Am Tag und in der Nacht

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kokardkale Avatar

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Dieser Romananfang erzählt von einer ganz großen Traurigkeit.

Eine junge Frau wird schwanger und ist überglücklich, der Vater ebenso. Doch sie verliert ihr Baby, das Baby, das schon einen Namen hatte und ein Kinderzimmer mit allem, was man sich nur vorstellen kann. Sie wird depressiv, kann es nicht überwinden. Er versucht sie zu trösten, sie weist ihn immer nur ab, wird aggressiv. Sie verspürt eine unendliche Wut gegen ihn. Wieso sie das Baby verloren hat, das geht aus der LP nicht hervor, vielleicht hat er ja eine Teilschuld, obwohl ich das nicht glaube. In einem Satz geht das hervor: "Wenn nicht er Schuld ist, bin ja ich Schuld" (ungefähr). Sie versucht also nur einen Schuldigen zu finden.

Sie gerät an einen Brief, den eine junge Frau mitten im Krieg geschrieben hat an ihre beste Freundin, die von England nach Kanada gezogen ist. Beide Männer kämpfen, beide Frau versuchen zu überleben. Nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Deshalb geht die Frau dieses Briefes einmal im Monat in eine Kunstausstellung, die Gedanken zu dem einzigen Bild, das man dort sehen kann, beschreibt sie ausführlich in ihrem Brief.

Warum gerade dieser Brief Claire, der jungen "Fast-Mutter", helfen kann, das ist noch nicht ganz ersichtlich. Doch ist es schon ersichtlich, dass dieser Roman etwas ganz besonderes ist, für feine Gemüter.