An jedem neuen Morgen - Eine Familiengeshichte

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haktyl Avatar

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Thematisch sicherlich keine leichte Kost, zeigt dieses Buch eine neue Facette im Bereich der Schicksalsromane nach einer wahren Begebenheit. Dabei ist die Beschreibung der duch den Tod eines Menschen resultierenden Konsequenzen für Familie und Freunde zwar nicht neu, aber doch immer so individuell, wie es die beschriebenen Menschen eben sind.

Roger Rosenblatt schreibt frei und ohne unnötige Ausschmückungen. Was er zu sagen hat, bringt er ohne Umschweife zu Papier. Allerdings erscheint sein Schreibstil gerade mit dem Wissen um seine Dozentenstelle in Englischer Literatur ein wenig wirr, fast so, als käme es ihm nicht auf eine chronologische Reihenfolge oder eine literarische Sprache an, sondern als müsse er sich einfach etwas von der Seele schreiben. Vielleicht macht aber gerade dieser Stil den leisen und berührenden Charme dieses Buches aus und vielleicht erfasst man gerade durch die einfachen und klaren Schilderungen die Tiefe des beschriebenen Schicksals und der Umgang der Betroffenen mit diesem.

Fazit: Die Geschichte ist, obwohl thematisch durchaus zu Herzen gehend, nicht zu Tränen rührend erzählt und das ist auch gut so. Nicht der Tod der Tochter, sondern das Leben der Fanilie nach diesem Verlust steht im Vordergrund. Auch deshalb ist das Buch durchaus empfehlenswert.