Sehr zäh

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blumenmeer1 Avatar

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Der Roman wird auch Sicht des Großvaters erzählt, dessen Familie ein schwerer Schicksalsschlag getroffen hat: Amy, seine Tochter, liebende Ehefrau und dreifache Mutter ist gestorben. Er und seine Frau Ginny ziehen bei ihrem Schwiegersohn ein um ihm bei der Erziehung der Kinder zu unterstützen und lässt uns daran teilhaben, welche Schwierigkeiten und Herausforderungen der Alltag mit Kindern mit sich bringt, vorallem, wenn die eigenen Kinder schon längst erwachsen sind und man nicht mehr an die kleinen und größeren Dramen in einem solchen Haushalt gewöhnt ist.

Der Klappentext hat mich angesprochen, zwar denkt man erst, dass man solch ein trauriges Thema gar nicht lesen möchte, aber irgendwie ist man auch so bewegt, dass man wissen möchte, wie es den Hinterbliebenen geht. Die Leseprobe hat mir dann aber doch nicht so gut gefallen. Es werden viel zu viele Personen auf einmal eingeführt ohne richtig zu erklären, wer sie sind. Ich habe oft nicht gewusst, wer die Person ist, von der gerade die Rede ist. Außerdem liest sich der Roman etwas schleppend, es passiert nicht wirklich viel und es kommen nur wenig Emotionen herüber, dabei müssten nach einem so tragischen Verlust doch deutlich mehr davon existent sein. Der Großvater ist recht sympatisch, er zeigt noch die meisten Emotionen und beschreibt, wie es für ihn ist, ein Stück weit den Platz seiner Tochter einzunehmen. So fühlt er sich zum Beispiel fehl am Platz zwischen all den Müttern, die ihre Kinder zur Schule bringen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie diese durchaus liebenswert beschriebenen Alltagssituationen, die nun so neu für den alten Mann sind, ein ganzes Buch füllen sollen. Die Leseprobe gibt auch nicht wirklich Auskunft daürber, was in der Geschichte noch geschehen wird.

Es bleibt uns also nichts anderes, als abzuwarten, ob sich die Handlung vielleicht noch in eine positive Richtung entwickelt.