Interessantes japanisches Katz-und-Maus-Spiel

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Keigo Higashino ist ein bekannter japanischer Autor, dessen Buch „Böse Absichten“ die deutsche Übersetzung des japanischen Originals „Akui“ aus dem Jahre 2001 ist und nun in der deutschen Erstauflage erschienen ist.
Als Kommissar Kaga an einen Tatort gerufen wird, erwarten ihn dort gleich zwei ungewöhnliche Dinge: Zum einen ist das Opfer der bekannte und erfolgreiche Autor Kunihiko Hidaka. Zum anderen trifft er dort auf einen alten Bekannten: Der Tote wurde von seiner Frau Rie und seinem guten Freund seit Kindertagen, Osamu Nonoguchi, aufgefunden, den Kaga ebenfalls von früher kennt. Nonoguchi und Kaga waren früher beide Lehrer an einer öffentlichen Schule, bevor Kaga Polizist und Nonoguchi mäßig erfolgreicher Autor von Kinderbüchern wurde. Die Suche nach dem Täter hat bald Erfolg und so kann Kommissar Kaga den Mörder relativ schnell identifizieren. Doch was weiter im Dunkeln bleibt ist die Frage, warum diese Tat geschehen ist. Was steckt dahinter? Wieso wurde der Mörder zum Mörder und warum musste Hidaka sterben? Diese Fragen beschäftigen Kaga und so entwickelt sich ein interessantes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Kommissar Kaga und dem bereits bekannten Täter. Denn Kaga will unbedingt die Wahrheit herausfinden.
„Böse Absichten“ ist eine Art Krimi, die sich von der „breiten Krimimasse“ abhebt: Es geschieht ein Mord, der Täter ist zunächst unbekannt, wird dann jedoch vergleichsweise schnell entlarvt. Was dann folgt ist ein Schlagabtausch zwischen Kommissar und Mörder, um die wahren Hintergründe der Tat zu entlarven. Es ist also eine subtilere Art des Krimis, bei dem es mehr um die Psychologie, die Seele und die Charaktere der Personen und deren Interaktion miteinander geht.
Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und soll zum Einen auf den sich ereignenden Tatsachen basieren, zum anderen auf Aufzeichnungen von Kommissar Kaga und von Osamu Nonoguchi. Dies ist eine interessante Erzählart, da man durch die verschiedenen Erzählperspektiven genauere Einblicke in die Geschehnisse erhält.
Der Auto schafft es außerdem, durch immer wieder eintretende Drehungen und Wendungen die Spannung hoch und den Leser bei der Sache zu halten.
An manchen kleinen Stellen merkt man dem Buch jedoch sein „Alter“ (im Original aus dem Jahre 2001) an, wenn es z.B. um technische Dinge geht. Dies sollte man wissen und sich darauf einstellen, dann stört es auch nicht den Lesefluß.