Håkan Nesser - Am Abend des Mordes

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hasewue Avatar

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Nachdem ich schon die Van Veeteren-Reihe gut fand, habe ich auch die Barbarotti-Reihe von Håkan Nesser gerne gelesen.
„Am Abend des Mordes“ ist der fünfte und leider letzte Fall mit Kommissar Gunnar Barbarotti und das Buch war sehr finalwürdig.
Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau ermittelt Barbarotti in einem fünf Jahre altem Fall bei dem ein Elektriker spurlos verschwunden ist. Zunächst scheint es nur, als wenn es sich bei diesem „kalten Fall“ um eine bloße Beschäftigungstherapie für den Kommissar handelt, bald aber erhält dieser vermeintlich harmlose Vermisstenfall Aktualität und zieht bald große Kreise.
Nessers Schreib- und Erzählstil liebt oder hasst man, ich liebe ihn. Leise und ohne viel Brutalität wird der Fall geschildert und zieht einen dann doch so sehr in den Bann, dass man nie gelangweilt ist, trotz fehlender Action, und man gerne in diese Welt von Nesser abtaucht.
Ich mochte Barbarotti sehr gerne und finde es schon schade, dass nun Schluss ist.
Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen, Nessers prägender Schreibstil trägt dazu seinen Teil bei und die Thematik war auch wieder sehr ansprechend.
Ich bin nun gespannt wie es weitergeht in Bezug auf neue Ermittler und Krimireihen von Håkan Nesser und hoffe, dass sie auch nur halb so sympathisch und unterhaltsam sind wie Gunnar Barbarotti.
Ich würde aber auch hier empfehlen mit Band 1 zu beginnen, zumindest was das Verständnis des Charakters betrifft und Anspielungen zu vorherigen Fällen.

5 von 5 Sternen!