Man muss aufstehen...

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rebellyell666 Avatar

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Eine ergreifende Geschichte, die mich bereits vom Klappentext magisch anzog. Zwar zieht mich der Tod nicht an und ich habe auch keine makabere Geschichte erhofft, sondern eben die Wärme, die mir in diesen ersten Seiten der Leseprobe vermittelt wird.

Ständig spürte ich das Kippen meiner Stimmung während des Lesens: Meine Augen wollten aber nicht weinen, da ein tränenverschleihender Blick nur von der Einfachheit der Geschichte (der wahren Geschichte) abgelenkt hätte.

Auf den ersten Blick scheint es einfach: Man muss Verantwortung übernehmen und sich Abläufe einprägen und den Kindern die Sicherheit der Gewohnheit geben. Als ihre Mutter aus ihrer aller Leben gerissen wird (Hier fand ich den Tritt gegen die Klagemauer zwar theatralisch, aber so reagieren wir nun einmal bei Trauer – unser ganzes Wesen, unser Hass setzt sich frei und die Umwelt muss dies hinnehmen. Wir erwarten auch keine spezielle Reaktion, nur die kurze Beachtung unserer Wut und des tiefen Schmerzes.), ist nichts mehr wie zuvor und die Großeltern ziehen kurzerhand bei Schwiegersohn und Enkeln ein.

Die Tagesabläufe klangen schon sehr eingespielt und dennoch sind die Schilderungen der plötzlich weinenden Kinder und des beruhigend auf ebendiese einredenden Vaters ein Stilbruch in der gewohnten Alltagssituation. Stilbruch? – Nein, wohl eher eine normale Reaktion.

Mich berührt diese Geschichte sehr und auch wenn sie zunächst ein bisschen perfekt geschildert erscheint, so merkt man ihr nur umso mehr an, welche traurig anmutende Geschichte dahinter steckt. Zudem ist die aufopfernde Hilfe aller Personen so gut definiert, dass ich mich freue, wie selbstlos Menschen in diesen Situationen werden können.


"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste." (Heinrich Heine)

"Bücher? - Das geht ein, zwei Jahre gut, dann bist du süchtig!"