Bayrischer Charme und Humor sind leider kein Ersatz für Spannung und Action

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varger Avatar

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Aufgrund massiven Zeitmangels hat es eine Weile gedauert, bis ich mich "Allerheiligen" widmen konnte. Dabei handelt es sich um einen in Bayern spielenden Regionalkrimi aus der Feder des eigentlich eher für historische Romane bekannten Richard Dübell. Hauptperson ist Kommissar Peter Bernward, als kleiner Gag anscheinend ein Nachfahre des Protagonisten in Dübbels historischen Romanen. Dieser muss sich mit mit dem Kollegen Sander, welcher zufällig noch der Exmann der von Bernward angebeteten Kollegin ist, sowohl bei der Aufklärung des Mordes als auch beim Buhlen um die Herzensdame konkurieren.

Am Schreibstil von Richard Dübell lässt sich klarerweise wenig bis nichts aussetzen, allerdings plätschert die Handlung meiner Meinung nach ein wenig zu sehr dahin. Sicher, wir haben hier keinen Hochspannungsthriller im Stile von Cody McFadyen oder Chris Carter vorliegen, sondern einen Regionalkrimi, aber meiner Meinung nach spielt sich da einfach zu viel an den Nebenschauplätzen ab und den Mord klärt Bernward mal so nebenbei. Nein, ich muss sagen, dass die Leseprobe definitiv mehr Spannung versprochen hat, welche der Roman in seiner Gesamtheit leider nicht halten konnte. Sicher, die etwas kauzige, bayrische Mentalität hat schon ihren Charme und etwas Humor ist "Allerheiligen" definitiv nicht fremd, für mich gleicht das aber nicht den leider vorhandenen Mangel an Spannung und auch Action aus.