Familientragödie

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kricka Avatar

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Eine nüchterne Beschreibung von der Situation nach dem Tod einer Tochter, Mutter und Ehefrau - so ist Rosenblatts Roman zu beschreiben. Aber das ist mir, im Gegensatz zu vielen anderen Lesern hier, gar nicht negativ aufgefallen. Ganz im Gegenteil: Die nüchterne Sprache des Erzählers (gleichzeitig der Vater der verstorbenen Amy) passt in den Kontext. Jeder geht anders mit Trauer um. So trauert eben der Erzähler um seine Tochter.Für Emotionen bleiben ihm und seiner Frau auch gar keine Zeit, weil sie nach dem Tod ihrer Tochter zu ihrem Schwiegersohn und den drei Enkeln gezogen sind. Sie müssen sich zusammenraufen, aber bisher scheint alles einigermaßen zu laufen.

Die Beschreibung des Familienzusammenhalts finde ich sehr schön, der Autor schafft eine wahrmherzige Atmosphäre trotz eines solchen Schicksalsschlags.

Einen Punkt Abzug gibt es von mir aufgrund der fehlenden Spannung. Ich erwarte keinen Spannungsbogen wie in einem Krimi. Aber bisher driftet die Geschichte so vor sich hin, was auf Dauer vielleicht etwas langweilig werden könnte. Ich hoffe sehr, dass noch etwas passiert...