Mäßig leider

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sam'sdaisy Avatar

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Ich hatte mich sehr auf "Allee meiner Träume" gefreut und bin leider ziemlich enttäuscht. Der Beginn war ok, der Mittelteil laaaaaaangweilig und am Schluss hatte das ganze dann doch noch etwas mit Architektur zu tun.
Wahrscheinlich bin ich beruftsbedingt etwas zu euphorisch ans Lesen gegangen, aber ich konnte leider überhaupt keine Verbindung zur Hauptdarstellerin Ilse/Martha aufbauen. Dieses ganze hin und her mit der Identität ihrer Schwester und diese komische Beziehung zu Vater und Mutter, die mehr mit sich selbst beschäftigt waren und beide krank wurden war etwas gekünstelt. Auch der eigentlich spannende Planungsprozess in Berlin war geprägt von Egoismus und dem Mittagessen. Lediglich das Ende mit der kritischen Hinterfragung der geplanten und errichteten Gebäude Jahrzehnte später mit der Tochter hat das Thema der Architektur endlich zur Sprache gebracht. Sprachlich ok, aber die Hauptfigur blieb leider immer distanziert. Hab mir mehr davon erwartet.