Fesselnder Krimi

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
samia Avatar

Von

Das Buch, und alles was darin geschieht, zieht den Leser fast magisch in seinen Bann. Harry Dolan feilt mit einem großen Geschick an der Brücke zwischen Realität und Fantasie. Es kommt selten vor, das ich 2 Stunden wie gebannt lesen kann, dabei vollkommen in der Geschichte aufgehe und alles um mich herum nicht mehr wahrnehme.

 

Der Schreibstil

Der Schreibstil wirkt von Anfang an herrliche charismatisch. Nicht nur die auftretenden Personen, sondern auch die darstellende Form wirkt sympathisch und prägnant. Mit einer großen Liebe skizziert der Autor seine Personen, deren Konstellationen und Lebenswege ohne dabei langweilig oder klischeehaft zu wirken. Jeder Protagonist erscheint in der Zusammenstellung seiner Eigenarten losgelöst von allen anderen Charakteren, und so besitzt jede Szene im bildlichen Sinne eine persönliche Note und Unterschrift des Autors.

Allgemein ist der Stil aufgelockert, teils frech und humorvoll, aber auch ernst und philosophisch.

Auf Seite 28 trifft der Leser beispielsweise auf folgendes Zitat, was eingebettet in den Kontext der Geschichte und den beiden in der Szene auftretenden Personen eine typische Charakteristik darstellt:

„Das Nächstliegendste zuerst: Sind sie sicher das er tot ist?“

„Er ist tot“

„Es wäre grauenhaft, wenn er es nicht ist“

 

An einer anderen Stelle unterhalten sich zwei der ermittelnden Detectives:

„....Aber es wäre schön, wenn wir einen Plan hätten“

„Elizabeth war gerade dabei, einen zu skizzieren“, sagte Shan. „Er sieht vor, mit Leuten zu reden und Beweise zu finden“

 

Ich hoffe an diesen Beispielen aufzeigen zu können, das allein die Betrachtung der Schreibart des Autors niemals langweilig wird und ich stets von neuem überrascht wurde.

 

Inhaltliche Betrachtung

Die gesamt Kriminalgeschichte lässt sich sehr gut an dem Hauptdarsteller David Loogan beschreiben.

Aufgeweckt, stets durchdacht und mit einer an manchen Stellen leicht ironisch wirkenden Logik führt er den Leser mit Hilfe seiner privaten Ermittlungen durch die Geschichte.

Es tauchen keine typischen Krimi-klischees oder vorhersehbare bzw. allzu bekannte Elemente auf.

Ideen werden entworfen, verworfen, verweben sich zu neuen und die Spannung bleibt kontinuierlich erhalten. Es wird in regelmäßig wechselnden Perspektiven erzählt und einzelne Rückblenden vertiefen das kriminalistische Kribbeln.

Dem Autor gelang eine wunderbar schöne und abwechslungsreiche Krimigestaltung.

 

Zusammenfassung

Ich kann dieses Buch nur Wärmstens ans Herz legen. Es ist ein spannungsvoller und vor allem literarischer Genuss mit David, Elizabeth und allen Anderen auf Spurensuche zu gehen.

Seit langem mal wieder ein Buch, welches man kaum aus der Hand legen möchte und es bedauert die letzte Seite zuzuschlagen.

 

Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. -Heinrich Heine-