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Leseeindrücke

Hier finden Sie alle Leseeindrücke zum Buch nach Erstellungsdatum sortiert.

mitreißend, aufwühlend, ...

5

Dieses Buch enthält eine Sammlung von Verbrechen, mit denen der Jurist Schirach in seinem Leben als Anwalt in Berührung gekommen ist. Diese Leseprobe enthält die Geschichte von Fähner, einem Arzt, der stets hilfsbereit und freundlich war und die Schikanen seiner Frau ertragen hat. Bis zu seinem 72. Lebensjahr, eines Tages brachte er sie um.

Wenn alle Geschichten so mitreißend und aufwühlend sind wie diese, dann werde ich das Buch sicher nicht aus der Hand legen können, bis ich sie alle verschlungen habe. Gerade der schlichte und sachliche Tonfall mit dem Schirach die Verbrechen beschreibt rüttelt einen auf und lässt den Atem stocken. Ich kann es kaum erwarten mehr von Schirach zu lesen.

Wow!

5

Wenn alle Geschichten in diesem Buch so mitreissend sind wie die über Fähner und den Mord an seiner Frau, dann werde ich dieses Buch verschlingen!

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem Buch Verbrechen unterschiedliche Geschichten aus seinem Alltag als Anwalt. Eine Geschichte, die hier als Leseprobe vorgestellt wird, handelt von einem Mann namens Fähner und seinem Leben. Im Kurzzeitraffer werden seine gesellschaftliche Position, sein Charakter, die Beziehung zu seiner Frau, deren Veränderung und schliesslich das blutige Ende seiner Ehe skizziert. Dies alles geschieht in einem sachlichen und doch mitreissenden Ton.

Unterstrichen wird dieser positive Leseeindruck von einem ebenfalls sachlichen und klaren Buchcover.

Ich freue mich darauf!

 

Lebe jeden Tag!

zerissenheit

3
ferdinand von schirach berichtet von wahren verbrechensfaellen aus seiner kanzlei.
 
in der leseprobe geht es um faehner, einen angehenden arzt aus rottweil.
auf einer geburtstagsfeier seines vaters lernt er die junge ingrid kennen und verliebt sich in sie.
sie verfuehrt ihn, sie heiraten und machen ihre hochzeitsreise nach ägypten, wo er ihr schworen
muss, sie nie zu verlassen. mit den jahren wird ingrid dick, noergelig und beleidigend gegenueber
fehner. das geht soweit, dass er sie mit seinen 72 jahren in den keller lockt und ihr dort mit einer
baumaxt den kopf spaltet und dafuer in den offenen vollzug kommt.
 
unglaubliche geschichte ... man ist hin- und hergerissen. einerseits versteht man ihn,
andererseits ist mord eine grausame tat.
 
wie entscheidet man in so einem fall als richter, was geht in den geschworenen, den familien vor ?
 
es waere spannend zu erfahren, was es mit den weiteren verbrechen auf sich hat. so grausam die taten sind,
sie ueben im geschichtenbereich doch eine morbide faszination aus und erzeugen doch eine gaensehaut, wenn
man daran denkt, dass es wahre faelle sind. 

Lesenswert

4

Ich weiß gar nicht so genau, wie ich dieses Buch beschreiben soll. Das erste Kapitel gibt einem einen sehr guten Eindruck von dem Buch. Es ist sehr nüchtern und emotionslos geschrieben, aber trotzdem sehr fesselnd. Dieses erste Kapitel schildert die Geschichte von Friedhelm Fähner, der seine Frau mit der Axt brutal ermordet und danach die Polizei gerufen hat. Zunächst wird seine Lebensgeschichte und der Mord erzählt, und dann der Prozess aus der Sicht des Anwalts.

 

Es ist ... eine andere Art Buch als ich sonst lese,aber trotzdem sehr interessant. Man kann mehr über die Beweggründe von Verbrechern erfahren und sich auch in diese Personen hineinfühlen, vielleicht ein wenig verstehen, warum sie so gehandelt haben. Daher ist auch der Name des Buches, "Verbrechen",sehr gut.

Der arme Angeklagte.

3

Nach dem ersten Lesen musste ich kurz innehalten - fand ich die Leseprobe nun gut oder schlecht?

Im Reportstil werden Tatsachen aneinandergereiht. Zack zack zack. Und entgegen meiner Erwartung schafft der Autor es damit bei mir ein lebhaftes Bild der Kulisse, der Personen und den Handlungen zu erzeugen.  Ich sehe ihn, den Fähner, den armen unterdrückten Fähner.

Aber ist er das wirklich? Arm und unterdrückt? Der Autor verkauft es den Lesern so und genau das ist sein Job als Strafverteidiger. Und genau durch dieses parteiische Schreiben erzeugt er Emotionen, bei mir, bei dem Gericht. Natürlich blieb dem alten Fähner die Möglichkeit der Trennung, abgesehen von seinem Gewissen war ein freier Mensch. Aber darum ging es hier nicht. Der Verteidiger musste für seinen Mandanten die beste Lösung finden.

 

Obwohl ich kein Freund von Kurzgeschichten bin fand ich diese knappe Erzählung vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass ich selbst Juristin bin, sehr spannend. Ob ich jedoch ein ganzes Buch in diesem einseitigen Erzählstil mögen würde kann ich ohne es gelesen zu haben nicht beurteilen.

 

Was für eine Leseprobe....

Was für eine Leseprobe.... leider viel zu kurz.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, da dieser leicht verständlich und ohne wenn und aber geschrieben ist. Der Autor schafft es die Spannung von Anfang an hoch zu halten und man liest die Leseprobe in null Koma nix. Wenn man sich überlegt das dies ein wahrer Fall ist, ist es schon erstaunlich mit welcher Sachlichkeit dies hier niedergeschrieben wird. 

Das Kapitel regt zum Nachdenken an, denn ich weiss nicht wirklich auf welcher Seite ich sein soll. Irgendwo ist die Reaktion von Fähner verständlich, wenn man sein ganzes Leben als ein Nichts behandelt wird und von Morgens bis Abends beschimpft wird. Aber Mord ist keine Lösung zumal er ja auch die Möglichkeit einer Scheidung in Betracht hätte ziehen können. Aber "leider" hat er sein Versprechen gehalten, welches er seiner Frau auf der Hochzeitsreise in Kairo gegeben hatte. Er würde Sie nie verlassen und war damit sein eigener Gefangener. Vielleicht hat er ja mal mit dem Gedanken gespielt Sie zu verlassen aber sich einfach nicht getraut?

Ich bin wirklich gespannt welche Stories noch erzählt werden und ob alle weiteren auch so spannend geschrieben sind.

 

Verbrechen...Wahre abgründige " Mordgeschichten "

3

Verbrechen von Ferdinand von Schirach ist ein packender und zugleich aufwühlender Tatsachenbericht eines Anwalts über die selbst erlebten Mysterien des ganz " normalen "  Alltags in unserer Gesellschaft.                              

In der ersten Geschichte wird hier sehr realistisch und nachvollziehbar über einen Arzt erzählt, der aus Liebe und absoluter Hörigkeit zu seiner Frau 40 Jahre lang ständige Demütigungen, Beschimpfungen und Bevormundungen ertragen hat, was dann letztendlich zu einer Kurzschlussreaktion der jahrelang aufgestauten Wut führte, bei der die Ehefrau von Ihrem Mann zerstückelt worden ist...

Allerdings empfand ich die Urteilssprechung des Gerichts doch als viel zu milde; denn schließlich hatte der Mann ja die Wahl und hätte seine Frau auch einfach verlassen können...

Obwohl ich eigentlich keine Kurzgeschichten mag, so muss ich doch feststellen, dass mich dieser Bericht, der in seiner ganzen Kälte und Brutalität eine ganz " normale " menschliche Tragödie schildert fasziniert und betroffen gemacht hat...

Ob das allerdings auch für die anderen Geschichten zutrifft, muss sich erst noch zeigen...

Mein Interesse an dieser Ansammlung von wahren Begebenheiten ist auf jeden Fall geweckt... 

Beklemmend nüchtern

2

Beklemmend nüchtern beschreibt Ferdinand von Schirach den ersten Fall als berichtender Strafverteidiger. Die Sprache ist klar, fast emotionslos, wie ein Pressebericht. Ob die Idee, auf diese Weise Verbrechen zu schildern und daraus einen Roman zu machen, aufgeht, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Es käme auf einen Versuch an. Bisher bin ich noch skeptisch. Mir fehlte bei der Schilderung des ersten Falles so ein bisschen das Aha-Erlebnis, das mich für die nächste Geschichte motivieren würde, aber vielleicht kommt das ja noch im weiteren Verlauf des Buches.

Interessant, aber...

3

 Der erste Fall, der als Leseprobe zur Verfügung gestellt worden ist, ist leicht geschrieben. Allerdings sind die "Figuren", es handelt sich ja um wahre Fälle recht klischeehaft beschrieben. Wobei gleich ersichtlich ist, wie bei Schirach gut und böse verteilt werden. Man hätte das spätere Opfer, auch bei all seinen Defiziten, auch freundlich und nicht so berechnend berschreiben können. Es ist ein reines Plädoyer für den Täter. Strafverteidigung ist zwar der Beruf des Autors, aber ein Buch ist etwas anderes als ein Plädoyer im Gerichtssaal, da wäre etwas mehr Differenziertheit wünschenswert gewesen.

Leseeindrücke - Verbrechen

 Ein sehr ungewöhnlich geschriebenes Buch, das mich sehr in seinen Bann zog. Mir gefiel die zwar ungewohnte Art in der 3.Person geschrieben, aus der Sicht des Verteidigers geschrieben, sehr gut. Die Seiten der Leseprobe zogen mich richtig in den Bann. Gerne hätte ich mehr gelesen und glaube auch mehr Seiten wären sehr schnell in mich gesogen worden. :)

Wie oft hört man eine ähnliche Geschichte in der Realität - am Ende, wenn es zur Tat gekommen ist. Wie oft ergeht es in einer Ehe einem der Eheleute so ähnlich, dass er seinen Partner den Hals umdrehen könnte, weil man die ewigen Nörgeleien nicht mehr hören konnte? Ich finde die Beschreibungen im Buch sehr schön, sehr genau. Man kann sich z.b. fast so vorkommen beim lesen, als ob man im Garten steht. Es wird sehr bildlich umschrieben, wie es aussah bevor Fähner Hand anlegte und auch wie es zum Schluss ausah. Man möchte förmlich auf die Obstbäume klettern und selbst einen der Äpfel pflücken, die der Anwald am Leseproben-Ende erhält.

Gelungene Nacherzählung....

5

.... von Fällen, die auf der Wahrheit beruhen.

Der Fähner, der seine Frau ermordet,w eil diese ihn in gewisser Weise seelisch über Jahre hin langsam ermordet hat. Mit Schikanen im alltäglichen Leben, dieses zur Hölle gemacht.

Ich denke , zumindest ward as bei mir der Fall, dass solche Geschichten einen zum Nachdenken anregen sollen. Wie bestraft man jemanden, der quasi zu Recht gemordet hat? Der aus persönlicher Überzeuigung nicht dazu im Stande war sich scheiden zu lassen und sein für ihn einziger Ausweg darin bestand seine Frau zu ermorden.

In welchem persönlichem Zwiespalt sich die Beteiligten des Gerichts,die diesen Mann auch perönlich kannten befunden haben mussten?

Ich finde dieses Nacherzählung vergangener Fälle sehr interessant und würde mich über das Buch auf jeden Fall freuen

 

Der Titel passt

2

Der Autor ist, so verrät seine Vita, Anwalt und dieses Buch stellt wohl so etwas wie aus dem Nähkästchen plaudern dar. So wird dem Leser gleich als erster Fall, bzw. erste Geschichte, ein Ehepaar präsentiert, das sich einst liebte, im Laufe der Zeit aber immer weniger miteinander zurechtkam und der Mann statt zur Scheidung zur Axt griff. Das wird dann damit erklärt, dass seine Frau ihn demütigte. Was sie zwar zweifellos tat, es aber sicher andere Wege gegeben hätte, ihr zu entkommen (und das schon viel früher).

Der Stil ist sehr emotionslos, es liest sich nicht wie eine Geschichte, sondern mehr wie ein Protokoll, was vielleicht sogar Absaicht ist. Wirklich gefallen hat mir die Leseprobe jedoch nicht. Aber vielleicht sind die anderen Geschichten im Buch besser.

Nachdenklich und packend

4

Die Leseprobe scheint das erste Verbrechen zu sein, as Ferdinand von Schirach sehr packen beschreibt.

 

Friedhelm Fähner hat seiner Frau Ingrid versprochen sie nie zu verlassen.

Ingrid verändert ihr Verhalten nach der Heirat grundlegend und das bleibt 48 Jahre so.

Dann kommt es zum grausamen Ende.

Da wäre es besser gewesen, das Versprechen nicht zu halten.

 

Jetzt bin ich sehr interessiert die nächsten Fälle zu lesen.

 

nüchtern, kalt...und packend

4

Ferdinand von Schirach erzählt in seinem Werk von Menschen, deren wahrhaft unglaubliche Geschichten auch noch der Realität entsprechen.

Locker erzählt, ja fast teilnahmslos und ohne jedwede Emotionen verfasst, fesselt einen dieses Buch dennoch von den ersten Seiten an und man möchte es in einem Zug durchlesen. Dies könnte einem auch auf einer längeren Bahnfahrt durchaus gelingen.

Für mich zählt dieses Buch zu den "sollte man unbedingt gelesen haben" -Geschichten. Dies liegt an dem schnörkellosen Schreibstil, ohne Umwege und weites Ausholen in Form von Vorgeschichten.

Kurz gesagt........SOLLTE MAN UNBEDINGT GELESEN HABEN

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Bücher sind bessere Freunde als Menschen, denn sie reden nur, wenn wir wollen, und schweigen, wenn wir anderes vorhaben.

Nachvollziehbarer Mord?

Eigentlich war ich von Kurzgeschichten nie wirklich begeistert, aber die kleine aber packende Geschichte von Fähner und seiner Frau haben mir gezeigt wie toll sie sein können.

Der Schreibstil ist absolut super und mit jedem Wort fesselt die Geschichte. Die Emotionen wurden gut transportiert und ich habe sofort mit Fähner mitgefühlt. Armer Mann.

Mord ist eigentlich nie ein guter Außweg. Aber hier wird man doch nachdenklich. Die Geschichte zeigt eine andere Seite von Mord und man selber überlegt auf welcher Seite man gestanden hätte.

Auf jedenfall ein super Einblick in das Buch! Die anden Kurzgeschichten interessieren mich jetzt doch ziemlich :)

Nachdenklich

4

Der Schreibstil ist kurz, knapp und fesselnd.

Man ist sofort mittendrin in der Geschichte.

Der Autor beschreibt nicht nur die Tat an sich,

sondern in erster Linie, wie es überhaupt so weit kommen konnte.

Man versucht sich in den Täter hineinzuversetzen und die Hintergründe

für seine Tat zu verstehen.

Ich war sehr angetan von der Leseprobe und freue mich auf weitere Geschichten des Autors.

 

Fesselnd

5

Schon gleich die ersten Zeilen haben mich gefesselt. Der Schreibstil ist kurz und bündig gehalten. Aber auch damit sagt der Autor schon eine Menge aus.

Friedhelm Fähner hat mir zwar leid getan, dass er so lange in so einer Beziehung gelebt hat, aber Mitgefühl nach dem Mord hatte ich nicht. Zwar hat er ein Versprechen eingehalten, dennoch rechtfertigt das keinen Mord.

Zwar kommt der Schreibstil etwas emotionslos rüber, aber er kratzt doch hart an den Gefühlen. Man schafft es nicht, die Augen zu verschließen und ist gezwungen, sich diesmal auch die Seite des Täters "anzulesen".

Erst dachte ich: Kurzgeschichten, nee, das ist nichts für mich. Aber nach der Geschichte in der Leseprobe kann ich sagen: Doch, das ist etwas für mich. Ich würde liebend gerne weiterlesen.

 

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!

Was geht im Täter vor

Der Autor erzählt die Lebensgeschichte eines Mandanten, die schließlich zum Mord an dessen Frau führte. Durch diesen Hintergrund bekommt man fast Mitleid mit dem Täter, der die ständigen Anschuldigungen und Beschimpfungen Leid war.

Da die Leseprobe nur einen Fall enthält, kann man nicht wissen, wie die anderen aufgebaut sind, aber hier erfährt man die Gründe für den Mord sowie das Urteil und kann sich einen umfassenden Eindruck von diesem Fall bilden, was normalerweise nicht möglich ist. Die Tatsache, dass es sich um wahre Fälle handelt, macht die Sache noch interessanter, da man hier die wahren Gründe einiger Täter erfährt, wobei es nicht durch die Presse aufgebauscht wurde.

Der sympathische Mörder

4

Die Leseprobe hat mir unheimlich gut gefallen und ich hätte sehr gerne noch weitere Geschichten gelesen. 

Friedhelm Fähners tragische Geschichte seiner Ehe und die Beweggründe für seine Tat haben bei mir Verständnis und auch Sympathie ausgelöst. Umso mehr, da es sich ja anscheinend um einen wahren Fall handelt.

Ferdinand von Schirachs Stil ist zwar sehr sachlich, aber trotzdem flüssig zu lesen und spannend. Werde dieses Buch auf jeden Fall im Auge behalten...

 

 

Zuerst aus Langeweile...

4

...dann mit immer mehr steigendem Interesse, habe ich diese ersten Seiten dieses Romans verschlungen. Als Rechtsanwaltsfachangestellte erlebe ich "die Mühlen der Justiz" Tag täglich, dennoch hat mich gerade der Schreibstil dieses Autors bereits von der ersten Seite an fasziniert und auch die Thematik sehr gefesselt. Mag diese Geschichte über einen Mann namens Fähner vielleicht kurios erscheinen, doch blickt Hr. von Schirach geschickt hinter die Fassade eines Mordes, so dass das Motiv auch für den Leser nachvollziehbar, ja sogar verständlich wird. Gerne würde ich auch die restlichen Geschichten dieses - wie mein erster Eindruck ist - kurzweiligen Romans lesen. Ein paar spannende und unterhaltsame Lesestunden scheinen mit diesem Buch garantiert.

Wie schuldig ist der Mörder?

4

Ja, er hat seine Frau vorsätzlich erschlagen, aber man kann ihn verstehen. Nach jahrzehntelanger Ehehölle kann er einfach nicht mehr.  Er hat ihr Treue versprochen, in guten wie in schlechten Zeiten, aber irgendwann war er mit seiner Kraft am Ende.

Mich hat die Leseprobe fasziniert, sich ist klar, knapp und unparteiisch geschrieben. Man kann sich solche Menschen leicht vorstellen.

Ich möchte gern wissen, was für Menschen Herr Schirach in dem Buch noch porträtiert.

Gute Geschichte, die Lust auf mehr macht

5

Ich bin eigentlich überhaupt kein Freund von Kurzgeschichten, diese Leseprobe hat mich aber total begeistert. Ferdinand von Schirach erzählt hier die Geschichte des Arztes Fähner, der sich sein ganzes Leben lang an das seiner Frau gegebene Versprechen hält, sie niemals zu verlassen. Seine Ehe wird für ihn zur Hölle und als er keinen Ausweg mehr sieht, wird er mit 72 Jahren zum Mörder.

Die Geschichte liest sich gut und flüssig und macht Lust auf mehr. Ich hoffe, dass auch die anderen Geschichten so spannend sind und werde das Buch auf jeden Fall lesen.

Verbrechen?

5

Die Leseprobe enthält die erste von 11 Geschichten, mit denen der Autor in seiner Funktion als Strafverteidiger

tatsächlich in Berührung kam. Es ist die Geschichte des grundsoliden, tüchtigen Arztes Friedhelm Fähner aus

Rottweil, der nach mehr als 40 Jahren Ehe seine Frau Ingrid mit der Axt erschlägt und zerstückelt, weil er ihre

Beschimpfungen und Beleidigungen nicht mehr erträgt. Die Probleme begannen schon bei der Hochzeitsreise, als

seine Frau etwas von ihrer wahren Natur zu erkennen gibt und ihm den Eid abverlangt,  dass er sie niemals ver-

lässt und immer beschützt. Das ist der Anfang eines jahrzehntelangen Martyriums, aus dem sich Fähner nicht be-

freit, weil er sich an seinen Eid gebunden fühlt, bis eines Tages eine neuerliche bösartige Attacke seiner Frau das

Fass zum Überlaufen bringt.

Ferdinand von Schirach zeigt, wie gründlich er sich mit den Hintergründen der Tat und der Persönlichkeitsstruktur

des Täters auseinandergesetzt und durch sein Plädoyer eine milde Bestrafung erreicht hat. Der Leser versteht

durch seine einfühlsame Darstellung, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse gibt, und  dass ein solcher

Fall  alle Theorien zum Sinn und Zweck von Strafe fragwürdig erscheinen lässt. Das Gericht hat sich diese Frage

mit Sicherheit gestellt, und der Leser, der aufgrund der Darstellung viel Sympathie für Fähner entwickelt hat,

ebenso. Bleibt noch anzumerken, dass von Schirach nicht nur ein exzellenter Strafverteidiger ist, sondern auch

ein hervorragender Schriftsteller. Man darf auf die übrigen Fallgeschichten gespannt sein.

Sympathie für einen Mörder? Ja!

In "Verbrechen" schreibt der Anwalt und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach von seinen ihm anvertrauten Fällen. In der vorliegenden Leseprobe geht es um den Arzt Friedhelm Fähner. Als junger Medizinstudent verliebt er sich in Ingrid und heiratet sich auch bald. Da sie von früheren Männern nur schlecht behandelt wurde, verspricht er ihr, sie niemals zu verlassen. Doch im Laufe der Ehe hat Ingrid immer mehr an ihm zu nörgeln, obwohl er doch eine „gute Partie“ ist und sehr liebenswert. Die Beschimpfungen werden immer schlimmer. Er verbringt immer mehr Zeit in seiner Praxis als zu Hause, denn zumindest die Patienten schätzen ihn als gründlich und mitfühlend. Seine Frau hat sich total verändert, auch körperlich. Doch bleibt bei ihr, auch in den schlechten Tagen. Als er schließlich 72 ist, ist das Maß voll; er kann nicht mehr und ermordet seine Frau mit einer Axt. Doch er zeigt sich sofort selbst an, mit ganz ruhiger Stimme.

Der Tatbestand ist eindeutig, also was gibt es eigentlich zu verteidigen? Es geht in diesem Fall mehr um das wieso, warum, weshalb? Der Fall ist do eindringlich geschildert, dass man fast Sympathie entwickelt, denn was seine Frau mit ihm gemacht hat, ist nicht on Ordnung. Gut er hätte sie verlassen und sich scheiden lassen können. Dann hätte er aber seinen Eid, immer bei ihr zu bleiben brechen müssen. Ganz schönes Schlamassel! Die Lebeprobe hat mich sehr überzeigt und ich bin gespannt auf die anderen Geschichten!

Philosophisches Werk?

4

Wie gebannt las ich die Geschichte des Arztes Fähner. Ob die kurze Inhaltsangabe des Buches dazu führte, dass von der ersten Zeile an etwas Unheilvolles über dem Erzählten liegt, weiß ich nicht.

Die Geschichte handelt von einem jungen Arzt. Er scheint ein fachlich sehr kompetenter und beliebter Mediziner zu sein. Er fällt nicht sonderlich auf, trägt in der Geschichte beinahe transparente Züge. Er ist verheiratet mit einer Frau, die sich von Jahr zu Jahr verändert. Jeder Andere hätte sich sicherlich schon längstens getrennt, denn sie behandelt ihn zunehmend schlechter. Der Leser gewinnt den Eindruck als sei sie süchtig nach ihren Boshaftigkeiten ihm gegenüber und leide, wenn sie diese Sucht nicht befriedigen kann. Doch Fähner versprach ihr auf der Hochzeitsreise auf ihr eindringliches Flehen, vielleicht sogar Befehlen hin, ihr immer treu zu bleiben. Er kann sie nicht verlassen. Als er droht, dem Druck durch die ewigen Beleidigungen und Gemeinheiten nicht mehr Stand zu halten, bringt er sie um. Nach über 40 Ehejahren. Dies wird später vor Gericht als Tat im Affekt interpretiert doch sie liest sich als logische Konsequenz und frei jeglicher Gefühlsregungen. Und das macht das Lesen dieses Buches so beeindruckend: Ein an sich grausames Verbrechen wird frei von Schuldzuweisungen und Vorwürfen erzählt und endet damit, dass der Leser reflektiert über den richtigen Umgang mit Verbrechen und das Bestrafen solcher. 

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Kapitel.

Die Tat hinter der Tat

5

Als junger verliebter Mann gibt Fähner ein Versprechen, seine Frau Ingrid niemals zu verlassen. Sie entwickelt sich allerdings im Laufe der Jahre zu einem Monster, dass mit Beleidigungen nur so um sich wirft. Fähner ist ein Gefangener in seiner Ehe. Eines Tages, er ist schon 72, nachdem er jahrelang alles ertragen hat, platzt ihm der Kragen und er zerhackt seine Frau in mit einer Axt in Stücke.

Hier wird die Geschichte hinter der blosen Zeitungsschlagzeile erzählt. Warum kam es überhaupt zu der Tat? Was ging in dem Täter vor, was hat er gefühlt? Außerdem zeigt der Text auf, dass es doch Gerechtigkeit gibt! Die Leseprobe ist so gut und flüssig geschrieben, dass es wirklich spass macht sie zu lesen!

Der Mensch hinter der Tat

5

Es ist eine einfache Lebensgeschichte, die in dieser Leseprobe aufgezeigt wird. Führt er dies in den weiteren Geschichten fort, muss man sagen, das es ein lesenswertes Buch ist.

Man bekommt das Gefühl vermittelt, das die Antworten einer Tat nicht immer so einfach zu finden sind, und nicht immer eindeutig mit "Schuldig" oder "Nicht schuldig" zu beantworten sind. Man würde nach dem Martyrium des Mannes sagen: "Laßt den Mann frei, er tut ja niemandem mehr was", weil er lange genug gelitten hat. Jedoch ist es gleichzeitig so, das er eine Straftat begangen hat und dafür seine Strafe absitzen müsste. Während dem lesen kommt man in eine moralische Zwickmühle, was uns klar macht, das Gerechtigkeit, nicht vom Gesetz aus bestimmt wird, sondern von dem Gericht oder dem Richter, der es ausspricht.

Was ist gerecht?

Darf man eine Strafe mildern?

Was ist Moral?

und viele Fragen mehr ... dieses Buch wird Diskusionsstoff genügend abliefern.

 

 

Wenn der Anwalt erzählt ...

3

In "Verbrechen" schildert der Anwalt von Straftätern seine ihm anvertrauten Fälle. Dies tut er auf äußerst sachliche Weise, zumindest in der Leseprobe jedoch überwiegend aus Sicht des Täters. Allerdings versucht er damit nicht Mitleid zu erregen, sondern zählt die Lebensstationen des Täters und des Opfers auf. Dabei wird deutlich, dass es für beide Personen andere Auswege gegeben hätte. Fähner, der Mittelpunkt der Leseprobe, ergriff keine davon und brachte statt dessen seine Frau nach jahrzehntelanger Ehe um. von Schirach zeichnet dabei das Bild eines schwachen Mannes, der bereits nach dem ersten Sex "so durcheinander [war], dass er sie schon eine Woche später bat, ihn zu heiraten". Dies spricht nicht gerade für den Angeklagten und eine angemessene Problemlösefähigkeit. Jedoch urteilt der Autor in keiner Weise über die genannten Personen, sondern überlässt dies allein dem Leser.

Als großer "true crime"-Fan habe ich schon oft Bücher mit der gleichen Thematik wie "Verbrechen" gelesen. Und in diesem Genre belegt von Schirachs Buch mit der hier gebotenen Leseprobe eher einen Platz im Mittelfeld, da der Fall recht kurz, wenig differenziert und wenig tiefgründig abgehandelt wird. Das Buch an sich würde ich aufgrund der Leseprobe schon gern lesen, hoffe aber gleichzeitig darauf, dass sich der Autor im Verlauf des Buches weiter steigert und nicht jeden Fall derart knapp und wenig reflektiert abhandelt, sondern weiteren Fällen mehr Tiefe und psychologischen Hintergrund gibt.

Gespannt auf mehr

Selten werde ich von einem Protagonisten so gefesselt. Man würde es Friedhelm gar nicht übelnehmen, dass er Ingrid mit einer Axt erschlagen hat. Jedenfalls tu ich es nicht!

Aber auch zuerfahren wie ein Verteidiger über seinen Mandanten denkt finde ich interessant.

Hat mir Lust auf mehr gegeben!

Leidensweg und Gerechtigkeit

5

Friedhelm Fähner ist stets ein guter und treuer Ehemann, der nicht unbedingt mit einer guten und netten Ehefrau gesegnet ist. Jahrelang erträgt er alle Schikanen und Beleidigungen ohne groß zu murren und steht zu seiner Liebe und dem Versprechen, das er Ingrid in den Flitterwochen gab. Nach 38 Jahren Ehe, Friedhelm ist 72, reißt ihm der Geduldsfaden und er zerstückelt Ingrid mit seiner Axt.

Jetzt, nachdem Friedhelm seine Frau endlich ermordet hat, kommt der Hauptcharakter des Buchs ins Spiel, sein Anwalt, der mit vollem Einsatz und einer Portion Glück und Verständnis eine äußerst milde Strafe herausholt. Mit der Dankbarkeit Friedhelms endet der Einstieg.

Super geschrieben und mit einer gehörigen Portion Blut und Gewalt. Wenn das so weitergeht, wird es ein Buch im Stil vom Kruzifix Killer. Ein definitives must read.

Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. - André Malraux

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