Ein Ende ohne Biss

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Lange erwartet und heiß ersehnt wurde dieser letzte Band um Bella und Edward. Schon von Beginn der Reihe stimmte die Autorin uns auf das unvermeidliche Ende ein – eine Hochzeit, die Verwandlung, ein neues Leben. All das hat S. Meyer in diesem Teil endlich mit eingebracht. Doch zu welchem Preis? Ihr gut ausgeprägtes Gespür für Romantik ging ja schon nach dem ersten Teil verloren. Band zwei und drei dümpelten etwas vor sich hin und hier hat die Autorin jetzt versucht all ihre Ankündigungen im Schnelldurchlauf abzuhandeln. Zu Gute halten muss man eindeutig, dass endlich auch etwas Blut ins Spiel kam. Ein kleines Detail, das zu Vampirromanen dazugehört, aber in dieser Serie eigentlich nebensächlich war.

Die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren bleibt eindeutig auf der Strecke. Unser selbstloser Edward gibt sich wieder mal die Schuld an allem und wartet mit eigenartigen Problemlösern auf. Die Cullens zeigen sich in einem makellosen Licht. Selbst Rosalie ist ohne Fehl und Tadel. Auch die anfänglichen Konflikte zwischen den Vampiren und Werwölfen wurden von Anfang an im Keim erstickt. Alle sind jetzt eine große glückliche Familie. Letztendlich hoffte man auf das Ende, als die Volturi endlich auf der Bildfläche erschienen. Ein spannender Moment, der aber außer endlosen Dialogen nicht viel bot.

Um dieses Buch nicht nur zu kritisieren muss ich sagen, dass S. Meyer eine wunderbare Art an den Tag legt ihre Leser auch über lange Durststrecken zu fesseln. Sie versteht es, alle Charaktere zu einem Ganzen zu verbinden und dabei den roten Faden nie zu verlieren. Jeder, der vom ersten Teil der Geschichte um Bella und Edward begeistert war, wollte natürlich bis zum Ende dabei sein, auch wenn es ein Ende ohne Bis(s) war.