Aller Anfang ist Apulien

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helga Avatar

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Als Elena bemerkt, dass ihr Mann sie betrügt, nimmt sie ihren Sohn Ben und fährt mit ihm zu ihrem Onkel Gigi nach Apulien, Süditalien. Er besitzt dort in Lecce ein Antiquitätengeschäft und einen barocken Palazzo, in dem Elena und Ben wohnen können.

 

Dort lernt sie dann auch Michele kennen, einen Maler aus Rom, der die Spuren eines Familiengeheimnisses verfolgt. Seine verstorbene Mutter stammt aus Lecce und hat vor vielen Jahren diesen Ort verlassen. Sie hat Michele nie davon erzählt und er steht nun mit einer mysteriösen Postkarte da, die sie vor vielen Jahren aus Lecce erhalten hat. Er erhofft sich Antworten vom Bruder seiner Mutter, der in Lecce wohnt. Was ist damals passiert?

 

Eine sehr flüssig geschriebene Geschichte, die einem auch das typische Italien näher bringt. Es werden immer wieder italienische Aussprüche eingeflochten, die hier aber den Lesefluss nicht stören. Auch die einzelnen Personen sind sehr locker beschrieben und man fühlt sich rasch vertraut mit ihnen.

 

Michele zieht dann auch bei Onkel Gigi im Palazzo ein, der allerdings noch nicht fertig renoviert ist. Elena richtet sich ihren Wohnbereich selbst her und hilft nebenbei Michele bei der Suche nach seinem Familiengeheimnis. Dabei stoßen sie allerdings auch auf unangenehme Seiten dieses Ortes, der mit Mädchenhandel aus Nigeria zu tun hat.

 

Ein bisschen fehlen der Tiefgang und die Spannung, es ist doch alles ziemlich oberflächlich, trotzdem ist es eine nette Geschichte, die mir gefallen hat. Wunderschön das typisch italienische Cover, welches besser nicht passen könnte. Allerdings gibt es auch eine sehr ernste Seite in diesem Roman, nämlich der Mädchenhandel, da werden der Ernst und die Realität sehr gut aufgezeigt. Alles in allem ein unterhaltsames Buch.