerechnet Giacomo findet dieses Tuch im Wald. Nun beginnt die Jagd nach Hund und Tuch, Isabella, das Frauchen wird verhaftet...
Nach dem vielversprechenden Anfang geht es weiter nach Turin, wo die verschiedenen Handlungen parallel nebeneinander laufen. Giacomo versucht das Rätsel zu lösen, Niccolo versucht Isabella zu befreien und Amadeus möchte Giacomo und somit das "Sindone" finden. Dabei werden verschiedene streunende Hunde und Hunde aus der Unterwelt Turins mit einbezogen. Die Handlungen springen hin und her und als Leser ist man manchmal etwas verwirrt.
Der Roman ist mit viel Humor geschrieben, aber auch wenn Hunde alles andere als doof sind und miteinander kommunizieren können, sind in diesem Roman die Hunde für meinen Geschmack etwas zu sehr vermenschlicht. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen.
Das Turiner Grabtuch ist entwendet worden und der Pharaonenhund Amadeus, der es hätte bewachen sollen - wie seine Familie dies schon seit vielen Generationen tut - ist ganz schön geknickt. Währenddessen weilt Isabella (Mensch) mit ihren drei Hunden etwas außerhalb von Turin, um Wölfe zu sichten. Trüffelhund Giacomo schleppt das Tuch an, das er in einem hohlen Baum gefunden hat. Es duftet irgendwie nach Trüffeln... Schnell entwickelt sich eine rasante Story. Isabella meldet das Auftauchen des Tuches und bekommt daraufhin Probleme mit der Polizei. Schließlich wird sie sogar noch entführt. Und die Hunde müssen sich mit vereinten Kräften aufmachen, das Rätsel um das Turiner Grabtuch zu lösen...
Carsten Sebastian Henn ist hier eine spannende Fortsetzung von "Tod und Trüffel" gelungen. Er schreibt witzig und spritzig und kann erneut überzeugen. Obwohl das Buch aus der Sicht der Hunde geschrieben ist, wirkt es allzu menschlich. Einziges Manko sind die vielen verschiedenen Hundenamen zu Beginn - da muss man sich erst einlesen, v.a. auch weil die Schauplätze zunächst ziemlich oft wechseln. Die Figuren sind ansonsten überzeugend charakterisiert, man erfährt als Leser auch noch eine Menge über Hunde :) und über Turin - und kann sich auch noch prächtig amüsieren! Eine schöne Ferienlektüre, v.a. für Italienurlauber! Aber nicht nur... Gerade für Liebhaber von nicht allzu grausamen Krimis sehr zu empfehlen!
Inhalt:
Gerade in der eisekalten Winternacht, als der junge Pharaonenhund Amadeus seinen Dienst antritt, das Turiner Grabtuch im Dom von Turin zu bewachen, wie es schon mehrere Generationen der Familie der Pharaonenhunde getan haben, wird das Tuch gestohlen. Die Biologin Isabella ist zu dieser Zeit mit ihren 3 Hunden, Giacomo, Niccolo und Canini in einem alten Palazzo etwas außerhalb Turins, um mit den Hunden Ausschau nach einem Wolfrudel zu halten. Schließlich spürt der Trüffelhund Giacomo das Tuch in einem Park auf und trägt es zu seinem Frauchen. Diese verständig natürlich sofort, weil sie im Fernsehen schon von dem Raub erfahren hat, die Polizei. Isabella wird verhaftet, aber Giacomo kann mit dem Tuch flüchten. Die Spürnasen Giacomo und Niccolo machen sich schließlich auf die Suche nach den Tätern. Sie bringen sich dabei immer wieder in Lebensgefahr und schier auswegslose Situationen.
Meine Meinung:
Carsten Sebastion Henn hat mit Blut und Barolo einen liebenswerten Hundekrimi geschrieben, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat in die winterlichen Straßen von Turin. Allem voran ist Giacomo, der alte Lagotto der Barolo und andere Delikatessen über alles liebt und durch seine sehr feine Nase alles aufspüren kann. Der sehr turbulente Anfang flacht zwar im Laufe des Buches etwas ab, dennoch wurde es zu keiner Zeit langweilig oder. Die wunderbaren Beschreibungen der Witterungen Giacomos von Wein und anderen Leckereien haben mich immer wieder innehalten und schmunzeln lassen. Das Buch ist sehr liebevoll und originell geschrieben, der Autor beschreibt sämtliche Hunderassen sehr detailgenau. Auch das Cover hat mich absolut überzeugt, es spiegelt den Inhalt des Buches sehr gut wider. Leider habe ich den Stadtplan von Turin erst am Ende des Buches entdeckt. Diesen hätte ich mir gleich zu Anfang gewünscht, dann hätte ich die verschiedenen Schauplätze des Geschehens besser nachvollziehen können. Alles in allem ein recht gelungenes Buch, das ich sehr gern gelesen habe.
Blut und Barolo, das zweite Werk von Carsten Sebastian Henn, in dem Niccolo, Canini und Giacomo die Hauptrollen spielen, ist eine gute Fortsetzung der Abenteuer, die in Tod und Trüffel begannen.
Wenn auch nicht ganz so furios und spektakulär, wie im ersten Buch, so ist doch auch dieser Krimi sehr schön geschrieben. Die vierbeinigen Detektive machen sich auf die Suchen nach dem verschwundenen Turiner Grabtuch.
Carsten S. Henn beschreibt wie gewohnt detailgenau die Handlungsorte und die Protagonisten und man kann sich die Straßen Turins mit allen Gerüchen und kleinen Gassen sehr gut vorstellen.
Ein spannendes Buch, das trotz seiner "tierischen" Hauptdarsteller überhaupt nicht kitschig oder kindisch ist und das ich jederzeit empfehlen würde.
haben mich überzeugt, ich möchte mehr Abenteuer mit ihnen erleben dürfen.
Die Charactere sind liebevoll und anschaulich beschrieben und man vergisst fast das es sich um Hunde handelt, die hier die Diebe des Turiner Grabtuches jagen, sie haben unterschiedliche Motive den Diebstahl aufzuklären.
Amadeus, ein Pharaonenhund, dessen Sippe seit Jahrhunderten das Tuch bewacht, hatte gerade seinen Dienst als Wächter angetreten als das Tuch gestohlen wird, versucht die Liebe und Achtung seiner Familie wiederzuerlangen die ihn nach dem Diebstahl, als Versager verstoßen hatte.
Und Giacomo und Niccole, deren *Mensch* Isabella, des Diebstahls bezichtigt wird, müssen den Raub aufklären um wieder mit ihr zusammen sein zu können, wobei Giacomo mehr an Wein, Trüffeln und Schokolade interessiert ist, dazu bärbeißig und grummelig wie ein alter Mann, mehr seinem besten Freund Niccolo zuliebe bei der Suche nach dem Dieb hilft.
Das Buch liest sich spannend und flüssig, ich war keine Sekunde gelangweilt und hatte nie das Bedürfnis die eine oder andere Seite zu überblättern um schneller zum Ziel zu kommen, das wäre auch unklug gewesen, denn auf jeder Seite konnte man in einen anderen Stadtteil Turins gelangen und eine wichtige oder spannende Wendung verpassen. Gut das es am Ende des Buches eine Karte Turins gibt, so das man immer nachsehen kann wo man gerade ist.
....aber hier mache ich eine Ausnahme.
Giacomo und Niccolo und all die anderen Hunde sind einfach schön in die Geschichte eingewoben, alles paßt gut zusammen und ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt als alberne Leserin eines Tierkrimis ohne wirklichen Realitätsbezug.
Es war spannend, obwohl wenig Blut floß und die Geschichte an sich auch eher undramatisch vorallem für eine Nichtgläubige wie mich ist. Dennoch wollte man allein auch schon aufgrund der zwischenmensch... ähm hundischen Verwicklungen gerne wissen, wer da jetzt mit wem und warum.
Ein paar Sachen blieben mir jedoch zu ungereimt, darauf will ich jetzt nicht näher eingehen, dann würde ich zu viel verraten, aber so die ein oder andere Auflösung hätte detaillierter sein können, daher auch nicht die volle Punktzahl.
Aber sonst war das gelungene Unterhaltung, ein gutes Buch, wie eine leckere Käseplatte mit Barolo, leicht bekömmlich und sättigend.
Wer die Möglichkeit hat Carsten Sebastian Henn lesen zu hören oder zu sehen... sollte diese Möglichkeit wahrnehmen. Er liest überraschend gut, zieht einen begeistert in seine Geschichte hinein und beim Lesen hatte ich immer wenns ums Essen ging seinen strahlenden Blick vor Augen.... wie gesagt, sehr sehenswert.
Allerdings nicht mit leerem Magen! Das verursacht sofortigen Hunger!
(allerdings muß ich gestehen, daß ich 14,90 Euro für ei etwas fester gebundenes Taschenbuch ausgesprochen teuer finde!!!)
Nach der Leseprobe habe ich mich schon riesig auf das Buch gefreut, 1. weil es in Italien spielt, 2. weil Hunde eine große Rolle einnehmen und 3. weil mir die Leseprobe ganz gut gefallen hat.
Leider konnte das Buch nicht halten was die Leseprobe versprochen hat, ich hatte mir ein spannendes, kurzweiliges Buch (ist ja schließlich als Krimi deklariert) erwartet, mit knuddeligen Hauptdarstellern. Leider plätscherte die Handlung nur so langsam vor sich hin, und nimmt erst spät etwas an Fahrt auf.
Auch die Krimihandlung war für mich als erfahrene Krimi-/Thrillerleserin zu wenig, vielleicht bin ich aber auch mit falschen Erwartungen herangegangen an das Buch.
Was mir schon gefallen hat, waren die Beschreibungen der Schauplätze, wenn auch aus Hundesicht, manches würde ich trotzdem gerne bereisen.
Die einzelnen Hunde waren zwar gut und relativ ausführlich beschrieben und es war auch witzig zu sehen, welche Hierarchien es zwischen den einzelnen Rassen gibt (selbst italienische Hunde haben einen Paten *g*) aber vieles war einfach auch übertrieben. Am ehesten konnte mich noch Amadeus überzeugen, den Giacomo selbst, war ja nur mit ans Essen denken beschäftigt und auch wie er den ganzen Fall auch überhaupt ausgelöst hat, fand ich ziemlich dämlich von ihm.
Somit ist „Blut & Barolo“ eigentlich das erste Buch von vorablesen, dass mich so gar nicht begeistern konnte, vielleicht sind diese „Tierromane“ aber einfach auch nicht mein Ding.
In dem Roman Blut und Barolo von Charsten Sebastian Henn werden die Spürnasen des Trüffelhundes Giacomo und seinen Hundefreunden Niccolo (Rasse: Windspiel) und Canini (Rasse: Spaniel) zum Aufspüren und zur Aufklärung des Diebstahls des Turiner Grabtuchs gebraucht.
Die Biologin Isabella wollte eigentlich mit ihrem kleinen Hunderudel in einem Waldgebiet in der Nähe von Turin Nachforschungen über die angebliche Sichtung eines Wolfsrudels machen. Als Giacomo beim stöbern im Wald in einem Baumspalt ein nach Trüffel riechendes Päckchen findet, in dem sich das gestohlene Turiner Grabtuch befindet. Nach dem Fund wird Isabella als Tatverdächtige ins Gefängnis gebracht, und ihre Hunde müßen den Dieb des Tuches (fast) ohne menschliche Hilfe finden.
Eine spannende Hunde-und Wolfsjagd durch Turin beginnt. Da nicht nur Giacomo und seine Freunde sondern auch der Wächterhund des Grabtuchs Amadeus (Rasse: Pharaonenhund) dem das Tuch sprichwörtlich unter den "Pfoten" weg gestohlen wurde, eine Interesse hat das Tuch wieder zu finden. Amadeus schafft es, das alle Straßenhunde Turins bei der Suche mithelfen, da der Dieb nicht einmal vor Mord zurückschreckt, drängt die Zeit und als sich auch noch die Grauröcke Wölfe in die "Ermittlungen" einschalten, kommt es am Ufer des Po´s zum großen Showdown.
Eine verspielte tierisch amüsante Geschichte mit sympathischen Spürnasen der besonderen Art (welcher Hund trinkt schon statt Wasser lieber einen guten Barolo? wie Giacomo) Sprechende Hunde haben einfach etwas Bezauberndes ansich, das dieses Buch dadurch aber auch sehr speziel werden läßt. Kein knallharter Krimi oder bierernste Geschichte aber für Hundefreunde-und Besitzer (wie mich) sehr lesenswert.
Vorweg muß ich sagen, daß ich eigentlich nicht so auf Geschichten stehe, in denen Tiere die Hauptrolle spielen. Ich dachte allerdings eher so an die Tierstorys, die manchmal im Nachmittagsprogramm laufen und die einfach oft nur kitschig sind. Ich mußte mich schon während der LP eines Besseren belehren lassen und das Buch hat mich dann vollends überzeugt! Es ist sehr lebendig, humorvoll und leicht geschrieben. Der Schreibstil liest sich flüssig und läßt einen das Buch nicht leicht aus der Hand legen.
Die Story handelt von dem Raub des Turiner Grabtuches, daß eigentlich von Amadeus, dem Pharaonenhund bewacht werden sollte. Der gerade neu auserkorne Wächter wird von seiner Familie ausgestoßen, da sie ihm die Schuld für sein Versagen gibt. Amadeus macht sich nun auf die Suche nach dem Grabtuch.
Giacomo, der eigentliche Hauptakteur, stößt durch Zufall auf dieses Grabtuch, da es so schön nach Trüffel riecht. Er bring es seinem Frauchen, die sofort die Polizei ruft. Alles kommt anders, als geplant, sein Frauchen wird verdächtigt in den Raub verwickelt zu sein und kommt in Haft. Giacomo entwendet das Tuch wieder und versteckt es vor aller Welt. Nun ist die Bevölkerung Turins hinter dem Grabtuch und hinter Giacomo her und auch die Hunde begeben sich auf die Suche nach Beiden.
Die Suche der Hunde und die Beschreibung der Hirachien und Besonderheiten der einzelnen Rassen sind herzallerliebst beschrieben. Die Gedankengänge sind gut nachvollziehbar, vermenschlichen die Tiere aber nicht allzusehr. Die Beziehungen zwischen Menschen und Hunden und auch wie sie sich verstehen können, oder auch nicht, sind einleuchtend und zuckersüß erläutert. Schön fand ich auch die Freundschaften untereinander und daß sich letztendlich doch alle zusammengetan haben, um das gemeinsame Ziel zu verfolgen.
Giacomo ist eigentlich ein Einzelgänger, der sich nicht gerne an Menschen bindet und auch sonst so ein richtiger Hund ist. Witzig fand ich, daß er so ein Feinschmecker ist und alles vergißt, wenn er auf Trüffel oder Barolo stößt. Niccolo ist ein kleiner Windhund, der wegen der Kälte einen Pullover trägt. So hat jeder Hund bestimmte Merkmale und eigenen Charakter, was das Buch so interessant macht.
Insgesamt finde ich, daß dieser tierische Krimi eine Weiterempfehlung wert ist und sich jede Seite so schön, wie die andere lesen läßt.
Aus dem Dom in Turin wird das Grabtuch Jesu gestohlen. Der Pharaonenhund Amadeus, der das Tuch bewachte, wird darauf hin von seiner Familie verstoßen. Allein macht er sich auf den Weg, um das Tuch wieder zu finden.
Währenddessen taucht das Tuch im Park des Schlosses Stupinigi auf und wird von Giacomo, einem Lagotto-Hund gefunden. Er bringt es seinem "Frauchen" und diese wird daraufhin verhaftet und sitzt im Gefängnis von Turin. Giacomo und seine Freunde Cannini, eine Spanielhündin und Niccolo, ein Windhund, machen sich auf, um das Rätsel des verschwunden Grabtuches zu lösen...
Dies war das erste Buch, welches ich von Carsten Sebastian Henn gelesen habe. Den Anfang fand ich sehr spannend geschrieben. Der Wechsel zwischen der Handlung Giacomos und dann wieder der von Amadeus war sehr abwechslungsreich. Auch die Karte am Ende des Buches finde ich sehr gut. Immer wieder habe ich sie aufgeschlagen und geschaut, wo die Hunde sich gerade befinden. Die Beschreibung der einzelnen Hundecharaktere ist sehr gelungen. Bei den meisten musste ich doch sehr darüber schmunzeln. Da aber immer mehr Hunde dazu kamen, war es mir am Ende etwas zu unübersichtlich. Die Beschreibungen der Stadt waren sehr detailliert und auch das Flair Italiens kam super rüber. Jedoch gefiel mir überhaupt nicht, daß die Hunde so menschlich dargestellt wurden. Manchmal dachte man eher, man liest von Menschen. Das Buch war zwar anfangs spannend, aber konnte die Spannung nicht bis zum Schluss halten.
Blut & Barolo von Carsten Sebastian Henn war für mich das erste Buch dieser tierisch - kriminalistischen Art und ich war bereits von der Leseprobe begeistert. Frisch aus meinem Italienurlaub nach Hause zurück gekehrt , die Sonne noch im Gesicht und den Geschmack des leckeren Rotweines noch in der Erinnerung , fand ich dann dieses entzückend tierisch geschriebene Buch in meinem Briefkasten. Ich versank mit Giacomo, Niccolo und Ihren Artgenossen der Turiner Unterwelt und Stadtherrschaft zurück in meine Urlaubsträume, schnappte mir ein Gläschen Rotwein und machte mich auf die Suche nach Isabella.... Giacomo hat mich sehr für sich eingenommen nachdem er das Grabtucheinfach kurzerhand ( kurzer Pfote sozusagen ) wieder in Sicherheit gebracht hatte weil er instinktiv merkte das alles Unheil irgendwie mit diesem alten Lappen zusammenhängen musste.Sein Gefühlschaos stellt genau da alles andere in den Schatten, als der alte knurrige *rührmichnichtan* Giacomo der alten Signora ( des Contes Signora ) begegnet. Die Charaktere des Conte einem Pekinesen zu geben fand ich fantastisch, obwohl ich doch sehr lachen musste als ich dem Conte das erste Mal begegnete ( beim lesen ) schließlich erwartet man als Leser doch eher einen *scharfen und großen Hund* wenn alle vor Ehrfurcht versinken... auch die anderen Rassen waren sehr gut gewählt und ich malte mir sogar die Gesichtszüge der Bulldoge Thomaso aus, als er sich fügte und dem Windspiel Niccolo zu helfen versprach.
Anfangs war es etwas verwirrend die Sprünge von Isabellas Hunden und deren Suche zu den Pharaonenhunden und der Turiner Unterwelt den Dachshunden und zurück zu machen, doch wenn man mitten in das Geschehen eintauchte hatte man schnell die Zugänge zu den Verstecken und die Sorge um Isabella intus und hechelte mit herraushängender Zunge der Meute hinterher, immer auf der Flucht vor den allgegenwärtigen Hundefängern....
Ich bin fasziniert von diesem Hundekrimi und der sensiblen Einfindung des Autors Carsten Sebastian Henn in die Seelen der Hunde Turins. Jemand der solche Krimis umsetzt muss ein Hundeliebhaber sein, oder aber die Charaktere der verschiedenen Arten genaustens studiert haben.
Ich habe sehr geschmunzelt als ich hinter die Kulisse geschaut habe und Hunden dieser Rassen ( aus dem Buch ) auf der Straße begegnet bin... danke C.S. Henn
Liest man ein Buch das erste Mal begegnet man einem Freund - Liest man es erneut begegnet er uns wieder !!!
Da kann man schonmal vergessen, dass es sich bei Giacomo um einen Hund handelt.
Die Gedanken und sein Verhalten erinnern doch sehr an einen grummeligen alten Mann, der Wein und gutes Essen liebt und sein Herz auf dem rechten Fleck hat.
Der Autor hat die verschiedenen Charaktere der Hunderassen sehr gut beschrieben und auch ihr Verhalten der Rasse angepasst.
Am besten gefiehl mir Umo, der Mischling welcher von einer Katze aufgezogen wurde, und jetzt auch zur Überraschung seiner Artgenossen das Verhalten einer Katze zeigt.
Das Buch war für mich weniger ein spannender Krimi da die Handlung der Menschen nicht im Vordergrund stand. Die Spannung erzeugten die "Ermittler" selbst.
Im Großen und Ganzen ein gelungenes Buch, das ein Schmunzeln zurücklässt.
Das Tuch Sidonie verschwindet und das grad an dem Tag, als der Pharaonenhund als Wächter des Tuches ernannt wird. Da dieser schon in der ersten Nacht versagt hat, wird er von seiner Familie verstoßen und macht sich nun auf die Suche nach dem Tuch. Doch nicht nur er sucht es, sondern auch Giacomo der Trüffelhund mit seinen Freunden Niccolo, dem Windspiel und Canini der Spanielhündin. Eigentlich sind die drei mit ihrem Frauchen wegen gesichteten Wölfen nach Turin gekommen, doch als Giacomo das Tuch im Wald findet und sein Frauchen später als Diebin eingeschlossen wird, kommt alles anders...
Ein Krimi aus Hundesicht geschrieben - eigentlich ganz interessant. Man kann sich auch alles schön bildlich vorstellen anhand der Schriftweise des Autors. Ich musste auch immer wieder schmunzeln, wenn Giacomo fast immer ans Essen dachte und alles damit verbindet. Alles in allem ist es ein schön, anschaulicher Hundekrimi, der es au jedenfall zu lesen lohnend ist.
Seit Jahrhunderten schon stehen die Pharaonenhunde vor dem Turiner Grabtuch im Duomo di San Giovanni Wache, eine ehrenvolle Aufgabe. Der unerfahrene Amadeus hat seinen Dienst gerade erst angetreten, da wird das Tuch geraubt.
Nun wird er von seiner stolzen Sippe verstoßen. Zum Glück helfen ihm die beiden liebenswerten Schnüffler Niccolò und Giacomo, den Tätern auf die Schliche zu kommen. Giacomo gibt sich auf seine alten Tage zwar gerne einmal dem Barolo hin, aber auf seine hervorragende Nase ist noch immer Verlass: Im Schlosspark von Stupinigi nimmt er die Witterung des legendären Grabtuchs auf. Doch wer steckt hinter dem Raub? Für die cleveren Vierbeiner beginnt eine wilde Jagd.
Ich hatte auch das erste Buch "Tod und Trüffel" gelesen und war daher auf das 2. Buch "Blut und Barolo" sehr gespannt. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zwar fand ich "Tod und Trüffel" noch ein klein wenig besser, das war meiner Meinung nach ein klares 5-Sterne Buch, trotzdem schafft es "Blut und Barolo" locker auf 4 Sterne. Es ist sicher nicht zwingend notwendig, das erste Buch vorher gelesen zu haben, da es aber ein wirklich toller und spannender Roman ist, würde ich es auf jedenfall vorher empfehlen.
Carsten S. Henn hatte mit dieseser Hunde-Krimi-Reihe eine ganz besondere Idee, und es ist ihm gelungen, etwas zu schaffen, was sich auf jedenfall von der Masse abhebt.
Der Schreibstil ist sehr Ausdrucksvoll, er schafft es alles Bildlich erscheinen zu lassen, sowohl die Landschftlichen begebenheiten, als auch die Hunde (und andere tierische und menschliche Darsteller).
Das Buch ist fesselnd und lässt sich sehr gut Lesen. Zu beginn, können eventuell die vielen Italienischen Namen ein wenig Probleme bereiten, aber da gewöhnt man sich schnell dran, ich fand es nicht schwer den Überblick zu behalten, wenn man das erste Buch vorher gelesen hat, mach es das noch etwas einfacher.
Da dieses Buch etwas anderes, als die "normale" Krimikost ist, ist es wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber wer mal etwas besonderes sucht und die Idee gefällt, dass die Protagonisten Hunde sind, dem sei dieses Buch und auch der Vorgänger-Roman wärmstens empfohlen.
In dieser Geschichte geht es um das gestohlene Turiner Grabtuch, und darum, wie Hunde genau dieses Tuch in Turin wiederfinden.
Da gibt es einmal die beiden Hunde Giacomo und Niccolo. Giacomo, ein sogenannter Trüffelhund, der zudem gerne Barolo trinkt, findet das gestohlene Tuch in einem alten Baum im Park, weil es so gut nach Trüffeln duftet. Er bringt es zu seinem "Menschen" Isabella, die daraufhin verhaftet wird. Doch Giacomo will das Tuch nicht behalten, er bringt es zurück in den Park und vergräbt es dort. Gemeinsam mit seinem Freund Niccolo, dem Windspiel macht er sich auf den Weg, Isabella zu finden.
Und dann wäre da Amadeus, ein Pharaonenhund, der gleich an seinem ersten "Arbeitstag" als Hüter des Tuches versagt hat, man hat es ihm vor der Nase weggestohlen. Um seine Ehre wiederherzustellen, muß er das Tuch wiederfinden, egal wie. Doch allein schafft er das nicht, und seine Familie hilft ihm nicht, zu groß ist die Schande.
Auf verstrickte Art und Weise versuchen die Hunde, mal mit-, und mal gegeneinander, das Tuch zurück zubekommen, und geraten dabei in einige gefährliche Situationen. Es geht um Mord und Blut, aber auch um Wein und Essen.
Mein Fazit:
Zu Beginn fand ich es sehr verwirrend, mit all den Namen und Orten zurecht zukommen, es fiel mir schwer, dran zubleiben. Doch wenn man nicht aufgibt, lohnt sich der Einsatz. Die verschiedenen Hunde sind in ihren Charakterzügen gut beschrieben, ich hatte schnell ein Bild vor Augen. Für den Ruf eines Krimis finde ich es nicht kribbelig genug, aber als leichte Lektüre, bei einem Glas Rotwein vielleicht, auf jeden Fall ein Buch, das man nicht gleich wieder weglegen sollte.
Bei "Blut und Barolo" handelt es sich um einen außergewöhnlichen Roman, denn die Protagonisten sind größtenteils Hunde. Nur sehr wenige Menschen kommen in diesem Roman zu Wort.
Haupt-Akteure sind der alte Trüffelhund Giacomo und das kleine Windspiel Niccolò. Eigentlich sind die beiden, zusammen mit der Spaniel-Hündin Canini und der jungen Wolfs-Forscherin Isabella, im Schlosspark von Stupinigi unterwegs, um ein Rudel Wölfe zu beobachten, aber dann findet Giacomo ein altes Tuch in einem Baumstamm, das nach Trüffel duftet. Wie sich herausstellt, handelt es sich um das kurz vorher gestohlene Sindone. Wenig später wird Isabella verhaftet, und die Hunde stehen alleine da.
Mit großem Eifer und viel Energie macht sich Giacomo auf den Weg nach Turin , seine Besitzerin zu befreien und das Rätsel um das gestohlene Grabtuch zu lösen. Dabei treffen er und seine beiden Freunde immer wieder neue Hunde, die ihm bei seiner Suche und der Aufklärung des Falls behilflich sein wollen.
Mit viel Phantasie beschreibt der Autor die verschiedenen Hunderassen und ihre Eigenheiten und ordnet ihnen unterschiedliche Charakter- und Wesenszüge zu.
Eindeutiger Sympathieträger war für mich Giacomo. Man spürt immer wieder die Liebe des Autors zu einem guten Wein, die er auf seinen vierbeinigen Helden überträgt. Wenn der alte Lagotto Giacomo von leckerem Essen und einem Schüsselchen Barolo schwärmt, ist mir nicht nur einmal das Wasser im Mund zusammengelaufen. Oft mußte ich über die Gedankengänge und Reaktionen des liebenswerten Trüffelhundes schmunzeln. Köstlich amüsiert habe ich mich beispielsweise bei der Schilderung der Weinprobe, in die Giacomo hineingeraten ist.
Anfangs habe ich mir etwas schwer getan, manche Begebenheiten und Handlungen der beteiligten Menschen zu verstehen, was sicher beabsichtigt ist, denn der ganze Fall wird ja aus Sicht der Hunde abgewickelt, die größtenteils die menschliche Sprache nicht verstehen. Leider gerät dabei der eine oder andere wichtige Aspekt wieder in Vergessenheit, weil es bis zur Auflösung zu lange dauert und einfach zu viel passiert. Die verschiedenen Handlungsstränge, mit immer neuen Hunden, machen das ganze teilweise etwas verwirrend.
Nicht so ganz konnte ich mich mit den religiösen Gesprächen und Gedanken der Tiere anfreunden, denn das scheint mir doch etwas zu menschlich dargestellt und zu abwegig.
Zum großen Finale wird die ganze Sache dann etwas chaotisch und unübersichtlich. Die Ereignisse überstürzen sich, wie bei einem Feuerwerk, und es bleiben leider auch einige Fragen offen.
Insgesamt finde ich das Buch jedoch absolut lesenswert und spannend. Auch die Ausstattung und Einbandgestaltung gefällt mir sehr gut. Der Ausschnitt eines Stadtplans von Turin hinten im Buch ist sehr hilfreich, wenn man die Abenteuer der Vierbeiner verfolgen möchte.
Liebe Grüße Klusi
Der Pharaonenhund Amadeus gehört zu einer Familie, die seit Jahrhunderten das Turiner Grabtuch im Duomo di San Giovanni bewacht. Er hat die ehrenvolle Aufgabe erst vor kurzem angetreten, als es geraubt wird und er daraufhin von seinen Verwandten verstoßen wird. So muss er sich alleine auf die Suche nach dem verschwundenen Tuch und den Tätern machen. Doch er ist nicht der einzige, der sich an die Spur des Tuchs heftet, denn Giacomo und seinen Freunden liegt ebensoviel daran es wiederzufinden, weil sie hoffen, damit ihre geliebte Isabella damit aus großen Schwierigkeiten zu befreien.
Das italienische Windspiel Niccolò, die Spanielhündin Canini und der alte Trüffelhund Giacomo sind die drei Haupt-"personen" in diesem ungewöhnlichen Krimi. Dabei vermischt Carsten Sebastian Henn gekonnt tierische und menschliche Eigenschaften, so dass die drei zwar menschliche Züge bekommen, der Leser aber nie vergisst, dass es sich bei ihnen eigentlich um Hunde handelt. Man fühlt sich auch rasch mit den dreien verbunden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Giacomo, der alte Trüffelhund ist eher gemütlich und dem Barolo zugetan, Niccolò ist noch jung, unerfahren und übermütig und Canini ganz die junge Hundedame.
Der Kriminalfall selbst nimmt eher langsam an Fahrt auf. Besonders am Anfang erfährt man einfach zu viele Details über die verschiedenen Hunde, Turin und noch einiges mehr, als dass direkt Spannung aufkommen könnte. Doch später erhält die Geschichte dann noch den nötigen Schwung und einen spannenden Hunde-Showdown! ... auch wenn die Auflösung des Falles auf mich etwas konstruiert gewirkt hat.
Dieses Buch ist also für alle Hunde-, Krimi-, Turin- und Weinliebhaber geeignet, die es nciht stört, wenn es mal etwas gemütlicher zugeht.
Zum Autor: "Blut & Barolo" ist Carsten Sebastian Henn's zweiter Hundekrimi aus dem Piemont. Sein erster Roman "Tod & Trüffel" schaffte es auf Anhieb in die Bestsellerlisten. Außerdem veröffentlichte er noch fünf erfolgreiche Weinkrimis, u.a. "Vino Diavolo" und "In Vino Veritas".
Blut und Barolo als Krimi zu bezeichnen - das ist für mich zu hochgegriffen, aber da kommt ein unterhaltsamer Roman aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt daher.
Giacomo ist ein alter Trüffelsuchhund, erfahren und dem Genuss von leckeren Speisen und noch leckererem Wein - insbesondere der Edelsorte Barolo sehr zugetan. Sein schneller und wendiger Partner ist Niccolo das Windspiel.
Sie beide gehören wie die Cocker-Hündin Canini Isabella. Mit ihr fahren die drei Hunde gemeinsam in die Nähe von Turin, wo auf einem Landgut Wölfe - das Spezialgebiet ihrer Besitzerin - aufgetaucht sein sollen. Von Wölfen zunächst keine Spur, dafür findet Giacomo das Sindone, das Leichentuch Christi, das normalerweise im Turiner Dom seinen Platz hat. Und damit beginnt das Verwirrspiel rund um das Tuch - Isabella wird als vermeindliche Diebin festgenommen, die Hunde irren auf eigene Faust bzw. Pfoten quer durch Turin um Isabella zu befreien und auch das Tuch, das inzwischen immer mal wieder abhanden kommt, wiederzufinden.
Dabei tauchen noch jede Menge weitere Hunde auf, die alle wundervoll charakterisiert sind: Amadeus, der Pharaonenhund, der eigentlich das Tuch bewachen sollte, die Dachshunde, die in der Kanalisation wohnen, die Bulldogge, der "Pate", der über die Stadt herrscht - ein Pekinese mit Schleifchen und und und....
Allein ihre Charakterisierung ist ganz toll und für jeden Hundeliebhaber ein Fest. Sie alle werden in die Handlung rund um Giacomo, den alten Streuner, den man einfach mögen muss, verwoben. Hier ist dann aber als Leser Achtung geboten: sehr schnell wechseln die Szenerien und Schauplätze, es werden immer mal wieder neue Hunde eingeführt und wenn man das Buch mal zwischendurch aus der Hand legt, muss man so ab und und zu mal zurückblättern, um sich nochmal zu vergewissern - wer ist nun nochmal wer. Das ist manchmal dem Lesefluss etwas abträglich. Und als Krimi würde ich das Ganze nicht bezeichnen, dafür ist die eigentlich als Krimihandlung gedachte Handlung nicht spannend genug besonders die Auflösung ist nicht sonderlich überraschend. Dafür gab es für mich einen Stern Abzug, weil die Erwartungshaltung einfach eine andere war.
Aber für lauschige Leseabende auf der Terrasse - vielleicht mit einem leckeren Glas Rotwein - durchaus zu empfehlen.
"Blut und Barolo" ist der zweite Teil rund um die tierischen Spürnasen Giacomo und Niccolo, aber man hat auch als Erstleser keine Probleme sich einzufinden und kann sich dem haarigem Lesevergnügen hingeben.
Giacomo ist ein alter Trüffelhund und wahrer Feinschmecker, nur sein kleiner Freund Niccolo hält ihn bei seinem momentanen Herrchen Isabelle. Als Isabella aus beruflichen Gründen mit ihren drei Hunden nach Turin muss, beginnt ein neues Abenteuer für die Hundebande. Parallel zu diesem Handlungsstrang liest man noch über die Pharaonenhunde, die schon seit Ewigkeiten auf das Turiner Grabtuch aufpassen. In der Nacht als ein neuer Wächterhund ernannt wird, passiert das unglaubliche und das Grabtuch wird gestohlen. Die ganze stolze Hundesippe gerät in Panik und verstößt den jungen Hund. Der muss nun ganz auf sich alleine gestellt das Grabtuch wieder finden und die Ehre der Familie wieder herstellen. Nichtsahnend findet er gutmütige Trüffelhund das heilige Tuch und bringt es seiner Isabella, doch als diese dann festgenommen wird und die Hunde bei einem guten Bekannten landen, gerät die Geschichte außer Kontrolle. Und um die liebgewonnene Freundin zurück zu bekommen müssen sich die Hunde nun selbst in die Ermittlungen stürzen. Und nicht immer stellen sich ihnen dabei nur Artgenossen in den Weg.
Carsten Sebastian Henn schreibt hier in einer sehr anschaulichen und erfrischenden Sprache über die Abenteuer der Hunde Giacomo und Niccolo. Besonders schön sind die etlichen Metaphern, die den Text zu einem wahren Vergnügen werden lassen. Darüber hinaus werden auch alle Sinneseindrücke der Hunde sehr eingehend beschrieben und oft af eher hündische Art und Weise zurück gegeben, was dem Buch eine gewisse Originalität verleiht. Die kleine Kriminalgeschichte baut sich dem Leser in all ihrer Farbenpracht vor dem Inneren Auge auf und lädt zum weiterlesen ein.
Störend empfand ich nur gewisse Begebenheiten wie die Verständigung zwischen Mensch und Tier, oder seelische Verbindungen zwischen Niccolo und Isabella. Diese etwas merkwürdigen Passagen überziehen den Rahmen des lustigen Tierkrimis doch eher etwas.
Zwischenzeitlich entwickeln dann auch noch einige Hunde sehr, sehr menschliche Eigenschaften und ziehen durch ihre unsäglichen Macken, die längst nicht mehr lustig wirken, die Geschichte in die Länge. Auch der Spannungsbogen schafft es nicht so recht sich voll zu entfalten, mehr als einmal scheint er sich in regelrechte Sackgassen zu verirren, um dann doch wieder ein wenig an Schwung zu gewinnen.
Im Großen und Ganzen ein nettes kleines Urlaubsbuch, vielleicht ja auch zum Urlaub in Turin?
Blut und Barolo führt in kulinarischer Hinsicht die Erlebnisse des Trüffelhundes Giacomo und seines Gefährten Niccolo aus Tod und Trüffel fort.
Carsten Sebastian Henn gelingt es auch mit diesem Werk wieder die menschlichen und tierischen Charakterzüge der vierbeinigen Protagonisten verschmelzen zu lassen, sodass der Leser mit dem Hund auf kriminalistischen Pfaden wandelt, ohne eine Distanz zum Tier zu empfinden. Die kulinarischen Vorlieben des Genießers Giacomo beschreibt Henn so anschaulich, dass der Leser den Genuss der Spezialitäten Italiens fast schmecken kann. Gleichzeitig erlebt der Leser die kriminalistischen Aspekte des Romans aus Spürnasensicht.
Ein gelungenes Werk Henns, nicht nur für Hundefreunde.
Die Idee eines „Hundekrimis“ finde ich nach wie vor gut. Dennoch musste ich beim Lesen feststellen, dass ich manchmal beinahe vergessen habe, dass es sich bei den Protagonisten Giacomo, Amadeus oder Niccolo um Tiere handelt. Ihre Verhaltensweisen waren teilweise mehr menschlich als das der Menschen. Hierauf hätte der Autor noch etwas mehr Aufmerksamkeit verwenden sollen.
Die Geschichte an sich ist recht gut und spannend auch wenn sie nicht voll überzeugen kann. Die Hundekumpanen finden ein geheimnisvolles Päckchen, in dem sich nichts anderes als das gestohlene Turiner Grabtuch befindet. Dies bringt natürlich viele Probleme und Turbulenz mit sich... Leider nimmt die Fahrt und Spannung im Buch eher ab als zu.
Wodurch das Buch wirklich sehr besticht ist die wunderbare Atmosphäre. Die wunderschönen Gegenden, in denen die Geschichte spielt überzeugen und machen es leicht, in dieser Fiktion zu versinken.
Alles in Allem ist mit „Blut und Barolo“ ein solides Werk gelungen. Tierfreunde, Freunde von Turin oder leichten Krimis werden das Buch gewiss mögen, jedoch ist die Geschichte nicht so herausragend, dass man das Buch unbedingt gelesen haben muss. Dennoch haben wir hier ein vielleicht typisches leichtes Sommer- und Urlaubsbuch, was ja manchmal auch nicht schlecht ist.
Carsten Sebastian Henn wurde 1973 in Köln geboren. Er arbeitet als freier Weinjournalist für nationale und internationale Magazine. Henn veröffentlichte bisher fünf Weinkrimis. Nach "Tod und Trüffel" hat Carsten Sebastian Henn nun ein weiteres Buch verfasst, in dem es um den Trüffelhund Giacomo und seinen Freund Niccolò geht.
Turin Duomo: Das Turiner Grabtuch wurde gestohlen. Sein Wächter, der Pharaonenhund Amadeus, ist verzweifelt und macht sich auf die Suche - verstoßen von seiner Sippe, die ihn dafür verachtet, dass das Tuch gestohlen wurde.
Palazzo Stupinigi: Der Trüffelhund Giacomo, der ein richtiger Feinschmecker ist und sich gerne dem Barolo hingibt, findet im Park des Palazzos ein geheimnisvolles Päckchen, indem sich das Grabtuch befindet. Wer steckt hinter dem Raub? Die Vierbeiner begeben sich auf eine abenteuerliche Suche.
Carsten Sebastian Henn hat das Piemont, in dem ja dieser Hundekrimi spielt, sehr treffend dargestellt. Dank des Trüffelhundes Giacomo bekommt man so nebenbei auch mit, welche Spezialitäten man dort auf jeden Fall probieren sollte. Leider ist das auch schon alles positive, was ich über dieses Buch sagen kann.
Die Idee einen Hundekrimi zu schreiben fand ich zunächst spannend und ich habe so einiges tierisches erwartet. Leider ist es dem Autor überhaupt nicht gelungen einen wirklichen Hundekrimi zu schreiben. Die Hunde könnten genauso gut Menschen sein, sie verhalten sich auch größtenteils so. Es wäre sicher kein großer Aufwand gewesen, daraus einen ganz normalen Krimi aber einen mit viel piemonteser Flair zu machen. Die Versuche, die der Autor immer wieder unternimmt, die Hunde doch anders erscheinen zu lassen als die Menschen, misslingt meiner Meinung nach kläglich.
Zudem schafft es der Autor auch nicht, dass man das Buch unbedingt weiter lesen möchte. Es gibt zu viele langweilige und verwirrende Passagen - vor allem solche bei denen auch Menschen eine Rolle spielen. Der Schluss hat mich dann völlig davon überzeugt, dass man dieses Buch nicht gelesen haben muss.
Ein Buch für absolute Hundefans - aber sicher nichts für Krimiliebhaber.
Es fällt mir schwer etwas zu dem Buch zu schreiben. Schon bei der Leseprobe kam mir sofort Felidae von Akif Pirincci in den Sinn. Francis, der gewiefte Kater, setzt hier einige Maßstäbe an den sich dieses Buch messen lassen muss – keine leichte Aufgabe.
Eigentlich ist es eine gute Idee, ein Rudel Pharaonenhunde beschützen seit jeher das Sidone - das Grabtuch von Jesus. Nachdem ein junger Hund gerade die Bewachung übernommen hat, kommt es zum Raub - er wird aus dem Rudel verstoßen. Doch er gibt nicht auf und versucht das Tuch wieder zu finden.
Giacomo - ein alter Trüffelhund - findet das Tuch und versteckt es im Wald, sein Frauchen wird aber inhaftiert - die Polizei glaubt in ihr den Dieb gefunden zu haben.
Auch Giacomo und seine vierbeinigen Freunde machen sich auf die Suche nach den wahren Dieben.
Die Hunde der Stadt Turin sind die Hauptakteure des Buchen und nehmen für meinen Geschmack zuviele menschliche Züge an.
Soweit zum Hauptthema des Buches. Leider schafft es Henn nicht die Spannung in dem Buch immer aufrecht zu erhalten. Es gibt immer wieder gut Ansätze, leider lässt es zwischendurch immer wieder nach. Die Handlung wird immer leichter zu durchschauen. Für einen Krimi erwarte ich leider etwas mehr.
Trotzdem, wer sich in Turin etwas auskennt, wird sich gut orientieren können - die Karte am Ende des Buches ist sehr hilfreich. Auch einige markante Punkte des Geschichte sind mit in die Handlung aufgenommen - so der Brandt am 12.04.1997 in der Turiner Kathedrale.
So funktioniert's: