Der American Devil

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hundjulies Avatar

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Schon als ich die Leseprobe zu American Devil gelesen habe, war ich fest entschlossen, das Erstlingswerk von Oliver Stark zu lesen. Ich habe zwar schon viele Bücher gelesen, die sich mit der Thematik Serienkiller beschäftigen, dieses Buch erschien mir allerdings aufgrund der beschriebenen Ermittler, sowie des Mordmotives des Täters besonders spannend.
Nach dem Lesen des Buches kann ich nun sagen, dass mich der Roman, bis auf eine Ausnahme zum Ende der Geschichte nicht enttäuscht, sondern bestens unterhalten hat.

Dies liegt vor allem am flüssigen Schreibstil der Story, der man daher folgen kann, ohne jemals den roten Faden zu verlieren. Mir haben besonders die Charaktere, die hier endlich einmal Ecken und Kanten haben, gefallen. So zum Beispiel Tom Harper, der zornige Cop, der seine auftretenden Wutausbrüche nicht im Griff hat, deshalb suspendiert wurde, aber trotzdem ein sehr guter Ermittler ist.
Dieser Thriller ist sicherlich nichts für schwache Nerven, da die Tatortbeschreibungen sehr detailreich sind. Besonders gelungen empfand ich, dass einige Szenen aus der Sicht des Täters beschrieben und man daher hautnah an seinen Gedanken teilhaben kann.

Bemängeln muss ich leider doch einen Punkt zu Ende des Buches: der Täter soll an einer Persönlichkeitsstörung leiden, worauf auch im Verlauf des Buches immer wieder hingewiesen wird. Leider wird nicht aufgeklärt, warum der Täter krank geworden ist, er ist es einfach. Ebenso muss ich anmerken, dass durch die Beschreibung des Mörders in meinen Augen ein sehr schlechtes Bild auf diese Persönlichkeitsstörung geworfen wird und man eventuell Vorurteile gegenüber diesen Menschen entwickeln könnte.

Trotzdem fand ich dieses Buch sehr gelungen und freue mich auf weitere Titel dieses Autors.