Nicht ganz überzeugend

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hatifa Avatar

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Wer kennt sie nicht - Audrey Hepburn. Sie ist tatsächlich eine Ikone der Filmgeschichte. Da mir reine Biografien häufig zu trocken sind, lese ich sehr gern die Lebensgeschichten, welche in einem Roman verpackt werden. Auch wenn hier immer die Frage bleibt, was ist Tatsache und was Fiktion.
Nachdem ich von dem ersten Buch über Marie Curie hellauf begeistert war, freute ich mich besonders auf Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne.

Wir begleiten Audrey von ihrer frühen Kindheit, als ihr Vater die Familie verließ, über die schweren Kriegsjahre zu ihrem zerbrochenen Traum Primaballerina zu werden bis hin zu ihrer grandiosen Filmkariere. Eine Frau, welche sich eigentlich immer nur nach Liebe und einer großen Familie gesehnt hat, dreht einen Film nach dem anderen, hauptsächlich gedrängt von ihrem ersten Mann. In dieser Beziehung ist sie eindeutig die Unterwürfige, sie schafft es nicht, ihre eigenen Wünsche auszuleben. In der überstürzt eingegangenen zweiten Ehe findet sie zwar die Liebe, allerdings hält ihr Mann nichts von Treue, wovor sie gekonnt die Augen verschließt.
Erst mit 50 Jahren findet sie das Glück ihres Lebens und eine Beziehung auf Augenhöhe. Leider kommt dieser Teil sehr kurz, was wohl daran liegen mag, dass Audrey Hepburn keine Filme mehr gedreht hat. Doch auch ihre Arbeit als Unicef-Botschafterin hätte hier deutlich mehr Raum verdient.


Der Schreibstil ist sehr flüssig, jedoch manchmal ziemlich platt und stellenweise auch sehr schwülstig, was mich aber nicht ganz so sehr gestört hat.

Dieses Buch ist eine schöne Lektüre, welche aber durchaus auch einige Schwächen hat.