Viel Inhalt

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fredhel Avatar

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"10 Stunden tot" ist mein erster "Anhem". Direkt zu Anfang überwältigt mich die Vielzahl der Schauplätze und Handlungen. Im weiteren Verlauf merke ich, dass es zwar für das Verständnis nicht zwingend notwendig, aber wesentlich angenehmer wäre, wenn ich die Vorgängerbände gelesen hätte.

Laut Klappentext geht es um einen Mörder, der seine Opfer und seine Taten per Würfel auslost. Doch damit ist der Inhalt nur unvollständig erfasst. Es gibt noch andere Untaten, und da die Helsingborger Mordkommission chronisch unterbesetzt ist, muss die Hauptperson, Fabian Risk, seinen Sonderurlaub abbrechen, obwohl er und die Seinen nach einem Mordanschlag auf seine Familie noch lange nicht zur Normalität zurückgefunden haben.

Scheinbar zieht sich ein roter Faden durch die Anhem-Bücher: Risk hat den begründeten Verdacht, dass sein Kollege ein verkappter Serienmörder ist. Dieser Ermittlungsstrang bleibt als heftiger Cliffhanger am Ende des Buches übrig, was ich mehr ärgerlich als spannend finde. 

Auch die anderen Fälle, die ich doch atemlos verfolgt habe, einfach weil der Autor ein talentierter Erzähler mit einem Händchen für gelungenen Spannungsaufbau ist, werden nicht alle gelöst. 

Schade. Dennoch ist "10 Stunden tot" ein richtig dicker, superspannender Schwedenthriller, den ich gerne weiter empfehlen kann.